Aktive Kinder kennen keine Rückenschmerzen

Bewegungsmangel begünstigt
Muskelabbau und
Haltungsschwächen

(lifepr) München, 14.07.2008

Übersicht Rückenschmerzen

 

Bewegungsmangel begünstigt Muskelabbau und Haltungsschwächen

Massive Rückenbeschwerden wie Bandscheibenvorfälle oder Gleitwirbel treten meist erst im fortgeschrittenen Alter auf. Doch oft lassen sich Grundsteine für derartige Probleme bereits in jungen Jahren finden. "Heutzutage stellen Kinderärzte bei rund zwei von drei Kindern Rückenschmerzen fest*", weiß Dr. Reinhard Schneiderhan, Orthopäde in München und Präsident der deutschen Wirbelsäulenliga. "Jeder zweite Grundschüler weist deutliche Haltungsschwächen auf." Gegen diese Beschwerden hilft vor allem eines: Bewegung. Leider für viele nicht selbstverständlich. Ebenso wie Erwachsene verbringen Kinder viel zu viel Zeit im Sitzen. Sei es in der Schule oder zu Hause vor Computer oder Fernseher. Toben und Spielen im Freien kommen häufig zu kurz. Dabei führt der Bewegungsmangel schnell zum Abbau der stützenden Bauch- und Rückenmuskulatur. Belastungen wirken dadurch viel stärker auf die empfindlichen Wirbel und Bandscheiben. Auch schwere Schulranzen belasten Kinderrücken in erheblichem Maße. Für Eltern empfiehlt es sich daher darauf zu achten, dass das Gewicht des Tornisters keinesfalls mehr als 15 Prozent des Körpergewichtes des Kindes beträgt. Besonders in der Wachstumsphase reagiert die Wirbelsäule empfindlich auf jede falsche Belastung. Als Resultat zeigen sich oft Fehlhaltungen wie Rund- oder Hohlrücken.

Leichte Übungen für einen starken Rücken

"Bei bestehenden Beschwerden oder zur Vorbeugung bieten sich auch gezielte Übungen zur Stärkung der Muskulatur an", sagt Dr. Schneiderhan. "Dabei sorgt eine aktive Beteiligung der Eltern für zusätzliche Motivation der Kinder und die Erwachsenen tun ihrem eigenen Rücken ebenfalls etwas Gutes." Vor den Übungen bringen zum Beispiel Seil- und Trampolinspringen den Kreislauf in Schwung und wecken die Bewegungslust.

1. Haltungstraining: Aufrecht auf einen Pezziball setzen und leicht auf- und abfedern. Dabei hebt das Gesäß immer leicht vom Ball ab. Darauf achten, dass der Rücken gerade bleibt.

2. Bauchmuskeln: Auf den Rücken legen und Beine angewinkelt aufstellen, Fersen drücken in den Boden. Einen Ball mit beiden Händen festhalten und Arme nach oben strecken. Dann den Ball in Richtung der Knie schieben, Kopf und Schulterblätter gehen mit. Darauf achten, dass der Hals lang bleibt und der Ball nicht die Knie berührt. Mehrfach wiederholen.

3. Rumpfmuskeln: Auf die Seite legen und den Ball zwischen die Knöchel klemmen. Den unteren Arm unter den Kopf legen und mit dem oberen abstützen. Beide Beine mit dem Ball vom Boden abheben. Mehrfach wiederholen, dann die Seite wechseln.

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