Ferritin & EisenmangelMit gefüllten Speichern wieder neue Kraft

Dr. med. Frank Jaschke
FA. für Innere Medizin, FA. für Psychosomatik und Psychotherapie
Dr. med. Frank Jaschke
FA. für Innere Medizin, FA. für Psychosomatik und Psychotherapie
Eisenmangel kennt jeder, aber Ferritin? „Der Ferritin-Wert im Blut zeigt, wie gut unsere Eisenspeicher gefüllt sind und sollte bei jeder Eisentherapie regelmäßig kontrolliert werden“, so der Facharzt für Innere Medizin Dr. Jaschke. Der Ferritin-Wert hilft, Eisenmangel zu erkennen und den Therapieerfolg zu verfolgen. Zudem kann ein zu hoher oder niedriger Wert auf Krankheiten hinweisen.
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Was sagt der Ferritin-Wert aus?

Eisenmangel kennt jeder, aber Ferritin?? Am Ferritin-Wert im Blut erkennt der Arzt, wie viel Eisen im Körper vorhanden ist und wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind. Damit ist Ferritin wichtig für die Diagnose eines Eisenmangels und um den Erfolg einer Eisenmangel-Therapie zu verfolgen. Darüber hinaus kann ein erhöhter oder erniedrigter Ferritin-Wert auf verschiedene Krankheiten hinweisen …

Was ist Ferritin?

Ferritin ist ein Eiweißmolekül, das in unserem Körper Eisen speichert. Der Ferritinspiegel im Blut zeigt, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind.

Mancher von Ihnen kennt sicher den Ferritin-Wert als einen Laborwert, den der Arzt aus Ihrem Blut bestimmt hat. Ferritin ist ein wichtiger zellulärer Eisenspeicher in unserem Körper. Der Ferritingehalt im Blut zeigt dem Arzt, wie gut Ihre Eisenspeicher gefüllt sind. Rund 20 % des Eisens in unserem Körper sind an Ferritin gebunden. Den Rest finden wir v.a. als Blutfarbstoff Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, als Myoglobin in Muskeln oder an das Transporteiweiß Transferrin gebunden.

Namensgebend für das große Eiweißmolekül, das bis zu 4500 Eisenatome in seinem Inneren beherbergen kann, ist das Eisen selbst (lat. ferrum = Eisen). Im Körper finden wir Ferritin v.a. in der Leber, der Milz und im Knochenmark – und im Blut, wo sein Gehalt bequem bestimmt werden kann.

Neben der Eisenspeicherung spielt Ferritin eine Rolle beim Umgang der Zellen mit oxidativem Stress und Entzündungen.

Welcher Ferritin-Wert ist normal?

Je nach Labor können die angegebenen Normwerte für Ferritin durchaus schwanken. Typische Normwerte für den Ferritingehalt im Blut liegen bei 15-250 ng/ml für Frauen bzw. 20-500 ng/ml für Männer.

Soweit die deutschen Normwerte. Schaut man sich die amerikanische Literatur an, so gilt dort bereits ein Wert unter 40 ng/ml als zu niedrig (latenter Eisenmangel, Eisenmangel ohne Blutarmut). Bei unter 20 ng/ml geht man dort von einem Eisenmangel mit milder, unter 10 ng/ml mit schwerer Blutarmut aus.

Letztendlich ist aber jeder Fall individuell zu sehen und die jeweilige Lebensphase (Schwangerschaft, Wachstum, durchgemachte Infekte usw.) zu berücksichtigen. So gibt es durchaus Patienten, die sogar bei Ferritin-Werten von deutlich über 40 ng/ml Symptome eines Eisenmangels aufweisen.

 

 

Wann ist der Ferritin-Wert zu niedrig?

Ein niedriger Ferritin-Wert und eine niedrige Transferrin-Sättigung, d.h. eine geringe „Beladung“ des Eisentransporters Transferrin, weisen auf einen Eisenmangel hin. Dieser kann, muss aber nicht mit einer Anämie (Eisenmangelanämie) einhergehen. Je nach Quelle findet man hierzu etwas unterschiedliche Angaben. Professor Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine (Stand 2019) unterscheidet je nach Ferritin-Wert

  • Eisenmangel ohne Blutarmut (Ferritin-Wert < 40 ng/ml)
  • Eisenmangel mit milder Blutarmut (Ferritin-Wert < 20 ng/ml)
  • Eisenmangel mit schwerer Blutarmut (Ferritin-Wert < 10 ng/ml)

Ein zu niedriger Ferritin-Wert kann viele Gründe haben:

  • unzureichende Eisenaufnahme im Darm (z.B. bei entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie)
  • erhöhter Eisenverlust durch Blutungen (z.B. schwere Verletzungen, Darmgeschwüre, Darmpolypen)
  • erhöhter Eisenbedarf (z.B. Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit)
  • Mangel- oder Fehlernährung (z.B. Alkoholmissbrauch, vegetarische Ernährung)
  • Eiweißverlust (z.B. bestimmte Nierenkrankheiten)

 

Welche Symptome zeigen sich bei Eisenmangel?

Wenn Eisen knapp wird, muss der Körper mit dem wenigen, was er hat, gut haushalten. Offensichtlich hat die Blutbildung bei der Eisenversorgung eine hohe Priorität. Sie wird bei Eisenmangel zuletzt eingeschränkt. Das bedeutet, dass andere Symptome eines Eisenmangels schon lange vorhanden sein können, bevor der Eisenmangel im normalen Blutbild sichtbar wird. Zu den typischen Anzeichen eines Eisenmangels gehören u.a.:

  • Erschöpfung, Kraftlosigkeit
  • Stimmungstiefs
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche / Ohrensausen (Tinnitus)
  • Potenzstörungen
  • Haarausfall & rissige Nägel
  • Infektanfälligkeit

Typisch für eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) ist ein niedriger Ferritin-Wert, während der Transferrinwert erhöht ist.

 

Kann der Ferritin-Wert auch zu hoch sein?

Durchaus! Einen erhöhten Ferritin-Wert können wir z.B. finden bei

  • Eisenüberladung durch häufige Bluttransfusionen oder bei Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
  • gestörter Blutbildung
  • verschiedenen Grunderkrankungen (z.B. möglich bei schweren Leberschäden, chronischen Entzündungen, Tumoren)
  • zu hoher Dosierung von Eisenpräparaten

Warum ist die Ferritin-Kontrolle so wichtig?

Ohne Frage: unser Körper braucht Eisen – aber in der richtigen Menge!

Eisen ist ein ganz zentrales Spurenelement, wenn es um die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport geht. Es wird für die Energiegewinnung der Zellen ebenso benötigt wie für Enzyme. Wenn wir zu wenig Eisen haben, fühlen wir uns schlapp und müde. Insbesondere Frauen, die über die Regelblutung immer wieder Eisen verlieren, sind von einem Eisenmangel betroffen. In Deutschland sollen 20 % der Frauen im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, bei den Männern sind es deutlich weniger. Nach unserer Erfahrung dürfte der Anteil der Frauen, die im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

Doch auch zu viel Eisen ist schädlich. Wenn übermäßig Eisen zugeführt wird, kann dies z.B. zu Schäden an Bauchspeicheldrüse, am Herzmuskel, an Hormondrüsen wie der Schilddrüse und an Gelenken führen.

Deshalb sollte während einer Eisentherapie mit Eisentabletten oder -infusionen immer wieder kontrolliert werden, wie es um die Eisenversorgung und den Eisenspeicher bestellt ist. – Womit wir wieder beim Ferritin-Wert wären. Denn nur dieser liefert – anders als z.B. das Blutbild oder der Hämoglobingehalt des Blutes – eine zuverlässige Aussage über den Füllungszustand unserer Eisenspeicher. Wie unzuverlässig das Blutbild bei der Beurteilung der Eisenversorgung ist, zeigt Folgendes: Bei einem Ferritin-Wert von 9 ng/ml – und damit einem klaren Eisenmangel – ist das Blutbild bei den meisten Patienten noch gänzlich unauffällig. Veränderungen treten bei vielen erst bei Werten unter 5 oder 6 ng/ml auf – wenn also bereits ein schwerer Eisenmangel besteht.

 

Was tun bei zu niedrigem Ferritin-Wert?

Wenn die Eisenvorräte zu niedrig sind, gilt es zunächst nach den Ursachen zu forschen und diese zu bekämpfen (Grunderkrankungen, Ernährung). Günstig sind v.a. tierische Lebensmittel mit hohem Eisenanteil (rotes Fleisch), da das Eisen aus diesen besser verwertet werden kann. Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe die Eisenaufnahme hemmen (z.B. Tee, Kaffee, Getreide, Kleie, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojaeiweiß, Milcheiweiß) sollten nicht gemeinsam mit eisenreicher Nahrung kombiniert werden. Günstig wirkt sich dagegen Vitamin C (Obst, Paprika) auf die Eisenaufnahme aus.

Erfahrungsgemäß ist darüber hinaus in vielen Fällen die zusätzliche Zufuhr von Eisen erforderlich. Diese kann in Form von Tablette bzw. Kapseln oder als Infusion erfolgen. Die Aufnahme über Tabletten oder Kapseln beschränkt sich dabei im Wesentlichen auf leichtere Formen des Eisenmangels. Zudem klagen viele Patienten über Verdauungsprobleme auf Grund solcher Eisenpräparate. Ungeeignet sind über den Mund aufgenommene Eisenpräparate in allen Fällen, in denen die Eisenaufnahme im Darm gestört ist (z.B. chronische Darmerkrankungen, Zöliakie). In unserer ganzheitsmedizinischen Praxis hat sich daher in den meisten Fällen die Eiseninfusion als Mittel der Wahl herauskristallisiert.

Was tun bei zu hohem Ferritin-Wert?

Auch hier gilt wieder: zunächst einmal die Grunderkrankung behandeln. Darüber hinaus können Aderlässe sinnvoll sein.

  • Prof. Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine in medizinischen Internet-Datenbank uptodate.com (Juni 2010) zu den Ferritin-Werten

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Dr. med.
Frank Jaschke
Praxis Dr. Jaschke - Internistische Hausarztpraxis und Gemeinschaftspraxis
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  • Jessi, am 01.07.2021
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    mein Ferretinwert lag zuletzt bei 21. Der Eisenwert bei 96 und der Hämoglobinwert bei 14,8. Seit längerem habe ich phasenweise starke Extrasystolen und gelegentliche Tachykardien, für die pathologisch keine Ursache gefunden wurde. Können die Herzrhythmusstörungen durch den Eisenmangel verursacht werden und kann Eisenchelat hier helfen ?Normale Eisenpräparate vertrage ich leider nicht.Haben Sie evtl sonst einen Tipp für mich?
    Vielen Dank bereits im Voraus !!
    • Dr. Frank Jaschke, am 03.07.2021
      Hallo, Jessi,

      Ihr Ferritin-Serumwert ist für Wohlbefinden zu niedrig. Es ist denkbar, aber nicht sicher, dass die Herzrhythmusstörungen durch den versteckten Eisenmangel akzentuiert werden.
      Mit Eisenchelaten habe ich beim Menschen keine Erfahrung, sie stammen ja eher aus der Pflanzendüngung.

      Wenn Sie orale Eisenpräparate nicht vertragen, würde es sich lohnen, sich mit der Möglichkeit der Eiseninfusion auseinanderzusetzen, die Ihnen effektiv helfen könnte. Wenden Sie sich gegebenenfalls an ein Eisenzentrum.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Claudia, am 30.06.2021
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    ich habe heute meinen Blutbefund erhalten und einige Werte sind erhöht
    Eisen 178 ug/dl
    Transferrin Sättigung 60 %
    Ferritin 248 ng/ml
    LDH 222 U/l
    Sind diese Werte besorgniserregend?
    Vielen Dank für die Antwort
    • Dr. Frank Jaschke, am 01.07.2021
      Hallo, Claudia,

      Ihre Laborwerte sind auf den ersten Blick nicht besorgniserregend.

      Allerdings kann man allein aus den von Ihnen mitgeteilten Werten keine zuverlässige Aussage ableiten. Am besten besprechen Sie die Werte noch einmal mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, die oder der Sie kennt.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Laura, am 04.05.2021
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,

    können Sie anhand u.g. Werte beurteilen, ob mein Eisenspeicher aufgefüllt werden sollte? Ich (fast 44 Jahre, weiblich, 2 Kinder (geb. 2015 & 2018)) habe schon länger einige Beschwerden, die auf einen Eisenmangel hindeuten könnten: Müdigkeit, abgeschlagen fühlen, brüchige Nägel, stärkerer Haarausfall. Alles fing an als ich bei der Geburt meines ersten Kindes (2015) eine starke atonische Nachblutung nach der Entbindung hatte, ich habe über 1 ½ l Blut verloren. Ich habe keine Eiseninfusionen bekommen und keine Eisentabletten. Ich leide unter starken PMS Beschwerden und einer starken Periode (organisch ist laut Frauenarzt alles in Ordnung, Untersuchungen ohne Befund) die oft bis zu 7 Tage andauert. Während und nach der Periode bin ich noch erschöpfter. Aufgrund einer SD Unterfunktion nehme ich L-Thyroxin 75. Hier die Werte die vorliegen:

    Werte vom 18.11.20

    Ferritin: 23 ng /ml (10 – 160)

    Vitamin D 3: 21,4 ng/ml (>20,0)

    FT3: pg/ml 3.4 (2.0 – 4.2)
    FT4: ng/dl 1,4 (0,8 – 1,7)
    Anti-TG: < 15 U/ml (<115)
    Anti-TPO: < 15 U/ml (<34)
    TRAK: < 0,8 IU/I (<1,8)
    TSH: 0,68 (0,40 – 4,00)

    Auffällig ist das Anfang 2020 der Ferritin Wert noch deutlich höher war. Werte Januar 2020:

    Erythrozyten: 4,7 (3,8 – 5,2)
    Eisen: 106 (49 -151)

    Ferritin: ng/ml 46 (10 – 160)

    HB: 13,6 (12,0 – 16,0)
    HKT: % 41 (35 -47)
    MCH: 29 (27 -33)
    MCHC: 33 (31 – 36)
    MCV: 88 (82 – 98)

    Lieben Dank vorab für eine Antwort!
    • Dr. Frank Jaschke, am 06.05.2021
      Hallo, Laura,

      vermutlich liegt auch bei Ihnen ein versteckter Eisenmangel vor. Die typischen Beschwerden können ja schon bei Ferritinwerten unter 50 ng/ml auftreten, Haarausfall bei Werten von unter 75 ng/ml.

      Sie sollten Ihren Ferritinwert über 100 ng/ml anheben. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

      Freundliche Grüße
      Dr. Frank Jaschke
  • Lucia scheid-nam, am 27.03.2021
    HB: 7,2 Leukozyten:2300 thrombozyten: 25000, ferritin: 520! Was soll ich tin?
  • Katharina, am 27.03.2021
    Guten Tag Dr.Jaschke,
    könnten Sie mir so einfach wie möglich erklären wieso ein Eisenmangel die Wirksamkeit von Impfungen senkt? Mein Hepatologe meinte ich soll mein Ferritinwert erhöhen,dann wirken Impfungen besser...leider hat dann sein Handy geklingelt und konnte keine weitere Fragen stellen. Jetzt Frage ich mich was es zu bedeuten hat.
    Bin 45, Ferritinwert 24.
    Im Internet finde leider nichts zu diesem Thema.
    Herzlichen Dank
    MfG Katharina
    • Dr. Frank Jaschke, am 03.04.2021
      Hallo, Katharina,

      leider habe auch ich keine verlässlichen Informationen zum Hintergrund des geschilderten Zusammenhangs. Tut mir leid.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
    • Katharina, am 29.03.2021
      Habe noch vergessen zu schreiben wegen Impfung Wirksamkeit und Eisenmangel. : einzig was ich finde betrifft Kleinkinder.
      Ist es vielleicht nur ein Problem beim Kinder und weniger beim Erwachsenen?
      Danke für Antwort.
      MfG Katharina
    • Online-Redaktion, am 29.03.2021
      Liebe Katharina,
      nur zu Info: Zum Zusammenhang von Eisenmangel und der schlechteren Wirkung von Impfungen gab es 2020 eine Mitteilung/Studie der ETH Zürich. Demnach scheint Eisenmangel tatsächlich die Wirkung von Impfungen zu verringern. Leider wird an der Stelle nicht erklärt, wie es zu diesem Zusammenhang kommt.
      https://ethz.ch/de/news-und-veranstaltungen/eth-news/news/2020/07/eisenmangel-mindert-impfwirkung.html
      Liebe Grüße
      Ihre Online-Redaktion
  • Staudte, am 18.03.2021
    Hallöchen!!! Bin Verena und 41 Jahre alt mein Ferritinwert liegt bei 233 mein Hausarzt sagt das ist nicht schlimm und ich dürfte dann gehen. Hab leider Google gefragt und da kam so einiges bei raus bin jetzt etwas unsicher. Was soll ich machen? Zu welchem Arzt kann ich noch gehen?
    LG
    • Dr. Frank Jaschke, am 19.03.2021
      Hallo, Verena,

      leider verstehe ich Ihre Frage nicht so ganz. Beim „googeln“ kommt immer einiges raus, nur leider auch nicht immer nur Richtiges. Ein Ferritinwert von 233 ng/ml ist nicht zu hoch, der Wert ist tolerabel. Möglicherweise besteht eine Entzündung im Körper, die den Ferritinwert etwas nach oben treibt, Ferritin steigt als Akute-Phase-Protein bei Entzündungen an. Sie schreiben nicht, ob Sie irgendwelche Beschwerden oder Erkrankungen haben.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Tini Paulsen, 44 Jahre, am 16.03.2021
    Hallo Herr Dr. Jaschke,

    bei einer Ösophagusvarizenblutung und zusätzlich durch ein blutendes Magengeschwür an Weihnachten 2020 habe ich viel Blut verloren und auch eine Transfusion erhalten. Diagnose: Leberzirrhose Child A. Die Blutungen wurden mit Ligaturen bzw. Clip gestillt, jedoch ist HB von 7,0 g/dl bisher nur auf 9,2 g/dl gestiegen, Ferritin liegt bei 8,9 ng/ml. Leukozyten 3,0 und Thrombozyten 120. Ich soll jetzt Eisentabletten nehmen, 100 mg, was bisher vermieden wurde, um den Magen nicht zu reizen. Zusätzlich nehme ich aber noch immer PPI, (Pantoprazol 20 mg) und einen Beta-Blocker. Dies soll ich weiternehmen, damit es keine erneuten Blutungen gibt. Wird das Pantoprazol die Aufnahme des Eisens beinflussen?

    Vielen Dank für Ihre Meinung. Mein Arzt meint, "das wird schon wieder", aber ich mache mir tatsächlich Sorgen wegen der Eisenresorption bei PPI.

    Gruß,
    Tini
    • Dr. Frank Jaschke, am 17.03.2021
      Sehr geehrte Frau Paulsen,

      danke für Ihre Frage. Ihr Hb ist wirklich niedrig, es wäre sinnvoll, die Eisenspiegel anzuheben. Die Resorption oralen Eisens ist niedrig, Säureblocker könnten diese noch vermindern.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Marion Delp, am 09.03.2021
    Hallo,
    Bin 47 Jahre und bei mir ist der Ferritinwert um 700, schon das dritte Mal. Sonstiges Blutbild ist unauffällig. Hämochromatose negativ. Auch Krebsmarker negativ. Ultraschall Leber, Milz und Pankreas unauffällig. Oberbauchschmerzen rechts unterm Rippenbogen. Leberwerte auch ok.
    Welche Untersuchungen sollte zur Abklärung gemacht werden, bin ratlos.
    Wäre auch Test auf Hepatitis hier ratsam?

    Vielen Dank.
    Marion Delp
    • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2021
      Sehr geehrte Frau Delp,

      wie ich gerade in meiner vorangegangen Antwort geschrieben habe, habe ich mal ein paar Dinge zum erhöhten Ferritinspiegel zusammen gefasst.

      Ein Ausschluss einer Hepatitis macht natürlich Sinn. Wenn sonst glücklicherweise alles unauffällig ist, wird es schwierig sein, die Ursache für die Ferritin-Erhöhung zu finden!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Kathrin Möbus, am 04.03.2021
    Sehr geehrter Herr Dr Jaschke
    Mein Mann hatte 2019 blasenkrebs, haben dann eine komplett Entfernung der Blase vorgenommen und eine Neoblase eingesetzt, ist auch alles gut verlaufen keine Metastasen seid 2019,nun meine Frage ,es wurde ein Blutbild gemacht und der Ferritinwert liegt bei 750ist ja deutlich erhöht, kann das ein wert sein der mit dem Blasenkrebs zusammen hängt??
    Alle anderen Blutwerte sind top in Ordnung,der Eisenwert liegt bei 23,0
    Kein Entzündungswert oder sonstiges .
    CT war auch top .
    Können Sie mir sagen womit das zusammen hängt??
    Einen schönen abend und lieben dank
    Familie Möbus
    • Online-Redaktion, am 11.03.2021
      Liebe Frau Möbius,
      hier auch nochmal für Sie die Zusammenstellung von Herrn Dr. Jaschke:

      Ferritin ist ein sogenanntes „Akute-Phase-Protein“ und kann bei Entzündungsvorgängen etwa bis zum zwei- bis dreifachen des Normalwertes erhöht sein.
      - Dazu gehören auch das „metabolische Syndrom“ (Insulinresistenzsyndrom), der Diabetes mellitus und entzündliche rheumatologische Erkrankungen wie die Still-Krankheit, deren Beschwerden aber nicht zu übersehen sind.
      - Auch Lebererkrankungen (z. B. Virushepatitis, alkoholische Hepatitis, nichtalkoholische Steatohepatitis) können zu einem Anstieg des Serumferritins unabhängig von der Eisenversorgung führen.
      - Anders herum kann eine Eisenüberladung aber eine Lebererkrankung verschlimmern. Deshalb Eisensubstitution nur unter regelmäßiger Laborkontrolle!
      - HIV-Infektionen können unabhängig vom Eisenstatus erhöhte Ferritinspiegel verursachen.
      - Bestimmte Bluterkrankungen können im Gegensatz zur Eisenüberladung akut extrem hohe Ferritinspiegel über 5000 ng/ml verursachen, dies ist aber mit Beschwerden und anderen auffälligen Blutbefunden verbunden.
      - Auch bösartige Erkrankungen können zu einem erhöhten Ferritinspiegel führen.
      - Seltene genetische Konstellationen können zu einem erhöhten Serum-Ferritin ohne Eisenüberladung führen, „benigne Hyperferritinämie“ genannt, es gibt keine Möglichkeit, an diesem Zustand etwas zu ändern.
      - Es gibt auch eine seltene angeborene Störung, die mit stark erhöhten Ferritinwerten und beiderseitiger Linsentrübung (grauer Star) einhergeht.

      Alles Gute wünscht Ihnen
      Ihre Online-Redaktion
    • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2021
      Sehr geehrte Frau Möbus,

      bitte entschuldigen Sie die verzögerte Antwort. Ich wollte mir etwas Zeit nehmen, mal einige Informationen zum erhöhten Ferritinspiegel ohne Eisenüberladung zu geben, was ich im vorangehenden Beitrag gemacht habe.

      Ich kann nicht sagen, womit der erhöhte Ferritinwert bei Ihrem Mann zusammenhängt. Ich erlebe immer wieder gesunde beschwerdefreie Menschen mit einem mäßig erhöhten Ferritinspiegel, bei denen keine Ursache für die Erhöhung gefunden werden kann.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Jana 36 Jahre, am 20.02.2021
    Guten Abend Herr Dr Jaschke, folgende Kurzfassung: Ferritin liegt bei 700 und Transferin-Sättigung bei 69% zudem sehr schlechte Leberwerte (10 Fach erhöht)... hoher Vitamin B12 Wert 1300... Sono der inneren Organe i.O. jedoch wird eine Biopsie gemacht der Leber da die Zellen sich verändert jedoch Tumore wurden ausgeschlossen. Gen Test der Eisenspeicherkrankheit ist Negativ... sämtliche Hep Erkrankungen negativ. Geburt im Nov 19... einsetzen einer HS im Jan20 und ziehen im Dez21. Keiner kann etwas finden. Manchmal habe ich wie eine Art Panikattacken mit Herzrhythmusstörungen Erbrechen Durchfall etc. Zu meiner eigentlichen Frage: kann der hohe Eisenwert mit einer Histaminintoleranz zusammen hängen und auch dadurch die Leber geschädigt werden? Oder fällt ihn noch etwas anderes ein? Vielen Dank im Vorraus. LIEBE GRÜßE Jana
    • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2021
      Hallo Jana,

      Ferritin ist ein sogenanntes „Akute-Phase-Protein“ und kann bei Entzündungsvorgängen etwa bis zum zwei- bis dreifachen des Normalwertes erhöht sein.
      - Dazu gehören auch das „metabolische Syndrom“ (Insulinresistenzsyndrom), der Diabetes mellitus und entzündliche rheumatologische Erkrankungen wie die Still-Krankheit, deren Beschwerden aber nicht zu übersehen sind.
      - Auch Lebererkrankungen (z. B. Virushepatitis, alkoholische Hepatitis, nichtalkoholische Steatohepatitis) können zu einem Anstieg des Serumferritins unabhängig von der Eisenversorgung führen.
      - Anders herum kann eine Eisenüberladung aber eine Lebererkrankung verschlimmern. Deshalb Eisensubstitution nur unter regelmäßiger Laborkontrolle!
      - HIV-Infektionen können unabhängig vom Eisenstatus erhöhte Ferritinspiegel verursachen.
      - Bestimmte Bluterkrankungen können im Gegensatz zur Eisenüberladung akut extrem hohe Ferritinspiegel über 5000 ng/ml verursachen, dies ist aber mit Beschwerden und anderen auffälligen Blutbefunden verbunden.
      - Auch bösartige Erkrankungen können zu einem erhöhten Ferritinspiegel führen.
      - Seltene genetische Konstellationen können zu einem erhöhten Serum-Ferritin ohne Eisenüberladung führen, „benigne Hyperferritinämie“ genannt, es gibt keine Möglichkeit, an diesem Zustand etwas zu ändern.
      - Es gibt auch eine seltene angeborene Störung, die mit stark erhöhten Ferritinwerten und beiderseitiger Linsentrübung (grauer Star) einhergeht.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
    • Dr. Frank Jaschke, am 21.02.2021
      Hallo, Jana,

      das ist sehr schwer zu beurteilen! Welche „sämtlichen“ Lebererkrankungen wurden denn ausgeschlossen? Was meinen Sie mit „HS“?
      Erhöhungen des Ferritinwertes kommen bei verschiedenen entzündlichen Erkrankungen vor, auch bei Erkrankungen aus dem rheumatologischen Formenkreis. Gab es eine entsprechende Diagnostik? Die Leberbiopsie ist sinnvoll, wenngleich auch diese die Ursachen möglicherweise nicht klären kann.

      Eine Ferritinerhöhung aufgrund einer Histaminintoleranz ist mir nicht bekannt, das halte ich auch für wenig wahrscheinlich.

      Ich drücke die Daumen, dass bald alles wieder in Ordnung ist!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Sandra, am 04.02.2021
    Guten Abend Herr Dr. Jaschke,
    Unsere Großmutter, eine 84 jährige,leicht demente Dame fühlt sich seit monaten zunehmend schlechter,hat stark an Gewicht verloren und weist eine leicht gelbliche Hautfarbe auf. Der Arzt stellte bei der Blutuntersuchung fest, dass der Ferritin Wert bei über 1000 liegt. Das besorgt uns natürlich sehr. Da die Familie in Italien lebt,stellt sich der Ablauf weiterer Untersuchungen, seitens der Ärtzte, etwas zögerlich und unentschlossen dar. Was würden Sie raten?
    Herzliche Grüße und Dank im Voraus,
    Sandra
    • Dr. Frank Jaschke, am 05.02.2021
      Hallo, Sandra,

      in Anbetracht des Gewichtsverlustes, des erhöhten Ferritinwertes und der Hautfarbe sollten zunächst Labor- und Ultraschalluntersuchungen erfolgen, um Erkrankungen der Leber, der Gallenwege oder der Bauchspeicheldrüse auszuschließen.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Kirsten, am 03.02.2021
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    Ich habe normale Blutwerte, fühle mich seit 3 Wochen allerdings massiv erschöpft. Mein Ferritin Wert liegt bei 243. Ich werde diesen Monat 51 Jahre alt. Ultraschall der Organe heute wsr unauffällig. Jetzt mache ich mir wahnsinnige Sorgen, dass ich eine bösartige Erkrankung haben könnte.
    Ist diese Befürchtung unbegründet? Mein Arzt findet den Wert nicht bedenklich, da alle Blutwerte bis auf Cholesterin 250/79 im Normalbereich liegen. Für eine kurze Rückmeldung wäre ich dankbar. Vielen Dank
    Herzliche Grüße
    Kirsten
    • Dr. Frank Jaschke, am 03.02.2021
      Hallo, Kirsten,

      nichts von den Dingen, die Sie berichten, könnte zum dringenden Verdacht des Vorliegen einer bösartigen Erkrankung führen.

      Es gibt viele Ursachen, die zur Erschöpfung führen können. Vergleichsweise selten liegt dem eine schlimme Erkrankung zugrunde.

      Hier ist eine genaue Untersuchung erforderlich.

      Welche Blutwerte wurden denn gemacht?

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Maria, am 27.01.2021
    Guten Abend Herr Dr. Jaschke,
    mein Ferritinwert ist 3
    Erythrozyten 4.00
    HB 10
    HK 33-VOL%
    MCH 25
    MCHC 30.4
    RDW 14.6
    es wurde auch Eiweiß im Urinprobe festgestellt.
    Der Hausarzt hat eine eiseninfusion verschrieben.
    Macht es eine eiseninfusion Sinn oder sollte vorerst die Niere untersucht werden?

    Ich wäre dankbar für kurze Antwort.
    Vielen Dank
    Maria
    • Dr. Frank Jaschke, am 28.01.2021
      Hallo, Maria,

      leider haben Sie das MCV nicht angegeben, nichtsdestotrotz benötigen Sie Eisen. Eine Infusion wird nicht reichen. Welches Präparat sollen Sie denn erhalten? Im Grunde müsste man die benötigte Dosis ausrechnen, die ihren Ferritinwert über 100 ng/ml hebt.

      Das Eiweiß im Urin ist vermutlich zunächst mal kein Drama (wieviel ist es denn?). Das sollte unabhängig von der Frage der Eisensubstitution überprüft werden. Häufig finden sich mal kleine Eiweißmengen im Urin, die dann bei einer Kontrolle nicht mehr nachweisbar sind.

      Ein Eisenzentrum könnte Ihnen helfen, ihren Eisenhaushalt zügig zu optimieren.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Sandra Hildenbrand, am 21.01.2021
    Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

    da ich mich zurzeit erschöpft und unkonzentriert fühle und Schwierigkeiten habe meinen Alltag zu bewältigen habe ich eine Blutabnahme durchführen lassen. Mein Ferritinwert liegt bei 7,1 Hb bei 12,9.
    ich nehme jetzt Eisenkapsel, habe jedoch Durchfälle und starke Bauschmerzen. Ist es möglich den Eisenspeicher auch ohne Medikamente wieder auf einen guten Wert aufzufüllen oder ist der Wert bereits zu niedrig? Warum ist der Hb Wert bei einem so niedrigen Wert noch gut?
    Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
    • Dr. Frank Jaschke, am 22.01.2021
      Hallo, Frau Hildenbrand,

      der von Ihnen genannte Ferritinwert kann Ihre Beschwerden gut erklären. Das Hämoglobin reagiert auf einen manifesten Eisenmangel erst in einem fortgeschrittenen Stadium der Eisenknappheit. Den Eisenspeicher können Sie nur mit Eisenverbindungen auffüllen, wobei zunächst einmal egal ist, aus welcher Quelle sie diese aufnehmen – wenn die Eisenaufnahme effektiv ist. Das ist leider bei Nahrungsmitteln selten der Fall, auch bei Eisentabletten sieht es häufig nicht wesentlich besser aus.

      Bei Ihrem sehr niedrigen Ferritinwertempfehlen sich, falls Sie Ihre Beschwerden in absehbarer Zeit bessern wollen, Eiseninfusionen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Sandra Fernandez, am 13.01.2021
    Guten Abend,

    Ich befinde mich seit ca 1 Jahr in "Eiseninfusionstherapie". Leider steigt mein Ferritin Wert nicht genug. Dieser ist Momentan bei 6 ng/ ml. Mein HB liegt bei 13 g/dl (war immer in diesem Bereich) und das FE bei 13.4 umol/l ( war bisher zwischen 9 und 10).
    Ich bin sehr müde/ unkonzentriert schlecht gelaunt etc....
    Woran kann das liegen, dass ich es nicht annehmen? Mein Dok. weiss auch nicht mehr weiter.

    Viele Grüße
    • Marina Buddrus, am 16.01.2021
      Vielleicht fehlen Vitamine, die für die Eisenaufnahme entscheidend sind.
  • Anja Mü., am 09.01.2021
    Hallo Herr Dr. Jaschke,

    bei mir wurde vor ca. 3 Monaten ein Ferritinwert von 7,4 festgestellt. Ich habe vor 6 Monaten entbunden und stille aktuell noch. Der Hb-Wert war allerdings in Ordnung. Laut Aussage meines Hausarztes besteht kein Handlungsbedarf. Nun habe ich aber verstärkt mit extremer Müdigkeit und Herzstolpern zu kämpfen. Wie ist Ihre Meinung dazu? Freundliche Grüße
    Anja
    • Dr. Frank Jaschke, am 11.01.2021
      Hallo, Anja,

      ein Ferritinwert von 7,4 ng/ml ist eindeutig zu niedrig zum Wohlfühlen. Zum Überleben reicht es so gerade. Der Hb-Wert spielt hier für die Beurteilung keine Rolle, wäre er niedrig, dann diente das höchstens als zusätzliches Argument, jetzt endlich zu handeln.

      Müdigkeit und Herzstolpern können durch den Eisenmangel begünstigt werden. Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben!

      Auch Ihr Kind wird sich über eine gute Eisenversorgung freuen!

      Mit freundlichen Grüßen
      Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 22.12.2020
    Hallo, Dany,

    ein Ferritinwert von 14 ng/ml ist niedrig, wenn gleich in Deutschland der Wert noch im Normbereich liegt.
    Ein Hb von 11,5 g/dl ist leicht vermindert, lässt sich aber bei dem genannten Ferritinwert nicht durch einen Eisenmangel erklären.
    Laborwerte schwanken, auch in Abhängigkeit von den Umständen der Probengewinnung.
    Ich würde den Ferritinwert durch eine Gabe von Eisen, als Tabletten – wenn es funktioniert – oder eben auch als Infusionen über 100 ng/ml anheben. Insoweit besteht schon ein Handlungsbedarf.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dany, am 21.12.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    Ich war bei meiner Hausärztin um die Jährliche Blutbild Untersuchung zu machen ich bin 38 Jahre und bis jetzt hat mein Blutbild immer gepasst bis auf Vitamin D da bin ich sehr Niedrig schon seit 3 Jahren. Nun ist mein HB Wert 11,5 g/dl und mein HK Wert 0,35 l/l , mein Ferritin ist auf 14ng/ml. Ich habe Angst das was schlimmeres dahinter steckt . Meine Ärztin meinte es ist alles in Ordnung es wäre kein Handlungsbedarf. Nun meine Frage stimmt das?
    Liebe Grüsse Dany
  • Dr. Frank Jaschke, am 08.12.2020
    Hallo, Regina,

    es ist wirklich schwer zu sagen, warum der Ferritinwert so hoch ist. Vielleicht ist das orale Präparat gut aufgenommen worden und in zu hoher Dosierung. Oder es ist eine Entzündung im Körper. Der Anstieg des Ferritinwertes ist nicht wesentlich, es gibt Schwankungen, die Werte verschiedener Labore sind nicht direkt vergleichbar.

    Ich würde den Wert in einem halben Jahr kontrollieren lassen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Regina, am 08.12.2020
    Guten Morgen Herr Dr. Jaschke, seit Juli diesen Jahres leide ich unter diffusem Haarausfall. Bei mir wurde seit meinem 14. Lebensjahr Anämie festgestellt und ich bekam über Jahre hinweg Tardyferon *fol verschrieben.Bei einer Blutuntersuchung im Oktober wurde ein Ferritinwert von 570 festgestellt. Ein Kontrolluntersuchung ergab nun sogar 647 und das, obwohl ich das Eisenpräparat seit Wochen schon abgesetzt habe. Alle anderen Werte scheinen unauffällig. Die roten Blutkörperchen sind geringfügig weniger geworden. Beschwerden habe ich keine. Der Haarausfall stagniert mittlerweile. Die Leberwerte sind auch in Ordnung. Was kann die Ursache für die weitere Erhöhung dieses Wertes sein?Freundliche Grüße und lieben Dank für eine zeitnahe Antwort, Regina
  • Dr. Frank Jaschke, am 01.12.2020
    Hallo, Sabine,

    es ist denkbar, dass Ihre Beschwerden mit einem versteckten Eisenmangel zusammenhängen.
    Ein Ferritin von 24 ng/ml ist vollkommen ausreichend für die Blutbildung, ein normales Blutbild ist also zu erwarten, wenn nicht noch andere Probleme vorliegen.
    Nach den Regeln der Schulmedizin muss bei Ihnen kein Eisen substituiert werden. Insofern könnte es schwierig werden, Ihren Hausarzt von der Notwendigkeit einer Eisengabe zu überzeugen.
    Wie weit ist das nächste Eisenzentrum von Ihrem Wohnort entfernt? Vielleicht lohnt sich ja auch eine etwas weitere Anreise, in Anbetracht Ihrer ausgeprägten Beschwerden.
    Eine ganze Reihe meiner Patienten legen mehrfach einen Weg von 100 km oder auch mehr zurück, um Ihren Eisenhaushalt zu optimieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sabine, am 01.12.2020
    Sehr geehrter Herr Jaschke,
    Ich bin gelernte Arzthelferin und leide schon seit über 15 Jahren unter Eisenmangel. Ich habe einen starken Reizdarm und kann sämtliche Tabletten und Tropfen nicht vertragen. Selbst auf Natur Heilbasis mit Eisen in Form von Curryblättern Habe ich Probleme.
    Ich habe das Problem das ich sehr ländlich wohne und die Hausärzte hier am Ort sehr altbacken sind. Die gehen strikt nach den Normwerten.
    Ich war am Freitag zur Blutentnahme und habe einen Ferritin von 24. Das Blutbild ist allerdings im Normbereich. So kenne ich es auch von mir, Blutbild war immer in Ordnung jedoch Ferritin immer relativ niedrig.
    Ich habe jetzt schon seit fast vier Wochen das Problem dass ich ständig um 20:00 Uhr schon ins Bett gehen muss weil ich so erschöpft bin, starke Tagesmüdigkeit, Tachykardie und Kurzatmigkeit bis hin zu Luftnot bei der kleinsten Anstrengung. Haarausfall.... Leider gibt es kein Eisenzentrum in meiner Nähe. Ich bin der festen Überzeugung dass mein Wohlfühlwert deutlich über 24 liegt. Wie bekommt man den Hausarzt dazu dass er einem trotzdem Infusionen verabreicht trotz eigentlich normalem Ferritin Wert? Wie würden Sie das ganze beurteilen? Vielen Dank und herzliche Grüße
  • Andrea, am 30.11.2020
    Ich muss kurz einer Aussage wiedersprechen, das man mit einem niedrigen Serumferritin keine Hämochromatose hat. Es mag vielleicht selten vorkommen, aber ich bin auch so ein Fall. Und natürlich hat kein Arzt eine passende Antwort darauf. Mein Transferrin ist niedrig, die Sättigung bei 56,5% und Eisen (FER) ist normal. Aber ich habe ein Ferritin von 16,3 UND Hämochromatose, was eindeutig durch eine hämatologische Fachpraxis durch einen entsprechenden Gen-Test festgestellt wurde.

    Was allerdings durchaus möglich ist- das meine 2 anderen Autoimmunerkankungen als Gegenspielder der Hämochromatose vermehrt Eisen verbrauchen.

    Ich habe aber dadurch auch das Dilemma, das mir Eisen fehlt, ich es aber nicht auffüllen kann.

    Leider findet man hierzu bisher nix in der Literatur.
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.11.2020
    Sehr geehrte Frau Regnault,

    es ist schwer, aus der Ferne einen guten Rat zu geben.
    Ein Hb-Wert von 11,3 g/dl sollte keine wesentlichen Probleme verursachen, da ja sicherlich keine ausgeprägten körperlichen Aktivitäten stattfinden.
    Vitamin B12 sollte unbedingt im oberen Normbereich oder sogar darüber liegen.
    Fresubin enthält zwar viele Kohlenhydrate, die enthaltene Energie und die Vitamine sind allerdings auf jeden Fall günstig.
    Manchmal kann man älteren Menschen zusätzlich Energie in Form eines Heißgetränkes mit je einem Esslöffel Butter und einem Esslöffel Kokosöl (gibt es im Bioladen) zuführen, am besten schmeckt es mit einem guten Kaffee, aber auch mit schwarzem Tee. Kokosöl stellt schnell Energie bereit. Probieren sie es einmal selbst, es ist wirklich gut zu trinken!
    Wenn im Zusammenhang mit den Oberschenkelbrüchen Operationen und Narkosen stattgefunden haben, könnten die Narkosen in dem hohen Alter eine kognitive Einschränkung verursacht haben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Natalie Regnault, am 27.11.2020
    bitte entschudligen Sie, ich habe noch vergessen, Sie wissen zu lassen, dass ein weiteres Problem meines Vaters ständige Appetitlosigkeit ist, er ist bereits bei unter 50 Kilo, was wir momentan mit zusätzlichem Fresubin zu der wenigen Nahrung, die er ist, hoffen, halbwegs in den Griff zu bekommen. Ich hoffe auf Ihre Meinung zu unserem Probem, nochmals gleich herzlichen Dank dafür!Mit besten Grüßen,Natalie Regnault
  • Natalie Regnault, am 27.11.2020
    Sehr geehrter Dr. Jaschke, folgendes Problem: Mein Vater (91) hatte nach 2 Oberschenkelbrüchen schlechte Eisenwerte. Bereits in der Reha bekam er täglich Ferrosanol, sein HB-Wert ging dort von anfangs 8,6 auf 12,5 bei Entlassung Anfang Juni. Dann bekam er neben täglichen Eisentabletten (Wechsel zu Taryferron) zusätzlich Infusionen, inzwischen ist sein Ferritin-Wert bei 600, der HB-Wert allerdings liegt bei 11,3, es gibt also ein Problem mit dem Transport ins Blut. Wir sind ziemlich verzweifelt, da neben ständiger Müdigkeit auch sein Denkvermögen eingeschränkt ist (die Hausärztin denkt nicht, dass das auf einen Delir zurückzuführen ist) und er außerdem eine hartnäckige Depression hat. Eisen haben wir abgesetzt, Vitamin B bekommt er, dieser Wert und auch der Folsäure-Wert sind im Normalbereich. Haben Sie vielleicht eine Idee, was wir noch versuchen könnten, um seinen HB-Wert zu erhöhen? Für eine Antwort wäre ich wirklich dankbar! Mit herzlichen Grüßen Natalie Regnault
  • Dr. Frank Jaschke, am 15.11.2020
    Hallo, Sarah,

    es gibt natürlich viele Ursachen von Herzstolpern, mit dem Eisen muss das nichts zu tun haben. Zur Dosierung kann ich nichts sagen. Eine Kontrolle des Ferritins ist frühestens zwei bis drei Wochen nach der letzten Infusionen verwertbar.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sarah, am 13.11.2020
    Ich nochmal :)
    Bei mir hat man nur anhand von meinem Ferritin Wert, 41, angefangen Infusionen zu geben. Transferrin und CRP wurde nicht abgenommen.

    Also kann mein wieder auftreten von Herzstolpern nach einer Eiseninfusion normal sein?
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.11.2020
    Hallo, Sarah,
    ich weiß nicht, welchen Eisenbedarf die Kolleginnen und Kollegen vom Eisenzentrum errechnet haben. Aber es kann durchaus normal sein, dass die Beschwerden anfangs wiederkommen.Wenn die Dosis korrekt berechnet wurde und man sich bei der Eisengabe daran hält, brauchen Sie keine Angst vor einer Überdosierung zu haben. Für die Dosisberechnung nach Dr. Beat Schaub, Eisenzentrum Binningen bei Basel, Begründer der Eisenzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz, sind neben Hb und Ferritin auch CRP, Transferrin und löslicher Transferrinrezeptor erforderlich. Sie können sich am Serum-B12 gut orientieren. Der Holotranscobalaminwert erfasst nicht, ob der B12-Wert im „Wohlfühlbereich“ liegt, ein normaler Holotranscobalamin-Wert zeigt nur an, dass das B12 zum Überleben ausreicht. Also, mit dem Vitamin B12 ist alles in Ordnung.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sarah, am 12.11.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,

    vielen lieben Dank für ihre Antwort.
    Auf Grund ihres Rates hatte ich mich nach einem Eisenzentrum in der Nähe umgehört.
    Mit Erfolg. Am 09.11.20 habe ich meine erste Infusion bekommen. Bis auf leichtes frieren, Kopfweh und wieder verstärkt Herzstolperer, scheine ich es gut vertragen zu haben.
    Was mich aber wundert, am Dienstag, ein Tag nach der Infusion waren meine Symptome (das Kribbeln im ganzen Körper, Zungenbrennen) die ich seit über 4 Wochen habe, weg.
    Doch heute, 2 Tage nach der Infusion, waren/sind diese wieder da. Hatte mich gestern schon so sehr gefreut als es endlich weg war. Ist das normal das eine Verbesserung statt findet und es sich dann wieder zurück entwickelt und verschlechtert?

    Am Mittwoch nächste Woche bekomme ich die zweite Infusion. Jetzt habe ich gelesen das es leicht zu Eisenvergiftung kommen kann und habe ein bisschen Bammel.

    Vor der ersten Infusion würde mir im Eisenzentrum kein Blut abgenommen und die letzten Bluwerte (HB 13,9 und Ferritin 41) wurden mir 2 1/2 Wochen vorher (22.10.20) abgenommen. Seit dieser Zeit hatte ich Eisen 10mg extra genommen und noch mehr auf eine Eisenhaltige Ernährung geachtet. Aber gut.. Ich hatte in dieser Zeit auch meine, sehr starke, Periode.

    Die meinte in ihrer ersten Antwort auch, auf Grund meiner Symptome solle ich auch b12 bestimmen lassen.
    Hatte ich am 05.11.20 getan.
    Leider wurde nicht der Holo tc Wert bestimmt sonder nur b12 im Serumtest. Dieser Wert liegt bei 952 pg/ml (197-771). Sprich er ist viel zu hoch. Jetzt habe ich gelesen das ein Serumtest nicht wirklich aussagekräftig ist. Und ich zu diesem Zeitpunkt ja auch b12 mit Eisen eingenommen hatte.
    Wäre es ratsam b12 noch einmal im Holo tc bestimmen zu lassen und da 10 Tage kein b12 davor einzunehmen?

    Vielen lieben Dank für ihre Zeit und Antwort.

    Liebe Grüße Sarah
  • Dr. Frank Jaschke, am 11.11.2020
    Hallo, Jasmina,

    herzlichen Glückwunsch zu Ihrer Schwangerschaft!

    Es ist in der Schwangerschaft normal, dass die Werte für das Hämoglobin absinken. Ihr Ferritinwert spricht nicht dafür, dass dieser erniedrigte Hb-Wert durch einen absoluten Eisenmangel bedingt sein könnte.

    Allerdings ist Ihre Eisenversorgung mit einem Ferritinwert von 14 ng/ml schlecht. Ihr Kind und Sie brauchen mehr Eisen. Der Serum-Eisenwert sagt in Ihrer Situation nichts aus.

    Am besten lassen Sie sich möglichst schnell, vielleicht mit Unterstützung eines Eisenzentrums, mit Eiseninfusionen auffüllen. Auch in der Stillzeit müssen Sie für Ihr Kind ausreichend Eisen bereit halten!

    Alles Gute für Sie, Ihr Kind und Ihre Familie!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Jasmina, am 11.11.2020
    Guten Morgen,ich bin schwanger und derzeit 35+6.Am 28.9.20 habe ich ein großes Blutbild machen lassen da mein hB Wert zu niedrig sei 9,8. meine Frauenärztin empfiehlte mir dann floradix Eisensaft.Die Auswertung ergab beim großen Blutbild, der hB wert lag dann bei 12,0 jedoch ferrentin bei 14.Vor 2 Wochen bei meinem Frauenarzt Termin war jedoch der eisenwert bei 13,6 so gut wie noch nie. Liebe Grüße
  • Dr. Frank Jaschke, am 05.11.2020
    Hallo, Judith,

    vielen Dank für Ihren Beitrag: er stützt meine Erfahrung, dass Mutterwerden mit ausreichend gefüllten Eisenspeichern besser gelingt. Herzlichen Glückwunsch zum Kind!
    Das Serumeisen ist kein hinreichendes Maß für die Beurteilung des Speichereisens. Streben Sie einen Ferritinwert von über 100 ng/ml an. Am zuverlässigsten gelingt Ihnen das mit Eiseninfusionen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Judith, am 04.11.2020
    Guten Abend, ich bin seit Januar nach 5 Fehlgeburten Mutter und stille. Damals war ein Punkt der vor der erfolgreichen Schwangerschaft geändert wurde die Erhöhung des ferritin Wertes auf >60 ng. Ich hatte kürzlich ein großes Blutbild und der ferritin Wert liegt derzeit bei 33 ng, allerdings ist der Eisen wert mit 170 überhöht... woran kann dies liegen? macht es Sinn mit einem Eisen Präparat zu versuchen den ferritin Wert zu erhöhen? Vielen Dank und einen schönen Abend!
  • Dr. Frank Jaschke, am 04.11.2020
    Hallo, Iris,

    bei einem Ferritinwert von 18 ng/m liegt definitiv keine Hämochromatose vor. Ich verweise auf meine Ausführungen zur Transferrinsättigung in meiner Antwort an Petra von heute.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 04.11.2020
    Hallo, Petra,
    Eisen wird im Blutplasma an das Eiweiß Transferrin gebunden transportiert.
    Die Transferrinsättigung ist der Quotient aus Eisen und der Transferrinkonzentration und wird in Prozent angegeben. Transferrin ist für das Funktionseisen „zuständig“, und stellt zum Beispiel das Eisen für die Synthese des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) zur Verfügung. Die Transferrinsättigung ist vermindert, wenn trotz konstanten Eisenbedarfs die Aufnahme von Eisen aus dem Magen-Darm-Trakt vermindert ist.
    Während Transferrin für die Bindung des Funktionseisens zuständig ist, ist Ferritin für das „Speichereisen“ zuständig, sozusagen für die „Eisenvorräte im Lager“. Transferrin ist wie auch Ferritin ein Akute-Phase-Protein und schwankt bei Entzündungen. Die Transferrin-Konzentration sinkt bei Entzündungen, der Ferritinwert steigt im Allgemeinen beim Vorliegen entzündlicher Prozesse. Wenngleich die Transferrinsättigung das Verhalten des Funktionseisens widerspiegelt, ist sie doch aufgrund vielfältiger Wechselwirkungen kein zuverlässiger Parameter zur Beurteilung der Eisenversorgung. Somit kann man nicht sagen, welcher Ferritinwert für eine ausreichende Transferrinsättigung erforderlich ist.
    Bei Menschen mit guter Nierenfunktion, die keine schweren entzündlichen oder auch malignen Erkrankungen haben, ist das beste Maß für die Eisenversorgung der Ferritinwert, er sollte über 100 ng/ml liegen. Damit wären Sie, wie sie schreiben, „auf der sicheren Seite“.
    Mit freundlichen GrüßenDr. Frank Jaschke
  • Iris K., am 03.11.2020
    Hallo,ich habe heute meine Laborergebnisse erhalten. Ferritin liegt bei -18 ng/ml (Nachtrag des Labors- Verdacht Eisenmangel)Transferrinsättigung bei + 56,8 % (Nachtrag- Verdacht Hämochromatose)Wie ist ein Eisenmangel und gleichzeitige Eisenüberladung möglich?Vielen Dank, Iris
  • petra, am 02.11.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    ich habe seit Jahren Probleme mit einem niedrigen Ferritin-Wert durch eine starke Menstruation.
    In der Ambulanz erreichte ich mittels Eisentabletten im Jahr 2014 einen Ferritinwert von 41,5 ng/ml. Die Transferrinstättigung ergab 31 % (Ref. 20-40 %).
    In den Jahren danach wurde nur der Ferritin-Wert gemessen, aber nie die Transferrin-Sättigung.
    Jetzt wurde wieder ein Blutbefund mit beiden Werten gemacht:
    Ferritin: 54 ng/ml, Transferrin-Sättigung: 11 % (zuwenig).
    Wie kann es sein, dass ich mit 41 Ferritin eine ausreichende Sättigung hatte, aber mit 54 nicht?
    Ab welchem Ferretin-Wert ist eine ausreichende Transferrin-Sättigung gewährleistet oder kann man das nicht sagen? Wäre man mit 100 Ferritin auf der sicheren Seite?
    Und: Ist ein Eisenmangel ausgeschlossen, sobald die Transferrin-Sättigung im Referenz-Bereich liegt, unabhänig vom Ferritin-Wert?
    danke & liebe grüße
    petra
  • Dr. Frank Jaschke, am 02.11.2020
    Hallo, Sarah,

    natürlich ist es nicht möglich, Ihre Situation aus der Ferne zu beurteilen.

    Auf jeden Fall sollten Sie, wie ich es gemeinsam mit den Kollegen der Eisenzentren empfehle, Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben.

    Vor einer kritischen Erhöhung des Hb-Wertes brauchen sie keine Angst zu haben.

    Den Vitamin B12-Wert sollten Sie in den oberen Normbereich oder auch in den niedrigen vierstelligen Bereich bringen. Das könnte auf die beklagten Beschwerden Einfluss haben.

    Vitamin D ist eigentlich ein Steroidhormon und sollte auch im oberen Normbereich liegen.

    Ich denke eher, dass ein Endokrinologie bei derartigen Fragen nicht notwendig ist. Lassen Sie Selen und Zink im Vollblut bestimmen, auch hier sollte eher der obere Normbereich angestrebt werden.

    Sie sollten es mit Unterstützung eines Eisenzentrums hinbekommen, ohne Angst vor der nächsten Menstruationsblutung Ihren Ferritinwert über 100 ng/ml zu halten, indem dort Ihre individuelle Erhaltungsdosis bestimmt wird und Sie zeit- und dosisgerecht substituiert werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sarah, am 02.11.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,

    seit 3 Wochen habe ich ein Kribbeln im ganzen Körper, sowie in den Lippen und Zungenbrennen. Ich bin 38 Jahre alt.
    Bei Hausarzt wurde der HB und Ferritin Wert bestimmt.
    Hb: 13,1 (11,5-15,5)
    Ferritin: 41 (13-150)
    Laut Hausarzt ist das völlig in Ordnung.
    Ich sollte zum Neurologen. Dort war ich letzte Woche und sowohl die Untersuchung beim Neurologen wie auch das MRT waren gut.
    Seit der Geburt meines Sohnes, Mai 2019, habe ich eine sehr starke und lange (10 Tage) Regelblutung.
    Die Periode setzte zum ersten Mal 7 Monate nach der Geburt wieder ein (ich habe diese jetzt seit fast einem Jahr wieder).
    Während der Kinderwunschzeit, Schwangerschaft und Stillzeit habe ich Nahrungsergänzungsmittel genommen, in denen alle Vitamin- und Mineralstoffe abgedeckt waren.
    Seit Juli dieses Jahres stille ich nicht mehr und nehme somit auch keine Nahrungsergänzungsmittel mehr. Nur um den Zeitpunkt der Periode hatte ich Eisen 7-14 mg genommen.
    Letztes Mal aber nicht und an Tag 4 der Regelblutung fingen dann die oben genannten Symptome an und sind seit dem da.
    Ich muss sagen zu dem Zeitpunkt als mein Hausarzt mir Nachmittags Blut abgenommen hatte, hatte ich Eisen 14mg seit einer Woche wieder genommen.
    Sollte ich den Ferritin Wert auffüllen und wenn ja wie ohne das der HB Wert zu hoch wird?
    Ich möchte auch noch meinen B12, Vitamin D, Selen, Zink bestimmen lassen. Auf Grund der Symptome.
    Würde das gerne bei einem Endokrinologen machen lassen.
    Ich muss zugeben, dass ich Aufgrund der Symptome richtig Angst vor der nächsten Regelblutung, die in einigen Tagen ansteht, habe.
    Angst davor dadurch einen noch niedrigeren Ferritin Wert zu bekommen und dann umzukippen oder schlimmeres.
    Vielen lieben Dank für ihre Zeit und Antwort.

    Liebe Grüße Sarah
  • Dr. Frank Jaschke, am 01.11.2020
    Hallo, Nina,

    am besten machen Sie Eiseninfusionen. Auf den Serum-Eisenwert müssen Sie keine Rücksicht nehmen.
    Ihr Vitamin B12-Wert sollte tatsächlich viel höher sein, gerne im oberen dreistelligen Bereich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Nina, am 01.11.2020
    Guten Morgen Herr Dr. Jascke,

    vielen Dank für Ihre Antwort. Dann werde ich nochmal zum Hausarzt gehen und nach einer Überweisung zu einem Facharzt bitten.
    Aber wie bekommt man den Ferritin-Wert hoch ohne den anderen Eisenwert zu sehr in die Höhe zu treiben? Meinen Sie ich muss trotzdem Eisentabletten nehmen? Da ich so schon sehr mit Reizmagen und Darm zu kämpfen habe, bezweifle ich das ich die Tabletten vertrage.
    Der Vitamin D Wert liegt ja bei 95 und als Normbereich wurde dort angegeben (30-100).
    Der Vitamin B12 Wert war bei 320 und der Normbereich liegt wohl bei (197-771).

    Liebe Grüße und nochmals vielen Dank.
  • Dr. Frank Jaschke, am 31.10.2020
    Hallo, Nina,

    die von Ihnen geschilderten Beschwerden passen gut zu einem versteckten Eisenmangel.
    Der Serum-Eisenwert ist für die Beurteilung nicht relevant.
    Sie sollten einen Ferritinwert über 100 ng/ml anstreben. Damit sollte es Ihnen deutlich besser gehen! Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
    Leider geben Sie keine Einheiten bei den Messwerten an, somit kann ich zu Ihrem Vitamin D-Wert nichts sagen.
    Der Vitamin B12-Wert ist vermutlich zu niedrig, er sollte weit im oberen Normbereich liegen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Nina, am 31.10.2020
    Guten Morgen Herr Dr. Jaschke,

    ich habe auch mal eine Frage. Und zwar leide ich unter sehr starken Haarausfall, Müdigkeit, schnelle Erschöpfung und Kopfschmerzen. Meine Nägel brechen sehr schnell und sind Rillig. Ich bin 27 Jahre alt, weiblich und nehme die Pille immer 3 Monate durch.
    Ich war beim Hausarzt und habe Eisen und Ferritin abgenommen bekommen. Vitamin D und B12 auch. Es kam folgendes dabei raus:
    Vitamin D lag bei 95 (was wohl sehr gut ist und ich meine Tropfen die ich seid ein paar Wochen nehme weniger nehmen soll)
    Vitamin B12 lag bei der letzten Abnahme im Juli ein Mangel vor der jetzt durch Spritzen auf 320 gestiegen ist (welcher jetzt glaub ich im Normbereich ist.)
    Eisen: 95
    Ferritin: 11,8
    Meine Hausärztin meinte da der Eisen-Wert im Normbereich ist soll ich nix einnehmen und das mit dem Ferritin wäre nicht so schlimm aber ich fühle mich wirklich gar nicht gut und bekomme immer mehr Haarausfall. Im Internet habe ich leider nichts groß gefunden da die meisten wenn bei beiden Werten einen Mangel haben.
    Bei meiner letzten Blutanalyse im Juli wo ich auch aufgrund der jetzigen Symptome da war lagen die Werte so:
    Eisen: 186
    Ferritin: 20,5
    Da war der Eisenwert zu hoch aber der Ferritn-Wert ja auch schon relativ niedrig.
    Wie würden Sie weiter vorgehen? Ich bin echt verzweifelt.
    LG
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.10.2020
    Hallo, Daniel,

    eine Berechnung der Eisendosis bei oraler Zufuhr macht - im Gegensatz zur Gabe per Infusion - keinen Sinn, weil die Eisenresorption von Mensch zu Mensch sehr schwankt.
    Ich würde an Ihrer Stelle über drei Monate täglich 100 mg einnehmen und dann das Ferritin (und das Befinden) kontrollieren.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.10.2020
    Hallo, Jana,

    Ihr Sportarzt hat Recht. Bei einem Ferritinwert von 4,3 ng/ml (=µg/l) wird es Ihnen ohne Eisen-Infusionen nicht in angemessener Zeit besser gehen. Der Hb-Wert spielt dabei nicht zwingend eine Rolle.
    Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.10.2020
    Hallo, Uli,

    da habe ich erst mal auch keine Idee. Protonenpumpenhemmer (Säureblocker) behindern eher die Eisenresorption. Der Wert für das Ferritin von 460 ng/ml ist aber nicht so schrecklich hoch, dass Sie sich Sorgen machen müssten. Ich würde abwarten, wie es sich weiter entwickelt. Nebenbei: eine Dauertherapie mit Protonenpumpenhemmern sollte wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungspalette vermieden werden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Daniel, am 28.10.2020
    Hallo,

    ich bin männlich, 26 und leide unter immer wiederkehrenden Halsbeschwerden/ -entzündungen, extremer Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Bis auf Allergien und, "dass da was rot ist" konnten die Ärzte nichts finden.

    Ich habe auf eigene Faust meinen Ferritin Wert im Blut bestimmen lassen, der bei 56 ng/ml liegt. Mein B12 Wert/ Holotranscobalamin liegt bei 75 pmol/l. Kann der Ferritin Wert trotzdem noch zu niedrig sein und solche Beschwerden auslösen?

    Halten Sie folgenden Therapieansatz mit oralen Präparaten für korrekt?:

    Gesamteinnahme 4400,0mg Eisen:
    1. Woche täglich 80 mg
    2. Woche täglich 100 mg
    Ab 3. Woche, für 16 Tage, täglich 200 mg

    Vielen Dank vorab und beste Grüße
  • Jana, am 25.10.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    ich habe mich  bei einem Sportmediziner zur Bestimmung der Blutwerte wegen muskulären Schwäche in der Beinmuskulatur vorgestellt. Ich laufe hobbymäßig und habe eine Leistungsminderung festgestellt. Die Werte sind wie folgt
    Ferritin 4.3 ug/l
    hb 12.2. g/dl
    Transferrin 347 mg/dl
    Hämatokrit 36.3
    MCV 82.9
    MCHC 33.6
    Ich habe keine starke Regelblutung und auch sonst keinen Blutverlust erlitten.
    Auf Anraten des Sportarztes sollte ich dringend den Hausarzt einbeziehen der Eiseninfusionen veranlassen soll, alleine mit Tabletten würde man nichts erreichen können. Mein Hausarzt wiederum sieht für eine Eiseninfusion keine
    Veranlassung, da der hb Wert von 12.2 im Normalbereich liegt. Er hat mir Tardyferon 50 Stück verschrieben. Ich bin nun wegen dieser 2 sehr unterschiedlichen Therapieempfehlungen bzw. Aussagen verunsichert und würde mich daher freuen, wenn Sie mir eine Rückmeldung geben könnten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Jana
  • ULRIKE Hofmann, am 25.10.2020
    Hallo Herr Doktor Jaschke, seit 2015 steigt mein Ferritinwert kontinuierlich 264, 320, 400 und jetzt nach einem Jahr auf 460. CRP Transferritin alles ok. Genanalyse war negativ.Ich habe Hashimoto, chronische Gastritis und nehme seit Jahren einen Protonenpumpenhemmer. Sonst geht es mir gut, bin sehr aktiv und habe ein Idealgewicht. Ich mache mir große Sorgen. Vielen Dank für eine kurze Antwort,Ulli
  • Dr. Frank Jaschke, am 25.10.2020
    Hallo, Christina,

    Ihre Eiseninfusionen waren leider völlig unterdosiert und der Abstand zwischen den Infusionen war zu lange, wenn Sie menstruationsbedingt Eisen verlieren. Sie sollten sich wirklich in einem Eisenzentrum beraten lassen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Christina, am 24.10.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,vielen Dank für Ihren Rat! Bei den Infusionen habe ich mich vertan, es waren 4 Infusionen 40 mg Ferrlecit im Abstand von 2 Wochen, das ist jetzt 8 Wochen her. Vitamin B12 hab ich mir von Pascoe besorgt und spritze ich selbst einmal pro Woche, obwohl mein HoloTC bei 60 lag und mir gesagt wurde, das wäre genug. Herzliche Grüße Christina
  • Dr. Frank Jaschke, am 24.10.2020
    Hallo, Bettina,

    unruhige Beine sind ein häufiges Symptom eines versteckten Eisenmangels.
    Auch für Ihr Kind benötigen Sie mehr Eisen.
    Ab der 13. Schwangerschaftswoche sind Eiseninfusionen möglich. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum und füllen Ihre Eisenspeicher gezielt auf.
    Alles Gute für Sie und Ihr Kind!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Bettina, am 23.10.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,

    ich bin schwanger (28. Woche) und habe schon seit dem 4. Monat mit Restless Legs zu kämpfen. Deswegen war ich beim Neurologen, der mir aber nicht die sonst üblichen Medikamente verschreiben konnte. Stattdessen hat er Eisen getestet. HB Wert war mit 13 ok, aber Ferritin lag nur bei 9.
    Nun nehme ich seit 6 Wochen Eisentabletten (100mg). Gestern war ich zur Kontrolle beim Hausarzt aber Ferritin war wieder nur bei 12 (HB bei 13).
    Was raten Sie mir? Der Hausarzt konnte mir nicht wirklich weiterhelfen.

    Besten Dank und viele Grüße
    Viele Grüße
  • Dr. Frank Jaschke, am 23.10.2020
    Hallo, Philipp,

    die Situation ist für mich natürlich nur sehr eingeschränkt zu beurteilen.
    Das Absinken des erhöhten Ferritinwertes könnte damit zu tun, haben, dass eine bei der ersten Blutentnahme bestehende Entzündung besser geworden ist.
    Gibt es CRP-Werte parallel zu den beiden Ferritinwerten?
    Prinzipiell kann natürlich auch ein Blutverlust hinter einem Ferritin-Abfall stehen, in Ihrem Alter muss man jedoch nicht primär an einen Tumor denken.
    Falls es - vor allem bei stabil normalen Entzündungswerten - weiterhin zu einem Sinken des Eisenspeicherwertes kommt, muss man dennoch eine Darmspiegelung veranlassen, je nach Beschwerdebild und körperlichem Untersuchungsbefund eventuell auch eine Magenspiegelung.
    Ich würde etwa vier Wochen nach der letzten Blutabnahme eine Kontrolle des Ferritins veranlassen, u.a. mit großem Blutbild, Leberwerten, CRP.
    Gehen Sie zu einem Internisten oder zu einer Internistin: Von Ihrer Sorge, dass ein Tumor vorliegen könnte, sollten Sie schnellstens befreit werden!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Philipp, am 23.10.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke, aufgrund von Symptomen wir Müdigkeit, Antriebslosigkeit habe ich ein großes Blutbild machen lassen. Die Werte sind OK bis auf den Ferritin Wert, der bei 550 lag. Nach 15 Tagen hat man dann erneut Blut abgenommen und der Wert ist auf 377 gesunken. Ist das Sinken ein gutes Zeichen? Ich mache mir dennoch große Sorgen bzgl eines Tumors. Der Hausarzt gibt auch nicht wirklich Ratschläge, "ja man kann ja zum Internisten Mal gehen". Weisen die Werte auf einen bestimmten Tumorart hin? Danke und VGPhilipp (32 Jahre)
  • Dr. Frank Jaschke, am 22.10.2020
    Hallo, Christina,

    es stellt sich die Frage, in welchem Zeitraum Sie die vier Infusionen mit Ferinject® erhalten haben.
    Sie sollten nachweislich einen Ferritinwert von über 100 ng/ml erreichen, um zu wissen, ob der versteckte Eisenmangel eine wesentliche Ursache Ihrer Beschwerden ist: wäre dem so, sollten sich die Beschwerden deutlich bessern.
    Mit 50 mg oralem Eisen alle zwei Tage werden Sie das nicht schaffen. Lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten, damit Sie die notwendige Eisendosis als Infusion erhalten können.
    Sie sollten Ihren Vitamin-B12-Spiegel in den oberen Normbereich anheben, das könnte Einfluss auf das Zungenbrennen haben. Vitamin B12 wird aus dem Magen-Darm-Trakt schlecht aufgenommen, Sie sollten Vitamin B12, am besten Methylcobalamin, über Spritzen oder Infusionen erhalten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Christina, am 21.10.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    ich leide seit längerem an Haarausfall und schlimmem Zungen-/ Mundbrennen. Im Rahmen einer umfangreichen Diagnostik ergab sich ein Ferritinwert von 14 ng/ml. Eisen im Serum und Hb waren immer im oberen Normbereich. Dennoch bekam ich 4 Infusionen Ferinject. Da sich die Beschwerden nicht besserten, wurde es dabei belassen. Aktuell liegt mein Ferritinwert bei 29. Kann es sein, dass das einfach noch zu wenig ist und sich daher noch keine Besserung der Beschwerden eingestellt hat oder muss ich davon ausgehen, dass meine Beschwerden doch nichts mit dem Ferritinwert zu tun haben? Im Moment nehme alle zwei Tage eine Eisentablette 50 mg, ist das sinnvoll? Beste Grüße Christina
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.10.2020
    Hallo, Mari,

    wenn Sie sie bei nachgewiesener Zoeliakie, wie ich vermute, komplett auf Gluten verzichten, sollte dies keine Ursache für eine Eisenmangelanämie mehr sein.
    Dann bleibt als wahrscheinlichste Erklärung nur die Menstruationsblutung, die Eisenverluste bedingt, die Sie nicht kompensieren können.
    Die typischen Beschwerden, die ein Eisenmangel bedingen kann, können schon bei Ferritinwerten unter 50 ng/ml, für das Symptom Haarausfall bei Werten unter 75 ng/ml auftreten.
    Also: lassen Sie Ihr Ferritin auf über 100 ng/ml anheben.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Mari, am 19.10.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. med. Frank Jaschke
    Ich habe einige Fragen zum Thema Eisenmangel. Ich bin weiblich, 28 Jahre alt. Seit 10 Jahre habe ich immer wieder Ferritinwerte unter 5 ug/l und mehrmals wegen schwerer Anämie Eiseninfusionen bekommen. Die Werte waren selten im grünen Bereich, was anfangs (2011)an einer unerkannten Zöliakie lag aber mittlerweile vermutlich die starke Menstruation verursacht. Zuletzt (21.08.20) war Hämoglobin bei 10,0, Eisen bei 15 und Ferritin bei 4. Ich habe vor sechs Wochen eine Eisennfusion (Ferinjekt) bekommen. Neue Laborwerte: Hämoglobin 13,6, Eisen 111, Ferritin 27. Entgegen meiner Erwartung spüre ich allerdings keine Besserung. Ich bin weiter sehr müde und antriebslos, wenig konzentrationsfähig, bleich, starkes ein und ausatmen selbst ohne Anstrengung. Meine Fragen an Sie: Kann ein Ferritinwert von 27 immer noch diese Symptome bedingen? Brauche ich eventuell noch Geduld bis die Infusion anschlägt und gehen die Werte noch weiter hoch mit der Zeit? Oder muss ich weitersuchen nach Gründen...Vllt ist es auch die Hashimoto-Thyreoditis die Müdigkeit/Antriebslosigkeit etc. verursacht? Ab wann sollte man nach einer Infusion weitermachen mit dem Einnehmen von Eisentabletten? Ich will das Thema, das ich zu lange unterschätzt habe neu ernst nehmen und nicht mehr aus dem Blick verlieren da es mich wirklich schon sehr lange ausbremst im Studium etc.Vielen Dank für Ihren Rat!mit besten Grüßen von Mari
  • Dr. Frank Jaschke, am 10.10.2020
    Hallo, Michaela,

    wie schon geschrieben, das Vitamin D muss in den oberen Normbereich kommen!
    Auch den Serum-Zinkwert ist zu niedrig.
    Biotin sollten Sie einfach mal eine Weile zuführen, unabhängig vom gemessenen Wert, denn ein versteckter Mangel kann auch bei normalen Serumwerten vorliegen. Biotin und Vitamin B12 wirken zusammen, beide Vitamine müssen ausreichend vorhanden sein!
    Der Ferritinwert von 308 ng/ml ist ausreichend hoch.
    Schwankungen bei Leukozytenwerten sind völlig normal.
    Falls das alles nichts nutzen sollte, könnte eine dermatologische und endokrinologische Diagnostik hilfreich sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Michaela, am 10.10.2020
    ...... NACHTRAG...... ist es vielleicht erwähnenswert, dass meine Menstruation die letzten Jahre sehr sehr gering ist?
  • Michaela, am 08.10.2020
    Hallo Dr. Jaschke,
    Ich habe heute weitere Ergebnisse erhalten. Zunächst um die letzte Frage zu beantworten, der Vitamin D wurde in ng/ml gemessen und ist bei 21. Also ganz unten. Auch liegt Zink bei 623 ng/l und Biotin bei 234 ng/l . Das ist doch recht wenig oder, kann das mit soo starkem Haarausfall zusammen hängen? Ich habe über 1/3 meiner Haare verloren. Auch wurde Ferritin jetzt von meinem Arzt getestet, der weiter auf 308 stieg. Er weiss nicht weiter und möchte nächste Woche mit dem Labor Rücksprache halten. Die Leukozyten sind von 7.3 Tsd auf 9.3 Tsd/ n in 9 Wochen gestiegen, dennoch im Normbereich. Schwankt der wert auch schnell ? Wozu würden Sie mir vielleicht ein letztes Mal raten ? Vielen lieben Dank.
  • Dr. Frank Jaschke, am 08.10.2020
    Hallo, Antje,

    zu den Auswirkungen einer Histaminintoleranz auf den Ferritinwert ist mir nichts bekannt.
    Bei einem Wert von 279 ng/ml handelt es sich auch nicht um einen wirklich erhöhten Ferritinwert, eine Reihe von Laboren betrachtet 300 ng/ml als oberen Normwert.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Antje, am 08.10.2020
    Kann ein erhöhter Ferritin wert (279) im Zusammenhang mit Histaminintoleranz stehen?
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.10.2020
    Hallo, Sophie,

    offensichtlich haben Sie eine genügend große Menge an Eisen erhalten. Wenn keine Entzündung vorliegt, ist es erlaubt zu sagen, dass Sie ausreichend mit Eisen versorgt sind.
    Es wäre die Frage, wo der Ferritinwert zwei bis drei Wochen nach Ende der Eisen-Infusionstherapie lag. Entweder er lag noch höher als der jetzt gemessene Wert, oder Sie hatten keine so starken Eisenverluste.
    Ich würde auf jeden Fall in einem halben Jahr den Ferritinwert kontrollieren lassen.
    Ich beobachte gelegentlich, dass der Wert, nach dem er anfänglich oben bleibt, dann doch absinkt.
    Also, erstmal abwarten. Sind Ihre Beschwerden denn durch die Eiseninfusion besser geworden?

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.10.2020
    Hallo, Ines,

    ich fürchte, ich kann Ihnen auf diesem Weg nicht ausreichend weiter helfen.
    Sollten Sie keine erhöhten Entzündungswerte im Blut haben, deutet ein Ferritinwert von 328 ng/ml auf einen mehr als ausreichend gefüllten Eisenspeicher hin.
    Es wäre denkbar, dass eine ausgeprägte Fehlverdauung Ihre Beschwerden verursacht, aber das ist aus der Ferne nicht beurteilbar.
    Ich drücke Ihnen die Daumen, dass bald eine Ursache für Ihre Beschwerden gefunden wird!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.10.2020
    Hallo, Anja,

    die geklagten Beschwerden können durchaus mit einem versteckten Eisenmangel zusammenhängen.
    Ein Ferritinspiegel von 12 ng/ml ist in Deutschlang bei den meisten Laborwerten ein Wert im unteren Normbereich.
    Dennoch ist der Wert viel zu niedrig. Eine einwöchige Einnahme eines Eisenpräparates pro Zyklus dürfte nichts Wesentliches an Ihrem Befinden ändern, ein weiteres Absinken des Ferritinwertes würde auch nicht sicher verhindert werden.
    Wenn es Ihnen so schlecht geht, wie Sie schreiben, machen Eiseninfusionen Sinn, dann besteht die berechtigte Hoffnung, dass es Ihnen in wenigen Wochen deutlich besser geht.
    Wenn Sie nicht richtig weiter kommen sollten, wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Anja, am 07.10.2020
    Hallo Dr.Jaschke! Ich habe doch nochmal eine Frage,und zwar hatte ich jetzt wieder eine sehr starke Periode und seitdem kommt zu den Kopfschmerzen un dem Schwindel noch eine fürchterliche Schwäche in den Beinen und eine innere Unruhe dazu.Kann das alles von diesem erniedrigten Ferritin kommen? Er lag ja vor meiner Periode bei 12 und mein HB war bei 13..Diese Schwäche ist sehr unangenehm ! Vielen lieben Dank nochmals!
  • Sophie, am 05.10.2020
    Sehr geehrter Dr. Jaschke,
    wie lange kann eine Eiseninfusion (Eisensaccharose)anhalten? Können die Speicher nach 6 Monaten noch übervoll sein, d.h. Werte von 350ng/ml haben? Bisher war ich immer im Eisenmangelbereich.
    Vielen Dank!
    Freundliche Grüße!
  • Ines, am 05.10.2020
    Sehr geehrter Dr. Jaschke,ich bin ständig müde,nehme trotz kohlenhydratreduzierter, glutenfreier und milchfreier Ernährung ständig an Gewicht zu, habe Haarausfall, Osteoporoseanzeichen, Wechseljahresbeschwerden (mit 20 Jahren), Stimmungsschwankungen und Zykusstörungen. Leider konnte die bisherige Ursache noch nicht gefunden werden. Heute erhielt ich einen Eisenwert von 7,9 umol/l und Ferritin von 328 ng/ nl. Kann das eine Ursache sein?
  • Anja, am 04.10.2020
    Hallo Dr.Jaschke! Mich plagen seit drei Monaten immer ein paar Tage vor und eine Woche nach meiner Periode Benommenheit,Schwindel,Nackenschmerzen und Kopfschmerzen.Jetzt kam heraus ,dass mein Ferritinspiegel bei 12 und mein HB bei 13 liegt. Mein Arzt hat empfohlen immer eine Woche ein Eisenpräperat zu nehmen.Ist das ausreichend ! Sonst bin ich immer sehr sportlich ,aber im Moment schaff ich nur einen Spaziergang..Können diese Kopfschmerzen bei diesen Werten möglich sein? Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe!
  • Dr. Frank Jaschke, am 02.10.2020
    Hallo, Michaela,

    Sie schreiben nicht, in welchen Einheiten das Vitamin bei Ihnen gemessen wurde. Deshalb kann ich Ihnen auch nicht sagen, ob 70 ein anzustrebenden Wert sein könnte.
    Aber es ist ganz einfach: bringen Sie Ihre Werte für Vitamin D3, genauso wie die von Vitamin B12, in den oberen Normbereich der Werte des Labors, bei dem die Werte bestimmt wurden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Michaela, am 29.09.2020
    Hallo Dr. Jaschke,Tatsächlich liegt mein Vitamin D bei 21. Welchen sollte ich anstreben, 70? Kann das schon so starken Haarausfall verursachen? Vitamin B sagte sie, doch nicht abgenommen zu haben. Das werde ich alles nächste Woche machen lassen. Beste Grüße und vielen lieben Dank
  • Dr. Frank Jaschke, am 27.09.2020
    Hallo, Michaela,

    schön, dass ich Ihnen schon etwas weiterhelfen konnte.

    Schauen Sie sich die bei Ihnen bestimmten Vitamin B12 und Vitamin D3-Werte an. Beide sollten im oberen Normbereich liegen. Die meisten Menschen schaffen das nicht ohne die Substanzen zusätzlich zuzuführen - Vitamin B12 kommt praktisch nur aus Fleisch und wird schlecht im Magen-Darm-Trakt aufgenommen und Vitamin D3 muss durch die Sonne in der Haut aktiviert werden. Beim Vitamin D3 handelt ist sich eigentlich um ein Hormon, das jede Zelle benötigt.

    Eine Schwankung des gemessenen Ferritinwertes von Tag zu Tag ist normal, Ferritin ist ein Akutphasen-Eiweiß und gehört zusammen mit Transferrin und dem Transferrinrezeptor zur Proteinfamilie, die die zelluläre Abwehr gegen oxidativen Stress und Entzündungen koordiniert. Da gibt es ein ständiges Auf und Ab.

    Also: alles kein Grund zur Beunruhigung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Michaela, am 26.09.2020
    Hallo Dr. Jaschke,Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ihre Antwort ist schon mal beruhigend. Können denn die Labore so unterschiedlich sein? Auf beiden Befunden steht, dass Ferritin 15 bis 150 normal sei und sie sagen meine 297 sind im oberen Normbereich. Ich meine das wäre der doppelte Wert. Das wüssten Die Ärzte doch dann auch ... ? Auch dass der Wert um 27 in 8 Tagen gestiegen ist, ist nicht bedenklich?Zum Haarausfall ist zu sagen, dass Vitamin B und D ok sein soll, habe jedoch die Werte nicht. Werde ihren Rat natürlich annehmen Zink und Bioton testen lassen. Mein Arzt lässt es mich sicherlich wieder selbst zahlen, da er es nicht für notwendig hält. Ich denke dass der Haarausfall nichts mit dem Ferritin zu tun hat. Vielleicht ist noch erwähnenswert, dass ich seit meinem 19 Lebensjahr starke Extrasystolen mit erhöhtem Puls habe und Meteohexal einnehme. Es soll psychisch bedingt sein. ( Kindheit war von Tod, Ängste, Missbrauch... durchzogen)Das heißt zusammen fassend, mein Ferritin ist ok und nicht weiter abzuklären? Ich bedanke mich von ganzen Herzen und bin sehr froh, dass es Menschen wie Sie gibt.
  • Dr. Frank Jaschke, am 26.09.2020
    Hallo, Arkanisha,

    ein Ferritinwert von 2 ng/ml (das Minuszeichen ist lediglich die Markierung des Labors für Werte unterhalb des Normbereiches) ist viel zu niedrig.
    Ihre Beschwerden könnten allein durch einen Eisenmangel bedingt sein. Erstaunlicherweise ist Ihr Blutbild in dem separat übermittelten Laborbefund noch gut. Das ist aber kein Argument gegen einen Eisenmangel.
    Das Ausmaß Ihrer Beschwerden lässt zu Eiseninfusionen raten. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum, dann geht es Ihnen sicherlich sehr schnell besser!
    Alles Gute für Sie!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Arkanisha, am 25.09.2020
    Hallo! Ich bin total verunsichert. Habe meine Laborwerte erhalten: Ferritin: -2 ; Transferrin: 25% ; CRP: 0.44 Meine Beschwerden sind Extrasystolen, Erschöpfung/ Müdigkeit, Rillen in den Fingernägeln; Schwindel und Benommenheit. Der Arzt beim Check Up hat überhaupt nichts bzgl dieser Werte gesagt. Nach ein bisschen Recherche scheint mir aber, dass da definitiv zuwenig Eisen vorhanden ist!? Ich bitte Sie um Information und Hilfe! Herzlichen Dank!
  • Dr. Frank Jaschke, am 25.09.2020
    Hallo, Michaela,

    ein Ferritinwert von 297 ng/ml ist ein Wert im oberen Normbereich, jedenfalls bei dem Labor, mit dem ich zusammenarbeite.

    Wenn das CRP o.k. ist, wie Sie schreiben, dann ist eine Entzündung auch nicht die Ursache des guten Ferritinwertes.

    Das Risiko, dass Sie einen Tumor haben könnten, ist vermutlich nicht größer, als bei Ihren Altersgenossinnen

    Bezüglich des Haarausfalls sollten Sie noch Vitamin B12, Biotin und Zink checken lassen.

    Vitamin B12 muss im oberen Normbereich sein!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 25.09.2020
    Hallo Maria,

    Ihr Ferritinwert von 12 ng/ml ist mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Haarausfall durchaus zu vereinbaren.

    Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben. Entweder, falls es funktioniert und toleriert wird, mit Eisentabletten, oder eben mit Eiseninfusionen, was einen deutlich schnelleren Effekt zeigt.

    Der Vitamin B12-Wert reicht für das Überleben, nicht aber für ein Wohlbefinden. Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit benötigen Vitamin B12-Werte im oberen Normbereich.

    Es wurden Ihnen Vigantoletten® empfohlen. Einen Vitamin D3-Spiegel haben Sie in Ihrer Frage nicht mitgeteilt. Auch dieser sollte im oberen Normbereich liegen. Beim Vitamin D3 handelt es sich um ein für den Körper unverzichtbares Steroidhormon. Um einen akzeptablem Vitamin D3-Spiegel zu erreichen und zu erhalten, reichen Vigantoletten® bei den meisten Menschen von der Dosierung her nicht aus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 25.09.2020
    Hallo JLo,

    Ihre Situation ist aus der Ferne nicht so gut zu beurteilen.

    Extreme Kurzatmigkeit und ein hoher Puls sind eher nicht durch einen Ferrtinwert von 13 ng/ml und einen Hb-Wert von 8,9 g/dl zu begründen, wenn der Hb-Wert schon längere Zeit niedrig ist.

    Das niedrige Hb-Wert ist möglicherweise auch nicht auf einen Eisenmangel zurückzuführen, da ein Ferritinwert von 13 ng/ml - Fehlen einer stärkeren Entzündung vorausgesetzt - für die Blutbildung ausreichend sein sollte.

    Die angegebene Steigerung des Ferritinwertes unter oraler Eisengabe innerhalb von zwei Monaten ist gar nicht so schlecht.

    Die Ferritinkontrolle nach der Eiseninfusion von 7. September erfolgte am 15. September zu früh, der Wert ist zu hoch gemessen. Man sollte frühestens zwei bis drei Wochen nach parenteraler Eisengabe kontrollieren. Wenn Sie jetzt erneut kontrollieren lassen, zusammen mit CRP und kleinem Blutbild, können Sie die derzeitige Situation einschätzen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Michaela, am 24.09.2020
    Hallo Dr. Jaschke,
    Sehr erfreut bin ich soeben auf Ihre Seite gestoßen. Am 5.7. Fing bei mir plötzlich starker Haarausfall an. Kleines Blutbild, außer Cholesterinwerte & Fette waren ok. Ein Hautarzt machte dann ein Haartrichogramm, mit dem Ergebnis, genetisch bedingter Haarausfall. Da es von ein auf den anderen Tag anfing, mit täglich 150 bis 370 Haare, wollte ich mich damit nicht zufrieden geben und bin zu meiner Gynäkologin. Ein Hormontest zeigte einen Ferritin Wert von 270 ng/ml an, worauf hin sie erneut Blut abnahm um weitere Werte zu erhalten. CRP ok. Eisen liegt bei 90 / Transferrin bei 2,41 und Ferritin bei 297. Im Laborbefund steht direkt darunter, es deutet auf eine Eisenverteilungsstörung, Leberzirrhose, Tumore, Infekte und Entzündungen hin. Meine Gynäkologin sagte, nichts weiter machen zu können und mich zu einem Internisten verwiesen. Mein Arzt ist 2 Wochen im Urlaub. Ich habe so unsagbare Angst, dass ich einen Tumor habe, da ja nur dieser Wert erhöt ist und sie eine Infektion und Entzündung ausgeschlossen hat. Ich bin 39 Jahre alt. Was halten sie davon? Ist die Gefahr eines Tumores sehr gross?
    Viele Grüße , Michaela
  • Dr. Frank Jaschke, am 24.09.2020
    Hallo, Nele,

    Ihre Beschwerden sind teilweise typisch für einen versteckten Eisenmangel. Der Hb-Wert ist hier nicht hilfreich, auch bei normalem Hb-Wert treten solche Symptome auf. Die niedrigen Werte kommen höchst wahrscheinlich von der Menstruationsblutung.
    Der Ferritinwert sollte auf über 100 ng/ml angehoben werden.
    Zum Psychologen sollten Sie frühestens dann gehen, wenn der Ferritinwert angehoben wurde, und noch immer psychische Symptome bestehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Maria, am 23.09.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke.
    Ich bin 32 Jahre alt, ernähre mich ausgewogen, mache etwas Sport, aber nicht zu viel und habe sehr geringe bis keine Monatsblutungen.
    Ich habe einen Ferritinwert von 12. Eisen liegt bei 49.
    Hämoglobin bei 12 gd/l, Hämatokrit bei 0,37 l/l, MCV 86 fl, MCH 28 pg und MCHC 33 gd/l. Vitamin b 12 (cobalamin) liegt bei 454 pg/ml..
    Nun wurden mir Vigantoletten empfohlen. Auf die anderen Werte wurde nicht weiter eingegangen. Ist das korrekt?
    Ich fühle mich eigentlich durchgehend müde und abgeschlagen. Habe Haarausfall und bin oft gereizt. Könnte das nicht doch mit diesen Werten zu tun haben? Aber wie kann das sein (bei normaler Ernährung, keine Blutungen usw)
    Zu was würden Sie mir raten?
    Vielen Dank für Ihre Hilfe.
    Mit freundlichen Grüßen
    Maria
  • JLo, am 21.09.2020
    Sehr geehrter Herr Dr Jaschke,
    seit Monaten leide ich unter extremer Kurzatmigkeit, hohem Puls und einigen anderen Beschwerden. Mein Ferritin lag bei 13, der HB bei 8,9 das B12 und die Folsäure waren ebenfalls erniedrigt. B12 habe ich als Infusion erhalten und Folsan Tabletten eingenommen. Unter Einnahme von Eisentabletten zweiwertig hat sich in 2 Monaten der Ferritinwert auf 23 gesteigert und HB auf 12,7. Am 07.09. hatte ich eine Eiseninfusion halbe Dosis Venofer. Darauf habe ich mit einer Ausgeprägten Anaphylaxie reagiert und musste starkes Antiallergikum sowie Kortison einnehmen. Am 15.09. lag das Ferritin bei 77 doch nur 5 Tage später am 18.09. lag das Ferritin nur noch bei 40 wie kann das sein??? Hb ist auch wieder sinkend. Vielen Dank im Voraus
  • Nele, am 15.09.2020
    Hallo Dr. Jaschke,
    ich habe seit Monaten verschiedene Beschwerden und seit einigen Wochen hat sich das ganze zugespitzt. Ich leide unter Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starker Müdigkeit, Hände und Füße schlafen mir sehr schnell ein, Schwindel, Herzrasen und Panikgefühlen aus heiterem Himmel. Da vieles davon Zyklusschwankungen unterliegt und meine Menstruation recht stark ist, habe ich meine Eisenwerte überprüfen lassen. Mein HB Wert liegt bei 13, aber mein Ferritinwert bei 9. Mein Arzt ist aber der Meinung, dass die Symptome nicht vom Eisenspeicher herrühren können, weil der HB Wert noch in Ordnung ist. Er hat mir jetzt nur eine Überweisung zum Psychologen gegeben. Im Internet habe ich aber wiederholt gelesen, dass trotz normaler HB Werte auch ein leerer Eisenspeicher solche Symptome hervorrufen kann. Bevor er mir Eisenpräparate geben will, soll ich erstmal klären woher die niedrigen Werte kommen. Auf meinen Termin beim Frauenarzt warte ich schon länger und Eisenpräparate habe ich mir jetzt selbst gekauft. Ich hätte gern eine zweite Meinung, denn ich bin mit meinen Kräften komplett am Ende und habe 3 keine Kinder zuhause und keine Antwort.
    Mit freundlichen Grüßen
  • Dr. Frank Jaschke, am 14.09.2020
    Hallo, Anja,

    ich gehe davon aus, dass Ihre 14-jährige Tochter seit einiger Zeit menstruiert. Demzufolge ist der Ferritin-Abfall zu erklären, und ein weiterer Abfall ist zu erwarten.
    Mit den genannten Werten kann sich Ihre Tochter nicht wohlfühlen, ich empfehle unbedingt das Anheben des Ferritinwertes auf über 100 ng/ml. Im Zweifel hilft Ihnen ein Eisenzentrum.
    Der Vitamin B12-Wert ist zu niedrig, er sollte für eine optimale Leistung des Gehirns im oberen Normbereich sein.
    Vitamin D können Sie auch zuhause mit Kapseln oder Tropfen auffüllen. Der Wert ist jetzt gut, könnte aber noch ein klein wenig höher sein. Es ist wichtig, den Wert zu erhalten. Wenn Sie Vitamin D absetzen, sinkt der Wert wieder!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Anja, am 12.09.2020
    Hallo,vielen Dank für die zahlreichen nützlichen Informationen auf dieser Website. Ich habe eine Frage bzgl. meiner 14-jährigen Tochter. Vor ca. 1,5 Jahren wurde bei ihr eine Hashimoto-Thyreoiditis mit euthyreoter Stoffwechsellage diagnostiziert. Gleichzeitig lag ein stark erniedrigter Cortisolwert vor, welcher bei der letzten BE aber gut war. Seitdem wird auch regelmäßig der Ferritinspiegel kontrolliert. Dieser sinkt kontinuierlich ab. Vor 1,5 Jahren lag er bei 25, im Januar bei 16 und im August nur noch bei 11. Laut Endokrinologen ist der Wert aber noch okay. Sie könnte evtl. Floradix o.ä. nehmen, wenn ich meinte. Meiner Tochter geht es aber leider sehr schlecht. Sie leidet unter extremer Müdigkeit, Antriebslosigkeit, z.T. leicht depressiv, ... Ihr Vit. B12 liegt bei 256 pg/ml. Vit.D haben wir mehrfach hochdosiert bei HP aufgefüllt, Wert ist jetzt bei 50 ng/ml.Ich weiß im Moment nicht, wo wir ansetzen sollen... CRP ist kontinuierlich niedrig, 0,4mg/l. Ich mache mir große Sorgen und bin dankbar für eine Einschätzung. Viele Grüße!AnjaPS: Meine Tochter isst zwar Fisch, aber kein Fleisch.
  • Frank Jaschke, am 05.09.2020
    Hallo, Franzi,

    ist der Kontrollwert von „26“ das Ferritin in ng/ml?
    Dann wäre das ein sehr guter Anstieg unter oraler Eisengabe.
    Falls es nicht der Ferritinwert sein sollte, sollten Sie diesen unbedingt bestimmen lassen.
    Auch bei Ihnen sollte der Ferritinwert über 100 ng/ml ansteigen, um im Wohlfühlbereich zu sein.
    Der Zeitraum einer nur einwöchigen weitere Eisen-Einnahme wäre sicherlich zu kurz. Falls wir tatsächlich vom Ferritinwert sprechen, wäre eine Kontrolle in sechs Wochen in meinen Augen zu früh. Dann würde ich unter fortgesetzter Eiseneinnahmen in sechs Monaten kontrollieren.

    Und dann müssen Sie rauskriegen, wieviel Sie einnehmen müssen, damit der Wert über 100 bleibt, das ist natürlich auch vom Ausmaß Ihres Eisenverlustes über die Menstruationsblutung abhängig.

    Da könnten Sie dann, wenn der Ferritinwert den Zielbereich erreicht hat, eine dreimonatige Ausslassphase einlegen und dann erneut kontrollieren lassen.

    Zuviel Eisen können Sie über die Nahrung nicht aufnehmen, wohl aber, wenn Sie ohne gelegentliche Laborkontrollen Eisenpräparate, vor allem solche aus der Apotheke, einnehmen.

    Alle Gute für Sie!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Franzi, am 04.09.2020
    Guten Tag,
    ich habe mich zu meinem 30. Geburtstag vor sechs Wochen einem Check beim Hausarzt unterzogen, da ich mit Müdigkeit, Erschöpfung, Herzrasen, Kurzatmigkeit und Konzentrationsschwäche zu kämpfen hatte. Im Blutbild wurde ein Eisenmangel festgestellt, der Ferrin Wert lag bei 6.
    Ich habe daraufhin Eisentabletten eingenommen und fühle mich nun auch wesentlich leistungsfähiger. Der Eisenwert wurde nun erneut kontrolliert und lag jetzt bei 26. Ich soll nun die Tabletten aufbrauchen (ca 1Woche) und dann in 6 Wochen erneut zur Kontrolle.
    Macht es Sinn ein anderes Präparat einzunehmen, oder ist der Eisenspeicher nun so weit gefüllt, dass der Körper einen kleinen Mangel (zB. starke Regelblutung) selber ausgleichen kann?
    Ich werde weiterhin auf eine eisenreiche Nahrungsaufnahme achten, kann man zu viel Eisen dadurch aufnehmen?

    Viele Grüße Franziska
  • Dr. Frank Jaschke, am 03.09.2020
    Hallo, Christian,

    offensichtlich scheinen Ihre Eisenspeicher ausreichend gefüllt zu sein, da kann ich den Kollegen vom Eisenzentrum bestätigen.
    Auch ist Ihr Wert für den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, mit 9,5 mmol/l normal, das entspricht
    etwa 15,3 g/dl.
    Leider ergibt sich aus Ihren Angaben kein Anhalt, was Ihnen sonst noch fehlen könnte. Lassen Sie sich noch einmal durchchecken.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 03.09.2020
    Hallo, Elke,

    Schlaflosigkeit und Erschöpfung hängen oft mit einem versteckten Eisenmangel zusammen. Probieren Sie es aus, ob Ihnen hilft, was schon so vielen anderen Menschen geholfen hat: Heben Sie den Ferritinwert über 100 ng/ml.
    Viel Erfolg dabei und gute Besserung!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Christian, am 02.09.2020
    Hallo, ich war die tage bei einem Eisenzentrum, hab da extra blut abnehmen lassen, um so sehen was bei mir los, da ich dachte es muss eisenmangel sein,
    ich bin 29 Jahre alt.
    vor 2 monaten hatte ich ohnmachts anfälle, schwindel, kurzatmigkeit,
    blässe, keine kraft mehr, herzrasen, nach 100m laufen uvm..
    ich nehme seit 2 monaten eisentabletten,
    zurzeit habe ich noch ab und zu schwindel, ohrensausen aber nur auf ein ohr, manchmal noch kurzartmigkeit und ich bin tagsüber müde.
    hier sind meine blutwerte,
    HB mmol/l 9,5
    CRP mg/l <1.0
    LTRAN mg/l 3,3
    FERR ng/ml 180
    TRAN mg/dl 33,6
    was ist der Ltran wert ? und wieso ist mein Tran wert so niedirg 33,6 ?
    der "fach" artzt meinte das ich zurzeit keine Infusion brauche.
    mein b12 wert und vintamin da ist auch gut...
    mfg :)
  • Elke, am 31.08.2020
    Guten Tag Herr Dr. med Jaschke,ich leide seit längerer Zeit unter Panikattacken, Schlaflosigkeit, körperliche Erschöpfung.Meine Blutwerte habe ich heute bekommen und wollte mal kurz nachfragen, ob ich meinen Eisenspeicherwert auffüllen lassen sollte.Ferritin-Wert: 27.7 ng/mlTransferrin: 254 mg/dlTransferrinsättigung: 40%Vielen Dank und mit freundlichen Elke Eilers
  • Frank Jaschke, am 31.08.2020
    Hallo, Hubert,

    Ihr Internist hat in meinen Augen die richtige Empfehlung gegeben: abwarten und kontrollieren.
    Ein Ferritinwert von 550 ng/ml ist nicht so exorbitant hoch, dass man sich Sorgen machen müsste. Ich würde in vier bis sechs Monaten kontrollieren.
    Ich habe eine Reihe von Patienten mit derartigen Ferritinwerten, die seit Jahren fröhlich und gesund sind.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Hubert, am 30.08.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    bei mir (31) wurde vor 2 Monaten zufällig ein erhöhter Ferritinwert (707) festgestellt. Alle andere werte (transferrin, transferrinsättiging, Entzündungswerte, Leber, Schilddrüse,...) vollkommen i.O. Der Internist machte einen Gentest wegen Verdacht auf hämochromatose und schickte mich zum Ultraschall (Abdomen). Gentest negativ, Ultraschall normal. Nun ging ich erneut zur Kontrolle da 2 Monate vorbei waren, Ferritin auf 550 gesunken, restlichen Werte immer noch ok. Nun sind sowohl Internist als auch Hausarzt mit ihrem Latein am Ende. Beide würden vorerst abwarten, keine Aderlässe machen und wert in ein paar Monaten kontrollieren. Nach dem Motto kann nichts schlimmes sein. Da ich leider im Internet recherchiert habe, auch wenn man nicht soll, bin ich natürlich auch auf unschöne Ursachen wie Tumore gestoßen. Es meinten zwar sowohl mein Hausarzt als auch Internist das man dies ausschließen kann (wodurch sie das ausschließen??? der Hausarzt meinte die Werte wären generell höher und würden im Verlauf keinesfalls sinken) aber ich habe es dennoch im Hinterkopf und deshalb wollte ich gerne Ihre Meinung dazu hören. Würden Sie die Sache auch einfach belassen oder gibt es noch andere Tests die sinnvoll wären? Ich bin eigentlich top fit und ohne jegliche Probleme.... Danke für Ihren Rat vorweg!Grüße Hubert
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.08.2020
    Hallo, Dennis,

    Ihr Ferritinwert ist erhöht, aber er ist nicht dramatisch erhöht.
    Ich würde den Wert in drei Monaten zusammen mit dem CRP-Wert (Entzündungswert) kontrollieren lassen. Entzündungen können falsch hohe Ferritinwerte verursachen.
    Sollte sich die Erhöhung bestätigen und nicht schon rückläufig sein, kontaktieren Sie am besten Ihren Arzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dennis S, am 27.08.2020
    Guten Tag,
    Bei mir wurde vor ein paar Tagen festgestellt das ich einen Ferritinwert von 675 habe.
    Ich weiß nicht recht damit umzugehen, da ich es außerhalb Deutschlands testen ließ und die Erklärung nicht ganz schlüssig war.
    Muss ich mir wegen der erstmaligen Erhöhung Sorgen machen?
    Gibt es auch Gründe beim Essen für die Erhöhung?
    Will dabei nichts falsch machen und meinen Arzt in In DE will ich nicht fragen.
    Vielen Dank schon mal für die Antwort:)
  • Dr. Frank Jaschke, am 25.08.2020
    Hallo, Claudia,

    dass Sie nicht nüchtern waren, dürfte keinen wesentlichen Einfluss auf den Ferritinwert gehabt haben. Vielmehr wäre es wichtig zu wissen, dass Sie zum Zeitpunkt der Blutentnahme keine Entzündung hatten (CRP-Wert).

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Claudia, am 24.08.2020
    Hallo,ich habe eine eine erhöhe Kälteempfindlichkeit und habe oft Kopfschmerzen.Ich habe auch immer mal wieder Eiseninfusionen bekommen.Mein letzter Ferritinwer lag bei 175Ich hatte allerdings vorher gefrühstückt bin mir jetzt unsicher, ob das richtig war.Also sollte man bei der Blutentnahme nüchtern sein?Vielen Dank im VorausLG Claudia
  • Frank Jaschke, am 20.08.2020
    Hallo, Jasmin,

    danke für Ihre Anfrage. Schön, dass Sie zu den Menschen zählen, die sich nicht gestresst fühlen. Schön ist es auch, dass Sie schon Eisen als Infusion bekommen haben.
    Leider ist die Menge noch viel zu gering. Eine genaue Abschätzung ist mir hier nicht möglich, aber aus dem Bauch heraus wären 800 mg Eisen vermutlich das Minimum dessen, was Sie benötigen.
    Der Haarausfall könnte durch den latenten Eisenmangel gut begründet sein, die Tachykardie und die Belastungsdyspnoe passen nicht zu den von Ihnen berichteten Werten.
    Es sollte geklärt werden, was hinter den „Verdauungsbeschwerden“ steht, ich denke dabei nicht an eine Darmspiegelung, da wäre meines Erachtens nichts Hilfreiches zu erwarten, sondern an die Frage, ob eine Fehlverdauung vorliegt mit der Produktion von toxischen Substanzen.
    Auch über eine abgelaufene Infektion müssten man vielleicht noch einmal nachdenken.
    Bezüglich Ihres Eisenproblems wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
    Ich drücke die Daumen, dass bald wieder alles in Ordnung ist!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Jasmin, am 18.08.2020
    Guten Tag,
    ich habe eine Frage bezüglich meiner Laborwerte und Symptomatik. Vorab, ich bin 26 Jahre alt, leide nicht an Depressionen und leide nicht an Stress im Alltag.
    Ich habe seit mehreren Monaten zunehmend Haarausfall, bekomme neuerdings Graue Harre, nachts kann ich kaum schlafen dafür bin ich Tagsüber müde, ich bin Blass und habe Verdauungsbeschwerden, seit ca 4 Wochen habe ich zusätzlich noch eine Belastungsdyspnoe entwickelt und habe eine Tachykardie ca 107/ in Ruhe ! Da ich selber in der Kardiologie arbeite habe ich ein EKG geschrieben und ein Echo gemacht beides opb bis auf die Tachykardie. Einen Termin in der Derm habe ich jetzt am Donnerstag. Gynäkologisch sind meine Hormone bestimmt und auch opb. Meine Schilddrüsenwerte (TSH MAK TAk t3 und t4) sind alle auch unauffällig! Mein Problem sind allerdings folgende Parameter
    CRP erhöht auf 15 normal 0-5
    Transferinsättigung auf 11% norm.
    Transferrin 373 Norm 200-360
    Ferritin 35 Norm 15-150
    Mein BB ist komplett in Ordnung kein Anstieg der Leukozyten kein Abfall vom HB und MCV etc. auch in Norm Bereich (auch nicht Grenzwertig)
    Jetzt meinte meine Hausärztin ich hätte keinen Eisenmangel, meine Gynäkologin meinte ich hätte leichten Eisenmangel und zwei meiner Cardiologen meinen ich hätte einen Eisenmangel ohne HB Abfall der auch nicht grade wenig wäre. Ich habe jetzt zwei ferlecit 40 Infusionen bekommen im wöchentlichen Abstand, ist das überhaupt ausreichend ? Noch merke ich keine großartige Verbesserung meiner Symptome ich bin zwar etwas fitter aber noch immer sehr blass und mein Haarausfall ist noch immer da. Scheinbar ist es ja nicht gängig mal über den Tellerrand zu schauen. Können sie mir ihre Meinung und evtl Erfahrung mitteilen wie lange die Behandlung gehen muss bis Verbesserungen auftreten !?
    Mit freundlichen Grüßen
    Jasmin
  • Frank Jaschke, am 13.08.2020
    Hallo, Stella,

    wunderbar, dass Sie Eisen als Infusion erhalten haben.

    Es ist völlig richtig nach etwa drei Wochen eine Laborkontrolle einzuplanen. Der Ferritinwert sollte dann über 100 ng/ml liegen.

    Ihre Anämie ist glücklicherweise recht mild, es spricht nichts von dem, was Sie schreiben, gegen Sport treiben. Orientieren Sie sich einfach an ihrem Leistungsvermögen und hören Sie auf, wenn es Ihnen zu anstrengend vorkommt.

    Und unbedingt nach drei Monaten eine weitere Kontrolle des Ferritins veranlassen, damit Sie abschätzen können, wieviel Eisen Sie benötigen, um den Erfolg aufrecht zu erhalten. Im Zweifelsfall hilft Ihnen ein Eisenzentrum.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Stella, am 10.08.2020
    Hallo! Bei mir wurde eine Eisenmangelanämie festgestellt: Hb 10, Ferritin 5. Nun habe ich vor 2 Wochen eine 500 mg Monofer Infusion erhalten und vor einer Woche dann noch eine 2. Infusion mit ebenfalls 500 mg Eisen. Meine Blutwerte sollen in ca. 3 Wochen überprüft werden. Nun zu meiner Frage: darf ich trotz Anämie Sport treiben (laufen, Kräftigungsübungen ohne Gewicht) oder ist davon abzuraten? Ich fühle mich eigentlich fit genug und merke, dass ich Bewegung brauche, litt nie unter Atemnot, lediglich Extrasystolen bemerke ich manchmal. LG
  • Franziska, am 07.08.2020
    Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

    vielen lieben Dank für die sehr schnelle Antwort, ich bin begeistert.
  • Frank Jaschke, am 07.08.2020
    Hallo, Franziska,

    Sie haben einen versteckten Eisenmangel, die Werte sind dafür typisch.

    So schlecht, wie es Ihnen nach Ihren Schilderungen geht, wäre es sehr sinnvoll, zügig mit Eiseninfusionen zu beginnen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

    Ich denke, das wird Ihnen sehr weiter helfen.
    Sorgen müssen Sie sich gar keine machen!

    Ich wünsche Ihnen gute Besserung und dass Sie bald wieder fit sind und das Leben genießen können!

    MIt freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sepp, am 07.08.2020
    super Seite. Ich habe viel gelernt. Das wird mir sehr helfen.
  • Frank Jaschke, am 07.08.2020
    Hallo, Chris,

    offenbar resorbieren Sie das Eisen aus den Tabletten glücklicherweise recht gut. Einen Anstieg des Ferritinwertes um 10 ng/ml in drei Wochen unter oraler Eisensubstitution schafft wirklich nicht jeder.

    Mein Vorschlag: machen Sie so weiter, heben Sie den Wert über 100 ng/ml. Dann achten Sie darauf, dass der Wert nicht wieder absinkt.

    Falls ein schneller Abfall in wenigen Monaten erfolgen sollten, müssten Sie auch daran denken, einen Blutungsquelle auszuschließen.

    Aber es gibt auch viele Männer mit unerklärbaren Eisenverlusten, bei denen trotz der notwendigen Diagnostik keine Blutungsquelle gefunden werden konnte.


    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 07.08.2020
    Hallo, Elisabeth,

    Glückwunsch zu Ihrer Tochter. Sie benötigt von Ihnen, wie Sie es selbst auch benötigen,
    genügend Eisen, Vitamin D3 und Vitamin B12. Sie sollten im Interesse von Ihnen beiden dafür sorgen, dass Ihre Versorgung damit optimal ist.

    Dazu sollten Sie den Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben. Der Wert, den Sie angeben, ist nicht so hoch, dass man vermuten könnte, dass von den während der Schwangerschaft eigenommenen Eisentabletten nennenswerte Mengen in Ihrem Körper angekommen sind. Außerdem verträgt die Stillzeit kein Warten, Sie sollten Ihre Eisenspeicher unverzüglich optimieren. Das spricht bei Ihnen für Infusionen, wenden Sie sich doch am besten an ein Eisenzentrum.

    Ihren Vitamn-D3 Spiegel sollten Sie durchaus verdoppeln. Ihren Vitamin-B12-Spiegel sollten Sie bestimmen lassen, der Wert muss im oberen Normbereich liegen.

    Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 06.08.2020
    Hallo, Julia,

    sicherlich ist Ihr Ferritinwert zu niedrig. Er sollte über 100 ng/ml betragen. Die GPT ist nicht sehr hoch, aber der Anstieg könnte auf eine Fehlverdauung hinweisen. Vielleicht ist auch Ihre Histaminintoleranz eine Folge einer solchen Fehlverdauung. Ein Hinweis könnten Blähungen, Grummeln im Bauch, aufgetriebene Bauchdecken nach Nahrungsaufnahme sein. Dies kann zu Zuständen führen, die mit hochgradiger Erschöpfung einhergehen können.Sie schreiben, dass Sie sich gesund ernähren. Es gibt ein grundsätzliches Problem mit „gesunder Ernährung“: was für den einen gut ist, bekommt dem anderen nicht. Der Volksmund kennt das auch: "Was der Schmied verträgt, zerreißt den Schneider." Soll heißen: es gibt keine Ernährungsregeln, die für alle Menschen gelten können. Sie sollten Ihren Ferritinwert anheben, gleichzeitig sollten Sie sich auch hinsichtlich Ihrer Nahrungsmittelunverträglichkeiten ärztlich beraten lassen, z. B. durch einen zertifizierten F.X.-Mayr-Arzt.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Franziska, am 06.08.2020
    Hallo Herr Jaschke,

    Ich hatte mir letzte Woche privat in einem Labor Blut abnehmen lassen,da meine Hausärztin meinte ich hätte nichts, was auf Eisen-Mangel schließen würde. Im März hatte ich bereits das erste Mal Blut abnehmen lassen, da kamen folgende Werte raus:

    Eisen: 8,5 µmol/l (5,8-34,5 µmol/l normal)
    Ferritin: 16 µg/l (13-150 µg/l normal)
    Transferrin: 2,6 g/l (2,0 - 3,6g/l normal)
    Transferrin-Sättigung: 13,01 % (16-45 % normal)
    Vitamin C: 1,9 mg (5-15 mg/l normal)

    Der Laborant erklärte, dass das für einen latenten Eisen-Mangel spricht, da die anderen Werte alle ok waren, was Blutbild betrifft.

    Letzte Woche hatte ich nochmals testen lassen, da kamen dann folgende Werte raus:

    Eisen: 4,6 µmol/l (5,8 - 34,5 µmol/l normal)
    Ferritin: 21 µg/l (13-150 µg/l normal)
    CRP : 2,6 mg/l (<5,0 normal )
    Transferrin: 2,3 g/l (2,0 - 3,6g/l normal)
    Transferrin-Sättigung: 7,96 % (16 - 45 % normal)

    Vitamin C folgt noch, wurde an ein anderes Labor geschickt.

    Ich hatte sehr viel Stress und sehr große Angstphasen in den letzten 4 Wochen, konnte teilweise Tagelang nicht schlafen, wochenlange Schlafstörungen. Das alles ausgelöst durch einen Arztbesuch, der mir eine Diagnose an den Kopf schmetterte, was sich jetzt als falsch rausstellte, Gott sei Dank. Aber der Stress und die Angst lassen erst jetzt nach.
    In der Zeit bekam ich allerdings nichts runter, hatte wochenlang keinen Appetit, hab nur geweint.Momentan bin ich in einer Psych.Tagesklinik, um meinen Alltag wieder in den Griff zu bekommen. Dahin gekommen bin ich durch Depressionen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, trockene Schleimhäute, Gereiztheit...

    Der Ferritinwert war zwischendurch vor 6 Wochen bei 26 mg/l, als ich im Krankenhaus war, dieser ist aber nun wieder niedriger.

    Meine Frage wäre jetzt, warum ist die Transferrin-Sättigung so niedrig, im Gegensatz zum März? Müsste bei einem Mangel nicht das Transferrin erhöht sein?
    Muss ich mir Sorgen machen?

    Ich hoffe so sehr, dass Sie mir weiterhelfen könnten, zu meiner Hausärztin gehe ich nicht mehr, ich bin auf der Suche nach einer neuen Ärztin. Ich hoffe auf Ihre Hilfe.

    Vielen Dank!LG
  • Chris, am 06.08.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,

    mein Ferritin lag in der Vergangenheit über Jahre, als Mann, 34 Jahre, bei ca. 70. Jetzt ist es recht nieder, bei 40, es liegt keine Entzündung vor (CRP unter 1), ich fühle mich erschöpft. Ich habe vor ein paar Monaten schon einmal Eisenbisglycinat genommen, da Ferritin damals sogar nur 30 betragen hat. Mit 60 mg/tägl. konnte ich den Wert ca. alle 3 Wochen um 10 Punkte steigern bei sehr guter Verträglichkeit, habe aber vor ca. 4 Monaten bei einem Ferritin von 54 wieder (dummerweise) die Einnahme beendet. Ein Heilpraktiker meinte nun man könnte Ferritin nur um ca. 10 % über orale Substitution anheben. Das ist doch Quatsch, oder ? Wie hätte ich es sonst schaffen können, von 30 auf 54 zu kommen ?

    Vielen Dank.
  • Elisabeth, am 06.08.2020
    Lieber Herr Dr. Jaschke,

    ich habe eine Frage und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen koennen.

    Ich habe eine 10 Monate alte Tochter und stille noch. Waehrend der Schwangerschaft war mein Eisenspiegel niedrig und ich habe Tabletten bekommen (100 mg Retard taeglich).

    Nun bin ich immer noch recht erschoepft, blass und bekomme sehr leicht blaue Flecken.

    Meine Werte wurden gerade neu gemessen:

    B-Hemoglobin 146 g/L
    Eisen 14 μmol/L
    S-Ferritin 20 μg/L
    P-Homocystein 7.9 μmol/L
    S-Transferrin 2.6 g/L
    S-25-OH Vitamin D 63 nmol/L

    Ist das noch ein Mangel? Wie lange sollte ich die Eisentabletten noch weiter nehmen?

    Vielen Dank!
    Elisabeth
  • Julia, am 05.08.2020
    Hallo,

    ich bin 26, weiblich, treibe regelmäßig Sport und ernähre mich aufgrund verschiedener Allergien, sowie festgestellter Histaminintoleranz sehr gesund. Bin mit 1,68 bei 56kg weder über- noch untergewichtig. Ich bin Antialkoholiker, rauche nicht und nehme auch sonst nie Medikamente zu mir. Trotzdem geht es mir seit einiger Zeit sehr schlecht, von extremer Erschöpfung, Schwindel, wackeligen Beinen bereits eine Stunde nach erholsamen Schlaf. Deshalb bin ich zu meinem Hausarzt, um einmal die Blutwerte checken zu lassen und dieser meinte, alles im grünen Bereich. Leider geht es mir immer schlechter und schlechter, habe ständig Unterzucker und bin nicht mehr leistungsfähig. Ich habe mir selbst die Werte jetzt angeschaut und bin mir nicht sicher, ob das alles wirklich so in Ordnung war und ich nicht doch noch einmal eine Zweitmeinung einholen sollte bzw. zu einem weiteren Arzt gehen soll.
    Meine Werte, die mich stutzig gemacht haben:

    Ferritin: 32 ng/ml
    Zink: 217 μg/dl (ich nehme wie gesagt KEINE Präperate ein!)
    GPT: innerhalb von einem Jahr von 28 auf 40 U/l
    Hämatokrit: 49,4 %
    GFR (CKD-EPI, Levey 2009): 121,1

    Liebe Grüße und vielen Dank
  • Frank Jaschke, am 03.08.2020
    Hallo, K.,

    Sie schreiben nicht, ob Sie irgendwelche Beschwerden haben. Ein Ferritinwert von 21 ng/ml liegt in Deutschland für Frauen im Normbereich, für Männer knapp unterhalb des Normbereiches, ist aber zu niedrig, um sich wohlfühlen.

    Aus Nahrungsmitteln können Sie Eisen in nennenswerten Mengen allenfalls aus rotem Fleisch
    resorbieren, die Aufnahme von Eisen über den Magen-Darm-Trakt funktioniert aber meistens nicht gut.

    Die meisten Menschen könnten gar nicht so viel Fleisch essen, wie es notwendig wäre, um einen gut gefüllten Eisenspeicher zu haben. Ein derart hoher Fleischkonsum würde natürlich auch zu anderen gesundheitlichen Problemen führen.


    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 03.08.2020
    Hallo, Ani,

    Haarausfall kann schon bei Ferritin-Werten auftreten, die unter 75 ng/ml liegen.

    Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen und Nagelwachstumsstörungen sind mit vielen anderen Symptomen zusammen Hinweise auf einen versteckten Eisenmangel.

    Ein Ferritinwert von 11 ng/ml ist zu niedrig, die Serum-Eisenkonzentration sagt nichts über die Eisenspeicher aus.

    Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben, am schnellsten und effektivsten geht das mit Infusionen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

    Den Vitamin-B12-Wert würde ich mit Methylcobalamin auch noch anheben, er darf durchaus in Richtung 1000 pg/ml gehen.

    Ich gehe davon aus, dass es Ihnen mit genügend Eisen und Vitamin B12 deutlich besser geht.

    Ich drücke die Daumen!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • K, am 02.08.2020
    Hallo.
    habe folgende Werte:
    Eisen:169
    Transferrin: 319
    Transferrinsättigung:38
    Ferritin: 21
    Der Eisenwert ist hoch und der Ferritinwert ist zu niedrig. Was kann ich tun? Ist das mit einer Ernährungsumstellung veränderbar? Welche Auswirkungen hat dies?
    DANKE.
  • Ani, am 01.08.2020
    Lieber Herr Dr. Jaschke,

    ich war in einer Haarklinik wegen meines massiven Haarausfalls den ich seit einem Jahr habe. Gestern war Besprechung der Blutergebnisse und des Trichoscans. Im Gespräch sagte die Ärztin, dass die Blutwerte völlig in Ordnung seien und hat andere Maßnahmen vorgeschlagen.Nichtsdestotrotz habe ich mir die Werte ausdrucken lassen und zuhause angesehen.Unter Eisen steht der Wert 96µg/dl (als Normwert steht dort 49-151,demnach wäre ich dabei mittig angesiedelt), jedoch bei Ferritin steht der Wert 11 ng/ml.
    Wert bei B12 ist übrigens 597 pg/ml. Bei B6 44,9 ng/ml.
    Neben dem starken Haarausfall habe ich eine so ausgeprägte Erschöpfung, die mich kaum meinenAlltag bewältigen lässt, Konzentrationsprobleme, keine Kraft mehr fürs Joggen, öfters Atemnot/Kurzatmigkeit, leicht einreißende Nägel und meine Periode ist kaum mehr existent.Vor 5 Jahren hatte ich eine Endometriose OP, die Herde waren an zahlreichen Stellen und selbst der Arzt war erstaunt "wie voll" ich davon war. Seitdem habe ich starke Darm Probleme, mit Obstipation, Nahrungsmittelunverträglichkeiten die entstanden sind, Leaky Gut sowie eine deutlich veränderte Flora Situation. Ich erwähne es deshalb, da ich gelesen hatte, dass versteckte innere Darmblutungen auch zu Eisenmangel führen können.Wie sehen Sie das?Wie sind die beiden aktuellen Werte, Eisen und Ferritin, einzuordnen?Wie sehen Sie das mit dem Darm?Können Sie mir empfehlen, wie ich weiter vorgehe?Ich bin übrigens 39 Jahre alt. Ganz herzlichen Dank im Voraus!Viele Grüße, Ani
  • Frank Jaschke, am 28.07.2020
    Hallo, Andrea,

    zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Vitamin-B12-Wert. Niedriger sollte der auf keinen Fall sein. Konzentration, Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit benötigen B12-Werte im Bereich von 700 bis 1000 pg/ml.

    Ein Ferritin-Wert von 12 ng/ml ist allerdings mit Wohlbefinden schlecht zu vereinbaren. Ihre Müdigkeit und Abgeschlagenheit könnten durchaus damit zusammen hängen.

    Sie müssten überprüfen, ob Sie orales Eisen aus dem von Ihnen eingenommenen Präparat ausreichend aufnehmen können, also: Kontrolle des Ferritin-Wertes nach drei Monaten der Einnahme. Dann sollte er deutlich gestiegen sein, bedenken Sie dabei, dass Sie in absehbarer Zeit einen Wert von über 100 ng/ml erreichen wollen.

    Im Zweifel wenden Sie sich bitte an ein Eisenzentrum. Es lohnt sich!

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Andrea, am 28.07.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke, ich habe 2 Werte, die ich nicht richtig deuten kann.Mein Ferritin Wert liegt bei 12.0 ng/ml, während mein Vitamin B12 bei 788 pg/ml liegt. (Werte im Januar 20). Mein Arzt meinte, dass das ich wäre und es keinen Grund zur Beunruhigung gäbe. Ich bin 54 Jahre alt und habe ebenfalls einen Hashimoto. Wie ist Ihre Einschätzung? Soll ich einfach abwarten? Mein B12 ist schon seid einiger Zeit erhöht - Wert 2015 = 764 pg/ml Ferritin 28.0 ng/ml. Da ich oft müde und abgeschlagen bin und mein Arzt mir kein Ferritin verschreibt, habe ich mir Eisen aktiv non Greenfood besorgt. Mein Eisen im Blut liegt bei 105 yg/dl, was ja ok ist. Verstehe die Zusammenhänge gar nicht, aber beide (Ferritin und B12) spielen doch irgendwie zusammen - oder? MfG Andrea
  • Frank Jaschke, am 27.07.2020
    Hallo, Torsten,

    auch Männer benötigen häufig einen Ferritinwert über 100 ng/ml um sich wohlfühlen. Aus meiner Erfahrung ist die Transferrinsättigung keine Hilfe bei der Entscheidung, ob Sie von einer Eisengabe profitieren würden.

    Lassen Sie Ihren Bedarf in einem Eisenzentrum berechnen.

    Sie können auch einfach auf Verdacht ein Eisenpräparat einnehmen, sollten dann allerdings nach drei Monaten kontrollieren, ob die orale Einnahme einen Effekt hat, da Eisen über den Magen-Darm-Trakt häufig schlecht aufgenommen wird.

    Häufig weiß man nicht, warum der Ferritinwert allmählich abfällt. Typische Ursachen wie Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt sollten allerdings ausgeschlossen sein.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Torsten, am 26.07.2020
    Guten Tag,

    ich bin 39 Jahre alt, männlich und esse wenig Tierprodukte. Seit längerem fühle ich mich erschöpft und müde. Sämtliche Blutwerte sind unauffällig, bis auf Ferritin.

    Hb: 14,7 g/dl
    Hämatokrit: 43 %
    Ferritin: 36,4 ng/ml
    Eisen: 77 ug/dl
    Transferrin: 2,51 g/l
    Transferrinsättigung: 21,8 % (Norm: 16-45 %)
    HS-CRP: 0,18 mg/l

    Mein Hausarzt ist der Meinung, dass der niedrige Ferritinwert irrelevant ist, solange die Transferrinsättigung im Normbereich ist. Ich solle somit keine Eisentabletten nehmen. Ist das tatsächlich korrekt ? Der Ferritinwert war auch früher eher niedrig bei ca. 65- 70 ng/dl. Was kann ein Absacken des Wertes bedingen? Kann auch vermehrter Sport gegenüber früher ein Absinken des Wertes bedingen. Oder sollte man weitere Untersuchungen angehen, warum Ferritin so tief ist.

    Herzlichen Dank im Voraus
    Torsten
  • Frank Jaschke, am 24.07.2020
    Hallo, Frau Sigmund,
    auch bei Ihnen fehlt die Angabe zum Entzündungswert CRP. Bei Entzündungsreaktionen steigt der Ferritinwert.
    Gefährlich ist ein Ferritinwert von 400 ng/ml nicht, der Wert ist leicht erhöht.
    Ich würde in sechs Monaten kontrollieren.
    Die Ursachen lassen sich auf die Ferne schwer abschätzen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 24.07.2020
    Hallo, Martina,
    das sieht nicht so schlimm aus. Eine Ferritinwert von 480 ng/ml ist noch nicht so schrecklich hoch. Entzündungsreaktionen im Körper könnten einen erhöhten Eisengehalt im Körper vortäuschen.
    Was spricht denn in Ihren Augen für eine Hämochromatose? Gibt es eine genetische Belastung in Ihrer Familie für das Auftreten einer Eisenspeicherkrankheit?
    Ein Gentest hilft auch nur bedingt weiter, wenn gleich die Genmutation bei Europäern gar nicht so selten vorkommt, ist doch die Penetranz gering: d. h., nur rund zehn Prozent der Homozygoten (sie haben die Mutation von beiden Elternteilen geerbt) entwickeln eine klinisch bedeutsame Eisenüberladung. Bei Heterozygoten ist die Entwicklung einer Eisenüberladung sogar extrem selten.
    Ich würde den Ferritinwert alle sechs Monate testen, das CRP dabei nicht vergessen! Erst, wenn sich die Werte anhaltend dem vierstelligen Bereich nähern, würde ich eine weitere Diagnostik machen, wenn nicht weitere Befunde Ihren Verdacht stützen sollten, insbesondere eine eventuelle genetische Belastung. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber, am besten in Verbindung mit einer sonographischen Elastographie des Lebergewebes, könnte hilfreich sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Monika Sigmund, am 23.07.2020
    Sehr geehrter Herr Dr.Jaschke,
    ich habe ein Problem mit meinen Ferritinwert.Er ist zu hoch.407 ug/l,Transferrin 193,Eisen 18,9 umol/l.Woran kann das liegen?sind diese Werte gefährlich?
    Mit freundlichen Grüßen Monika Sigmund
  • Martina, am 22.07.2020
    Hallo Herr Doktor Jaschke,
    seit 2018 habe ich ein Granuloma anulare dass sich immer mehr ausbreitet. Daraufhin gängig zu einer Heilpraktikerin die ein ferritinwert von 380 feststellte und eine HPU Syndrom. Wir begannen mit der Entgiftung und der Ergänzung der Nahrungsergänzungsmittel. Nun habe ich nach 4 Wochen einen ferritinwert von 480. Alles deutet auf eine Hämochromatose hin. Mein Arzt verweigert einen Gentedt. Wie ist ihre Meinung. Liebe Grüße Martina
  • Frank Jaschke, am 15.07.2020
    Hallo, Janine,
    ich kann Ihnen nur beipflichten: nehmen Sie die Tabletten, bis Ihr Ferritinwert über 100 ng/ml liegt. Sie scheinen zu den Glücklichen zu gehören, die Eisentabletten vertragen und das Eisen daraus auch aufnehmen können. Sicherheitshalber sollten Sie auch bei der nächsten Kontrolle schauen lassen, ob das CRP normal ist. Eine Erhöhung des Entzündungsmarkes CRP zeigt eine Situation an, in der Ferritinwerte falsch zu hoch gemessen werden könnten.
    Und wenn Sie Ihr Ferritin-Ziel erreicht haben, müssen Sie herausfinden, wieviel Sie einnehmen müssen, dass der Wert nicht wieder allmählich sinkt, sonst geht das Ganze von vorne los!
    Viel Erfolg!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 15.07.2020
    Hallo, Claudia,
    ich würde bei einem Ferritinwert von 11 ng/ml auf jeden Fall den Eisenspeicherwert anheben.
    Ich habe es praktisch nie erlebt, dass es einem Menschen mit einem so niedrigen Ferritinwert rundum gut geht.
    Mit oralem Eisen wird das auffüllen sehr lange dauern, wenn es überhaupt funktioniert.
    Da ihre Tochter vermutlich in die Schule geht, ist es auch aus Gründen der Konzentrations- und Lernfähigkeit wichtig, für eine ausreichende Eisenversorgung zu sorgen.
    Auch Vitamin B12 muss unbedingt im oberen Normbereich liegen. Achtung: ein normaler Wert für das Holotranscobalamin gewährleistet das nicht. Den ganz normalen B12 Wert bestimmen, der sollte bei mindestens 800 ng/l liegen, um sicher zu sein, dass nicht ein funktioneller Vitamin-B12-Mangel vorliegt. Bei einem Mangel sollte Methylcobalamin gegeben werden, auf keinen Fall Cyanocobalamin.
    Ich denke, mit ausreichender Eisenversorgung und genügend Vitamin B12 sollte es Ihrer Tochter bald deutlich besser gehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Frank Jaschke, am 15.07.2020
    Hallo, Kirsten,
    es gibt auch Männer, die ebenso wie einige Frauen nach der Menopause, einen Ferritinabfall ohne nachweisbare Blutung haben.
    Wir hatten männliche Patienten, bei denen auch bei der Diagnostik in Universitätskliniken keine Blutungsquelle gefunden wurde.
    Ich würde also, wie ich schon geschrieben habe, drei Monate nach der zuletzt erfolgten Bestimmung eine Kontrolle machen und dann neu entscheiden.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Janine, am 14.07.2020
    Guten Tag Dr.Jaschke,

    ich möchte mich an Sie wenden, um einen Rat zu erfragen.
    Seit Jahren ist mein Eisenwert beim Blutspenden grenzwertig.
    Im Mai bin ich zu meinem Hausarzt zur Blutkontrolle und dieser stellte fest:

    Ferritin : 13 ng/ml
    Thrombozyten: 109 tsd/ng
    Hämoglobin: 13,2 g/dl

    Alle anderen Werte waren OK.
    Mein Hausarzt hat mir nur auf meinen Drängen Eisentabletten verschrieben, 100 mg am Tag. Diese nehme ich vor dem Schlafen und vertrage sie sehr gut.

    Jetzt bin ich doch auf eigene Faust zu einem Spezialisten, welcher Ultraschall und erneut Blut abenommen hat.

    Mein Ferritinnwert ist nach 1,5 Monaten mit Tabletten auf 34,8 gestiegen.
    Diese Ärztin schrieb mir heute, ich könnte die Tabletten absetzen ?!
    Ich verstehe nur nicht, meine Beschwerden werden langsam besser ( Müdigkeit, Kondition,..)


    Würden Sie sagen, ich soll die Tabletten weiterhin nehmen?
    Sollte der Ferrtin Wert nicht auf mindestens 100 ng steigen?

    Vielen Dank für Ihre Rückmeldung..
  • Claudia, am 07.07.2020
    Hallo! Verzweifelt möchte ich eine Frage für meine 16jährige Tochter stellen. Im Februar diesen Jahres bekam sie eine Influenza A mit diversen Komplikationen , u.a. eine Thrombose. Seitdem hat sie sich nicht mehr erholt, ist immer erschöpft, nach eigentlich normalen Tätigkeiten tagelang außer Gefecht, hat starken Haarausfall, Schlafstörungen usw. Wir dachten nun schon an ein CFS. Die Blutwerte sehen folgendermaßen aus: Transferrin 301, Ferritin 11,16, Eisen 59. Lt. Professor der Gerinnungsambulanz (wegen der Thrombose) alles unauffällig. Sie nimmt trotzdem seit bereits 6 Wochen Ferrosanol 40mg 1x tgl. - eine Besserung ist überhaupt nicht in Sicht, schafft kaum mehr die Schule. Die Regelblutung ist seit Jahren übermäßig stark. Sollen wir nochmal auf Behandlung des Eisenwertes drängen? Können Sie uns Hoffnung auf Besserung ihres Zustandes machen oder sind das immer noch die Auswirkungen der Influenza? Vielen Dank!
  • B. Wolpers, am 02.07.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe am 23.05.2020 50 mg Ferinject bekommen. Danach ging es mir eine Woche schlecht und dann wurde es besser. Nach der Op am 03.06. ist aber alles wieder so wie vor der Infusion. Deshalb kann ich nicht glauben das der Ferretinwert bei 71 liegt, da vorher der Wert bei 11 war und ich bei der Op auch Blut verloren habe. Werde nochmal in ein Eisenzentrum gehen und den Wert kontrollieren lassen. Lg B. Wolpers
  • Kirsten, am 01.07.2020
    Guten Tag Herr Dr. Jaschke,
    vielen Dank für Ihre Antwort. Ganz so jugendlich bin ich mit meinen 53 Jahren nicht mehr, ich habe auch keinen Blutverlust durch Menstruation mehr. Mein CRP liegt unter 1 (aktueller Wert). Liegt dann der Abfall des Ferritin-Wertes noch im Normbereich? Eine Entzündung hatte ich im genannten Zeitraum nicht. Wäre es sinnvoll, die Eisenspeicher weiter aufzufüllen, oder sollte erst abgeklärt werden, warum der Wert gesunken ist? Vielen Dank nochmals für Ihre Antwort und herzliche Grüße.
  • Dr. Frank Jaschke, am 30.06.2020
    Hallo Frau Wolpers,
    danke für Ihre Anfrage. Leider schreiben Sie nicht, wieviel Eisen welchen Präparates in den Infusionen erhalten war.
    Am besten lassen Sie in einem Monat nochmals Ferritin und CRP bestimmen, Entzündungen machen oft falsch erhöhte Ferritinwerte. Ist das CRP normal, sollte der Wert für den Eisenspeicher, das Ferritin, über 100 ng/ml liegen.
    Falls das nicht der Fall sein sollte, wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • B. Wolpers, am 29.06.2020
    Hallo, ich habe mal eine Frage, ich hatte seit Februar eine Dauerblutung. Ende April wurde eine Ausscharbung gemacht. Mein Ferretinwert lag danach bei 11. Ich hatte Sehstörungen, Zungenbrennen, Frieren, Kreislaufprobleme. Es wurde eine Infusion mit 500 ml gemacht weil am 03.06. die nächste OP mit Gebärmutterentfernung anstand. Nach der Eiseninfusion ging es mir eine Woche nicht so gut. Aber die Sehstörungen waren besser. Leider wurde ich 1 1/2 Wochen nach der Infusion schon wieder operiert und nach der OP geht es mir wieder sehr schlecht. Wieder Sehstörungen, Benommenheit, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und noch andere Sachen. Knapp vier Wochen nach der Infusion wurde wieder Blut abgenommen und der Ferretinwert soll jetzt bei 71 liegen. Was ich von meinen Beschwerden her kaum glauben kann. Mein Arzt meint der Wert wäre ausreichend. Was meinen Sie. Vielen Dank. B. Wolpers
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.06.2020
    Hallo, Kirsten,
    Sie haben mir Ihr Alter nicht verraten, so dass ich nicht abschätzen kann, ob Sie eine Menstruation haben. Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich in dem entsprechenden jugendlichen Alter befinden. Dann wäre eine wesentliche Ursache des Ferritin-Abfalls ein Eisenverlust über die Menstruation. Natürlich könnte es theoretisch auch versteckte Blutungen geben. Falls Sie im Oktober letzten Jahres eine Entzündung gehabt haben sollten, könnte der Ferritinwert falsch zu hoch gemessen worden sein.
    Natürlich ist es etwas schwerer, den Eisenvorrat hoch zu halten, wenn man kein Fleisch ist. Aber erfahrungsgemäß reicht das über die Nahrung aufgenommene Eisen meistens auch bei Fleischesserinnen nicht aus, um einen menstruationsbedingten Verlust auszugleichen.
    Ich würde Ihnen vorschlagen, in drei Monaten Ferritin und CRP zu kontrollieren und dann weiter zu entscheiden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.06.2020
    Hallo, Fatma,
    entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.
    Ein Ferritinwert von 11 ng/ml reicht gerade noch »zum Überleben«. Insofern beglückwünsche ich Sie zu Ihrer Entscheidung, ein Eisenzentrum aufzusuchen. Wenn alles richtig gemacht wird, und im Eisenzentrum wird es wohl richtig gemacht, gibt es überwiegend Vorteile! Genießen Sie das drohende Wohlbefinden!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Kirsten, am 26.06.2020
    Guten Tag,
    mein aktueller Ferritin-Wert liegt bei 72,4 µg/l, im Oktober letzten Jahres lag er noch bei 107,7 µg/l. Ich esse kein Fleisch und keine Milchprodukte, nur hin und wieder etwas Fisch. Eine Operation, Unfall oder sonstige Blutungen hatte ich nicht. Kann der gesunkene Spiegel tatsächlich nur an meiner Ernährung liegen, oder sollte ich da weiter nachschauen (lassen) - und wenn ja, in welche Richtung? Vielen herzlichen Dank schon einmal für Ihre Antwort.
  • Fatma, am 10.06.2020
    Hallo

    Ich habe heute meine blut befunde bekommen, und meine ferritin werte sind beim 11mg, und ich habe mich entschieden beim eine Eisenexperten eine Infusion zu nehmen. Können sie mir es empfehlen, und gibt es nachteile?

    Danke
  • Dr. med. Frank Jaschke, am 15.05.2020
    Hallo, Pia,

    danke für Ihre Anfrage. Ein Ferritinwert von nur 18 ng/ml ist zwar in Deutschland schulmedizinisch „in Ordnung“, wir wissen aber, dass der Eisenvorrat trotzdem bei weitem nicht ausreicht, um beschwerdefrei zu sein.
    Wir haben in unserem Eisenzentrum in Wiesbaden in den letzen zehn Jahren bei weit über tausend Frauen, und natürlich auch bei einigen Männern, den Ferritinwert in den Wohlfühlbereich von über 100 ng/ml angehoben. Bei den allermeisten von ihnen führte das zu einer dramatischen Steigerung des Wohlbefindens.
    Bei den von Ihnen genannten Symptomen könnte es sich durchaus um Anzeichen eines versteckten Eisenmangels handeln. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, den Ferritinwert in einem Eisenzentrum auf über 100 ng/ml anheben zu lassen.
    Natürlich kostet das erst einmal relativ viel Geld, aber Sie erkaufen sich Lebensqualität!
    Und wenn Sie dann darauf achten, dass der Wert nicht mehr unter 100 ng/ml sinkt, indem Sie rechtzeitig „nachfüllen“, können Sie den guten Zustand mit relativ geringem Aufwand erhalten.
    Alles Gute für Sie!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Pia, am 13.05.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    Ich möchte mich jetzt an eine Arztpraxis wenden die ich über das Eisenetzwerk gefunden habe. Können Sie mir vielleicht sagen ob die auch über den Tellerrand schauen, weil mein ferritin von 18 und ein normaler HB von 13,4 schulmedzinisches gesehen ja völlig in Ordnung sind. Momentan bin ich als depressiv krank geschrieben und all meine Symptome wie: unglaubliche Kraftlosigkeit, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, starker Öeistungsabfall, Vergesslichkeit, Nebel im Kopf, restless leg, mudkelschmerzen, ohrenrauschen, Haarausfall usw. der Depression und der sich ankündigenden Menopause (ich bin 44 Jahre) zugeschrieben werden. Ich hatte schon einmal Kontakt zu dem eisenzwtrum in Berlin aber da ich das alles privat bezahlen muss, muss ich gut überlegen wo ich mich hinwende. Und ich habe Angst vor möglichen Nebenwirkungen von eiseninfusionen. Ich freue mich sehr auf eine Nachricht.Vielen Dank.Viele Grüße
  • Dr. Frank Jaschke, am 21.04.2020
    Hallo, Sunny,
    schön, dass es Ihnen allmählich besser geht! Den Ferritinwert sollten Sie anheben, am besten mit Infusionen, damit es nicht so lange dauert, bis Sie den Zielwert von über 100 ng/ml erreicht haben.
    Abwarten bringt nichts. Von einer Eisenmangelanämie sind Sie zum Glück noch ein ganzes Stück entfernt. Alles Gute für Ihre Gesundheit!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sunny, am 20.04.2020
    Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

    nach einer Krankheitsdiagnose vor 8 Monaten habe meine Ernährung komplett umgestellt und nehme einige Ergänzungsmittel, um Nährstoffmängel auszugleichen bzw. Entzündungensprozessen entgegenzuwirken.
    Mit den Umstellungen komme ich gut zurecht und nun tragen all die Maßnahmen wohl zarte Früchte - meine Werte haben sich samt Befinden verbessert ohne dass ich pharmazeutische Präparate einnehmen muss.
    Was leider entgegen dieser Maßnahmen stetig sinkt ist mein Ferritinwert - obwohl ich Floradix mit Vit. C einnehme, da ich Eisentabletten leider nicht vertrage.

    Meine Werte:
    Ferritin 21,2 ng/ml
    Transferrin 354 mg/dl
    Transf.sättigung 22,2%
    Eisenbindungsk. 494 µg/dl
    Hämoglobin 13 g/dl
    Hämatokrit 39%

    Ist eine Eiseninfusion sinnvoll? Sollte ich bei diesen Werten abwarten und noch weitere Maßnahmen vornehmen? Habe ich bereits eine Anämie oder bin auf dem Weg dorthin?

    Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung!
    Viele Grüße & bleiben Sie gesund
    Sunny
  • Dr. Frank Jaschke, am 19.04.2020
    Hallo, K.F.,
    ein Ferritinwert von 8 ng/ml ist sicherlich zu niedrig. Eisentabletten machen leider oft Magen-Darm-Beschwerden. Zudem wird es vermutlich ziemlich lange dauern, bis Sie den Ferritinwert auf den erwünschten Wert von über 100 ng/ml angehoben haben. Sie könnten zunächst eine andere Tablette probieren, falls Sie hinsichtlich des Erreichens des Zielwertes Geduld haben. Sonst wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • K. F., am 14.04.2020
    Guten Tag! Ich bin 16 Jahre alt, männlich und ernähre mich seit fast 10 Jahren vegetarisch. Mein Kinderarzt meinte eigentlich immer, alle Werte seien in Ordnung, ich musste sie mir aber für einen Kardiologentermin ausdrucken lassen: Mein Ferritin lag bei 8? Mein HB bei 13.2, also war der in Ordnung. Die Sprechstundenhilfe riet mir dazu, Eisentabletten zu nehmen. Ich nehme jetzt seit einer Woche Tardyferon, und habe die letzten paar Tage Magenkrämpfe, wenn ich Joggen gehe. Vertrage ich Tardyferon nicht?
  • Frank Jaschke, am 11.04.2020
    Hallo, Milan,
    Sie sollten Ihre Leber diagnostisch abklären lassen. Auch eine Eisenspeicherkrankheit müsste ausgeschlossen werden. Bitte wenden Sie sich an einen Facharzt für Innere Medizin.
    Eine Diagnose kann allein aufgrund der von Ihnen angegebenen Werte nicht gestellt werden, weitere Diagnostik ist erforderlich.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke

    ————————

    Hallo Angela,
    das spricht alles für einen Eisenmangel, einige Ihrer Beschwerden könnten dadurch bedingt sein. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum. Ihr Ferritinwert sollte per Infusion angehoben werden, mit Tabletten dauert es wahrscheinlich zu lange, bis Sie eine Besserung verspüren könnten.

    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Angela P., am 10.04.2020
    S.g. Dr.Jaschke,
    danke für ihre Infos zum Thema Eisenstoffwechsel. Wenn ich das so lese, bekomme ich Bedenken wegen meiner niedrigen Werte, die ich seit längerer Zeit mit mir herum schleppe und anscheinend durch orale Substitution hochdosierter Kapseln, die ich wiederholt über längere Zeit versuchte, nicht wirklich hoch bekomme.
    Letzter Befund vom 9.4.:
    Eisen: 25mikrogramm/ml,
    Ferritin "<(!)8ng", Transferrinsättigung:5%
    Die Werte vom roten Blutbild sind nahezu alle ein wenig zu niedrig.
    Meine Symptome, die ich persönlich mal auf den Mangel schiebe: Müdigkeit, subjektiv empfundener Leistungsabfall, häufige stärkere Kopfschmerzen, plötzlich auftretendes Herzklopfen, wiederholt schmerzende kleine Risse im Mundwinkel.
    Wie würden Sie mit Ihrer fachlichen Meinung dies beurteilen, bzw., wozu würden Sie raten?
    Mit freundlichen Grüßen, Angela
  • Milan, am 09.04.2020
    Sehr geheerte Herr Jaschke
    Mein Ferritin Wert liegt bei 1234 ng/mlDer Eisen Wert liegt bei 139 Transfferin 272 , trasferrinsäattigung bei 36%Gama wert liegt seit über ein Jahr bei über 200 Was würden sie mir empfehlen und welche Diagnose hätten Sie?
    Vielen Dank Liebe Grüsse
  • Dr. Frank Jaschke, am 05.04.2020
    Hallo, Katharina,
    schön, dass Ihr Ferritinspiegel langsam steigt. Machen Sie weiter!
    Nun zu Ihrer Frage zu Kupfer:
    In der westlichen Ernährung stammen etwa 60 Prozent des Nahrungskupfers aus Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten. Auch Fleisch, Fisch und Geflügel trägt zur Kupferaufnahme bei. Den höchsten Kupfergehalt findet man in Leber.
    Die Kupferaufnahme kann durch Einnahme von Eisen, Zink oder Ascorbinsäure (Vitamin C) behindert werden.
    Operationen am oberen Dünndarm und am Magen können einen Kupfermangel begünstigen, besonders auch dann, wenn in dieser Situation Zink eingenommen wird.
    Beim Gesunden ist bei ausgewogener Ernährung ein Kupfermangel selten. Ein Zuviel an Kupfer kann toxische Erscheinungen hervorrufen.
    Ohne einen Nachweis eines Kupfermangels würde ich deshalb nicht zur Einnahme von Kupferpräparaten raten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Katharina, am 03.04.2020
    Sehr geehrter Dr. Jaschke,
    Habe Ihnen schon mal Frage gestellt wegen Eisentabletten. Mein Ferritinspiegel wurde jetzt wohl dank Tabletten etwas angehoben von 26 auf über 40. Habe wohl noch einen langen Weg vor mir.
    Würden Sie empfhlen zwischendurch auch Kupfer zu nehmen? Sind 2mg unbedenklich? Habe gelesen,dass Kupfer die Eisenaufnahme verbessert. Habe auch leichte Schilddrüsenunterfunktion und Kupfer soll da auch eine Rolle spielen. Vielen Dank für Ihre Antwort und bleiben Sie gesund! Liebe Grüße, Katharina
  • Dr. Frank Jaschke, am 02.04.2020
    Hallo, Ummi,
    ich habe als Internist keine Erfahrungen mit den Eisenspeichern von Kleinkindern. Ich würde aber sagen, da wir Menschen behandeln und keine Laborwerte, würde ich, da es Ihrer Tochter, wie Sie schreiben, gut geht, nichts weiter unternehmen. Was Sie Ihr jedoch jetzt schon für das Leben beibringen können ist, langsam zu essen und gut zu kauen. Damit die Mikronährstoffe optimal aufgenommen werden.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke



    Hallo, Toan,
    solange Sie einen so niedrigen Ferritinwert haben, würde ich über psychische Ursachen gar nicht erst nachdenken. Wenden Sie sich an ein Eisenzentrum, lassen Sie Ihren Eisenspeicher auf über 100 ng/ml anheben, und schauen Sie, wie es Ihnen dann geht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Toan, am 31.03.2020
    Hallo ich weiblich 37, starke Menstruation habe einen ferritin von
    11, ferritin Sättigung 12%, hb von 7.6mmol.m hämatokrit O.36
    Rdw 14.9%
    Ich fühle mich schlapp und habe Druck im Kopf kribbeln in den Fingern und mir ist Dauer schwindelig
    Mein Hausarzt meint keine Eisenmangelanämie und sagt Psyche aber es geht mir wirklich schlecht
  • Ummi, am 22.03.2020
    Guten Tag! Meine 1-jährige Tochter hat einen Eisenspeicher bei 3 (normal wäre 20, wurde mir gesagt). Ich habe ihr Eisentropfen gegeben (10 am Morgen und 10 Tropfen am Abend). Ihr Eisenspeicher ist immer noch bei 3. sie hat keine Symptome. Sie ist aufgeweckt, hat eine gute Verdauung usw. sie isst auch ziemlich ordentlich. Fleisch, Ei, Gemüse, Haferflocken usw. sie isst eigentlich alles gerne. Was könnte der Grund sein, dass sie so einen niedrigen Speicherwert hat?
  • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2020
    Hallo, Bettina,
    die Eisenversorgung ihres Körpers ist sicherlich nicht ausreichend.
    Vielleicht haben Sie sich an einen Eisenmangel gewöhnt. Sie sollten vor Eintritt der Schwangerschaft einen Ferritinwert über 100 ng/ml haben.
    Ein Anheben des Ferritinspiegels mittels Eisentabletten, dabei sind 100 mg keine hohe Dosierung, kann – wenn es überhaupt klappt – sehr lange dauern, unter Umständen deutlich mehr als ein Jahr.
    Sie müssen entscheiden, ob das terminlich mit der Familienplanung dann klappt.
    Auf jeden Fall sollten Sie nach drei Monaten testen, ob die orale Substitution effektiv ist. Falls nicht, wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
    Ein kleines Blutbild sollten Sie auf jeden Fall machen lassen, damit nicht eine Blutarmut übersehen wird.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2020
    Hallo, Katha,
    28 ng/ml Ferritin sind für einen Mann wenig. Übelkeit als Folge eines Eisenmangels ist mir noch nicht begegnet. Eine Darmspiegelung zum Ausschluss von Blutungsquellen wäre sinnvoll.
    Es ist bei solchen Ausgangswerten immer einen Versuch wert, ob sich das Befinden durch Eisenzufuhr bessert.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 11.03.2020
    Hallo, Susanne,
    mit 40 mg oralem Eisen pro Tag werden Sie vermutlich nicht sehr weit kommen, die Monatsblutung ist schneller. Ich würde mindestens 100 mg pro Tag versuchen und dann nach drei Monaten schauen, ob ein signifikanter Anstieg des Ferritinwertes erfolgt ist. Ziel: mehr als 100 ng/ml. Falls der Anstieg so gering sein sollte, dass das Ziel in weiter Ferne erscheint, empfehlen sich Eiseninfusionen. Der B12-Spiegel sollte besser im oberen Normbereich liegen, also bei etwa 900 pg/ml.
    Mit freundlichen GrüßenDr. Frank Jaschke
  • Bettina, am 09.03.2020
    Lieber Herr Dr. Jaschke
    Zunächst einmal: Besten Dank für all ihr Wissen, dass Sie hier frei zur Verfügung stellen. Da ich vegan lebe, habe ich mich heute auf Vitamin D, B12 und Eisen testen lassen. Erschreckenderweise habe ich bei Ferritin einen Wert von 7. Dabei fühle ich mich sehr fit und leistungsfähig - ich habe keine Mangelerscheinungen (worüber ich natürlich froh bin). Da der Wert allerdings sehr, sehr tief ist und ich gerne schwanger werden möchte, wurde mir von der Apotheke Eisen(II)-fumarat 100mg empfohlen. Wie lange sollte ich dies einnehmen ohne eine Überdosierung zu erleiden (zumal ich mich sehr fit fühle)? Raten Sie mir generell zur Einnahme dieser hohen Dosierung? Wann sollte ich mich wieder testen lassen, um zu überprüfen, ob der Speicher wieder voll ist? Empfehlen Sie mir weitere Blutuntersuchungen durchzuführen - Hämoglobin z.Bsp.? Danke für Ihre Auskunft! Freundliche Grüße, Bettina
  • Katha, am 09.03.2020
    Guten Abend Dr.Jaschke! Mein Mann Mitte 40 hat seit einiger Zeit Übelkeit ohne Erbrechen, er isst kein Fleisch und Fisch, hat guten Appetit und ist normalgewichtig.Magenspiegelung war unauffällig. Kann Eisenmangel Übelkeit verursachen und wenn ja ,warum? Sein Feeritinwert liegt bei 28. Herzliche Grüße und Vielen Dank für Antwort. Katha
  • Susanne, am 06.03.2020
    Sehr geehrter Dr.Jaschke.
    Ich bin 48 Jahre alt.Seid 2008 habe ich die Diagnose MS erhalten.Ich spritze mir einmal die Woche AVONEX.
    Ich bin sehr sportlich und treibe täglich Sport(Nordic Walking 10 km).
    Ich fühle mich großartig und bin fit für den Tag .
    Nun wurde von mir ein Blutbild erstellt.
    Mein Ferritin Wert liegt bei 14ng/ml und Vitamin B 12 LIA bei 423 pg/ml.
    Von meiner Hausärztin wurde mir fern sanol 40mg Dragees verschrieben.Einnahme 1×täglich früh.Heute habe ich mit der ersten Einnahme begonnen.
    Darf ich jetzt kein Sport mehr machen?
    Welcher Wert wäre für mich wichtig?
    Ich muss noch hinzufügen, wenn ich meine Monatsblutung bekomme, was auch in unterschiedlichen Abständen ist, sind diese sehr stark.
    Könnten sie mir bitte antworten.Danke
  • Dr. Frank Jaschke, am 05.03.2020
    Hallo, Marita,
    die von Ihnen genannten Laborwerte sind typisch für einen ausgeprägten Eisenmangel.
    Ich glaube nicht, dass Sie mit Eisentabletten – wenn überhaupt – Ihren Eisenspeicher in einem vertretbaren Zeitraum so auffüllen können, dass Sie beschwerdefrei sind.
    Ich denke, dass Eiseninfusionen die bessere Lösung sind. Am besten wenden Sie sich schnellstens an ein Eisenzentrum, damit es Ihnen vielleicht schon zu Ostern deutlich besser geht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 05.03.2020
    Hallo, Zuzu,
    der Serumeisenwert korreliert nicht mit dem Ferritinwert. Der Ferritinwert ist maßgeblich für die Beurteilung des Füllungszustandes der Eisenspeicher.
    Also haben Sie einen latenten Eisenmangel, der ausgeglichen werden sollte, auf jeden Fall dann, wenn Sie die typischen Beschwerden haben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Mavita, am 04.03.2020
    Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe soeben meine Blutwerte im Postfach gehabt - Besprechung ist nächsten Mittwoch.
    Ich bin Mutter von 2 Kindern, berufstätig und habe ein großes Haus mit Garten zu versorgen - es wird mir also nicht fad.
    Ich habe bereits seit einiger Zeit bemerkt, dass ich unter Stress überhaupt nicht funktioniere. Ich bin unausstehlich. Abends schaffe ich es kaum nach 20 Uhr noch irgendwelche sinnvollen Dinge zu erledigen. Ich bin kraftlos und oft vermisse ich das Engagement mit dem ich früher an alle Dinge herangegangen bin.

    Deswegen war ich bei einer Ärztin, die ein Vollblutmineralanalyse inkl anderer diverser Blutwerte bestimmt. So, jetzt habe ich folgende Eisenwerte gelesen: * Eisen 29 g/dl 37 - 145
    * Eisenbindung, gesamt 515 mcg/dl 257 - 402
    * Transferrin 365 mg/dl 200-310
    ! Transferrinsttigung 6 % 16 - 45
    ! Ferritin < 5 ng/ml 15 - 150

    Ich habe bereits nach meiner zweiten SS vor 2,5 Jahren einen Eisenmangel gehabt, Tabletten verschrieben bekommen, die ich aber nicht vertragen habe. Meine Regelblutung ist seit meiner zweiten SS sehr stark, die ersten Tage muss ich mich doppelt schützen (da gehe ich ungern außer Haus - eine Toilette muss immer in der Nähe sein). Gynäkologisch ist aber alles abgeklärt.

    Meinen Sie, dass meine Symptome vom Eisenmangel her rühren können? Würden Sie mir Infusionen empfehlen?
    Welche Tipps würden Sie mir sonst noch geben?
    Vielen Dank und einen schönen Abend
  • Zuzu, am 01.03.2020
    Hallo,ich bin eine 40 jährige Frau und beim Blutergebnisyy da war der Eisenwert(Fe) 239, Ferritin 19, UIBC 138, HGB 14 und CRP 1,5. Wieso ist der Eisenwert hoch obwohl Ferritin niedrig ist? Habe ich eine Eisenüberladung oder Eisenmangel? Was kann ich tun? Vielen Dank für Ihre Antwort.
  • Dr. Frank Jaschke, am 01.03.2020
    Hallo, Barbara,
    sicherlich können Sie sich meine Antwort schon fast denken: In meinen Augen sind die Werte natürlich nicht gut. Erschöpfungssymptome beginnen etwa bei einem Ferritinwert unter 50 ng/ml, Haarausfall geht schon bei Werten von unter etwa 75 ng/ml los.
    Es würde also Sinn machen, Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anzuheben. Natürlich unter Laborkontrollen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich doch an ein Eisenzentrum!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 01.03.2020
    Hallo, Matti,
    sehr schön, dass Sie schon eine Eiseninfusion erhalten haben. Zu Ihrem Bedarf kann ich aus der Ferne nichts sagen, aber die 500 mg, die Sie bisher erhalten haben, reichen sicherlich nicht. Es ist auch nachvollziehbar, dass Sie bislang noch keine Besserung spüren.
    Dass Sie zum Gastroenterologen geschickt wurden, ist sehr richtig.
    Blutspenden verschärft den Eisenmangel, das ist eine Crux – denn die Gesellschaft ist auf Blutspenderinnen und Blutspender angewiesen.
    Auch Ihnen empfehle ich, einen Ferritinwert von über 100 ng/ml anzustreben. Dabei sollte frühestens zwei bis drei Wochen nach der letzten Eiseninfusion gemessen werden.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 01.03.2020
    Hallo, Jane,
    Eisen aus pflanzlichen Quellen ist für den Körper nicht gut verwertbar.
    Gewisse Nahrungsmittel können – ganz unabhängig von ihrem eigenen Eisengehalt – die Aufnahme des Eisens aus anderen Lebensmitteln hemmen.
    Egal, ob Sie sich vegan oder vegetarisch ernähren, oder ob Sie auch Fleisch essen: Sie müssen individuell überprüfen, ob es Ihnen gelingt, für ausreichende Eisenvorräte im Körper zu sorgen, da die Fähigkeit, Eisen aus dem Magen-Darm-Trakt aufzunehmen, sich von Mensch zu Mensch stark unterscheiden kann.
    Das heißt, es gibt Veganerinnen und Veganer mit gutem Eisenspeicher, aber auch Fleischessende mit sehr schlechten Ferritinwerten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Barbara, am 28.02.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke, kürzlich bekam ich meine Laborwerte zurück, ich schlafe schlecht, bin antriebslos und müde. Mein CRP 0,20, hämatokrit 46,5%, Eisen 107 Mikrogramm, transferrinsättigung 24%, ferritin 39,4 ng/ml.
    Mein Arzt meint, dass ich keine Eisentherapie brauche, da die Werte gut sind.
    Wie sehen Sie das?
    Mit freundlichen Grüßen, Barbara
  • Matti, am 21.02.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    bei mir wurde ein Ferritinwert von 8.8, Eisen von 30, Transferrin von 400 bei einer Transferrinsättigung von 5.3% festgestellt. Ich leider sehr unter einem starkem Tinnitus, Schlafstörungen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, dünner werdendem Haar, Konzentrationsstörungen und abnehmender sportlicher Leistungsfähigkeit. Mein Hausarzt hat mir vor 2 Wochen eine 500mg Eiseninfusion gegeben und wird dies in 2 Wochen wiederholen. Zusätzlich hat er mich zum Gastroenterologen bzgl. einer Darmspiegelung überwiesen. Im letzten Jahr habe ich 4x (im Abstand von jeweils 3 Monaten) Blut gespendet.
    Können die Beschwerden von den niedrigen Eisenwerten stammen und wie schnell werden sich die Beschwerden verbessern (bislang habe ich keine Besserung wahrgenommen)? Welcher Ferritinzielwert sollte angestrebt werden und sind die 2x 500mg Infusionen dazu ausreichend? Sind die Blutspenden als Grund für den Eisenmangel plausibel oder sollte man nach weiteren Gründen suchen?
    Herzlichen Dank!
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.02.2020
    Hallo, Sandra,
    Maßstab für die Eisenversorgung ist der Ferritinwert. Der Serum-Eisenwert erlaubt keine Aussage. Offensichtlich ist Ihre Versorgung mit Eisen unzureichend. Ab besten lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.02.2020
    Hallo, Denise,
    toll, dass Ihr Körper jetzt wieder genügend Eisen hat, und dass es Ihnen so viel besser geht!
    Die Abweichungen bei der Ferritinmessung sind nicht relevant, zum einen schwankt der Wert, da Ferritin auch auf Entzündungsvorgänge im Körper reagiert. Zum anderen könnte es sein, dass der Wert in einem anderen Labor bestimmt wurde, auch daraus erklären sich Abweichungen.
    Eine Eisenüberladung haben Sie nicht, davon sind Sie sehr, sehr weit entfernt. Also: einfach mal abwarten und nach drei Monaten kontrollieren lassen.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sandra, am 18.02.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    wie kann es sein, dass der Blutwerte Eisen mit knapp 200 ug/dl deutlich über dem Referenzwert (bis 145) liegt, aber Ferritin dennoch nur 28 ng/dl hat?
    Auch vor2 Monaten war der Eisenwert schon deutlich über maximalem Referenzwert. Transferrs% liegt mit 56 über max Referenzwert. Viel Eisen im Blut (ohne Medikamente), aber Speicher niedrig.
    Vielen Dank für Ihre informative Seite und Ihre Antwort.
    Sandra
  • Jane, am 10.02.2020
    Hallo, ich habe eine Verständnisfrage: Im Text oben steht, dass u.a. Getreide, Kleie, Hülsenfrüchte, Nüsse und Sojaeiweiß Lebensmittel sind, "deren Inhaltsstoffe die Eisenaufnahme hemmen" und dass diese "nicht gemeinsam mit eisenreicher Nahrung kombiniert werden" sollten. Ich dachte, dass z.B. Weizenkleie, Sojabohnen und Nüsse viel Eisen enthalten und deshalb vor allem für Vegetarier gute Eisenlieferanten sind. Wie passt das zusammen? Danke & Gruß Jane
  • Denise Nelke, am 31.01.2020
    Guten Tag Herr Dr. Jaschke,Sie haben mir vor einiger Zeit sehr weitergeholfen. Vielen Dank dafür. Nach Ihrer Rückmeldung war ich bei einem Arzt, der meinen Ferritinwert, durch Eiseninfusionen, anheben wollte. Zu dem Zeitpunkt war er bei 30. Er beschloss mir 6 Infusionen zu geben. Ab der 4. merkte Besserung und nach der 6. ging es mir wieder gut. Meine Beschwerden, wie Kraftlosigkeit etc gingen immer weiter zurück. 3 Monate später machte er eine Blutabnahme und sagte mir, dass mein ferritin nun bei 292 liegt. (Das war Anfang Dezember) nun erfolgte eine weitere Blutabnahme bei meinem Frauenarzt und der Wert liegt mittlerweile bei 319. Ich nehme keine Tabletten zu mir und dennoch ist der Wert gestiegen?! Liegt jetzt eine Eisenüberladung vor? Muss ich irgendwas dagegen tun? Ich habe gelesen, das zu viel Eisen die Leber und das Herz schädigen kann und mache mir jetzt Sorgen. Ich danke Ihnen für eine kurze Rückmeldung. Liebe Grüße Denise Nelke
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.01.2020
    Hallo, Müder Krieger,
    Sie sollten auf jeden Fall Ihren Eisenspeicher auf einen Ferritinwert von über 100 ng/ml anheben. Mit Tabletten scheint das bei Ihnen nicht zu funktionieren. Am besten füllen auch Sie mittels Eiseninfusionen auf. Beratung hierzu erhalten Sie in einem Eisenzentrum. Wenn Ihr Blutbild eine Eisenmangelanämie bestätigten sollte, ist ein Teil der Infusionen vielleicht auch zu Lasten der Krankenkasse erhältlich.
    MIt freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Müder Krieger, am 26.01.2020
    Hallo,habe mal eine Frage. Seit mindestens 5 Jahren habe ich zuwenig Eisen laut Laborwert. HB 9, 10 schwankt immer. Ferritin zwischen 5-9. Ich werden jedesmal auf die Tabletten hingewiesen, die ich 2mal täglich nehmen soll wegen meines akuten Mangels. Ich habe akute Verdauungsstörungen deshalb und setze sie dann immer wieder ab. Im Moment bemerke ich das meine Augen innerhalb einiger Monate weitsichtig wurden. Ich leider in letzter Zeit unter Gedächtnisschwäche, das mich auch schon in peinliche Situationen gebracht hat. Was kann ich tun? DANKE für Ihre Antwort
  • Dr. Frank Jaschke, am 16.01.2020
    Hallo, Sarah,
    ich würde Ihnen empfehlen, Ihr Ferritin mittels Eiseninfusionen anzuheben, da auch Ihr Kind mehr und mehr Eisen benötigt. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum. Der Ferritinwert sollte durch die genannte Nebenerkrankung nicht wesentlich beeinflusst sein. Alles Gute für Sie und Ihr Kind!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Sarah, am 15.01.2020
    Guten Tag Dr. Jaschke,
    ich bin aktuell in der 15. Schwangerschaftswoche und habe einen guten HB Wert (12,0) aber sehr niedriges Ferretin (6,6ng/ml). Mir geht es körperlich aber soweit gut... soll ich trotzdem eine Eiseninfusion in Anspruch nehmen? Ich habe als Nebenerkrankung eine Schilddrüsenentfernung nach SD-CA, kann das den Ferretinwert verfälschen?
    Danke im Voraus für Ihre Zeit!
  • Dr. Frank Jaschke, am 10.01.2020
    Hallo, Sebastian,
    bezüglich des Ferritinwertes müssen sich Ihre Frau und Sie keine Sorgen machen. Das ist eine gute Eisen-Versorgung. Die Normwertangaben von medizinischen Laboren unterscheiden sich, das kann schon verwirrend sein. Auf jeden Fall besteht bei Ihrer Frau keine Eisenüberladung. Alles Gute für Sie beide und das Kind!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 10.01.2020
    Hallo, Rick,
    es ist wirklich schwer zu beurteilen, warum Ihre Hände so kalt sind. Bei normalem CRP ist das Ferritin bei Ihnen fast im optimalen Bereich. Es gibt aber hin und wieder Menschen, die auch Ferritinwerte über 150 ng/ml benötigen. Da hilft nur ausprobieren.
    Freundlichen Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Sebastian, am 10.01.2020
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    meine Frau ist in der SSW 10+4 und hat heute von ihrer Frauenärztin einen Ferritinwert von 228 µg/L attestiert bekommen. Als Zusatz waren noch die Normwerte aus dem Labor mit aufgeschrieben: 13-150µg/L.
    Wir machen uns jetzt Sorgen, dass etwas nicht stimmen könnte und was wir mit den Werten anfangen sollen. Heute Nachmittag gehen wir zum Hausarzt, aber Sie schreiben oben, das der Grenzwert bei ca. 250 liegt. Woher kommt diese Diskrepanz und müssen wir uns jetzt sorgen machen?
    Gruß
    Sebastian
  • Rick, am 10.01.2020
    Ich habe ein Ferritin wert vom 88 ng/ml und ein eisen wert im Serum von 25 ummol/l bin ein Mann 61 jahre meine freie Schilddrüssen werten sind im niedrigen normal Bereich fT3 4.1 pmol/l und fT4 14.4 pmol/l und TSH 2.6 hsCRP ist 0.65 mg/l habe immer kalte Hände braucht der Schilddrüse mehr eissen ? Habe auch Gehirnnnebel meine TPO anti körper wert liegt unter 30 U/ml ist kein Hashimoto höre gerne von Ihnen Beste Grüsse Rick
  • Dr. Frank Jaschke, am 08.01.2020
    Hallo, Kati,
    Sie und Ihr Baby benötigen auf jeden Fall einen deutlich größeren Eisenvorrat. Ich kann Ihrer Hebamme nur beipflichten. Mit Eisentabletten werden Sie den Ferritinspiegel, wenn Sie Glück haben, langsam anheben können - zu langsam für den Bedarf Ihres gestillten Babys. Auch für eine schnelle Besserung Ihres Befindens dürfte ein zügiges Ansteigen Ihres Eisenspeichers hilfreich sein. Mit Eiseninfusionen können Sie das erwünschte Ziel etwa innerhalb eines Monats erreichen. Am Besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Kati, am 07.01.2020
    Hallo ich habe eine Frage. Bei mir wurde ein eisenmangel festgestellt.Ich stille momentan und mein Kind ist fast 4 Monate. Ich bin müde abgeschlagen, ich bin schnell gereizt was mit Baby echt nicht einfach ist. Meine Hebamme hat mich gebeten Blut abzunehmen wo raus gekommen ist das ich einen ferentin wert von 6 habe. ( laborgrenze 13-200) mein arzt sieht alles recht entspannt und gab mir Tabletten. Meine Hebamme findet es ist zu wenig. Man sollte mir eine eiseninfusion geben. Ich habe jetzt einiges gelesen und bin selber jetzt irritiert warum man mir keine schnelle Hilfe gibt. Wie sehen Sie das? Liebe Grüße und danke
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.01.2020
    Hallo, Annika,
    danke für Ihre Frage. Ich kann hier nur auf meine Antwort an Wolfgang vom 03.01.2020 verweisen. Ein versteckter Eisenmangel kann auch bei Ihnen eine Mitursache für den Haarausfall sein. Auch Ihnen empfehle ich, das Ferritin auf einen Wert über 100 ng/ml anzuheben.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Annika, am 05.01.2020
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
    vielen dank für Ihre informative Seite, der ich entnommen habe, dass Sie Frauen einen Feritin-Wert i.S. von über 100 empfehlen. Mein Ferritin-Wert betrug zuletzt ca. 70, gemäß meiner Ärztin in der Norm. Allerdings habe ich schon länger Haarausfall (den ich auf eine noch länger andauernde Kupferausleitung nach Problemen durch die Kupferspirale geschoben hatte). Denken Sie, dass dieser Wert den Haarausfall und ggf. auch einen niedrigen FT4-Wert verursachen könnte (FT3 ist gut)? Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
    Viele Grüe, Annika
  • Dr. Frank Jaschke, am 03.01.2020
    Hallo, Wolfgang,
    zunächst einmal ein gesundes und zufriedenes Neues Jahr für alle Leser des Naturheilmagazins.
    Ich komme leider erst nach der Weihnachtspause dazu, Ihre Frage zu beantworten.
    Haarausfall kann bei Ferritinwerten unter 75 ng/ml beginnen.
    Das würde bedeuten, dass bei Ihnen durchaus ein versteckter Eisenmangel eine (Mit-)Ursache des Haarausfalls sein könnte. Erschwerend kommt bei der Beurteilung dazu, dass die vom Labor gemessenen Werte je nachdem, von welchem Hersteller die Labore ihre Reagenzien beziehen, schwanken können. Das bedeutet, dass der »wahre« Eisenspeicher bei Ihnen noch etwas niedriger (oder etwas höher) liegen könnte.
    Sicherheitshalber würde ich einen Ferritinwert über 100 ng/ml anstreben, um sicherzustellen, dass genügend Eisen verfügbar ist.
    Eine Präparateempfehlung darf ich nicht abgeben. Am besten lassen Sie sich durch Ihren Apotheker beraten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Wolfgang aus Erlangen, am 17.12.2019
    Hallo,
    ich bin 48 Jahre, männlich und leide aktuell auch unter verstärktem Haarausfall! Mein Ferritin ist aktuell bei 68,4 μg/L (laut Befundbericht 28-400μg/L also im Normbereich) und das "Eisen im Blut" bei 549 mg/L (laut Befundbericht 520-590 mg/L also auch im Normbereich).
    Wieviel Eisen sollte ich zuführen? Ist ein bestimmtes Präparat empfehlenswert? Danke!
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort zur Anfrage von Daniela Thoma vom 8.12.19

    Sehr geehrte Frau Thoma,
    zum einen schwanken Laborparamter, auch der Ferritinwert, zum anderen wird der Ferritingehalt im Serum auch von Entzündungsaktivitäten beeinflusst. Ein Ferritinwert von 228 ng/ml ist nicht bedenklich, eher erfreulich.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Lena vom 26.11.2019

    Hallo Lena,
    es ist eher unwahrscheinlich, dass mit einem Ferritinwert von 27 ng/ml eine Eisenmangelanämie vorlag. Es könnte einen anderen Grund für das niedrige Hämoglobin gegeben haben.
    Jetzt, mit einem Ferrtin von 8 ng/ml, ist nachvollziehbar, dass es Ihnen deutlich schlechter geht.
    Am besten lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten und ggf. behandeln. Die Einnahme von Eisentabletten bringt leider häufig nur einen zu geringen oder gar keinen Erfolg.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Sandy vom 24.11.2019

    Hallo Sandy,
    Ferndiagnosen sind hier nicht möglich. Allerdings können Entzündungen zu Anstiegen des Ferritins und zum Abfall des Serumeisens führen. Ich würde die Werte kontrollieren, wenn die Entzündung vollständig abgeklungen ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Anna Magdalena vom 23.11.2019

    Hallo, Anna Magdalena,
    mit den von Ihnen genannten Werten kann es Ihnen nicht gut gehen. Falls Eisen aus oralen Präparaten bei Ihnen ausreichend resorbiert wird, müssten Sie vermutlich deutlich mehr als ein Jahr Eisentabletten nehmen. In meinen Augen sollten Sie sich besser in einem Eisenzentrum vorstellen, und den Eisenspeicher mit Infusionen auffüllen. Es geht ja um Lebensqualität.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Denise vom 22.11.2019

    Hallo Denise,
    aus der Ferne lässt sich hier schwer etwas sagen. Wenn der CRP-Wert normal ist, dürfte der Eisenspeicher bei Ihnen ausreichend gefüllt sein. Dann müssten Sie zusammen mit einem Arzt eine weitere Diagnostik besprechen. Auch der Darm wäre hier ein wichtiges Thema.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Monika vom 22.11.2019

    Liebe Monika,
    bei Ihnen liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein versteckter Eisenmangel vor. Ich würde die Schuld nicht bei mir selbst suchen, eher bei der Menstruation. Wenn Ihr Körper in der Lage ist, ausreichend Eisen aus den Tabletten zu resorbieren, würde der Anstieg des Ferritins auf Werte über 100 ng/ml viele Monate dauern, vielleicht zwischen einem und zwei Jahren. Das lässt sich aber nur schwer abschätzen. Am besten Ferritin bestimmen, drei Monate Eisenpräparate nehmen und dann schauen, welcher Anstieg erfolgt ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Barbara vom 22.11.2019

    Hallo Barbara,
    mit leicht erhöhtem CRP und einem Ferritinwert von 85 ng/ml ist ein latenter Eisenmangel denkbar. Liegen denn Beschwerden vor? Falls ja, stellen Sie sich am besten in einem Eisenzentrum vor.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.12.2019
    Antwort auf die Frage von Nora vom 29.11.2019

    Hallo Nora,
    ein Ferritinwert von 233 ng/ml ist ausreichend.
    Viele Grüße und alles Gute
    Dr. Frank Jaschke
  • Daniela Thoma, am 08.12.2019
    Hallo Herr Dr. Jaschke,ich lasse jährlich meinen Ferritin-Wert testen. Dieser lag in den vergangenen Jahren immer zwischen 100 und 160 ng/mol. Beim letzten Bluttest lag er bei 228 ng/mol.Für mich unerklärlich, denn ich habe an meiner Ernährung nichts geändert.Ich habe zwar im Laufe des Jahres 11 kg abgenommen (von 75 kg auf 64 - gewollt und bewusst), aber ich denke nicht, dass das einen Einfluss haben kann.Was kann ich tun, bzw. ist dieser Wert bedenklich?
  • Lena, am 26.11.2019
    Sehr geehrter Dr.Jaschke,
    ich hatte letztes Jahr eine Eisenmangelanämie mit Hb 9,Ery 3,Eisen 25 und Ferritin 27.
    Musste 5 Monate Eisentabletten einnehmen.Bis April diesen Jahres.
    Seit 3 Monaten geht es mir wieder zusehens schlechter.Haarausfall,Muskelkrämpfe und Zuckungen,totale Müdigleit,Migräne.
    Meine Blutwerte diesmal:Ferritin 8,Eisen 60,Hb 14,ery 5,4.
    Also zumindest laut hb etc keine Anämie,aber dafür einen Ferritinwert deutlich weniger.
    Wie kann es sein,dass die Speicher so leer sind ubd es mir auch deutlich schlechter geht,als letztes Jahr bei der Anämie,obwohl ja nur der Ferritin wert so richtig schlecht ist ?
    Die neuen Werte sind vor 1 Woche abgenommen.Seit 3 Tagen habe ich meine Periode und mir geht es direkt nochmal um einiges schlechter.Kann mich kaum auf den Beinen halten.
    Ich bin 33 Jahre alt.
    Würde mich sehr über Ihre Einschätzung und eine Antwort freuen.
    Mit lieben Grüssen
    Lena
  • Online-Redaktion, am 25.11.2019
    Hinweis der Redaktion zu den jüngsten Anfragen an Herrn Dr. Jaschke

    Liebe Leser,
    vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Ihre Anfragen haben wir an Dr. Jaschke weitergeleitet.
    Bitte beachten Sie, dass unsere Kommentarfunktion für Anmerkungen oder Fragen VON ALLGEMEINEM INTERESSE vorgesehen sind und dass für die Beantwortung individueller Fragen der direkte persönliche Kontakt zu einem Therapeuten nötig ist.
    Neben Herrn Dr. Jaschke aus Wiesbaden finden Sie in unserer Therapeutensuche weitere ganzheitlich arbeitende Ärzte und Heilpraktiker.
    Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
    Ihre Online-Redaktion
  • Sandy, am 24.11.2019
    Hallo Herr Dr. Jashke,Ich habe Zöliakie. Normalerweise habe ich die Diät gut im Griff, aber vor 2 Monaten ist es zu einem Diätfehler gekommen. Der Darm war 3 Wochen entzündet. Jetzt geht es ihm besser. Beim Heilpraktiker wurde Blut abgenommen. Ferritin bei 197 allerdings bin ich schon in der Menopause. Eisen im Blut viel zu niedrig bei 10 mol/ l. Wieso ist der Speicher voll, aber im Blut ist zu wenig? Die anderen Blutwerte sind normal bis auf GPT 5 Punkte erhöht und GGT 15. Die Leber reagiert bei mir immer auf die Diätfehler, das kenne ich aus der Vergangenheit.Herzliche Grüße Sandy
  • AnnaMagdalena, am 23.11.2019
    Hallo! Ich fühle mich seit Wochen völlig energielos und habe ständig Kopfschmerzen. Beim Arzt wurde vor 2 Wochen ein HB von 10,3 festgestellt und ein Ferritinwert von 7. Der Grund für den Eisenmangel liegt sicher an meiner viel zu starken und lang andauernden Menstruation, mit der ich seit Beginn der Wechseljahre immer mal wieder zu tun habe. Seitdem der Eisenmangel festgestellt wurde nehme ich nun täglich Ferro Sanol (1 Kapsel täglich). Nach 2 Wochen merke ich allerdings noch keine gravierende Änderung. Ich bin immernoch übermäßig schlapp und müde. Ist es normal, dass die Regeneration so lange dauert? Wann ist mit einer Besserung zu rechnen und würde nicht eventuell eine Eiseninfusion mehr Sinn machen als die orale Therapie? Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!
  • Denise, am 22.11.2019
    Guten Tag, ich fühle mich sehr schwach bin ständig müde, Eisen Medikamente helfen nur sehr kurze Zeit.
    Und wenn ich bin 3-4 mal im Jahr schwer krank, Influenza, Magen Darm Grippe, Angina usw. Letzter Blut Test zeigte:
    Ferritin: 162
    Eisen:17
    Transferinsätigung:6.0
    Vielleicht könnten Sie mir was empfehlen, was auch langfristig helfen kann.
    Danke im Voraus
    Mit freundlichen Grüßen
    Denise
  • Barbara aus Österreich, am 22.11.2019
    Hallo. Ja genau ich meine den CRP Wert. Da dieser eben über der Grenze liegt frage ich mich ob die Eisenwerte auf einen Mangel hindeuten? Dass quasi der CRP Wert den Eisenmangel "vertuscht"
    Mein CRP Wert liegt bei 1,51 mg/dl.
    Der Ferritin Wert liegt bei 85 ng/ml.Der Transferrin/S Wert nur bei 246,4 mg/dl.Deuten diese Werte aufgrund des erhöhten CRP Wertes auf einen Eisenmangel hin?DankeLg Barbara
  • Monika, am 22.11.2019
    Hallo, bedingt durch eine immer stärker werdende Menstruation hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit niedrigen HB und Eisenmangel zu tun. Vor einem halben Jahr habe ich mich operieren lassen. Ich habe danach ca. 1 Monat Eisentabletten genommen. Ich bin zwar deutlich fitter, aber leichte Beschwerden wie z. B. Ohrgeräsuche, Herzkopfen usw. habe ich noch. Daher habe ich Ferritin bestimmen lassen, liegt bei 17,9 ng (Referenz Labor 15 - 400). Mein HA sagt dazu nicht. Ich finde den aber sehr niedrig, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich mich bei den Werten schon nicht gut fühle. Zudem habe ich meine Ernährung auf fleischlos umgestellt. Sicher bin ich auch schuld, weil ich nicht lange genug Tabletten eingenommen habe. Jetzt habe ich wieder mit 100er Tabletten angefangen. Ich möchte gern 100 Ferritin Wert haben. Ist das bereits ein guter Wert und wielange dauert das vermutlich bis dahin? VG
  • Online-Redaktion, am 22.11.2019
    Liebe Barbara,
    vermutlich meinen Sie den CRP-Wert, das C-reaktive Protein. Ein erhöhter CRP-Wert deutet auf eine Entzündung hin, kann z.B. Folge einer akuten Infektion sein. Als normal gilt ein CRP-Wert bis 5 mg/l bzw. 0,5 mg/dl.
    Mit besten Grüßen
    Ihre Online-Redaktion
  • Barbara aus Österreich, am 22.11.2019
    Hallo.
    Mein CPR Wer ist erhöht, sprich er ist auf 1,51 mg/dl.
    Der Ferritin Wer liegt bei 85 ng/ml.
    Der Transferrin/S Wert nur bei 246,4 mg/dl.
    Deuten diese Werte aufgrund des erhöhten CPR Wertes auf einen Eisenmangel hin?
    Danke
    Lg Barbara
  • Nora, am 19.11.2019
    Hallo,
    ich bin in der 17 SSW. Habe eine Thalassämie minor. Muss ich bei folgenden Werten Eisentabletten einnehmen und eine Unterversorgung meines Babys zu verhindern?
    Hb 9.9
    Ferritin 233
    FE 121

    Bisher wurde mir immer gesagt, dass es bei einer Thalassämie minor nichts bringt Eisen zu nehmen. Ist das im Falle einer Schwangerschaft anders?

    Mfg Nora
  • Dr. Frank Jaschke, am 17.11.2019
    Hallo Claudia,
    die ausgeheilte Hepatitis C spricht nicht gegen eine Einnahme von Eisenpräparaten.
    Sie können die übliche Dosis, wie zum Beispiel 100 mg Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex in Verbindung mit 250 mg Ascorbinsäure mit Abstand zu den Mahlzeiten einnehmen.
    Das Ferritin sollte nach drei Monaten kontrolliert werden, um festzustellen, ob die Einnahme der Tabletten zu einem ausreichenden Anstieg des Eisenspeichers führt. Zudem muss eine Überdosierung vermieden werden, die aber nach drei Monaten in der Regel noch lange nicht zu erwarten ist.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Klaudia, am 03.11.2019
    Guten Abend Dr. Jaschke,
    habe vor 2 Wochen Blutuntersuchen lassen,weil ich müde bin und Haarausfall habe. Mein Ferritinwert liegt bei26,Hb 14,2 der Hausarzt meint ich brauche da nichts machen... Vor ca.4Jahren habe Hepatitis C behandelt und bin jetzt Virenfrei. Darf ich trotzdem Eisen einnehmen oder kann es meiner Leber irgendwie schaden? Bin mitte 40. Welche Dosis wäre für mich unbedenklich/geeignet? Möchte mich einfach besser fühlen.Vielen Dank! MfG Klaudia
  • Dr. Frank Jaschke, am 22.10.2019
    Hallo Cindy,
    wie sind der Ferritinwert und das CRP?
    Wir haben ab der 13. SSW keine Probleme mit korrekt durchgeführten Eiseninfusionen in der Schwangerschaft. Allerdings ist Ihre Situation aus der Ferne nur schwer zuverlässig einzuschätzen. Am besten wenden Sie sich schnellstens an ein Eisenzentrum, wie wir eines sind.
    Alles Gute für Sie
    und freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.10.2019
    Antwort auf die Frage von Anneke vom 18.10.2019

    Hallo Anneke,
    das ist bestimmt keine negativer Wert, den gibt es nicht, sondern die Markierung des Labors, dass der Wert (9 ng/ml) erniedrigt ist.
    Viele Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.10.2019
    Antwort auf die Frage von Katha vom 7.10.2019

    Hallo Katha,
    Eisencitrat wird nicht besonders gut resorbiert. Besser ist zum Beispiel Eisen-Glycin-Sulfat-Komplex.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.10.2019
    Antwort auf die Frage von Ruth vom 4.10.2019

    Hallo, Ruth!
    Es ist sehr schwer, aus der Ferne etwas Vernünftiges zu Ihrer Frage zu sagen. Ein derartige Ferritinanstieg nach Einnahme der von Ihnen angegebenen Eisendosis ist eher ungewöhnlich. Sie sollten die Werte mit mindestens zwei Wochen Zeitabstand noch einmal kontrollieren.
    Viele Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.10.2019
    Antwort auf die Frage von A.S. vom 1.10.2019

    Hallo, A.S.!
    Ich persönlich habe erst Erfahrung mit Kindern ab etwa zehn Jahren. Auch hier gilt, dass die Ferritinwerte eher im oberen Normbereich liegen sollten, falls entsprechende Beschwerden bestehen. Um das zu erreichen, muss in der Regel deutlich weniger Eisen zugeführt werden, als bei Erwachsenen. Leider kenne ich keinen Kinderarzt in Berlin, der sich mit Eisenmangel bei Kindern auskennt. Mit dem Einsetzen der Menstruation kommt es bei einigen Mädchen schon relativ früh zu einem versteckten Eisenmangel, da sollte man immer dran denken, wenn ein auffallende Müdigkeit und Schlappheit auftritt.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Cindy, am 20.10.2019
    Hallo,
    Ich bin in der 34 ssw mit meinem zweiten Kind schwanger. Bereits vor dieser Schwangerschaft habe ich unter einer eisenmangelanämie gelitten der schlechteste Wert war HB 6 und nach Untersuchungen um Krankenhaus und ein großes Blutbild beim Onkologen habe ich eine eiseninfusion bekommen und mein HB ging auf 9. Ursache ist bis heute unklar es wurde einfach immer auf die Periode geschoben. Jetzt in der Schwangerschaften liegt mein HB bei 9 und meine Frauenärztin hat mir nun Angst gemacht das die Geburt unter dem Wert gefährlich werden kann. Jede eisentabletten die ich bekam konnte ich nicht vertragen und musste es erbrechen. Danach bekam ich ne Überweisung zum Hausarzt damit dieser mir eine Infusion verabreicht. Der meinte jedoch bei ihn in seinen schlauen PC steht dass ein erhöhtes Risiko bei eiseninfusionen im letzten Drittel besteht und will mir keine verabreichen. Nun habe ich Angst,was kann ich selber tun damit der Wert steigt und wieso darf er keine Infusion geben? Was kann bei der Geburt passieren? Und wieso finden die Ärzte keine Ursache meiner anämie?
  • Anneke, am 18.10.2019
    Hallo, ich habe heute mein Blutbild bekommen. Mein Ferritin im Serum Wert liegt bei -9.
    Wie kann es einen Wert unter null geben? Was ist denn dann das Minimum?
    Danke und liebe Grüße!
  • Katha, am 07.10.2019
    Hallo Dr. Jaschke,
    Lieben Dank für ihre Antwort. Ist Eisenzitrat empfehlenswert um Ferritinwert zu erhöhen oder empfehlen Sie was anderes? Mein Ferritinwert liegt bei 30. Danke und viele Grüße.
  • Ruth, am 04.10.2019
    Hallo Herr Dr. Jaschke

    Ich schreibe hier für meine Mutter, 84 Jahre. Sie war im Krankenhaus dort wurde Blut abgenommen und ein Serumeisenwert von 8 Mikromol/L und ein Hb von 8 mmol/ L festgestellt . Ferritin bei 60 ug/l .
    Daraufhin bekam sie für ca. 14d 2x80 mg Tardyferon ( momentan 1x1) . Bei Blutkontrolle nach 14 d , Hb bei 8,8 mmol/l , CRP neg. , Eisen im Serum 11,2 umol/l ,Transferrin bei 1,8g/L , Ferritin bei 222 ug/l und die Transferrinsättigung bei 24 % .
    Sie fühlt sich aber immer noch sehr Müde und Antriebslos . Nun ist ja der Ferritin Wert recht hoch , könnte man das Tardyferon jetzt wieder beenden ? Oder noch niedriger Dosieren ? Vielen Dank für Ihre Antwort. Liebe Grüße Ruth
  • A. S., am 01.10.2019
    Hallo Hr. Dr. Jaschke, gibt es Richtwerte bei Kindern bzw. welche Werte sollten bei Kindern genommen werden für eine Enschätzung,ob ein Mangel vorliegt oder nicht? Und können Sie eventuell sogar eine*n Kinderärzt*in in Berlin empfehlen, der/die sind mit Eisenmangel bei Kindern auskennt? Ich habe den Verdacht, dass mein kleinstes Kind durch einen Eisenmangel bei mir in Schwangerschaft und Stillzeit keine genügend gefüllten Speicher hat. Danke vorab für eine Rückmeldung.
  • Dr. Frank Jaschke, am 14.09.2019
    Hallo S.to,
    bei einem Ferritinwert von 3 ng/ml liegt meistens auch eine Eisenmangel-Anämie (Blutarmut aufgrund von Eisenmangel) vor. Sie dürften schon ausgeprägte Eisenmangelsymptome haben. Sie sollten dringend Eisen substituieren, das geht prinzipiell mit Tabletten und mit Infusionen.
    Wie ich soeben in meiner Antwort an Linda erläutert haben, dauert die Auffüllung des Eisenspeichers auf die angestrebten Werte von mehr als 100 ng/ml mit Tabletten bei den meisten Menschen sehr lange. Eiseninfusionen könnten für Sie eine gute Möglichkeit sein, sich bald wieder deutlich besser zu fühlen. Am besten lassen Sie sich in einem Eisenzentrum persönlich beraten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 14.09.2019
    Hallo Linda,
    danke für Ihre Anfrage. Bei den von Ihnen angegebenen Werten dürfte es sehr lange dauern, bis Sie durch eine Therapie mit Eisentabletten den Ferritinwert über 100 ng/ml angehoben haben. Haben Sie schon Erfahrung mit der Wirksamkeit von oralen Eisenpräparaten bei Ihnen? Manche Menschen bringen es darunter zu passablen Anstiegen des Ferritinwertes, bei vielen dauert es ziemlich lange (weit über ein Jahr) und bei einer ganzen Reihe von Betroffenen tut sich fast gar nichts. Orales Eisen wird oft nicht besonders gut resorbiert. Zudem enthält das von Ihnen genannte Präparat pro Tablette 50 mg Eisen-II-Ion, das ist für Ihre Situation eine sehr niedrige Dosis. Sie sollten auf jeden Fall nach spätestens drei Monaten prüfen, wie weit Ihr Ferritinwert angestiegen ist. Wenn Sie deutliche Beschwerden haben sollten, die Sie mit einem Eisenmangel in Verbindung bringen, wäre ein Ausgleich des Eisendefizits mittels Eiseninfusionen sicher sinnvoll, damit es Ihnen bald besser geht.
    Mit freundlichen Grüßen nach Österreich
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 14.09.2019
    Hallo Katha,
    bitte entschuldigen Sie die späte Antwort!
    Eisen im Serum gibt keinen Hinweis auf die Füllung des Eisenspeichers.
    Ein Ferritin von 30 ng/ml ist nach den Aussagen des "Swiss Iron System" (SIS) bei Vorliegen von Eisenmangelsymptomen dringend verdächtig auf ein Eisenmangelsyndrom. Wir sind mit Dr. Beat Schaub aus Binningen bei Basel der Meinung, dass Männer und Frauen in der Regel einen Ferritinwert von über 100 ng/ml haben sollten.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • S.to, am 12.09.2019
    Hallo, ich habe heute meine Eisen/Ferritin testen lassen, und der Ferritin liegt bei 3. Was könnte ich dagegen tun? Da ich auch Vegetarierin bin.
    LG
  • Linda, am 12.09.2019
    Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,Ich habe von meiner Ärztin erfahren, dass ich (w, 39) eine Anämie habe (HB 10,6) und mein Ferritinwert bei 5 ng/ml liegt. Weiters habe ich auch einen Vitamin D Mangel (10 ng/ml). Ich bekomme nun sowohl Eisen- als auch Vitamin D Tabletten. (Für Eisen nehme ich Ferretab comp. 1x in der Früh). Da ich sehr müde und erschöpft bin wollte ich nachfragen, wann ich frühestens damit rechnen kann, dass die Eisentabletten zu einer Verbesserung meines körperlichen Zustands führen, sofern der Eisenmangel für meine Symptome verantwortlich ist. Oder wäre in meinem Fall eine Infusion sinnvoller? Herzlichen Dank für Ihre Antwort vorab!
  • Katha, am 16.08.2019
    Hallo Dr. Jaschke,
    ich verstehe meine Eisenwerte nicht. Eisen im Blut 135 und Ferritin 30. Sind die Werte in Ordnung oder ist Eisen etwas zu hoch? Was hat es zu bedeuten? Danke und Grüsse
  • Dr. Frank Jaschke, am 16.07.2019
    Liebe Frau Nelke,
    danke für Ihre Anfrage im Naturheilmagazin.
    Es ist natürlich schwer zu beurteilen, was die Ursachen für Ihre gefühlte Kraftlosigkeit und Schlappheit sind. Durch Nachdenken allein kann man das Problem nicht lösen: ich erlebe es in Einzelfällen immer wieder, dass Frauen einen Ferritinwert über 150 ng/mg benötigen, um sich gut zu fühlen. Die meisten benötigen aber einen Wert über 100 ng/ml.
    Also: lassen Sie sich den Ferritinwert auf mindestens 150 ng/ml anheben und schauen Sie dann, wie es Ihnen nach einigen Wochen geht. Achtung, falls Ihr CRP-Wert (Entzündungswert) erhöht ist, kann der Eisenvorrat des Körpers (falsch) zu hoch eingeschätzt werden, je höher der CRP-Wert ist, desto ausgeprägter ist der Fehler.
    Achten Sie auch darauf, dass Sie täglich zumindest natives Olivenöl, Leinöl und DHA und EPA (das sind unverzichtbare Omega-3-Fettsäuren) aus Fisch- oder Algenöl zu sich nehmen.
    Ich wünsche Ihnen eine baldige Besserung!
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Denise Nelke, am 12.07.2019
    Hallo Herr Dr. Jaschke,bei der Geburt meiner Tochter im Juli letzten Jahres habe ich sehr viel Blut verloren und mein Hb lag bei 6,8. Ich konnte erst nicht aufstehen und war lange Zeit sehr kraftlos und schlapp. Das laufen viel mir sehr schwer. Ich habe im Krankenhaus eine Eiseninfusion bekommen und musste Eisentabletten nehmen und es hat bis November gedauert bis ich mich wieder fitter fühlte. Die Tabletten habe ich bis Januar weiter genommen. Im Februar ging es mir wieder gut. Seit März fing es an, dass es mir täglich schlechter ging. Ich wurde wieder schlapper und kraftloser. Erst war es nur eine Stunde am Tag, dann wurde es immer mehr, bis ich Mitte März gar nicht mehr laufen und mich auf den Beinen halten konnte. Ich muss dazu sagen, ich habe bis Ende Februar gestillt und immer umso weniger ich gestillt habe, umso schlechter ging es mir. Mitte März hatte ich einen Ferritinwert von 30. Laut meinem Hausarzt sei der ok und keine Handlung nötig. Dennoch bat ich um Eisentabeltten. Die nahm ich dann auch und schaffte es erstmal Mitte Mai wieder alleine raus. Mein Gefühl sagte mir, dass mir Eisen fehlt und ich deswegen so kraftlos und schlapp bin. Mein Arzt hingegen war der Meinung es sei psychisch. Ich merkte ab Mitte Mai Besserung. Mein Ferritinwert ging auf 79. Komplett fit war ich nicht, ich fühlte mich immernoch schlapp, aber konnte wieder mehr, es war wieder möglich zu laufen. Nur die Gefühle blieben. Dann bekam ich eine Magenschleimhauzentzündung und musste die Tabletten absetzen. Vor 3 Wochen merkte ich, dass es mir von Tag zu Tag wieder schlechter ging und vor 2 Wochen war ich plötzlich wieder nicht mehr in der Lage zu laufen, ich habe meine Beine nicht hochgekommen und war wieder kraftlos. Der Ferritinwert lag nun bei 69 und der absolute eisenwert eise01 lag bei 33. (Vorher 47) Für den Arzt kein handlungsbedarf. Ich bat um eine Eiseninfusion. Erstaunlicherweise konnte ich 1 Tag danach wieder besser laufen. Ich bekomme die beine wieder hoch und habe wieder viel mehr geschafft. Fühle mich dennoch kraftlos und meine beine fühlen sich wie Gummi an, aber ich schaffe wieder viel mehr. Ich habe es meinem Arzt gesagt, er sieht da keinen Zusammenhang. Bilde ich es mir ein? Oder kann es am Eisen liegen? Für ihn ist der Wert von 69 gut. Und es sei eher was psychisches. Ich weiss nicht mehr weiter. Können sie mir einen Tipp geben? Außerdem ist er der Meinung, dass ich eher müde sei bei eisenmangel und nicht kraftlos und schlapp. Ich danke ihnen im voraus, liebe Grüße Denise Nelke
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.07.2019
    Hallo, Anna,
    wieviel Eisen war denn in den Infusionen drin? Die Milliliterangabe sagt nur dann etwas, wenn wir die Konzentration der Lösung wissen. Müdigkeit nach Eiseninfusionen kann für einige Tage vorkommen, das geht vorbei. Eine Besserung wird meistens dann verspürt, wenn die Hälfte der Eisendosis, die für einen Anstieg des Ferritin auf über 100 ng/ml benötigt wird, gegeben wurde.
    Sommerliche Grüße aus Wiesbaden
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 07.07.2019
    Hallo, Anja,
    die eine Eiseninfusion war vermutlich zu wenig bei einem so niedrigen Ferritinwert. Man müsste das aktuelle Ferritin bestimmen, der Anstieg, der mit Tabletten manchmal zu erzielen ist, dauert gewöhnlich ziemlich lange. Zur Förderung des Wohlbefindens sollte der Ferritinwert 100 ng/ml überschreiten.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Anna, am 04.07.2019
    Hallo ,Ich habe einen Ferritin von 4 und Hb 9‘8... habe bis jetzt 2x 200 ml Eiseninfusion und gestern 500 ml bekommen ... ich bin heute , 1 Tag nach der Infusion so etwas von Erschöpft, zittere bei leichter Betätigung und habe Herzklopfen und Schwäche ...kann es es sein , das das Nachwirkungen von der Infusion ist, eine Erstverschlimmerung sozusagen ? Ich bin schon verzweifelt , weil ich seit 1 Monat nur mehr hochgradig Erschöpfung bin und Eisenmangelsymtome habe ...Wann spürt man Besserung ?Danke
  • Anja, am 18.06.2019
    Hallo! Erst einmal danke,dass man hier schreiben darf.Bin vor zwei Wochen wegen eines Schwächeanfalls ins Krankenhaus gekommen. Es stellte sich heraus,dass mein Hb bei 10 und mein Ferritin bei 4 liegt. Habe dann eine Eiseninfusion bekommen.Bekomme jetzt Eisentbl.50 mg 2 mal täglich,aber mir geht es noch nicht viel besser.Bin null belastbar und fühle mich so schwach,dass ich nichts tun kann.Ist das normal bei diesen Werten ? Wie lange wird es dauern bis mein Eisenspeicher voll ist?
  • Dr. Frank Jaschke aus Wiesbaden, am 02.05.2019
    Hallo, Tina,
    Schwindel und Kopfschmerzen können typische Symptome eines latenten Eisenmangels sein. Ein Versuch, den Ferritinwert auf über 100 ng/ml anzuheben, lohnt sich meistens.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Tina, am 12.04.2019
    Hallo ,
    Ich habe im September entbunden und im November fingen meine Symptome wie Schwindel und Kopfschmerzen an. Ich dachte mir nichts dabei . Nun bin ich soweit ,dass ständig Schwindelanfälle habe ,Kopfschmerzen, Herzrasen total müde und schlapp bin . Mein HB liegt bei 13,1 also gut nur mein Ferritinwert bei 25 ng/ml . Können solche Symptome auf einen Eisenmamgel hindeuten ? Ich bin echt verzweifelt. Meine Lebensqualität ist sehr eingeschränkt.
    Liebe Grüße Tina
  • Dr. Frank Jaschke, am 30.09.2018
    Sehr geehrte Frau Jahnke,
    es ist eher unwahrscheinlich – aber auch nicht auszuschließen – , dass bei einem Ferritinwert von 10,0 ng/ml eine Eisenmangelanämie vorliegt. Da müsste man sich das Blut einmal genauer anschauen. Ruhelose Beine, Müdigkeit und Schlappheit sind typische Eisenmangelsymptome. Wegen der pelzigen Zunge und den Wortfindungsstörungen würde ich den Vitamin-B12-Spiegel checken. Achtung: er muss im oberen Normbereich liegen!
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 30.09.2018
    Hallo, Frau K.,
    der Eisenwert im Serum ist nicht aussagekräftig. Wenn der Ferritinwert nicht steigt, haben Sie vermutlich zu wenig Eisen erhalten und/oder der Eisenverlust (Morbus Crohn ??, Menstruation) ist zu hoch. Kurz: die Bilanz stimmt nicht. Man müsste Ihren Bedarf einmal ausrechnen und dann im Verlauf feststellen, wieviel Eisen Sie regelmäßig benötigen, damit es nicht mehr zu solch niedrigen Werten kommt.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Grit Jahnke, am 29.09.2018
    Hallo, mal eine Frage zu den Nebenwirkungen einer Eisenanämie. Die Werte sind 4,4 Eisen im Serum und 10,0 Ferritin im Serum, HB Wert ist bei 8,1. Können Schluckstörungen - wenig Gefühl im Mund, brennende manchmal pelzig wirkende Zunge, am Tag zunehmende Schwäche des Kaumuskels bzw. auch nach einigen Bissen bereits - auf mangelndes Eisen zurückzuführen sein? Sonstige Probleme sind: ruhelose Beine, besonders nachts, schnell eintretende Müdigkeit/Schlappheit nach kleinen Anstrengungen und oftmals keine Lust auf Kommunikation, da Sprechen anstrengt und teilweise Wortfindungsschwierigkeiten auftreten.
  • Katja K., am 21.09.2018
    Guten Tag,
    ich habe 12 Wochen nach Infusion einen verbesserten Eisenwert im Serum,
    aber der Ferritinwert ist unverändert bei 13. Bei Durchsicht der älteren Laborwerte musste ich entsetzt feststellen, dass der Ferritinwert eigentlich nie ansteigt-meist 13-16. An wen kann ich mich zur Ursachenforschung wenden? Dieser Zustand muss doch irgendwie verbessert werden oder wie ist Ihre Meinung dazu?
    (Habe seit 2011 die Diagnose Morbus Crohn-derzeit Behandlung mit Mesalazin.)
    Die anderen Werte liegen im Normbereich.
    Gruß
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.09.2018
    Sehr geehrte Frau Eisenmann,
    Ihre Aufregung ist sehr verständlich. Der bestimmte Ferritin-Wert ist jedoch vermutlich nicht sehr aussagekräftig in Bezug auf den Eisenhaushalt. Nach einer Eiseninfusion sollte das Ferritin frühestens nach zwei Wochen bestimmt werden. Außerdem ist Ferritin ein sogenanntes »Akute-Phase-Protein«, was unter anderem auch bei Entzündungen ansteigt – nach einem Kaiserschnitt gibt es Entzündungsreaktionen im Körper. Deshalb sollte in derartigen Fällen auch der CRP-Wert (Entzündungsmarker) zur Beurteilung mit herangezogen werden.
    Freundliche Grüße aus Wiesbaden
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 20.09.2018
    Hallo, Kani,
    danke für Ihre Anfrage. Ihr Befinden und der Haarausfall können durchaus mit einem versteckten Eisenmangel zu tun haben. Schon bei Ferritin-Werten von 75 ng/ml wird Haarausfall beobachtet. Dabei ist zu beachten, dass verschiedene Methoden der Ferritinbestimmung unterschiedliche Ergebnisse liefern können. Deshalb sollte der Wert »zur Sicherheit« über 100 ng/ml angehoben werden. Erfahrungsgemäß dauert es bei den meisten Menschen sehr lange, bis eine solches Ergebnis bei dem von Ihnen genannten Ausgangswert von 23 ng/ml allein über Tabletten-Einnahme erreicht werden kann.
    Mit freundlichen Grüßen
    Dr. Frank Jaschke
  • Margit Eisenmann, am 13.09.2018
    Meine Tochter hatte vor 10 Tagen einen Kaiserschnitt. Da sie anschließend sehr viel Blut verloren hat war der HB Wert auf 5 gesunken. Die bekam 5 bluttransfusionen und 2 Eiseninfusionen. Gestern ist der HB Wert bei 10 gelegen. Aber der Speicherwert bei 1000. Das hat mich sehr erschreckt Ist das normal?
  • Kani, am 27.08.2018
    Hallo,mir geht es in letzter Zeit nicht so prickelnd. Ich wache schon müde auf, habe Schmerzen im Kreuz, kann mich kaum konzentrieren und auch teilweise (vor allem bei heißem Wetter) Schwindelanfälle. Dann ist mir noch aufgefallen, dass meine Haare dünner geworden sind. Der Hautarzt, den ich aufgesucht habe meinte zum Haarausfall dann (und er hat kaum über meinen Kopf geschaut), ich hätte androgenetischen Haarausfall. Er meinte auch ich hätte einen Pilz. Ich verliere aber keine Haare am Oberkopf und auch meine Hausärztin, der ich am nächsten Tag meinen Kopf untersuchen hab lassen, meinte da wäre kein Pilz und sie sähe auch keinerlei Anzeichen auf androgenetischen Haarausfall. Ich solle auf keinen Fall diese Cortison-Lösung nehmen, die der Arzt mir verschrieben hat (er verschrieb mir auch ein spezielles Shampoo und Minoxidil, das ich keinesfalls nehmen werde. ich hatte eh den Eindruck er wolle mir das Zeug unbedingt andrehen). Ich fand es eh seltsam, dass der Hautarzt mit keinem Wort nach meiner Krankheitsgeschichte gefragt hat. Bei mir wurde vor 1,5 Jahren Colitis Ulcerosa diagnostiziert (um genau zu sein eine Proktitis). Das kann teils auch zu Haarausfall führen. Immerhin hat er dann am Tag darauf Blut abnehmen lassen um den Ferritin-Wert zu überprüfen. Heute habe ich den Befund geholt, der angeblich normal sei und der liegt bei 23. Ich habe aber echt alle Symptome von Eisenmangel. Meine Hausärztin meinte auch ich hätte keinen Eisenmangel, meinte aber doch ich solle es ruhig mal eine Weile mit Eisentabletten probieren (was ich selbst vorschlug), was ich ab morgen auch tun werde. Kann es sein, dass man Eisemangelsymptome hat, obwohl der Wert laut Labor im Normbereich liegt?
  • Online-Redaktion, am 18.07.2018
    Liebe Katrin,
    die Kontaktdaten unserer Experten finden Sie beim Klick auf "> Mehr Infos im Experten-Profil" in dem grünen Kasten unter dem Foto des Experten. In diesem Fall unter https://www.naturheilmagazin.de/profil/frank-jaschke.html
    Viel Erfolg wünscht Ihnen
    Ihre Online-Redaktion
  • Katrin, am 17.07.2018
    Guten Tag,seit Jahren leide ich unter Eisenmangel und deren negativen Folgen wie Müdigkeits, Stimmungstiefs, vermindertes Leistungsvermögen, Schwindel und Erschöpfungszustände. Mein Hausarzt verschreibt mir stets Eisentabletten, die kurzzeitig helfen. Von seiner Seite aus sind weder Kontrollen noch weitere Grunduntersuchungen durchgeführt worden. So dass die gravierenden Mangelergebnisse immer erst durch meine Arztbesuche und Checkwünsche aufgefallen sind. Bei einem Arztwechsel ist es mir nicht anders ergangen.Ich bin aufgrund der jahrelangen negativen Folgen auf meine Lebensqualität inzwischen ziemlich verzweifelt.Sie schreiben davon, dass in Ihrer ganzheitsmedizinischen Praxis auch Eiseninfusionen verabreicht werden.Wo finde ich Sie und wie kann ich zu Ihnen Kontakt aufnehmen?Ich bedanke mich im Voraus.Mit freundlichen GrüßenKatrin
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.06.2018
    Hallo, Frau Wächter,
    Ihren Ferritinwert sollten Sie natürlich bald auf »männliche« ;-) Werte anheben. Das wissen Sie ja als Heilpraktikerin.
    Nun zu den Ferritinwerten Ihrer Tochter: Ferritin ist auch ein sogenanntes »Akute-Phase-Protein«. Akute-Phase-Proteine sind Eiweißstoffe, die im Rahmen einer Immunreaktion vermehrt im Blut auftauchen. Sie sollen unter anderem helfen, die Ausbreitung der Entzündung zu verhindern und die Immunabwehr zu unterstützen.
    Möglicherweise sind die Ferritinwerte bei Ihrer Tochter erhöht, weil sich im Körper Entzündungsvorgänge abspielen. Denkbar wären beispielsweise Entzündungen an der Darmschleimhaut. Die Erhöhung des Ferritinwertes wäre dann nicht im Sinne einer Eisenüberladung zu werten. Sind Entzündungen wesentliche Ursache eines erhöhten Ferritinspiegels, sollte auch die Transferrinsättigung niedrig sein.
    Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiter helfen.
    Freundliche Grüße
    Dr. Frank Jaschke
  • Dr. Frank Jaschke, am 28.06.2018
    Hallo, Ursula,
    ich habe leider keine belastbaren Informationen zur Rolle genetischer Faktoren bei niedrigem Ferritin-Spiegel finden können. In erster Linie ist die Ursache für erniedrigte Ferritin-Spiegel aber ein manifester oder versteckter Eisenmangel.
    Dr. Frank Jaschke
  • Simone Wächter, am 20.06.2018
    Hallo Herr Dr. Jaschke,
    aufgrund meiner Tätigkeit als Heilpraktikerin bin ich auf die Ausführungen von Dr. Schaub aus der Schweiz zum Thema Ferritin gestoßen. Mein Hb-Wert war immer in der Norm und trotzdem habe ich mittlerweile einen Ferritin-Wert von 10. Darauf bin ich gestoßen, weil ich diese Untersuchung selber in einem Labor in Auftrag gegeben habe. Mein Hausarzt hielt diese Untersuchung nicht für nötig, da der Hb ja in der Norm wäre. Viel schwieriger finde ich die Beurteilung eines zu hohen Ferritin-Wertes. Mein Tochter (12 Jahre) ist mittlerweile aufgrund einer Reizdarmsymptomatik seit fast 3 Jahren krank. Sie hat letztes Jahr aufgrund einer unerkannten Histamininteroleranz sehr viel abgenommen, da sie eine Dauerübelkeit entwickelt hat. Ihr Ferritin-Wert liegt immer weiter über der Norm. Werte von 140 bis 200 sind bei ihr die Regel (sie wiegt dabei lediglich 40 kg). Ihr Internist hat einen Gentest auf Hämochromatose in Auftrag gegeben, negativ. Ihr Kinderarzt sagt, wenn der Hb unaufällig ist und lediglich der Ferritin-Wert erhöht, wäre das nicht aussagekräftig. Vielleicht könnten Sie mir dazu eine kurze Einschätzung zukommen lassen, wie Sie das beurteilen. Mit freundlichen Grüßen
    Simone Wächter
  • Dr. Frank Jaschke, am 12.06.2018
    Hallo, Frau Ackermann,
    selten geht es einem Menschen mit einem Ferritin-Wert von 25 ng/ml wirklich gut: schon bei Werten unter 50 ng/ml nehmen die Eisenmangelsymptome rapide zu. Die von Ihnen geschilderten Beschwerden könnten durchaus mit einem latenten Eisenmangel zusammen hängen. Es würde sich also lohnen, Ihren Ferritinwert auf »männliche« Werte, also über 100 ng/ml anzuheben. Unter diesem Link finden Sie Eisenzentren, die von Dr. Schaub aus Basel geschult sind: http://www.eisenzentrum.org/ez/daten/index-Dateien/Page1170.htm
    Ich wünsche Ihnen, dass es Ihnen bald deutlich besser geht.
    Freundliche Grüße aus Wiesbaden
    Dr. Frank Jaschke
  • Johanna Ackermann, am 30.05.2018
    Hallo,

    meine Hausärztin sagt immer noch das ein Ferritin Wert von 25 super ist. Ich bin aber oft müde, habe einen Tinnitus und nehme oft Krankheiten mit. Kann dies vielleicht am Ferritinewert liegen? Wo gibt es einen guten Arzt in München den man sich als Kassenpatienten leisten kann?
  • Ursula, am 16.05.2018
    Kann ein niedriger Ferritinspiegel genetisch bedingt sein?

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