Orthomolekulare Medizin Interview mit P.H. Volkmann

In diesem Film-Interview erklärt der Arzt für Allgemeinmedizin, Naturheilverfahren und Sportmedizin Peter-Hansen Volkmann, was Orthomolekulare Medizin bedeutet und warum sie aus seiner Sicht heute für jeden relevant ist.

Übersicht: Orthomolekulare Medizin

Transkript zum Video

Peter-Hansen Volkmann

Orthomolekulare Medizin ist nach Linus Pauling, die Medizin mit den richtigen Teilchen, Moleküle sind kleine Teilchen. Was viele Verbraucher selber kennen, ist, dass man zum Beispiel bei Wadenkrämpfen Magnesium nehmen sollte. Inzwischen hat sich auch um gesprochen, dass Zink beispielsweise bei Infekten ganz wichtig ist. Es geht im Prinzip bei der orthomolekularen Medizin darum, möglichst in reiner Form, Dinge zuzuführen, die eigentlich im Körper sowieso vorhanden sind. Um ein Beispiel zu nennen, es gibt keinen einzigen enzymatischen oder hormonellen Prozess im Körper, der ohne ein Metallion funktioniert. Metallionen sind beispielsweise Magnesium oder Kalium oder Calcium, aber auch Zink und Selen und Fluor. Seltene Spurenelemente gehören auch mit zu diesem Metallionen. Das Chrom beispielsweise ist für die Bauchspeicheldrüse, ist für den Diabetiker ganz wichtig. Also haben wir in der orthomolekularen Medizin ein sehr breites Spektrum an Substanzen, mit denen wir akute oder chronische Krankheitsbilder ohne Nebenwirkungen oder nebenwirkungsarm behandeln können. Heute braucht eigentlich jeder orthomolekulare Medizin, auch wenn man sich gesund ernährt. Bei der gesunden Ernährung gibt es ja viele Aspekte. Ein klassischer Aspekt ist, dass Obst, was wir meinetwegen aus Südostasien oder Südamerika essen, wenn das sechs Wochen, acht Wochen mit dem Schiff unterwegs ist, ist es unreif geerntet. Es muss nach gereift werden an Bord oder hier bei uns in Kühlhäusern und und und … Die Dinge, die in der Natur, auf dem Acker, wo auch immer nicht angelegt worden sind, weil sie nicht resorbiert werden konnten von den Wurzeln, nicht synthetisiert werden konnten über Sonnenschein und und und … Die Dinge, die da fehlten, die fehlen uns natürlich auch. Das heißt, dass solche Früchte relativ arm sind an Vitamin C. Es gibt aber auch viele Gemüsesorten, Obstsorten, die heute so intensiv produziert werden auf verarmten Böden, dass zum Beispiel Selen oder Zink darin fehlt. Und dann kommt bei uns die moderne Lebensweise dazu. Wir haben heute viel Stress, sowohl umweltbezogenen Stress, als auch arbeitsbezogenen Stress, als auch familiären Stress, zum Beispiel über kinetische Kinder, um nur eines zu sagen. Also wenn ich immer mehr oder weniger unter Strom stehen, dann verbrauche ich auch orthomolekulare Substanzen wie B Vitamine oder ich verbrauche Omega-3-Fettsäuren, die wir sowieso viel zu wenig in der Ernährung haben, aus Fischöl, aber auch aus Leinöl und ähnlichen Dingen. Deshalb sollte man eigentlich immer orthomolekulare seine Ernährung biologisch aufwerten.

Autor/en dieses Beitrages:
Peter-Hansen Volkmann, FA. für Allgemeinmedizin aus Lübeck
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