Fußreflexzonentherapie 

Der amerikanische Arzt William Fitzgerald (1872-1942) entdeckte Anfang des 20. Jahrhunderts, dass die Ausübung von Druck auf bestimmte Körperregionen schmerzlindernd wirkt und zum Teil auch die Schmerzursache beseitigt. Er teilte den Körper in zweimal fünf Längszonen ein, die von den Fingern bis zu den Zehenspitzen verlaufen. Von jeder Stelle einer Zone aus, so seine Theorie, könne man alle Organe erreichen, die in dieser Zone liegen. Seine Forschungen entwickelte die Physiotherapeutin Eunice Ingham weiter. Sie sah in den Füßen eine Art Miniaturlandkarte des menschlichen Körpers, auf der jede Fußregion mit einem Organ korrespondiert. Bei seiner Therapie erfährt der Masseur schon durch Aussehen, Beschaffenheit und Geruch viel über den Patienten. Welche Organe belastet sind, erfährt er an den Reaktionen des Patienten beim systematischen Betasten der Fußsohlen. Bei der eigentlichen Massage werden besonders die „belasteten“ Fußareale behandelt, was die Selbstheilungskräfte des Patienten aktivieren soll.

 

Fußreflexzonentherapie bei Infekten


Film von Margarete Hermanns

Nicht nur im Herbst und Winter sind Atemwegsinfekte von Schnupfen bis Husten weit verbreitet. In diesem Film zeigt Ihnen die Heilpraktikerin Margarete Hermanns, wie Sie Ihren Körper mit einfachen Griffen aus der Fußreflexzonentherapie bei der Heilung unterstützen können.

Transkript zum Video

Die Behandlung von akuten Infekten: Gerade in der Herbstzeit sind diese Infekte wieder sehr gehäuft. Sie betreffen die Nase, die Nasennebenhöhlen und auch die Bronchien. Am Fuß finden wir die Nase besonders an der Innenkante der Großzehe. Wenn wir dort tonisierend arbeiten, das heißt mit kleinen schnellen Bewegungen, wird die Nasenschleimhaut über der Reflexzonen besser durchblutet und ist dann gewappnet gegen eindringende Keime sich zu wehren. Zwischen den Zehen haben wir die sogenannten Schwimmhäute. Diese Schwimmhäute stehen stellvertretend für die Kopflymphe. Wenn wir die mit einem Pinzettengriff – der so aussieht – aus streichen, regen wir die gesamte Kopflymphe an, sodass auch hier gute Maßnahmen stattfinden, die einen Infekt verhindern oder beizeiten eindämmen können. (Das ist die Ausstreichung, egal ob vom kleinen Zeh zum großen Zeh, hin oder umgekehrt). Zwischen der Großzehe im Bereich des Vorfußes und dem Rest des Fußes, haben wir die Bronchien. Auch hier können wir wieder kräftig hinein massieren. Auch hier ist es egal, ob von unten nach oben, oder von oben nach unten. Der Körper weiß, wie herum es funktioniert, dass man besser abhusten kann. Der Rest des Vorfußes hier ist die Lungenzone und auch hier empfiehlt sich ein gleichmäßiges Durcharbeiten, sodass die gesamte Lunge gut belüftet werden kann und keine Infekte sich festsetzen. Am Schluss ist ein ausstreichen des Fußrückens. Dies ist sehr entspannend und sehr schön. Da haben wir auch noch Lungenzone und Brustzone. Das hilft vor allen Dingen, wenn schon viel husten war, Verspannungen zwischen den Rippen herauszunehmen.

Fußreflexzonentherapie - Erste-Hilfe-Griffe


Film von Margarete Hermanns

Die meisten von uns fühlen sich im „Erste Hilfe-Fall“ überfordert. In diesem Film demonstriert die Heilpraktikerin Margarete Hermanns einige Griffe aus der Fußreflexzonentherapie, mit denen Sie sich bei Schwächeanfällen, Kopfschmerzen und Schwindelattacken bis hin Ohnmacht helfen können, solange noch kein Arzt zur Hand ist.

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Als Erste-Hilfe-Griff bei Ohnmacht oder Schwächeanfällen hat sich ein Druck im Bereich der Hypophyse am Fuß als Reflexzone bewährt. Diesem Punkt findet man an der Großzehen-Wehe, an der höchsten Erhebung, dort wo die Rillung zentriert ist. Da ist der Punkt für die Hypophyse und dort macht man kleine schnelle Bewegungen, dann wird es einem gleich wieder wohler. Gleichzeitig kann man bei diesen Anspannungen, die den Kopf betreffen, noch Ausstreichungen machen, zwischen der ersten und zweiten Zehe, wenn Kopfschmerzen, Schwindelattacken und Ohnmachtsgefühl vorrangig da sind. Das hat sich ebenfalls bewährt. Ein Dauerdruck noch an der Innenseite des Nagelfalzes vom Großzeh.

Fußreflexzonentherapie bei Rückenschmerzen


Film von Margarete Hermanns

In diesem Film zeigt Ihnen eine Fußreflexzonentherapeutin, wie Sie sich bei Rückenschmerzen selbst helfen können. So z.B. bei Ischias-Beschwerden und Nackenverspannungen, die auch für Kopfschmerzen verantwortlich sein können.

Transkript zum Video

Die Behandlung von Rückenschmerzen können wir über die Füße hervorragend bewältigen. Das heißt, wir haben an den Füßen an der Innenseite, an der Trennlinie zwischen weißem Fleisch mit rosa oder dunkler Fleisch die Linie, wo die Wirbelsäule manifestiert ist. Von Steißbein bis zur Großzehe ist die Halswirbelsäule. Bei Rückenschmerzen im Bereich des Kreuzbeins finden wir die Punkte etwa unter dem innen Knöchel und können dort mit einem druck der gerade noch gut aus haltbar ist, einwürben. Eventuell in Kombination mit der Atmung kleine Kreisbewegungen machen, drücken und wieder loslassen. Dadurch verbessert sich die Durchblutung und über die Reflexzonen werden dann die Kreuzschmerzen im unteren Rücken besser. Die nächste Zone ist der Übergang von der Lendenwirbelsäule zur Brustwirbelsäule. Das ist dieser Punkt. Menschen, die viel aus dem Rücken heraus arbeiten, haben dort oft Probleme. Da machen wir das Gleiche. Wir bleiben mal darauf 3,4,5 Sekunden, üben auch hier den Druck aus, der gerade noch gut auszuhalten ist und lassen dann wieder los. Auch das fördert die Durchblutung und nimmt den Schmerz. Ein besonderer Griff ist im Bereich des Ischiaspunktes. Den finden wir, wenn wir die Ferse hier sehen, auf der Mitte der Ferse an der Fußsohle. Dort kann man einen sogenannten Erste-Hilfe-Griff machen. Das heißt bei allen Ischialgien macht man dort einen Dauerdruck von fünf bis zehn Sekunden. Relativ lang, relativ intensiv und auch hier wieder nur so, wie der andere es gut aushalten kann. Bei Verspannungen der Halswirbelsäule gibt es eine besondere Möglichkeit, die zu behandeln. Dazu fassen wir an die Innenkante des Fußes, nehmen den großen Zeh komplett in unserer Hand und kreisen im Grundgelenk. Durch diese Kreisbewegung im oder gegen den Uhrzeigersinn lösen sich Verspannungen nicht nur hier im Gelenk, sondern auch in der Halswirbelsäule. Ein sehr intensiver, aber sehr lösender Griff. Das kann man auch selber machen, in dem man sich sein Fuß genauso in die Hand nimmt und diese Kreisbewegungen an beiden Füßen bzw. Großzehen ausübt. Als Ergänzungspunkt zur Behandlung der Halswirbelsäule kann man entlang des Außenknöchels gehen. Dort ist ein Punkt genau zwischen der Kante des Außenknöchels zur Achillessehne hin, der für die Nackenverspannungen zuständig ist. Dieser Punkt kommt aus den sogenannten Tuina der klassischen chinesischen Massage.

Autor/en dieses Beitrages:
, Heilpraktiker/in aus Stuttgart
Margarete Hermanns, Heilpraktiker/in aus Gräfelfing
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