Film: Krank durch wurzelbehandelte Zähne?

Wurzelbehandlungen dienen dem Zahnerhalt. Doch was viele nicht wissen: Wurzelbehandelte
Zähne sind eine dauerhafte Belastung für den ganzen Organismus und können mitunter für
schwere Erkrankungen verantwortlich sein. Film-Interview und Artikel mit/von Zahnarzt und
Heilpraktiker Dr. Graf.

Dr. Karlheinz Graf
Zahnarzt und Heilpraktiker
"In jedem wurzelbehandelten Zahn verbleiben Reste von Gewebe und Bakterien. Diese belasten den Organismus in vielfacher Weise."
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Einführung

Während früher abgestorbene oder in ihrem Inneren entzündlich veränderte Zähne einfach gezogen wurden, können sie heute in vielen Fällen mit Hilfe einer Wurzelbehandlung erhalten werden. Was viele nicht wissen: Wurzelbehandelte Zähne sind eine dauerhafte Belastung für den ganzen Organismus und können mitunter für schwere Erkrankungen verantwortlich sein. Mehr dazu im Artikel von Dr. Graf, ganzheitlich arbeitender Zahnarzt und Heilpraktiker.

Auch wenn man es ihnen von außen nicht ansieht: Zähne sind keine toten Objekte, sondern in ihrem Inneren voll mit Leben: Nerven, Blutgefäße und Bindegewebe durchziehen den Zahn von der Höhle in seinem Zentrum, der Pulpa, bis in die Wurzelspitze, wo sie aus dem Zahn austreten. Dabei verzweigen sich wenige Hauptäste in immer feinere Verzweigungen – ähnlich der Wurzel eines Baumes, die sich immer weiter verzweigt.
Durch Unfälle und andere mechanische Belastungen, durch eingedrungene Bakterien, übermäßige Reizung des Nervs beim Ausbohren und Befüllen tiefer kariöser Defekte und chemische Substanzen, z.B. aus Zahnfüllmaterialien, kann der Zahnnerv absterben.
Dass der Zahn tot ist, merkt der Patient bisweilen daran, dass nach einer mitunter sehr schmerzhaften Absterbephase, endlich Ruhe einkehrt. Das ist jedoch kein Grund zur Freude, sondern erst Recht ein Grund, den Zahnarzt aufzusuchen, um einen Vitalitätstest durchführen zu lassen. Dabei übt der Zahnarzt gezielt einen Kältereiz auf den Zahn aus. Spürt der Patient den Kältereiz nicht, wird der Zahn für „nervtot“ erklärt. Nicht selten bemerkt der Patient allerding nicht einmal das Absterben des Zahnes.
Bleibt der tote Zahn unversorgt, beginnt sich das Gewebe im Zahninneren langsam zu zersetzen. Die daran beteiligten Bakterien und Giftstoffe belasten ständig den Körper. Um dem entgegen zu wirken, wurde die Wurzelbehandlung entwickelt.

Abb. 1: Wurzelbehandelter Zahn im Röntgenbild (Quelle: Dr. Graf)
Abb. 1: Wurzelbehandelter Zahn im Röntgenbild (Quelle: Dr. Graf)

Was ist eine Wurzelbehandlung?

Um möglichst viel Zahnsubstanz erhalten zu können, wird häufig versucht, nervtote Zähne durch eine Wurzelbehandlung – oder genauer gesagt eine Wurzelkanalbehandlung – zu „retten“. Bei einer solchen Wurzelbehandlung wird zunächst das Gewebe im Inneren des Zahnes so weit wie möglich entfernt. Der Nerv wird gezogen, die Hauptkanäle werden möglichst gründlich von Geweberesten gereinigt und dann mit Füllmaterial verschlossen. Im Idealfall können so aufbereitete Zähne noch über Jahrzehnte ihre Kaufunktion erfüllen.

5-fach-Belastung durch wurzelbehandelte Zähne

Bei der Wurzelbehandlung können lediglich die Hauptkanäle gereinigt werden. Das riesige verzweigte Netz feinster Kanäle im Zahn (Abb. 2) bleibt dabei für die Reinigung unzugänglich. Durch vielfältige Methoden, wie z.B. der Reinigung der Kanäle unter dem Mikroskop, der Bedampfung mit Ozon oder Laserbestrahlung, kann man zwar zusätzliches Gewebe entfernen und Bakterien abtöten, doch kann beides aufgrund der feinen Verzweigung nie vollständig gelingen. Folglich verbleiben in jedem nervtoten (devitalen) und wurzelbehandelten Zahn Reste von Gewebe und Bakterien. Diese belasten den Organismus in 5-facher Weise:

1. Entstehung von Giftstoffen beim Gewebszerfall

Beim Gewebszerfall, insbesondere dem Zerfall von Eiweißen, entstehen zahlreiche Giftstoffe. Hierzu gehören vor allem Leichengifte, die durch die feinsten Kanälchen in den Körper gelangen und ihn erheblich belasten können. Diese haben eine giftige Wirkung auf Nerven (neurotoxisch) wirken degenerativ. Verbinden sich solche Eiweißstoffe mit Quecksilber, das z.B. aus (früheren) Amalgamfüllungen in das Zahnmaterial eingewandert ist oder sich aus verschiedenen Quellen im Organismus abgelagert hat, entsteht über Mercaptan schließlich das extrem giftige Dimethylquecksilber. Dimethylquecksilber ist eines der stärksten Nervengifte, das zudem leicht die das Gehirn schützende Blut-Hirnschranke durchdringt.
Interessant sind Versuche, in denen wurzelbehandelte Zähne von chronisch Kranken sterilisiert und dann unter die Haut von Kaninchen eingepflanzt wurden. Das erschreckende Ergebnis: Nach kurzer Zeit litten die Kaninchen unter den gleichen Beschwerden wie die chronisch kranken Spender der wurzelbehandelten Zähne. Nachdem die Zähne wieder entfernt worden waren, wurden auch die Kaninchen wieder gesund. Da die wurzelbehandelten Zähne vor der Transplantation sterilisiert worden waren, waren offensichtlich nicht Keime für die „Übertragung der Beschwerden“ verantwortlich, sondern Giftstoffe aus den wurzelbehandelten Zähnen. Da Antibiotika ebenfalls nur Bakterien töten, aber keine Giftstoffe entfernen können, können auch sie die krankmachende Wirkung wurzelbehandelter Zähne nicht verhindern.

2. Giftstoffe aus Zahnfüllmaterialien

Auch wenn man bemüht ist, möglichst unschädliche Zahnfüllmaterialien einzusetzen, muss man wissen: Unschädliche Materialien für Zahnwurzelfüllungen gibt es nicht! Alle Füllmaterialien (sog. Sealersysteme) sind mehr oder minder

  • gewebsreizend,
  • allergen,
  • zytotoxisch (d.h. sie wirken giftig auf die Zelle) und
  • regulationshemmend.

Die speziell für Milchzähne verwendeten Füllmaterialien haben zwar auf den ersten Blick weniger schädliche Effekte, dafür aber ein anderes Handycap: Bevor die Milchzähne ausfallen, wird die Zahnwurzel resorbiert, um das Ausfallen der ersten Zähne zu erleichtern. Wird nun aber die Wurzel eines wurzelbehandelten Zahnes resorbiert, können die Füllmaterialien ungehindert in den Organismus übergehen.

3. Bakterien in allen wurzelbehandelten Zähnen

Alle toten Zähne – und das gilt auch für alle wurzelbehandelten Zähne – sind permanent mit Bakterien infiziert. Da das Zahninnere nicht mehr durch Blutgewebe mit Sauerstoff versorgt wirde, entsteht ein sauerstofffreies (anaerobes) Milieu, in dem sich abseits jeder körpereigenen Abwehr anaerobe Bakterien tummeln können. All diese krankmachenden Bakterien bilden extrem hohe Mengen an Giftstoffen (Toxinen), die den Körper belasten. An den Wurzelspitzen wurzelbehandelter Zähne, wo die Bakterien noch auf durchblutetes Gewebe stoßen, kommt es zudem zu einer Abwehrreaktion. Hier lassen sich Entzündungsreaktionen nachweisen.

4. Belastung des ganzen Körpers

Jeder wurzelbehandelte Zahn ist ein Infektionsherd mit hauptsächlich anaeroben, d.h. in Abwesenheit von Sauerstoff lebenden Bakterien. Diese Infektion führt dazu, dass an der Spitze des wurzelbehandelten Zahns Entzündungen des umgebenden Knochengewebes entstehen (apikale Ostitis, Abb. 3). Durch die permanente Belastung können diese Entzündungen nicht ausheilen.

5. Energetische Belastung aus wurzelbehandelten Zähnen

Unsere Zähne sind nicht isolierter Bestandteil unseres Mundes. Seit langem ist bekannt, dass Zähne Wechselwirkungen zu Meridianen der Traditionellen Chinesischen Medizin  und Organen aufweisen. Ein aus diesen Zusammenhängen entwickeltes Zahnschema finden Sie hier. Auf diesen Zusammenhängen basiert u.a. die von Dr. Jochen Gleditsch entwickelte Mundakupunktur. Wurzelbehandelte Zähne stören uns sowohl auf informativer als auch auf energetischer Ebene und können so zu Beschwerden an den unterschiedlichsten Stellen in unserem Körper führen. So können z.B. Magenschmerzen im Einzelfall auf einen wurzelbehandelten Backenzahn zurückgehen.

Abb. 2: Verzweigung der Wurzelkanäle (Quelle: Graf, Störfeld Zahn, 1. Aufl. 2010, © Elsevier GmbH, München)
Abb. 2: Verzweigung der Wurzelkanäle (Quelle: Graf, Störfeld Zahn, 1. Aufl. 2010, © Elsevier GmbH, München)
Abb. 3: Entzündung an der Wurzelspitze eines wurzelbehandelten Zahns, erkennbar an der Abdunkelung (Quelle: Dr. Graf)
Abb. 3: Entzündung an der Wurzelspitze eines wurzelbehandelten Zahns, erkennbar an der Abdunkelung (Quelle: Dr. Graf)

Löst die Wurzelspitzenresektion das Problem?

Wenn sich an der Wurzelspitze eines wurzelbehandelten Zahns eine Entzündung gebildet hat, wird häufig eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt. Dabei verschafft man sich von der Seite her durch den Kiefernknochen Zugang zur Wurzelspitze und schneidet diese ab. Das Problem dabei: Bei jeder Wurzelspitzenresektion gelangen aus der Schnittstelle Eiweißgifte und Wurzelfüllmaterial in das umliegende Gewebe. Konnte der Körper das Problem bis dahin noch halbwegs lokal in Form einer lokalen Entzündung (Granulom) begrenzen, werden diese Abwehrversuche des Körpers nun zunichte gemacht.

Wann wird der wurzelbehandelte Zahn zum Problem?

Wann bzw. bei wem ein wurzelbehandelter Zahn zum gesundheitlichen Problem lässt sich nicht immer sicher vorhersagen. Eine entscheidende Rolle spielt dabei die Frage, welchen Belastungen der Mensch über welchen Zeitraum insgesamt ausgesetzt war/ist.
Um die Zusammenhänge zu veranschaulichen benutze ich gerne das Bild vom „Fass der Belastungen“. Jeder Mensch kommt mit einem unterschiedlich großen Fass der Belastungen auf die Welt. Im Laufe der Zeit wird es nach und nach durch die zahlreichen Belastungen gefüllt, denen wir ausgesetzt sind. Zugleich verfügt jeder Mensch über eine individuelle, z.T. genetisch festgelegte Entgiftungskapazität, die durch äußere Maßnahmen wie ausreichendes Trinken von klarem Wasser, Sport usw. unterstützt werden kann.
Unsere heutigen Belastungen reichen vom Stress, über Schadstoffe aus Umwelt und Nahrung bis hin zu chronischen Entzündungen wie z.B. Nasennebenhöhlenentzündungen (Sinusitis), Zahnherden usw. Diese Belastungen addieren sich jedoch nicht einfach. Gerade in der Umweltmedizin können verschiedene Schadstoffe in Kombination leicht deutlich stärkere Wirkung haben (überadditiver Effekt). So wird aus 1 und 1 leicht mal Faktor 15 statt 2.
Das Problem bei den meisten Umweltbelastungen ist Folgendes: Sie erreichen uns in unterschwelligen Dosen. Unser Körper merkt also zunächst nichts davon und leitet auch keine Abwehrmaßnahmen ein. Im Laufe der Zeit sammeln sich immer weitere Belastungen, vor allem in Form von Schadstoffen, in unserem Körper an und hinterlassen ihre Spuren. Das Fass der Belastungen füllt sich immer weiter – bis es schließlich überquillt. In diesem Stadium werden die Selbstheilungskräfte des Körpers überfordert. Erste Symptome machen sich breit. Wo genau diese Beschwerden auftreten, hängt von den individuellen Schwachpunkten eines Menschen ab. Während der eine eher zu Magenschmerzen neigt, leidet der andere unter Kopfschmerzen, Infekten usw. Alle diese Beschwerden sollten, insbesondere wenn sie häufiger auftreten oder gar chronisch werden, unbedingt ernst genommen werden. Durch ein individuell angepasstes, ganzheitliches Sanierungskonzept können die Belastungen bei den meisten Menschen gesenkt und im Idealfall wieder unter die Schwelle des überlaufenden Fasses zurückgebracht werden.

Abb. Fass der Belastungen (Quelle: Dr. Graf)
Abb. Fass der Belastungen (Quelle: Dr. Graf)

Fazit

Jeder wurzelbehandelte Zahn beeinträchtigt unseren Organismus auf fünffache Weise:

  • durch giftige Eiweißzerfallsprodukte aus dem Kanalsystem des Zahnes
  • durch die Wurzelfüllmaterialien im Zentralkanal
  • durch die in jedem wurzelbehandelten Zahn vorhandene bakterielle Infektion
  • durch die daraus resultierende Entzündung an der Wurzelspitze
  • als informatorisches und energetisches Störfeld.

Inwieweit diese Belastung zu Beschwerden führt, hängt von der Gesamtbelastung und Regulationsfähigkeit des jeweiligen Menschen ab. Ziel muss es daher sein, die Gesamtbelastungen möglichst gering zu halten und im Einzelfall abzuwägen, inwieweit die zusätzliche Belastung durch einen wurzelbehandelten Zahn noch toleriert werden kann. Diese Abwägung fällt bei einem chronisch Kranken anders aus als bei einem Gesunden. Entsprechend individuell sollte die Entscheidung für oder gegen eine Wurzelbehandlung gefällt werden. Leider sind auch die Alternativen zur Wurzelbehandlung wie Implantate und Brücken nicht frei von Belastungen, die stets in die Überlegung mit einbezogen werden müssen. Doch trotz dieser Schwierigkeiten sollten chronisch Kranke nach meiner Erfahrung keine Wurzelbehandlung durchführen lassen und bereits vorhandene wurzelbehandelte Zähne im Zweifelsfall lieber entfernen lassen.
Sollten sich früher oder später nach einer Wurzelbehandlung neue Beschwerden einstellen oder andere verschlechtern, sollte man den wurzelbehandelten Zahn immer als mögliche (Mit-)Ursache mit im Hinterkopf behalten und ihn ggf. entfernen.

Literaturquellen

Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

Kommentare

Dr. Johanna Graf, 14.11.2019:
Antwort zum Leserbrief von Alma, 012. Und 13.11.2019

Liebe Alma,
zu Ihrem besseren Verständnis möchte ich das im Naturheilmagazin ausgeführte Problem nochmals zentrieren:
Eine chronische Krankheit entsteht, weil aufgrund von Vielfachbelastungen das Immunsystem irgendwann so überfordert ist, dass es seiner Aufgabe der Krankheitsabwehr nicht mehr nachkommen kann. Die Folge davon ist der allmähliche Beginn einer chronischen Erkrankung. Häufige immunologische Belastungen resultieren aus der Lebensart (z.B. Stress, Ernährung, Reizüberflutung, Traumen, Bewegungsarmut etc.) und aus der belasteten Umwelt mit seinen vielfachen toxischen Problemen in Luft, Nahrung, Dingen des täglichen Gebrauchs etc. Diese toxische Problematik wirkt bewiesenermaßen nicht summierend (1+1=2 +1=3 +1=4 ….) sondern potenzierend (1+1=2 +1= 15 +1=99 +1=216), ist deshalb auch in Minidosen sehr nachhaltig und sollte bei der Therapie chronisch Kranker immer beachtet werden. Es gibt somit viele verschiedene Ansatzpunkte einer Therapie chronisch Kranker zur Entlastung des Immunsystems.

Nervtote Zähne sind immer ein Depot von abgestorbenem Eiweiß, die in Minidosen in den Körper gelangen. Im Zusammenspiel mit anderen Schadstoffen (z.B. aus Umwelt, Amalgam! etc.) können diese Minidosen von totem Eiweiß als Potenzierungsfaktoren wirken und so Mitverursacher von chronischen Krankheiten sein.

Wenn sich ein chronisch Kranker dazu entschließt, einen nervtoten Zahn entfernen zu lassen, dann wird das (zumindest in unserer Praxis) so atraumatisch wie möglich durchgeführt. Vielfach wird vom Patienten ein sofortiger Zahnersatz mit einem keramischen Sofort-Implantat gewünscht, so dass ein maximaler Erhalt von Kieferknochen in dieser Region notwendig ist – Knochen auszufräsen ist deshalb fehl am Platz!

Mit freundlichen Grüßen
Johanna Graf
Alma, 13.11.2019:
Wenn Sie über Google die entsprechenden Begriffe eingeben, werden Sie auf tausende Einträge stoßen, in denen die Opfer dieser meist sinnlosen Operationen über ihre Folgeschäden berichten. Es gibt in fast allen Ländern, die eine moderne Zahnmedizin haben, Verfahren, mit denen eine atraumatische Behandlung solcher Zähne erfolgen kann. In Deutschland findet das nicht statt, weil die Zahnärzte mit atraumatischen Behandlungen zu wenig verdienen. Deshalb kümmern sie sich nicht um den Zahnerhalt. Es gibt das Benex-Verfahren oder das Ögram-Verfahren, das vor allem in den USA angewendet wird. Der Arzt, der hier vehement das altgriechische Amputationsverfahren propagiert, hat kein Interesse am Erhalt der Breite Ihres Kieferknochens. Wenn Sie aber irgendwann eine Zahnprothese benötigen, dann kann es sein, dass Sie diese nicht tragen können weil der Kieferknochen zu dünn geworden ist. Dann werden Ihnen die Befürworter der recht schmerzhaften und gefährlichen Amputation weitere gefährliche Eingriffe andrehen, die darauf abzielen Ihren Kieferknochen künstlich zu vergrößern. Damit verdienen die dann noch mehr. Der unter Krebsverdacht stehende Sinuslift bringt den Amputationsbefürwortern noch mehr Knete ein. Lesen Sie selbst über Fragen der atraumatischen Zahnentfernung, warum das auch in der BRD wenige Ärzte befürworten. Lesen Sie nach, ob Sie sich mit Chemie und weiteren Operationen Ihren Kieferknochen wirklich erweitern lassen wollen oder besser darauf achten keine Zähne zu verlieren, wenn das nicht unbedingt notwendig ist.
Sarah, 13.11.2019:
Hallo Alma,
bei mir wurden auch schon mehrere Zähne gezogen. Als Kind im Rahmen einer kieferorthopädischen Behandlung, weil zu wenig Platz war, vor einigen Jahren ein Weißheitszahn, weil er von Karies zerstört war und zuletzt auch ein wurzelbehandelter Zahn, der zu einer Kiefernhöhlenentzündung geführt hatte. Alles ohne Fräsen und Skalpell. Einfach nur gezogen. Der Kiefer hat das meines Wissens prima überstanden.
Natürlich bin ich kein Fachmann, aber deine "mittelalterliche" Darstellung scheint mir wenig mit der Realität zu tun zu haben.
Nicht für ungut.
Sarah
Alma, 12.11.2019:
Und dann raten Sie zur Verstümmelung von Menschen mit Fräsen, Bohrern und Skalpellen, mit denen dann der "Oralchirurg" den Zahn herausreißt und dabei gleich den Kiefer so zerstört, dass er wenige Wochen nach diesem mittelalterlichen Gemetzel so zusammenfällt, dass er für nichts mehr gut ist. Menschenskinder was laufen in diesem Land für Leute herum. Wenn ein "toter" Zahn tatsächlich Gift verbreitet, dann ist das so gering, dass es den Körper nicht stört. Die Evolution hätte kaum funktioniert, wenn bis zu den alten Griechen jeder Mensch an kranken Zähnen noch kränker geworden wäre. Ihre Argumentation st erheblich unlogisch. Sorry. Allerdings verteidige ich auch nicht Ihre Kollegen, die flächendeckend zum Gelderwerb Zahnwurzeln absägen. Die Zahnmedizin, insbesondere die in Deutschland, ist ziemlich rückständig. Und dass Sie als Arzt gleich zum Messer und zur Flexsäge greifen lassen wollen, find eich höchst bedenklich.
Dr. Johanna Graf, 11.11.2019:
Antwort zum Leserbrief von Gabi 09.11.2019

Liebe Gabi,
wie Sie aus dem Film/Artikel meines Vaters erfahren konnten, ist jeder wurzelbehandelte Zahn eine Mehrfachbelastung für Ihr Immunsystem. Behandlungsrelevant wird diese Belastung spätestens mit dem Eintreten von chronischen Krankheiten.
Nachdem eine Parodontitis (chronische Zahnfleischentzündung) verschiedenste Ursachen haben kann, ist es für mich aus der Ferne und ohne dem Vorliegen des Zahn-, Regulations- und Gesundheits-Befundes praktisch unmöglich, Ihre Frage konkret zu beantworten.
Eine Röntgenaufnahme ist, wie schon im Artikel angemerkt, nicht aussagekräftig, denn chronische Entzündungen an der Zahnwurzel müssen, trotz deren Existenz, dort nicht unbedingt zu sehen sein.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Johanna Graf
Gabi, 09.11.2019:
Guten Abend Dr. Graf,
mit Interesse habe ich die ausführlichen Informationen zum Thema Wurzelbehandlung gelesen und habe nun eine Frage.

Wissen Sie ev. ob es einen Zusammenhang zwischen einer chronischen Zahnfleischentzündung und einem wurzelbehandelten Zahn geben kann?
Bei mir wurde der Zahn 26 in den letzten 5 Jahren 8 x wurzelbehandelt (bei 3 verschiedenen Zahnärzten) und vor 1 Jahr überkront.Wurzelbehandelt wurde er wegen einem permanentem leichten Ziehen im Zahn.Nach der Wurzelbehandlung entzündete sich das Zahnfleisch aussen am Zahn 26 und innen ab 26 bis zum ersten Eckzahn. Dort brennt es dauerhaft und es ist gerötet.
Ich reinige meine Zähne mit einer elektrischen Zahnbürste, benutze Zahnseide und lasse alle 3 Monate eine prof. Zahnreinigung durchführen. Anfangs besserte sich die Entzündung nach der Reinigung und war teilweise sogar ganz weg. Nach den Wurzelbehandlungen hatte ich auch immer einige Wochen Ruhe bis es wieder losging.
Vor 3 Wochen hat mein Zahnarzt eine Parodontosebehandlung an allen Zähnen durchgeführt (am Zahn 26 lag die Taschentiefe 4 vor, an den anderen Zähnen lag die Tiefe zwischen 2 und 3,5 an 4 Stellen 4). Es hat sich überhaupt keine Besserung des brennenden Schmerzes am Zahnfleisch am li.Oberkiefer ergeben. Kein Zahnarzt kann sich die Ursache für die dauerhafte Entzündung erklären. Im rechten Kiefer habe ich überhaupt keine Entzündungen und im li. Kiefer unten auch nicht. Daher überlege ich nun, ob ev. der wurzelbehandelte Zahn die Ursache sein könnte. Das Röntgenbild ergab keinen Befund. Es wurde der komplette Kiefer geröngt. Es war alles unauffällig. Ich wäre für einen Rat sehr dankbar.
Herzlichen Dank und freundliche Grüße,
Gabi
Dr. Johanna Graf, 07.10.2019:
Antwort zum Leserbrief von Volker., 06.10.2019

Lieber Volker,
Ihre mechanistische „Methode“ wäre, wenn sie durchführbar wäre, sehr aufwändig und damit sicher teurer als ein keramisches Implantat, aber mit wahrscheinlich schlechterer Prognose. Diese „Methode“ einer Zahnerhaltung um jeden Preis könnte aber nur dann funktionieren, wenn der Zahnhalteapparat eine Maschine wäre, an der man mühelos und ungestraft manipulieren kann. Sie lassen bei Ihren Gedankenspielen leider außer acht, dass jede Therapie biologische Reaktionen hervorruft und Ihre „Methode“ wäre somit sehr schnell an den Grenzen angelangt.
Sie sollten bei Ihren Gedankenspielen immer überlegen: Was ist gesundheitlich und funktionell sinnvoll – und das ist Ihre „Methode“ sicher nicht.
Mit freundlichen Grüßen
Johanna Graf
Volker, 07.10.2019:
Zu kommentar von gestern 6.10.10 Ergänzung (Teil3)
Wenn man es schafft das Zahnimplantat statt in den Kieferknochen zu implantieren, es in eine verbleibende dünne Hülle des toten Zahnes passgenau einzufügen, dann kann man über die Technik dann vielleicht erstmals auch einen Zahn mit gebrochener Zahnwurzel retten. Weil der ja komplett mit "Implantat" gefüllt. Und eventuell auch in gesunde Position -wie ohne Bruch- wieder angepasst werden kann. Für Bakterien, und Wurzelkanäle wäre dann kein Platz (Siehe Teil 1 Ausführung vom 6.10.). Vorausgesetzt (keine Ahnung, leider.) Der Zahnhalteaparat ist beim Bruch der Zahnwurzel nicht irreparabel entzündlich beschädigt worden.

B.
Vielleicht kann man durch einen leichten Unterdruck die zu kleinen toten Wurzelkanäle von außen und innen von totem Nerv und Bakterien freisaugen. Und mit Wasserstoffperoxid oder Ozon die Verstopfung zum besseren Absaugen zersetzen. ?
Das senkt die verbleibende(?) Giftbelastung vielleicht um weitere 50% oder mehr?
Mit freundlichen Grüßen
Volker
Volker, 06.10.2019:
Ergänzung zu Kommentar von Eben Heute 06.10.2019 = Teil 2Wenn der bis auf eine Fassade auszufräsende tote Zahn rundliche Wurzelverläufe hat, wird ein Keramikblock zum Füllen nicht funktionieren. In dem Fall kann man für die Wurzelrundung für untere Teilrundung und obere Teilrundung zwei Blöcke nehmen die verbunden werden.und auf die über die Wurzel ein weiterer Teil kommt.Der Zahn Könnte an drei Punkten mit eingebohrte Fixierstifte für eine automatische Computerberechnete Präzisionsausfräsung -genau und zeitsparend- behandelbar gemacht werden.Der Patient kann eventuell (vermutlich teurer) dennoch auch in die Keramik "Wurzel" Kanäle bis zur Zahnwurzel vorsehen. Das macht Sinn wenn zu einem Späteren Zeitpunkt sich unter dem Zahn (Was dann eigentlich nicht mehr sein sollte, aber Altlasten...,) eine Entzündung bildet die man so am natürlichsten ohne weitere OP oder Verletzungen, und gegen Keimeindringen am Besten geschützt, behandeln kann. ZB reinigen und mit säurereduzierende Salze örtlich einwirken, eventuell alle Wochen wechseln. Quasie wie bei Wurzelbehandlung.Ich denke das es die dazu notwendige Technik im Grunde gibt. (Keramikblöcke werden auch gefräßt) Es muss nur etwas verändert werden um statt außerhalbt, dann jetzt im Mund des Patienten maßgenau automatisch unterstützt arbeiten zu können.Ich hoffe das falls es soetwas noch nicht irgendwo schon gibt, dann doch bald geben können wird. Wenn ich biologisch, zahnmedizinisch nicht etwas sehr Wesentliches übersehen habe. Mit freundlichen GRüßenVolker
Dr. Johanna Graf, 03.10.2019:
Antwort zum Leserbrief von Volker., 01.10.2019

Lieber Volker,
Ihre Überlegung ist interessant, leider aber nicht ganz richtig:
Zu einer Verengung (Verkalkung, wie Sie es nennen) des Hauptkanals einer vitalen Zahnwurzel durch Hartsubstanzbildung kommt es durch ein Eindringen von Bakterien aus dem kariösen Defekt in das Nervengewebe. Das kann so weit gehen, dass selbst der Hauptkanal so verengt wird, dass eine anschließende Wurzelbehandlung nicht mehr möglich ist. Dieser Vorgang ist aber beendet, sobald der Nerv abgestorben ist, weil der Zahn dann nicht mehr durchblutet werden kann und so nicht weiter mit Mineralien versorgt wird. Ab diesem Zeitpunkt fängt das Nervengewebe in den Haupt- und Seitenkanälen an zu „faulen“ mit all seiner Problematik durch Leichengifte.
Eine „Versiegelung“ von außen durch Kalkeinlagerungen ist mit keiner Methode möglich. Sie können lediglich durch eine sog. Iontophorese mittels Strom eine bessere Bakterienarmut im toten Zahn erreichen – die verbleibenden Leichengifte können Sie so aber nicht eliminieren.
Es wäre deshalb für Jeden wichtig, durch gesunde Ernährung, regelmäßige Zahnarztkontrollen und beste Zahnpflege die Vitalität eines jeden Zahnes ein Leben lang zu erhalten. Das Immunsystem würde es Ihnen durch hohe Leistungsfähigkeit danken.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Volker, 01.10.2019:
Sehr geehrter Dr. Graf,
der ist-Zustand von wurzelbehandelten Zähnen nach aktueller Methodig ist -vermutlich unstrittig- nicht zufrieden stellend. Bestenfalls hier und da noch ausreichend. Da einen Zucker,und Situationen umgeben die Zahnschäden fast unumgänglich machen wird vermutlich jeder das Problem früher oder später bekommen. Das Hauptproblem bei den auch behandelten Wurzeltoten Zähnen sind die verbliebenen kleinen nicht behandelten Wurzelkanäle, die chronische Entzündungen unterhalten.
Meine gedankliche Ausrichtung,
hier Anregung, und Frage
geht in die Richtung,
dieses verbliebene Einfallstor für Krankheit zu schließen.
Zumindest dahin einen merklichen Schritt weiter zu kommen.
Vor Jahrzehnten wurde oben links bei mir ein toter Zahn entdeckt und Wurzelbehandelt. Dabei bekam der Zahnarzt mit seiner Reinigungsnadel nicht die Kurve durch den Wurzelkanal und durchstach den Zahn nach außen. Der Kieferchirug ließ mich Wochenlang mit Termin warten. Und als ich dran kam begann der Körper bereits den Zahn abzustoßen, so das er nur gezogen werden konnte.
Aber was ich nicht vergessen habe und was man vielleicht zu eine Heilmethode weiter entwickeln könnte (Leider bin ich weder Zahnarzt noch Biologe und mir sind die Hände so gebunden.) Das ist das der Zahnnerv in dem Zahn bereits weitestgehend oder ganz abgebaut war. Und sich der Nervenkanal durch Verkalkung ganz natürlich zu verschließen begann. (Was bei der beabsichtigten unnatürlichen = zahnärztlichen Wurzelkanalfüllung auch eine Erschwernis war.)
Ich weiß nicht ob schon einmal untersucht wurde wie viele tote Zähne sich durch Verkalkung wurzelgefüllt haben, und wie lückenhaft oder vollständig eine solche Verkalkung wird. Und ob soetwas (vermutlich selten) in wie weit mit einer Zahnärztlichen Wurzelfüllung Bakteriell usw. mithalten kann.
Meine Überlegung ist die,
Die insbesondere heute nicht behandelbaren feinen toten Wurzelkanäle werden systematisch angeregt vollständig zu verkalken. Dadurch werden diese verschlossen und versiegelt, und die den toten Zahn umgebende Chronische Entzündung wird entweder abgeschafft oder messbar stark verringert. Damit lässt sich der tote Zahn bioverträglicher und beschwerdefreier erhalten. Zumal anders als bei Zahnimplantaten der Zahnhalteapparat/Gewebe erhalten wird und einen Schutz gegen einfallende Bakterien in den Kieferknochen, Zahnfleisch ... darstellt, den es bei Zahnimplantaten bisher nicht gibt.

Um den Zahn gezielt und schnell zu verkalken dachte ich daran dem Mund biologisch gebundenen Kalk zuzuführen der dann zum Einbau ausreichend durch Spülen von Außen zur Verfügung steht. Zugleich müsste der zu behandelnde Tote-Zahn-Bereich diese Kalkpartikel in die Außenkapilare einführen. Um das zu erreichen müsste der Zahn eine(ähnlich Batteriemethode/oder wie positiv geladene Farbstäube negativ geladene Autokarosserien färben...)mit Schwachstrom geschaffene Sogwirkung auf die Kalkpartikel bewirken um die Kapilare zu füllen.
Vielleicht kann man im Toten Zahn den Stromimpuls so anlegen das er nur oder verstärkt durch die äußeren Kapilare austritt um den Kalk gezielt in die zu verschließenden feinen Wurzelkanäle hineinzusaugen.
SOWEIT meine IDEE.
Vielleicht kann man das Biophysikalisch überprüfen ob das machbar ist.

Soweit bei einem frisch toten Zahn die feinen Wurzelkanäle noch mit totem Eiweis bis Bakterien verstopft sind, stellt sich die Frage, ob man mit Strom und Stromrichtung diese zersetzen und vorrübergehend Zwecks Behandlung herraussaugen kann. (Ich meine Bäume können den Pflanzensaftvon der Wurzel auch bis zur Baumkrone befördern, ohne Pumpe, nur durch Strom wenn ich mich nicht irre.)
Ich bin leider nur Laie, aber
Ich würde mir wünschen das es bald eine neue bessere Generation von Zahnwurzelbehandlung gibt, um Zahnprothesen zu verhindern.
Denn der Druck der Zahnprothese auf das Zahnfleisch befördert den Abbau des Kieferknochen darunter.
Die beste Krankheit taugt nichts.

Ich empfinde den Stand der Zahnmedizin ab dem tot von einem. erst recht von mehreren Zähnen, als verbesserungswürdig.

Was meinen Sie,
hat eine künstlich geförderte Verschließung der feinen äußeren toten Wurzelkanäle,durch Verkalkung, eine Möglichkeit Wirklichkeit zu werden?

Mit freundlichen Grüßen
Volker
Dr. Karlheinz Graf, 23.07.2019:
Dr. Karlheinz Graf, 23.07.2019:
Antwort zum Leserbrief von Stefan L., 22.07.2019

Lieber Stefan L.,
die Probleme können nicht wegen eines kariösen Zahnes, sondern aus der immunologischen Mehrfachbelastung aus einem nervtoten Zahn erwachsen. Möglicherweise hat dieser Zahn jetzt „Ihr Fass“ zum Überlaufen gebracht.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Stefan L., 22.07.2019:
Lieber Herr Graf
Mir wurde vor 3 Wochen ein Backenzahn Wurzelbehandelt. Seit dem würde schon 2 mal die profisorische Füllung neu gemacht und gereinigt da immer wieder Schmerzen auftraten.
Ich glaube mich zu erinnern das ich denn Zahn schon seit einigen Monaten wenn nicht ein Jahr immer wieder spürte aber dann wieder wegging...
Ich bin seit einigen Monaten immer oft sehr müde, abgaschlagen, krankheitsgefühl und Kopfweh....
Und seit einigen Monaten auch glutenunverträglich.
Meine Frage kann das alles mit einem Kariösen Zahn zusammenhängen?
Und ich tändiere sehr stark dazu mir den Zahn ziehen zu lassen da ich das Gefühl habe seit dem Wurzelbehandeln keine Besserung zu spüren.
Was würde Sie mir raten?
Vielen Dank mit freundlichen Grüßen
Stefan L.
Online-Redaktion, 19.07.2019:
Liebe Danae,
ausführliche Informationen zu den Alternativen bei Zahnverlust finden Sie bei uns unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/zahnersatz.html. Darüber hinaus dürfte Sie unser Beitrag zu den Zahnersatzmaterialien interessieren: https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/zahnersatz-material.html
Alles Gute wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Dr. Johanna Graf, 19.07.2019:
Antwort zum Leserbrief von Danae, 19.07.2019

Liebe Danae,
eine (Selbst-)Heilung des Zahnes, wie Sie es gerne hätten, ist leider unmöglich. Sie haben zur Behandlung eines devitalen Zahnes nur die Alternativen: Zahn erhalten mit Wurzelfüllung, oder Zahn ziehen.
Sind Sie gesund, dann können Sie den Zahn mit einer Wurzelbehandlung sicher noch eine Zeit lang erhalten. Der damit entstehende Dauerstress für Ihr Immunsystem kann bei Gesunden in der Regel kompensiert werden.
Wenn Sie sich für eine Zahnentfernung mit entsprechendem festsitzenden Zahnersatz entscheiden sollten, dann kann in der Regel eine Brücke gemacht werden, wobei aber mindestens 2 Pfeilerzähne überkront werden müssen, oder ein Implantat.
Nachdem der Werkstoff „Titan“, aus dem die Implantate in der Regel sind, immunologisch auch problematisch sein kann (https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/titan.html), empfehlen wir in unserer Praxis Implantate aus Vollkeramik. Diese sind mit Sicherheit kein größeres Störfeld als nervtote Zähne, wie Sie befürchten.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Johanna Graf
Danae, 19.07.2019:
Guten Tag, Und erst mal vielen Dank fuer die tollen Informationen, die hier so kompetent zusammengetragen werden.
Ich habe 6 Wochen meinen Zahn zu retten, die Wurzelspitze ist entzuendet, mir wurde das Fuellmaterial, dass evtl. den Zahn gestoert hat, mit Kofferdamm entfernt. Jetzt ist Zement drinne, da ich die Aerztin bat, meinem Zahn Zeit zu geben sich zu heilen. Sie riet mir den Zahnnerv zu ziehen. Wenn ich den Artikel lese, wird mir nun ganz anders. Was sind die Alternativen zum Nervziehen, den ganzen Zahn entfernen? Und dann? Sind Implantate wirklich besser und nicht evtl. noch ein groesseres Stoerfeld. Was sind unsere Alternativen, die wirklich aus ganzheitlicher Sicht den Koerper nicht belasten oder am geringsten belasten? Die Idee von Implantaten liegt mir noch weniger aus irgendeinem Grund. Vielen Dank & Ihnen allen noch gute Gesundheit!
Dr. Johanna Graf, 15.07.2019:
Antwort zum Leserbrief von Yannick, 13.07.2019

Lieber Yannick,
welche Belastungen von einem wurzelbehandelten Zahn ausgehen, können Sie aus dem Artikel und dem Interview meines Vaters ersehen. Welche Symptome damit einhergehen können ist sehr verschieden und kann meist nicht im voraus abgeklärt werden. Es geht dabei aber nicht nur, um die Aussagen Ihres Kieferchirurgen zu relativieren, um die (radiologisch sichtbare) Entzündung an Ihrem Zahn, sondern vor allem auch um die toxischen und bakteriellen Belastungen aus ihrem Zahn, welche auf einer Röntgenaufnahme ja nicht sichtbar sind. Diese Mehrfachbelastungen bedeuten Dauerstress für Ihr Immunsystem und diese können so, zusammen mit anderen Belastungen, für Ihren Organismus irgendwann durchaus zu viel werden, diese zu kompensieren. Erst dann wird Ihr Körper mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen haben. Möglicherweise ist dieser Punkt jetzt bei Ihnen erreicht.

Ihre weiteren Fragen sind spezifisch zahnärztlich, die ohne Befund und aus der Ferne nicht zu beantworten sind. Die von Ihnen aufgeworfenen Fragen können Sie aber sicherlich mit dem Zahnarzt Ihres Vertrauens klären.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Johanna Graf
Yannick, 13.07.2019:
Hallo Herr Dr. Graf,mein Backenzahn wurde vor 5 Jahren wurzelbehandelt. Letztes Weihnachten hat sich bei einem zähen Stück Fleisch die Füllung gelöst. Seit dem bekam ich Schmerzen beim Kauen. Die Füllung wurde erneuert und ein Röntgenbild gemacht. Die Wurzelspitze ist entzündet. 2 Wochen nach der neuen Füllung habe ich eine Faszialparese (Gesichtslähmung) bekommen für 12 Wochen. Noch heute, 7 Monate später habe ich Nervenzuckungen in der betroffenen Gesichtshälfte, kann das Gesicht aber normal bewegen. Der Kieferchirurg konnte nur sagen das seiner Einschätzung nach die Entzündung gering ist und er den Zahn im Kiefer lassen würde. Ich spüre, dass der Zahn mich energetisch belastet. Ich spüre einen Druck in der rechten Schläfe, der sich hoch bis in den oberen Kopfbereich bildet. Ich bin ansonsten kerngesund mit 38 Jahren und meine restlichen Zähne sind gut. Ich möchte den Zahn nun loswerden und möchte eine Prothese bekommen. Welchen Nachteil hat eine Prothese im oberen ersten Backenzahn? Bildet eine Prothese auch viele Bakterien während des Tragens? Ich habe im Unterkiefer vorne eine Prothese weil sich das erste Implantat dort vor vielen Jahren gelöst hat und ich die anderen Zähne erhalten wollte (Krone). Ich bin eigentlich zufrieden mit der Prothese. In Asien habe ich mir eine kleinere machen lassen weil in Deutschland eine Mindestbreite eingehalten werden muss, wegen Gefahr des Verschluckens. Je kleiner sie ist desto weniger bemerkt man sie. Wie würden Sie vorgehen? Schöne Grüße!
Dr. Johanna Graf, 26.06.2019:
Antwort zum Leserbrief von Lisa, 25.06.2019

Liebe Lisa,
eine Nico kann für eine Reihe von Beschwerden mitverantwortlich sein. Lesen Sie dazu bitte meine Ausführungen unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/osteolyse-im-kiefer.html.
Amalgam und wurzelbehandelte Zähne belasten ebenfalls Ihr Immunsystem und potenzieren die Wirkungen von Schadstoffbelastungen und von Entzündungen um ein Vielfaches.
Bei chronischen Krankheiten sollte deshalb genau überlegt werden, inwiefern immunologische Belastungen dieser Art Bestand haben sollen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Johanna Graf
lisa, 25.06.2019:
Sehr geehrter Herr Graf,
Können nicos... für einseitige gelenkbeschwerden sorgen?
Und ich habe noch amalganfüllungen die werden am 7.8 +den nicos entfernt unter der einen Füllung von den amalgan zähnen ist eine wurzelkaries wie würdens sie vor gehen?erhalten oder Ziehen
Dr. Karlheinz Graf, 20.06.2019:
Antwort zum Leserbrief von „Fragender“, 19.06.2019

Lieber Mr. „Anonym“,
ich gehe davon aus, dass der bei Ihnen durchgeführte Test auf Mercaptan/Thioäther entweder ein LTT (Lymphozyten-Transformationstest = Allergietest) oder eine sog. „Effektortypisierung“ (= Test auf Entzündungsmediatoren) war. Beide Tests zeigen leider nicht die toxische Komponente der Leichegifte.
Einen Test zum Nachweis einer chronisch toxischen Belastung auf Mercaptane/Thioäther gibt es leider nicht – aber gerade diese Komponente wäre die wichtigste Wirkungsrichtung bei chronischen Erkrankungen.
Bedenken sollten Sie auch, dass nicht alle gesundheitlichen Probleme ausschließlich auf die Zähne zurückzuführen sind, auch wenn diese enormes Potenzierungspotenzial haben.
Lesen Sie nochmals meinen Artikel, vielleicht wird Ihnen dann die Problematik etwas klarer.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Fragender, 19.06.2019:
Hallo,
ich habe noch einen wurzelgefüllten Zahn (7er im OK). Aufgrund div. Beschwerden wurden mir einige Zähne entfernt u.a. auch ein 8er, der ein Granulom aufwies. Allerdings alles ohne Besserung des allg. Zustandes (Schwindel,Herzprobleme (abgeklärt)"Rücken" ) Test auf Mercaptan/Thioether war negativ. Wie kann ich jetzt herausfinden, ob nicht doch dieser wurzelgefüllte Zahn ein ernstes Störfeld darstellt? Vielen Dank für eine Antwort.
Dr. Graf Karlheinz, 07.06.2019:
Antwort zum Leserbrief von Cindy 06.06.2019

Liebe Cindy,

unabhängig davon, ob eine Wurzelfüllung „sauber“ ist oder nicht – eine chronische (schmerzfreie) Entzündung und damit Dauerstress für Ihre Immunsystem haben Sie an jedem wurzelbehandelten Zahn.
Wenn Sie bei einem wurzelbehandeten Zahn Schmerzen bekommen, bedeutet das, dass aus einer chronischen Entzündung eine akute oder subakute Entzündung entstanden ist.
Solange Sie gesund sind, wird dieser Dauerstess Ihres Immunsystems noch durch Ihre natürlichen Abwehrkräfte kompensiert – in so einem Fall können Sie überlegen, durch eine Wiederholung Ihrer Wurzelfüllung eine Schmerzfreiheit zu erreichen. Den Dauerstress für Ihr Immunsystem eliminieren Sie damit allerdings nicht.
Wurzelbehandelte Zähne und NICOs können durchaus für eine Reihe von allgemeinen Symptomen, wie z.B. Darmproblemen, rheumische Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Hautproblemen etc. mitverantwortlich sein.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Cindy, 06.06.2019:
Hallo,ich habe folgendes Problem.. vor über 10 Jahren bekam ich 2 Wurzelbehandlungen... die eine ist sauber der Zahn macht auch keine Probleme.. beim anderen Zahn dagegen habe ich seither immer wieder mal schmerzen (was ja eigentlich nicht sein kann denn er ist ja "tot") naja jedenfalls macht der Zahn seit ca. 1 Jahr wieder mehr probleme ich bekomme alle paar wochen oberhalb vom Zahn eine Aphte und auch so macht er sich inzwischen täglich bemerkbar.. nun hätte ich eigentlich im August die vorderen 4 Zähne überkront bekommen sollen.. ( 2 davon sind wurzelbehandelt) nun war ich nochmals beim zahnarzt und wir haben beschlossen das wir das so nicht machen können und uns erst um den wurzelbehandelten Zahn (und nächstes jahr die 4 Kronen) kümmern müssen.. wir haben den Termin für August für die erneute aufbereitung der wurzelbehandlung gelassen.. nun habe ich aber täglich schmerzen und mein zahnarzt hat 2 Wochen Urlaub... morgen habe ich beim vertretungs Zahnarzt einen Termin bekommen.. da ich in 2 Wochen in den Urlaub fliege möchte ich natürlich bis dahin schmerzfrei sein... Meine eigentliche Frage dazu ist... Ich habe nun seit ca. 5 Jahren Colitis Ulcerosa (Ursache bei der Krankheit ja unbekannt) und seit ein paar Monaten ( der Zahn macht erst seit ein paar Monaten wieder richtig Probleme) habe ich absolut schlechte Haut im Gesicht viele Pickel/Unreinheiten.. kann eine Wurzelbehandlung auch eine Ursache für gewisse Dinge sein!? Ich habe hier so einiges gelesen und mein Arbeitskollege der bei dem zahnarzt wo ich morgen hin muss ist hatte dasselbe problem. Er hatte auf einmal 1,5 Jahre eine glutenunverträglichkeit sein leben lang keine probleme und der zahnarzt stellte fest das der wurzelbehandelte zahn die Ursache war.. vielleicht bekäme ich damit auch meine anderen Beschwerden etwas in Griff.. Vielen Dank für Ihre Antwort..Mit freundlichen Grüßen
Online-Redaktion, 27.05.2019:
Sehr geehrter Herr K.,
den von Herrn Dr. Graf angesprochenen Artikel zu Titan finden Sie hier: https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/titan.html
Mit besten Grüßen
Ihre Online-Redaktion
Dr. Karlheinz Graf, 27.05.2019:
Antwort zum Leserbrief von Herr K., 23.05.2019

Lieber Herr K.,
ein wurzelbehandelter Zahn kann durchaus auch Mit-Ursache für Hauterkrankungen sein. Dabei ist es unwesentlich, ob der Zahn eine röntgenologisch auffällige Entzündung aufweist, oder röntgenologisch unauffällig ist. Ich hoffe also, dass Sie nur diesen einen erwähnten nervtoten Zahn haben.
3 Monate Ausheilzeit ist in der Regel mehr als ausreichend.
Wenn Implantate gesetzt werden, dann werden in der Regel welche aus Titan verwendet. Titan ist allerdings ein unedles Metall, das sich im Kiefer erwiesenermaßen zersetzt (korrodiert). Lesen Sie dazu auch den Artikel über Titan-Implantate hier im NHM. Aus diesem Grund würde ich Ihnen Implantate aus Keramik empfehlen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf

Antwort zum Leserbrief von Sara, 23.05.2019

Liebe Sara,
es bleibt der Diagnostik des Zahnarztes vorbehalten zu unterscheiden, ob die Ursache Ihrer Schmerzen von der Kieferhöhle oder vom wurzelbehandelten Zahn ausgehen.
Ein Antibiotikum kann nur gegen die bakterielle Belastung aus einem nervtoten Zahn etwas ausrichten, nicht jedoch gegen die toxische Belastung durch die Leichengifte.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Sarah, 24.05.2019:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
Montag wurde mein wurzelbehandelter Zahn extrem klopf- und druckschmerzhaft. Die Zahnärztin säuberte am Tag drauf eine Tasche, woraufhin der Schmerz am Zahn selbst (inkl. Druckschmerz) rapide nachgelassen hat. Allerdings bekam ich Mi Fieber, nehme jetzt (neben Homöopathie) Ibuprofen. Der Kieferknochen oberhalb des Zahns ist schmerzhaft, im entsprechenden Nasenloch nehme ich einen sehr unangenehmen Geruch wahr, auch als Geschmack im Mund. Im Röntgenbild war die Wurzel am Mo noch unnauffällig, sie geht aber sehr nah an die Kiefernhöhle ran. Wie kann ich unterscheiden, ob jetzt die Kiefernhöhle oder die Wurzel betroffen ist? Ist ein Antibiotikum unverzichtbar?
Vielen Dank schon im Voraus.
Sarah
Herr K. aus Landsberg am Lech, 23.05.2019:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf!
Ich habe seit ca. 4 Monaten einen Hautausschlag. Da der Behandlungserfolg meiner Hautärztin nicht vollständig eingetreten ist, hat sie mir eine Untersuchung der Zähne empfohlen. Im Rahmen dieser Untersuchung (Rötgenbild) wurde festgestellt, dass es tatsächlich einen auffälligen, wurzelbehandelten Zahn gibt, unter dem sich eine erkennbare Infektion gebildet hat. Der Zahnarzt möchte nun den Zahn ziehen und nach ca. 3 Monaten ein Implantat einsetzen. Meine Fragen hierzu: Aus welchem Material sollte das Implantat nach Ihrer Meinung sein? Ist die Wartezeit von 3 Monaten ausreichend, damit die Infektion ausheilen kann? Kann ein wurzelbehandelter Zahn überhaupt Ursache für einen Hautausschlag sein?
Viele Grüße aus Oberbayern
Dr. Karlheinz Graf, 11.05.2019:
Dr. Karlheinz Graf, 11.05.2019:
Antwort zum Leserbrief von Kai, 11.05.2019

Lieber Kai,
wenn Sie in diesem Bereich einen wurzelbehandelten (nervtoten) Zahn haben, dann könnte das der Grund dafür sein.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Kai, 11.05.2019:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
ich würde mich freuen Ihre Meinung zu meinem Zahnproblem zu hören.
Schon als Jugendlicher hatte ich im linken Oberkiefer, 16, 17 Bereich, eine eitrige Entzündung. Damals wurde der Zahn gezogen und es ging wieder gut. Ca. 10 Jahre später hatte ich starke Schmerzen im gleichen Bereich und bekam eine Wurzelbehandlung. Ca. 3 Jahre später hatte ich dort wieder eine Entzündung. Es hat sich innen eine riesige Eiterbeule gebildet, die nach dem ausdrücken und mit Antibiotika wieder abgeheilt ist. Jetzt, nach nochmal ca. 1,5 jahren habe ich schon wieder eine Entzündung, die man auch im Röntgen an der Wurzel erkennen kann. Schmerzen habe ich keine und nehme seit 1 Woche Antibiotika, was bis jetzt noch nicht viel bringt.
Könnte es ein Grund geben, warum ich immer wieder an der gleichen Stelle eine Entzündung bekomme? Sollte ich den Zahn einfach ziehen lassen? Meine Befürchtung ist, dass wie beim ersten mal, die Entzündung einfach trotz des Zahn ziehens wieder kommt.
Danke für Ihre Antwort.
Grüße Kai
Taza Sossamon, 04.05.2019:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf, danke für Ihren Artikel.

Ich habe bereits vor 3-4 Monaten einen Artikel über die gesundheitlichen Auswirkungen von wurzelbehandelten Zähnen gelesen und seitdem werde mein Gefühl nicht mehr los, und möchte Sie um Ihre Meinung bitten.

Angefangen hat alles vor ca. 29 J. mit einer Wurzelbehandlung meines linken Schneidezahns. Nach ungefähr 2 1/2 Monaten, bei einer Gesundenuntersuchung, waren meine Blutwerte (ASL u. Leukozyten) über das 3fache erhöht. Weitere Untersuchungen (Nasennebenhöhlen, Antibiotikum, etc.) folgten, ohne Ergebnis. Daraufhin wurden meine Mandeln entfernt... und die Werte verbesserten sich etwas nach ca. 2 Monaten, blieben aber trotzdem über das 2fache erhöht. Nach genau einem Jahr meiner Mandel-OP, waren die Werte so hoch wie noch nie gestiegen!! Erst nach 9 Jahren sanken die Werte, aber sind knapp über den Normalbereich geblieben.

Danke für Ihre Antwort, mit freundlichen Grüßen Taza S.
Dr. Karlheinz Graf, 18.04.2019:
Antwort zum Leserbrief von aleyna, 17.04.2019

Liebe Aleyna,

Sie können beruhigt sein: Wenn die Ursache der Entzündung entfernt wird, dann heilt auch die Entzündung aus.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Dr. Karlheinz Graf, 17.04.2019:
Antwort zum Leserbrief von didisun, 18.03.2019

Liebe/r Didisun,

mit einer Wurzelspitzenresektion werden Sie, wie Sie aus dem Artikel ersehen können, Ihr Problem nicht lösen. Auch wenn mit einer Röntgenaufnahme keine Entzündung zu sehen ist, heißt das nicht, dass Sie keine haben. Chronische Entzündungen sind Bestandteil einer jeden Wurzelfüllung, das ist auch schulmedizinisch Fakt.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Aleyna, 17.04.2019:
Hallo, ich bin 43 und habe leider mehrere Wurzelbehandlungen bereits gehabt. Gestern war ich wieder beim Zahnarzt zur Untersuchung. Man hat einen Röntgenbild gemacht und dabei hat sich herausgestellt, dass ich eine große Entzündung an einem wurzelbehandelten Zahn habe! Der Zahn soll jetzt gezogen werden und Entzündung behandelt, natürlich habe ich jetzt große Angst, dass die Entzündung nicht ganz verschwinden würde oder die anderen wurzelbehandelten Zähne auch sich entzünden würden.....LG
didisun aus Bad Tölz, 18.03.2019:
Lieber Dr. Graf,
sehr interessante Informationen.
Bei einem meiner Backenzähne (Nr 26) wurde 1992 eine Wurzelbehandlung gemacht. Jetzt habe ich genau auf dieser Seite seit 1 Jahr eine Kieferhöhlenentzündung die nicht weggeht (nach einer Erkältung mit Nebenhöhlenentszündung). Ich behandle mich ganzheitlich ohne Kortison oder Antibiotika und habe diese entzündung auch so weg bekommen.(Amalganausleitung schon gemacht und vieles mehr). Der HNO Arzt hat mich zum Kieferchrirurgen gesendet der jetzt eine Wurzelspitzenresektion an dem Zahn machen möchte. Bin jetzt unsicher ob das was bringt. Was habe ich für Altenrativen? Ich bekomme die leichte Entzündung nicht weg. Man sieht es exakt auf den Aufnahmen dass alles sauber ist ausser dem Bereich links über den Zahnwurzeln links oben wo ich den ganzen Tag weissen Schleim rausziehen kann. Schmerzen habe ich nur ganz leichte bei Belastung. Da spüre ich dann die Zahnwurzeln links oben. Bin eigentlich gegen den Eingriff, aber den Zahn ziehen zu lassen bei meinem Kreuzbiss, (4er wurde schon entfernt in der Jugend wegen Spange und Weisheitszähne sind auch raus) ist auch nicht optimal. Was raten sie mir? Wurzelspitzenresektion oder Zahn ziehen oder weiter so leben ?
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 18.02.2019:
Antwort zum Leserbrief von Natascha, 15.02.2019

Liebe Natascha,
es könnte durchaus sein, dass sich an dieser Stelle eine Entzündung eingekapselt hat. Es würde sich dann um eine sogenannte NICO handeln, die mit einer üblichen Röntgenaufnahme in der Regel nicht zu diagnostizieren ist. Dazu bedarf es primär des Wissens über die Existenz dieser Knochenerweichung, weil diese schulmedizinisch noch eher umstritten ist, und einer speziellen räumlichen Röntgenaufnahme, eine sogenannten DVT (digitale Volumen Tomografie), die das Ausmaß der Knochenerweichung sicher feststellen lässt.
Mehr dazu können Sie in einem Beitrag meiner Tocher lesen unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/osteolyse-im-kiefer.html
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Natascha, 15.02.2019:
Lieber Dr. Graf,

ich bewundere Ihren ganzheitlichen Ansatz und wünschte einen Arzt wie Sie in meiner Nähe zu haben.
Ich hatte Probleme mit einem Backenzahn, es wurden drei Wurzelkanalbehandlungen an diesem Zahn durchgeführt, danach wurde der Zahn entfernt, weil sich alles entzündete - jedoch war das auf meinen Wunsch. Die Zahnextraktion fand im März 2018 statt und mein Zahnfleisch ging starkt zurück.
Ich habe das Gefühl, dass ich immernoch Schmerzen an der Stelle habe. Leider wurde mir gesagt, wenn der Zahn gezogen wurde, kann dort nichts mehr sein.
Ich frage mich jedoch, ob es trotzdem sein kann, dass noch Bakterien in dem Bereich befinden könnten?

Liebe Grüße
Natascha
Online-Redaktion, 15.02.2019:
Liebe Frau Schaman,
weitere Informationen zur "Amalgamvergiftung" finden Sie unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/amalgam/amalgamvergiftung.html.
Über die Amalgamsanierung informieren wir Sie unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/amalgam.html.
Alles Gute wünscht IhnenIhre Online-Redaktion
Online-Redaktion, 15.02.2019:
Liebe Susanne,
den von Herrn Dr. Graf angesprochenen Artikel zu Titan finden Sie unter https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/titan.html. Darüber hinaus hat sich die Zahnärztin Dr. Nadj-Papp in dem Beitrag https://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/zahnersatz-material.html mit den Vor- und Nachteilen verschiedener Materialien auseinandergesetzt.
Alles Gute wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 15.02.2019:
Antwort zum Leserbrief von Mara Schaman, 12.02.2019

Liebe Mara Schaman,
wenn ich Sie richtig verstehe, dann steht bei Ihnen erst noch eine ganzheitliche Zahnsanierung mit Amalgam und wurzelbehandelten Zähnen an?
Amalgam ist ein Potenzierungsfaktor für die Toxizität der Leichengifte aus nervtoten Zähnen, denn die Leichengifte binden das Quecksilber aus Amalgam und es entsteht Dimethyl-Quecksilber, ein Stoff, der bis zu 200 Enzyme in ihrer Wirkung beeinträchtigt.
Das bedeutet: Zuerst den Quecksilber-Nachschub stoppen (Amalgam-Sanierung mit Ausleitung) dann Sanierung der nervtoten Zähne. Möglicherweise ist nach der Extraktion Ihres „durchlöcherten“ Zahnes auch eine degenerative Osteolyse (NICO) entstanden, die Ihr Immunsystem ebenfalls beeinträchtigen könnte (nur durch eine DVT diagnostizierbar!).
Unterstützen können Sie Ihren Körper bis zu Ihrem Zahnarzttermin mit einer gesunden, überwiegend vegetarischen Ernährung aus biologischem Anbau, Minimierung Ihres persönlichen Stresses und Minimierung von Umweltgiften.
Weitere Unterstützung würde Ihr Körper z.B. durch die Einnahme von hochwertigen Vitamin-Kombipräparaten erfahren, was Sie zum Teil ja schon beherzigen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 12.02.2019:
Antwort zum Leserbrief von Susanne vom 12.02.2019

Liebe Susanne,
es könnte gut sein, dass mehrere Faktoren zusammen (z.B. auch Stress, Ernährung, Umwelt etc.) ihre Symptome ausgelöst haben. Wie Sie aus dem Film über wurzelbehandelte Zähne und dem zughörigen Artikel aber erfahren konnten, sind nervtote Zähne immer auch eine Mehrfachbelastung für Ihr Immunsystem, die mit dazu beitragen können, Ihr „Fass“ zum Überlaufen zu bringen. Es wäre für mich somit auch nicht verblüffend, wenn Ihr seit Jahren verdickter Lymphknoten mit Ihrem wurzelgefüllten Zahn zusammen hängt.
Nachdem mehrere Faktoren zusammen Ihr Immunsystem überfordern könnten, könnten Sie evtl. auch auf mehreren Ebenen mit der Entlastung Ihres Immunsystems beginnen. Lassen Sie aber auf jeden Fall alle Ihre Zähne auf deren Vitalität überprüfen.
Sollten Sie sich für ein Zahn-Implantat entscheiden, dann sollten Sie vielleicht besser auch vorher den Beitrag über Titan im Naturheilmagazin lesen. Es gäbe die Möglichkeit, ein vollkeramisches Implantat sofort mit der Extraktion eines Zahnes zu setzen. Das würde Ihnen - gerade im Frontzahnbereich – ein herausnehmbares Provisorium mit Gaumenplatte als Übergangslösung und auch einige Zeit bis zur endgültigen Versorgung ersparen.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Mara Schaman, 12.02.2019:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

ich leide an vielen Symptomen und vor allem an Kribbeln und Taubheit in den Gliedmasen sowie starke Müdigkeit. Ein umfangreiches Laborergebnis zeigte einen RANTES Wert von über 70, was ja auf Zahnherde schliessen lässt. In der Tat begann mein Leiden, nachdem ein Notfall Zahnarzt bei einer Wurzelbehandlung den Wuzelkanal durchbohrte. Mein Hauszahnarzt zeigte mir das Loch, nachdem der Zahn extrahiert wurde, allerdings erst ein halbes Jahr später. Somit hatten die Toxine freies Spiel.

Ich habe erst in zwei Monaten einen Termin bei einem ganzheitlichen Zahnarzt. Ich nehme Nahrungsergänzungsmittel, die mir sehr helfen, vor allem Spritze ich B12. Die Toxine hatten ja alle Vitaminspeicher geleert. Ich nehme auch Mittel zur Unterstützung der Mitochondrien in Form von Q10, PQQ, UMP.

Jetzt meine Frage. Was kann ich tun bis zum Zahnarzttermin, wo die Entfernung von Amalgam und anderen wurzelbehandelten Zähnen Erfolg, damit ich meinen Körper bis dahin gut unterstützen kann, da erst in einigen Monaten begonnen wird ? Wäre hier Grapefruitkernextrakt für die Toxine und Bakterien ratsam sowie Antioxidantien, in welcher Form?

Herzlichen Dank, Sie sind enorm wichtig für viele Menschen mit unbekannten Diagnose!

Mara Schaman, 47
Susanne, 12.02.2019:
Sehr geehrter Herr Dr.,ich bin 39 Jahre alt.Seit gut drei Monaten bin ich ständig erschöpft, habe Sehstörungen, Kopfschmerzen,oft Fieberblasen, bin schwindelig und habe tlw. einen sehr hohen Puls,auch in der Ruhe, bis hin zu Herzrasen. Bin schlank und sehr sportlich und bis vor drei Monaten hatte ich das Gefühl, Bäume ausreißen zu können. Meine Hausärztin schob meine Symptome auf Stress und überwies mich an eine Psychotherpeuthin.Jetzt war ich gestern beim Zahnarzt, weil mir ein Schneidezahn im Oberkiefer (2er rechts) beim Kauen und Berührung weh tat und der Zahnarzt stellte fest, dass dieser tot sei und zudem wackle. Auch der zweite 2er wackelt (warum,kann sich der Arut nicht erklären),tut aber nicht weh, und bei beiden ist offenbar die Wurzel extrem kurz (das sah sogar ich als Laie am Röntgenbild). Der Zahnarzt empfahl mir, die Zähne zu ziehen, bevor sie früher oder später von selbst rausfallen und Implantate zu setzen. Des weiteren hab ich einen vor ca. 15 Jahren wurzelbehandelten Backenzahn im re. Unterkiefer. Da fällt mir auch noch auf, dass der Lymphknoten re. am Hals seit vielen Jahren dauerhaft vergrößert ist. Könnte einer dieser toten Zähne für meine Beschwerden verantwortlich sein und was würden Sie mir empfehlen? Wie bekomme ich die Giftstoffe aus meinem Körper, mit dem Reißen der Zähne ist es ja wahrscheinlich nicht getan? Was empfehlen Sie mir?Danke für Ihre Antwort.
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 11.02.2019:
Antwort zum Leserbrief von Andreas 05.02.2019

Lieber Andreas,
aus der Praxiserfahrung heraus würde ich bei Ihrer Beschreibung meinen, dass es sich nicht ausschließlich um ein zahnmedizinisches Problem, sondern um Vielfachbelastungen verschiedenster Art handeln könnte.
Sie haben bei Ihrer Problematik bestimmt nichts verkehrt gemacht, wenn Sie sich die nervtoten Zähne wegen deren Mehrfachbelastungen auf Ihr Immunsystem entfernen ließen. Inwieweit zahnmedizinisch bei Ihnen bereits alle Stressfaktoren behandelt wurden, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Möglicherweise sind in Ihrem Kiefer jedoch nach Ihren Extraktionen noch eingekapselte Entzündungsbezirke vorhanden.
Diese degenerativen Osteolysen (alter Name: NICO) sind lokale Knochenerweichungen und damit sogenannte stumme Entzündungsbezirke, die knöchern nicht komplett ausgeheilt sind. Über eine herkömmliche Röntgenaufnahme sind diese schwer bis nicht zu entdecken. Ein Fachmann, der sich auf diesem Gebiet auskennt, kann aber diese durch eine DVT (digitale Volumen Tomografie) sicher diagnostizieren.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Andreas, 05.02.2019:
Habe 24 Jahre lang 12 wurzelgefüllte Zähne gehabt. Die ersten Probleme gab es schon gleich kurz danach, als ich Fußball spielen wollte. Plötzlich war Rennen für mich nicht mehr möglich. Ich war bei vielen verschiedenen Neurologen, doch keiner konnte mir helfen. Zuerst dachte ich, dass ein Autounfall, den ich im selben Jahr hatte, die Ursache für mein Problem ist. Nach zehn Jahren bekam ich dann die Diagnose MS, was ich für einen schlechten Scherz hielt. Aber gleichzeitig begannen höllische Rückenschmerzen, die dazu führten, dass ich seit zehn Jahren Rentner bin, im Alter von 44 Jahren. Schulmedizinisch gelte ich als austherapiert. D.h. ab jetzt musste ich für meine Gesundheit selbst aufkommen, so dass ich bei verschiedenen Alternativmedizinern war. Ein Heilpraktiker äußerte die Vermutung, dass mein Problem die Zähne sind. So stellte man fest, dass mein Biss falsch eingestellt war und zwei gesunde Zähne dadurch kaputt gegangen waren. Außerdem knackt mein Kiefergelenk auf der einen Seite sehr stark. Zusätzlich hat der Heilpraktiker in meinem Mund Ströme gemessen, die durch verschiedene, nicht zusammen passende Materialien verursacht wurden. Nachdem ich all diese Probleme gelöst hatte, ging es mir jedoch immer noch nicht besser. Deshalb habe ich mir alle zwölf wurzelgefüllten Zähne vor einem Jahr entfernen lassen. Die Kieferchirurgin informierte mich darüber, dass die Zähne alle porös waren, die sie entfernt hat. Doch noch ist leider keine Besserung für mich eingetreten. Auf Fleisch und sonstige belastenden Lebensmittel versuche ich möglichst zu verzichten. Doch meine Beine wurden vor zehn Jahren immer unbeweglicher, so dass ich teilweise nur noch im Rollstuhl mich bewegen konnte. Seit einem halben Jahr habe ich meine Wohnung nicht mehr verlassen können und hoffe immer noch auf Heilung, da ich mir heute sehr sicher bin, dass die wurzelgefüllten Zähne wirklich die Ursache meiner Probleme sind. Doch leider weiß ich nicht und kenne auch niemanden, der mir sagen kann, was ich jetzt noch tun kann. Vielleicht liest dies ja jemand, der einen Tipp für mich hat. Ich würde mich sehr freuen.
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 05.01.2019:
Antwort zum Leserbrief von Henning 04.01.2019

Lieber Henning,
ich freue mich über Ihre positiven gesundheitlichen Erfahrungen, die Sie durch die Entfernung Ihrer beherdeten Zähne erfahren haben. Wie Sie aus Ihren persönlichen Erfahrungen selbst ersehen, ist es das Wichtigste, den „Nachschub“ der verschiedenen Belastungen durch einen wurzelbehandelten Zahn zu eliminieren. Dadurch hat sich bei Ihnen schon viel getan.
Um Ihren Organismus weiter zu stärken können Sie Ihre Entgiftungsorgane Leber, Niere, Lymphe, Lunge und Haut über Phytotherapie oder Homöopathie funktionell positiv beeinflussen. Besonders wichtig wäre das, falls Sie zu der (Patienten-)Gruppe der „schlechten Entgifter“ zählen sollten.
Über bioenergetische Tests könnten Sie außerdem mehr Informationen bekommen, auf welcher Ebene noch Handlungsbedarf besteht, und welche Arznei Ihnen gut täte.
Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Henning, 04.01.2019:
Ich hatte ca. 30 Jahre lang drei wurzelbehandelte Zähne. Den letzten habe ich mir vor 5 Jahren ziehen lassen. Unmittelbar danach hat sich mein Immunsystem verbessert, ich bin wieder voller Energie, Rücken- und Knieschmerzen sind verschwunden und viele weitere positive Effekte. Das in meinem Körper angesammelte Gift habe ich durch Ölziehen und Rhyzinusölkuren versucht, wieder auszuscheiden. Seit einem halben Jahr fühle ich mich wieder clean, davor hatte ich mit Ausschlägen und rissigen Fingern zu kämpfen. Kaffee ist immer noch kontraproduktiv, den lasse ich im Alltag weg und trinke nur noch entkoffeinierten Kaffee. Was ist Ihr Tipp, um die durch wurzelbehandelte Zähne im Körper deponierten Gifte zu entfernen ?
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 26.11.2018:
Antwort zum Leserbrief von Elmar Mungenast aus 6460 Imst/Tirol/Österreich,, 26.11.2018

Lieber Herr Mungenast,
ohne klinischem Befund und Röntgenaufnahme kann ich wenig zu Ihrer Situation sagen, aber:
Sollte Ihr Zahn wirklich noch eindeutig vital sein und der Wurzelkanal durch die Fraktur wirklich auch nicht eröffnet worden sein, dann wäre zumindest eine Krone über diesen Zahn notwendig.

Mit freundlichen Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf
Elmar Mungenast aus 6460 Imst/Tirol/Österreich, 26.11.2018:
Sehr geehrter Herr Doktor! Vielen Dank für die schnelle Antwort auf meine Anfrage vom 19.11.2018! Ich möchte noch kurz ergänzen, dass mein besagter Zahn (Zahnhälfte zur Backe hin nach Längsspaltung) NICHT nervtot ist (Vitalitätstest). Ändert das die ganze Behandlungssituation! Vielen Dank im Voraus! Schöne Grüße Elmar Mungenast
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 19.11.2018:
Antwort zum Leserbrief von Elmar Mungenast aus 6460 Imst/Tirol/Österreich,, 19.11.2018

Lieber Herr Mungenast,
der Zahn hat sich wahrscheinlich deshalb gespalten, weil er schon längere Zeit nervtot ist und deshalb nicht mehr durchblutet wurde. So konnte er auch nicht versorgt werden und wurde spröde (was häufig bei nervtoten Zähnen vorkommt).
Bei einem nervtoten Zahn gibt es nur zwei Behandlungsalternativen:
-Wurzelbehandlung oder
-Extraktion
Warten Sie nicht zu lange mit einer Behandlung – es könnte sonst unangenehm werden für Sie.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf
Elmar Mungenast aus 6460 Imst/Tirol/Österreich, 19.11.2018:
Vor ca. 3 Wochen hat sich bei mir der 6er Zahn oben rechts (vorletzter Backenzahn gespalten). Der wacklige Teil zum Gaumen hin wurde gezogen, die andere Hälfte zur Backe hin nicht (musste eine Risikoerklärung unterschreiben). Dieser Zahn hat noch nie eine Wurzelbehandlung gehabt. Eine Wurzelbehandlung für die noch feste Zahnhälfte lehne ich ab. Frage: Habe ich jetzt einen offenen Zahnwurzelkanal? Kann ich das Risiko eingehen einfach nichts zu tun. Ich habe momentan überhaupt keine Probleme beim Kauen,auch die vorhergehende Entzündung ist fast gänzlich weggegangen! Sollte die Sache nicht gut laufen, dann lasse ich mir einfach diese Zähnhälfte ziehen. Ab welchem Zeitpunkt wäre das dringend anzuraten? Könnte man den Wurzelkanal auch ohne Zahnwurzelbehandlung schließen? Ganz herzlichen Dank für Ihre Antwort!!!
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 19.11.2018:
Antwort zum Leserbrief von Ingrid Stephani aus Koblenz, 19.11.2018

Liebe Ingrid Stephani,
es kann durchaus sein, dass ihre nervtoten Zähne eine Mitursache Ihrer Beschwerden darstellen und eine Entfernung dieser Zähne ist sicherlich eine Entlastung für ihr Immunsystem.
Es könnte aber auch sein, dass sich im Lauf von 40 Jahren Ihr Gesundheitsproblem bereits verselbständigt hat.
Vom gesundheitlichen Aspekt ist eine Entfernung dieser Zähne sicherlich nicht verkehrt.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf

Antwort zum Leserbrief von patrick scholten aus heilbronn, 19.11.2018

Lieber Patrick Scholten,
wie Sie aus dem Film erfahren haben, ist jeder wurzelbehandelter Zahn eine Mehrfachbelastung für Ihr Immunsystem. Gesundheitliche Probleme sind in der Regel aber immer ein Zusammenspiel von mehreren Belastungsfaktoren.
Mag sein, dass die Behandlung an diesem Zahn Ihr „Fass“ zum Überlaufen gebracht hat. Ich kann das aus der Ferne und ohne Gesamtbefund schlecht beurteilen.
Ich würde an Ihrer Stelle deshalb einen Zahnarzt aufsuchen, der in ganzheitlich-systemischer Zahnmedizin ausgebildet ist. Vielleicht kann Ihnen dieser weiter helfen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Ingrid Stephani aus Koblenz, 16.11.2018:
Hallo,
ich habe mit sehr viel Interesse den gesamten Artikel gelesen und jetzt zu meinem Problem.
Ich habe seit langer Zeit Probleme mit Gelenken, Magen und Darm. Auch war meine Psyche angegriffen. Bei meiner letzten Zahnärztlichen Untersuchung wurde mir dann geraten alle vier Frontzähne (12 - 22) zu entfernen. Diese Zähne wurden in meiner Jugend wegen eines Fahrradunfalls wurzelbehandelt.
Meine HP ist jetzt der Meinung das meine Beschwerden von diesen toten Zähne ausgeht. Ich bekomme diese Zähne jetzt entfernt und mit einer Sofortimplantation versorgt.
Kann es wirklich sein das diese Probleme von den vor ca. 40 Jahren wurzelbehandelten Zähne kommen kann.

Mit freundlichen Grüßen

I. Stephani
patrick scholten aus heilbronn, 15.11.2018:
Hallo, ich heiße Patrick und bin 21 Jahre alt

am 24. April 2018 hatte ich ein Füllungstermin beim ZA im Backenzahn nr. 15. nah am Nerv, ein Tag später hat das ganze angefangen und ich fühlte mich richtig schlecht, extremer Schwindel wie Benommenheit, eben wie ein Kater, und extreme Schmerzen beim aufbeißen. Ich Rauche nicht nehme keine Drogen und trinke maximal einmal im Jahr Alkohol. Ich dachte das ich krank werde bin trotzdem ins Krankenhaus um alles abzuchecken, MRT Kopf, CT Kopf, Blutabnahme auch großes Blutbild alles ok. 1 Monat später haben auch meine kleinen Finger und Ringfinger angefangen zu kribbeln erstmal allerdings nur auf der linken Hand. Es wurde auch eine Nervenbahnmessung gemacht alles ohne Befund, Allergie Tests wurden gemacht auch ohne Befund. Dann habe ich trotzdem die Füllung wechseln lassen doch auch beim Wechsel wurde mir gesagt man bekomme nicht alles zu 100 Prozent wieder raus auch weil die Füllung sehr nah am Nerv liegt, auch auf die Schmerzen hieß es der Zahn sei in Ordnung, es war eine weiche Karies. Der Schmerz ließ irgendwann nach doch der Schwindel und die Benommenheit nicht es wurde kein Tag besser und war auch konstant immer da, irgendwann wurde auch die linke Hand chronisch und ging nicht mehr weg. Nachdem dann allerdings die Füllung gewechselt wurde wurde die linke Hand etwas besser allerdings kam paar Tage später die Rechte Hand dazu und stärker als die Linke. erst als es plötzlich hieß das ich 2 Wurzelkanäle habe und evtl eine Wurzel tot ist, wurde dann eine Wurzelbehandlung gemacht vor ca. 4 Wochen allerdings nur provisorisch gefüllt um einen Allergietest auf die nächste Füllung zu machen, die Hände sind zwar etwas Besser allerdings der Schwindel nicht wirklich. Soll ich den Zahn ziehen lassen ?. Ich habe auch eine Chronische Sinusitis aber nur eine leichte und die auch schon fast mein ganzes Leben diese hat mir NIE auch nur ansatzweiße diese Beschwerden gegeben. Habe jetzt schon des Öfteren gelesen das dieser Zahn mit den Nasennebenhölen, sowie Nacken und Elenbogen zusammenhängt könnte das der Grund für die Starken Symptome sein ? Es wird immer belächelt wenn ich meine Symptome anspreche und mir wird eingeredet das ich mir das einbilde. Ich bin 21 und war kerngesund bis zu diesem Zahnarzttermin seitdem genieße ich mein Leben überhaupt nicht mehr ! Ich habe keinerlei Probleme im sozialen Umfeld, super Eltern, Freundin, Freunde, keine finanziellen Probleme und auch kaum Stress also lass ich mir das mit der Psyche bestimmt nicht einreden. Soll ich den Zahn einfach ziehen lassen? und wenn ja erstmal 1 Jahr warten und ist ein Implantat eine gute Idee ?
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 30.10.2018:
Antwort zum Leserbrief von Chr. Kölbel aus Gera, 30.10.2018

Lieber Frau Kölbel,
lesen Sie den Artikel im NHM nochmals durch!
Der Zahn ist zwar tot, Ihr Organismus reagiert aber auf die Mehrfachbelastung eines wurzelbehandelten Zahns nicht mit einer chronischen Entzündung, wie meistens, sondern scheinbar mit einer subakuten Entzündung. Deshalb können auch bei einem nervtoten Zahn durchaus Schmerzen auftreten.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing/NIederbayern
Karlheinz Graf
Christiane Kölbel aus Gera, 30.10.2018:
Hallo,

ich hatte mich im August schon mal gemeldet...
Mein Backenzahn wurde nun inzwischen 3mal "wurzelkanalbehandelt" und müsste nun normalerweise Ruhe geben. Er wurde jetzt mit Zement verschlossen. Leider habe ich noch immer Beschwerden, die weiterhin ins Ohr und in die Kieferhöhle ziehen. An was kann das liegen und warum spüre ich noch immer Schmerzen, wenn der Zahn doch tot ist? Was kann ich selber noch tun?
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 03.09.2018:
Antwort zum Leserbrief von J.Alt aus Bremen, 03.09.2018

Lieber Herr Alt,
leider bin ich der verkehrte Ansprechpartner für Ihre Frage einer ev. Berufsunfähigkeit und kann sie Ihnen deshalb nicht beantworten.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
j. alt aus bremen, 03.09.2018:
Hallo.
Bin 33 und habe 5 Wurzelbehandelte Zähne mit Kronen drauf.
Die Wurzelkanäle wurde nicht tief genug behandelt
und es haben sich Entzündungen gebildet...
Habe keine Energie und permanent müde...
Oft Schmerzen und immer ein Druck im Kiefer
und unter den Kronen...
Bin überhaupt nicht belastbar
und kann max 1,5 Std am Stück Arbeiten...
Wenn ich unter Stress stehe
oder das Immunsystem Angegriffen wird,
werden die Schmerzen schlimmer.
Bin so komplett Erwerbunfähig
und überlege Frührente zu beantragen...
So eine Kiefer/wurzelentüsung
kann ja auch Lebensbedrohend sein...
Jedenfalls sind die Einschnitte ins Leben extrem...
Wie ist das geregelt wenn man nicht mehr Arbeiten kann durch Chronische Zahnprobleme?
mfg
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 31.08.2018:
Antwort zum Leserbrief von Artur Krzeczkowski aus Hamburg, 30.08.2018

Lieber Herr Krzeczkowski,
Ihre beschriebenen Probleme kann ich aus der Ferne schlecht beantworten – diese sollten Sie besser mit Ihrem Zahnarzt besprechen, insbesondere wegen der von Ihnen vorgetragenen Eiterbildung.
Es ist wirklich die Frage, ob unter diesen Umständen Ihre Zähne noch erhalten werden können.
Leistungseinbußen durch beherdete Zähne sind möglich.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Artur Krzeczkowski aus Hamburg, 30.08.2018:
Hallo danke für den super Artikel.
Bei mir würde vor etwa einen Jahr Kronen auf die backen zehne Gesetz, direkt nach der behandlung hat sich bei drei der Zehne eine entzündet gebildet.
Die behandelte zahnärztin hat mich zur eine wurzelspitzenresektion überwiesen, die aber nicht wirklich was gebracht hat denn die Zehne habe sich direckt nach der ganzen wurzelspitzenresektion wider entzündet.

Jetzt lauffe ich praktisch mit eine Dauer entzündet rum, und nach jeder Mahlzeit kommt Eiter das sich bildet  an der Seite aus den Zahnfleisch immer wider raus , bei jedem Zahn einzeln.

Ich bin Leistungs sportlier und merke das ich nicht wie früher voll Gas geben kann, klar liegt das sich auch an meinen Alter aber ich hab das Gefühl das ich durch diese entzündung auch geschwächt bin.

Ich weiß langsam nicht mehr weiter, soll ich mir jetzt diese Zähne ziehen lassen? Um wider gesund zu werden.

Kann es den sein , dass der Zahn irgendwie unter der Krone noch offen liegt und eigentlich der Zahnarzt das wieder neu machen müsste damit keine Bakterien rein kommen?

Mfg Artur
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 28.08.2018:
Antwort zum Leserbrief von Christiane Kölbel, 26.08.2018

Liebe Frau Kölbel,
wenn ein Zahnnerv bereits infiziert ist und abstirbt (oder schon abgestorben ist), dann hilft zur Zahnerhaltung nur eine Wurzelbehandlung mit all seinen Nachteilen für das Immunsystem. Diese Nachteile sind aber in erster Linie für chronisch Kranke zu hinterfragen.
Lehnen Sie eine Wurzelbehandlung ab, dann riskieren Sie langfristig eine Extraktion des Zahnes.
Mit lieben Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf

Antwort zum Leserbrief von Andreas Blum, 26.08.2018

Lieber Herr Blum,
niemand kann vorhersagen, welche systemischen Symptome im Speziellen ein wurzelbehandelter Zahn macht. Ich würde beim bei Ihnen vorliegenden Krankheitsbild aber erst noch andere Möglichkeiten in Betracht ziehen und ausloten.
Mit lieben Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Andreas Blum aus Fuerstenfeldbruck, 26.08.2018:
Hallo Herr Graf,

seit ca. 4 Monaten habe ich Beschwerden (Leichte Kopfschmerzen, Abgeschlagenheit und Benommenheit). Es fühlt sich am ehesten wie ein Grippaler Infekt an aber das ist es nicht. Ich wurde bei Hausarzt, HNO, Pneumologen untersucht mit Blutbild, Rachenabstrich etc. wobei nichts festgestellt wurde. Ich habe einen Toten Wurzelbehandelten überkronten Zahn den ich Röntgen habe lassen. Es ist nichts auffälliges festgestellt worden. Können solch unspezifische Symptome mit einem Toten Zahn in Verbindung gebracht werden?

Freundliche Grüße

Andreas Blum
Christiane Kölbel aus Gera, 26.08.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

was gibt es für eine Alternative, wenn man sich dagegen entscheidet, den "Nerv ziehen" zu lassen. Ich habe seit Monaten Schmerzen, die Karies zwischen den 2 Backenzähnen wurde jedoch erst jetzt entdeckt. Mittlerweile strahlt es bis ins Ohr...

Herzliche Grüße

Christiane K. aus Thüringen
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 23.08.2018:
Antwort zum Leserbrief von T. Flacke, 22.08.2018

Liebe/r Frau/Herr Flacke,
es wird Ihnen niemand sagen können, ob Ihre beschriebenen Probleme sich bessern werden, wenn Sie sich Ihren wurzelbehandelten Zahn entfernen lassen. In der Regel sind, wie im Film und im Artikel beschrieben, meist mehrere Faktoren zusammen dafür ausschlaggebend, chronisch krank zu werden. EINER dieser Faktoren könnte die Mehrfachbelastung des Immunsystems durch Ihren wurzelbehandelten Zahn sein. Einen verlässlichen Test über die Höhe der toxischen Belastung aus diesem Zahn gibt es leider nicht.
Wie Sie schon richtig schreiben, benutzen wir in unserer Praxis ausschließlich Implantate aus Vollkeramik, da wir der gleichen Meinung sind wie Dr. Mutter.
Die zu erwartenden Kosten dafür sind kaum höher als die bei einem herkömmlichen Implantat aus Titan. Ein für Sie unverbindlicher Heil- und Kostenplan dazu wird nach der Untersuchung von uns vorab an Sie gesandt werden.
Es muss zuerst ein Informations-, Untersuchungs- und Planungstermin (1 Termin) vereinbart werden, in der Sie u.a. auch über die Vortherapie (probiotisches Konzept) informiert werden. Bereits beim 2. Termin kann dann die Implantation erfolgen.
Mit lieben Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
T. Flacke aus Georgsmarienhütte, 22.08.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
ich habe auch einen wurzelbehandelten Zahn, der so keine Problem bereitet. Dennoch musste ich inzwischen feststellen, dass ich beim Sprechen von Sätzen stellenweise die Worte nicht richtig herausbringe bzw. nur unverständlich und dass ich stelleweise Wörter im Satzbau auch verdrehe. Laut Dr. Mutter deutet dies auch auf Leichengifte des wurzelbehandelten Zahns hin. Wie sehen Sie dies? Des Weiteren die Frage: Sie sprechen von einem direkten Austausch des zu ziehenden Zahns gegen ein Implantat aus Vollkeramik. Wird bei diesem Austausch ein Titanstift verwandt? Laut Herrn Dr. Mutter soll das Titan aber ebenfalls gesundheitsschädlich sein. Wie sehen Sie das? Wo liegen die Kosten für den Austausch des wurzelbehandelten Zahns gegen ein Vollkeramikimplantat? Wie lange würde diese Behandlung dauern? Mit Bitte um Antwort.
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 20.08.2018:
Antwort zum Leserbrief von Volkan, 19.08.2018

Liebe/r Frau/Herr Volkan,
egal ob Sie den Film anschauen, den Artikel lesen oder auch die verschiedenen Leserbriefe studieren: Sie werden immer wieder darauf hingewiesen, dass ein wurzelbehandelter Zahn eine Mehrfachbelastung für das Immunsystem darstellt und deshalb verschiedenste gesundheitliche Probleme auslösen kann.
Wenn Sie den Zahn entfernen lassen wollen, dann käme als festsitzender Zahnersatz eine Brücke oder ein Implantat in Frage. Wir praktizieren in unserer Praxis überwiegend ein probiotisches Konzept und eine Sofort-Implantation eines keramischen Implantats unmittelbar mit der Zahnentfernung.
Sie sollten Ihre persönliche Problematik deshalb mit Ihrem Zahnarzt besprechen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Volkan aus Mannheim, 19.08.2018:
Hallo und vielen Dank den Artikel. Ich war als kleines Kind (9-10 Jahre) vom Fahrrad gestürzt und brach mir den linken Schneidezahn, wodurch dieser gestorben und der Zahn mittels einer Wurzelbehandlung erhalten geblieben ist. Als 16 Jähriger hatten ich höllische Schmerzen, weil sich Eiter im Zahn gebildet hatten, die bei einem Arztbesuch entfernt wurden. Mir ist bewusst, dass dieser ein Stressor für den gesamten Organismus darstellt. Ich kämpfe mit allgemeinen gesundheitlichen Problemen und vermute, dass der tote Zahn als Stressor eine der Ursachen ist. Was gibt es für alternativen um den toten Zahn zu ersetzen? Ist ein Zahnersatz mit einem natürlichen Zahn vergleichbar, bzw. leidet die Gesundheit darunter, wenn man den toten Zahn ziehen lässt auf einen Zahnersatz setzt? Ich bin jetzt 27 Jahre alt würde mich gerne behandeln lassen.
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 16.08.2018:
Lieber Herr Wagner,
Sie wären nicht der 1. Patient in unserer Praxis, bei dem durch wurzelbehandelte Zähne rheumatoide Beschwerden ausgelöst wurden.
Wenn Sie ein Implantat anstatt Ihres wurzelbehandelten Zahnes bevorzugen sollten, empfehlen wir in unserer Praxis eine Sofort-Implantation mit einem vollkeramischen Implantat. Warum, das können Sie im Naturheilmagazin unter Titan nachlesen. Dazu sollte der Zahn erst mal im Kiefer belassen werden, bis die Vorbehandlung (probiotisches Konzept) greift und die Extraktion zusammen mit der Implantation vorgenommen werden kann.
Gerne stehen wir Ihnen für tiefere Informationen zur Verfügung.
Mit lieben Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Andreas Wagner aus Frankfurt am Main, 15.08.2018:
Sehr geehrter Herr Dr.Graf.Bei meinem abgestorbenen Backenzahn soll eine Revision des Wurzelkanals durchgeführt werden. Die Wurzelbehandlung liegt ca.17 Jahre zurück. Es hat sich mittlerweile eine Zyste unterhalb der Wurzel gebildet. Mein Zahnarzt ist immer noch der Meinung das eine Revision die richtige Entscheidung ist, obwohl er mich NICHT über die Möglichkeit eines Implantates aufgeklärt hat. Vielleicht hat es mit der Privatrechnung von ca. 1500 Euro für diesen Zahn zu tun. Ich bin Beihilfeberechtigt (FAMK) und Zusatzversichert, aber hier macht die Kasse nicht mit. Zurecht?Mittlerweile mache ich mir Gedanken über meine erhöhten Rheumawerte dahergehend mit Schmerzen in Hüfte und Beinen. Kann hier ein Zusammenhang bestehen? Frage: Die erste Sitzung der Revision ist bereits erfolgt. Kann trotzdem der Zahn gezogen werden?Frage: Würden Sie aufgrund meiner Schilderungen ein Implantat bevorzugen?Frage: Ich bin in der zweiten Septemberhälfte im Raum Straubing. Ist ein Termin bei Ihnen möglich?Besten Dank , Andreas Wagner
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 01.08.2018:
Antwort zu den Leserbrief von Maren Meier, 31.7.2018

Liebe Frau Meier,
wie im Artikel dargestellt, hat jeder Zahn als Immunantwort auf die Mehrfachbelastungen eine chronische Entzündung. Diese tut in der Regel nicht weh und sie muss auch nicht auf einer Röntgenaufnahme sichtbar sein.
Wenn es „sogar weh tut am toten Zahn“, dann wurde aus der chronischen Entzündung vorübergehend eine subakute Entzündung. Als Reaktion auf diese Entzündung kann auch der Lymphknoten verdickt und schmerzhaft sein. Das wären alles lokale Reaktionen.
Nach den Erfahrungen aus unserer Praxis können aber auch systemische Reaktionen mit verschiedenster Symptomatik auftreten. Spätestens dann wäre zu überlegen, ob dieser Zahn noch immer mit allen Mitteln erhalten werden soll.
Wenn Sie den Zahn entfernen lassen möchten, sollten Sie vorab noch klären, ob Sie den Verlust durch eine Brücke, eine Prothese oder ein Sofort-Implantat ersetzen möchten.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf


Antwort zu den Leserbrief von Andrea, 31.7.2018

Liebe Andrea,
ein wurzelbehandelter Zahn kann lokale, aber auch systemische Beschwerden auslösen. Wenn dieser Zahn entfernt wird, müssen nicht zwangsläufig diese Beschwerden vorbei sein – es sollte aber eine allmähliche Besserung eintreten.
Wenn diese ausbleibt, die Heilung der Extraktionswunde aber in Ordnung ist, war das alleine vielleicht noch nicht ausreichend. In so einem Fall wäre zu überlegen, ob eine Therapieschiene durch einen sogenannten Biofeedback-Test gefunden werden kann.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf
Andrea, 31.07.2018:
Hallo und guten Abend,meine Beschwerden (Kieferverspannung, Kopfdruck, Muskelbrennen) begannen letztes Jahr im Juli parallel mit Zahnschmerzen (Zahn Nr. 27) die nach 2 Wochen in einer unsauber (was sich später herausstellte) ausgeführten Wurzelbehandlung „endeten". Ich lief fast ein Jahr mit einem ungefüllten Kanal und einem halb gefüllten herum (es wurde im Juni eine Revision beim gleichen zahnarzt durchgeführt, der dann - oh wunder - den 4. kanal fand. Allerdings ohne mikroskop etc.) Der Zahn bereitete mir immer wieder Schmerzen. Parallel verschlimmerten sich meine anderen Symptome, die ich mit allen möglichen Behandlungen versuchte zu kurieren (Osteophatie, Chiropraktik, Einlagesohlen, Aufbissschiene, CMD Physio, Meditation). Nichts half, nach der Revision wurde es noch schlimmer. Dann stieß ich auf das Meridian System mit Störfeldern/Zusammenhängen von Zähnen und anderen Leiden und siehe da, Nr. 27 ist verantwortlich für den Kiefer, das Kiefergelenk, die Kieferhöhle etc. Ich war erleichtert, also raus mit dem Zahn. Nun ist er seit 4 Wochen raus und nichts ist besser, eher im Gegenteil. Es gab auch Komplikationen (Blutung hörte nicht auf) und mein Kopfdruck und Muskelbrennen ist schlimmer denn je (zwischendurch gabs Tage da ging es). Aktuell habe ich auch ein Stechen und habe ein schlechtes Gefühl.Meine Frage ist nun, ob die Beschwerden auch mit der Zeit abklingen können wenn die Störquelle entfernt ist. Oder wurde beim Zahnziehen etwas Entscheidendes übersehen? Müsste es mir sofort besser gehen? Ich war so sicher die Ursache gefunden zu haben - bin ich doch quasi austherapiert. Und nein, ich habe sonst ein gutes Leben und keine Depressionen. Langsam könnte ich die aber bekommen, denn ich habe keine Idee mehr.Ich würde mich freuen, von einem ganzheitlich denkenden und handelnden Spezialisten eine Meinung zu hören, denn ich war bisher nur bei den klassischen Ärzten . Dort hatte mir noch niemand davon erzählt, dass tote Zähne Beschwerden verurschen können. Es ist zum Haare raufen.Vielen Dank!
maren meier aus düsseldorf, 31.07.2018:
Ich habe seit letztem Jahr in Abständen von 6 Monaten immer wieder Schmerzen am Hals an einem Lymphknoten. Es strahlt in den Hals, ich habe Kopfschmerzen und immer wieder tut mein vor 20 Jahren wurzelbehandelter,überkronter,toter Zahn weh.Jetzt sind die Abstände sogar kürzer geworden und ich habe in den letzten zwei Monaten öfter wieder diese Symtome. Ich fühle mich auch schlapp. Die Entzündungswerte sind auch hoch. Das kann doch nur der Zahn sein oder?Ist doch komisch,dass es sogar weh tut am toten Zahn. Das muss doch das Gewebe sein oder? Beim letzten Rö-Bild letztes Jahr meinte der Arzt,alles in Ordnung,allerdings war da die Entzündung auch schon abgeklungen durch Ibuprofen. Beim letzten Besuch vor wenigen Wochen hat die Ärztin kein Bild gemacht und sich auf das Rö-Bild vom letzten Jahr bezogen. Geht gar nicht. Am Ende hatte ich ein Rezept für die Physio.
Dr. Karlheinz Graf aus Straubing, 25.07.2018:
Antwort zu den Leserbrief von Maria, 22.7.2018

Liebe Maria,
meiner Meinung nach hätten in Ihrem Fall bereits vor einer Nierentransplantation Ihre immunologischen Problemzähne entfernt werden sollen, um eine Infektionsquelle weniger zu haben. Es ist aber nie zu spät dazu!
Ob Sie die zu entfernenden Zähne dann mit einer provisorischen Sofortprothese (die vor Ihrer Extraktion angefertigt werden könnte und sofort nach der Extraktion eingesetzt werden kann) und nach der Abheilungsphase mit Brücken, oder ob Sie eine Lösung mit Sofort-Implantaten bevorzugen ist letztendlich Ihre persönliche Entscheidung.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf


Antwort zu den Leserbrief von Maria, 22.7.2018

Lieber Herr Schillgalies,
die chronische Entzündung durch einen wurzelbehandelten Zahn kann nach unserer Praxis-Erfahrung die verschiedensten Symptome auslösen; Symptome, die auch nach einer Entfernung der möglichen Ursache (wurzelbehandelter Zahn) nicht sofort nach der Extraktion verschwinden müssen.
Mit freundlichen Grüßen aus Straubing
Karlheinz Graf
Maria, 22.07.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
mit großem Interesse habe ich die Kommentare gelesen, denn auch ich habe zwei wurzelbehandelte Zähne und noch zwei weitere Zähne sollen gezogen werden,da die Wurzeln betroffen sind, wie mir mein neuer Zahnarzt mitteilte, die mir auch vor einem Jahr eine DROS-Schiene anfertigte, mit der ich sehr zufrieden bin, da meine Verspannungen verschwanden: Da ich seit 2011 nierentransplantiert bin, rät mein neuer Zahnarzt zu einer baldigen Extraktion der Zähne. Mir ist klar: Alle Zähne müssen gezogen werden, nur stellen sich mir folgende Fragen: Soll ich alle vier Zähne möglichst schnell ziehen lassen? Wie kann ich dann noch essen, da zwei Backenzähne betroffen sind (jeweils auf beiden Seiten, der jeweils vorletzte)? Mein Zahnarzt und auch der Nephrologe raten zur Einnahme von Antibiotika vor und nach der jeweiligen Extraktion, was ich auch tun werde, aber was ist noch zu tun, damit das erkrankte Gewebe abgetragen bzw. behandelt wird und was kann ich noch tun, um die Heilung zu fördern, damit ich nicht drei Monate "schwer kauen muss" und zu welchem Ersatz raten Sie mir: Mein Zahnarzt hat mir bisher nur zu Brücken geraten. Ich las, dass Sie Sofortimplantate aus Keramik empfehlen. Was würden Sie mir empfehlen als Zahnersatz?
Ich freue mich auf Ihre Antwort.
Mit freundlichen Grüßen,
Maria
Patrick Schillgalies aus Essen, 22.07.2018:
Guten Abend,
vor über 10 Jahren mit ungefähr 14 Jahren wurde bei mir eine Wurzelbehandlung durchgeführt und auch gefüllt. Erstmal war das Thema für mich erledigt. Doch nach und nach wurde ich immer müder und mein Nackenschmerzte sehr oft. Mein Lymphknoten war sehr oft dick und schmerzte. Aus einem Energiebündel und Leistungssportler wurde ein 140 Kilo Mensch der durch seine starken Schmerzen schon fast ans Bett gebunden war. Jeder Schritt und jeder Tag war für mein Körper zu viel. Ich war bei unzähligen Ärzten und sagte auch dass ich glaube der Schnerz geht von dem Zahn aus. Über mehrere Jahre wurde nie etwas festgestellt. Die Schmerzen wurden aber immer schlimmer und manchmal auch kurzzeitig etwas besser in diesen Phasen konnte ich auch sofort 40 Kilo abnehmen und wieder normal leben. Doch leider kamen die Schmerzen zurück, dieses Mal mit Lähmungserscheinungen und Druck hinter dem Auge mit flackern im Sichtfeld. Ich könnte so nicht einmal mehr arbeiten und versuchte alles, um eine Lösung zu finden. Ich machte immer wieder auf den Zahn aufmerksam und nie wurde etwas gefunden. Die Krankenkasse nötigte mich sogar psychiatrisch alles abklären zu lassen. Ich ließ mir vorsorglich alle Weißheitszähne entfernen und nichts änderte sich. Diesen Monat wollte ich einfach nur meine Füllung bei einem neuen Zahnarzt auffrischen lassen und sofort erkannte er auf dem Röntgenbild zwei Zysten an dem behandelten Zahn. Auf Grund der ganzen Probleme ließ ich mir den Zahn ziehen.
Zu meiner Frage: Ist es möglich Nackenschmerzen und die ganzen anderen Symptome durch die entzündete Zahnwurzel bzw. die Zysten zu bekommen?
Dr. Karlheinz Graf aus 94315 Straubing, 15.06.2018:
Antwort zu den Leserbrief von Patrizia Santomauro, 13.6.2018

Liebe Frau Santomaro,
Auf einer Röntgenaufnahme kann man keine Entzündung als solche, sondern nur die Folgen einer Entzündung erkennen: Die Folge einer jeden Zahnwurzelbehandlung ist eine chronische, in der Regel nicht schmerzhafte Entzündung im umgebenden Knochenbereich. Die Folge dieser Entzündung ist Knochenabbau im entzündeten Gebiet. War eine Zahnwurzelentzündung also lange und intensiv genug, dann hat sich nach einiger Zeit so viel Knochen abgebaut, dass der Defekt dann auch auf der Röntgenaufnahme erkennbar ist. Man sieht auf einer Röntgenaufnahme somit nicht die Entzündung selbst, sondern nur eine Folge der Entzündung.
Für Sie bedeutet das: Sie haben auf jeden Fall eine Entzündung im Bereich des wurzelbehandelten Zahnes mit schon möglichen sichtbaren Folgen am Knochen. Sofern Sie gesund sind, kann unter diesen Bedingungen (Schmerzfreiheit) Ihr Zahn bleiben.
Strengere Regeln sollten Sie allerdings anlegen, wenn Sie chronisch gesundheitliche Beschwerden haben.
Mit lieben Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf



Antwort zu den Leserbrief von Barbara aus Österreich, 13.6.2018

Liebe Barbara,
Leider muss ich Sie enttäuschen: Zahnmedizin ist auf Werkstoffe angewiesen und es gibt leider keinen absolut biologischen Werkstoff. Es gilt in der Regel patientenkonform (Gesundheitszustand) „das geringste Übel“ zu wählen.
Wenn Ihr Kind gesund ist, werden bei Milchzähnen in der Regel Kunststoff- oder Zementfüllungen gemacht. Die toxische Belastung aus diesen Materialien ist auch bei Kindern vertretbar.
Keramikfüllungen werden eher bei bleibenden Zähnen angewandt.
Mit lieben Grüßen aus Straubing/Niederbayern
Karlheinz Graf
Barbara aus Österreich, 13.06.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
meinem Sohn (7,5 Jahre) steht leider die erste Milchzahnfüllung bevor und es scheint so, als würde sich kein Zahnarzt für die Verträglichkeit interessieren.
Haben Sie eine Empfehlung für eine verträgliche Milchzahnfüllung? Kunststoff ist alles andere als gesund, und bestimmte Zemente geben Fluoride ab und halten zudem nicht lange. Gibt es für Kinder denn Keramikfüllungen? Hier kommt man aber auch dem Kleber nicht aus. Wir sind ratlos.
Vielen Dank und freundliche Grüße,
Barbara
Patrizia Santomauro aus Stuttgart, 13.06.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
danke für die Ausführungen. Die Thematik ist mir bewusst.
Ich habe folgende Frage: vor einem Jahr wurde bei mir der 2.7
wurzelbehandelt. Jetzt im Urlaub tat dieser Zahn sehr weh - bei jeder Berührung...Ich ging dort zum Zahnarzt. Er machte ein Röntgenbild und stellte eine Entzündung fest. Er gab mir Antibiotikum und bot mir an den Zahn zu ziehen, falls diese nicht anschlüge. Da es tat, blieb der Zahn drin und nach einer Woche war ich schmerzfrei. Zuhause ließ sich mein Zahnarzt das Bild schicken und konnte eine Entzündung nicht eindeutig erkennen. Er ließ ein 2. Bild machen und auch dieses ließ keine Entzündung am wurzelbehandelten und umliegende Zähnen erkennen. Was tun? Warten? Was könnte es sein? Entzündungen auf dem Röntgenbild zu erkennen, ist wohl schwierig. Kann ich etwas tun? Danke. Patrizia
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 04.06.2018:
Antwort zu den Leserbriefen von Robert, 18.5. und 20.05.2018

Lieber Robert,
gerne versuche ich, Ihre Fragen zu beantworten:
1.Wird ein Zahn nervtot, dann baut sich das Gewebe nicht ab, sondern um, im Wesentlichen zu Mercaptan und Thioäther (Leichengifte), die hochtoxisch auf unseren Organismus wirken. Die Minidosen, die der Körper dadurch stetig erfährt dürften lebenslang anhalten. Exakte Untersuchungen dazu gibt es aber nicht.
2.Siehe 1. Der Zahn zersetzt sich in der Regel nicht, wird aber spröde.
3.Ein unbehandelter Zahn hat mengenmäßig deutlich mehr abgestorbenes Gewebe in den Wurzelkanälen und -kanälchen als ein wurzelbehandelter.
4.Jeder nervtote Zahn, unabhängig davon, ob schmerzhaft oder nicht, weist auch eine Entzündung (ursächlich bakteriell und toxisch) auf, die Knochenabbau im entzündeten Gebiet hervorruft. Besteht diese Entzündung lange genug, dann wird irgendwann so viel Knochen abgebaut sein, dass dieses Resultat der Entzündung auch auf einer Röntgenaufnahme zu sehen ist. Das heißt: Nicht jede Entzündung ist auf einer Röntgenaufnahme zu sehen!
5.Welche „innere Versiegelung“ meinen Sie?? Wichtig wäre eine „Versiegelung“ zwischen Wurzelaußenseite und Kieferknochen, um die Leichengifte und Bakterien am Übertritt in den Organismus zu hindern. Das ist aber nicht möglich.

Mit lieben Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Robert, 20.05.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
mit Interesse habe ich Ihren Film gesehen.
Dabei taten sich einige Fragen für mich auf.
Es wäre sehr nett, wenn Sie mir diese beantworten könnten:
1. Wie lange dauert es (Monate, Jahre?), bis alles Gewebe im Inneren des abgestorbenen, NICHT wurzelbehandelten Zahnes von den Bakterien abgebaut wird?
2. Wenn alles Gewebe abgebaut ist, wird dann auch die verbleibende Zahnstruktur des NICHT wurzelbehandelten Zahnes zersetzt? Falls ja, welche Gifte entstehen dabei?
3. Wie hoch ist die Belastung des Organismus durch einen unbehandelten toten Zahn im Vergleich zu einem wurzelbehandelten toten Zahn?
4. Kann eine Entzündung, hervorgerufen durch einen toten Zahn, grundsätzlich IMMER auf dem Röntgenbild erkannt werden?
Für Ihre Antwort bedanke ich mich im voraus.
Robert, 18.05.2018:
Guten Tag,
besteht ein Unterschied in der Belastung zwischen einem toten Zahn und einem toten und wurzelbehandelten Zahn? Ist aufgrund der inneren Versiegelung des wurzelbehandelten Zahns die Belastung nicht deutlich geringer? Danke und Grüsse
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 16.05.2018:
Antwort zum Leserbrief von Karin, 13.05.2018

Liebe Karin,
vorausgesetzt Ihr empfindlicher Zahn ist vital – und das kann leicht überprüft werden – dann könnte es sich um eine vorübergehende Überempfindlichkeit handeln, die sich in der Regel wieder gibt.

Mit lieben Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 16.05.2018:
Antwort zum Leserbrief von Tabea Olfert, 10.05.2018

Liebe Frau Olfert,
Ihr bedauerlicher Gesundheitszustand dürfte nicht alleine auf eine einzige Ursache zurück zu führen sein. Ihr Zahn ist aber sicherlich ein Hemmnis für Ihr Immunsystem. Insofern stimme ich Ihrem Chiropraktiker zu. Eine Zahnentfernung müsste jeder zahnärztlich-chirurgisch tätige Zahnarzt durchführen können.

Wenn Sie eine Implantatversorgung für diese Lücke anstreben, dann wäre ein nichtmetallisches Implantat sicherlich die bessere Alternative. Zu beachten ist aber bei einer bestehenden Chemikalien-Unverträglichkeit, dass auch Befestigungszemente, mit denen ja dann eine Krone am Implantat befestigt werden muss, aus Chemikalien bestehen, die vertragen werden.

Mit lieben Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Karin, 13.05.2018:
Nach einer Wurzelbehandlung am unteren Backenzahn habe ich nun an einem Zahn in der oberen Zahnreihe das Problem das dieser auf Kälte und Wärme empfindlich reagiert. Kann ich davon ausgehen, das sich das wieder legt bis der wurzelbehandelte Zahn vollständig erholt hat oder kann es sein, das mir nun das Gleiche mit dem oberen Zahn bevorsteht?
Tabea Olfert aus 32657 Lemgo, 10.05.2018:
Sehr geehrter Dr. Graf,
ich bin seit kurzem bei einem amerikanischen Chiropraktiker in Behandlung, der mir dringend dazu rät, mir meinen wurzel behandelten Backenzahn entfernen zu lassen. Im Jahr 2009 wurde die Wurzelbehandlung durchgeführt. Seit 2012 habe ich jeden Monat um meine Regel herum oder bei kleinstem Stress Schübe, die ca. 2 Wochen andauern mit völliger Erschöpfung und ein sehr schwaches Immunsystem. Vor der Erkrankung hatte ich ein sehr starkes Immunsystem und war auch sehr Leistungsfähig. Ich bin 31 Jahre alt und seit 4 Jahren arbeitsunfähig und bekomme seit 1 Jahr die Rente.
Ich würde den Zahn gerne entfernen lassen. Sollte ich da einen Spezialisten aufsuchen? Muss bei der Entfernung bzg. Bakterien usw. etwas beachtet werden? Mundhygiene? Muss ich bevor /nachdem der Zahn gezogenen wurde etwas beachten? Mein Chiropraktiker empfiehlt mir ein Implantat aus Zirkon. Ist das aus Ihrer Sicht zu empfehlen? Oder soll ich lieber eine Zahnlücke in Kauf nehmen, da es eh der hintere vorletzte Zahn ist. Ich habe außerdem auch eine Chemikalienunverträglichkeit.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.
Mit freundlichem Gruß
Tabea Olfert
Edith Nadj-Papp aus Ditzingen bei Stuttgart, 08.05.2018:
Liebe Gabriele,
Implantate legen wir erst im Erwachsenenalter. D.h. frühestens ab 18 bei Mädchen (bei Jungs würde ich bis 21 warten). Ich würde mich mit dem Kieferothopäden beraten; es spricht einiges dafür, die Lücke zu schließen. Dennoch würde ich mir Gedanken machen, wie es zu so einem gravierenden Zahnschaden in so jungen Jahren kommen konnte. Bitte Ernährung und Pflege überprüfen. Es geht auch um die anderen Zähne, die man möglichst lange erhalten möchte. Die ganzheitliche Zahnmedizin legt in erster Linie Wert auf Vorbeugung, denn Schäden zu reparieren ist immer mit Kompromissen verbunden.
Herzlichst,
Ihre Dr. med. univ. (Budapest) Edith Nadj-Papp
Gabriele aus Greifswald, 07.05.2018:
Guten Tag,meine Tochter 13 Jahre alt soll am oberen Backenzahn eine Wurzelbehandlung bekommen. Aus den zuvor genannten Gruenden kommt diese Behandlung nicht in Frage. Ist es moeglich die Luecke mit einem Keramikimplantat zu schliessen und ist eine Zahnspange noetig? Beste Gruesse
Dr. Karlheinz Graf aus 94315 Straubing, 06.05.2018:
Antwort zum Leserbrief von Nadia M., 04.05.2018

Liebe Nadia M.,
Sie haben ja gelesen (und im Film gesehen), welche Mehrfachbelastungen man sich mit einem wurzelbehandelten Zahn „einkauft“. So lange Sie keine chronische Krankheit haben, kann so ein Zahn aber durchaus mit dieser Methode noch erhalten werden.
Wenn Sie lieber eine Extraktion des Zahnes möchten und statt dessen ein Implantat, so ist auch das machbar. Sie sollten sich aber besser vorher noch unter http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/zahnmedizin/titan.html über diese Problematik informieren.

Mit lieben Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Nadia M. aus Dresden, 04.05.2018:
Hallo Dr. med. dent. Graf,
mir steht eine Wurzelkanalbehandlung des rechten unteren Backenzahns bevor. Dieser war von innen heraus kariös, bis irgendwann ca. 1/4 des Zahns wegbrach. Da es mir vorerst keine größeren Beschwerden bereitete, ließ ich alles so, da ich Angst hatte damit zum Zahnarzt zu gehen, weil ich wusste, dass mir nur eine WKB blühen würde. Vor 2 Wochen fing der Zahn nun doch an zu Schmerzen. Die Schmerzen wurden dann so schlimm, dass ich zum Zahnarzt (und vorher in die Notaufnahme) musste. Der Zahn ist jetzt "provisorisch" verarztet. Das obere entzündete Gewebe wurde entfernt und die offene Stelle verschlossen.
Nun bin ich am überlegen, ob ich den Zahn u.U. gleich komplett ziehen lasse, da der Zahnarzt sagte, dass der Zahn komplett tot ist. Meine Ansicht ist, warum sich erst der WKB unterziehen, die das Risiko einer späteren Entzündung offen lässt und damit eine weitere Behandlung (Resektion) erforderlich macht, als gleich den Zahn zu ziehen und Ruhe zu haben. (und evtl ein Implantant setzen zu lassen?)
Wie sehen Sie meinen Fall?
Ich werde auch noch einmal meinen behandelnden Zahnarzt (Uni-Professor) dazu fragen. Gern würde ich aber auch eine Zweitmeinung eines anderen Zahnarztes wissen, der auch im Gebiet der Naturheilkunde aktiv ist.

Vielen Dank im Voraus.
Mit freundlichen Grüßen
Nadia M.
Dr. Karlheinz Graf aus D-94315 Straubing, 06.04.2018:
Antwort zum Leserbrief von Franz, 05.04.2018

Lieber Franz,
die Leichengifte aus einem wurzelbehandelten Zahn können sich leicht mit Quecksilber (z. B. aus Amalgam-Füllungen oder anderen Umweltgiften) verbinden und es entsteht dadurch Dimethyl-Quecksilber – ein Schadstoff, der bis zu 200 Enzyme im Organismus blockieren kann. Es ist somit immunologisch immer noch ungünstiger als ohnehin schon, Amalgam-Füllungen und wurzelbehandelte Zähne im Mund zu haben.

Ein umwelt-zahnmedizinisch korrektes Vorgehen wäre deshalb:
1.Schonende Amalgam-Entfernung mit metallfreier Zwischenversorgung,
2.längere Amalgam-Ausleitung (zur Leerung der Körperdepots)
3.metallfreie Endversorgung nach mehreren Monaten bis Jahren (je nach Belastung)

Metalle im Mund, auch wenn sie unter einer Porzellanverblendung sind, sind aus mehreren Gründen immunologisch ungünstig.

Beim Vorliegen von chronisch-gesundheitlichen Problemen, unabhängig von der Symptomatik, sollte auch immer der Sinn einer Erhaltung von wurzelbehandelten Zähnen hinterfragt werden.

Mit lieben Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Franz, 05.04.2018:
Habe seit meiner wurzelbehandlung umd anschliessnder überkronung mit einer Keramikzahnkrohne mit Metalluntergrund probleme auf dem rechten Ohr, permanenter Tinnitus, zudem leicht angeschlagen und appetitlos.
Wurzelbehandlung war zwar links oben vor ca. 4 Wochen.
Weiter wurde noch vorne eine 6er Brücke aus Zirkon ohne wurzelbehandlung gemacht.
Besteht die möglichkeit eines zusammenhanges zwischen dem Tinnitus und diesem toten Zahn?
Könnte dieser tote neu überkronte Zahn in 2 Wochen schon gezogen werden?
Klar steht für mich ein zusammenhang zwischen dieser Behandlung und vorallem dem Tinnitus.
Werde mir in 2 Wochen 2 Amalgamfüllungen entfernen lassen und diese überkronen lassen. Dabei besteht die möglichkeit den toten Zahn zu bearbeiten.
Danke im voraus und freundliche Grüsse
Dr. Karlheinz Graf aus 94315 Straubing, 16.03.2018:
Antwort zum Leserbrief von Monika, 14.03.2018

Liebe Monika,

wenn Sie Ihre nervtoten Zähne entfernen möchten, dann entlasten Sie damit Ihr Immunsystem. Es wäre nicht das erste Mal, wenn es damit auch zur Verbesserung von chronischen Leiden kommt. Das hängt aber von verschiedenen Voraussetzungen ab. Eine chronische Krankheit (wie z.B. Rheuma) ist nach den Erfahrungen in unserer Praxis eine Kontra-Indikation für wurzelbehandelte Zähne.
Wenn Sie sich Sofort-Implantate setzen lassen wollen, dann würden Sie nach dem probiotischen Konzept in unserer Praxis ca. 2 Wochen lang primär immunologisch stabilisiert, bevor die zerstörten Zähne entfernt und die vollkeramischen Implantate eingebracht werden. Eine immunologische Stabilisierung sollte eigentlich auch Ihre Probleme mit Herpes, Aphten, chronischen Halsschmerzen etc. positiv beeinflussen. Bezüglich Ihres Mundbrennens sollte vielleicht auch noch überprüft werden, ob dafür Empfindlichkeiten z.B. auf zahnärztliche Werkstoffe mitverantwortlich sein könnten.
Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf


Karlheinz Graf Dr. aus 94315 Straubing, 15.03.2018:
Antwort zum Leserbrief von Melanie aus Frankfurt, 13.03.2018

Liebe Melanie,
wie Sie dem Video entnehmen konnten, hat jeder wurzelbehandelte Zahn immunologische „Nebenwirkungen“. Diese kann wiederum eine individuell höchst verschiedenartiger Symptomatik hervorrufen.
Inwieweit Ihr Zahn für Ihre gesundheitlichen Probleme mit verantwortlich ist kann ich aus der Ferne nicht beurteilen – es wäre aber nicht das erste Mal, dass nervtote Zähne mitverantwortlich sind für chronisch-gesundheitliche Probleme.

Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Monika, 14.03.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,

vielen Dank für den tollen Artikel.
Ich habe auch 2 wurzelbehandelte Zähne, einer davon ist seit 24 Jahren wurzelgefüllt, die ich gern durch Sofortimplantate ersetzen ließe.
Ich habe seit mehreren Jahren Rheuma und seit mehreren Monaten Probleme mit Herpes, Aphten, Mundbrennen, chronischen Halsschmerzen.
Das alles obwohl ich schon lange mein Immunsystem mit sehr guten Nahrungsergänzungsmitteln und Vitamin D stärke, auf Anraten meines Heilpraktikers.
Können all diese Beschwerden von den toten Zähnen kommen?
Meine wichtigste Frage:
Stören denn Herpes und Aphten sowie das Mundbrennen das Einheilen von Sofortimplantaten? Ist das eine Kontraindikation?
Es könnte zwar sehr gut passieren, dass nach der Entfernung der toten Zähne die Beschwerden weggehen, sicher bin ich mir aber nicht.
Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen!

Gruß
Monika
Melanie aus Frankfurt, 13.03.2018:
Hallo Herr Dr. Graf,
ich wäre Ihnen mehr als dankbar für einen Rat. Im September 2017 habe ich mich einer Wurzelbehandlung unterzogen (großer Backenzahn unten, linke Seite). Während der Behandlung hat der Zahn bereits Probleme gemacht. Bis heute fühlt er sich so an, als würde er nicht zu mir gehören, wodurch darauf beißen oder schlafen unmöglich ist. Seit dem o.g. Zeitpunkt der Behandlung leide ich unter starkem Harndrang. Urologen, Hausarzt und Gynäkologe konnten nichts finden. Keine Bakterien waren nachzuweisen und die Organe sind gesund. Lediglich das Blutbild zeigt, dass mein Körper gegen etwas ankämpft. Antibiotika greifen nicht. Ich war gestern bei meiner Zahnärztin. Röntgen hat nichts ergeben und sie streitet ab, dass Zähne etwas mit dem Rest des Körpers zu tun haben. Ich möchte den Zahn entfernen lassen, habe jedoch Angst davor. Vor allem, weil die Zahnärztin so strikt dagegen ist. Was denken Sie? Könnte ich Recht damit haben, dass es der Zahn ist? Wenn ich auf diesen beiße fühlt es sich so an, als würde ein Stift darin stecken. Absolut fremd also. Ich weiß mir einfach keinen Rat mehr und war dankbar, auf Ihr Video zu stoßen. Daher wäre ich für Ihren Rat dankbar.
Vielen Dank vorab!
Viele Grüße, Melanie
Karlheinz Graf Dr. aus 94315 Straubing, 11.03.2018:
Antwort zum Leserbrief von Ina aus Plaidt, 07.03.2018

Liebe Ina,

ein keramisches Sofort-Implantat wird, wie der Name schon sagt, sofort nach einer Zahnextraktion in die offene Zahnwunde eingebracht.
Es muss mit einer bestimmten Primärfestigkeit im Kiefer festgeschraubt werden.

Damit ein Implantat ohne Antibiotika und Cortison eingebracht werden kann, bedarf es einer Ozonbehandlung der Wunde und einer probiotischen Vortherapie von bestimmten Nahrungsergänzungen. Nur so wird der Organismus voll auf Heilung getrimmt und auf diese Art kommt es nur sehr selten zu einer Nicht-Einheilung eines vollkeramischen Implantats.

Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Ina aus Plaidt, 07.03.2018:
Guten Tag,
auch ich möchte mich für diesen sehr aufschlussreichen Beitrag und die Antworten auf vorherige Kommentare bedanken - sie konnten mir schon einige Fragen beantworten. Ich befinde mich im Moment mitten in einer Stiftzahn-Behandlung eines nun wurzeltoten Zahnes und gedenke eventuell doch zu einem Keramik-Implantat zu greifen.
Wie wird eine (Sofort)Implantat befestigt- mit Zahnzement?
Was tun, wenn das Implantat nicht einheilt und raus muss?
Vielen Dank im Vorraus
Dr. Karlheinz Graf aus 94315 Straubing, 23.02.2018:
Antwort zum Leserbrief von Tanja, 16.02.2018

Liebe Tanja,
aufgrund der Mehrfachbelastungen, die von jedem wurzeltoten Zahn auf das Immunsystem ausgehen, ist es immer eine sehr individuelle Entscheidung für den Patienten: Zahnerhalt um den Preis eines möglichen immunologischen Defizits – oder Zahnextraktion mit metallfreiem Zahnersatz.
Nach meiner persönlichen Praxiserfahrung sollte sich jeder Patient bei einer chronischen Erkrankung, wo ja das individuelle Immunsystem besonders gebraucht wird, sich diese Frage stellen. Der Preis für einen Zahnerhalt um jeden Preis kann manchmal hoch sein.
Sehr wichtig wäre bei der Entscheidung für eine Zahnentfernung auch die Entscheidung für einen metallfreien Zahnersatz, ob Implantat-, Brücken- oder Prothesenversorgung.
Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Dr. Karlheinz Graf aus 94315 Straubing, 23.02.2018:
Antwort zum Leserbrief von Theresa, 14.01.2018

Liebe Theresa,
ohne zahnärztlichen Befund ist es schwierig, auf Ihre Frage einzugegen:
Vielleicht haben Sie noch einen Zahn, von dem die Mercapatane her kommen, vielleicht noch eine NICO von einem ehemals beherdeten Zahn. Ich kann es nur aufgrund Ihrer Aussagen so nicht sagen.
Chemisch neutralisieren kann man, soweit ich es weiß, Mercaptan nicht.
Mit freundlichen Grüßen aus Niederbayern
Karlheinz Graf
Tanja T., 16.02.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf,
Ihr Beitrag hat mir Angst gemacht, aber auch Hoffnung. Vor über 30 Jahren wurden die Wurzeln einiger meiner Zähne behandelt. Vor ca. 4 Jahren hat sich mein Zahnfleisch an einem toten Zahn entzündet. Da es nicht weh tat, ließ ich mir viel zu lange Zeit zum Zahnarzt zu gehen. Gestern begann die erste Wurzelbehandlung. Heute habe ich Ihr Video gehört und ich frage mich natürlich, ob es nicht Sinn machen würde, den toten Zahn zu entfernen - denn: Mein Körper ist seit genau dieser Zeit, der letzten 4 Jahre, an einigen Stellen zerstört. Ich frage mich und speziell Sie, ob es tatsächlich damit zusammenhängen könnte. Das schlimmste ist die Atrophie meines linken Temporallappens und die zunehmende Aufweitung des ipsilateralen Temporalhorns (das ist über meinem toten Zahn und der zerstörten Zahnwurzel). Zusätzlich habe ich Lymphknotenschwellungen unter den Achseln (nur dort). Sollten diese Dinge tatsächlich mit meinen Zähnen zusammenhängen, würde ich mir alle sofort rausreißen lassen, den nichts ist so tragisch wie die Wortfindungsstörungen, die sehr plötzlich und zu gleichen Zeit aufgetreten sind und natürlich immer schlimmer werden. Ich wäre sehr, sehr dankbar von Ihnen zu hören.
Mit freundlichem GrußTanja
Theresa, 14.01.2018:
Sehr geehrter Herr Dr. Graf!
Ihr Video hat mich sehr angesprochen. Ich darf Ihnen daher eine Frage dazu stellen. Ich habe vor 20 Jahren mein Gebiß von Quecksilber befreien und mit Keramik und Gold versorgen lassen. Anscheinend aufgrund eines zu steilen Bisses habe ich mir 3 von 4 Prämolaren zu Tode gepresst. Diese wurden, da sie sich nicht wurzelfüllen ließen, wurzelspitzenreseziert, dann in weitere Folge aber gezogen, da die Schmerzen nicht weggingen und sich auch jeweils Ostidien im Kieferknochen gebildet hatten. Diese wurden sowohl bei den WSR als auch bei der Zahnextraktion mitrausoperiert. Des Weiteren wurden auch die zwei noch verbleibenden beherdeten 8er entfernt. Es wurde also schon Viel getan. Derzeit wird aber noch bei dem zuletzt operierten Zahn Mercaptan getestet. Die Frage ist, ob das ein Überbleibsel ist oder ob leider doch noch eine Entzündung des Kieferknochens besteht. Wir leiten mit Chlorella, MSM etc derzeit aus. Ich bin leider nicht chemisch bewandert, aber vielleicht wissen Sie das: Kann man Leichengift im Kieferknochen mit Injektion eines bestimmten Mittels neutralisieren? Es müsste doch irgendetwas geben, was das Mercaptan bindet, oder. Danke für Ihre Antwort, schöne Grüße Theresa
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