Ferritin

Ferritin & Eisenmangel

Eisenmangel kennt jeder, aber Ferritin?? Am Ferritin-Wert im Blut erkennt der Arzt, wie viel Eisen im Körper vorhanden ist und wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind. Damit ist Ferritin wichtig für die Diagnose eines Eisenmangels und um den Erfolg einer Eisenmangel-Therapie zu verfolgen. Darüber hinaus kann ein erhöhter oder erniedrigter Ferritin-Wert auf verschiedene Krankheiten hinweisen …

Dr. med. Frank Jaschke
FA. für Innere Medizin, FA. für Psychosomatik und Psychotherapie
„Der Ferritin-Wert im Blut zeigt, wie gut unsere Eisenspeicher gefüllt sind und sollte bei jeder Eisentherapie regelmäßig kontrolliert werden.“
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Was ist Ferritin?

Ferritin ist ein Eiweißmolekül, das in unserem Körper Eisen speichert. Der Ferritinspiegel im Blut zeigt, wie gut die Eisenspeicher gefüllt sind.

Mancher von Ihnen kennt sicher den Ferritin-Wert als einen Laborwert, den der Arzt aus Ihrem Blut bestimmt hat. Ferritin ist ein wichtiger zellulärer Eisenspeicher in unserem Körper. Der Ferritingehalt im Blut zeigt dem Arzt, wie gut Ihre Eisenspeicher gefüllt sind. Rund 20 % des Eisens in unserem Körper sind an Ferritin gebunden. Den Rest finden wir v.a. als Blutfarbstoff Hämoglobin in den roten Blutkörperchen, als Myoglobin in Muskeln oder an das Transporteiweiß Transferrin gebunden.

Namensgebend für das große Eiweißmolekül, das bis zu 4500 Eisenatome in seinem Inneren beherbergen kann, ist das Eisen selbst (lat. ferrum = Eisen). Im Körper finden wir Ferritin v.a. in der Leber, der Milz und im Knochenmark – und im Blut, wo sein Gehalt bequem bestimmt werden kann.

Neben der Eisenspeicherung spielt Ferritin eine Rolle beim Umgang der Zellen mit oxidativem Stress und Entzündungen.

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Welcher Ferritin-Wert ist normal?

Je nach Labor können die angegebenen Normwerte für Ferritin durchaus schwanken. Typische Normwerte für den Ferritingehalt im Blut liegen bei 15-250 ng/ml für Frauen bzw. 20-500 ng/ml für Männer.

Soweit die deutschen Normwerte. Schaut man sich die amerikanische Literatur an, so gilt dort bereits ein Wert unter 40 ng/ml als zu niedrig (latenter Eisenmangel, Eisenmangel ohne Blutarmut). Bei unter 20 ng/ml geht man dort von einem Eisenmangel mit milder, unter 10 ng/ml mit schwerer Blutarmut aus.

Letztendlich ist aber jeder Fall individuell zu sehen und die jeweilige Lebensphase (Schwangerschaft, Wachstum, durchgemachte Infekte usw.) zu berücksichtigen. So gibt es durchaus Patienten, die sogar bei Ferritin-Werten von deutlich über 40 ng/ml Symptome eines Eisenmangels aufweisen.

Wann ist der Ferritin-Wert erniedrigt?

Ein niedriger Ferritin-Wert und eine niedrige Transferrin-Sättigung, d.h. eine geringe „Beladung“ des Eisentransporters Transferrin, weisen auf einen Eisenmangel hin. Dieser kann, muss aber nicht mit einer Anämie (Eisenmangelanämie) einhergehen. Je nach Quelle findet man hierzu etwas unterschiedliche Angaben. Professor Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine (Stand 2019) unterscheidet je nach Ferritin-Wert

  • Eisenmangel ohne Blutarmut (Ferritin-Wert < 40 ng/ml)
  • Eisenmangel mit milder Blutarmut (Ferritin-Wert < 20 ng/ml)
  • Eisenmangel mit schwerer Blutarmut (Ferritin-Wert < 10 ng/ml)

Ein zu niedriger Ferritin-Wert kann viele Gründe haben:

  • unzureichende Eisenaufnahme im Darm (z.B. bei entzündlichen Darmerkrankungen, Zöliakie)
  • erhöhter Eisenverlust durch Blutungen (z.B. schwere Verletzungen, Darmgeschwüre, Darmpolypen)
  • erhöhter Eisenbedarf (z.B. Wachstum, Schwangerschaft und Stillzeit)
  • Mangel- oder Fehlernährung (z.B. Alkoholmissbrauch, vegetarische Ernährung)
  • Eiweißverlust (z.B. bestimmte Nierenkrankheiten)

Welche Symptome zeigen sich bei Eisenmangel?

Wenn Eisen knapp wird, muss der Körper mit dem wenigen, was er hat, gut haushalten. Offensichtlich hat die Blutbildung bei der Eisenversorgung eine hohe Priorität. Sie wird bei Eisenmangel zuletzt eingeschränkt. Das bedeutet, dass andere Symptome eines Eisenmangels schon lange vorhanden sein können, bevor der Eisenmangel im normalen Blutbild sichtbar wird. Zu den typischen Anzeichen eines Eisenmangels gehören u.a.:

  • Erschöpfung, Kraftlosigkeit
  • Stimmungstiefs
  • Schwindel
  • Ohrgeräusche / Ohrensausen (Tinnitus)
  • Potenzstörungen
  • Haarausfall & rissige Nägel
  • Infektanfälligkeit

Typisch für eine Eisenmangelanämie (Blutarmut) ist ein niedriger Ferritin-Wert, während der Transferrinwert erhöht ist.

Kann der Ferritin-Wert auch zu hoch sein?

Durchaus! Einen erhöhten Ferritin-Wert können wir z.B. finden bei

  • Eisenüberladung durch häufige Bluttransfusionen oder bei Hämochromatose (Eisenspeicherkrankheit)
  • gestörter Blutbildung
  • verschiedenen Grunderkrankungen (z.B. möglich bei schweren Leberschäden, chronischen Entzündungen, Tumoren)
  • zu hoher Dosierung von Eisenpräparaten

Warum ist die Ferritin-Kontrolle so wichtig?

Ohne Frage: unser Körper braucht Eisen – aber in der richtigen Menge!

Eisen ist ein ganz zentrales Spurenelement, wenn es um die Sauerstoffaufnahme und den Sauerstofftransport geht. Es wird für die Energiegewinnung der Zellen ebenso benötigt wie für Enzyme. Wenn wir zu wenig Eisen haben, fühlen wir uns schlapp und müde. Insbesondere Frauen, die über die Regelblutung immer wieder Eisen verlieren, sind von einem Eisenmangel betroffen. In Deutschland sollen 20 % der Frauen im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, bei den Männern sind es deutlich weniger. Nach unserer Erfahrung dürfte der Anteil der Frauen, die im gebärfähigen Alter unter Eisenmangel leiden, jedoch um ein Vielfaches höher liegen.

Doch auch zu viel Eisen ist schädlich. Wenn übermäßig Eisen zugeführt wird, kann dies z.B. zu Schäden an Bauchspeicheldrüse, am Herzmuskel, an Hormondrüsen wie der Schilddrüse und an Gelenken führen.

Deshalb sollte während einer Eisentherapie mit Eisentabletten oder -infusionen immer wieder kontrolliert werden, wie es um die Eisenversorgung und den Eisenspeicher bestellt ist. – Womit wir wieder beim Ferritin-Wert wären. Denn nur dieser liefert – anders als z.B. das Blutbild oder der Hämoglobingehalt des Blutes – eine zuverlässige Aussage über den Füllungszustand unserer Eisenspeicher. Wie unzuverlässig das Blutbild bei der Beurteilung der Eisenversorgung ist, zeigt Folgendes: Bei einem Ferritin-Wert von 9 ng/ml – und damit einem klaren Eisenmangel – ist das Blutbild bei den meisten Patienten noch gänzlich unauffällig. Veränderungen treten bei vielen erst bei Werten unter 5 oder 6 ng/ml auf – wenn also bereits ein schwerer Eisenmangel besteht.

Was tun bei zu niedrigem Ferritin-Wert?

Wenn die Eisenvorräte zu niedrig sind, gilt es zunächst nach den Ursachen zu forschen und diese zu bekämpfen (Grunderkrankungen, Ernährung). Günstig sind v.a. tierische Lebensmittel mit hohem Eisenanteil (rotes Fleisch), da das Eisen aus diesen besser verwertet werden kann. Lebensmittel, deren Inhaltsstoffe die Eisenaufnahme hemmen (z.B. Tee, Kaffee, Getreide, Kleie, Hülsenfrüchte, Nüsse, Sojaeiweiß, Milcheiweiß) sollten nicht gemeinsam mit eisenreicher Nahrung kombiniert werden. Günstig wirkt sich dagegen Vitamin C (Obst, Paprika) auf die Eisenaufnahme aus.

Erfahrungsgemäß ist darüber hinaus in vielen Fällen die zusätzliche Zufuhr von Eisen erforderlich. Diese kann in Form von Tablette bzw. Kapseln oder als Infusion erfolgen. Die Aufnahme über Tabletten oder Kapseln beschränkt sich dabei im Wesentlichen auf leichtere Formen des Eisenmangels. Zudem klagen viele Patienten über Verdauungsprobleme auf Grund solcher Eisenpräparate. Ungeeignet sich über den Mund aufgenommene Eisenpräparate in allen Fällen, in denen die Eisenaufnahme im Darm gestört ist (z.B. chronische Darmerkrankungen, Zöliakie). In unserer ganzheitsmedizinischen Praxis hat sich daher in den meisten Fällen die Eiseninfusion als Mittel der Wahl herauskristallisiert.

Was tun bei zu hohem Ferritin-Wert?

Auch hier gilt wieder: zunächst einmal die Grunderkrankung behandeln. Darüber hinaus können Aderlässe sinnvoll sein.

Literatur

  • Prof. Stanley L. Schrier von der Stanford University School of Medicine in medizinischen Internet-Datenbank uptodate.com (Juni 2010) zu den Ferritin-Werten

Kommentare

Frank Jaschke, 03.08.2020:
Hallo, K.,

Sie schreiben nicht, ob Sie irgendwelche Beschwerden haben. Ein Ferritinwert von 21 ng/ml liegt in Deutschland für Frauen im Normbereich, für Männer knapp unterhalb des Normbereiches, ist aber zu niedrig, um sich wohlfühlen.

Aus Nahrungsmitteln können Sie Eisen in nennenswerten Mengen allenfalls aus rotem Fleisch
resorbieren, die Aufnahme von Eisen über den Magen-Darm-Trakt funktioniert aber meistens nicht gut.

Die meisten Menschen könnten gar nicht so viel Fleisch essen, wie es notwendig wäre, um einen gut gefüllten Eisenspeicher zu haben. Ein derart hoher Fleischkonsum würde natürlich auch zu anderen gesundheitlichen Problemen führen.


Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 03.08.2020:
Hallo, Ani,

Haarausfall kann schon bei Ferritin-Werten auftreten, die unter 75 ng/ml liegen.

Erschöpfung, Kraftlosigkeit, Konzentrationsstörungen und Nagelwachstumsstörungen sind mit vielen anderen Symptomen zusammen Hinweise auf einen versteckten Eisenmangel.

Ein Ferritinwert von 11 ng/ml ist zu niedrig, die Serum-Eisenkonzentration sagt nichts über die Eisenspeicher aus.

Sie sollten Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anheben, am schnellsten und effektivsten geht das mit Infusionen. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.

Den Vitamin-B12-Wert würde ich mit Methylcobalamin auch noch anheben, er darf durchaus in Richtung 1000 pg/ml gehen.

Ich gehe davon aus, dass es Ihnen mit genügend Eisen und Vitamin B12 deutlich besser geht.

Ich drücke die Daumen!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
K, 02.08.2020:
Hallo.
habe folgende Werte:
Eisen:169
Transferrin: 319
Transferrinsättigung:38
Ferritin: 21
Der Eisenwert ist hoch und der Ferritinwert ist zu niedrig. Was kann ich tun? Ist das mit einer Ernährungsumstellung veränderbar? Welche Auswirkungen hat dies?
DANKE.
Ani, 01.08.2020:
Lieber Herr Dr. Jaschke,

ich war in einer Haarklinik wegen meines massiven Haarausfalls den ich seit einem Jahr habe. Gestern war Besprechung der Blutergebnisse und des Trichoscans. Im Gespräch sagte die Ärztin, dass die Blutwerte völlig in Ordnung seien und hat andere Maßnahmen vorgeschlagen.Nichtsdestotrotz habe ich mir die Werte ausdrucken lassen und zuhause angesehen.Unter Eisen steht der Wert 96µg/dl (als Normwert steht dort 49-151,demnach wäre ich dabei mittig angesiedelt), jedoch bei Ferritin steht der Wert 11 ng/ml.
Wert bei B12 ist übrigens 597 pg/ml. Bei B6 44,9 ng/ml.
Neben dem starken Haarausfall habe ich eine so ausgeprägte Erschöpfung, die mich kaum meinenAlltag bewältigen lässt, Konzentrationsprobleme, keine Kraft mehr fürs Joggen, öfters Atemnot/Kurzatmigkeit, leicht einreißende Nägel und meine Periode ist kaum mehr existent.Vor 5 Jahren hatte ich eine Endometriose OP, die Herde waren an zahlreichen Stellen und selbst der Arzt war erstaunt "wie voll" ich davon war. Seitdem habe ich starke Darm Probleme, mit Obstipation, Nahrungsmittelunverträglichkeiten die entstanden sind, Leaky Gut sowie eine deutlich veränderte Flora Situation. Ich erwähne es deshalb, da ich gelesen hatte, dass versteckte innere Darmblutungen auch zu Eisenmangel führen können.Wie sehen Sie das?Wie sind die beiden aktuellen Werte, Eisen und Ferritin, einzuordnen?Wie sehen Sie das mit dem Darm?Können Sie mir empfehlen, wie ich weiter vorgehe?Ich bin übrigens 39 Jahre alt. Ganz herzlichen Dank im Voraus!Viele Grüße, Ani
Frank Jaschke, 28.07.2020:
Hallo, Andrea,

zunächst einmal herzlichen Glückwunsch zu Ihrem Vitamin-B12-Wert. Niedriger sollte der auf keinen Fall sein. Konzentration, Aufmerksamkeit und Merkfähigkeit benötigen B12-Werte im Bereich von 700 bis 1000 pg/ml.

Ein Ferritin-Wert von 12 ng/ml ist allerdings mit Wohlbefinden schlecht zu vereinbaren. Ihre Müdigkeit und Abgeschlagenheit könnten durchaus damit zusammen hängen.

Sie müssten überprüfen, ob Sie orales Eisen aus dem von Ihnen eingenommenen Präparat ausreichend aufnehmen können, also: Kontrolle des Ferritin-Wertes nach drei Monaten der Einnahme. Dann sollte er deutlich gestiegen sein, bedenken Sie dabei, dass Sie in absehbarer Zeit einen Wert von über 100 ng/ml erreichen wollen.

Im Zweifel wenden Sie sich bitte an ein Eisenzentrum. Es lohnt sich!

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Andrea, 28.07.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke, ich habe 2 Werte, die ich nicht richtig deuten kann.Mein Ferritin Wert liegt bei 12.0 ng/ml, während mein Vitamin B12 bei 788 pg/ml liegt. (Werte im Januar 20). Mein Arzt meinte, dass das ich wäre und es keinen Grund zur Beunruhigung gäbe. Ich bin 54 Jahre alt und habe ebenfalls einen Hashimoto. Wie ist Ihre Einschätzung? Soll ich einfach abwarten? Mein B12 ist schon seid einiger Zeit erhöht - Wert 2015 = 764 pg/ml Ferritin 28.0 ng/ml. Da ich oft müde und abgeschlagen bin und mein Arzt mir kein Ferritin verschreibt, habe ich mir Eisen aktiv non Greenfood besorgt. Mein Eisen im Blut liegt bei 105 yg/dl, was ja ok ist. Verstehe die Zusammenhänge gar nicht, aber beide (Ferritin und B12) spielen doch irgendwie zusammen - oder? MfG Andrea
Frank Jaschke, 27.07.2020:
Hallo, Torsten,

auch Männer benötigen häufig einen Ferritinwert über 100 ng/ml um sich wohlfühlen. Aus meiner Erfahrung ist die Transferrinsättigung keine Hilfe bei der Entscheidung, ob Sie von einer Eisengabe profitieren würden.

Lassen Sie Ihren Bedarf in einem Eisenzentrum berechnen.

Sie können auch einfach auf Verdacht ein Eisenpräparat einnehmen, sollten dann allerdings nach drei Monaten kontrollieren, ob die orale Einnahme einen Effekt hat, da Eisen über den Magen-Darm-Trakt häufig schlecht aufgenommen wird.

Häufig weiß man nicht, warum der Ferritinwert allmählich abfällt. Typische Ursachen wie Blutungen aus dem Magen-Darm-Trakt sollten allerdings ausgeschlossen sein.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Torsten, 26.07.2020:
Guten Tag,

ich bin 39 Jahre alt, männlich und esse wenig Tierprodukte. Seit längerem fühle ich mich erschöpft und müde. Sämtliche Blutwerte sind unauffällig, bis auf Ferritin.

Hb: 14,7 g/dl
Hämatokrit: 43 %
Ferritin: 36,4 ng/ml
Eisen: 77 ug/dl
Transferrin: 2,51 g/l
Transferrinsättigung: 21,8 % (Norm: 16-45 %)
HS-CRP: 0,18 mg/l

Mein Hausarzt ist der Meinung, dass der niedrige Ferritinwert irrelevant ist, solange die Transferrinsättigung im Normbereich ist. Ich solle somit keine Eisentabletten nehmen. Ist das tatsächlich korrekt ? Der Ferritinwert war auch früher eher niedrig bei ca. 65- 70 ng/dl. Was kann ein Absacken des Wertes bedingen? Kann auch vermehrter Sport gegenüber früher ein Absinken des Wertes bedingen. Oder sollte man weitere Untersuchungen angehen, warum Ferritin so tief ist.

Herzlichen Dank im Voraus
Torsten
Frank Jaschke, 24.07.2020:
Hallo, Frau Sigmund,
auch bei Ihnen fehlt die Angabe zum Entzündungswert CRP. Bei Entzündungsreaktionen steigt der Ferritinwert.
Gefährlich ist ein Ferritinwert von 400 ng/ml nicht, der Wert ist leicht erhöht.
Ich würde in sechs Monaten kontrollieren.
Die Ursachen lassen sich auf die Ferne schwer abschätzen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 24.07.2020:
Hallo, Martina,
das sieht nicht so schlimm aus. Eine Ferritinwert von 480 ng/ml ist noch nicht so schrecklich hoch. Entzündungsreaktionen im Körper könnten einen erhöhten Eisengehalt im Körper vortäuschen.
Was spricht denn in Ihren Augen für eine Hämochromatose? Gibt es eine genetische Belastung in Ihrer Familie für das Auftreten einer Eisenspeicherkrankheit?
Ein Gentest hilft auch nur bedingt weiter, wenn gleich die Genmutation bei Europäern gar nicht so selten vorkommt, ist doch die Penetranz gering: d. h., nur rund zehn Prozent der Homozygoten (sie haben die Mutation von beiden Elternteilen geerbt) entwickeln eine klinisch bedeutsame Eisenüberladung. Bei Heterozygoten ist die Entwicklung einer Eisenüberladung sogar extrem selten.
Ich würde den Ferritinwert alle sechs Monate testen, das CRP dabei nicht vergessen! Erst, wenn sich die Werte anhaltend dem vierstelligen Bereich nähern, würde ich eine weitere Diagnostik machen, wenn nicht weitere Befunde Ihren Verdacht stützen sollten, insbesondere eine eventuelle genetische Belastung. Eine Ultraschalluntersuchung der Leber, am besten in Verbindung mit einer sonographischen Elastographie des Lebergewebes, könnte hilfreich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Monika Sigmund, 23.07.2020:
Sehr geehrter Herr Dr.Jaschke,
ich habe ein Problem mit meinen Ferritinwert.Er ist zu hoch.407 ug/l,Transferrin 193,Eisen 18,9 umol/l.Woran kann das liegen?sind diese Werte gefährlich?
Mit freundlichen Grüßen Monika Sigmund
Martina, 22.07.2020:
Hallo Herr Doktor Jaschke,
seit 2018 habe ich ein Granuloma anulare dass sich immer mehr ausbreitet. Daraufhin gängig zu einer Heilpraktikerin die ein ferritinwert von 380 feststellte und eine HPU Syndrom. Wir begannen mit der Entgiftung und der Ergänzung der Nahrungsergänzungsmittel. Nun habe ich nach 4 Wochen einen ferritinwert von 480. Alles deutet auf eine Hämochromatose hin. Mein Arzt verweigert einen Gentedt. Wie ist ihre Meinung. Liebe Grüße Martina
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Janine,
ich kann Ihnen nur beipflichten: nehmen Sie die Tabletten, bis Ihr Ferritinwert über 100 ng/ml liegt. Sie scheinen zu den Glücklichen zu gehören, die Eisentabletten vertragen und das Eisen daraus auch aufnehmen können. Sicherheitshalber sollten Sie auch bei der nächsten Kontrolle schauen lassen, ob das CRP normal ist. Eine Erhöhung des Entzündungsmarkes CRP zeigt eine Situation an, in der Ferritinwerte falsch zu hoch gemessen werden könnten.
Und wenn Sie Ihr Ferritin-Ziel erreicht haben, müssen Sie herausfinden, wieviel Sie einnehmen müssen, dass der Wert nicht wieder allmählich sinkt, sonst geht das Ganze von vorne los!
Viel Erfolg!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Claudia,
ich würde bei einem Ferritinwert von 11 ng/ml auf jeden Fall den Eisenspeicherwert anheben.
Ich habe es praktisch nie erlebt, dass es einem Menschen mit einem so niedrigen Ferritinwert rundum gut geht.
Mit oralem Eisen wird das auffüllen sehr lange dauern, wenn es überhaupt funktioniert.
Da ihre Tochter vermutlich in die Schule geht, ist es auch aus Gründen der Konzentrations- und Lernfähigkeit wichtig, für eine ausreichende Eisenversorgung zu sorgen.
Auch Vitamin B12 muss unbedingt im oberen Normbereich liegen. Achtung: ein normaler Wert für das Holotranscobalamin gewährleistet das nicht. Den ganz normalen B12 Wert bestimmen, der sollte bei mindestens 800 ng/l liegen, um sicher zu sein, dass nicht ein funktioneller Vitamin-B12-Mangel vorliegt. Bei einem Mangel sollte Methylcobalamin gegeben werden, auf keinen Fall Cyanocobalamin.
Ich denke, mit ausreichender Eisenversorgung und genügend Vitamin B12 sollte es Ihrer Tochter bald deutlich besser gehen.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Frank Jaschke, 15.07.2020:
Hallo, Kirsten,
es gibt auch Männer, die ebenso wie einige Frauen nach der Menopause, einen Ferritinabfall ohne nachweisbare Blutung haben.
Wir hatten männliche Patienten, bei denen auch bei der Diagnostik in Universitätskliniken keine Blutungsquelle gefunden wurde.
Ich würde also, wie ich schon geschrieben habe, drei Monate nach der zuletzt erfolgten Bestimmung eine Kontrolle machen und dann neu entscheiden.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Janine, 14.07.2020:
Guten Tag Dr.Jaschke,

ich möchte mich an Sie wenden, um einen Rat zu erfragen.
Seit Jahren ist mein Eisenwert beim Blutspenden grenzwertig.
Im Mai bin ich zu meinem Hausarzt zur Blutkontrolle und dieser stellte fest:

Ferritin : 13 ng/ml
Thrombozyten: 109 tsd/ng
Hämoglobin: 13,2 g/dl

Alle anderen Werte waren OK.
Mein Hausarzt hat mir nur auf meinen Drängen Eisentabletten verschrieben, 100 mg am Tag. Diese nehme ich vor dem Schlafen und vertrage sie sehr gut.

Jetzt bin ich doch auf eigene Faust zu einem Spezialisten, welcher Ultraschall und erneut Blut abenommen hat.

Mein Ferritinnwert ist nach 1,5 Monaten mit Tabletten auf 34,8 gestiegen.
Diese Ärztin schrieb mir heute, ich könnte die Tabletten absetzen ?!
Ich verstehe nur nicht, meine Beschwerden werden langsam besser ( Müdigkeit, Kondition,..)


Würden Sie sagen, ich soll die Tabletten weiterhin nehmen?
Sollte der Ferrtin Wert nicht auf mindestens 100 ng steigen?

Vielen Dank für Ihre Rückmeldung..
Claudia, 07.07.2020:
Hallo! Verzweifelt möchte ich eine Frage für meine 16jährige Tochter stellen. Im Februar diesen Jahres bekam sie eine Influenza A mit diversen Komplikationen , u.a. eine Thrombose. Seitdem hat sie sich nicht mehr erholt, ist immer erschöpft, nach eigentlich normalen Tätigkeiten tagelang außer Gefecht, hat starken Haarausfall, Schlafstörungen usw. Wir dachten nun schon an ein CFS. Die Blutwerte sehen folgendermaßen aus: Transferrin 301, Ferritin 11,16, Eisen 59. Lt. Professor der Gerinnungsambulanz (wegen der Thrombose) alles unauffällig. Sie nimmt trotzdem seit bereits 6 Wochen Ferrosanol 40mg 1x tgl. - eine Besserung ist überhaupt nicht in Sicht, schafft kaum mehr die Schule. Die Regelblutung ist seit Jahren übermäßig stark. Sollen wir nochmal auf Behandlung des Eisenwertes drängen? Können Sie uns Hoffnung auf Besserung ihres Zustandes machen oder sind das immer noch die Auswirkungen der Influenza? Vielen Dank!
B. Wolpers, 02.07.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,vielen Dank für Ihre Antwort. Ich habe am 23.05.2020 50 mg Ferinject bekommen. Danach ging es mir eine Woche schlecht und dann wurde es besser. Nach der Op am 03.06. ist aber alles wieder so wie vor der Infusion. Deshalb kann ich nicht glauben das der Ferretinwert bei 71 liegt, da vorher der Wert bei 11 war und ich bei der Op auch Blut verloren habe. Werde nochmal in ein Eisenzentrum gehen und den Wert kontrollieren lassen. Lg B. Wolpers
Kirsten, 01.07.2020:
Guten Tag Herr Dr. Jaschke,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ganz so jugendlich bin ich mit meinen 53 Jahren nicht mehr, ich habe auch keinen Blutverlust durch Menstruation mehr. Mein CRP liegt unter 1 (aktueller Wert). Liegt dann der Abfall des Ferritin-Wertes noch im Normbereich? Eine Entzündung hatte ich im genannten Zeitraum nicht. Wäre es sinnvoll, die Eisenspeicher weiter aufzufüllen, oder sollte erst abgeklärt werden, warum der Wert gesunken ist? Vielen Dank nochmals für Ihre Antwort und herzliche Grüße.
Dr. Frank Jaschke, 30.06.2020:
Hallo Frau Wolpers,
danke für Ihre Anfrage. Leider schreiben Sie nicht, wieviel Eisen welchen Präparates in den Infusionen erhalten war.
Am besten lassen Sie in einem Monat nochmals Ferritin und CRP bestimmen, Entzündungen machen oft falsch erhöhte Ferritinwerte. Ist das CRP normal, sollte der Wert für den Eisenspeicher, das Ferritin, über 100 ng/ml liegen.
Falls das nicht der Fall sein sollte, wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
B. Wolpers, 29.06.2020:
Hallo, ich habe mal eine Frage, ich hatte seit Februar eine Dauerblutung. Ende April wurde eine Ausscharbung gemacht. Mein Ferretinwert lag danach bei 11. Ich hatte Sehstörungen, Zungenbrennen, Frieren, Kreislaufprobleme. Es wurde eine Infusion mit 500 ml gemacht weil am 03.06. die nächste OP mit Gebärmutterentfernung anstand. Nach der Eiseninfusion ging es mir eine Woche nicht so gut. Aber die Sehstörungen waren besser. Leider wurde ich 1 1/2 Wochen nach der Infusion schon wieder operiert und nach der OP geht es mir wieder sehr schlecht. Wieder Sehstörungen, Benommenheit, Müdigkeit, Kreislaufprobleme und noch andere Sachen. Knapp vier Wochen nach der Infusion wurde wieder Blut abgenommen und der Ferretinwert soll jetzt bei 71 liegen. Was ich von meinen Beschwerden her kaum glauben kann. Mein Arzt meint der Wert wäre ausreichend. Was meinen Sie. Vielen Dank. B. Wolpers
Dr. Frank Jaschke, 28.06.2020:
Hallo, Kirsten,
Sie haben mir Ihr Alter nicht verraten, so dass ich nicht abschätzen kann, ob Sie eine Menstruation haben. Ich gehe mal davon aus, dass Sie sich in dem entsprechenden jugendlichen Alter befinden. Dann wäre eine wesentliche Ursache des Ferritin-Abfalls ein Eisenverlust über die Menstruation. Natürlich könnte es theoretisch auch versteckte Blutungen geben. Falls Sie im Oktober letzten Jahres eine Entzündung gehabt haben sollten, könnte der Ferritinwert falsch zu hoch gemessen worden sein.
Natürlich ist es etwas schwerer, den Eisenvorrat hoch zu halten, wenn man kein Fleisch ist. Aber erfahrungsgemäß reicht das über die Nahrung aufgenommene Eisen meistens auch bei Fleischesserinnen nicht aus, um einen menstruationsbedingten Verlust auszugleichen.
Ich würde Ihnen vorschlagen, in drei Monaten Ferritin und CRP zu kontrollieren und dann weiter zu entscheiden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 28.06.2020:
Hallo, Fatma,
entschuldigen Sie bitte die späte Antwort.
Ein Ferritinwert von 11 ng/ml reicht gerade noch »zum Überleben«. Insofern beglückwünsche ich Sie zu Ihrer Entscheidung, ein Eisenzentrum aufzusuchen. Wenn alles richtig gemacht wird, und im Eisenzentrum wird es wohl richtig gemacht, gibt es überwiegend Vorteile! Genießen Sie das drohende Wohlbefinden!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Kirsten, 26.06.2020:
Guten Tag,
mein aktueller Ferritin-Wert liegt bei 72,4 µg/l, im Oktober letzten Jahres lag er noch bei 107,7 µg/l. Ich esse kein Fleisch und keine Milchprodukte, nur hin und wieder etwas Fisch. Eine Operation, Unfall oder sonstige Blutungen hatte ich nicht. Kann der gesunkene Spiegel tatsächlich nur an meiner Ernährung liegen, oder sollte ich da weiter nachschauen (lassen) - und wenn ja, in welche Richtung? Vielen herzlichen Dank schon einmal für Ihre Antwort.
Fatma, 10.06.2020:
Hallo

Ich habe heute meine blut befunde bekommen, und meine ferritin werte sind beim 11mg, und ich habe mich entschieden beim eine Eisenexperten eine Infusion zu nehmen. Können sie mir es empfehlen, und gibt es nachteile?

Danke
Dr. med. Frank Jaschke, 15.05.2020:
Hallo, Pia,

danke für Ihre Anfrage. Ein Ferritinwert von nur 18 ng/ml ist zwar in Deutschland schulmedizinisch „in Ordnung“, wir wissen aber, dass der Eisenvorrat trotzdem bei weitem nicht ausreicht, um beschwerdefrei zu sein.
Wir haben in unserem Eisenzentrum in Wiesbaden in den letzen zehn Jahren bei weit über tausend Frauen, und natürlich auch bei einigen Männern, den Ferritinwert in den Wohlfühlbereich von über 100 ng/ml angehoben. Bei den allermeisten von ihnen führte das zu einer dramatischen Steigerung des Wohlbefindens.
Bei den von Ihnen genannten Symptomen könnte es sich durchaus um Anzeichen eines versteckten Eisenmangels handeln. Ich würde Ihnen dringend empfehlen, den Ferritinwert in einem Eisenzentrum auf über 100 ng/ml anheben zu lassen.
Natürlich kostet das erst einmal relativ viel Geld, aber Sie erkaufen sich Lebensqualität!
Und wenn Sie dann darauf achten, dass der Wert nicht mehr unter 100 ng/ml sinkt, indem Sie rechtzeitig „nachfüllen“, können Sie den guten Zustand mit relativ geringem Aufwand erhalten.
Alles Gute für Sie!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Pia, 13.05.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
Ich möchte mich jetzt an eine Arztpraxis wenden die ich über das Eisenetzwerk gefunden habe. Können Sie mir vielleicht sagen ob die auch über den Tellerrand schauen, weil mein ferritin von 18 und ein normaler HB von 13,4 schulmedzinisches gesehen ja völlig in Ordnung sind. Momentan bin ich als depressiv krank geschrieben und all meine Symptome wie: unglaubliche Kraftlosigkeit, starke Müdigkeit, Kopfschmerzen, starker Öeistungsabfall, Vergesslichkeit, Nebel im Kopf, restless leg, mudkelschmerzen, ohrenrauschen, Haarausfall usw. der Depression und der sich ankündigenden Menopause (ich bin 44 Jahre) zugeschrieben werden. Ich hatte schon einmal Kontakt zu dem eisenzwtrum in Berlin aber da ich das alles privat bezahlen muss, muss ich gut überlegen wo ich mich hinwende. Und ich habe Angst vor möglichen Nebenwirkungen von eiseninfusionen. Ich freue mich sehr auf eine Nachricht.Vielen Dank.Viele Grüße
Dr. Frank Jaschke, 21.04.2020:
Hallo, Sunny,
schön, dass es Ihnen allmählich besser geht! Den Ferritinwert sollten Sie anheben, am besten mit Infusionen, damit es nicht so lange dauert, bis Sie den Zielwert von über 100 ng/ml erreicht haben.
Abwarten bringt nichts. Von einer Eisenmangelanämie sind Sie zum Glück noch ein ganzes Stück entfernt. Alles Gute für Ihre Gesundheit!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Sunny, 20.04.2020:
Guten Abend Herr Dr. Jaschke,

nach einer Krankheitsdiagnose vor 8 Monaten habe meine Ernährung komplett umgestellt und nehme einige Ergänzungsmittel, um Nährstoffmängel auszugleichen bzw. Entzündungensprozessen entgegenzuwirken.
Mit den Umstellungen komme ich gut zurecht und nun tragen all die Maßnahmen wohl zarte Früchte - meine Werte haben sich samt Befinden verbessert ohne dass ich pharmazeutische Präparate einnehmen muss.
Was leider entgegen dieser Maßnahmen stetig sinkt ist mein Ferritinwert - obwohl ich Floradix mit Vit. C einnehme, da ich Eisentabletten leider nicht vertrage.

Meine Werte:
Ferritin 21,2 ng/ml
Transferrin 354 mg/dl
Transf.sättigung 22,2%
Eisenbindungsk. 494 µg/dl
Hämoglobin 13 g/dl
Hämatokrit 39%

Ist eine Eiseninfusion sinnvoll? Sollte ich bei diesen Werten abwarten und noch weitere Maßnahmen vornehmen? Habe ich bereits eine Anämie oder bin auf dem Weg dorthin?

Ich danke Ihnen sehr für Ihre Einschätzung!
Viele Grüße & bleiben Sie gesund
Sunny
Dr. Frank Jaschke, 19.04.2020:
Hallo, K.F.,
ein Ferritinwert von 8 ng/ml ist sicherlich zu niedrig. Eisentabletten machen leider oft Magen-Darm-Beschwerden. Zudem wird es vermutlich ziemlich lange dauern, bis Sie den Ferritinwert auf den erwünschten Wert von über 100 ng/ml angehoben haben. Sie könnten zunächst eine andere Tablette probieren, falls Sie hinsichtlich des Erreichens des Zielwertes Geduld haben. Sonst wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
K. F., 14.04.2020:
Guten Tag! Ich bin 16 Jahre alt, männlich und ernähre mich seit fast 10 Jahren vegetarisch. Mein Kinderarzt meinte eigentlich immer, alle Werte seien in Ordnung, ich musste sie mir aber für einen Kardiologentermin ausdrucken lassen: Mein Ferritin lag bei 8? Mein HB bei 13.2, also war der in Ordnung. Die Sprechstundenhilfe riet mir dazu, Eisentabletten zu nehmen. Ich nehme jetzt seit einer Woche Tardyferon, und habe die letzten paar Tage Magenkrämpfe, wenn ich Joggen gehe. Vertrage ich Tardyferon nicht?
Frank Jaschke, 11.04.2020:
Hallo, Milan,
Sie sollten Ihre Leber diagnostisch abklären lassen. Auch eine Eisenspeicherkrankheit müsste ausgeschlossen werden. Bitte wenden Sie sich an einen Facharzt für Innere Medizin.
Eine Diagnose kann allein aufgrund der von Ihnen angegebenen Werte nicht gestellt werden, weitere Diagnostik ist erforderlich.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke

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Hallo Angela,
das spricht alles für einen Eisenmangel, einige Ihrer Beschwerden könnten dadurch bedingt sein. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum. Ihr Ferritinwert sollte per Infusion angehoben werden, mit Tabletten dauert es wahrscheinlich zu lange, bis Sie eine Besserung verspüren könnten.

Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Angela P., 10.04.2020:
S.g. Dr.Jaschke,
danke für ihre Infos zum Thema Eisenstoffwechsel. Wenn ich das so lese, bekomme ich Bedenken wegen meiner niedrigen Werte, die ich seit längerer Zeit mit mir herum schleppe und anscheinend durch orale Substitution hochdosierter Kapseln, die ich wiederholt über längere Zeit versuchte, nicht wirklich hoch bekomme.
Letzter Befund vom 9.4.:
Eisen: 25mikrogramm/ml,
Ferritin "<(!)8ng", Transferrinsättigung:5%
Die Werte vom roten Blutbild sind nahezu alle ein wenig zu niedrig.
Meine Symptome, die ich persönlich mal auf den Mangel schiebe: Müdigkeit, subjektiv empfundener Leistungsabfall, häufige stärkere Kopfschmerzen, plötzlich auftretendes Herzklopfen, wiederholt schmerzende kleine Risse im Mundwinkel.
Wie würden Sie mit Ihrer fachlichen Meinung dies beurteilen, bzw., wozu würden Sie raten?
Mit freundlichen Grüßen, Angela
Milan, 09.04.2020:
Sehr geheerte Herr Jaschke
Mein Ferritin Wert liegt bei 1234 ng/mlDer Eisen Wert liegt bei 139 Transfferin 272 , trasferrinsäattigung bei 36%Gama wert liegt seit über ein Jahr bei über 200 Was würden sie mir empfehlen und welche Diagnose hätten Sie?
Vielen Dank Liebe Grüsse
Frank Jaschke, 05.04.2020:
Hallo, Katharina,
schön, dass Ihr Ferritinspiegel langsam steigt. Machen Sie weiter!
Nun zu Ihrer Frage zu Kupfer:
In der westlichen Ernährung stammen etwa 60 Prozent des Nahrungskupfers aus Gemüse, Getreide, Hülsenfrüchten. Auch Fleisch, Fisch und Geflügel trägt zur Kupferaufnahme bei. Den höchsten Kupfergehalt findet man in Leber.
Die Kupferaufnahme kann durch Einnahme von Eisen, Zink oder Ascorbinsäure (Vitamin C) behindert werden.
Operationen am oberen Dünndarm und am Magen können einen Kupfermangel begünstigen, besonders auch dann, wenn in dieser Situation Zink eingenommen wird.
Beim Gesunden ist bei ausgewogener Ernährung ein Kupfermangel selten. Ein Zuviel an Kupfer kann toxische Erscheinungen hervorrufen.
Ohne einen Nachweis eines Kupfermangels würde ich deshalb nicht zur Einnahme von Kupferpräparaten raten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Katharina, 03.04.2020:
Sehr geehrter Dr. Jaschke,
Habe Ihnen schon mal Frage gestellt wegen Eisentabletten. Mein Ferritinspiegel wurde jetzt wohl dank Tabletten etwas angehoben von 26 auf über 40. Habe wohl noch einen langen Weg vor mir.
Würden Sie empfhlen zwischendurch auch Kupfer zu nehmen? Sind 2mg unbedenklich? Habe gelesen,dass Kupfer die Eisenaufnahme verbessert. Habe auch leichte Schilddrüsenunterfunktion und Kupfer soll da auch eine Rolle spielen. Vielen Dank für Ihre Antwort und bleiben Sie gesund! Liebe Grüße, Katharina
Dr. Frank Jaschke, 02.04.2020:
Hallo, Ummi,
ich habe als Internist keine Erfahrungen mit den Eisenspeichern von Kleinkindern. Ich würde aber sagen, da wir Menschen behandeln und keine Laborwerte, würde ich, da es Ihrer Tochter, wie Sie schreiben, gut geht, nichts weiter unternehmen. Was Sie Ihr jedoch jetzt schon für das Leben beibringen können ist, langsam zu essen und gut zu kauen. Damit die Mikronährstoffe optimal aufgenommen werden.
Freundliche Grüße
Dr. Frank Jaschke



Hallo, Toan,
solange Sie einen so niedrigen Ferritinwert haben, würde ich über psychische Ursachen gar nicht erst nachdenken. Wenden Sie sich an ein Eisenzentrum, lassen Sie Ihren Eisenspeicher auf über 100 ng/ml anheben, und schauen Sie, wie es Ihnen dann geht.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Toan, 31.03.2020:
Hallo ich weiblich 37, starke Menstruation habe einen ferritin von
11, ferritin Sättigung 12%, hb von 7.6mmol.m hämatokrit O.36
Rdw 14.9%
Ich fühle mich schlapp und habe Druck im Kopf kribbeln in den Fingern und mir ist Dauer schwindelig
Mein Hausarzt meint keine Eisenmangelanämie und sagt Psyche aber es geht mir wirklich schlecht
Ummi, 22.03.2020:
Guten Tag! Meine 1-jährige Tochter hat einen Eisenspeicher bei 3 (normal wäre 20, wurde mir gesagt). Ich habe ihr Eisentropfen gegeben (10 am Morgen und 10 Tropfen am Abend). Ihr Eisenspeicher ist immer noch bei 3. sie hat keine Symptome. Sie ist aufgeweckt, hat eine gute Verdauung usw. sie isst auch ziemlich ordentlich. Fleisch, Ei, Gemüse, Haferflocken usw. sie isst eigentlich alles gerne. Was könnte der Grund sein, dass sie so einen niedrigen Speicherwert hat?
Dr. Frank Jaschke, 11.03.2020:
Hallo, Bettina,
die Eisenversorgung ihres Körpers ist sicherlich nicht ausreichend.
Vielleicht haben Sie sich an einen Eisenmangel gewöhnt. Sie sollten vor Eintritt der Schwangerschaft einen Ferritinwert über 100 ng/ml haben.
Ein Anheben des Ferritinspiegels mittels Eisentabletten, dabei sind 100 mg keine hohe Dosierung, kann – wenn es überhaupt klappt – sehr lange dauern, unter Umständen deutlich mehr als ein Jahr.
Sie müssen entscheiden, ob das terminlich mit der Familienplanung dann klappt.
Auf jeden Fall sollten Sie nach drei Monaten testen, ob die orale Substitution effektiv ist. Falls nicht, wenden Sie sich am besten an ein Eisenzentrum.
Ein kleines Blutbild sollten Sie auf jeden Fall machen lassen, damit nicht eine Blutarmut übersehen wird.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 11.03.2020:
Hallo, Katha,
28 ng/ml Ferritin sind für einen Mann wenig. Übelkeit als Folge eines Eisenmangels ist mir noch nicht begegnet. Eine Darmspiegelung zum Ausschluss von Blutungsquellen wäre sinnvoll.
Es ist bei solchen Ausgangswerten immer einen Versuch wert, ob sich das Befinden durch Eisenzufuhr bessert.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 11.03.2020:
Hallo, Susanne,
mit 40 mg oralem Eisen pro Tag werden Sie vermutlich nicht sehr weit kommen, die Monatsblutung ist schneller. Ich würde mindestens 100 mg pro Tag versuchen und dann nach drei Monaten schauen, ob ein signifikanter Anstieg des Ferritinwertes erfolgt ist. Ziel: mehr als 100 ng/ml. Falls der Anstieg so gering sein sollte, dass das Ziel in weiter Ferne erscheint, empfehlen sich Eiseninfusionen. Der B12-Spiegel sollte besser im oberen Normbereich liegen, also bei etwa 900 pg/ml.
Mit freundlichen GrüßenDr. Frank Jaschke
Bettina, 09.03.2020:
Lieber Herr Dr. Jaschke
Zunächst einmal: Besten Dank für all ihr Wissen, dass Sie hier frei zur Verfügung stellen. Da ich vegan lebe, habe ich mich heute auf Vitamin D, B12 und Eisen testen lassen. Erschreckenderweise habe ich bei Ferritin einen Wert von 7. Dabei fühle ich mich sehr fit und leistungsfähig - ich habe keine Mangelerscheinungen (worüber ich natürlich froh bin). Da der Wert allerdings sehr, sehr tief ist und ich gerne schwanger werden möchte, wurde mir von der Apotheke Eisen(II)-fumarat 100mg empfohlen. Wie lange sollte ich dies einnehmen ohne eine Überdosierung zu erleiden (zumal ich mich sehr fit fühle)? Raten Sie mir generell zur Einnahme dieser hohen Dosierung? Wann sollte ich mich wieder testen lassen, um zu überprüfen, ob der Speicher wieder voll ist? Empfehlen Sie mir weitere Blutuntersuchungen durchzuführen - Hämoglobin z.Bsp.? Danke für Ihre Auskunft! Freundliche Grüße, Bettina
Katha, 09.03.2020:
Guten Abend Dr.Jaschke! Mein Mann Mitte 40 hat seit einiger Zeit Übelkeit ohne Erbrechen, er isst kein Fleisch und Fisch, hat guten Appetit und ist normalgewichtig.Magenspiegelung war unauffällig. Kann Eisenmangel Übelkeit verursachen und wenn ja ,warum? Sein Feeritinwert liegt bei 28. Herzliche Grüße und Vielen Dank für Antwort. Katha
Susanne, 06.03.2020:
Sehr geehrter Dr.Jaschke.
Ich bin 48 Jahre alt.Seid 2008 habe ich die Diagnose MS erhalten.Ich spritze mir einmal die Woche AVONEX.
Ich bin sehr sportlich und treibe täglich Sport(Nordic Walking 10 km).
Ich fühle mich großartig und bin fit für den Tag .
Nun wurde von mir ein Blutbild erstellt.
Mein Ferritin Wert liegt bei 14ng/ml und Vitamin B 12 LIA bei 423 pg/ml.
Von meiner Hausärztin wurde mir fern sanol 40mg Dragees verschrieben.Einnahme 1×täglich früh.Heute habe ich mit der ersten Einnahme begonnen.
Darf ich jetzt kein Sport mehr machen?
Welcher Wert wäre für mich wichtig?
Ich muss noch hinzufügen, wenn ich meine Monatsblutung bekomme, was auch in unterschiedlichen Abständen ist, sind diese sehr stark.
Könnten sie mir bitte antworten.Danke
Dr. Frank Jaschke, 05.03.2020:
Hallo, Marita,
die von Ihnen genannten Laborwerte sind typisch für einen ausgeprägten Eisenmangel.
Ich glaube nicht, dass Sie mit Eisentabletten – wenn überhaupt – Ihren Eisenspeicher in einem vertretbaren Zeitraum so auffüllen können, dass Sie beschwerdefrei sind.
Ich denke, dass Eiseninfusionen die bessere Lösung sind. Am besten wenden Sie sich schnellstens an ein Eisenzentrum, damit es Ihnen vielleicht schon zu Ostern deutlich besser geht.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 05.03.2020:
Hallo, Zuzu,
der Serumeisenwert korreliert nicht mit dem Ferritinwert. Der Ferritinwert ist maßgeblich für die Beurteilung des Füllungszustandes der Eisenspeicher.
Also haben Sie einen latenten Eisenmangel, der ausgeglichen werden sollte, auf jeden Fall dann, wenn Sie die typischen Beschwerden haben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Mavita, 04.03.2020:
Sehr geehrter Herr Doktor, ich habe soeben meine Blutwerte im Postfach gehabt - Besprechung ist nächsten Mittwoch.
Ich bin Mutter von 2 Kindern, berufstätig und habe ein großes Haus mit Garten zu versorgen - es wird mir also nicht fad.
Ich habe bereits seit einiger Zeit bemerkt, dass ich unter Stress überhaupt nicht funktioniere. Ich bin unausstehlich. Abends schaffe ich es kaum nach 20 Uhr noch irgendwelche sinnvollen Dinge zu erledigen. Ich bin kraftlos und oft vermisse ich das Engagement mit dem ich früher an alle Dinge herangegangen bin.

Deswegen war ich bei einer Ärztin, die ein Vollblutmineralanalyse inkl anderer diverser Blutwerte bestimmt. So, jetzt habe ich folgende Eisenwerte gelesen: * Eisen 29 g/dl 37 - 145
* Eisenbindung, gesamt 515 mcg/dl 257 - 402
* Transferrin 365 mg/dl 200-310
! Transferrinsttigung 6 % 16 - 45
! Ferritin < 5 ng/ml 15 - 150

Ich habe bereits nach meiner zweiten SS vor 2,5 Jahren einen Eisenmangel gehabt, Tabletten verschrieben bekommen, die ich aber nicht vertragen habe. Meine Regelblutung ist seit meiner zweiten SS sehr stark, die ersten Tage muss ich mich doppelt schützen (da gehe ich ungern außer Haus - eine Toilette muss immer in der Nähe sein). Gynäkologisch ist aber alles abgeklärt.

Meinen Sie, dass meine Symptome vom Eisenmangel her rühren können? Würden Sie mir Infusionen empfehlen?
Welche Tipps würden Sie mir sonst noch geben?
Vielen Dank und einen schönen Abend
Zuzu, 01.03.2020:
Hallo,ich bin eine 40 jährige Frau und beim Blutergebnisyy da war der Eisenwert(Fe) 239, Ferritin 19, UIBC 138, HGB 14 und CRP 1,5. Wieso ist der Eisenwert hoch obwohl Ferritin niedrig ist? Habe ich eine Eisenüberladung oder Eisenmangel? Was kann ich tun? Vielen Dank für Ihre Antwort.
Dr. Frank Jaschke, 01.03.2020:
Hallo, Barbara,
sicherlich können Sie sich meine Antwort schon fast denken: In meinen Augen sind die Werte natürlich nicht gut. Erschöpfungssymptome beginnen etwa bei einem Ferritinwert unter 50 ng/ml, Haarausfall geht schon bei Werten von unter etwa 75 ng/ml los.
Es würde also Sinn machen, Ihren Ferritinwert auf über 100 ng/ml anzuheben. Natürlich unter Laborkontrollen. Im Zweifelsfall wenden Sie sich doch an ein Eisenzentrum!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 01.03.2020:
Hallo, Matti,
sehr schön, dass Sie schon eine Eiseninfusion erhalten haben. Zu Ihrem Bedarf kann ich aus der Ferne nichts sagen, aber die 500 mg, die Sie bisher erhalten haben, reichen sicherlich nicht. Es ist auch nachvollziehbar, dass Sie bislang noch keine Besserung spüren.
Dass Sie zum Gastroenterologen geschickt wurden, ist sehr richtig.
Blutspenden verschärft den Eisenmangel, das ist eine Crux – denn die Gesellschaft ist auf Blutspenderinnen und Blutspender angewiesen.
Auch Ihnen empfehle ich, einen Ferritinwert von über 100 ng/ml anzustreben. Dabei sollte frühestens zwei bis drei Wochen nach der letzten Eiseninfusion gemessen werden.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 01.03.2020:
Hallo, Jane,
Eisen aus pflanzlichen Quellen ist für den Körper nicht gut verwertbar.
Gewisse Nahrungsmittel können – ganz unabhängig von ihrem eigenen Eisengehalt – die Aufnahme des Eisens aus anderen Lebensmitteln hemmen.
Egal, ob Sie sich vegan oder vegetarisch ernähren, oder ob Sie auch Fleisch essen: Sie müssen individuell überprüfen, ob es Ihnen gelingt, für ausreichende Eisenvorräte im Körper zu sorgen, da die Fähigkeit, Eisen aus dem Magen-Darm-Trakt aufzunehmen, sich von Mensch zu Mensch stark unterscheiden kann.
Das heißt, es gibt Veganerinnen und Veganer mit gutem Eisenspeicher, aber auch Fleischessende mit sehr schlechten Ferritinwerten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Barbara, 28.02.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke, kürzlich bekam ich meine Laborwerte zurück, ich schlafe schlecht, bin antriebslos und müde. Mein CRP 0,20, hämatokrit 46,5%, Eisen 107 Mikrogramm, transferrinsättigung 24%, ferritin 39,4 ng/ml.
Mein Arzt meint, dass ich keine Eisentherapie brauche, da die Werte gut sind.
Wie sehen Sie das?
Mit freundlichen Grüßen, Barbara
Matti, 21.02.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
bei mir wurde ein Ferritinwert von 8.8, Eisen von 30, Transferrin von 400 bei einer Transferrinsättigung von 5.3% festgestellt. Ich leider sehr unter einem starkem Tinnitus, Schlafstörungen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, dünner werdendem Haar, Konzentrationsstörungen und abnehmender sportlicher Leistungsfähigkeit. Mein Hausarzt hat mir vor 2 Wochen eine 500mg Eiseninfusion gegeben und wird dies in 2 Wochen wiederholen. Zusätzlich hat er mich zum Gastroenterologen bzgl. einer Darmspiegelung überwiesen. Im letzten Jahr habe ich 4x (im Abstand von jeweils 3 Monaten) Blut gespendet.
Können die Beschwerden von den niedrigen Eisenwerten stammen und wie schnell werden sich die Beschwerden verbessern (bislang habe ich keine Besserung wahrgenommen)? Welcher Ferritinzielwert sollte angestrebt werden und sind die 2x 500mg Infusionen dazu ausreichend? Sind die Blutspenden als Grund für den Eisenmangel plausibel oder sollte man nach weiteren Gründen suchen?
Herzlichen Dank!
Dr. Frank Jaschke, 20.02.2020:
Hallo, Sandra,
Maßstab für die Eisenversorgung ist der Ferritinwert. Der Serum-Eisenwert erlaubt keine Aussage. Offensichtlich ist Ihre Versorgung mit Eisen unzureichend. Ab besten lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 20.02.2020:
Hallo, Denise,
toll, dass Ihr Körper jetzt wieder genügend Eisen hat, und dass es Ihnen so viel besser geht!
Die Abweichungen bei der Ferritinmessung sind nicht relevant, zum einen schwankt der Wert, da Ferritin auch auf Entzündungsvorgänge im Körper reagiert. Zum anderen könnte es sein, dass der Wert in einem anderen Labor bestimmt wurde, auch daraus erklären sich Abweichungen.
Eine Eisenüberladung haben Sie nicht, davon sind Sie sehr, sehr weit entfernt. Also: einfach mal abwarten und nach drei Monaten kontrollieren lassen.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Sandra, 18.02.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,
wie kann es sein, dass der Blutwerte Eisen mit knapp 200 ug/dl deutlich über dem Referenzwert (bis 145) liegt, aber Ferritin dennoch nur 28 ng/dl hat?
Auch vor2 Monaten war der Eisenwert schon deutlich über maximalem Referenzwert. Transferrs% liegt mit 56 über max Referenzwert. Viel Eisen im Blut (ohne Medikamente), aber Speicher niedrig.
Vielen Dank für Ihre informative Seite und Ihre Antwort.
Sandra
Jane, 10.02.2020:
Hallo, ich habe eine Verständnisfrage: Im Text oben steht, dass u.a. Getreide, Kleie, Hülsenfrüchte, Nüsse und Sojaeiweiß Lebensmittel sind, "deren Inhaltsstoffe die Eisenaufnahme hemmen" und dass diese "nicht gemeinsam mit eisenreicher Nahrung kombiniert werden" sollten. Ich dachte, dass z.B. Weizenkleie, Sojabohnen und Nüsse viel Eisen enthalten und deshalb vor allem für Vegetarier gute Eisenlieferanten sind. Wie passt das zusammen? Danke & Gruß Jane
Denise Nelke, 31.01.2020:
Guten Tag Herr Dr. Jaschke,Sie haben mir vor einiger Zeit sehr weitergeholfen. Vielen Dank dafür. Nach Ihrer Rückmeldung war ich bei einem Arzt, der meinen Ferritinwert, durch Eiseninfusionen, anheben wollte. Zu dem Zeitpunkt war er bei 30. Er beschloss mir 6 Infusionen zu geben. Ab der 4. merkte Besserung und nach der 6. ging es mir wieder gut. Meine Beschwerden, wie Kraftlosigkeit etc gingen immer weiter zurück. 3 Monate später machte er eine Blutabnahme und sagte mir, dass mein ferritin nun bei 292 liegt. (Das war Anfang Dezember) nun erfolgte eine weitere Blutabnahme bei meinem Frauenarzt und der Wert liegt mittlerweile bei 319. Ich nehme keine Tabletten zu mir und dennoch ist der Wert gestiegen?! Liegt jetzt eine Eisenüberladung vor? Muss ich irgendwas dagegen tun? Ich habe gelesen, das zu viel Eisen die Leber und das Herz schädigen kann und mache mir jetzt Sorgen. Ich danke Ihnen für eine kurze Rückmeldung. Liebe Grüße Denise Nelke
Dr. Frank Jaschke, 28.01.2020:
Hallo, Müder Krieger,
Sie sollten auf jeden Fall Ihren Eisenspeicher auf einen Ferritinwert von über 100 ng/ml anheben. Mit Tabletten scheint das bei Ihnen nicht zu funktionieren. Am besten füllen auch Sie mittels Eiseninfusionen auf. Beratung hierzu erhalten Sie in einem Eisenzentrum. Wenn Ihr Blutbild eine Eisenmangelanämie bestätigten sollte, ist ein Teil der Infusionen vielleicht auch zu Lasten der Krankenkasse erhältlich.
MIt freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Müder Krieger, 26.01.2020:
Hallo,habe mal eine Frage. Seit mindestens 5 Jahren habe ich zuwenig Eisen laut Laborwert. HB 9, 10 schwankt immer. Ferritin zwischen 5-9. Ich werden jedesmal auf die Tabletten hingewiesen, die ich 2mal täglich nehmen soll wegen meines akuten Mangels. Ich habe akute Verdauungsstörungen deshalb und setze sie dann immer wieder ab. Im Moment bemerke ich das meine Augen innerhalb einiger Monate weitsichtig wurden. Ich leider in letzter Zeit unter Gedächtnisschwäche, das mich auch schon in peinliche Situationen gebracht hat. Was kann ich tun? DANKE für Ihre Antwort
Dr. Frank Jaschke, 16.01.2020:
Hallo, Sarah,
ich würde Ihnen empfehlen, Ihr Ferritin mittels Eiseninfusionen anzuheben, da auch Ihr Kind mehr und mehr Eisen benötigt. Am besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum. Der Ferritinwert sollte durch die genannte Nebenerkrankung nicht wesentlich beeinflusst sein. Alles Gute für Sie und Ihr Kind!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Sarah, 15.01.2020:
Guten Tag Dr. Jaschke,
ich bin aktuell in der 15. Schwangerschaftswoche und habe einen guten HB Wert (12,0) aber sehr niedriges Ferretin (6,6ng/ml). Mir geht es körperlich aber soweit gut... soll ich trotzdem eine Eiseninfusion in Anspruch nehmen? Ich habe als Nebenerkrankung eine Schilddrüsenentfernung nach SD-CA, kann das den Ferretinwert verfälschen?
Danke im Voraus für Ihre Zeit!
Dr. Frank Jaschke, 10.01.2020:
Hallo, Sebastian,
bezüglich des Ferritinwertes müssen sich Ihre Frau und Sie keine Sorgen machen. Das ist eine gute Eisen-Versorgung. Die Normwertangaben von medizinischen Laboren unterscheiden sich, das kann schon verwirrend sein. Auf jeden Fall besteht bei Ihrer Frau keine Eisenüberladung. Alles Gute für Sie beide und das Kind!
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 10.01.2020:
Hallo, Rick,
es ist wirklich schwer zu beurteilen, warum Ihre Hände so kalt sind. Bei normalem CRP ist das Ferritin bei Ihnen fast im optimalen Bereich. Es gibt aber hin und wieder Menschen, die auch Ferritinwerte über 150 ng/ml benötigen. Da hilft nur ausprobieren.
Freundlichen Grüße
Dr. Frank Jaschke
Sebastian, 10.01.2020:
Hallo Herr Dr. Jaschke,
meine Frau ist in der SSW 10+4 und hat heute von ihrer Frauenärztin einen Ferritinwert von 228 µg/L attestiert bekommen. Als Zusatz waren noch die Normwerte aus dem Labor mit aufgeschrieben: 13-150µg/L.
Wir machen uns jetzt Sorgen, dass etwas nicht stimmen könnte und was wir mit den Werten anfangen sollen. Heute Nachmittag gehen wir zum Hausarzt, aber Sie schreiben oben, das der Grenzwert bei ca. 250 liegt. Woher kommt diese Diskrepanz und müssen wir uns jetzt sorgen machen?
Gruß
Sebastian
Rick, 10.01.2020:
Ich habe ein Ferritin wert vom 88 ng/ml und ein eisen wert im Serum von 25 ummol/l bin ein Mann 61 jahre meine freie Schilddrüssen werten sind im niedrigen normal Bereich fT3 4.1 pmol/l und fT4 14.4 pmol/l und TSH 2.6 hsCRP ist 0.65 mg/l habe immer kalte Hände braucht der Schilddrüse mehr eissen ? Habe auch Gehirnnnebel meine TPO anti körper wert liegt unter 30 U/ml ist kein Hashimoto höre gerne von Ihnen Beste Grüsse Rick
Dr. Frank Jaschke, 08.01.2020:
Hallo, Kati,
Sie und Ihr Baby benötigen auf jeden Fall einen deutlich größeren Eisenvorrat. Ich kann Ihrer Hebamme nur beipflichten. Mit Eisentabletten werden Sie den Ferritinspiegel, wenn Sie Glück haben, langsam anheben können - zu langsam für den Bedarf Ihres gestillten Babys. Auch für eine schnelle Besserung Ihres Befindens dürfte ein zügiges Ansteigen Ihres Eisenspeichers hilfreich sein. Mit Eiseninfusionen können Sie das erwünschte Ziel etwa innerhalb eines Monats erreichen. Am Besten wenden Sie sich an ein Eisenzentrum.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Kati, 07.01.2020:
Hallo ich habe eine Frage. Bei mir wurde ein eisenmangel festgestellt.Ich stille momentan und mein Kind ist fast 4 Monate. Ich bin müde abgeschlagen, ich bin schnell gereizt was mit Baby echt nicht einfach ist. Meine Hebamme hat mich gebeten Blut abzunehmen wo raus gekommen ist das ich einen ferentin wert von 6 habe. ( laborgrenze 13-200) mein arzt sieht alles recht entspannt und gab mir Tabletten. Meine Hebamme findet es ist zu wenig. Man sollte mir eine eiseninfusion geben. Ich habe jetzt einiges gelesen und bin selber jetzt irritiert warum man mir keine schnelle Hilfe gibt. Wie sehen Sie das? Liebe Grüße und danke
Dr. Frank Jaschke, 07.01.2020:
Hallo, Annika,
danke für Ihre Frage. Ich kann hier nur auf meine Antwort an Wolfgang vom 03.01.2020 verweisen. Ein versteckter Eisenmangel kann auch bei Ihnen eine Mitursache für den Haarausfall sein. Auch Ihnen empfehle ich, das Ferritin auf einen Wert über 100 ng/ml anzuheben.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Annika, 05.01.2020:
Sehr geehrter Herr Dr. Jaschke,
vielen dank für Ihre informative Seite, der ich entnommen habe, dass Sie Frauen einen Feritin-Wert i.S. von über 100 empfehlen. Mein Ferritin-Wert betrug zuletzt ca. 70, gemäß meiner Ärztin in der Norm. Allerdings habe ich schon länger Haarausfall (den ich auf eine noch länger andauernde Kupferausleitung nach Problemen durch die Kupferspirale geschoben hatte). Denken Sie, dass dieser Wert den Haarausfall und ggf. auch einen niedrigen FT4-Wert verursachen könnte (FT3 ist gut)? Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Viele Grüe, Annika
Dr. Frank Jaschke, 03.01.2020:
Hallo, Wolfgang,
zunächst einmal ein gesundes und zufriedenes Neues Jahr für alle Leser des Naturheilmagazins.
Ich komme leider erst nach der Weihnachtspause dazu, Ihre Frage zu beantworten.
Haarausfall kann bei Ferritinwerten unter 75 ng/ml beginnen.
Das würde bedeuten, dass bei Ihnen durchaus ein versteckter Eisenmangel eine (Mit-)Ursache des Haarausfalls sein könnte. Erschwerend kommt bei der Beurteilung dazu, dass die vom Labor gemessenen Werte je nachdem, von welchem Hersteller die Labore ihre Reagenzien beziehen, schwanken können. Das bedeutet, dass der »wahre« Eisenspeicher bei Ihnen noch etwas niedriger (oder etwas höher) liegen könnte.
Sicherheitshalber würde ich einen Ferritinwert über 100 ng/ml anstreben, um sicherzustellen, dass genügend Eisen verfügbar ist.
Eine Präparateempfehlung darf ich nicht abgeben. Am besten lassen Sie sich durch Ihren Apotheker beraten.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Wolfgang aus Erlangen, 17.12.2019:
Hallo,
ich bin 48 Jahre, männlich und leide aktuell auch unter verstärktem Haarausfall! Mein Ferritin ist aktuell bei 68,4 μg/L (laut Befundbericht 28-400μg/L also im Normbereich) und das "Eisen im Blut" bei 549 mg/L (laut Befundbericht 520-590 mg/L also auch im Normbereich).
Wieviel Eisen sollte ich zuführen? Ist ein bestimmtes Präparat empfehlenswert? Danke!
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort zur Anfrage von Daniela Thoma vom 8.12.19

Sehr geehrte Frau Thoma,
zum einen schwanken Laborparamter, auch der Ferritinwert, zum anderen wird der Ferritingehalt im Serum auch von Entzündungsaktivitäten beeinflusst. Ein Ferritinwert von 228 ng/ml ist nicht bedenklich, eher erfreulich.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Lena vom 26.11.2019

Hallo Lena,
es ist eher unwahrscheinlich, dass mit einem Ferritinwert von 27 ng/ml eine Eisenmangelanämie vorlag. Es könnte einen anderen Grund für das niedrige Hämoglobin gegeben haben.
Jetzt, mit einem Ferrtin von 8 ng/ml, ist nachvollziehbar, dass es Ihnen deutlich schlechter geht.
Am besten lassen Sie sich in einem Eisenzentrum beraten und ggf. behandeln. Die Einnahme von Eisentabletten bringt leider häufig nur einen zu geringen oder gar keinen Erfolg.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Sandy vom 24.11.2019

Hallo Sandy,
Ferndiagnosen sind hier nicht möglich. Allerdings können Entzündungen zu Anstiegen des Ferritins und zum Abfall des Serumeisens führen. Ich würde die Werte kontrollieren, wenn die Entzündung vollständig abgeklungen ist.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Anna Magdalena vom 23.11.2019

Hallo, Anna Magdalena,
mit den von Ihnen genannten Werten kann es Ihnen nicht gut gehen. Falls Eisen aus oralen Präparaten bei Ihnen ausreichend resorbiert wird, müssten Sie vermutlich deutlich mehr als ein Jahr Eisentabletten nehmen. In meinen Augen sollten Sie sich besser in einem Eisenzentrum vorstellen, und den Eisenspeicher mit Infusionen auffüllen. Es geht ja um Lebensqualität.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Denise vom 22.11.2019

Hallo Denise,
aus der Ferne lässt sich hier schwer etwas sagen. Wenn der CRP-Wert normal ist, dürfte der Eisenspeicher bei Ihnen ausreichend gefüllt sein. Dann müssten Sie zusammen mit einem Arzt eine weitere Diagnostik besprechen. Auch der Darm wäre hier ein wichtiges Thema.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Monika vom 22.11.2019

Liebe Monika,
bei Ihnen liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit ein versteckter Eisenmangel vor. Ich würde die Schuld nicht bei mir selbst suchen, eher bei der Menstruation. Wenn Ihr Körper in der Lage ist, ausreichend Eisen aus den Tabletten zu resorbieren, würde der Anstieg des Ferritins auf Werte über 100 ng/ml viele Monate dauern, vielleicht zwischen einem und zwei Jahren. Das lässt sich aber nur schwer abschätzen. Am besten Ferritin bestimmen, drei Monate Eisenpräparate nehmen und dann schauen, welcher Anstieg erfolgt ist.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Barbara vom 22.11.2019

Hallo Barbara,
mit leicht erhöhtem CRP und einem Ferritinwert von 85 ng/ml ist ein latenter Eisenmangel denkbar. Liegen denn Beschwerden vor? Falls ja, stellen Sie sich am besten in einem Eisenzentrum vor.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 12.12.2019:
Antwort auf die Frage von Nora vom 29.11.2019

Hallo Nora,
ein Ferritinwert von 233 ng/ml ist ausreichend.
Viele Grüße und alles Gute
Dr. Frank Jaschke
Daniela Thoma, 08.12.2019:
Hallo Herr Dr. Jaschke,ich lasse jährlich meinen Ferritin-Wert testen. Dieser lag in den vergangenen Jahren immer zwischen 100 und 160 ng/mol. Beim letzten Bluttest lag er bei 228 ng/mol.Für mich unerklärlich, denn ich habe an meiner Ernährung nichts geändert.Ich habe zwar im Laufe des Jahres 11 kg abgenommen (von 75 kg auf 64 - gewollt und bewusst), aber ich denke nicht, dass das einen Einfluss haben kann.Was kann ich tun, bzw. ist dieser Wert bedenklich?
Lena, 26.11.2019:
Sehr geehrter Dr.Jaschke,
ich hatte letztes Jahr eine Eisenmangelanämie mit Hb 9,Ery 3,Eisen 25 und Ferritin 27.
Musste 5 Monate Eisentabletten einnehmen.Bis April diesen Jahres.
Seit 3 Monaten geht es mir wieder zusehens schlechter.Haarausfall,Muskelkrämpfe und Zuckungen,totale Müdigleit,Migräne.
Meine Blutwerte diesmal:Ferritin 8,Eisen 60,Hb 14,ery 5,4.
Also zumindest laut hb etc keine Anämie,aber dafür einen Ferritinwert deutlich weniger.
Wie kann es sein,dass die Speicher so leer sind ubd es mir auch deutlich schlechter geht,als letztes Jahr bei der Anämie,obwohl ja nur der Ferritin wert so richtig schlecht ist ?
Die neuen Werte sind vor 1 Woche abgenommen.Seit 3 Tagen habe ich meine Periode und mir geht es direkt nochmal um einiges schlechter.Kann mich kaum auf den Beinen halten.
Ich bin 33 Jahre alt.
Würde mich sehr über Ihre Einschätzung und eine Antwort freuen.
Mit lieben Grüssen
Lena
Online-Redaktion, 25.11.2019:
Hinweis der Redaktion zu den jüngsten Anfragen an Herrn Dr. Jaschke

Liebe Leser,
vielen Dank für Ihr Interesse und Ihr Vertrauen. Ihre Anfragen haben wir an Dr. Jaschke weitergeleitet.
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Mit den besten Wünschen für Ihre Gesundheit
Ihre Online-Redaktion
Sandy, 24.11.2019:
Hallo Herr Dr. Jashke,Ich habe Zöliakie. Normalerweise habe ich die Diät gut im Griff, aber vor 2 Monaten ist es zu einem Diätfehler gekommen. Der Darm war 3 Wochen entzündet. Jetzt geht es ihm besser. Beim Heilpraktiker wurde Blut abgenommen. Ferritin bei 197 allerdings bin ich schon in der Menopause. Eisen im Blut viel zu niedrig bei 10 mol/ l. Wieso ist der Speicher voll, aber im Blut ist zu wenig? Die anderen Blutwerte sind normal bis auf GPT 5 Punkte erhöht und GGT 15. Die Leber reagiert bei mir immer auf die Diätfehler, das kenne ich aus der Vergangenheit.Herzliche Grüße Sandy
AnnaMagdalena, 23.11.2019:
Hallo! Ich fühle mich seit Wochen völlig energielos und habe ständig Kopfschmerzen. Beim Arzt wurde vor 2 Wochen ein HB von 10,3 festgestellt und ein Ferritinwert von 7. Der Grund für den Eisenmangel liegt sicher an meiner viel zu starken und lang andauernden Menstruation, mit der ich seit Beginn der Wechseljahre immer mal wieder zu tun habe. Seitdem der Eisenmangel festgestellt wurde nehme ich nun täglich Ferro Sanol (1 Kapsel täglich). Nach 2 Wochen merke ich allerdings noch keine gravierende Änderung. Ich bin immernoch übermäßig schlapp und müde. Ist es normal, dass die Regeneration so lange dauert? Wann ist mit einer Besserung zu rechnen und würde nicht eventuell eine Eiseninfusion mehr Sinn machen als die orale Therapie? Vielen Dank im Voraus für eine Antwort!
Denise, 22.11.2019:
Guten Tag, ich fühle mich sehr schwach bin ständig müde, Eisen Medikamente helfen nur sehr kurze Zeit.
Und wenn ich bin 3-4 mal im Jahr schwer krank, Influenza, Magen Darm Grippe, Angina usw. Letzter Blut Test zeigte:
Ferritin: 162
Eisen:17
Transferinsätigung:6.0
Vielleicht könnten Sie mir was empfehlen, was auch langfristig helfen kann.
Danke im Voraus
Mit freundlichen Grüßen
Denise
Barbara aus Österreich, 22.11.2019:
Hallo. Ja genau ich meine den CRP Wert. Da dieser eben über der Grenze liegt frage ich mich ob die Eisenwerte auf einen Mangel hindeuten? Dass quasi der CRP Wert den Eisenmangel "vertuscht"
Mein CRP Wert liegt bei 1,51 mg/dl.
Der Ferritin Wert liegt bei 85 ng/ml.Der Transferrin/S Wert nur bei 246,4 mg/dl.Deuten diese Werte aufgrund des erhöhten CRP Wertes auf einen Eisenmangel hin?DankeLg Barbara
Monika, 22.11.2019:
Hallo, bedingt durch eine immer stärker werdende Menstruation hatte ich in den vergangenen Jahren immer wieder mit niedrigen HB und Eisenmangel zu tun. Vor einem halben Jahr habe ich mich operieren lassen. Ich habe danach ca. 1 Monat Eisentabletten genommen. Ich bin zwar deutlich fitter, aber leichte Beschwerden wie z. B. Ohrgeräsuche, Herzkopfen usw. habe ich noch. Daher habe ich Ferritin bestimmen lassen, liegt bei 17,9 ng (Referenz Labor 15 - 400). Mein HA sagt dazu nicht. Ich finde den aber sehr niedrig, weil ich aus Erfahrung weiß, dass ich mich bei den Werten schon nicht gut fühle. Zudem habe ich meine Ernährung auf fleischlos umgestellt. Sicher bin ich auch schuld, weil ich nicht lange genug Tabletten eingenommen habe. Jetzt habe ich wieder mit 100er Tabletten angefangen. Ich möchte gern 100 Ferritin Wert haben. Ist das bereits ein guter Wert und wielange dauert das vermutlich bis dahin? VG
Online-Redaktion, 22.11.2019:
Liebe Barbara,
vermutlich meinen Sie den CRP-Wert, das C-reaktive Protein. Ein erhöhter CRP-Wert deutet auf eine Entzündung hin, kann z.B. Folge einer akuten Infektion sein. Als normal gilt ein CRP-Wert bis 5 mg/l bzw. 0,5 mg/dl.
Mit besten Grüßen
Ihre Online-Redaktion
Barbara aus Österreich, 22.11.2019:
Hallo.
Mein CPR Wer ist erhöht, sprich er ist auf 1,51 mg/dl.
Der Ferritin Wer liegt bei 85 ng/ml.
Der Transferrin/S Wert nur bei 246,4 mg/dl.
Deuten diese Werte aufgrund des erhöhten CPR Wertes auf einen Eisenmangel hin?
Danke
Lg Barbara
Nora, 19.11.2019:
Hallo,
ich bin in der 17 SSW. Habe eine Thalassämie minor. Muss ich bei folgenden Werten Eisentabletten einnehmen und eine Unterversorgung meines Babys zu verhindern?
Hb 9.9
Ferritin 233
FE 121

Bisher wurde mir immer gesagt, dass es bei einer Thalassämie minor nichts bringt Eisen zu nehmen. Ist das im Falle einer Schwangerschaft anders?

Mfg Nora
Dr. Frank Jaschke, 17.11.2019:
Hallo Claudia,
die ausgeheilte Hepatitis C spricht nicht gegen eine Einnahme von Eisenpräparaten.
Sie können die übliche Dosis, wie zum Beispiel 100 mg Eisen(II)-glycin-sulfat-Komplex in Verbindung mit 250 mg Ascorbinsäure mit Abstand zu den Mahlzeiten einnehmen.
Das Ferritin sollte nach drei Monaten kontrolliert werden, um festzustellen, ob die Einnahme der Tabletten zu einem ausreichenden Anstieg des Eisenspeichers führt. Zudem muss eine Überdosierung vermieden werden, die aber nach drei Monaten in der Regel noch lange nicht zu erwarten ist.
Mit freundlichen Grüßen
Dr. Frank Jaschke
Klaudia, 03.11.2019:
Guten Abend Dr. Jaschke,
habe vor 2 Wochen Blutuntersuchen lassen,weil ich müde bin und Haarausfall habe. Mein Ferritinwert liegt bei26,Hb 14,2 der Hausarzt meint ich brauche da nichts machen... Vor ca.4Jahren habe Hepatitis C behandelt und bin jetzt Virenfrei. Darf ich trotzdem Eisen einnehmen oder kann es meiner Leber irgendwie schaden? Bin mitte 40. Welche Dosis wäre für mich unbedenklich/geeignet? Möchte mich einfach besser fühlen.Vielen Dank! MfG Klaudia
Dr. Frank Jaschke, 22.10.2019:
Hallo Cindy,
wie sind der Ferritinwert und das CRP?
Wir haben ab der 13. SSW keine Probleme mit korrekt durchgeführten Eiseninfusionen in der Schwangerschaft. Allerdings ist Ihre Situation aus der Ferne nur schwer zuverlässig einzuschätzen. Am besten wenden Sie sich schnellstens an ein Eisenzentrum, wie wir eines sind.
Alles Gute für Sie
und freundliche Grüße
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 20.10.2019:
Antwort auf die Frage von Anneke vom 18.10.2019

Hallo Anneke,
das ist bestimmt keine negativer Wert, den gibt es nicht, sondern die Markierung des Labors, dass der Wert (9 ng/ml) erniedrigt ist.
Viele Grüße
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 20.10.2019:
Antwort auf die Frage von Katha vom 7.10.2019

Hallo Katha,
Eisencitrat wird nicht besonders gut resorbiert. Besser ist zum Beispiel Eisen-Glycin-Sulfat-Komplex.
Freundliche Grüße
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 20.10.2019:
Antwort auf die Frage von Ruth vom 4.10.2019

Hallo, Ruth!
Es ist sehr schwer, aus der Ferne etwas Vernünftiges zu Ihrer Frage zu sagen. Ein derartige Ferritinanstieg nach Einnahme der von Ihnen angegebenen Eisendosis ist eher ungewöhnlich. Sie sollten die Werte mit mindestens zwei Wochen Zeitabstand noch einmal kontrollieren.
Viele Grüße
Dr. Frank Jaschke
Dr. Frank Jaschke, 20.10.2019:
Antwort auf die Frage von A.S. vom 1.10.2019

Hallo, A.S.!
Ich persönlich habe erst Erfahrung mit Kindern ab etwa zehn Jahren. Auch hier gilt, dass die Ferritinwerte eher im oberen Normbereich liegen sollten, falls entsprechende Beschwerden bestehen. Um das zu erreichen, muss in der Regel deutlich weniger Eisen zugeführt werden, als bei Erwachsenen. Leider kenne ich keinen Kinderarzt in Berlin, der sich mit Eisenmangel bei Kindern auskennt. Mit dem Einsetzen der Menstruation kommt es bei einigen Mädchen schon relativ früh zu einem versteckten Eisenmangel, da sollte man immer dran denken, wenn ein auffallende Müdigkeit und Schlappheit auftritt.
Freundliche Grüße
Dr. Frank Jaschke
Cindy, 20.10.2019:
Hallo,
Ich bin in der 34 ssw mit meinem zweiten Kind schwanger. Bereits vor dieser Schwangerschaft habe ich unter einer eisenmangelanämie gelitten der schlechteste Wert war HB 6 und nach Untersuchungen um Krankenhaus und ein großes Blutbild beim Onkologen habe ich eine eiseninfusion bekommen und mein HB ging auf 9. Ursache ist bis heute unklar es wurde einfach immer auf die Periode geschoben. Jetzt in der Schwangerschaften liegt mein HB bei 9 und meine Frauenärztin hat mir nun Angst gemacht das die Geburt unter dem Wert gefährlich werden kann. Jede eisentabletten die ich bekam konnte ich nicht vertragen und musste es erbrechen. Danach bekam ich ne Überweisung zum Hausarzt damit dieser mir eine Infusion verabreicht. Der meinte jedoch bei ihn in seinen schlauen PC steht dass ein erhöhtes Risiko bei eiseninfusionen im letzten Drittel besteht und will mir keine verabreichen. Nun habe ich Angst,was kann ich selber tun damit der Wert steigt und wieso darf er keine Infusion geben? Was kann bei der Geburt passieren? Und wieso finden die Ärzte keine Ursache meiner anämie?
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