Jod Unverzichtbar für Schilddrüse und Stoffwechsel

Jod ist ein essenzielles Spurenelement. Bekannt ist es vor allem als Baustein der Schilddrüsenhormone – ist aber auch wichtig für den Stoffwechsel. Selbst zwischen Jodversorgung, Schilddrüse und Stressregulation gibt es interessante Zusammenhänge. Doch wie viel Jod brauchen wir eigentlich? Wo steckt es drin? Wie gut sind wir versorgt? Und worauf kommt es an, wenn Jod gezielt ergänzt werden soll? Antworten gibt der folgende Beitrag.

Schilddrüse, Stoffwechsel & Co. – Wofür brauchen wir Jod?

Jod ist ein lebensnotwendiges Spurenelement. Unser Körper kann es nicht selbst bilden. Deshalb müssen wir es regelmäßig über die Nahrung aufnehmen.

Bekannt ist Jod vor allem für seine Bedeutung für die Schilddrüse. Sie ist zwar klein, hat aber großen Einfluss auf unseren Stoffwechsel. Für ihre anspruchsvolle Aufgabe braucht sie Jod als Baustein der Schilddrüsenhormone T4 und T3. T4 enthält vier, T3 drei Jod-Atome – daher auch ihre Namen. 

Die Schilddrüsenhormone geben in vielen Bereichen des Körpers den Takt vor. Sie prägen maßgeblich unseren Stoffwechsel und unseren Energieverbrauch. Damit beeinflussen sie auch Körpergewicht, Herzschlag und Verdauung. Außerdem sind sie für Wachstum und Entwicklung wichtig – besonders für die Reifung von Gehirn und Nervensystem während der Schwangerschaft und in der Kindheit.

Doch Jod auf die Schilddrüse zu reduzieren, greift zu kurz. Auch andere Gewebe nehmen Jod gezielt auf und reichern es an. Dazu gehören die Speicheldrüsen, die Magenschleimhaut und – während der Stillzeit – die Brustdrüse. Warum das geschieht, verstehen wir noch nicht in allen Einzelheiten. Ich bin aber überzeugt: Der Körper weiß, warum.
 

Haut & Haare

Jod trägt einerseits über die Bildung der Schilddrüsenhormone zu einer normalen Hautfunktion bei. Doch es gibt auch eine direkte Verbindung: Die Haut kann Jod aufnehmen und als Jodid über den Schweiß wieder ausscheiden. Wenn wir uns körperlich stark anstrengen, scheidet der Körper erhebliche Mengen Jodid über den Schweiß aus (ca. 35–40 µg pro Liter). Wer viel schwitzt oder intensiv Sport treibt, verliert dadurch wertvolle Jodreserven. Bei unzureichender Zufuhr können sich die körpereigenen Speicher dadurch deutlich leeren – besonders, wenn über die Nahrung nicht genug Jod nachkommt. Zudem kann Jod als Antioxidans wirken und Zellen vor oxidativem Stress schützen – z. B. in der Haut. [1, 2] 

Jod wird auch in das wachsende Kopfhaar eingelagert. Deshalb könnte sich aus den Haaren ablesen lassen, wie gut die Jodversorgung in den letzten Monaten war. 

Die Aktivität unserer Haarfollikel hängt stark von der Schilddrüse ab. Schüttet sie bei Jodmangel zu wenig Schilddrüsenhormone aus, gehen die Haarfollikel vorzeitig in die Ruhephase über. Die Folge kann diffuser Haarausfall sein. [3, 4]

Mund & Magen

Unsere Speicheldrüsen und die Magenschleimhaut besitzen denselben Jodtransporter wie die Schilddrüse. Jod im Speichel schützt die Zellen der empfindlichen Mundschleimhaut vor oxidativem Stress durch freie Radikale und unterstützt die Abwehr im Mundraum. Auch in der Magenschleimhaut reichert sich Jod an, das dort ebenfalls zum Schutz der Zellen vor oxidativen Schäden beitragen kann. [5]
Neuere Studien deuten sogar darauf hin, dass Jod eine Rolle in der Stressregulation spielt. Mehr dazu später. 

Jod ist also keineswegs nur „Futter für die Schilddrüse“. Auch andere Organe profitieren davon.

Auf einen Blick: Wirkungen von Jod

  • Schilddrüsenhormone: Ohne Jod keine Schilddrüsenhormone T4 und T3.
  • Brücke zur Stressachse: Chronischer Jodmangel bringt den natürlichen Rhythmus der Stresshormone und die Stressreaktion aus dem Takt.
  • Leberfunktion und Fettstoffwechsel: Jodmangel stört die Umwandlung von Hormonen in der Leber und kann eine nichtalkoholische Fettleber begünstigen. [10, 11]
  • Gehirn & Entwicklung: Besonders in Schwangerschaft und Kindheit ist eine gute Jodversorgung für Wachstum und die Entwicklung von Gehirn und Nervensystem wichtig.

Wie viel Jod brauchen wir?

Die Schilddrüse kann eine gewisse Menge Jod speichern, ihre Vorräte sind jedoch begrenzt. Umso wichtiger ist eine regelmäßige Zufuhr.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt pro Tag folgende Jodmengen [6]:

  • Erwachsene: 150 µg 
  • Schwangere: 220 µg 
  • Stillende: 230 µg 

Diese Werte gelten seit 2025, davor lag die Empfehlung für Erwachsene höher. Doch unabhängig davon gilt: Bei Jod kommt es nicht auf „möglichst viel“ an, sondern auf eine kontinuierliche und ausreichende Versorgung. Denn sowohl zu wenig als auch zu viel Jod kann problematisch sein. 
 

Jodmangel – immer noch ein Thema?

Jodsalz gibt es seit Jahrzehnten – trotzdem ist eine gute Jodversorgung in Deutschland keine Selbstverständlichkeit. 32 Prozent der Erwachsenen haben ein erhöhtes Risiko für eine zu geringe Jodzufuhr. Bei Kindern und Jugendlichen sind es sogar rund 44 Prozent. [7]

Ein Grund dafür sind die eher jodarmen Böden in Deutschland. Entsprechend wenig Jod enthalten viele heimische pflanzliche Lebensmittel. Wer wenig Fisch, Milchprodukte oder Eier verzehrt und auch bei Salz nicht auf Jodsalz achtet, nimmt daher leicht zu wenig Jod auf.

Eine gute Jodversorgung ist also auch heute keine Selbstverständlichkeit.
 

Wer sollte besonders auf seine Jodversorgung achten?

Bei manchen Menschen lohnt es sich besonders, auf eine gute Jodversorgung zu achten:

  • Schwangere und Stillende – sie haben einen höheren Jodbedarf. 
  • Kinder und Jugendliche – da Jod für Wachstum und Entwicklung wichtig ist. 
  • Menschen, die wenig Fisch, Milchprodukte oder Eier essen – und damit auf wichtige Jodquellen verzichten.
  • Veganer – weil viele pflanzliche Lebensmittel von Natur aus nur wenig Jod enthalten. 
  • Menschen, die kaum Jodsalz verwenden oder überwiegend Lebensmittel essen, bei deren Herstellung kein Jodsalz eingesetzt wurde. [6, 7]

Gerade bei einer überwiegend pflanzlichen Ernährung lohnt es sich deshalb, genauer hinzuschauen: Jodreiche Lebensmittel fallen hier weitgehend weg, während Gemüse und Getreide aus unseren eher jodarmen Böden meist nur geringe Mengen liefern. 

Wer an einer Schilddrüsenerkrankung leidet oder Schilddrüsenmedikamente einnimmt, sollte mit seinem Arzt oder Therapeuten klären, wie viel Jod in seinem Fall sinnvoll ist und worauf er bei seiner Ernährung bzw. Jodzufuhr achten sollte.
 

Wo steckt Jod drin?

Gute Jodquellen sind vor allem:

  • Seefisch und Meeresfrüchte, z. B. Kabeljau, Seelachs oder Garnelen 
  • Milch, Milchprodukte und Eier – ihr Jodgehalt hängt unter anderem vom Futter der Tiere ab 
  • Jodsalz und Lebensmittel, die damit hergestellt werden, wie Brot und andere Backwaren 
  • Meeresalgen – sie können von Natur aus sehr jodreich sein, ihr Jodgehalt kann allerdings stark schwanken 

Viele pflanzliche Lebensmittel wie Gemüse oder Getreide enthalten dagegen nur wenig Jod. [6] Wer wenig Fisch und tierische Lebensmittel isst oder sich rein pflanzlich ernährt, sollte seine Jodversorgung deshalb besonders im Blick behalten. 
 

Sensibles Gleichgewicht – Warum die richtige Menge so wichtig ist

Während Nahrungsergänzungen mit Magnesium, Calcium, Vitamin C oder B-Vitaminen für viele ganz selbstverständlich sind, ist die Skepsis bei Jod oft groß.

Ganz unbegründet ist das nicht: Sehr hohe Jodmengen können bei bestimmten Schilddrüsenerkrankungen problematisch sein. Deshalb sollte Jod nicht nach dem Motto „viel hilft viel“ eingenommen werden.

Das heißt aber nicht, dass man Jod besser grundsätzlich meiden sollte. Im Gegenteil: Der Körper braucht es – nur eben in der richtigen Menge!

Deshalb ist es wichtig zu wissen, wie viel Jod man tatsächlich zuführt. Bei natürlichen Quellen wie Meeresalgen kann der Jodgehalt je nach Art, Herkunft und Verarbeitung erheblich schwanken. Dadurch lässt sich die tatsächlich aufgenommene Menge für Verbraucherinnen und Verbraucher häufig nur schwer einschätzen. Wer Jod gezielt ergänzen möchte, sollte daher auf Quellen mit klar definierten, kontrollierten und entsprechend deklarierten Jodmengen achten. Nur so lässt sich vermeiden, dass über längere Zeit zu wenig oder zu viel Jod aufgenommen wird.

Mögliche Risiken durch zu wenig Jod

Je nachdem, wie stark der Jodmangel ist, sind folgende Störungen möglich: [8, 9]

  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose)
  • Kropfbildung (Struma)
  • Während der Schwangerschaft und/oder Stillzeit: Fehlgeburten, Fehlbildungen, schwere neurologische und entwicklungsbezogene Schäden beim Kind, höhere Sterblichkeit des Kindes bzw. Fetus
  • Kinder: beeinträchtigte geistige Entwicklung, Wachstumsstörungen, verzögerte sexuelle Reifung, neurologische Auffälligkeiten

Mögliche Risiken durch zu viel Jod

Vorab sollte man wissen: Nicht jeder reagiert gleich auf zu viel Jod. Die Empfindlichkeit ist individuell sehr unterschiedlich. Menschen mit Schilddrüsenerkrankungen, autonomen Knoten oder einer Hashimoto-Thyreoiditis können bereits auf Mengen reagieren, die andere noch tolerieren.

Zu den wichtigsten Risiken einer erhöhten Jodzufuhr zählen: [8, 9]

  • Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose): Betroffen sind besonders Personen mit autonomen Schilddrüsenknoten oder Menschen aus Jodmangelgebieten.
  • Schilddrüsenunterfunktion (Hypothyreose): Auch der umgekehrte Effekt ist möglich. Bei empfindlichen Personen kann ein Jodüberschuss die Bildung von Schilddrüsenhormonen hemmen und so zu einer Schilddrüsenunterfunktion führen.
  • Hashimoto-Thyreoiditis: Ein Jodüberschuss wird mit einem höheren Risiko für eine Entzündung der Schilddrüse (Thyreoiditis) und für gegen die Schilddrüse gerichtete Autoimmunreaktionen in Verbindung gebracht.
  • Kropf: Paradoxerweise kann auch eine anhaltend hohe Jodzufuhr zu einem Kropf führen.
  • Trockene, raue Haut und Haare.
  • Nur bei extrem hohen Jodmengen (im Grammbereich): Beschwerden wie Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schleimhautreizungen ....
  • Wechselwirkungen mit Medikamenten: Besonders bei Thyreostatika (Mittel gegen eine Schilddrüsenüberfunktion), Lithium sowie bei kaliumhaltigen Jodpräparaten in Kombination mit ACE-Hemmern oder kaliumsparenden Diuretika ist Vorsicht geboten.
  • Einfluss auf das Darmmikrobiom: Die desinfizierende Wirkung von Jod (I2), das z. B. als Tinkturen oder Salben zur Wundversorgung eingesetzt wird, lässt sich nicht ohne Weiteres auf Jodid (I-) übertragen, wie es in Lebens- und Nahrungsergänzungsmitteln enthalten ist. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass in hoher Dosis oral aufgenommenes Jod die Zusammensetzung und Vielfalt des Darmmikrobioms, die Stoffwechselaktivität der Darmbakterien sowie die Bildung kurzkettiger Fettsäuren stören kann, die besonders wichtig für die Darmgesundheit sind. [10–12] 

Was hat Jod mit unserer Stressregulation zu tun?

Stress aktiviert den Sympathikus: Wir sind wach, leistungsbereit und auf schnelle Reaktion eingestellt. Kurzfristig ist das sinnvoll. Wird daraus Dauerstress, fehlt der Gegenpol – die Regeneration. Dafür brauchen wir den Parasympathikus, der Ruhe, Schlaf, Verdauung und Erholung unterstützt.

Nicht Stress allein ist also das Problem. Problematisch wird es, wenn der Körper nicht mehr richtig in den Erholungsmodus zurückfindet und die Regeneration leidet.

Dabei spielt das Stresshormon Cortisol eine wichtige Rolle. Denn Stresssystem und Schilddrüse beeinflussen sich gegenseitig. Chronisch erhöhte Cortisolspiegel können die Schilddrüse gleich an mehreren Stellen bremsen: Sie beeinflussen die Botenstoffe im Gehirn, die die Schilddrüse steuern, und Enzyme, die T4 in das stoffwechselaktive T3 umwandeln. Gleichzeitig kann vermehrt das weitgehend inaktive reverse T3 (rT3) entstehen. [13]

Auch umgekehrt gibt es Hinweise auf eine Verbindung: In einer Tierstudie veränderte chronischer Jodmangel nicht nur die Schilddrüsenfunktion, sondern auch den Tagesrhythmus der Stresshormone und die Reaktion auf psychische Belastungen. Bemerkenswert daran: Die Veränderungen blieben sogar bestehen, nachdem wieder ausreichend Jod gegeben wurde und sich die Schilddrüsenwerte normalisiert hatten. [14] 

Jodversorgung, Schilddrüse und Stresssystem hängen also enger zusammen, als man auf den ersten Blick vermuten würde.

„Jod ist zwar kein Anti-Stress-Mineral, eine gute Jodversorgung schafft aber eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die Schilddrüse auch unter Belastung normal arbeiten kann.“

Jod wirkt nicht allein

Damit Jod seine Aufgaben erfüllen kann, braucht es begleitende Nährstoffe und Partner. Besonders deutlich wird das beim Schilddrüsenstoffwechsel mit seinem fein abgestimmten Zusammenspiel aus Nährstoffen, Enzymen und hormonellen Regelkreisen. Einer der wichtigsten Partner von Jod ist Selen.

Jod und Selen – Partner für die Schilddrüse

Während Jod als Baustein für die Schilddrüsenhormone gebraucht wird, ist Selen Bestandteil wichtiger Enzymsysteme, die diese Hormone aktivieren und die Schilddrüsenzellen vor oxidativem Stress schützen. Dabei hat Selen vor allem zwei Aufgaben:

  • Deiodinasen für Aktivierung und Regulation: Drei selenabhängige Enzyme sorgen dafür, dass Schilddrüsenhormone je nach Bedarf aktiviert oder wieder inaktiviert werden. So wird unter anderem aus dem weniger aktiven T4 das stoffwechselaktive T3. [15]
  • Glutathionperoxidasen für den Zellschutz: Bei der Bildung der Schilddrüsenhormone arbeitet die Schilddrüse mit Wasserstoffperoxid, einer sehr reaktionsfreudigen Sauerstoffverbindung. Selenabhängige Glutathionperoxidasen helfen, überschüssiges Wasserstoffperoxid unschädlich zu machen und die Schilddrüse vor oxidativen Schäden zu schützen. [15]

Jod und Selen ergänzen sich also, wirken aber an unterschiedlichen Stellen. Bei einem Selenmangel kann sowohl die Aktivierung der Schilddrüsenhormone als auch ein wichtiger Teil des antioxidativen Schutzsystems gestört sein. Wird dann zusätzlich viel Jod zugeführt, kann die oxidative Belastung der Schilddrüse steigen.

Gerade bei einer höheren Jodzufuhr sollte deshalb auch die Selenversorgung im Blick behalten werden. Das gilt besonders bei Schilddrüsenerkrankungen wie der Hashimoto-Thyreoiditis. [16, 17]

Jod und Adaptogene – Partner bei der Stressregulation

Pflanzliche Adaptogene wie Rosenwurz (Rhodiola rosea) unterstützen den Körper beim Umgang mit Stress. Auch klinische Studien zeigen interessante Effekte: Bei Menschen mit stressbedingter Erschöpfung senkte ein standardisierter Rosenwurz-Extrakt die Cortisolreaktion nach dem Aufwachen und verringerte gleichzeitig die Erschöpfung und verbesserte die Konzentrationsfähigkeit gegenüber Placebo. [18] Rosenwurz kann also auf die Stressregulation einwirken. 

Auch der Energiestoffwechsel scheint eine Rolle zu spielen. In Tierexperimenten erhöhte Rhodiola rosea nach starker körperlicher Belastung die ATP-Bildung bzw. ATP-Regeneration in den Mitochondrien und verlängerte die Zeit bis zur Erschöpfung. [19]

Interessant ist zudem die Verbindung zur Schilddrüse. Eine Studie an Ratten mit künstlich erzeugter Schilddrüsenunterfunktion untersuchte einen Rosenwurz-Extrakt aus Rhodiola semenovii. Der Extrakt senkte TSH – das Hormon regt die Schilddrüse zur Arbeit an – und erhöhte die Schilddrüsenhormone T3 und T4. In Kombination mit Kaliumjodid war der Effekt auf die Unterfunktion um rund 30 Prozent stärker als mit dem Pflanzenextrakt allein. [20] Zudem wird Rosenwurz als mögliche Unterstützung bei einer vorübergehenden Schilddrüsenunterfunktion diskutiert. [21]

Fazit

Viel hilft viel? Bei Jod ganz sicher nicht. Unser Körper braucht das Spurenelement regelmäßig, aber in der richtigen Menge. Wer Jod gezielt ergänzt, sollte deshalb auf eine klar definierte und kontrollierte Jodmenge achten.

Und Jod arbeitet nicht allein. Selen gehört zu seinen wichtigsten Partnern im Schilddrüsenstoffwechsel. Auch Stress und Regeneration spielen mit hinein. Genau deshalb lohnt es sich, bei einer guten Jodversorgung nicht nur auf einen einzelnen Nährstoff zu schauen, sondern auch das Zusammenspiel im Körper im Blick zu behalten und dabei auch an Adaptogene zu denken.

Video von Doktor Weigl: Iod, Jodmangel & die Folgen für Körper & Gesundheit: Wie Jod Stoffwechsel & Schilddrüse beeinflusst, www.youtube.com/watch

[1] Aceves, C., Anguiano, B., Delgado, G. (2013). The Extrathyronine Actions of Iodine as Antioxidant, Apoptotic, and Differentiation Factor in Various Tissues. Thyroid, 23(8), 938–946. 

[2] Smyth, P. P. A. (2022). Narrative review: iodine—thyroidal and extrathyroidal actions. Ann Thyroid. 2022; 7:4. DOI: 10.21037/aot-21-28. 

[3] Fuse, Y., et al. (2026). Scalp hair and serum iodine as potential biomarkers for iodine intake and their association with the thyroid function. J Endocr. Soc, Article PMC13084557, 2026 Apr 2;10(5):bvag084. doi: 10.1210/jendso/bvag084. eCollection 2026 May. 

[4] van Beek N, Bodó E, Kromminga A, et al. (2008). Thyroid hormones directly alter human hair follicle functions: anagen prolongation and stimulation of both hair matrix keratinocyte proliferation and hair pigmentation. J Clin Endocrinol Metab. 93(11):4381–4388. DOI: 10.1210/jc.2008-0283.

[5] Venturi, S., Venturi, M. (2009). Iodine in Evolution of Salivary Glands and in Oral Health. Nutrition and Health, 2009;20(2):119–134. DOI: 10.1177/026010600902000204. 

[6] Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE): www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/

[7] Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL). Jodversorgung in Deutschland: Ergebnisse des Jodmonitorings bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. BMEL; 9.12.2024 [letzter Zugriff: 1.9.2026]. Verfügbar unter: https://www.bmleh.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/degs-jod-studie.html

[8] Gröber, U. (2008). Orthomolekulare Medizin. 3. Aufl. WVG, Stuttgart

[9] National Institutes of Health (NIH), Office of Dietary Supplements. Iodine. Fact Sheet for Health Professionals. 5.11.2024, ods.od.nih.gov/factsheets/Iodine-HealthProfessional/ (letzter Abruf am 9.9.2026)

[10] Gong, B, et al.: Effects of iodine intake on gut microbiota and gut metabolites in Hashimoto thyroiditis-diseased humans and mice. Communications Biology. 2024;7:136. DOI: 10.1038/s42003-024-05813-6.

[11] Shen, H, et al. Different host-specific responses in thyroid function and gut microbiota modulation between diet-induced obese and normal mice given the same dose of iodine. Applied Microbiology and Biotechnology. 2019;103(8):3537–3547. DOI: 10.1007/s00253-019-09687-1.

[12] Virili, C, et al.: The relationship between thyroid and human-associated microbiota: A systematic review of reviews. Reviews in Endocrine and Metabolic Disorders. 2024;25(1):215–237. DOI: 10.1007/s11154-023-09839-9.

[13] Gierach, M., Junik, R. (2026). The influence of stress and cortisol on thyroid dysfunction. Endokrynologia Polska, 77(3), 127–133. DOI: 10.5603/ep.109784. 

[14] Nolan LA, Windle RJ, Wood SA, Kershaw YM, Lunness HR, Lightman SL, Ingram CD, Levy A. Chronic iodine deprivation attenuates stress-induced and diurnal variation in corticosterone secretion in female Wistar rats. Journal of Neuroendocrinology. 2000;12(12):1149–1159. DOI: 10.1046/j.1365-2826.2000.00569.x. 

[15] Triggiani, V., Tafaro, E., Giagulli, V. A., Sabbà, C., Resta, F., Licchelli, B., Guastamacchia, E. (2009). Role of iodine, selenium and other micronutrients in thyroid function and disorders. Endocrine, Metabolic & Immune Disorders - Drug Targets, 9(3), 277–294. DOI: 10.2174/187153009789044392. 

[16] Chalmer L. Iodine and Your Hormones: The Missing Link in Thyroid and Endocrine Health (and When NOT to Supplement) [Internet]. Ecological Nutrition; 11.8. [letzter Zugriff: 1.9.2026]. Verfügbar unter: www.ecological-nutrition.com/diet/iodine-and-your-hormones-the-missing-link-in-thyroid-and-endocrine-health-and-when-not-to-supplement 

[17] Weigl, T. (19.5.2021). 5 Top Lebensmittel bei Schilddrüsenunterfunktion & Hashimoto: Ernährung beeinflusst die Schilddrüse! DoktorWeigl (YouTube www.youtube.com/watch?v=44Gq0WcuNPM). 

[18] Olsson, E. M. G., von Schéele, B., Panossian, A. G. (2009). A randomised, double-blind, placebo-controlled, parallel-group study of the standardised extract SHR-5 of the roots of Rhodiola rosea in the treatment of subjects with stress-related fatigue. Planta Medica, 75(2), 105–112. DOI: 10.1055/s-0028-1088346.

[19] Abidov, M., Crendal, F., Grachev, S., Seifulla, R., Ziegenfuss, T. (2003). Effect of extracts from Rhodiola rosea and Rhodiola crenulata roots on ATP content in mitochondria of skeletal muscles. Bulletin of Experimental Biology and Medicine, 136(6), 585–587.

[20] Korbozova, N. K., Kudrina, N. O., Zhukova, N. A., Grazhdannikov, A. E., Blavachinskaya, I. V., Seitimova, G. A., Kulmanov, T. E., Tolstikova, T. G., & Terletskaya, N. V. (2022). Antihypothyroid Effect of Salidroside. Molecules, 27(21), 7487. DOI: 10.3390/molecules27217487.

[21] Zubeldia, J. M., Nabi, H. A., Jiménez del Río, M., Genovese, J. (2010). Exploring new applications for Rhodiola rosea: can we improve the quality of life of patients with short-term hypothyroidism induced by hormone withdrawal? Journal of Medicinal Food, 13(6), 1287–1292. DOI: 10.1089/jmf.2009.0286.

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