Stillen und Ernährung

Die wichtigsten Lebensmittel auf einen Blick

Das darf ich essen - Liste

Art des LebensmittelsProdukt
GetreideprodukteHafer, Grieß, Hirse, Müsli, Gerste, Nudeln, Vollkornbrot, Reis
GemüseArtischocken, Auberginen, Avocado, Fenchel, Karotten, Kartoffeln, Mangold, Salat (alle Sorten), Sellerie, Sojasprossen, Steckrüben, Zucchini, Oliven (natur)
ObstÄpfel, Aprikosen, Himbeeren, Kirschen, Melonen, Weintrauben, Trockenfrüchte
Milchprodukte1 Glas Milch täglich, Buttermilch, Dickmilch, Jogurt, Käse (alle Sorten), Kefir, Quark, Sahne
FetteButter, Butterschmalz (zum Braten), Distelöl, Olivenöl, Sonnenblumenöl, Weizenkeimöl
Fleisch und FischGeflügel (aller Art), Kalb, Lamm, Rind, Schwein
Meeresfisch (alle Arten), Flussfisch (alle Arten)
GetränkeMineralwasser (kohlensäurearm)
Früchtetee (säurearm, z. B. Apfel/Beerentee)
Anis-Fenchel-Kümmeltee (milchbildend)
Malz- bzw. Getreidekaffee (milchbildend)
Schlehensaft (milchbildend, stärkend)
Propolis in Kapseln oder offen (milchbildend)
Hühnersuppe (milchbildend)

Was darf ich beim Stillen in Maßen essen?

Bitte wenig verwerten und Konsum auf ein bestimmtes Lebensmittel täglich begrenzen

Art des LebensmittelsProduktGefahr
GemüseGrünkohl, Blumenkohl,
Broccoli, Lauch, Radieschen, Rettich,
Zwiebeln, Knoblauch
Blähungen
 Paprika, EssiggurkenWundwerden
 Sojaprodukte (z. B. Tofu), Tomaten Allergien*
 Spargel Veränderter den Milchgeschmack
 Spinat Kalziumaufnahme der Mutter gehemmt
 DosengemüseViel Salz, wenig
Vitamine
ObstAnanas, Erdbeeren, NüsseAllergien
 Johannisbeeren, Kiwis, Nektarinen, Mirabellen, Bananen, Pfirsiche, Zitrusfrüchte (Orangen, Zitronen)Wundwerden
 Pflaumen, ZwetschgenBlähungen
 RhabarberKalziumaufnahme der Mutter gehemmt
 DosenobstZu süß, wenig 
Vitamine
MilchprodukteVollmilch Blähungen, Durchfall
 Käse geschmolzenBlähungen
 EierAllergien
Fleisch und  Fisch Wurst, Fisch- und WurstkonservenViel Salz und Fett
Getränke Alkoholfreies Bier Enthält bis 1,5%
Alkohol
 FruchtsäfteSäure fördert 
Wundwerden
 MalzbierBis zu 1,5% Alkohol, kalorienarm

*Für Nahrungsmittel bei denen Allergierisiko besteht, gilt dies nur, wenn ein Allergierisiko in den Familien vorhanden ist z. B. bekannte Neurodermitis oder Allergisches Asthma etc.

Was darf ich beim Stillen nicht essen?

Bitte während des Stillens auf folgende Lebensmittel verzichten:

Art des LebensmittelsProduktGefahr
GemüseBohnen, Linsen, 
Erbsen, Weißkohl,
Rotkohl
Blähungen, Bauchschmerzen
Fleisch und FischInnereienSchadstoffreich
 Tatar, 
blutige Steaks
Krankheitskeime
 WildRadioaktive Belastung
 Muscheln, 
Meeresfrüchte
Verderben rasch, können zu Durchfall bei der Mutter führen
GetränkeKaffee, 
schwarzer Tee*
Koffeinhaltig,Unruhe beim Baby
 Salbeitee,
Pfefferminztee,
Hibiskustee
Hemmt Milchbildung
SonstigesScharfe Gewürze, Zwieben,
Knoblauch
Blähungen, wunder Po
 Petersilie, 
Salbei als Gewürz
Hemmt Milchbildung
 SchokoladeAllergien

* der Kaffee oder Schwarztee am Morgen ist weit aus unproblematischer als am Nachmittag.

Ursula Flagmeier, Hebamme

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Kommentare
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  • Denise, am 03.11.2020
    Danke für die hilfreiche Liste. Bei meinem kleinen konnte ich den Einfluss von Nahrungsmitteln auch sehr genau beobachten. Ich habe immer wieder verschiedene Dinge probiert und auf sämtliche Kohlarten hat mein kleiner mit starken Blähungen reagiert. Ich freue mich für jede Mama die alles essen kann ohne das es Auswirkungen auf den Nachwuchs hat, für alle anderen ist diese Liste eine große Hilfe
  • Christine, am 18.07.2020
    Ich habe die Stillzeit hinter mir und suchte grade nach einem Rezept um einer Freundin mit Neugeborenem etwas zu Essen mitzubringen. Kann aus Erfahrung nur bestätigen dass es sehr wohl wichtig ist darauf zu achten was frau isst wenn das Baby mittrinkt! Bauchgefühl vertrauen und für sich selbst rausfinden was passt, damit sind wir gut gefahren.
  • Papamann, am 10.06.2020
    Also mal an alle die das so wehement als Quatsch und veraltet abtun. Diese Liste dient als EMPFEHLUNG UND IST AUF ERFAHRUNG GEGRÜNDET. Und vor allem stößt man darauf wenn man bei Google nach "baby Blähungen stillen Ernährung" und ähnlichem sucht, und dann will man sowas finden, das einem sagt was erfahrungsgemäß zu Blähungen führt, und nicht irgend einen modernen Quatsch von wegen dass man alles essen soll, und die Milch nur aus dem Blut gebildet wird und nicht aus dem Darminhalt (übrigens kommt der Darminhalt zum Teil ins Blut, da der Darm die Schnittstelle zwischen Essen und Blut darstellt). Und ja, klar ist jedes Baby anders und auch jede Mutter. Wenn man diese Liste als Ausgangspunkt nimmt, und darauf aufbauend schaut was bei einem persönlich noch dazu kommen kann oder weggelassen werden sollte, dann hilft sie einem sehr. Vielen Dank dafür, uns hat sie sehr gut geholfen.
  • Ursula Flagmeier, am 02.03.2020
    Alle Angaben beruhen auf jahrelanger Erfahrung, die ich in den 40 Jahren als Hebamme gesammelt habe. Diese Erfahrung gebe ich gern an Mütter weiter, um sie in dieser sensiblen Phase zu unterstützen. Mir liegt es fern, die Mütter verrückt zu machen, im Gegenteil oft hilft detailliertes Nachfragen, eine Klärung zu finden.
  • Teresa, am 23.02.2020
    Mittlerweile weiß jede gut ausgebildete Stilberaterin das es quatsch ist das blähenden Gase aus dem Magen der Mutter in die Milch übergehen, da Milch aus dem Blutkreislauf gebildet wird nicht aus Mageninhalt... Anders ist es bei Bspw Kuhmilch Eiweiß oder anderen Lebensmitteln die allergien auslösen könnten. Wenn das Kind auf solche Eiweiße allergisch reagiert hat es Bauchschmerzen, Blähungen oder Durchfall. Bitte dringend die Liste überarbeiten, ihr macht stillende Mütter ja total verrückt.
  • Laura, am 26.01.2020
    Hallo, alle zusammen.
    ich habe hier mal mit gelesen und bin wirklich geteilter Meinung.
    Ich persönlich finde die Liste sehr gut.
    zu aller erst: NICHT JEDES BABY IST GLEICH!
    und natürlich geht Nahrung in die Muttermilch über und kann zu Blähungen führen!
    Ich hatte mit mein beiden Kindern Probleme. Bei meiner jüngsten hat sie sogar auf 3-4 Tassen Kümmel,Anis,Fenchel Tee mit starken bauchschmerzen reagiert.Bei uns gilt dann auch bei diesem Tee weniger ist mehr... Ich hatte davon auch ständig pupsen müssen.
    Hab ihn dann mal weg gelassen und siehe da, es war ein sehr ruhiger Abend, ohne Bauchweh und Blähung. Meine Hebamme hätte es auch nicht gedacht aber das waren meine Beobachtungen, natürlich habe ich auf die andere Ernährung geachtet um es ausschließen zu können.
    Ich denke es kommt wirklich auf den Darm der kleinen drauf an, wie weit er schon ausgebildet ist, umso größer sie werden umso besser verdauen sie auch!
    Also ich würde sagen, vieles wirklich ausprobieren aber dann in kleinen Mengen und einiges wirklich gleich ganz weg lassen, es ist ja schließlich nicht für immer...
    Liebe Grüße an euch und euren Zwergen! :-)
  • Online-Redaktion, am 19.11.2019
    Liebe Sarah,
    zunächst einmal Glückwunsch zu Ihrem Kind. Dass es keinerlei Probleme in Abhängigkeit von Ihrer Ernährung zu haben scheint, ist leider nicht selbstverständlich. Die Empfindlichkeiten sind von Kind zu Kind verschieden.
    Die im Artikel gemachten Empfehlungen basieren auf Erfahrung und zu einem gewissen Grad auf Studien. Zu nennen wäre hier: "Lust KD, Brown JE, Thomas W.: Maternal intake of cruciferous vegetables and other foods and colic symptoms in exclusively breastfed infants." Diese Studie aus dem Jahr 1996 kommt zu dem Schluss: „Die Ergebnisse dieser Studie liefern erste Hinweise darauf, dass die mütterliche Einnahme von Kreuzblütlern, Kuhmilch, Zwiebel oder Schokolade während dem exklusiven Stillen mit Kolik-Symptomen bei jungen Säuglingen einhergeht." Um den Zusammenhang eindeutig zu belegen, wären weitere Studien nötig.
    Letztendlich sollte jede Mutter, genau, wie Sie es offensichtlich getan haben, selbst ausprobieren, was ihr und ihrem Kind gut tut. Denn jeder Mensch ist anders!
    Alles Gute wünscht Ihnen
    Ihre Online-Redaktion
  • Sarah, am 19.11.2019
    Totaler Quatsch und veraltet. Ich esse sowohl Linsen, Brokkoli, als auch Zitrusfrüchte etc. Mein Kleiner hat noch nie auf irgendein Lebensmittel reagiert. Die Empfehlung Lebensmittel zu vermeiden ist auch nicht mehr zeitgemäß. Mittlerweile wird empfohlen alles zu essen worauf man Lust hat.
  • Ursula Flagmeier, am 29.10.2019
    Egal wie die Milch gebildet wird,oder aus welchen Bestandteilen , aus meiner Erfahrung kann ich einfach sagen, dass diese Nahrungsmittel blähend wirken. Bei der Mutter als auch dann beim Säugling, ich schreibe das trotzdem obwohl das nicht dem Mainstream von Stillgruppen und jungen Hebammen entspricht. Ich weiß was ich seit fast 40 Jahren beobacht!
  • Rebekka, am 16.10.2019
    Auch wenn meine Hebamme immer betont, dass die Milch aus dem Blut der Mutter gebildet wird, stelle ich fest, dass unsere Zwillinge immer totale Blähungen bekommen, wenn ich zuvor Zwiebeln, Bohnen, Blumenkohl, Brokkoli usw gegessen habe. Ich werde darauf nun verzichten. Morgends und abends eine Quälerei bei den beiden. Das möchte man ihnen geene ersparen! Deshalb Danke für die Liste! Ich halte sie für sinnvoll!
  • Christian, am 17.07.2019
    Danke Johanna für den Einwurf. An die Reaktion: Ich bitte um Stellungnahme. Insbesondere: Aus welchen Fakten sind diese Empfehlung abgeleitet. Als Eltern bekommt man ständig Empfehlung, jedoch sind Hintergründe immer schwer zu erfahren.
  • Johanna, am 25.06.2019
    Wieso sollten Zwiebeln, Hülsenfrüchte und Obstsorten gemieden werden? Mutter Milch wird nicht aus dem Mageninhalt der Mutter gebildet, sondern aus ihrem Blut. Blähende Stoffe und Säuren passieren die Darmwand nicht und gelangen auch nicht ins Blut. Das ist ein Stillmythos.
  • Monika, am 13.04.2019
    Ich, als frisch "gebackene" Oma, deren Enkelkind zum ersten Mal zu Besuch kommt, habe mich sehr gefreut, so eine sehr gute Aufstellung der für die stillende Mama verträglichen und wegzulassenden Lebensmittel im Internet gefunden zu haben. Ich sage Danke dafür.

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