Hausmittel bei Menstruationsbeschwerden 

Stimmungsschwankungen, Kopf- und Unterleibsschmerzen …:

Viele Menstruationsbeschwerden lassen sich mit einfachen Hausmitteln spürbar lindern. Wie Sie Ihre Beschwerden mit Akupressur, Kräutern, Ernährung & Co. lindern können, erklärt die TCM-erfahrene Heilpraktikerin Ivonne Pannier in diesem Beitrag.

Welche Menstruationsbeschwerden gibt es?

Wenn wir von Menstruationsbeschwerden sprechen, verbinden die meisten damit die klassische Dysmenorrhö – Schmerzen im Unterbauch vor und/oder während der Menstruation, die bis in den Rücken ausstrahlen können. Die Stärke dieser Schmerzen kann sehr unterschiedlich sein. 

Die Dysmenorrhö ist aber nur eine Form von Menstruationsbeschwerden. Grundsätzlich kann man sie in Beschwerden vor, während oder nach der Menstruation einordnen.
 

Beschwerden vor der Menstruation

Beschwerden vor der Menstruation werden klassischerweise als PMS-Syndrom bezeichnet, Prämenstruelles Syndrom. Dazu können folgende Symptome gehören: 

  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Stimmungsschwankungen
  • Brustspannen
  • Gelüste nach Süßem
  • Wassereinlagerungen im Körper

Beschwerden während der Menstruation

Klassische Beschwerden meist zu Beginn der Menstruation sind folgende:

  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Unterleibsschmerzen, die bis in den Rücken ausstrahlen können (Dysmenorrhö)
  • Durchfall
  • Reine Rückenschmerzen, v.a. im unteren Rücken
  • Sehr starke Blutungen
  • Sehr schwache Blutungen (auch wenn dies oft nicht als „Beschwerde“ wahrgenommen wird – meist erst in Zusammenhang mit einem Schwangerschaftswunsch)
  • Sehr kurze oder sehr lange Zyklen
  • Starke Koagel/Klumpen im Blut

Beschwerden nach der Menstruation

Auch am Ende und direkt nach der Menstruation können Beschwerden auftreten. Beispiele dafür sind:

  • Müdigkeit
  • Rückenschmerzen
  • Langes „Nachtröpfeln“, obwohl die Periode eigentlich vorbei ist

Die Sicht der TCM auf Menstruationsbeschwerden

Bevor auf die verschiedenen Hausmittel eingegangen wird, soll an dieser Stelle noch ein kurzer Einblick in die Sicht der Traditionellen Chinesischen Medizin auf die Menstruation gegeben werden. 

Die Menstruation und die Fortpflanzungsorgane werden in der TCM als etwas Heiliges, Wertvolles, Mystisches gesehen. Die monatliche Blutung wird beispielsweise als “Tian Gu”, himmlisches Wasser, bezeichnet und die Gebärmutter, der Uterus, als der „Palast des Kindes“ [1]. 

Die Menstruation sollte aus Sicht der TCM regelmäßig sein, nicht zu stark, nicht zu schwach. Sie sollte frei fließen und nicht riechen. Sie sollte keine Beschwerden verursachen. Daher sind selbst Symptome, die wir oft als „normal“ ansehen, aus Sicht der TCM ein latentes Ungleichgewicht, das sich unter Umständen dann in Richtung Wechseljahre verstärken kann, wenn die Menstruation langsam versiegt und dieses Ungleichgewicht sich andere Bahnen suchen muss. 

Beschwerden vor oder am Anfang der Menstruation zeigen eher einen Füllezustand als Ursache der Symptome an (z.B. sehr häufig eine sogenannte Leber-Qi-Stagnation) wohingegen Beschwerden zum Ende der Menstruation oder danach eher für einen Leerezustand als Ursache der Symptome sprechen (z.B. Blut- und Qi-Mangel).

Im Folgenden werden verschiedene Hausmittel beschrieben, die bei unterschiedlichen Beschwerden eingesetzt werden können.
 

Welche Hausmittel helfen bei welchen Menstruationsbeschwerden?

In vielen Fällen von Menstruationsbeschwerden können Hausmittel und Tipps zum Umgang mit der Menstruation helfen, die Symptome zu lindern. Bei starken Beschwerden ist es dennoch sehr wichtig abzuklären, ob etwas anderes hinter den Beschwerden steckt, beispielsweise eine Endometriose, Zysten oder Myome, die immer häufiger Ursachen für Beschwerden sind.

Wärme

Wenn Sie unter Bauchkrämpfen leiden, liegt das an sehr starken Kontraktionen der Gebärmutter. Um die muskuläre Entspannung zu unterstützen, können Sie sich entweder die gute alte Wärmflasche auf den Bauch legen oder ein Kirschkernkissen. Alternativ können Sie sich auch in eine warme Badewanne legen. Zu heiß sollte sie jedoch auch nicht sein. Um die 40 °C sind am wohltuendsten. 

Auch die Wahl Kleidung ist nicht zu unterschätzen. Gerade während der Menstruation kann das Tragen eines Unterhemdes dem Körper und Unterbauch zusätzliche Wärme spenden.

Ruhe vs. Bewegung

Manche sagen, Bewegung hilft andere sagen Ruhe – da wir alle unterschiedlich sind, gilt für jede Frau etwas anderes. Die Menstruation ist ein kraftvoller und gleichzeitig zarter Prozess. Leistungssport sollten Sie während der Menstruation eher meiden. Sanfte Bewegung kann den sanften Fluss des Blutes unterstützen. Dennoch kann für manche Frauen wiederum gelten, dass es besser wäre, die ersten 1 bis 2 Tage der Menstruation einfach komplett auszuruhen. Letzteres ist in der heutigen Zeit in der Regel jedoch am schwierigsten umzusetzen, da wir „immer funktionieren“ müssen oder wollen und „keine Schwäche“ zeigen möchten. 

In dem Buch „Traditional Chinese Medicine For Women: Reflections of the Moon on Water“ [2] gibt es dazu einen spannenden Abschnitt: Die Autorin beschreibt, dass Frauen während der Menstruation in China (zumindest zu der beschriebenen Zeit) sogar vom Arbeitgeber ein paar Tage frei gestellt wurden aus Respekt und Achtung vor dieser besonderen Phase.

In jedem Fall ist wichtig, auf den eigenen Körper zu hören. 

Kräuter, Tee und warme Getränke

  • Salbeitee und Kamillentee helfen gegen Krämpfe, Übelkeit und Bauchschmerzen. Auch Frauentees enthalten Kräuter, die speziell auf den weiblichen Organismus abgestimmt sind. 
  • Speziell der Frauenmantel (in vielen Kräuterläden erhältlich – auch als Frauenmischungen) als Tee getrunken wirkt harmonisierend und reguliert die Menstruation und den weiblichen Zyklus als Ganzes.
  • Der Mönchspfeffer (Agnus Castus) reguliert ebenfalls den weiblichen Zyklus als Ganzes und unterstützt das hormonelle Gleichgewicht. Mönchspfefferpräparate gibt es in jeder Apotheke oder auch als Einzelkraut und in Verbindung mit anderen Kräutern als Frauenteemischungen.
  • Hirtentäschel und Schafgarbe sind blutungsstillende Kräuter und können helfen, starke Blutungen einzudämmen.

Lavendel

Lavendel ist eine Heilpflanze, die angstlösend und beruhigend wirkt.

Ein paar Tropfen Lavendelöl aufs Kopfkissen oder in die Badewanne können zusätzlich zur Entspannung beitragen. Eventuell hilft auch eine sanfte Bauchmassage und die Zugabe von etwas Lavendelöl ins Basisöl, z.B. ein Mandelöl oder ein Olivenöl.

Ernährung

Im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus ist ebenfalls wichtig, einen Blick auf die Ernährung zu werfen, da wir auch hier mit vielleicht „klein“ scheinenden Dingen einiges bewegen können.

Grundsätzlich ist es hilfreich, kurz vor und zu Beginn der Menstruation auf Alkohol zu verzichten, da er den freien Fluss der Leberenergie blockiert, die gerade aus Sicht der TCM für einen harmonischen Fluss des Blutes verantwortlich ist. Außerdem ist Alkohol hitzig, was besonders bei Frauen, die sehr stark bluten, dieses Symptom noch verstärken kann.

Falls Sie unter starken Krämpfen leiden, ist es hilfreich auf Rohkost rund um die Menstruation zu verzichten oder sie zumindest zugunsten von warmem Essen zu reduzieren, da kaltes Essen die Stagnation und damit die Schmerzen eher noch verstärken kann. 

Auch die Zugabe frischer Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch, Koriander) auf ein gekochtes Essen kann helfen, da sie das Qi bewegen und mit dem Qi auch das Blut.

Bei Frauen, die sehr stark bluten oder einen sehr kurzen Zyklus haben und in Konsequenz häufiger bluten, ist es wichtig, das Blut zu stärken. – Dabei helfen vor allem rote Früchte und rotes Gemüse, grünes Gemüse und Wurzelgemüse. Zudem unterstützen gekochte Mahlzeiten mit nährstoffreichem Getreide (Quinoa, Hirse, Vollkornreis) und Hülsenfrüchten (Bohnen, Linsen) den Blutaufbau. [3]

Auch eine regelmäßige Einnahme von Magnesium kann bei manchen Frauen krampflösend wirken.
 

Akupressur

Akupressur kann bei Schmerzen ein sehr wirkungsvolles Mittel sein. Folgende Punkte können im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden Linderung bringen:

 

  • Gallenblase 20 (Gbl 20, Fengchi – Teich des Windes): 

    Dieser Punkt kann mit Daumen oder Zeigefinger, eventuell sogar zusammen mit etwas Minzöl bei migräneartigen Kopfschmerzen massiert werden und ist dann auch oft sehr empfindlich. Sie können die Wirkung noch verbessern, indem Sie den Punkt von oben nach unten ausstreichen.

 

  • Leber 2 (Le 2, Xingjian) oder Leber 3 (Le 3, Taichong): 

    Beide Punkte helfen bei akuter Migräne, Leber 3 zusätzlich allgemein, um den Fluss des Leber-Qi zu begünstigen und damit den Fluss des Blutes während der Menstruation. Er kann also auch vor der Menstruation im Zusammenhang mit PMS-Symptomen stimuliert werden.
     
  • Gallenblase 41 (Gbl 41, Zulinqi – Am Rand der Tränen des Fußes): 

    Das ist der Holzpunkt des Gallenblasenmeridians und hilft aufsteigendes Leber-Yang abzusenken. Er kann vor allem im Zusammenhang mit Migräne stimuliert werden und die Migräne lindern, da er die Energie nach unten zieht.

 

  • Milz 8 (Mi 8, Diji – Dreher der Erde):

    Dies ist der sogenannte Xi-Punkt des Milz-Meridians. Mindestens einen Xi-Punkt gibt es auf jedem Meridian. Xi-Punkte helfen besonders bei Schmerzen. Die Stimulation von Mi 8 kann besonders Unterleibsschmerzen lindern.
     
  • Milz 10 (Mi 10, Xuehai – Meer des Blutes): 

    Allein der Name deutet an, dass dieser Punkt hilft, die Menstruation zu regulieren. Er hilft bei Schmerzen und starken Hitzeblutungen, auch wenn beispielsweise viele Klümpchen bis größere Klumpen im Menstruationsblut zu sehen sind.

 

  • Punkte am Unterbauch

    In der TCM gilt unter anderem, dass distale Punkte, also weit entfernte Punkte mit Bezug zur Stelle, die Probleme macht, besonders stark wirken. Aber auch lokale Punkte können helfen. Im Zusammenhang mit den Menstruationsbeschwerden sind das zumeist empfindliche lokale Punkte v.a. auf der Linie direkt unterhalb des Bauchnabels senkrecht nach unten (auf dem RenMai). Aber eventuell auch seitlich dieser Linie. Sie können selbst nach empfindlichen Punkten suchen und diese zunächst sanft massieren und dann intensiver werden, wenn die Empfindlichkeit nachlässt.

Besonders Qi-bewegend im Unterbauch sind dabei RenMai 6 (Ren 6, Qihai – Meer des Qi) und RenMai 4 (Ren 4, Guanyuan – Tor zum Ursprung).

Diese Punkte liegen auf der gedachten Linie vom Nabel senkrecht nach unten zum oberen Rand des am Unterbauch tastbaren Beckenrings (Symphyse). Diese Linie besteht aus 5 gleichen Teilen, den so genannten CUN. Ren 4 liegt dabei auf 2 CUN (ungefähr da, wo meist der Slip-Oberrand aufhört) und Ren 6 liegt bei 3,5 CUN (ungefähr 2 Finger breit unterhalb des Nabels). Im Akutfall werden diese Punkte auffällig sein – beispielsweise sensibel oder druckempfindlich.

Freie Menstruation

Die freie Menstruation ist die mit Abstand natürlichste Art der Blutung, bei der Frauen auf jede Form von Hilfsmitteln verzichten – sogar auf Binden. Dabei geht man davon aus, dass das Blut nicht pausenlos läuft, sondern in Schüben von der Gebärmutter abgestoßen wird. Es braucht also nur ein wenig Übung, den richtigen Moment zu erspüren, um dann zur Toilette zu gehen. [4] Das kann in sehr kurzen oder auch längeren Abschnitten sein und ist vom Zyklustag und natürlich von jeder Frau abhängig. Dennoch setzt dies voraus, dass man sich die Zeit zum Spüren in dieser Phase des weiblichen Zyklus nehmen kann, jederzeit die Toilette aufsuchen kann und nicht in einem „Alltag“ gefangen ist, der uns eher fordert.

Hormonyoga

Das Hormonyoga wurde ursprünglich von Dinah Rodrigues entwickelt, um den Übergang in die Wechseljahre zu erleichtern und die hormonelle Balance herzustellen. Dafür ist diese Yogaform auch hervorragend geeignet. Sie hilft aber auch bei der Regulation der Menstruation und erfahrungsgemäß lindern sich viele Menstruationsbeschwerden schon nach kurzer Zeit regelmäßiger Hormonyogapraxis. 

Bitte beachten Sie jedoch, dass es ein paar Kontraindikationen gibt, bei denen Hormonyoga nicht angewendet werden sollte: Schwangerschaft, hormonabhängige Tumore, große Myome, fortgeschrittene Endometriose, nach OPs im Bauchraum.

Weitere Tipps gegen Menstruationsbeschwerden

Einstellung zur Menstruation

Manchmal hilft es, die eigene Einstellung zur Menstruation zu beobachten. Wie war meine Einführung in diese Phase der Weiblichkeit? Ist die Menstruation ein lästiges Übel? Oder ein wichtiger Teil des eigenen Frauseins? Kann ich offen darüber reden? Oder ist es etwas, was ich verstecken möchte?
In unserer Gesellschaft ist der natürliche Bezug zu diesem wichtigen Aspekt der Weiblichkeit oft verloren gegangen. In anderen Kulturen hingegen gibt es sogar Rituale, die uns in eine neue Form der Weiblichkeit und des Frauseins einweihen. Wo Frauen sich ihrer eigenen Kraft viel bewusster sind und dieser Kraft auch Raum geben. Die Aborigine-Frauen in Australien haben beispielsweise eigene unabhängige Rituale, die von den Männern akzeptiert und als wichtiger Teil für die ganze Kultur angesehen werden. [5] 
 

Menstruationstagebuch

Es kann auch helfen, eine Art Menstruationstagebuch zu schreiben: In welcher Phase habe ich welche Träume? Welche Gefühle? Wann fühle ich mich stärker? Wann vielleicht emotionaler? Auch dies kann helfen, einen anderen Bezug zur Menstruation zu bekommen und dadurch weniger Beschwerden zu haben, weil der weibliche Zyklus einen anderen Stellenwert bekommt. (mehr Tipps dazu im Buch „Roter Mond“)

Binden vs. Tampons

Was passiert bei der Menstruation? Die Gebärmutter hat sich auf die mögliche Einnistung eines befruchteten Eies vorbereitet. Passiert dies nicht, blutet sie ab. Das heißt, das Blut möchte fließen – es möchte nicht in seinem Fluss blockiert werden. Ein Tampon blockiert jedoch den freien Fluss. Klar bedeutet ein Tampon mehr Freiheit, auch während der Menstruation genauso leben zu können wie in jeder anderen Phase des weiblichen Zyklus. Aber jede Phase des weiblichen Zyklus hat seine ganz eigene Energie und die besondere Energie der Menstruation ist das Fließen. Loslassen (können). Mal einen Tampon einzusetzen ist sicher kein Problem, aber das ständige Tragen von Tampons kann zu Blockaden führen, zu Blutstagnation und damit im schlechtesten Fall auch Schmerzen erst verursachen. Insofern ist eine Binde, die den freien Fluss des Blutes nicht behindert, eindeutig natürlicher.

Schwimmen/Kälte während der Menstruation

Was bedeutet Kälte für den Uterus vor allem während der Menstruation und ein paar Tage davor? Kälte blockiert. Kälte kann also zu Stagnation und damit zu Schmerzen führen. Gerade wenn eine Frau schon zu Schmerzen während der Menstruation neigt, sollte sie in dieser Zeit Kälte, die auf den Unterleib wirkt, eher meiden. Dazu gehört beispielsweise das Schwimmen. Dazu kommt, dass im Zusammenhang mit dem Schwimmen in der Regel eine Kombination von Kälte (die Wassertemperatur ist nicht Badewannenwasser) und dem Tragen eines Tampons zusammenkommt. Hier ist also nicht Baden in der warmen Badewanne gemeint, sondern das Schwimmen im Schwimmbad, wo die Temperaturen eher zu kalt sind für den Unterleib, der in dieser Phase Wärme braucht, um das Blut zu bewegen. 

Bügel-BH

Was hat das Tragen eines Bügel-BH mit dem weiblichen Zyklus zu tun? Eine sehr gute Frage. Leber und Gallenblase sind in der chinesischen Medizin Yin- und Yang-Partner des Holz-Elementes. Die Leber sorgt für den freien Fluss von Qi und Blut und ist damit ein essenzieller Teil einer beschwerdefreien Menstruation. Die Bügel eines Bügel-BHs laufen zumeist über wichtige Punkte des Leber- und Gallenblasenmeridians und können daher unter Umständen zu Blockaden führen. Es ist zumindest einen Versuch wert, zu fühlen, wie es Ihnen geht, wenn Sie den Bügel-BH ausziehen und wenn Sie ihn anhaben.

Verhütung

Auch das Thema Verhütung ist im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden nicht zu vernachlässigen. Zu den klassischsten langfristig genutzten Verhütungsmitteln zählen heutzutage nach wie vor die „Pille“ (oral-hormonelle Verhütung), Hormonspiralen, Kupferspiralen, Kondom, Diaphragma. Die Temperaturmethode als natürliche Verhütung wird jedoch vermehrt eingesetzt. Alle Methoden haben ihre Vor- und Nachteile und jede Frau muss sich gut überlegen, was für sie der beste Weg ist. Im Zusammenhang mit Menstruationsbeschwerden ist an dieser Stelle jedoch wichtig zu erwähnen, dass vor allem Spiralen und die Pille langfristig zu Blutstagnation und Blutarmut führen können und damit Beschwerden im Zusammenhang mit dem weiblichen Zyklus langfristig verstärken können. Außerdem wird der natürliche Zyklus behindert, Sie können dessen Dysbalancen nicht mehr wahrnehmen und nehmen sich damit die Möglichkeit, sie vielleicht auf natürlicherem Wege zu harmonisieren.

Zusammenfassung

Das Feld der Menstruationsbeschwerden ist weit. Der Großteil rankt sich um Schmerzen im Unterbauch und Migräne/Kopfschmerzen sowie Gemütsschwankungen.
Wenn Sie unter sehr starken Menstruationsbeschwerden leiden, sollten Sie immer ärztlich abklären, ob es einen tieferen Hintergrund gibt, den es unter Umständen zu behandeln gilt – beispielsweise ein Myom oder eine Endometriose.
Ist dies nicht der Fall (aber auch begleitend zu einer ärztlichen Behandlung), können die hier beschriebenen Hausmittel einen Weg der Linderung bringen. Wichtig ist, dass der weibliche Zyklus wieder ein wichtiger Teil des Frauseins wird, etwas Kraftvolles und Besonderes.

  • [1] Giovanni Maciocia, Gynäkologie und Geburtshilfe in der chinesischen Medizin
  • [2] Xiaolan Zhao , Traditional Chinese Medicine For Women: Reflections of the Moon on Water
  • [3] Ulrike von Blarer Zalokar / Eve Rüegg / Barbara Fendrich / Petra Kamb / Karin Haas: Praxisbuch Nahrungsmittel und Chinesische Medizin
  • [4] Utopia, Freie Menstruation: https://utopia.de/ratgeber/menstruationsbeschwerden-diese-hausmittel-helfen/ 
  • [5] Verena Funcke: Töchter der Traumzeit, Meine mystische Reise mit den Aborigines
Autor/en dieses Beitrages:
Heilpraktikerin Ivonne Pannier, Heilpraktiker/in aus Kassel
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