Ferritin

Ferritin & Eisenmangel

Eisenmangel kennt jeder, aber Ferritin?? Am Ferritin-Wert im Blut erkennt der Arzt, wie viel Eisen im Körper vorhanden ist und wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind. Damit ist Ferritin wichtig für die Diagnose eines Eisenmangels und um den Erfolg einer Eisenmangel-Therapie zu verfolgen. Darüber hinaus kann ein erhöhter oder erniedrigter Ferritin-Wert auf verschiedene Krankheiten hinweisen …

Dr. med. Frank Jaschke
FA. für Innere Medizin, FA. für Psychosomatik und Psychotherapie
„Der Ferritin-Wert im Blut zeigt, wie gut unsere Eisenspeicher gefüllt sind und sollte bei jeder Eisentherapie regelmäßig kontrolliert werden.“
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Was ist Ferritin?

Ferritin ist ein Eiweißmolekül, das in unserem Körper Eisen speichert. Der Ferritinspiegel im Blut zeigt, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind.

Mancher von Ihnen kennt sicher den Ferritin-Wert als einen Laborwert, den der Arzt aus Ihrem Blut bestimmt hat. Ferritin ist ein wichtiger zellulärer Eisenspeicher in unserem Körper. Der Ferritingehalt im Blut zeigt dem Arzt, wie gut Ihre Eisenspeicher gefüllt sind. Rund 20 % des Eisens in unserem Körper sind an Ferritin gebunden. Den Rest finden wir v.a. als Blutfarbstoff Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, als Myoglobin in Muskeln oder an das Transporteiweiß Transferrin gebunden.

Namensgebend für das große Eiweißmolekül, das bis zu 4500 Eisenatome in seinem Inneren beherbergen kann, ist das Eisen selbst (lat. ferrum = Eisen). Im Körper finden wir Ferritin v.a. in der Leber, der Milz und im Knochenmark – und im Blut, wo sein Gehalt bequem bestimmt werden kann.

Neben der Eisenspeicherung spielt Ferritin eine Rolle beim Umgang der Zellen mit oxidativem Stress und Entzündungen.

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Welcher Ferritin-Wert ist normal?

Je nach Labor können die angegebenen Normwerte für Ferritin durchaus schwanken. Typische Normwerte für den Ferritingehalt im Blut liegen bei 15-250 ng/ml für Frauen bzw. 20-500 ng/ml für Männer.

Soweit die deutschen Normwerte. Schaut man sich die amerikanische Literatur an, so gilt dort bereits ein Wert unter 40 ng/ml als zu niedrig (latenter Eisenmangel, Eisenmangel ohne Blutarmut). Bei unter 20 ng/ml geht man dort von einem Eisenmangel mit milder, unter 10 ng/ml mit schwerer Blutarmut aus.

Letztendlich ist aber jeder Fall individuell zu sehen und die jeweilige Lebensphase (Schwangerschaft, Wachstum, durchgemachte Infekte usw.) zu berücksichtigen. So gibt es durchaus Patienten, die sogar bei Ferritin-Werten von deutlich über 40 ng/ml Symptome eines Eisenmangels aufweisen.

Wann ist der Ferritin-Wert erniedrigt?

Ein niedriger Ferritin-Wert und eine niedrige Transferrin-Sättigung, d.h. eine geringe „Beladung“ des Eisentransporters Transferrin, weisen auf einen Eisenmangel hin. Dieser kann, muss aber nicht mit einer Anämie (Eisenmangelanämie) einhergehen. Je nach Quelle findet man hierzu etwas unterschiedliche Angaben. Professor Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine (Stand 2019) unterscheidet je nach Ferritin-Wert

  • Eisenmangel ohne Blutarmut (Ferritin-Wert < 40 ng/ml)
  • Eisenmangel mit milder Blutarmut (Ferritin-Wert < 20 ng/ml)
  • Eisenmangel mit schwerer Blutarmut (Ferritin-Wert < 10 ng/ml)

Ein zu niedriger Ferritin-Wert kann viele Gründe haben:

  • unzureichende Eisenaufnahme im Darm (z.B. bei entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie)
  • erhöhter Eisenverlust durch Blutungen (z.B. schwere Verletzungen, Darmgeschwüre, Darmpolypen)
  • erhöhter Eisenbedarf (z.B. Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit)
  • Mangel- oder Fehlernährung (z.B. Alkoholmissbrauch, vegetarische Ernährung)
  • Eiweißverlust (z.B. bestimmte Nierenkrankheiten)

Welche Symptome zeigen sich bei Eisenmangel?

Wenn Eisen knapp wird, muss der Körper mit dem wenigen, was er hat, gut haushalten. Offensichtlich hat die Blutbildung bei der Eisenversorgung eine hohe Priorität. Sie wird bei Eisenmangel zuletzt eingeschränkt. Das bedeutet, dass andere Symptome eines Eisenmangels schon lange vorhanden sein können, bevor der Eisenmangel im normalen Blutbild sichtbar wird. Zu den typischen Anzeichen eines Eisenmangels gehören u.a.:

  • Erschöpfung, Kraftlosigkeit
  • Stimmungstiefs
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche / Ohrensausen (Tinnitus)
  • Potenzstörungen
  • Haarausfall & rissige Nägel
  • Infektanfälligkeit

Typisch für eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) ist ein niedriger Ferritin-Wert, während der Transferrinwert erhöht ist.

Kann der Ferritin-Wert auch zu hoch sein?

Durchaus! Einen erhöhten Ferritin-Wert können wir z.B. finden bei

  • Eisenüberladung durch häufige Bluttransfusionen oder bei Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
  • gestörter Blutbildung
  • verschiedenen Grunderkrankungen (z.B. möglich bei schweren Leberschäden, chronischen Entzündungen, Tumoren)
  • zu hoher Dosierung von Eisenpräparaten

Warum ist die Ferritin-Kontrolle so wichtig?

Ohne Frage: unser Körper braucht Eisen – aber in der richtigen Menge!

Eisen ist ein ganz zentrales Spurenelement, wenn es um die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport geht. Es wird für die Energiegewinnung der Zellen ebenso benötigt wie für Enzyme. Wenn wir zu wenig Eisen haben, fühlen wir uns schlapp und müde. Insbesondere Frauen, die über die Regelblutung immer wieder Eisen verlieren, sind von einem Eisenmangel betroffen. In Deutschland sollen 20 % der Frauen im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, bei den Männern sind es deutlich weniger. Nach unserer Erfahrung dürfte der Anteil der Frauen, die im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

Doch auch zu viel Eisen ist schädlich. Wenn übermäßig Eisen zugeführt wird, kann dies z.B. zu Schäden an Bauchspeicheldrüse, am Herzmuskel, an Hormondrüsen wie der Schilddrüse und an Gelenken führen.

Deshalb sollte während einer Eisentherapie mit Eisentabletten oder -infusionen immer wieder kontrolliert werden, wie es um die Eisenversorgung und den Eisenspeicher bestellt ist. – Womit wir wieder beim Ferritin-Wert wären. Denn nur dieser liefert – anders als z.B. das Blutbild oder der Hämoglobingehalt des Blutes – eine zuverlässige Aussage über den Füllungszustand unserer Eisenspeicher. Wie unzuverlässig das Blutbild bei der Beurteilung der Eisenversorgung ist, zeigt Folgendes: Bei einem Ferritin-Wert von 9 ng/ml – und damit einem klaren Eisenmangel – ist das Blutbild bei den meisten Patienten noch gänzlich unauffällig. Veränderungen treten bei vielen erst bei Werten unter 5 oder 6 ng/ml auf – wenn also bereits ein schwerer Eisenmangel besteht.

Was tun bei zu niedrigem Ferritin-Wert?

Wenn die Eisenvorräte zu niedrig sind, gilt es zunächst nach den Ursachen zu forschen und diese zu bekämpfen (Grunderkrankungen, Ernährung). Günstig sind v.a. tierische Lebensmittel mit hohem Eisenanteil (rotes Fleisch), da das Eisen aus diesen besser verwertet werden kann. Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe die Eisenaufnahme hemmen (z.B. Tee, Kaffee, Getreide, Kleie, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojaeiweiß, Milcheiweiß) sollten nicht gemeinsam mit eisenreicher Nahrung kombiniert werden. Günstig wirkt sich dagegen Vitamin C (Obst, Paprika) auf die Eisenaufnahme aus.

Erfahrungsgemäß ist darüber hinaus in vielen Fällen die zusätzliche Zufuhr von Eisen erforderlich. Diese kann in Form von Tablette bzw. Kapseln oder als Infusion erfolgen. Die Aufnahme über Tabletten oder Kapseln beschränkt sich dabei im Wesentlichen auf leichtere Formen des Eisenmangels. Zudem klagen viele Patienten über Verdauungsprobleme auf Grund solcher Eisenpräparate. Ungeeignet sich über den Mund aufgenommene Eisenpräparate in allen Fällen, in denen die Eisenaufnahme im Darm gestört ist (z.B. chronische Darmerkrankungen, Zöliakie). In unserer ganzheitsmedizinischen Praxis hat sich daher in den meisten Fällen die Eiseninfusion als Mittel der Wahl herauskristallisiert.

Was tun bei zu hohem Ferritin-Wert?

Auch hier gilt wieder: zunächst einmal die Grunderkrankung behandeln. Darüber hinaus können Aderlässe sinnvoll sein.

Literatur

  • Prof. Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine in medizinischen Internet-Datenbank uptodate.com (Juni 2010) zu den Ferritin-Werten

Kommentare

Dr. Frank Jaschke, 28.10.2020:
Hallo, Daniel,

eine Berechnung der Eisendosis bei oraler Zufuhr macht - im Gegensatz zur Gabe per Infusion - keinen Sinn, weil die Eisenresorption von Mensch zu Mensch sehr schwankt.
Ich würde an Ihrer Stelle über drei Monate täglich 100 mg einnehmen und dann das Ferritin (und das Befinden) kontrollieren.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 28.10.2020:
Hallo, Jana,

Ihr Sportarzt hat Recht. Bei einem Ferritinwert von 4,3 ng/ml (=µg/l) wird es Ihnen ohne Eisen-Infusionen nicht in angemessener Zeit besser gehen. Der Hb-Wert spielt dabei nicht zwingend eine Rolle.
Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 28.10.2020:
Hallo, Uli,

da habe ich erst mal auch keine Idee. Protonenpumpenhemmer (Säureblocker) behindern eher die Eisenresorption. Der Wert für das Ferritin von 460 ng/ml ist aber nicht so schrecklich hoch, dass Sie sich Sorgen machen müssten. Ich würde abwarten, wie es sich weiter entwickelt. Nebenbei: eine Dauertherapie mit Protonenpumpenhemmern sollte wegen der nicht unerheblichen Nebenwirkungspalette vermieden werden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Daniel, 28.10.2020:
Hallo,

ich bin männlich, 26 und leide unter immer wiederkehrenden Halsbeschwerden/ -entzündungen, extremer Müdigkeit und Antriebslosigkeit. Bis auf Allergien und, "dass da was rot ist" konnten die Ärzte nichts finden.

Ich habe auf eigene Faust meinen Ferritin Wert im Blut bestimmen lassen, der bei 56 ng/ml liegt. Mein B12 Wert/ Holotranscobalamin liegt bei 75 pmol/l. Kann der Ferritin Wert trotzdem noch zu niedrig sein und solche Beschwerden auslösen?

Halten Sie folgenden Therapieansatz mit oralen Präparaten für korrekt?:

Gesamteinnahme 4400,0mg Eisen:
1. Woche täglich 80 mg
2. Woche täglich 100 mg
Ab 3. Woche, für 16 Tage, täglich 200 mg

Vielen Dank vorab und beste Grüße
Jana, 25.10.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
ich habe mich  bei einem Sportmediziner zur Bestimmung der Blutwerte wegen muskulären Schwäche in der Beinmuskulatur vorgestellt. Ich laufe hobbymäßig und habe eine Leistungsminderung festgestellt. Die Werte sind wie folgt
Ferritin 4.3 ug/l
hb 12.2. g/dl
Transferrin 347 mg/dl
Hämatokrit 36.3
MCV 82.9
MCHC 33.6
Ich habe keine starke Regelblutung und auch sonst keinen Blutverlust erlitten.
Auf Anraten des Sportarztes sollte ich dringend den Hausarzt einbeziehen der Eiseninfusionen veranlassen soll, alleine mit Tabletten würde man nichts erreichen können. Mein Hausarzt wiederum sieht für eine Eiseninfusion keine
Veranlassung, da der hb Wert von 12.2 im Normalbereich liegt. Er hat mir Tardyferon 50 Stück verschrieben. Ich bin nun wegen dieser 2 sehr unterschiedlichen Therapieempfehlungen bzw. Aussagen verunsichert und würde mich daher freuen, wenn Sie mir eine Rückmeldung geben könnten.
Mit freundlichen Grüßen
Jana
ULRIKE Hofmann, 25.10.2020:
Hallo Herr Doktor Jaschke, seit 2015 steigt mein Ferritinwert kontinuierlich 264, 320, 400 und jetzt nach einem Jahr auf 460. CRP Transferritin alles ok. Genanalyse war negativ.Ich habe Hashimoto, chronische Gastritis und nehme seit Jahren einen Protonenpumpenhemmer. Sonst geht es mir gut, bin sehr aktiv und habe ein Idealgewicht. Ich mache mir große Sorgen. Vielen Dank für eine kurze Antwort,Ulli
Dr. Frank Jaschke, 25.10.2020:
Hallo, Christina,

Ihre Eiseninfusionen waren leider völlig unterdosiert und der Abstand zwischen den Infusionen war zu lange, wenn Sie menstruationsbedingt Eisen verlieren. Sie sollten sich wirklich in einem Eisenzentrum beraten lassen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Christina, 24.10.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,vielen Dank für Ihren Rat! Bei den Infusionen habe ich mich vertan, es waren 4 Infusionen 40 mg Ferrlecit im Abstand von 2 Wochen, das ist jetzt 8 Wochen her. Vitamin B12 hab ich mir von Pascoe besorgt und spritze ich selbst einmal pro Woche, obwohl mein HoloTC bei 60 lag und mir gesagt wurde, das wäre genug. Herzliche Grüße Christina
Dr. Frank Jaschke, 24.10.2020:
Hallo, Bettina,

unruhige Beine sind ein häufiges Symptom eines versteckten Eisenmangels.
Auch für Ihr Kind benötigen Sie mehr Eisen.
Ab der 13. Schwangerschaftswoche sind Eiseninfusionen möglich. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum und füllen Ihre Eisenspeicher gezielt auf.
Alles Gute für Sie und Ihr Kind!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Bettina, 23.10.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,

ich bin schwanger (28. Woche) und habe schon seit dem 4. Monat mit Restless Legs zu kämpfen. Deswegen war ich beim Neurologen, der mir aber nicht die sonst üblichen Medikamente verschreiben konnte. Stattdessen hat er Eisen getestet. HB Wert war mit 13 ok, aber Ferritin lag nur bei 9.
Nun nehme ich seit 6 Wochen Eisentabletten (100mg). Gestern war ich zur Kontrolle beim Hausarzt aber Ferritin war wieder nur bei 12 (HB bei 13).
Was raten Sie mir? Der Hausarzt konnte mir nicht wirklich weiterhelfen.

Besten Dank und viele Grüße
Viele Grüße
Dr. Frank Jaschke, 23.10.2020:
Hallo, Philipp,

die Situation ist für mich natürlich nur sehr eingeschränkt zu beurteilen.
Das Absinken des erhöhten Ferritinwertes könnte damit zu tun, haben, dass eine bei der ersten Blutentnahme bestehende Entzündung besser geworden ist.
Gibt es CRP-Werte parallel zu den beiden Ferritinwerten?
Prinzipiell kann natürlich auch ein Blutverlust hinter einem Ferritin-Abfall stehen, in Ihrem Alter muss man jedoch nicht primär an einen Tumor denken.
Falls es - vor allem bei stabil normalen Entzündungswerten - weiterhin zu einem Sinken des Eisenspeicherwertes kommt, muss man dennoch eine Darmspiegelung veranlassen, je nach Beschwerdebild und körperlichem Untersuchungsbefund eventuell auch eine Magenspiegelung.
Ich würde etwa vier Wochen nach der letzten Blutabnahme eine Kontrolle des Ferritins veranlassen, u.a. mit großem Blutbild, Leberwerten, CRP.
Gehen Sie zu einem Internisten oder zu einer Internistin: Von Ihrer Sorge, dass ein Tumor vorliegen könnte, sollten Sie schnellstens befreit werden!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Philipp, 23.10.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke, aufgrund von Symptomen wir Müdigkeit, Antriebslosigkeit habe ich ein großes Blutbild machen lassen. Die Werte sind OK bis auf den Ferritin Wert, der bei 550 lag. Nach 15 Tagen hat man dann erneut Blut abgenommen und der Wert ist auf 377 gesunken. Ist das Sinken ein gutes Zeichen? Ich mache mir dennoch große Sorgen bzgl eines Tumors. Der Hausarzt gibt auch nicht wirklich Ratschläge, "ja man kann ja zum Internisten Mal gehen". Weisen die Werte auf einen bestimmten Tumorart hin? Danke und VGPhilipp (32 Jahre)
Dr. Frank Jaschke, 22.10.2020:
Hallo, Christina,

es stellt sich die Frage, in welchem Zeitraum Sie die vier Infusionen mit Ferinject® erhalten haben.
Sie sollten nachweislich einen Ferritinwert von über 100 ng/ml erreichen, um zu wissen, ob der versteckte Eisenmangel eine wesentliche Ursache Ihrer Beschwerden ist: wäre dem so, sollten sich die Beschwerden deutlich bessern.
Mit 50 mg oralem Eisen alle zwei Tage werden Sie das nicht schaffen. Lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten, damit Sie die notwendige Eisendosis als Infusion erhalten können.
Sie sollten Ihren Vitamin-B12-Spiegel in den oberen Normbereich anheben, das könnte Einfluss auf das Zungenbrennen haben. Vitamin B12 wird aus dem Magen-Darm-Trakt schlecht aufgenommen, Sie sollten Vitamin B12, am besten Methylcobalamin, über Spritzen oder Infusionen erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Christina, 21.10.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,
ich leide seit längerem an Haarausfall und schlimmem Zungen-/ Mundbrennen. Im Rahmen einer umfangreichen Diagnostik ergab sich ein Ferritinwert von 14 ng/ml. Eisen im Serum und Hb waren immer im oberen Normbereich. Dennoch bekam ich 4 Infusionen Ferinject. Da sich die Beschwerden nicht besserten, wurde es dabei belassen. Aktuell liegt mein Ferritinwert bei 29. Kann es sein, dass das einfach noch zu wenig ist und sich daher noch keine Besserung der Beschwerden eingestellt hat oder muss ich davon ausgehen, dass meine Beschwerden doch nichts mit dem Ferritinwert zu tun haben? Im Moment nehme alle zwei Tage eine Eisentablette 50 mg, ist das sinnvoll? Beste Grüße Christina
Dr. Frank Jaschke, 20.10.2020:
Hallo, Mari,

wenn Sie sie bei nachgewiesener Zoeliakie, wie ich vermute, komplett auf Gluten verzichten, sollte dies keine Ursache für eine Eisenmangelanämie mehr sein.
Dann bleibt als wahrscheinlichste Erklärung nur die Menstruationsblutung, die Eisenverluste bedingt, die Sie nicht kompensieren können.
Die typischen Beschwerden, die ein Eisenmangel bedingen kann, können schon bei Ferritinwerten unter 50 ng/ml, für das Symptom Haarausfall bei Werten unter 75 ng/ml auftreten.
Also: lassen Sie Ihr Ferritin auf über 100 ng/ml anheben.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Mari, 19.10.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. med. Frank Jaschke
Ich habe einige Fragen zum Thema Eisenmangel. Ich bin weiblich, 28 Jahre alt. Seit 10 Jahre habe ich immer wieder Ferritinwerte unter 5 ug/l und mehrmals wegen schwerer Anämie Eiseninfusionen bekommen. Die Werte waren selten im grünen Bereich, was anfangs (2011)an einer unerkannten Zöliakie lag aber mittlerweile vermutlich die starke Menstruation verursacht. Zuletzt (21.08.20) war Hämoglobin bei 10,0, Eisen bei 15 und Ferritin bei 4. Ich habe vor sechs Wochen eine Eisennfusion (Ferinjekt) bekommen. Neue Laborwerte: Hämoglobin 13,6, Eisen 111, Ferritin 27. Entgegen meiner Erwartung spüre ich allerdings keine Besserung. Ich bin weiter sehr müde und antriebslos, wenig konzentrationsfähig, bleich, starkes ein und ausatmen selbst ohne Anstrengung. Meine Fragen an Sie: Kann ein Ferritinwert von 27 immer noch diese Symptome bedingen? Brauche ich eventuell noch Geduld bis die Infusion anschlägt und gehen die Werte noch weiter hoch mit der Zeit? Oder muss ich weitersuchen nach Gründen...Vllt ist es auch die Hashimoto-Thyreoditis die Müdigkeit/Antriebslosigkeit etc. verursacht? Ab wann sollte man nach einer Infusion weitermachen mit dem Einnehmen von Eisentabletten? Ich will das Thema, das ich zu lange unterschätzt habe neu ernst nehmen und nicht mehr aus dem Blick verlieren da es mich wirklich schon sehr lange ausbremst im Studium etc.Vielen Dank für Ihren Rat!mit besten Grüßen von Mari
Dr. Frank Jaschke, 10.10.2020:
Hallo, Michaela,

wie schon geschrieben, das Vitamin D muss in den oberen Normbereich kommen!
Auch den Serum-Zinkwert ist zu niedrig.
Biotin sollten Sie einfach mal eine Weile zuführen, unabhängig vom gemessenen Wert, denn ein versteckter Mangel kann auch bei normalen Serumwerten vorliegen. Biotin und Vitamin B12 wirken zusammen, beide Vitamine müssen ausreichend vorhanden sein!
Der Ferritinwert von 308 ng/ml ist ausreichend hoch.
Schwankungen bei Leukozytenwerten sind völlig normal.
Falls das alles nichts nutzen sollte, könnte eine dermatologische und endokrinologische Diagnostik hilfreich sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Michaela, 10.10.2020:
...... NACHTRAG...... ist es vielleicht erwähnenswert, dass meine Menstruation die letzten Jahre sehr sehr gering ist?
Michaela, 08.10.2020:
Hallo Dr. Jaschke,
Ich habe heute weitere Ergebnisse erhalten. Zunächst um die letzte Frage zu beantworten, der Vitamin D wurde in ng/ml gemessen und ist bei 21. Also ganz unten. Auch liegt Zink bei 623 ng/l und Biotin bei 234 ng/l . Das ist doch recht wenig oder, kann das mit soo starkem Haarausfall zusammen hängen? Ich habe über 1/3 meiner Haare verloren. Auch wurde Ferritin jetzt von meinem Arzt getestet, der weiter auf 308 stieg. Er weiss nicht weiter und möchte nächste Woche mit dem Labor Rücksprache halten. Die Leukozyten sind von 7.3 Tsd auf 9.3 Tsd/ n in 9 Wochen gestiegen, dennoch im Normbereich. Schwankt der wert auch schnell ? Wozu würden Sie mir vielleicht ein letztes Mal raten ? Vielen lieben Dank.
Dr. Frank Jaschke, 08.10.2020:
Hallo, Antje,

zu den Auswirkungen einer Histaminintoleranz auf den Ferritinwert ist mir nichts bekannt.
Bei einem Wert von 279 ng/ml handelt es sich auch nicht um einen wirklich erhöhten Ferritinwert, eine Reihe von Laboren betrachtet 300 ng/ml als oberen Normwert.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Antje, 08.10.2020:
Kann ein erhöhter Ferritin wert (279) im Zusammenhang mit Histaminintoleranz stehen?
Dr. Frank Jaschke, 07.10.2020:
Hallo, Sophie,

offensichtlich haben Sie eine genügend große Menge an Eisen erhalten. Wenn keine Entzündung vorliegt, ist es erlaubt zu sagen, dass Sie ausreichend mit Eisen versorgt sind.
Es wäre die Frage, wo der Ferritinwert zwei bis drei Wochen nach Ende der Eisen-Infusionstherapie lag. Entweder er lag noch höher als der jetzt gemessene Wert, oder Sie hatten keine so starken Eisenverluste.
Ich würde auf jeden Fall in einem halben Jahr den Ferritinwert kontrollieren lassen.
Ich beobachte gelegentlich, dass der Wert, nach dem er anfänglich oben bleibt, dann doch absinkt.
Also, erstmal abwarten. Sind Ihre Beschwerden denn durch die Eiseninfusion besser geworden?

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 07.10.2020:
Hallo, Ines,

ich fürchte, ich kann Ihnen auf diesem Weg nicht ausreichend weiter helfen.
Sollten Sie keine erhöhten Entzündungswerte im Blut haben, deutet ein Ferritinwert von 328 ng/ml auf einen mehr als ausreichend gefüllten Eisenspeicher hin.
Es wäre denkbar, dass eine ausgeprägte Fehlverdauung Ihre Beschwerden verursacht, aber das ist aus der Ferne nicht beurteilbar.
Ich drücke Ihnen die Daumen, dass bald eine Ursache für Ihre Beschwerden gefunden wird!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 07.10.2020:
Hallo, Anja,

die geklagten Beschwerden können durchaus mit einem versteckten Eisenmangel zusammenhängen.
Ein Ferritinspiegel von 12 ng/ml ist in Deutschlang bei den meisten Laborwerten ein Wert im unteren Normbereich.
Dennoch ist der Wert viel zu niedrig. Eine einwöchige Einnahme eines Eisenpräparates pro Zyklus dürfte nichts Wesentliches an Ihrem Befinden ändern, ein weiteres Absinken des Ferritinwertes würde auch nicht sicher verhindert werden.
Wenn es Ihnen so schlecht geht, wie Sie schreiben, machen Eiseninfusionen Sinn, dann besteht die berechtigte Hoffnung, dass es Ihnen in wenigen Wochen deutlich besser geht.
Wenn Sie nicht richtig weiter kommen sollten, wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Anja, 07.10.2020:
Hallo Dr.Jaschke! Ich habe doch nochmal eine Frage,und zwar hatte ich jetzt wieder eine sehr starke Periode und seitdem kommt zu den Kopfschmerzen un dem Schwindel noch eine fürchterliche Schwäche in den Beinen und eine innere Unruhe dazu.Kann das alles von diesem erniedrigten Ferritin kommen? Er lag ja vor meiner Periode bei 12 und mein HB war bei 13..Diese Schwäche ist sehr unangenehm ! Vielen lieben Dank nochmals!
Sophie, 05.10.2020:
Sehr geehrter Dr. Jaschke,
wie lange kann eine Eiseninfusion (Eisensaccharose)anhalten? Können die Speicher nach 6 Monaten noch übervoll sein, d.h. Werte von 350ng/ml haben? Bisher war ich immer im Eisenmangelbereich.
Vielen Dank!
Freundliche Grüße!
Ines, 05.10.2020:
Sehr geehrter Dr. Jaschke,ich bin ständig müde,nehme trotz kohlenhydratreduzierter, glutenfreier und milchfreier Ernährung ständig an Gewicht zu, habe Haarausfall, Osteoporoseanzeichen, Wechseljahresbeschwerden (mit 20 Jahren), Stimmungsschwankungen und Zykusstörungen. Leider konnte die bisherige Ursache noch nicht gefunden werden. Heute erhielt ich einen Eisenwert von 7,9 umol/l und Ferritin von 328 ng/ nl. Kann das eine Ursache sein?
Anja, 04.10.2020:
Hallo Dr.Jaschke! Mich plagen seit drei Monaten immer ein paar Tage vor und eine Woche nach meiner Periode Benommenheit,Schwindel,Nackenschmerzen und Kopfschmerzen.Jetzt kam heraus ,dass mein Ferritinspiegel bei 12 und mein HB bei 13 liegt. Mein Arzt hat empfohlen immer eine Woche ein Eisenpräperat zu nehmen.Ist das ausreichend ! Sonst bin ich immer sehr sportlich ,aber im Moment schaff ich nur einen Spaziergang..Können diese Kopfschmerzen bei diesen Werten möglich sein? Ich danke Ihnen sehr für Ihre Hilfe!
Dr. Frank Jaschke, 02.10.2020:
Hallo, Michaela,

Sie schreiben nicht, in welchen Einheiten das Vitamin bei Ihnen gemessen wurde. Deshalb kann ich Ihnen auch nicht sagen, ob 70 ein anzustrebenden Wert sein könnte.
Aber es ist ganz einfach: bringen Sie Ihre Werte für Vitamin D3, genauso wie die von Vitamin B12, in den oberen Normbereich der Werte des Labors, bei dem die Werte bestimmt wurden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Michaela, 29.09.2020:
Hallo Dr. Jaschke,Tatsächlich liegt mein Vitamin D bei 21. Welchen sollte ich anstreben, 70? Kann das schon so starken Haarausfall verursachen? Vitamin B sagte sie, doch nicht abgenommen zu haben. Das werde ich alles nächste Woche machen lassen. Beste Grüße und vielen lieben Dank
Dr. Frank Jaschke, 27.09.2020:
Hallo, Michaela,

schön, dass ich Ihnen schon etwas weiterhelfen konnte.

Schauen Sie sich die bei Ihnen bestimmten Vitamin B12 und Vitamin D3-Werte an. Beide sollten im oberen Normbereich liegen. Die meisten Menschen schaffen das nicht ohne die Substanzen zusätzlich zuzuführen - Vitamin B12 kommt praktisch nur aus Fleisch und wird schlecht im Magen-Darm-Trakt aufgenommen und Vitamin D3 muss durch die Sonne in der Haut aktiviert werden. Beim Vitamin D3 handelt ist sich eigentlich um ein Hormon, das jede Zelle benötigt.

Eine Schwankung des gemessenen Ferritinwertes von Tag zu Tag ist normal, Ferritin ist ein Akutphasen-Eiweiß und gehört zusammen mit Transferrin und dem Transferrinrezeptor zur Proteinfamilie, die die zelluläre Abwehr gegen oxidativen Stress und Entzündungen koordiniert. Da gibt es ein ständiges Auf und Ab.

Also: alles kein Grund zur Beunruhigung.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Michaela, 26.09.2020:
Hallo Dr. Jaschke,Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort. Ihre Antwort ist schon mal beruhigend. Können denn die Labore so unterschiedlich sein? Auf beiden Befunden steht, dass Ferritin 15 bis 150 normal sei und sie sagen meine 297 sind im oberen Normbereich. Ich meine das wäre der doppelte Wert. Das wüssten Die Ärzte doch dann auch ... ? Auch dass der Wert um 27 in 8 Tagen gestiegen ist, ist nicht bedenklich?Zum Haarausfall ist zu sagen, dass Vitamin B und D ok sein soll, habe jedoch die Werte nicht. Werde ihren Rat natürlich annehmen Zink und Bioton testen lassen. Mein Arzt lässt es mich sicherlich wieder selbst zahlen, da er es nicht für notwendig hält. Ich denke dass der Haarausfall nichts mit dem Ferritin zu tun hat. Vielleicht ist noch erwähnenswert, dass ich seit meinem 19 Lebensjahr starke Extrasystolen mit erhöhtem Puls habe und Meteohexal einnehme. Es soll psychisch bedingt sein. ( Kindheit war von Tod, Ängste, Missbrauch... durchzogen)Das heißt zusammen fassend, mein Ferritin ist ok und nicht weiter abzuklären? Ich bedanke mich von ganzen Herzen und bin sehr froh, dass es Menschen wie Sie gibt.
Dr. Frank Jaschke, 26.09.2020:
Hallo, Arkanisha,

ein Ferritinwert von 2 ng/ml (das Minuszeichen ist lediglich die Markierung des Labors für Werte unterhalb des Normbereiches) ist viel zu niedrig.
Ihre Beschwerden könnten allein durch einen Eisenmangel bedingt sein. Erstaunlicherweise ist Ihr Blutbild in dem separat übermittelten Laborbefund noch gut. Das ist aber kein Argument gegen einen Eisenmangel.
Das Ausmaß Ihrer Beschwerden lässt zu Eiseninfusionen raten. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum, dann geht es Ihnen sicherlich sehr schnell besser!
Alles Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Arkanisha, 25.09.2020:
Hallo! Ich bin total verunsichert. Habe meine Laborwerte erhalten: Ferritin: -2 ; Transferrin: 25% ; CRP: 0.44 Meine Beschwerden sind Extrasystolen, Erschöpfung/ Müdigkeit, Rillen in den Fingernägeln; Schwindel und Benommenheit. Der Arzt beim Check Up hat überhaupt nichts bzgl dieser Werte gesagt. Nach ein bisschen Recherche scheint mir aber, dass da definitiv zuwenig Eisen vorhanden ist!? Ich bitte Sie um Information und Hilfe! Herzlichen Dank!
Dr. Frank Jaschke, 25.09.2020:
Hallo, Michaela,

ein Ferritinwert von 297 ng/ml ist ein Wert im oberen Normbereich, jedenfalls bei dem Labor, mit dem ich zusammenarbeite.

Wenn das CRP o.k. ist, wie Sie schreiben, dann ist eine Entzündung auch nicht die Ursache des guten Ferritinwertes.

Das Risiko, dass Sie einen Tumor haben könnten, ist vermutlich nicht größer, als bei Ihren Altersgenossinnen

Bezüglich des Haarausfalls sollten Sie noch Vitamin B12, Biotin und Zink checken lassen.

Vitamin B12 muss im oberen Normbereich sein!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 25.09.2020:
Hallo Maria,

Ihr Ferritinwert von 12 ng/ml ist mit Müdigkeit, Abgeschlagenheit und Haarausfall durchaus zu vereinbaren.

Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben. Entweder, falls es funktioniert und toleriert wird, mit Eisentabletten, oder eben mit Eiseninfusionen, was einen deutlich schnelleren Effekt zeigt.

Der Vitamin B12-Wert reicht für das Überleben, nicht aber für ein Wohlbefinden. Aufmerksamkeit, Konzentration und Merkfähigkeit benötigen Vitamin B12-Werte im oberen Normbereich.

Es wurden Ihnen Vigantoletten® empfohlen. Einen Vitamin D3-Spiegel haben Sie in Ihrer Frage nicht mitgeteilt. Auch dieser sollte im oberen Normbereich liegen. Beim Vitamin D3 handelt es sich um ein für den Körper unverzichtbares Steroidhormon. Um einen akzeptablem Vitamin D3-Spiegel zu erreichen und zu erhalten, reichen Vigantoletten® bei den meisten Menschen von der Dosierung her nicht aus.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 25.09.2020:
Hallo JLo,

Ihre Situation ist aus der Ferne nicht so gut zu beurteilen.

Extreme Kurzatmigkeit und ein hoher Puls sind eher nicht durch einen Ferrtinwert von 13 ng/ml und einen Hb-Wert von 8,9 g/dl zu begründen, wenn der Hb-Wert schon längere Zeit niedrig ist.

Das niedrige Hb-Wert ist möglicherweise auch nicht auf einen Eisenmangel zurückzuführen, da ein Ferritinwert von 13 ng/ml - Fehlen einer stärkeren Entzündung vorausgesetzt - für die Blutbildung ausreichend sein sollte.

Die angegebene Steigerung des Ferritinwertes unter oraler Eisengabe innerhalb von zwei Monaten ist gar nicht so schlecht.

Die Ferritinkontrolle nach der Eiseninfusion von 7. September erfolgte am 15. September zu früh, der Wert ist zu hoch gemessen. Man sollte frühestens zwei bis drei Wochen nach parenteraler Eisengabe kontrollieren. Wenn Sie jetzt erneut kontrollieren lassen, zusammen mit CRP und kleinem Blutbild, können Sie die derzeitige Situation einschätzen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Michaela, 24.09.2020:
Hallo Dr. Jaschke,
Sehr erfreut bin ich soeben auf Ihre Seite gestoßen. Am 5.7. Fing bei mir plötzlich starker Haarausfall an. Kleines Blutbild, außer Cholesterinwerte & Fette waren ok. Ein Hautarzt machte dann ein Haartrichogramm, mit dem Ergebnis, genetisch bedingter Haarausfall. Da es von ein auf den anderen Tag anfing, mit täglich 150 bis 370 Haare, wollte ich mich damit nicht zufrieden geben und bin zu meiner Gynäkologin. Ein Hormontest zeigte einen Ferritin Wert von 270 ng/ml an, worauf hin sie erneut Blut abnahm um weitere Werte zu erhalten. CRP ok. Eisen liegt bei 90 / Transferrin bei 2,41 und Ferritin bei 297. Im Laborbefund steht direkt darunter, es deutet auf eine Eisenverteilungsstörung, Leberzirrhose, Tumore, Infekte und Entzündungen hin. Meine Gynäkologin sagte, nichts weiter machen zu können und mich zu einem Internisten verwiesen. Mein Arzt ist 2 Wochen im Urlaub. Ich habe so unsagbare Angst, dass ich einen Tumor habe, da ja nur dieser Wert erhöt ist und sie eine Infektion und Entzündung ausgeschlossen hat. Ich bin 39 Jahre alt. Was halten sie davon? Ist die Gefahr eines Tumores sehr gross?
Viele Grüße , Michaela
Dr. Frank Jaschke, 24.09.2020:
Hallo, Nele,

Ihre Beschwerden sind teilweise typisch für einen versteckten Eisenmangel. Der Hb-Wert ist hier nicht hilfreich, auch bei normalem Hb-Wert treten solche Symptome auf. Die niedrigen Werte kommen höchst wahrscheinlich von der Menstruationsblutung.
Der Ferritinwert sollte auf über 100 ng/ml angehoben werden.
Zum Psychologen sollten Sie frühestens dann gehen, wenn der Ferritinwert angehoben wurde, und noch immer psychische Symptome bestehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Maria, 23.09.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke.
Ich bin 32 Jahre alt, ernähre mich ausgewogen, mache etwas Sport, aber nicht zu viel und habe sehr geringe bis keine Monatsblutungen.
Ich habe einen Ferritinwert von 12. Eisen liegt bei 49.
Hämoglobin bei 12 gd/l, Hämatokrit bei 0,37 l/l, MCV 86 fl, MCH 28 pg und MCHC 33 gd/l. Vitamin b 12 (cobalamin) liegt bei 454 pg/ml..
Nun wurden mir Vigantoletten empfohlen. Auf die anderen Werte wurde nicht weiter eingegangen. Ist das korrekt?
Ich fühle mich eigentlich durchgehend müde und abgeschlagen. Habe Haarausfall und bin oft gereizt. Könnte das nicht doch mit diesen Werten zu tun haben? Aber wie kann das sein (bei normaler Ernährung, keine Blutungen usw)
Zu was würden Sie mir raten?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.
Mit freundlichen Grüßen
Maria
JLo, 21.09.2020:
Sehr geehrter Herr Dr Jaschke,
seit Monaten leide ich unter extremer Kurzatmigkeit, hohem Puls und einigen anderen Beschwerden. Mein Ferritin lag bei 13, der HB bei 8,9 das B12 und die Folsäure waren ebenfalls erniedrigt. B12 habe ich als Infusion erhalten und Folsan Tabletten eingenommen. Unter Einnahme von Eisentabletten zweiwertig hat sich in 2 Monaten der Ferritinwert auf 23 gesteigert und HB auf 12,7. Am 07.09. hatte ich eine Eiseninfusion halbe Dosis Venofer. Darauf habe ich mit einer Ausgeprägten Anaphylaxie reagiert und musste starkes Antiallergikum sowie Kortison einnehmen. Am 15.09. lag das Ferritin bei 77 doch nur 5 Tage später am 18.09. lag das Ferritin nur noch bei 40 wie kann das sein??? Hb ist auch wieder sinkend. Vielen Dank im Voraus
Nele, 15.09.2020:
Hallo Dr. Jaschke,
ich habe seit Monaten verschiedene Beschwerden und seit einigen Wochen hat sich das ganze zugespitzt. Ich leide unter Stimmungsschwankungen, Blutdruckschwankungen, starker Müdigkeit, Hände und Füße schlafen mir sehr schnell ein, Schwindel, Herzrasen und Panikgefühlen aus heiterem Himmel. Da vieles davon Zyklusschwankungen unterliegt und meine Menstruation recht stark ist, habe ich meine Eisenwerte überprüfen lassen. Mein HB Wert liegt bei 13, aber mein Ferritinwert bei 9. Mein Arzt ist aber der Meinung, dass die Symptome nicht vom Eisenspeicher herrühren können, weil der HB Wert noch in Ordnung ist. Er hat mir jetzt nur eine Überweisung zum Psychologen gegeben. Im Internet habe ich aber wiederholt gelesen, dass trotz normaler HB Werte auch ein leerer Eisenspeicher solche Symptome hervorrufen kann. Bevor er mir Eisenpräparate geben will, soll ich erstmal klären woher die niedrigen Werte kommen. Auf meinen Termin beim Frauenarzt warte ich schon länger und Eisenpräparate habe ich mir jetzt selbst gekauft. Ich hätte gern eine zweite Meinung, denn ich bin mit meinen Kräften komplett am Ende und habe 3 keine Kinder zuhause und keine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke, 14.09.2020:
Hallo, Anja,

ich gehe davon aus, dass Ihre 14-jährige Tochter seit einiger Zeit menstruiert. Demzufolge ist der Ferritin-Abfall zu erklären, und ein weiterer Abfall ist zu erwarten.
Mit den genannten Werten kann sich Ihre Tochter nicht wohlfühlen, ich empfehle unbedingt das Anheben des Ferritinwertes auf über 100 ng/ml. Im Zweifel hilft Ihnen ein Eisenzentrum.
Der Vitamin B12-Wert ist zu niedrig, er sollte für eine optimale Leistung des Gehirns im oberen Normbereich sein.
Vitamin D können Sie auch zuhause mit Kapseln oder Tropfen auffüllen. Der Wert ist jetzt gut, könnte aber noch ein klein wenig höher sein. Es ist wichtig, den Wert zu erhalten. Wenn Sie Vitamin D absetzen, sinkt der Wert wieder!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Anja, 12.09.2020:
Hallo,vielen Dank für die zahlreichen nützlichen Informationen auf dieser Website. Ich habe eine Frage bzgl. meiner 14-jährigen Tochter. Vor ca. 1,5 Jahren wurde bei ihr eine Hashimoto-Thyreoiditis mit euthyreoter Stoffwechsellage diagnostiziert. Gleichzeitig lag ein stark erniedrigter Cortisolwert vor, welcher bei der letzten BE aber gut war. Seitdem wird auch regelmäßig der Ferritinspiegel kontrolliert. Dieser sinkt kontinuierlich ab. Vor 1,5 Jahren lag er bei 25, im Januar bei 16 und im August nur noch bei 11. Laut Endokrinologen ist der Wert aber noch okay. Sie könnte evtl. Floradix o.ä. nehmen, wenn ich meinte. Meiner Tochter geht es aber leider sehr schlecht. Sie leidet unter extremer Müdigkeit, Antriebslosigkeit, z.T. leicht depressiv, ... Ihr Vit. B12 liegt bei 256 pg/ml. Vit.D haben wir mehrfach hochdosiert bei HP aufgefüllt, Wert ist jetzt bei 50 ng/ml.Ich weiß im Moment nicht, wo wir ansetzen sollen... CRP ist kontinuierlich niedrig, 0,4mg/l. Ich mache mir große Sorgen und bin dankbar für eine Einschätzung. Viele Grüße!AnjaPS: Meine Tochter isst zwar Fisch, aber kein Fleisch.
Frank Jaschke, 05.09.2020:
Hallo, Franzi,

ist der Kontrollwert von „26“ das Ferritin in ng/ml?
Dann wäre das ein sehr guter Anstieg unter oraler Eisengabe.
Falls es nicht der Ferritinwert sein sollte, sollten Sie diesen unbedingt bestimmen lassen.
Auch bei Ihnen sollte der Ferritinwert über 100 ng/ml ansteigen, um im Wohlfühlbereich zu sein.
Der Zeitraum einer nur einwöchigen weitere Eisen-Einnahme wäre sicherlich zu kurz. Falls wir tatsächlich vom Ferritinwert sprechen, wäre eine Kontrolle in sechs Wochen in meinen Augen zu früh. Dann würde ich unter fortgesetzter Eiseneinnahmen in sechs Monaten kontrollieren.

Und dann müssen Sie rauskriegen, wieviel Sie einnehmen müssen, damit der Wert über 100 bleibt, das ist natürlich auch vom Ausmaß Ihres Eisenverlustes über die Menstruationsblutung abhängig.

Da könnten Sie dann, wenn der Ferritinwert den Zielbereich erreicht hat, eine dreimonatige Ausslassphase einlegen und dann erneut kontrollieren lassen.

Zuviel Eisen können Sie über die Nahrung nicht aufnehmen, wohl aber, wenn Sie ohne gelegentliche Laborkontrollen Eisenpräparate, vor allem solche aus der Apotheke, einnehmen.

Alle Gute für Sie!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Franzi, 04.09.2020:
Guten Tag,
ich habe mich zu meinem 30. Geburtstag vor sechs Wochen einem Check beim Hausarzt unterzogen, da ich mit Müdigkeit, Erschöpfung, Herzrasen, Kurzatmigkeit und Konzentrationsschwäche zu kämpfen hatte. Im Blutbild wurde ein Eisenmangel festgestellt, der Ferrin Wert lag bei 6.
Ich habe daraufhin Eisentabletten eingenommen und fühle mich nun auch wesentlich leistungsfähiger. Der Eisenwert wurde nun erneut kontrolliert und lag jetzt bei 26. Ich soll nun die Tabletten aufbrauchen (ca 1Woche) und dann in 6 Wochen erneut zur Kontrolle.
Macht es Sinn ein anderes Präparat einzunehmen, oder ist der Eisenspeicher nun so weit gefüllt, dass der Körper einen kleinen Mangel (zB. starke Regelblutung) selber ausgleichen kann?
Ich werde weiterhin auf eine eisenreiche Nahrungsaufnahme achten, kann man zu viel Eisen dadurch aufnehmen?

Viele Grüße Franziska
Dr. Frank Jaschke, 03.09.2020:
Hallo, Christian,

offensichtlich scheinen Ihre Eisenspeicher ausreichend gefüllt zu sein, da kann ich den Kollegen vom Eisenzentrum bestätigen.
Auch ist Ihr Wert für den roten Blutfarbstoff, das Hämoglobin, mit 9,5 mmol/l normal, das entspricht
etwa 15,3 g/dl.
Leider ergibt sich aus Ihren Angaben kein Anhalt, was Ihnen sonst noch fehlen könnte. Lassen Sie sich noch einmal durchchecken.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 03.09.2020:
Hallo, Elke,

Schlaflosigkeit und Erschöpfung hängen oft mit einem versteckten Eisenmangel zusammen. Probieren Sie es aus, ob Ihnen hilft, was schon so vielen anderen Menschen geholfen hat: Heben Sie den Ferritinwert über 100 ng/ml.
Viel Erfolg dabei und gute Besserung!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Christian, 02.09.2020:
Hallo, ich war die tage bei einem Eisenzentrum, hab da extra blut abnehmen lassen, um so sehen was bei mir los, da ich dachte es muss eisenmangel sein,
ich bin 29 Jahre alt.
vor 2 monaten hatte ich ohnmachts anfälle, schwindel, kurzatmigkeit,
blässe, keine kraft mehr, herzrasen, nach 100m laufen uvm..
ich nehme seit 2 monaten eisentabletten,
zurzeit habe ich noch ab und zu schwindel, ohrensausen aber nur auf ein ohr, manchmal noch kurzartmigkeit und ich bin tagsüber müde.
hier sind meine blutwerte,
HB mmol/l 9,5
CRP mg/l <1.0
LTRAN mg/l 3,3
FERR ng/ml 180
TRAN mg/dl 33,6
was ist der Ltran wert ? und wieso ist mein Tran wert so niedirg 33,6 ?
der "fach" artzt meinte das ich zurzeit keine Infusion brauche.
mein b12 wert und vintamin da ist auch gut...
mfg :)
Elke, 31.08.2020:
Guten Tag Herr Dr. med Jaschke,ich leide seit längerer Zeit unter Panikattacken, Schlaflosigkeit, körperliche Erschöpfung.Meine Blutwerte habe ich heute bekommen und wollte mal kurz nachfragen, ob ich meinen Eisenspeicherwert auffüllen lassen sollte.Ferritin-Wert: 27.7 ng/mlTransferrin: 254 mg/dlTransferrinsättigung: 40%Vielen Dank und mit freundlichen Elke Eilers
Frank Jaschke, 31.08.2020:
Hallo, Hubert,

Ihr Internist hat in meinen Augen die richtige Empfehlung gegeben: abwarten und kontrollieren.
Ein Ferritinwert von 550 ng/ml ist nicht so exorbitant hoch, dass man sich Sorgen machen müsste. Ich würde in vier bis sechs Monaten kontrollieren.
Ich habe eine Reihe von Patienten mit derartigen Ferritinwerten, die seit Jahren fröhlich und gesund sind.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Hubert, 30.08.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,
bei mir (31) wurde vor 2 Monaten zufällig ein erhöhter Ferritinwert (707) festgestellt. Alle andere werte (transferrin, transferrinsättiging, Entzündungswerte, Leber, Schilddrüse,...) vollkommen i.O. Der Internist machte einen Gentest wegen Verdacht auf hämochromatose und schickte mich zum Ultraschall (Abdomen). Gentest negativ, Ultraschall normal. Nun ging ich erneut zur Kontrolle da 2 Monate vorbei waren, Ferritin auf 550 gesunken, restlichen Werte immer noch ok. Nun sind sowohl Internist als auch Hausarzt mit ihrem Latein am Ende. Beide würden vorerst abwarten, keine Aderlässe machen und wert in ein paar Monaten kontrollieren. Nach dem Motto kann nichts schlimmes sein. Da ich leider im Internet recherchiert habe, auch wenn man nicht soll, bin ich natürlich auch auf unschöne Ursachen wie Tumore gestoßen. Es meinten zwar sowohl mein Hausarzt als auch Internist das man dies ausschließen kann (wodurch sie das ausschließen??? der Hausarzt meinte die Werte wären generell höher und würden im Verlauf keinesfalls sinken) aber ich habe es dennoch im Hinterkopf und deshalb wollte ich gerne Ihre Meinung dazu hören. Würden Sie die Sache auch einfach belassen oder gibt es noch andere Tests die sinnvoll wären? Ich bin eigentlich top fit und ohne jegliche Probleme.... Danke für Ihren Rat vorweg!Grüße Hubert
Dr. Frank Jaschke, 28.08.2020:
Hallo, Dennis,

Ihr Ferritinwert ist erhöht, aber er ist nicht dramatisch erhöht.
Ich würde den Wert in drei Monaten zusammen mit dem CRP-Wert (Entzündungswert) kontrollieren lassen. Entzündungen können falsch hohe Ferritinwerte verursachen.
Sollte sich die Erhöhung bestätigen und nicht schon rückläufig sein, kontaktieren Sie am besten Ihren Arzt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dennis S, 27.08.2020:
Guten Tag,
Bei mir wurde vor ein paar Tagen festgestellt das ich einen Ferritinwert von 675 habe.
Ich weiß nicht recht damit umzugehen, da ich es außerhalb Deutschlands testen ließ und die Erklärung nicht ganz schlüssig war.
Muss ich mir wegen der erstmaligen Erhöhung Sorgen machen?
Gibt es auch Gründe beim Essen für die Erhöhung?
Will dabei nichts falsch machen und meinen Arzt in In DE will ich nicht fragen.
Vielen Dank schon mal für die Antwort:)
Dr. Frank Jaschke, 25.08.2020:
Hallo, Claudia,

dass Sie nicht nüchtern waren, dürfte keinen wesentlichen Einfluss auf den Ferritinwert gehabt haben. Vielmehr wäre es wichtig zu wissen, dass Sie zum Zeitpunkt der Blutentnahme keine Entzündung hatten (CRP-Wert).

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Claudia, 24.08.2020:
Hallo,ich habe eine eine erhöhe Kälteempfindlichkeit und habe oft Kopfschmerzen.Ich habe auch immer mal wieder Eiseninfusionen bekommen.Mein letzter Ferritinwer lag bei 175Ich hatte allerdings vorher gefrühstückt bin mir jetzt unsicher, ob das richtig war.Also sollte man bei der Blutentnahme nüchtern sein?Vielen Dank im VorausLG Claudia
Frank Jaschke, 20.08.2020:
Hallo, Jasmin,

danke für Ihre Anfrage. Schön, dass Sie zu den Menschen zählen, die sich nicht gestresst fühlen. Schön ist es auch, dass Sie schon Eisen als Infusion bekommen haben.
Leider ist die Menge noch viel zu gering. Eine genaue Abschätzung ist mir hier nicht möglich, aber aus dem Bauch heraus wären 800 mg Eisen vermutlich das Minimum dessen, was Sie benötigen.
Der Haarausfall könnte durch den latenten Eisenmangel gut begründet sein, die Tachykardie und die Belastungsdyspnoe passen nicht zu den von Ihnen berichteten Werten.
Es sollte geklärt werden, was hinter den „Verdauungsbeschwerden“ steht, ich denke dabei nicht an eine Darmspiegelung, da wäre meines Erachtens nichts Hilfreiches zu erwarten, sondern an die Frage, ob eine Fehlverdauung vorliegt mit der Produktion von toxischen Substanzen.
Auch über eine abgelaufene Infektion müssten man vielleicht noch einmal nachdenken.
Bezüglich Ihres Eisenproblems wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
Ich drücke die Daumen, dass bald wieder alles in Ordnung ist!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Jasmin, 18.08.2020:
Guten Tag,
ich habe eine Frage bezüglich meiner Laborwerte und Symptomatik. Vorab, ich bin 26 Jahre alt, leide nicht an Depressionen und leide nicht an Stress im Alltag.
Ich habe seit mehreren Monaten zunehmend Haarausfall, bekomme neuerdings Graue Harre, nachts kann ich kaum schlafen dafür bin ich Tagsüber müde, ich bin Blass und habe Verdauungsbeschwerden, seit ca 4 Wochen habe ich zusätzlich noch eine Belastungsdyspnoe entwickelt und habe eine Tachykardie ca 107/ in Ruhe ! Da ich selber in der Kardiologie arbeite habe ich ein EKG geschrieben und ein Echo gemacht beides opb bis auf die Tachykardie. Einen Termin in der Derm habe ich jetzt am Donnerstag. Gynäkologisch sind meine Hormone bestimmt und auch opb. Meine Schilddrüsenwerte (TSH MAK TAk t3 und t4) sind alle auch unauffällig! Mein Problem sind allerdings folgende Parameter
CRP erhöht auf 15 normal 0-5
Transferinsättigung auf 11% norm.
Transferrin 373 Norm 200-360
Ferritin 35 Norm 15-150
Mein BB ist komplett in Ordnung kein Anstieg der Leukozyten kein Abfall vom HB und MCV etc. auch in Norm Bereich (auch nicht Grenzwertig)
Jetzt meinte meine Hausärztin ich hätte keinen Eisenmangel, meine Gynäkologin meinte ich hätte leichten Eisenmangel und zwei meiner Cardiologen meinen ich hätte einen Eisenmangel ohne HB Abfall der auch nicht grade wenig wäre. Ich habe jetzt zwei ferlecit 40 Infusionen bekommen im wöchentlichen Abstand, ist das überhaupt ausreichend ? Noch merke ich keine großartige Verbesserung meiner Symptome ich bin zwar etwas fitter aber noch immer sehr blass und mein Haarausfall ist noch immer da. Scheinbar ist es ja nicht gängig mal über den Tellerrand zu schauen. Können sie mir ihre Meinung und evtl Erfahrung mitteilen wie lange die Behandlung gehen muss bis Verbesserungen auftreten !?
Mit freundlichen Grüßen
Jasmin
Frank Jaschke, 13.08.2020:
Hallo, Stella,

wunderbar, dass Sie Eisen als Infusion erhalten haben.

Es ist völlig richtig nach etwa drei Wochen eine Laborkontrolle einzuplanen. Der Ferritinwert sollte dann über 100 ng/ml liegen.

Ihre Anämie ist glücklicherweise recht mild, es spricht nichts von dem, was Sie schreiben, gegen Sport treiben. Orientieren Sie sich einfach an ihrem Leistungsvermögen und hören Sie auf, wenn es Ihnen zu anstrengend vorkommt.

Und unbedingt nach drei Monaten eine weitere Kontrolle des Ferritins veranlassen, damit Sie abschätzen können, wieviel Eisen Sie benötigen, um den Erfolg aufrecht zu erhalten. Im Zweifelsfall hilft Ihnen ein Eisenzentrum.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Stella, 10.08.2020:
Hallo! Bei mir wurde eine Eisenmangelanämie festgestellt: Hb 10, Ferritin 5. Nun habe ich vor 2 Wochen eine 500 mg Monofer Infusion erhalten und vor einer Woche dann noch eine 2. Infusion mit ebenfalls 500 mg Eisen. Meine Blutwerte sollen in ca. 3 Wochen überprüft werden. Nun zu meiner Frage: darf ich trotz Anämie Sport treiben (laufen, Kräftigungsübungen ohne Gewicht) oder ist davon abzuraten? Ich fühle mich eigentlich fit genug und merke, dass ich Bewegung brauche, litt nie unter Atemnot, lediglich Extrasystolen bemerke ich manchmal. LG
Franziska, 07.08.2020:
Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

vielen lieben Dank für die sehr schnelle Antwort, ich bin begeistert.
Frank Jaschke, 07.08.2020:
Hallo, Franziska,

Sie haben einen versteckten Eisenmangel, die Werte sind dafür typisch.

So schlecht, wie es Ihnen nach Ihren Schilderungen geht, wäre es sehr sinnvoll, zügig mit Eiseninfusionen zu beginnen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

Ich denke, das wird Ihnen sehr weiter helfen.
Sorgen müssen Sie sich gar keine machen!

Ich wünsche Ihnen gute Besserung und dass Sie bald wieder fit sind und das Leben genießen können!

MIt freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Sepp, 07.08.2020:
super Seite. Ich habe viel gelernt. Das wird mir sehr helfen.
Frank Jaschke, 07.08.2020:
Hallo, Chris,

offenbar resorbieren Sie das Eisen aus den Tabletten glücklicherweise recht gut. Einen Anstieg des Ferritinwertes um 10 ng/ml in drei Wochen unter oraler Eisensubstitution schafft wirklich nicht jeder.

Mein Vorschlag: machen Sie so weiter, heben Sie den Wert über 100 ng/ml. Dann achten Sie darauf, dass der Wert nicht wieder absinkt.

Falls ein schneller Abfall in wenigen Monaten erfolgen sollten, müssten Sie auch daran denken, einen Blutungsquelle auszuschließen.

Aber es gibt auch viele Männer mit unerklärbaren Eisenverlusten, bei denen trotz der notwendigen Diagnostik keine Blutungsquelle gefunden werden konnte.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 07.08.2020:
Hallo, Elisabeth,

Glückwunsch zu Ihrer Tochter. Sie benötigt von Ihnen, wie Sie es selbst auch benötigen,
genügend Eisen, Vitamin D3 und Vitamin B12. Sie sollten im Interesse von Ihnen beiden dafür sorgen, dass Ihre Versorgung damit optimal ist.

Dazu sollten Sie den Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben. Der Wert, den Sie angeben, ist nicht so hoch, dass man vermuten könnte, dass von den während der Schwangerschaft eigenommenen Eisentabletten nennenswerte Mengen in Ihrem Körper angekommen sind. Außerdem verträgt die Stillzeit kein Warten, Sie sollten Ihre Eisenspeicher unverzüglich optimieren. Das spricht bei Ihnen für Infusionen, wenden Sie sich doch am besten an ein Eisenzentrum.

Ihren Vitamn-D3 Spiegel sollten Sie durchaus verdoppeln. Ihren Vitamin-B12-Spiegel sollten Sie bestimmen lassen, der Wert muss im oberen Normbereich liegen.

Alles Gute für Sie und Ihre Familie!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 06.08.2020:
Hallo, Julia,

sicherlich ist Ihr Ferritinwert zu niedrig. Er sollte über 100 ng/ml betragen. Die GPT ist nicht sehr hoch, aber der Anstieg könnte auf eine Fehlverdauung hinweisen. Vielleicht ist auch Ihre Histaminintoleranz eine Folge einer solchen Fehlverdauung. Ein Hinweis könnten Blähungen, Grummeln im Bauch, aufgetriebene Bauchdecken nach Nahrungsaufnahme sein. Dies kann zu Zuständen führen, die mit hochgradiger Erschöpfung einhergehen können.Sie schreiben, dass Sie sich gesund ernähren. Es gibt ein grundsätzliches Problem mit „gesunder Ernährung“: was für den einen gut ist, bekommt dem anderen nicht. Der Volksmund kennt das auch: "Was der Schmied verträgt, zerreißt den Schneider." Soll heißen: es gibt keine Ernährungsregeln, die für alle Menschen gelten können. Sie sollten Ihren Ferritinwert anheben, gleichzeitig sollten Sie sich auch hinsichtlich Ihrer Nahrungsmittelunverträglichkeiten ärztlich beraten lassen, z. B. durch einen zertifizierten F.X.-Mayr-Arzt.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Franziska, 06.08.2020:
Hallo Herr Jaschke,

Ich hatte mir letzte Woche privat in einem Labor Blut abnehmen lassen,da meine Hausärztin meinte ich hätte nichts, was auf Eisen-Mangel schließen würde. Im März hatte ich bereits das erste Mal Blut abnehmen lassen, da kamen folgende Werte raus:

Eisen: 8,5 µmol/l (5,8-34,5 µmol/l normal)
Ferritin: 16 µg/l (13-150 µg/l normal)
Transferrin: 2,6 g/l (2,0 - 3,6g/l normal)
Transferrin-Sättigung: 13,01 % (16-45 % normal)
Vitamin C: 1,9 mg (5-15 mg/l normal)

Der Laborant erklärte, dass das für einen latenten Eisen-Mangel spricht, da die anderen Werte alle ok waren, was Blutbild betrifft.

Letzte Woche hatte ich nochmals testen lassen, da kamen dann folgende Werte raus:

Eisen: 4,6 µmol/l (5,8 - 34,5 µmol/l normal)
Ferritin: 21 µg/l (13-150 µg/l normal)
CRP : 2,6 mg/l (<5,0 normal )
Transferrin: 2,3 g/l (2,0 - 3,6g/l normal)
Transferrin-Sättigung: 7,96 % (16 - 45 % normal)

Vitamin C folgt noch, wurde an ein anderes Labor geschickt.

Ich hatte sehr viel Stress und sehr große Angstphasen in den letzten 4 Wochen, konnte teilweise Tagelang nicht schlafen, wochenlange Schlafstörungen. Das alles ausgelöst durch einen Arztbesuch, der mir eine Diagnose an den Kopf schmetterte, was sich jetzt als falsch rausstellte, Gott sei Dank. Aber der Stress und die Angst lassen erst jetzt nach.
In der Zeit bekam ich allerdings nichts runter, hatte wochenlang keinen Appetit, hab nur geweint.Momentan bin ich in einer Psych.Tagesklinik, um meinen Alltag wieder in den Griff zu bekommen. Dahin gekommen bin ich durch Depressionen, Stimmungsschwankungen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, trockene Schleimhäute, Gereiztheit...

Der Ferritinwert war zwischendurch vor 6 Wochen bei 26 mg/l, als ich im Krankenhaus war, dieser ist aber nun wieder niedriger.

Meine Frage wäre jetzt, warum ist die Transferrin-Sättigung so niedrig, im Gegensatz zum März? Müsste bei einem Mangel nicht das Transferrin erhöht sein?
Muss ich mir Sorgen machen?

Ich hoffe so sehr, dass Sie mir weiterhelfen könnten, zu meiner Hausärztin gehe ich nicht mehr, ich bin auf der Suche nach einer neuen Ärztin. Ich hoffe auf Ihre Hilfe.

Vielen Dank!LG
Chris, 06.08.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,

mein Ferritin lag in der Vergangenheit über Jahre, als Mann, 34 Jahre, bei ca. 70. Jetzt ist es recht nieder, bei 40, es liegt keine Entzündung vor (CRP unter 1), ich fühle mich erschöpft. Ich habe vor ein paar Monaten schon einmal Eisenbisglycinat genommen, da Ferritin damals sogar nur 30 betragen hat. Mit 60 mg/tägl. konnte ich den Wert ca. alle 3 Wochen um 10 Punkte steigern bei sehr guter Verträglichkeit, habe aber vor ca. 4 Monaten bei einem Ferritin von 54 wieder (dummerweise) die Einnahme beendet. Ein Heilpraktiker meinte nun man könnte Ferritin nur um ca. 10 % über orale Substitution anheben. Das ist doch Quatsch, oder ? Wie hätte ich es sonst schaffen können, von 30 auf 54 zu kommen ?

Vielen Dank.
Elisabeth, 06.08.2020:
Lieber Herr Dr. Jaschke,

ich habe eine Frage und hoffe, dass Sie mir weiterhelfen koennen.

Ich habe eine 10 Monate alte Tochter und stille noch. Waehrend der Schwangerschaft war mein Eisenspiegel niedrig und ich habe Tabletten bekommen (100 mg Retard taeglich).

Nun bin ich immer noch recht erschoepft, blass und bekomme sehr leicht blaue Flecken.

Meine Werte wurden gerade neu gemessen:

B-Hemoglobin 146 g/L
Eisen 14 μmol/L
S-Ferritin 20 μg/L
P-Homocystein 7.9 μmol/L
S-Transferrin 2.6 g/L
S-25-OH Vitamin D 63 nmol/L

Ist das noch ein Mangel? Wie lange sollte ich die Eisentabletten noch weiter nehmen?

Vielen Dank!
Elisabeth
Julia, 05.08.2020:
Hallo,

ich bin 26, weiblich, treibe regelmäßig Sport und ernähre mich aufgrund verschiedener Allergien, sowie festgestellter Histaminintoleranz sehr gesund. Bin mit 1,68 bei 56kg weder über- noch untergewichtig. Ich bin Antialkoholiker, rauche nicht und nehme auch sonst nie Medikamente zu mir. Trotzdem geht es mir seit einiger Zeit sehr schlecht, von extremer Erschöpfung, Schwindel, wackeligen Beinen bereits eine Stunde nach erholsamen Schlaf. Deshalb bin ich zu meinem Hausarzt, um einmal die Blutwerte checken zu lassen und dieser meinte, alles im grünen Bereich. Leider geht es mir immer schlechter und schlechter, habe ständig Unterzucker und bin nicht mehr leistungsfähig. Ich habe mir selbst die Werte jetzt angeschaut und bin mir nicht sicher, ob das alles wirklich so in Ordnung war und ich nicht doch noch einmal eine Zweitmeinung einholen sollte bzw. zu einem weiteren Arzt gehen soll.
Meine Werte, die mich stutzig gemacht haben:

Ferritin: 32 ng/ml
Zink: 217 μg/dl (ich nehme wie gesagt KEINE Präperate ein!)
GPT: innerhalb von einem Jahr von 28 auf 40 U/l
Hämatokrit: 49,4 %
GFR (CKD-EPI, Levey 2009): 121,1

Liebe Grüße und vielen Dank
Frank Jaschke, 03.08.2020:
Hallo, K.,

Sie schreiben nicht, ob Sie irgendwelche Beschwerden haben. Ein Ferritinwert von 21 ng/ml liegt in Deutschland für Frauen im Normbereich, für Männer knapp unterhalb des Normbereiches, ist aber zu niedrig, um sich wohlfühlen.

Aus Nahrungsmitteln können Sie Eisen in nennenswerten Mengen allenfalls aus rotem Fleisch
resorbieren, die Aufnahme von Eisen über den Magen-Darm-Trakt funktioniert aber meistens nicht gut.

Die meisten Menschen könnten gar nicht so viel Fleisch essen, wie es notwendig wäre, um einen gut gefüllten Eisenspeicher zu haben. Ein derart hoher Fleischkonsum würde natürlich auch zu anderen gesundheitlichen Problemen führen.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 03.08.2020:
Hallo, Ani,

Haarausfall kann schon bei Ferritin-Werten auftreten, die unter 75 ng/ml liegen.

Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen und Nagelwachstumsstörungen sind mit vielen anderen Symptomen zusammen Hinweise auf einen versteckten Eisenmangel.

Ein Ferritinwert von 11 ng/ml ist zu niedrig, die Serum-Eisenkonzentration sagt nichts über die Eisenspeicher aus.

Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben, am schnellsten und effektivsten geht das mit Infusionen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

Den Vitamin-B12-Wert würde ich mit Methylcobalamin auch noch anheben, er darf durchaus in Richtung 1000 pg/ml gehen.

Ich gehe davon aus, dass es Ihnen mit genügend Eisen und Vitamin B12 deutlich besser geht.

Ich drücke die Daumen!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
K, 02.08.2020:
Hallo.
habe folgende Werte:
Eisen:169
Transferrin: 319
Transferrinsättigung:38
Ferritin: 21
Der Eisenwert ist hoch und der Ferritinwert ist zu niedrig. Was kann ich tun? Ist das mit einer Ernährungsumstellung veränderbar? Welche Auswirkungen hat dies?
DANKE.
Ani, 01.08.2020:
Lieber Herr Dr. Jaschke,

ich war in einer Haarklinik wegen meines massiven Haarausfalls den ich seit einem Jahr habe. Gestern war Besprechung der Blutergebnisse und des Trichoscans. Im Gespräch sagte die Ärztin, dass die Blutwerte völlig in Ordnung seien und hat andere Maßnahmen vorgeschlagen.Nichtsdestotrotz habe ich mir die Werte ausdrucken lassen und zuhause angesehen.Unter Eisen steht der Wert 96µg/dl (als Normwert steht dort 49-151,demnach wäre ich dabei mittig angesiedelt), jedoch bei Ferritin steht der Wert 11 ng/ml.
Wert bei B12 ist übrigens 597 pg/ml. Bei B6 44,9 ng/ml.
Neben dem starken Haarausfall habe ich eine so ausgeprägte Erschöpfung, die mich kaum meinenAlltag bewältigen lässt, Konzentrationsprobleme, keine Kraft mehr fürs Joggen, öfters Atemnot/Kurzatmigkeit, leicht einreißende Nägel und meine Periode ist kaum mehr existent.Vor 5 Jahren hatte ich eine Endometriose OP, die Herde waren an zahlreichen Stellen und selbst der Arzt war erstaunt "wie voll" ich davon war. Seitdem habe ich starke Darm Probleme, mit Obstipation, Nahrungsmittelunverträglichkeiten die entstanden sind, Leaky Gut sowie eine deutlich veränderte Flora Situation. Ich erwähne es deshalb, da ich gelesen hatte, dass versteckte innere Darmblutungen auch zu Eisenmangel führen können.Wie sehen Sie das?Wie sind die beiden aktuellen Werte, Eisen und Ferritin, einzuordnen?Wie sehen Sie das mit dem Darm?Können Sie mir empfehlen, wie ich weiter vorgehe?Ich bin übrigens 39 Jahre alt. Ganz herzlichen Dank im Voraus!Viele Grüße, Ani
Frank Jaschke, 28.07.2020:
Hallo, Andrea,

zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Vitamin-B12-Wert. Niedriger sollte der auf keinen Fall sein. Konzentration, Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit benötigen B12-Werte im Bereich von 700 bis 1000 pg/ml.

Ein Ferritin-Wert von 12 ng/ml ist allerdings mit Wohlbefinden schlecht zu vereinbaren. Ihre Müdigkeit und Abgeschlagenheit könnten durchaus damit zusammen hängen.

Sie müssten überprüfen, ob Sie orales Eisen aus dem von Ihnen eingenommenen Präparat ausreichend aufnehmen können, also: Kontrolle des Ferritin-Wertes nach drei Monaten der Einnahme. Dann sollte er deutlich gestiegen sein, bedenken Sie dabei, dass Sie in absehbarer Zeit einen Wert von über 100 ng/ml erreichen wollen.

Im Zweifel wenden Sie sich bitte an ein Eisenzentrum. Es lohnt sich!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Andrea, 28.07.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke, ich habe 2 Werte, die ich nicht richtig deuten kann.Mein Ferritin Wert liegt bei 12.0 ng/ml, während mein Vitamin B12 bei 788 pg/ml liegt. (Werte im Januar 20). Mein Arzt meinte, dass das ich wäre und es keinen Grund zur Beunruhigung gäbe. Ich bin 54 Jahre alt und habe ebenfalls einen Hashimoto. Wie ist Ihre Einschätzung? Soll ich einfach abwarten? Mein B12 ist schon seid einiger Zeit erhöht - Wert 2015 = 764 pg/ml Ferritin 28.0 ng/ml. Da ich oft müde und abgeschlagen bin und mein Arzt mir kein Ferritin verschreibt, habe ich mir Eisen aktiv non Greenfood besorgt. Mein Eisen im Blut liegt bei 105 yg/dl, was ja ok ist. Verstehe die Zusammenhänge gar nicht, aber beide (Ferritin und B12) spielen doch irgendwie zusammen - oder? MfG Andrea
Frank Jaschke, 27.07.2020:
Hallo, Torsten,

auch Männer benötigen häufig einen Ferritinwert über 100 ng/ml um sich wohlfühlen. Aus meiner Erfahrung ist die Transferrinsättigung keine Hilfe bei der Entscheidung, ob Sie von einer Eisengabe profitieren würden.

Lassen Sie Ihren Bedarf in einem Eisenzentrum berechnen.

Sie können auch einfach auf Verdacht ein Eisenpräparat einnehmen, sollten dann allerdings nach drei Monaten kontrollieren, ob die orale Einnahme einen Effekt hat, da Eisen über den Magen-Darm-Trakt häufig schlecht aufgenommen wird.

Häufig weiß man nicht, warum der Ferritinwert allmählich abfällt. Typische Ursachen wie Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt sollten allerdings ausgeschlossen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Torsten, 26.07.2020:
Guten Tag,

ich bin 39 Jahre alt, männlich und esse wenig Tierprodukte. Seit längerem fühle ich mich erschöpft und müde. Sämtliche Blutwerte sind unauffällig, bis auf Ferritin.

Hb: 14,7 g/dl
Hämatokrit: 43 %
Ferritin: 36,4 ng/ml
Eisen: 77 ug/dl
Transferrin: 2,51 g/l
Transferrinsättigung: 21,8 % (Norm: 16-45 %)
HS-CRP: 0,18 mg/l

Mein Hausarzt ist der Meinung, dass der niedrige Ferritinwert irrelevant ist, solange die Transferrinsättigung im Normbereich ist. Ich solle somit keine Eisentabletten nehmen. Ist das tatsächlich korrekt ? Der Ferritinwert war auch früher eher niedrig bei ca. 65- 70 ng/dl. Was kann ein Absacken des Wertes bedingen? Kann auch vermehrter Sport gegenüber früher ein Absinken des Wertes bedingen. Oder sollte man weitere Untersuchungen angehen, warum Ferritin so tief ist.

Herzlichen Dank im Voraus
Torsten
Frank Jaschke, 24.07.2020:
Hallo, Frau Sigmund,
auch bei Ihnen fehlt die Angabe zum Entzündungswert CRP. Bei Entzündungsreaktionen steigt der Ferritinwert.
Gefährlich ist ein Ferritinwert von 400 ng/ml nicht, der Wert ist leicht erhöht.
Ich würde in sechs Monaten kontrollieren.
Die Ursachen lassen sich auf die Ferne schwer abschätzen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 24.07.2020:
Hallo, Martina,
das sieht nicht so schlimm aus. Eine Ferritinwert von 480 ng/ml ist noch nicht so schrecklich hoch. Entzündungsreaktionen im Körper könnten einen erhöhten Eisengehalt im Körper vortäuschen.
Was spricht denn in Ihren Augen für eine Hämochromatose? Gibt es eine genetische Belastung in Ihrer Familie für das Auftreten einer Eisenspeicherkrankheit?
Ein Gentest hilft auch nur bedingt weiter, wenn gleich die Genmutation bei Europäern gar nicht so selten vorkommt, ist doch die Penetranz gering: d. h., nur rund zehn Prozent der Homozygoten (sie haben die Mutation von beiden Elternteilen geerbt) entwickeln eine klinisch bedeutsame Eisenüberladung. Bei Heterozygoten ist die Entwicklung einer Eisenüberladung sogar extrem selten.
Ich würde den Ferritinwert alle sechs Monate testen, das CRP dabei nicht vergessen! Erst, wenn sich die Werte anhaltend dem vierstelligen Bereich nähern, würde ich eine weitere Diagnostik machen, wenn nicht weitere Befunde Ihren Verdacht stützen sollten, insbesondere eine eventuelle genetische Belastung. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber, am besten in Verbindung mit einer sonographischen Elastographie des Lebergewebes, könnte hilfreich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Monika Sigmund, 23.07.2020:
Sehr geehrter Herr Dr.Jaschke,
ich habe ein Problem mit meinen Ferritinwert.Er ist zu hoch.407 ug/l,Transferrin 193,Eisen 18,9 umol/l.Woran kann das liegen?sind diese Werte gefährlich?
Mit freundlichen Grüßen Monika Sigmund
Martina, 22.07.2020:
Hallo Herr Doktor Jaschke,
seit 2018 habe ich ein Granuloma anulare dass sich immer mehr ausbreitet. Daraufhin gängig zu einer Heilpraktikerin die ein ferritinwert von 380 feststellte und eine HPU Syndrom. Wir begannen mit der Entgiftung und der Ergänzung der Nahrungsergänzungsmittel. Nun habe ich nach 4 Wochen einen ferritinwert von 480. Alles deutet auf eine Hämochromatose hin. Mein Arzt verweigert einen Gentedt. Wie ist ihre Meinung. Liebe Grüße Martina
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Janine,
ich kann Ihnen nur beipflichten: nehmen Sie die Tabletten, bis Ihr Ferritinwert über 100 ng/ml liegt. Sie scheinen zu den Glücklichen zu gehören, die Eisentabletten vertragen und das Eisen daraus auch aufnehmen können. Sicherheitshalber sollten Sie auch bei der nächsten Kontrolle schauen lassen, ob das CRP normal ist. Eine Erhöhung des Entzündungsmarkes CRP zeigt eine Situation an, in der Ferritinwerte falsch zu hoch gemessen werden könnten.
Und wenn Sie Ihr Ferritin-Ziel erreicht haben, müssen Sie herausfinden, wieviel Sie einnehmen müssen, dass der Wert nicht wieder allmählich sinkt, sonst geht das Ganze von vorne los!
Viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Claudia,
ich würde bei einem Ferritinwert von 11 ng/ml auf jeden Fall den Eisenspeicherwert anheben.
Ich habe es praktisch nie erlebt, dass es einem Menschen mit einem so niedrigen Ferritinwert rundum gut geht.
Mit oralem Eisen wird das auffüllen sehr lange dauern, wenn es überhaupt funktioniert.
Da ihre Tochter vermutlich in die Schule geht, ist es auch aus Gründen der Konzentrations- und Lernfähigkeit wichtig, für eine ausreichende Eisenversorgung zu sorgen.
Auch Vitamin B12 muss unbedingt im oberen Normbereich liegen. Achtung: ein normaler Wert für das Holotranscobalamin gewährleistet das nicht. Den ganz normalen B12 Wert bestimmen, der sollte bei mindestens 800 ng/l liegen, um sicher zu sein, dass nicht ein funktioneller Vitamin-B12-Mangel vorliegt. Bei einem Mangel sollte Methylcobalamin gegeben werden, auf keinen Fall Cyanocobalamin.
Ich denke, mit ausreichender Eisenversorgung und genügend Vitamin B12 sollte es Ihrer Tochter bald deutlich besser gehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Kirsten,
es gibt auch Männer, die ebenso wie einige Frauen nach der Menopause, einen Ferritinabfall ohne nachweisbare Blutung haben.
Wir hatten männliche Patienten, bei denen auch bei der Diagnostik in Universitätskliniken keine Blutungsquelle gefunden wurde.
Ich würde also, wie ich schon geschrieben habe, drei Monate nach der zuletzt erfolgten Bestimmung eine Kontrolle machen und dann neu entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Janine, 14.07.2020:
Guten Tag Dr.Jaschke,

ich möchte mich an Sie wenden, um einen Rat zu erfragen.
Seit Jahren ist mein Eisenwert beim Blutspenden grenzwertig.
Im Mai bin ich zu meinem Hausarzt zur Blutkontrolle und dieser stellte fest:

Ferritin : 13 ng/ml
Thrombozyten: 109 tsd/ng
Hämoglobin: 13,2 g/dl

Alle anderen Werte waren OK.
Mein Hausarzt hat mir nur auf meinen Drängen Eisentabletten verschrieben, 100 mg am Tag. Diese nehme ich vor dem Schlafen und vertrage sie sehr gut.

Jetzt bin ich doch auf eigene Faust zu einem Spezialisten, welcher Ultraschall und erneut Blut abenommen hat.

Mein Ferritinnwert ist nach 1,5 Monaten mit Tabletten auf 34,8 gestiegen.
Diese Ärztin schrieb mir heute, ich könnte die Tabletten absetzen ?!
Ich verstehe nur nicht, meine Beschwerden werden langsam besser ( Müdigkeit, Kondition,..)


Würden Sie sagen, ich soll die Tabletten weiterhin nehmen?
Sollte der Ferrtin Wert nicht auf mindestens 100 ng steigen?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung..
Claudia, 07.07.2020:
Hallo! Verzweifelt möchte ich eine Frage für meine 16jährige Tochter stellen. Im Februar diesen Jahres bekam sie eine Influenza A mit diversen Komplikationen , u.a. eine Thrombose. Seitdem hat sie sich nicht mehr erholt, ist immer erschöpft, nach eigentlich normalen Tätigkeiten tagelang außer Gefecht, hat starken Haarausfall, Schlafstörungen usw. Wir dachten nun schon an ein CFS. Die Blutwerte sehen folgendermaßen aus: Transferrin 301, Ferritin 11,16, Eisen 59. Lt. Professor der Gerinnungsambulanz (wegen der Thrombose) alles unauffällig. Sie nimmt trotzdem seit bereits 6 Wochen Ferrosanol 40mg 1x tgl. - eine Besserung ist überhaupt nicht in Sicht, schafft kaum mehr die Schule. Die Regelblutung ist seit Jahren übermäßig stark. Sollen wir nochmal auf Behandlung des Eisenwertes drängen? Können Sie uns Hoffnung auf Besserung ihres Zustandes machen oder sind das immer noch die Auswirkungen der Influenza? Vielen Dank!
B. Wolpers, 02.07.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe am 23.05.2020 50 mg Ferinject bekommen. Danach ging es mir eine Woche schlecht und dann wurde es besser. Nach der Op am 03.06. ist aber alles wieder so wie vor der Infusion. Deshalb kann ich nicht glauben das der Ferretinwert bei 71 liegt, da vorher der Wert bei 11 war und ich bei der Op auch Blut verloren habe. Werde nochmal in ein Eisenzentrum gehen und den Wert kontrollieren lassen. Lg B. Wolpers
Kirsten, 01.07.2020:
Guten Tag Herr Dr. Jaschke,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ganz so jugendlich bin ich mit meinen 53 Jahren nicht mehr, ich habe auch keinen Blutverlust durch Menstruation mehr. Mein CRP liegt unter 1 (aktueller Wert). Liegt dann der Abfall des Ferritin-Wertes noch im Normbereich? Eine Entzündung hatte ich im genannten Zeitraum nicht. Wäre es sinnvoll, die Eisenspeicher weiter aufzufüllen, oder sollte erst abgeklärt werden, warum der Wert gesunken ist? Vielen Dank nochmals für Ihre Antwort und herzliche Grüße.
Dr. Frank Jaschke, 30.06.2020:
Hallo Frau Wolpers,
danke für Ihre Anfrage. Leider schreiben Sie nicht, wieviel Eisen welchen Präparates in den Infusionen erhalten war.
Am besten lassen Sie in einem Monat nochmals Ferritin und CRP bestimmen, Entzündungen machen oft falsch erhöhte Ferritinwerte. Ist das CRP normal, sollte der Wert für den Eisenspeicher, das Ferritin, über 100 ng/ml liegen.
Falls das nicht der Fall sein sollte, wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
B. Wolpers, 29.06.2020:
Hallo, ich habe mal eine Frage, ich hatte seit Februar eine Dauerblutung. Ende April wurde eine Ausscharbung gemacht. Mein Ferretinwert lag danach bei 11. Ich hatte Sehstörungen, Zungenbrennen, Frieren, Kreislaufprobleme. Es wurde eine Infusion mit 500 ml gemacht weil am 03.06. die nächste OP mit Gebärmutterentfernung anstand. Nach der Eiseninfusion ging es mir eine Woche nicht so gut. Aber die Sehstörungen waren besser. Leider wurde ich 1 1/2 Wochen nach der Infusion schon wieder operiert und nach der OP geht es mir wieder sehr schlecht. Wieder Sehstörungen, Benommenheit, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und noch andere Sachen. Knapp vier Wochen nach der Infusion wurde wieder Blut abgenommen und der Ferretinwert soll jetzt bei 71 liegen. Was ich von meinen Beschwerden her kaum glauben kann. Mein Arzt meint der Wert wäre ausreichend. Was meinen Sie. Vielen Dank. B. Wolpers
Dr. Frank Jaschke, 28.06.2020:
Hallo, Kirsten,
Sie haben mir Ihr Alter nicht verraten, so dass ich nicht abschätzen kann, ob Sie eine Menstruation haben. Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich in dem entsprechenden jugendlichen Alter befinden. Dann wäre eine wesentliche Ursache des Ferritin-Abfalls ein Eisenverlust über die Menstruation. Natürlich könnte es theoretisch auch versteckte Blutungen geben. Falls Sie im Oktober letzten Jahres eine Entzündung gehabt haben sollten, könnte der Ferritinwert falsch zu hoch gemessen worden sein.
Natürlich ist es etwas schwerer, den Eisenvorrat hoch zu halten, wenn man kein Fleisch ist. Aber erfahrungsgemäß reicht das über die Nahrung aufgenommene Eisen meistens auch bei Fleischesserinnen nicht aus, um einen menstruationsbedingten Verlust auszugleichen.
Ich würde Ihnen vorschlagen, in drei Monaten Ferritin und CRP zu kontrollieren und dann weiter zu entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 28.06.2020:
Hallo, Fatma,
entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.
Ein Ferritinwert von 11 ng/ml reicht gerade noch »zum Überleben«. Insofern beglückwünsche ich Sie zu Ihrer Entscheidung, ein Eisenzentrum aufzusuchen. Wenn alles richtig gemacht wird, und im Eisenzentrum wird es wohl richtig gemacht, gibt es überwiegend Vorteile! Genießen Sie das drohende Wohlbefinden!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Kirsten, 26.06.2020:
Guten Tag,
mein aktueller Ferritin-Wert liegt bei 72,4 µg/l, im Oktober letzten Jahres lag er noch bei 107,7 µg/l. Ich esse kein Fleisch und keine Milchprodukte, nur hin und wieder etwas Fisch. Eine Operation, Unfall oder sonstige Blutungen hatte ich nicht. Kann der gesunkene Spiegel tatsächlich nur an meiner Ernährung liegen, oder sollte ich da weiter nachschauen (lassen) - und wenn ja, in welche Richtung? Vielen herzlichen Dank schon einmal für Ihre Antwort.
Fatma, 10.06.2020:
Hallo

Ich habe heute meine blut befunde bekommen, und meine ferritin werte sind beim 11mg, und ich habe mich entschieden beim eine Eisenexperten eine Infusion zu nehmen. Können sie mir es empfehlen, und gibt es nachteile?

Danke
Dr. med. Frank Jaschke, 15.05.2020:
Hallo, Pia,

danke für Ihre Anfrage. Ein Ferritinwert von nur 18 ng/ml ist zwar in Deutschland schulmedizinisch „in Ordnung“, wir wissen aber, dass der Eisenvorrat trotzdem bei weitem nicht ausreicht, um beschwerdefrei zu sein.
Wir haben in unserem Eisenzentrum in Wiesbaden in den letzen zehn Jahren bei weit über tausend Frauen, und natürlich auch bei einigen Männern, den Ferritinwert in den Wohlfühlbereich von über 100 ng/ml angehoben. Bei den allermeisten von ihnen führte das zu einer dramatischen Steigerung des Wohlbefindens.
Bei den von Ihnen genannten Symptomen könnte es sich durchaus um Anzeichen eines versteckten Eisenmangels handeln. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, den Ferritinwert in einem Eisenzentrum auf über 100 ng/ml anheben zu lassen.
Natürlich kostet das erst einmal relativ viel Geld, aber Sie erkaufen sich Lebensqualität!
Und wenn Sie dann darauf achten, dass der Wert nicht mehr unter 100 ng/ml sinkt, indem Sie rechtzeitig „nachfüllen“, können Sie den guten Zustand mit relativ geringem Aufwand erhalten.
Alles Gute für Sie!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Pia, 13.05.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
Ich möchte mich jetzt an eine Arztpraxis wenden die ich über das Eisenetzwerk gefunden habe. Können Sie mir vielleicht sagen ob die auch über den Tellerrand schauen, weil mein ferritin von 18 und ein normaler HB von 13,4 schulmedzinisches gesehen ja völlig in Ordnung sind. Momentan bin ich als depressiv krank geschrieben und all meine Symptome wie: unglaubliche Kraftlosigkeit, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, starker Öeistungsabfall, Vergesslichkeit, Nebel im Kopf, restless leg, mudkelschmerzen, ohrenrauschen, Haarausfall usw. der Depression und der sich ankündigenden Menopause (ich bin 44 Jahre) zugeschrieben werden. Ich hatte schon einmal Kontakt zu dem eisenzwtrum in Berlin aber da ich das alles privat bezahlen muss, muss ich gut überlegen wo ich mich hinwende. Und ich habe Angst vor möglichen Nebenwirkungen von eiseninfusionen. Ich freue mich sehr auf eine Nachricht.Vielen Dank.Viele Grüße
Dr. Frank Jaschke, 21.04.2020:
Hallo, Sunny,
schön, dass es Ihnen allmählich besser geht! Den Ferritinwert sollten Sie anheben, am besten mit Infusionen, damit es nicht so lange dauert, bis Sie den Zielwert von über 100 ng/ml erreicht haben.
Abwarten bringt nichts. Von einer Eisenmangelanämie sind Sie zum Glück noch ein ganzes Stück entfernt. Alles Gute für Ihre Gesundheit!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Sunny, 20.04.2020:
Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

nach einer Krankheitsdiagnose vor 8 Monaten habe meine Ernährung komplett umgestellt und nehme einige Ergänzungsmittel, um Nährstoffmängel auszugleichen bzw. Entzündungensprozessen entgegenzuwirken.
Mit den Umstellungen komme ich gut zurecht und nun tragen all die Maßnahmen wohl zarte Früchte - meine Werte haben sich samt Befinden verbessert ohne dass ich pharmazeutische Präparate einnehmen muss.
Was leider entgegen dieser Maßnahmen stetig sinkt ist mein Ferritinwert - obwohl ich Floradix mit Vit. C einnehme, da ich Eisentabletten leider nicht vertrage.

Meine Werte:
Ferritin 21,2 ng/ml
Transferrin 354 mg/dl
Transf.sättigung 22,2%
Eisenbindungsk. 494 µg/dl
Hämoglobin 13 g/dl
Hämatokrit 39%

Ist eine Eiseninfusion sinnvoll? Sollte ich bei diesen Werten abwarten und noch weitere Maßnahmen vornehmen? Habe ich bereits eine Anämie oder bin auf dem Weg dorthin?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung!
Viele Grüße & bleiben Sie gesund
Sunny
Dr. Frank Jaschke, 19.04.2020:
Hallo, K.F.,
ein Ferritinwert von 8 ng/ml ist sicherlich zu niedrig. Eisentabletten machen leider oft Magen-Darm-Beschwerden. Zudem wird es vermutlich ziemlich lange dauern, bis Sie den Ferritinwert auf den erwünschten Wert von über 100 ng/ml angehoben haben. Sie könnten zunächst eine andere Tablette probieren, falls Sie hinsichtlich des Erreichens des Zielwertes Geduld haben. Sonst wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
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