Darm: Schlüssel zur Gesundheit Warum wird der Körper krank, wenn der Darm krank ist?

In diesem Film-Interview geht der Arzt für Naturheilverfahren der Frage nach, warum der Körper krank wird, wenn der Darm krank ist. Und umgekehrt: Wie Asthma, Hauterkrankungen und vieles mehr über den Darm behandelt werden können.

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Peter-Hansen Volkmann

Warum wird der Körper krank, wenn der Darm krank ist? - Ich arbeite gerne mit Bildern aus der Natur und wenn Sie eine Pflanze im Garten haben, die vor sich hin muckert und wenn Sie einen grünen Daumen haben, dann sehen Sie das relativ früh. Dann überlegen Sie, ist der Boden richtig, indem die Pflanze steht, hat sie zu viel, hat sie zu wenig Sonne, zu viel, zu wenig Licht, zu viel, zu wenig Wasser, ist der Boden zu sauer oder müsste er saurer seien? Die Pflanzen stehen mit ihren Wurzeln im Nährsubstrat Erde und unsere Erde ist das was wir Essen und unsere Wurzeln sind die Darmzotten, die in diesem Speisebrei drin stehen, die dafür sorgen, dass Dinge verdaut werden in Zusammenarbeit mit Bakterien. Die (diese Darmzotten) sorgen auch dafür, dass eben bestimmte für uns wichtige Dinge in den Körper aufgenommen werden, während andere Dinge, die wir nicht brauchen können oder nicht brauchen wollen, als Stuhlgang hinterher ausgeschieden wird. So wie man an einer Pflanze sehr einfach sehen kann, ob sie gut gepflegt ist, dadurch dass sie glänzendes Laub hat, dadurch dass sie schön blüht, wunderschöne Blüten und Farben entwickelt usw. So können wir am Menschen eigentlich auch sehen, ob er blüht an seiner Haut, an den Haaren, an den Fingernägeln, an der Haltung, ob jemand offen und gerade steht oder ob er als zusammengekrümmter, armer Mensch durchs Leben geh, weil er überall Mangelsituationen hat. Denn die sind letztendlich meistens mit Störungen im Darm und oder aus Darmstörungen resultierenden Störungen der Bauchspeicheldrüse, der Leber, der Gallenblase usw. verknüpft. Den Darm nicht zu behandeln in der Komplementärmedizin ist für mich ein ganz kardinaler Fehler. Der Tod sitzt im Darm, wissen wir seit 3000-5000 Jahren und der Darm ist die Basis der Gesundheit. Wenn der Darm gesund ist, dann wird die Haut gesund, dann kann sich ein Rheuma im Wohlgefallen auflösen, dann haben wir keine chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, dann kann ein Asthma zurückgehen, dann kann ein Beckenschiefstand sich innerhalb kurzer Zeit ausgleichen, ein krankes Knie kann wieder gesund werden, eine Hüfte muss nicht operiert werden. Das können wir alles über eine vernünftige, abgestufte, umfassende Darmtherapie sehr elegant erreichen. Aber wenn ich das noch dazu sagen darf, immer unter ökologischer Frischkost. Also nicht irgendwo im Supermarkt, hier mal eben schnell einen Salat, oder schon geschälte Kartoffeln und diese ganzen Geschichten, die dann wieder angereichert sind mit Chemikalien. Sondern wirklich saubere ökologische Frischkost, eine vernünftige Substitutionstherapie, eine Darmpflege dazu und dann können die meisten Menschen wesentlich gesünder oder wieder richtig gesund werden.

Autor/en dieses Beitrages:
Peter-Hansen Volkmann, FA. für Allgemeinmedizin aus Lübeck
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  • Online-Redaktion, am 16.09.2016
    Sehr geehrter Herr Kunze,
    vielen Dank für Ihre Frage, deren Antwort komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Daher können wir nachfolgend nur einige Aspekte anreißen. Weitere Informationen finden Sie hier im Portal u.a. auf der Seite http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/ernaehrung/gesundheit-beginnt-im-darm.htmlDie möglichen Hinweise auf Verdauungsstörungen sind vielfältig: Blähungen, Luft im Bauch, Durchfall, Verstopfung, zu weicher oder harter Stuhl, stark riechender Stuhl, Mundgeruch ... Inzwischen weiß man jedoch, dass es weit mehr Krankheiten und Beschwerden gibt, die mit einer gestörten Darmflora in Verbindung stehen können. Das geht von Asthma über Herz-Kreislauferkrankungen und Übergewicht bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen. Auch für Diabetes lassen sich Zusammenhänge nachweisen. Auch Diabetiker haben mit einer größeren Wahrscheinlichkeit eine gestörte Darmflora. Und falls Sie schon mal ein Antibiotika ohne anschließdende Darmsanierung genommen haben, sollten Sie wissen: Antibiotika hinterlassen Spuren in der Darmflora - mitunter ein Leben lang.Nun zur Analyse: Neben der körperlichen Untersuchung, Anamnese usw. kann der Therapeut Stuhlproben analysieren lassen. Untersucht wird auf Verdauungsrückstände, Bakterien ... Auch wenn hier nur ein winziger Anteil der möglicherweise in unserem Darm lebenenden Bakterien nachgewiesen werden kann, kann man hier durchaus einen ersten Eindruck, von der Qualität der Darmflora bekommen. Man sollte aber auch wissen, dass jeder Mensch eine individuelle Darmflora hat. DIE gesunde Darmflora gibt es also nicht. Nur Anhaltspunkte: Eine größere Vielfalt an Bakterien scheint günstiger zu sein, ebenso bestimmte Bakteriengruppen. Da ist aber noch viel in der Forschung. Darüber hinaus gibt es weitere Tests, wie z.B. den H2-Atemtest, mit dem mögliche Unverträglichkeiten von Nahrungsmitteln nachgewiesen werden können.Darüber hinaus gibt es auch "nicht-stoffliche" Methoden. Die Augendiagnose kann Hinweise darauf liefern, ob ein Patient eine Anlage zu Darmstörungen hat. Auch Bioresonanz oder Kinesiologie kommen in der Alternativmedizin zum Einsatz.Aufgrund der Bedeutung des Darms und der in ihm lebenden Bakterien, die immer besser verstanden wird, lohnt sich auf jeden Fall ein Blick auf den Darm. Mit Hilfe eines ganzheitlichen Therapeuten können Sie nicht nur herausfinden, wie es um Ihren Darm steht, sondern auch, welche Ernährung für Sie speziell empfehlenswert ist. Dann DIE gesunde Ernährung gibt es leider ebensowenig wie DIE gesunde Darmflora.Ganzheitlich orientierte Ärzte und Heilpraktiker finden Sie bei uns unter: http://www.naturheilmagazin.de/aerzte.html bzw. http://www.naturheilmagazin.de/therapeuten.html
    Herzlichst Ihre Online-Redaktion
  • Peter Kunze, am 14.09.2016
    Und woher weiß ich das mein Darm nicht gesund ist?
    bzw. o kann ich den untersuchen lassen?
    oder was soll man machen um ihn zu kontrollieren.
    Ich habe Diabethis 2 und ernähre mich eigentlich bio (überwiegend Selbstversorger) und trozdem!
    MfG
  • Dr. Wolfgang Scheel, am 11.12.2015
    Liebes Team des Naturheilmagazins!

    Auch und ganz besonders dieser Filmbeitrag ist ein Geschenk an mich und alle anderen Zuschauer und Zuhörer. Vielen herzlichen Dank!
    Herr Volkmann hat es in seiner liebevoll-überzeugenden und beispielhaften Art auf den Punkt gebracht, die absolute Grundlage unserer Gesundheit unvergesslich darzustellen.
    Weil sich - embryonal gesehen - der Mensch nach der Befruchtung der Eizelle und deren Teilung aus dem dann entstehenden "primären Darmrohr" (also dem Darm) entwickelt, wirken sich natürlich jede Be- bzw. Entlastung des Darms im Zusammenhang mit der Ernährung, Nahrungsverwertung und allen anderen Einflüssen auf den Darm negativ bzw. positiv auf unsere Gesundheit aus.
    Und so gibt es natürlich kaum etwas wichtigeres für unsere Existenz, Leistungsfähigkeit und Zufriedenheit als Lebensmittel - Mittel für das Leben.
    Dieser Tatsache wurde in vergangenen Generationen allein damit Rechnung getragen, indem ein weit höherer Anteil des Verdienstes/Gehaltes bzw. der täglichen Bemühungen für den Kauf bzw. den Erwerb von Lebensmitteln investiert wurde, als es leider jetzt zu beobachten ist.
    "Geiz ist geil" und ähnlich seltsame Sprüche sind zwar ein Spiegel eines Teiles der jetzigen Gesellschaft, aber ganz sicher nicht zukunftsführend.
    Ich appelliere an die Verantwortung der Eltern (Vorleben), der Lehrer und Erzieher (positive Autorität) und natürlich nicht zuletzt an uns Ärzte und speziell Kinderärzte, die uns gegebenen Möglichkeiten zu nutzen und unseren Kindern (die nicht auf Welt kommen, um sich ungesund zu ernähren oder sonstwie gegen sich selbst zu leben!) die notwendige Motivation für eine individuell-gesunde Ernährungs- wie Lebensweise zu gewähren.
    Das sind wir uns allen angesichts der Realitäten unserer "zivilisierten" Gesellschaft und dem Bemühen um eine bessere Zukunft schuldig!

    Dr. med. Wolfgang Scheel

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