8 Punkte zur Burnout-Prävention

Bevor der Körper nicht mehr kann

Vorsorge ist besser als Nachsorge. Am Besten ist es, wenn es gar nicht erst zum Burnout-Syndrom kommt. Eine gesunde Lebensführung ist die Basis der Burnout-Prävention. Hier finden Sie 8 Säulen einer gesunden Lebensführung:

1. Genügend Schlaf

Ein berufstätiger Mensch mit 10–12 Stunden Arbeitspensum einschließlich Mittagspause und Weg zur Arbeit und zurück braucht 7½–8 Stunden, um seine Leistungsfähigkeit auf Dauer zu erhalten. Unsere Schlafmangelgesellschaft (Fernsehen bis 24 Uhr, Aufstehen 6:30) züchtet selbst die so genannte „reizbare Schwäche“ mit Müdigkeit, Mattheit und Abgeschlagenheit nach außen sowie innerer Unruhe, Nervosität und Angespanntheit im Inneren, was zunehmend zu Reizbarkeit und gelegentlicher Explosivität bzw. Aggressivität führen kann.

2. Ausreichend körperliche Aktivität

Am besten täglich 30 Minuten Bewegung draußen bei Tageslicht im Wald mit Nordic-Walking oder auch Fahrradfahren, Schwimmen, Gymnastik.

3. Gesunde Ernährung

Das bedeutet: viel Obst und Gemüse, Nüsse als Gehirnnahrung, wenig rotes Fleisch, mindestens 1,5 l Flüssigkeit am Tag.

4. Aufputschmittel in Maßen und Suchtmittel streng meiden

Zwei Tassen Kaffee am Tag schaden meist nichts, ab sechs Tassen besteht Kaffee-Sucht. Kleine Mengen Alkohol schützen sogar die Blutgefäße und verringern die Gefahr von Cholesterinablagerungen. Bei Männern gilt die Regel: ¼ l Wein oder ein ½ l Bier, bei Frauen sollte es wegen der geringeren Muskelmasse (Alkoholabbau) die Hälfte sein. Übrigens: Nikotin plus Pille bedeutet erhöhte Schlaganfallgefahr ab 40 Jahren, wobei die Frauen bereits die Männer überholt haben und gerade dabei sind, auch beim Herzinfarkt gleichzuziehen.

5. Ruhephasen einplanen

Im Beruf aber auch am Abend oder Wochenende müssen echte Ruhephasen – nicht unter zwei Stunden – eingeplant werden, damit eine wirkliche Regeneration eintreten kann. Schützen Sie Ihre Erholungszeiten vor dem Zugriff von Freunden, Familie oder Verwandtschaft!

6. Entspannung lernen

Lernen Sie auch Meditation, Yoga, Autogenes Training oder einfach Faulenzen. Damit sollte man nicht lange warten. Günstig ist es, wenn Sie diese Techniken bereits beherrschen, wenn Sie diese im Burnout Fall dringend benötigen.

7. Hobbys und Kontakte pflegen

Lebenslanges Lernen, Kreativität und Geselligkeit sind absolut wichtig für eine psychosoziale Gesundheit. Aber bitte nicht am Wochenende statt Ausruhen einen Hobby-Stress entwickeln! Oft wird dieser als Ausgleich für den Frust im Job genutzt, wenn eigentlich Ausruhen angesagt wäre.

8. Die spirituelle Ebene fördern

Nicht jeder wird sich sofort damit identifizieren. Trotzdem ist im Hinterkopf zu behalten: Seien Sie offen, entwickeln Sie im Stressfall neue Lebensstrategien und fragen Sie sich, was die jeweilige Situation Sie lehren will. Dankbarkeit macht zufriedener und fördert die innere Gelassenheit. Geben kann mehr Freude bringen, als immer nur zu fordern und zu nehmen.

Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

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