Das System Galle

Das System Galle

Die Galle ist ein Organ, das umgangssprachlich eng mit negativen Emotionen und Charaktereigenschaften verbunden ist – mit Bitterkeit, Wut und Aggression. Wer seinen Ärger zu lange herunterschluckt, dem läuft am Ende irgendwann „die Galle über“ oder „sie kommt ihm hoch“. 

Autor/en dieses Beitrages:

Online-Redaktion Naturheilmagazin

Fachliche Prüfung und Ergänzung durch:
Margarete Hermanns, Therapeut/in aus Gräfelfing
Kerstin Disse, Therapeut/in aus Stuttgart
Dr. med. Wolfgang Scheel, Arzt/in aus Steinheim an der Murr
Petra-Maria Kotitschke, Therapeut/in aus Schwerin
MRadA Carmen Karwehl, Therapeut/in aus Laatzen
Dipl.Wirtsch.-Ing. Sandra Oettel, Therapeut/in aus Trier (Ortsteil Petrisberg)

Galle

Das System Galle

Wer häufig in äußerste Wut gerät, dem wird nachgesagt, dass er „Gift und Galle spuckt“ und wer seine „Feder in Galle taucht“, der macht seinem Ärger und seiner Bitterkeit gar schriftlich Luft. Bei häufigen Wutausbrüchen oder ständiger Unterdrückung der eigenen Gefühle wird gar ein chronisches Krankheitsbild daraus.

Diese Zusammenhänge waren schon den alten Griechen um 400 v.Chr. bekannt. Die sogenannte „Säftelehre des Mittelalters“ interpretierte den ungesunden Zustand als „Störung des Säftehaushaltes“. Doch der Volksmund hat auch das Gegenmittel bereit, wie das deutsche Sprichwort „Wer sein Herz ausschütten kann, dem wird die Galle nicht überlaufen“ beweist.

Wie bei kaum einem anderen Organ stehen dessen Erkrankungen in einem so unmittelbaren Zusammenhang mit einem ungesunden Gefühlsleben wie bei der Galle. Bei Gallensteinen beispielsweise, geht es häufig um blockierte Gefühle, um Gefühlverhärtung, um – im wahrsten Sinne des Wortes – Aggressionen, die den Menschen innerlich versteinern lassen.

Doch in dieser engen Verbindung zwischen psychischem Befinden und der Manifestation auf körperlicher Ebene liegt auch ein wichtiger Therapieansatz: Durch den Zugang zu den eigenen, tiefsten Gefühlen und Bedürfnissen und ihre Äußerung kann die Voraussetzung geschaffen werden, dass die Gallenflüssigkeit – umgangssprachlich kurz Galle genannt – nicht länger durch Entzündungen, Stauungen oder Versteinerungen in ihrem natürlichen Fluss gehindert wird und dadurch massive Beschwerden verursacht.

Die Galle sorgt für eine reibungslose Verdauung

Die Galle dient vorrangig der Verdauung von Fetten und ist damit auch bedeutsam für die Aufnahme und Verwertung fettlöslicher Vitamine. Darüber hinaus scheidet die Galle schwer wasserlösliche, sogenannte „gallepflichtigen Substanzen“ aus. Mit Galle werden umgangssprachlich sowohl die Gallenflüssigkeit („Gallensaft“) als auch die Gallenblase selbst bezeichnet – obwohl dies zwei verschiedene Dinge sind.

Die Wege des Systems Galle

Die Gallenflüssigkeit wird ursprünglich in der Leber produziert – täglich werden rund 600 bis 700 ml ausgeschüttet – und gelangt danach über kleinste Gallenkanäle in den rechten oder linken Lebergallengang. Medizinisch spricht man hier von der sogenannten Leber- oder Primärgalle, die eine gelbliche Färbung hat.

Die beiden Lebergallengänge wiederum münden an der Leberpforte in den Hauptgallengang. Von dort wird das Sekret während der täglichen Mahlzeiten über einen geöffneten Schließmuskel, die sogenannte Papille, direkt in den Zwölffingerdarm abgegeben.

Wird zwischen den Mahlzeiten keine Gallenflüssigkeit zur Verdauung im Darm benötigt, bleibt die Papille geschlossen und das Sekret wird über den Gallenblasengang in die Gallenblase, eine sackartige, birnenförmige Ausstülpung des Gallengangs, abgeleitet. Dort wird sie gesammelt, bis sie bei der nächsten Nahrungsaufnahme wieder im Zwölffingerdarm gebraucht und entsprechend abgegeben wird.

In der Gallenblase können circa 50 bis 60 ml Gallensekret gespeichert werden. Durch Entzug von Wasser und Kochsalz kann dieses Volumen auf ein Zehntel reduziert und die Speicherkapazität damit um ein Vielfaches erhöht werden. Wobei die restlichen Gallenbestandteile damit in hochkonzentrierter Form vorliegen. Medizinisch spricht man hier von der „Blasengalle“, die eine grünliche bis bräunliche Farbe hat.

Hat die Gallenflüssigkeit im Darm ihre Aufgaben erfüllt, wird sie größtenteils wiederverwertet: 90 % gelangen über den Blutkreislauf zurück in die Leber und werden von dort erneut in den Verdauungstrakt geschickt. Die Leber muss also jeweils nur eine kleine Menge Gallensaft neu produzieren.

Gallenblase – Relikt aus der Frühgeschichte der Menschheit

Grundsätzlich hat das System Galle wichtige Funktionen zu erfüllen. Aber der moderne Mensch kann zumindest trotzdem problemlos ohne Gallenblase, die ja eine Art Vorratsspeicher ist, überleben. Bei unseren Vorfahren, bei denen eine regelmäßige Nahrungsaufnahme eher selten war, spielte eine gefüllte Gallenblase eine wichtige Funktion. Wenn aufgrund eines erfolgreichen Jagderlebnisses plötzlich reichliche und reichhaltige Nahrung verspeist wurde, brauchte das Verdauungssystem dringend das Reservoir an Gallensäften aus dem Gallenblasenspeicher zur Fettverdauung.

Heutzutage ist unser Darm an tägliche und regelmäßige Nahrung gewöhnt. Hier reicht in der Regel der permanente, leichte und direkte Gallefluss von der Leber in den Darm aus, um die Verdauung in Gang zu halten. Eine gefüllte Vorratskammer für mögliche plötzliche Völlerei-Exzesse ist hier rein aus Sicht der Verfügbarkeit der Galle bei entsprechender Ernährung grundsätzlich verzichtbar.

Definition Galle

Die Bezeichnung „Galle“ geht auf die indogermanische Wurzel „ghel-“ zurück und bedeutet so viel wie „gelb, grün“, woraus sich im Griechischen das Wort „cholé“ = „Galle“ entwickelte. Das Organ wurde somit nach der Farbe seines zähflüssigen Sekrets benannt, das in der Leber produziert wird und im Normalzustand – je nach prozentualem Anteil der Gallenfarbstoffe Biliverdin und Bilirubin – grünlich bis gelblich aussieht. Je dicker das Sekret wird, desto bräunlicher wird es. Die alten Griechen unterschieden daher „Gelbgalle“ und „Schwarzgalle“.

Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit

Die Gallenflüssigkeit besteht in er Hauptsache aus:

  • 82 % Wasser
  • 12 % Gallensäuren / Gallensalze
  • 4 % Phospholipide, wie z. B. Lecithin
  • Inhaltsstoffe der restlichen 2 % sind u.a. Cholesterin, verschiedene Enzyme, Eiweiße und Gallenfarbstoffe, Hormone, Stoffwechselabbauprodukte sowie Schleim.

Gallenbeschwerden und ihre Einflussfaktoren

Wie wichtig das Gallensekret für die Verdauung ist, bemerken Menschen meist erst, wenn Beschwerden oder Störungen auftauchen. Das hochkomplexe System Galle – Funktionseinheit aus Leber, Gallenblase und -gängen – wird über das vegetative Nervensystem gesteuert und reagiert extrem stark auf Stress und psychische Belastungen. Ist der Gallenfluss gestört, kommt es zu Schwierigkeiten bei der Verdauung von Nahrungsfetten, beispielsweise zu sogenannten Fettstühlen oder zu häufig heftigen Gallenschmerzen. Neuere Studien haben jedoch auch eine genetische Prädisposition –zumindest bei Gallensteinen – festgestellt.

Häufige Beschwerden und Erkrankungen der Gallenwege sind:

  • Dyskinesien, d. h. schmerzhafte Fehlbewegungen der Gallenwege und/oder der Gallenblase, auch Reizgallenblase genannt
  • Cholelithiasis, d. h. Gallensteine
  • Cholezystitis, d. h. Gallenblasenentzündung
  • Gallenblasenkrebs

Gallenwegsdyskinesien – Muskelverkrampfungen stören den Gallefluss

Bei einer Gallenwegsdyskinesie ist die Motilitiät (d. h. die Peristaltik / motorische Funktion) im Bereich der Gallenblase und Gallengänge gestört. Verbunden ist die Gallenwegsdyskinesie in der Regel mit schmerzhaften Muskelkrämpfen der glatten Wandmuskulatur von Gallenblase und/oder Gallenwegen. Um die Gallenflüssigkeit transportieren zu können, werden Gallengänge und Gallenblase von einer glatten Muskelschicht umhüllt, die sich entspannen und zusammenziehen kann. Diese normalerweise koordinierte Peristaltik zur Entleerung der Gallenblase funktioniert analog der Darmperistaltik. Stress, aber auch falsche Ernährung stören diesen empfindlichen hormonellen und nervalen Regelmechanismus. Die Folge sind Stauungen des Gallensekrets und Krämpfe.

Gallensteine – Stau der Gallenflüssigkeit und Verhärtung

Die meisten Beschwerden des Gallentrakts bereiten die Gallensteine, die sich in der Gallenblase bilden. Jeder sechste Erwachsene in Deutschland ist davon betroffen. Allerdings kommt es nur bei einem Bruchteil der Betroffenen zu ernsthaften Beschwerden. Rund 75 % von ihnen spüren keinerlei Beschwerden. In diesem Fall spricht man von sogenannten „stummen Steinen“. Gallensteine werden erst gefährlich, wenn sie in die Gallengänge gespült werden und dort stecken bleiben, so dass sich die Gallenflüssigkeit staut. Entzündungen der Gallenblase und -gänge sowie der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) können die Folge sein. Des Weiteren drohen schwere Schäden der Leber, Gelbsucht, Darmverschluss und in Ausnahmen sogar ein bösartiges Gallenblasenkarzinom.
Die Steine entwickeln sich, wenn die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit ins Ungleichgewicht gerät.

Dabei können drei Arten von Steinen entstehen:

  • Pigmentsteine – sie bestehen hauptsächlich aus Bilirubin und einem kleinen Cholesterinanteil. Es gibt schwarze Pigmentsteine (mit harter Konsistenz) sowie braune Pigmentsteine mit weicherer, bröseligerer Konsistenz.
  • Cholesterinsteine
  • Kombinationssteine – sie bestehen aus Pigmenten, Kalk und Cholesterin

Bei rund 70 % der Gallensteinerkrankungen in westlichen Ländern handelt es sich um Cholesterinsteine. Sie werden durch Übergewicht, mangelnde Bewegung und durch falsche Ernährung – ballaststoffarm, kohlehydrat- und fettreich – begünstigt. Neuere Studien der Universität Leipzig gehen jedoch auch von einer rund 25%igen genetischen Prädisposition der Betroffenen aus.

Gallenblasenentzündung – Säureangriff auf die Schleimhäute

Hauptauslösefaktor für eine Gallenblasenentzündung (Cholezystitis) sind in erster Linie Gallensteine. Die Steine be- oder verhindern den Abfluss der Gallenflüssigkeit und damit der Gallensäuren aus der Gallenblase, wodurch die Schleimhäute der Gallenblase angegriffen werden und sich entzünden.

Gallenblasenkrebs – gefährlich aber selten

Das Gallenblasenkarzinom ist ein äußerst bösartiger Tumor, der glücklicherweise jedoch nur sehr selten vorkommt. Die tückische Krebsart tritt überwiegend bei Menschen auf, die das sechzigste Lebensjahr überschritten haben und trifft Frauen doppelt so häufig wie Männer. Als Risikofaktoren für die Entstehung von Gallenblasenkrebs gelten sowohl langjährige Gallensteinbeschwerden sowie chronische Gallenblasenentzündungen.

Diagnose von Gallenerkrankungen

Diagnose bei Gallenwegsdyskinesien

Bei Gallenwegsdyskinesien, auch Reizgalle genannt, schließt der Arzt zuerst Gallenwegskrankheiten mit ähnlichen Beschwerden – wie z. B. Gallensteine oder Gallenblasenentzündungen – aus. Handelt es sich eindeutig um eine Gallenwegsdyskinesie, d. h. werden weder Gallensteine gefunden noch andere organische Ursachen festgestellt, ist sicher, dass es sich um eine funktionelle Erkrankung handelt. Dabei ist die Ursache meist psychosomatisch – ähnlich wie der Reizdarm oder der Reizmagen. Ausgelöst werden die Beschwerden durch Stress, häufigen Ärger und tieferliegende Gefühlsprobleme.

Aber trotz allem kann manchmal auch feinster Gallengries – dabei handelt es sich um winzigste, nahezu unsichtbare Gallensteine – der Auslöser gewesen sein. Der Versuch des Körpers, den Gallengries abzustoßen, führt dann zu den äußerst schmerzhaften Reizungen. Aber Grieß und kleine Gallensteine sind nach der Kolik meist verschwunden und für den Arzt kaum noch nachzuweisen. Ebenfalls kann eine versteckte chronische Gallensteinblase der Auslöser sein. Hier schafft eine gründliche Untersuchung der Blutwerte im Labor Klarheit.

Symptome einer Gallenwegsdyskinesie: Bei Gallenwegsdyskinesien kommt zu starken Beschwerden im rechten Oberbauch mit ziehenden und drückenden Schmerzen, gleich unterhalb des Rippenbogens. Bei diesen Beschwerden handelt es sich zwar um eine harmlose Erkrankung, aber die auftretenden Symptome sind für die betroffenen Menschen sehr unangenehm.

Diagnose bei Gallensteinen

Besonders häufig treten Gallensteine auf bei

  • Übergewicht
  • Diabetes
  • erhöhte Blutfettwerte (wie Cholesterin)
  • Frauen ab Anfang/Mitte 40
  • genetischer Veranlagung

Diese Faktoren scheinen dazu beizutragen, dass sich die Zusammensetzung der Gallenflüssigkeit verändert, so dass sie im Verhältnis weniger gut lösliche Bestandteile (wie die Gallensäuren) und mehr schlecht wasserlösliche Komponenten (wie Cholesterin) enthält.

Rund Dreiviertel aller betroffenen Gallensteinträger haben unter Umständen über Jahrzehnte keinerlei Beschwerden. Die Medizin spricht hier von asymptomatischen oder „stummen“ Steinen, die nur ganz zufällig, z. B. während einer Ultraschall- oder Röntgenuntersuchung, entdeckt werden. Entfernt werden Gallenblasensteine i.d.R. nur dann, wenn sie Beschwerden verursachen oder wenn Komplikationen zu erwarten sind, z. B. wenn die Steine in einem Gallengang feststecken.

Der Arzt erfragt hier zunächst die näheren Umstände der Schmerzen. Anschließend erfolgt eine Tastuntersuchung und das Blut wird untersucht. Dabei können unter Umständen erhöhte Werte der Leberenzyme GOT, GPT und Gamma-GT auf einen Gallestau hinweisen. Sicherheit gibt auf jeden Fall erst eine Sonografie (Untersuchung per Ultraschall), bei der rund 95 % der Gallensteine erkannt werden können. Nun kennt der Arzt Größe, Form und Lage der Gallensteine sowie die Wandbeschaffenheit. Zur Sicherheit kann die Bauchspeicheldrüse in die Untersuchung einbezogen werden. Aber auch eine beginnende Bauchfellentzündung kann durch Anzeichen von Bauchwasser frühzeitig per Ultraschall erkannt werden.

Ein weiteres Diagnosemittel für den Arzt ist eine spezielle Untersuchung der Gallengänge mittels Kontrastmittel und Kamera, genannt ERCP (Endoskopisch Retrograde Cholangio-Pankreatikografie). Dabei wird das schlauchartige Endoskop durch die Mundhöhle, über den Magen und den Dünndarm in die Gallengänge eingeführt.

Auch spezielle Formen der elektromagnetischen Untersuchung, wie beispielsweise die MRCP (Magnetresonanz-Cholecystopankreatikografie), haben sich inzwischen bewährt, um eventuelle Engstellen in den Gallengängen aufzuspüren. MRCP ist röntgenstrahlungsfrei und hat daher inzwischen vielfach die ERCP abgelöst.

Symptome leichter Gallensteinbeschwerden: In weniger schweren Fällen können Gallensteine unspezifische Beschwerden und leichte Schmerzen im Oberbauch hervorrufen. Die Symptome zeigen sich vor allem nach einer Mahlzeit. Die Betroffenen klagen dann über Blähungen, Aufstoßen sowie Druck- und Völlegefühle. Die betroffenen Gallensteinträger vertragen dabei unter Umständen bestimmte Speisen oder Getränke nicht. Mögliche Auslöser können Kaffee sowie gebratene und/oder fette Nahrungsmittel sein. Neben unverträglichen Nahrungsmitteln sollten Stresssituationen vermieden werden.

Symptome schwerer Gallensteinbeschwerden: In schweren Fällen reichen die Symptome von heftigen Bauchschmerzen im rechten Mittel- und Oberbauchbereich bis hin zu Koliken mit extremen, krampfartigen Schmerzen, die zwischen 15 Minuten und fünf Stunden dauern können. Begleitet werden die Attacken oft von Übelkeit, Schweißausbrüchen, Brechreiz oder Erbrechen.

Diagnose bei Gallenblasenentzündungen

Eine entzündete Gallenblase (Cholezystitis) löst auf Druck Schmerzen aus. Bei der Untersuchung der Blutwerte sind einige Werte, die eine Entzündung anzeigen, verändert: Die Blutsenkungsgeschwindigkeit (Blutkörpersenkungsgeschwindigkeit, BKS) ist erhöht, ebenso die Anzahl der weißen Blutkörperchen und das C-reaktive Protein. Auch die Leberwerte können über dem Normalwert liegen.

Bei den bildgebenden Verfahren gibt eine Ultraschalluntersuchung (Sonografie) weitere Auskünfte: Die Wand der Gallenblasen ist verdickt und ihre Durchblutung stärker. Falls Gallensteine die Auslöser sind, sind auch diese gut erkennbar (im Gegensatz zu einer Röntgenuntersuchung). Zusätzlich kann auch eine CT (Computertomografie) bei Komplikationen oder zur weiteren Erforschung der Ursachen eingesetzt werden.

Symptome bei akuter Entzündung der Gallenblase: Eine akute Gallenblasenentzündung äußert sich durch Fieber und heftige Schmerzen im rechten Oberbauch, die bis die rechte Schulter und die Brust ausstrahlen können. Häufig treten – besonders nach der Einnahme fettreicher Nahrungsmittel – anfallsartig Koliken auf, die von Übelkeit und Erbrechen begleitet sein können.

Ist die Einmündung des Gallengangs in den Dünndarm verschlossen, kommt es durch die fehlende Gallenflüssigkeit im Darm zu einer Entfärbung des Stuhls und durch den gleichzeitigen Rückstau des Gallensekrets in Leber und Blutkreislauf zu einer gelblichen Färbung von Haut und Augen. Als Komplikation kann die Entzündung auf den gesamten Bauchraum übergreifen, begleitet von extremen Schmerzen, wobei sich die Muskulatur zusammenzieht und der Bauch bretthart wird. Komplikationen in Folge einer Gallenblasenentzündung sind sehr ernst zu nehmen und können lebensbedrohend sein. Hier ist unbedingt ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Symptome bei chronischer Entzündung der Gallenblase: Eine chronische Gallenblasenentzündung macht sich anders als eine akute Entzündung der Gallenblase durch dumpfe Oberbauchschmerzen bemerkbar, wobei es im Laufe der Zeit zu einer Verkalkung der Gallenblasenwand kommen kann. Diese sogenannte Porzellangallenblase wiederum kann als Folge Gallenblasenkrebs begünstigen.

Besonders Frauen ab Anfang/Mitte 40 gehören zu den besonders gefährdeten Personen. Im Vorfeld der Wechseljahre kommt es hier häufig zu einer Östrogen-Dominanz, die laut neuesten Forschungen Gallenblasenreizungen und Gallenblasenentzündungen begünstigt. Warum dies so ist, ist bisher noch nicht vollständig erforscht.

Diagnose bei Gallenblasenkrebs

Der Arzt kann eine Diagnose i.d.R. erst nach einer kombinierten Endoskopie-Untersuchung und einer Röntgenuntersuchung, bei der Kontrastmittel in die Gallengänge gespritzt wird, stellen. Dabei können Veränderungen erkannt werden, die auf einen Gallenblasentumor hinweisen.

Symptome bei Gallenblasenkrebs:
Der Tumor wird leider meist erst extrem spät erkannt, nämlich dann, wenn der Abfluss des Gallensekrets durch den Krebs bereits stark behindert wird.

Schulmedizin bei Gallenerkrankungen

Im Folgenden erfahren Sie, was die klassische Schulmedizin bei Gallenerkrankungen erreichen kann.

Bei Gallenwegsdyskinesien

Hat der Arzt eine mögliche Gallenblasenentzündung, Gallengries und kleine Gallensteine ausgeschlossen, wird die Reizgallenblase oder Gallenwegsdyskinesie vorrangig mit Entspannungsmethoden zum Stressabbau behandelt. Auch eine bewusstere Ernährung kann hier sehr hilfreich sein.

Als Entspannungsmethoden kommen u.a. folgende Techniken in Frage:

  • Autogenes Training
  • Yoga
  • Progressive Muskelentspannungsmethoden
  • Tai Chi oder
  • Qigong

Bei Gallensteinen

Eine akute Kolik wird vom Arzt mit schmerzstillenden und krampflösenden Medikamenten behandeln. Hat sich die Gallenblase bereits entzündet, verschreibt der Arzt Antibiotika. In der Regel wird zudem eine Nahrungskarenz von mindestens 24 Stunden verordnet. Weitere Klarheit über das Befinden liefern u.a. endoskopische Untersuchungsmöglichkeiten.

Medikamentöse Steinauflösung: Je nach Größe, Lage und Konsistenz der Steine kann nun versucht werden, die Steine mithilfe spezieller Medikamente aufzulösen. Diese muss der Patient regelmäßig, teilweise bis zu zwei Jahren einnehmen. Eine Methode, die aber nur bei Gallengries und sehr kleinen Steinen Erfolg verspricht. Die Disposition zur Steinneubildung wird dabei nicht verändert.

Stoßwellen-Therapie zur Steinzertrümmerung: Eine weitere moderne Methode, um Gallensteine ohne OP zu entfernen, ist die Extrakorporale-Stoß-Wellen-Lithotrypsie, kurz ESWL genannt. Bei dieser Methode werden die Steine mittels Stoßwellen zertrümmert. Per Ultraschall werden Größe, Lage und Form identifiziert. Die Zertrümmerung dauert in der Regel zwischen 15 Minuten und einer Stunde und kann bei großen Steinen wiederholt werden. Vor der Behandlung bekommt der Patient ein Schmerz- und Beruhigungsmittel sowie manchmal auch eine örtliche Betäubung.

Endoskopische Steinentfernung: Bei der endoskopischen Steinentfernung (ERCP) wird ein Endoskop mit eingebauter Kamera durch die Mundhöhle über den Magen bis in den Zwölffingerdarm geschoben und ein Kontrastmittel gespritzt. Damit können einerseits Größe, Lage und Form der Gallensteine genauestens festgestellt werden und andererseits kann durch das Endoskop auch ein spezielles Werkzeug geführt werden, dass die Steine entweder aus dem Gallengang entfernt oder, wenn sie zu groß sind, mittels eines weiteren Spezialinstruments vorher zertrümmert. Der Patient wird während des Vorgangs entweder sediert oder narkotisiert. Sind Gallengänge aufgrund von Vernarbungen oder Tumore zu eng, können über das Endoskop auch Stents gelegt werden.

Um bei chronischen Gallensteinen eine dauerhafte Beschwerdefreiheit zu erreichen, bleibt in der Regel nur die operative Entfernung der Gallenblase, die sogenannte Cholezystektomie. Nur so kann die Produktion immer neuer Steine unterbrochen werden. Während die frühere, klassische Gallenblasen-OP mit einem Bauchschnitt durchgeführt wurde, wird eine Gallenblasen-OP zur Entfernung der Gallenblase heute standardmäßig minimalinvasiv, mit sogenannten Laparoskopen durchgeführt. Weitere OP-Methoden befinden sich in der Erprobung.

Bei Gallenblasenentzündungen

Wenn eine Gallenblasenentzündung von Fieber begleitet wird, besteht die Gefahr einer bakteriellen Infektion. In diesem Fall wird vom Arzt neben Schmerzmitteln auch Antibiotika verabreicht. Dabei ist auf die genaue Einnahmeverordnung des Arztes zu achten, da es sonst zu resistenten Bakterien kommen kann.

Bei Gallenblasenkrebs

Obwohl der Gallenblasentumor sehr bösartig ist, ist bei kleineren Tumoren eine Heilung durch eine Operation möglich. Im Vorfeld der OP kann der Tumor unter Umständen mittels einer kombinierten Strahlen- und Chemotherapie (Radiochemotherapie) verkleinert werden, um die OP zu erleichtern oder sie überhaupt erst zu ermöglichen. Allerdings sind die Nachbarorgane – besonders Niere, Leber oder Dünndarm – sehr strahlungsempfindlich, daher ist die Methode nur begrenzt anwendbar.

Sollte der Gallenblasenkrebs sich nicht vollständig operativ entfernen lassen, sinken die Heilungschancen rapide, da diese Krebsart zwar sehr selten ist, aber stark metastasiert, also die Nachbarorgane befällt. Besonders gefährdet sind bei Gallentumoren der Zwölffingerdarm, die Bauchspeicheldrüse, aber auch die Leber.

Konnte der Tumor aufgrund seiner schnellen Ausbreitung nicht vollständig entfernt werden, wird versucht, den Gallenfluss wiederherzustellen. Des Weiteren werden palliative Therapien zur Schmerzfreiheit und Erhöhung der Lebensqualität eingesetzt.

Naturheilkunde bei Gallenbeschwerden

Vorbeugen – was man als Patient selbst tun kann

Ein wichtiger Punkt in der Vorbeugung von Gallenbeschwerden ist sicher die Ernährung, auf die weiter unten detailliert eingegangen wird.

In der Naturheilkunde gibt es zudem viele pflanzliche und auch homöopathische Mittel, die auf sanfte Art und Weise den Gallefluss fördern und somit Rückstaus mit anschließender Entzündung sowie die fortgesetzte Steinbildung verhindern helfen. Zur Vorbeugung und zur Selbsthilfe steht den Betroffenen eine Vielzahl von unterstützenden Möglichkeiten aus dem Bereich der Naturheilkunde zur Verfügung. Es sollte jedoch unbedingt der Rat eines erfahrenen Arztes für Naturheilverfahren oder eines Heilpraktikers hinzugezogen werden.

Phytotherapie bei Gallenbeschwerden

In der Phytotherapie gibt es einige Heilpflanzen, die sich bei Gallenbeschwerden bewährt haben. Welche Heilpflanze im Einzelfall passt, sollte ein Arzt oder Heilpraktiker prüfen, da die Heilpflanzen verschiedene Wirkungen haben und nur der Fachmann entscheiden kann, welche Wirkung im Einzelfall angezeigt ist. Beispielsweise wirken Löwenzahn, Mariendistel und Odermennig galletreibend und könnten daher unter Umständen eine Entzündung der Gallenblase oder eine Gallenkolik sogar verschlimmern.

Erwähnenswert bei Gallenbeschwerden sind z. B. folgende Heilpflanzen

  • Artischocke
  • Löwenzahn
  • Schafgarbe
  • Pfefferminze
  • Gelbwurz (Curcuma longa)
  • Erdrauch
  • Melisse
  • Wermut
  • Wegwarte
  • Odermennig

Einige dieser Heilpflanzen werden auch in fertigen Kräuterteemischungen oder pflanzlichen Komplexmitteln kombiniert, über die Sie sicher auch Ihr Apotheker näher informieren kann.

Homöopathie bei Gallenbeschwerden

Die homöopathische Behandlung bei Gallenbeschwerden wird in der Naturheilpraxis in der Regel konstitutionell ausgerichtet sein. Dabei wird das homöopathische Mittel auf Besonderheiten des Patienten abgestimmt. Eine solche konstitutionelle Behandlung kann nur vom Fachmann durchgeführt werden.

Darüber hinaus gibt es homöopathische Komplexmittel, die bei Leber-Galle-Störungen zum Einsatz kommen.

Biochemie nach Schüßler bei Gallenbeschwerden

Bei krampfartigen Schmerzen im rechten Oberbauch, wird gerne Nr. 7 Magnesium phosphoricum D3 eingesetzt. Die genaue Dosierung hängt vom Einzelfall ab. Die Tabletten können direkt eingenommen werden (langsam im Mund zergehen lassen) oder als „Heiße Sieben“ getrunken werden. Dazu 10 Tabletten in einem Glas heißem Wasser lösen. Keinen Metalllöffel zum Umrühren verwenden. Von der Lösung alle 2-5 Minuten schluckweise trinken.

Auch die Nr. 10 Natrium sulfuricum D 6 ist ein wichtiges biochemisches Mittel bei Gallenbeschwerden, da es den Gallefluss fördert. Ob das im Einzelfall sinnvoll oder womöglich gerade kontraproduktiv ist, muss der Fachmann entscheiden.

Im akuten Entzündungsfall kann auch Nr. 3 Ferrum phosphoricum D12 angezeigt sein.

Hilfe aus der Natur bei Gallenwegsdyskinesien

Gegen chronische Beschwerden können regelmäßig Kräutertees – es gibt hier bereits viele klassische Gallentee-Mischungen, beispielsweise mit Artischocke oder Schöllkraut – eingenommen werden. Bei Krämpfen können Fencheltee und Nr. 7 Magnesium phosphoricum D3 (s.o. unter Biochemie) zur Linderung beitragen. Darüber hinaus sind Ruhephasen und ausreichend Schlaf sowie verschiedenste Entspannungsmethoden förderlich, aber auch Bewegung und frische Luft haben positive Auswirkungen auf den Allgemeinzustand. Ebenso wie eine gesunde Ernährung und Gewichtskontrolle.

Hilfe aus der Natur bei Gallensteinen

Auch hier trägt falsche Ernährung einen erheblichen Teil bei – wie beispielsweise Gebratenes, Fettes, hart gekochte Eier, Hülsenfrüchte sowie zu viel Alkohol oder Kaffee. Bei häufigen Koliken sollten neben einer Ernährungsumstellung unbedingt auch mögliche Stressquellen und psychische Auslöser identifiziert und soweit wie möglich künftig gemieden werden.

Zur Linderung der Beschwerden bei Gallensteinen bietet die Naturheilkunde ein reiches Spektrum an Mitteln an, die das bessere Funktionieren der Gallenblase fördern sollen oder z. B. den Heilungsprozess nach einer Cholezystektomie, einer operativen Entfernung der Gallenblase, positiv beeinflussen.

Die Betroffenen haben die Wahl zwischen Teemischungen, Akupunktur, Homöopathie, Ayurveda, Schüßler-Salzen, Leberwickel und -kompressen bis hin zu Neuraltherapie, Bachblüten, Fußreflexzonenmassage, Wärmebehandlungen usw.

Hilfe aus der Natur bei Gallenblasenentzündungen

Häufigste Ursache von Gallenblasenentzündungen sind Gallensteine. Um die Symptome der Entzündung mit alternativen Methoden zu unterstützen, können begleitend zu schulmedizinischen Methoden diverse Heilpflanzen zur Linderung der Beschwerden eingesetzt werden. In akuten Fällen sollten jedoch galleetreibende Präparate vermieden werden.

Zur Vorbeugung von Galleproblemen helfen eine ballaststoffreiche und fettarme Ernährung, viel Bewegung sowie die Einschränkung des Alkoholkonsums.
Mit der japanischen Fingerdruckmassage Shiatsu kann zusätzlich eine Behandlung des Gallenblasen-Meridians harmonisierend wirken (mehr zu Shiatsu am Ende des Beitrags in der Ergänzung von Frau Disse). Oftmals wird auch der Lebermeridian in die Behandlung einbezogen, um das Organ zu stärken.

Hilfe aus der Natur bei Gallenblasenkrebs

Auch hier hilft das gesamte Spektrum der Naturheilkunde, um den Allgemeinzustand des Patienten zu verbessern und beispielsweise Nebenwirkungen der Chemotherapie zu lindern.

Ernährungsempfehlungen bei Gallebeschwerden

Bei allen Gallenbeschwerden kommt es zur Linderung akuter oder chronischer Beschwerden sowie zur Vorbeugung immer auch auf eine gesunde Ernährung an. So fördern beispielsweise tierische Fette, raffinierte Kohlenhydrate sowie weißer Zucker die Bildung von Gallensteinen und können Koliken auslösen. Menschen mit Gallenproblemen sollten daher bei Kaffee, hart gekochten Eiern, Hülsenfrüchten, Zwiebeln und Schweinefleisch besonders vorsichtig sein. Oder genau austesten, wie sie darauf im Einzelfall reagieren.

Die Ernährung von Gallenkranken sollte in der Regel eher relativ fettarm sein, ohne dass die Betroffenen jedoch vollständig auf Fett verzichten müssten. Die einzelnen Mahlzeiten sollten gut portioniert und nicht zu groß sein. Wer feststellt, dass er auf bestimmte Nahrungsmittel mit Beschwerden reagiert, sollte diese vorbeugend von seinem Speiseplan streichen.

Darüber hinaus sollten Menschen mit Gallebeschwerden bei Übergewicht versuchen, ihr Gewicht zu reduzieren. Allerdings sollten sie dabei nie zu schnell abnehmen, da sich dadurch wiederum neue Gallensteine bilden und Koliken ausgelöst werden könnten. Es ist also zu berücksichtigen, dass nicht nur zu viel Essen, sondern auch zu wenig Essen das System Galle aus dem Gleichgewicht bringen kann.

Darüber hinaus werden regelmäßige Bewegung und sportliche Betätigung zur Vorbeugung gegen Gallenerkrankungen und zur Gewichtsreduzierung empfohlen.

Bei Gallenbeschwerden meiden/reduzieren Bei Gallenbeschwerden zu empfehlen
tierische Fette fettarm, ungesättigte Fettsäuren (z.B. aus Leinöl) bevorzugen
Schweinefleisch Vitamin C
raffinierte Kohlenhydrate (z.B. weißer Zucker) ballaststoffreich (Obst, Gemüse)
viel Alkohol moderater Alkoholkonsum
viel Kaffee 2 bis 3 Tassen Kaffee (sofern noch keine Beschwerden bestehen)
hart gekochte Eier Lebensmittel mit Bitterstoffen (z.B. Löwenzahn-/Endiviensalat, Chicorrée)
blähende Speisen (Hülsenfrüchte, Zwiebeln) viel trinken (am besten stilles Wasser)
bei Gallensteinen: Vorsicht mit scharfen Gewürzen wie z.B. Ingwer Curcuma
üppige Mahlzeiten mehrere kleine Mahlzeiten
  Übergewicht langsam reduzieren
  regelmäßige Bewegung
  Stressabbau (Entspannung)

Weitere Empfehlungen zur gesunden Ernährung bei Galleproblemen

Einige Ernährungsexperten weisen auf positive Effekte von Vitamin C bei Gallenbeschwerden hin. Vitamin C soll zum Schutz vor Gallensteinen beitragen.
Zur besseren Fettverdauung wird die Aminosäure Taurin empfohlen, die in Thunfisch und Muscheln, aber auch in Hühnchen und Frischmilch auf natürlicher Basis vorkommt.

Auch eine Erhöhung der täglichen Lecithin-Aufnahme wird von Ernährungsexperten befürwortet. Das Lipid kommt in geringen Mengen in der Galleflüssigkeit vor und – so wird ihm nachgesagt – sorgt hier für die Auflösung und Reduzierung der Neubildung von Gallensteinen.

Darüber hinaus ist die Empfehlung zur Verhinderung von Gallensteinbildungen eine ganz einfache: Sie lautet: „Trinken, Trinken, Trinken“. Wer als Minimum täglich 2 l stilles Wasser trinkt, hat ein äußerst wirkungsvolles Mittel zur Durchspülung der Leber und zur Verdünnung der Gallenflüssigkeit und damit zur Verhinderung neuer Gallensteine gefunden. Frische Frucht- und Gemüsesäfte versorgen den Körper darüber hinaus mit allen notwendigen Vitalstoffen, d. h. Vitaminen, Enzymen, Mineralien sowie Antioxidantien. Sie tragen maßgeblich zur Entgiftung bei. Beispielsweise unterstützt das Pektin aus frisch gepresstem Apfelsaft die Auflösung vorhandener Steine und Sellerie, Zitronen und andere Vitamin-C-reiche Früchte sowie Tomaten und auch Rüben beugen der Steinneubildung vor.

In der Gewürz-Apotheke der Natur scheint besonders Curkuma eine positive Wirkung auf die Galleproduktion zu haben. Das darin enthaltene Antioxidans Curcumin wirkt positiv auf die Löslichkeit des Gallensekrets – ganz besonders in Verbindung mit schwarzem Pfeffer. Gift- und Schlackenstoffe können so leichter abtransportiert und ausgeschieden werden.

Psychosomatische Gründe bei Galleerkrankungen

Wenn einem die Galle überläuft

Die Gallenflüssigkeit ist eine bittere Säure, die im gesunden Fall die Nahrung angreifen und zersetzen soll. Aber bei Rückstaus im System Galle richtet sich diese Fähigkeit der Gallensäuren gegen den eigenen Körper. In einem autoaggressiven Prozess zerfressen sie die Schleimhäute des Gallensystems. Es kommt beispielsweise zur Gallenblasenentzündung.

Die Medizin geht zunehmend davon aus, dass sich ungesunde seelische Muster auf körperlicher Ebene widerspiegeln. Erkrankungen der Gallenwege werden dabei meist mit gesellschaftlich negativ bewerteten Gefühle wie Wut, Aggression, aber auch Neid und Bitterkeit in Verbindung gebracht. Auch wenn manche dieser Gefühle durchaus ihre Berechtigung hätten. Beispielsweise werden Grenzverletzungen anderer entschuldigt und in sich „hineingefressen“. Die Aggression wird nicht zur Verteidigung der eigenen Positionen und Bedürfnisse in der Außenwelt eingesetzt, sondern staut sich im Inneren, verdichtet sich und steckt am Ende als Stein im Gallengang fest.

Alles muss fließen

Leben heißt im weitesten Sinne, dass alles im Fluss ist. Auf der körperlichen wie auf der seelischen Ebene. Bei Gallensteinen ist die Energie im wahrsten Sinne des Wortes ins Stocken geraten, der Mensch versteinert innerlich. Er ist zwar unendlich sauer, weiß aber mit seinen Gefühlen nicht wohin, versucht seine Umwelt zu schonen, seine eigenen Bedürfnisse denen der anderen unterzuordnen und hält sich lieber zurück, anstatt sich für seine vitalen Interessen einzusetzen. Mit dem Ergebnis, dass er am Ende seelisch und auch körperlich krank wird.

Außerdem kann hinter Gallenbeschwerden die Scheu stecken, Interessenskonflikten konstruktiv zu lösen. Aber Selbstverwirklichung, Konfliktfähigkeit und die konstruktive Verarbeitung sowie Abbau und Transformation von Stress-Energien und negativ belastenden Emotionen sind erlernbar, u.U. auch mit Unterstützung von psychotherapeutischer Beratung.

Die Symptome an der Wurzel bekämpfen

Es gilt für Patienten mit Gallenschmerzen also unbedingt herauszufinden, welches „Gift“ die eigene Gesundheit torpediert. „Wo habe ich das rechte Maß verloren?“, „Wo habe ich mir zu viel zugemutet?“ – Fragen, die in unserer Leistungsgesellschaft schnell übersehen werden. Oder „Wo habe ich nicht genug auf meine eigenen Bedürfnisse geachtet?“, „Wo habe ich mich kleiner gemacht als ich bin?“ – diese Fragen betreffen besonders oft die moderne Frau in ihrer Multitasking-Rolle zwischen Kindererziehung, Partnerschaft und Beruf. Überall will man einem Ideal entsprechen. Doch das Scheitern ist vorprogrammiert, weil man es eh nicht allen recht machen kann und so bleibt man am Ende selbst auf der Strecke, wenn man nicht massiv gegensteuert.

Therapeutenstimmen zur naturheilkundlichen Therapie der Galle

Heilpraktikerin M. Hermanns: Von "Großmutters Hausmittel" bis Schröpfen

Heilpraktikerin Margarete Hermanns aus Gräfelfing bei München kennt ein breites Spektrum von Behandlungsmöglichkeiten für die Galle. Einiges kann man nach entsprechender Rücksprache und ggf. Einführung durch den Therapeuten selbst anwenden (Großmutters Hausmittel), anderes bleibt dem Therapeuten selbst überlassen (z.B. Neuraltherapie):

Großmutters Hausmittel

Hier eine Auswahl von "Großmutters Hausmitteln" für die Galle. Welches Rezept für wen am besten ist, kann am besten ein ganzheitlicher Therapeut beurteilen.

1.) Leber- und Gallentee mit Gänseblümchen
"Schon im Mittelalter schätzte man die Wirkung des Gänseblümchens als schützendes und stärkendes Leber- und Gallemittel

  • 1/4 l Wasser
  • 20 g Gänseblümchenblüten und -blätter
  • 20 g Brennnesselblätter

Das Wasser zum Kochen bringen. Die Kräuter mischen und 2 TL davon überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 2-3 Tassen trinken.
 
2.) Gallentee mit Löwenzahn
Der Löwenzahn fördert die Gallensekretion.

  • 1/4 l Wasser
  • 20 g Löwenzahnwurzel und -kraut
  • 20 g Pfefferminzblätter
  • 10 g Strohblumenblüten (Helichrysum)

Das Wasser zum Kochen bringen. Die Kräuter mischen und 2 TL davon überbrühen. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen. Täglich 2-3 Tassen trinken.
 
3.) 'Damit die Galle nicht überläuft'
Schon unsere Großeltern tranken frischen Rettichsaft, um die Gallentätigkeit anzuregen und Entzündungen der Gallenwege zum Abklingen zu bringen.

  • 1 Rettich, schwarz oder weiß
  • 1 Essl. brauner Kandis
  • 1 Essl. Honig

Rettich schälen und raspeln, mit Kandis und Honig vermischen und eine Stunde Saft ziehen lassen. Ein mittlgroßer Rettich liefert etwa 1/4 l Saft, der im Kühlschrank in einer verschließbaren Glasflasche aufgehoben werden kann.
Täglich 1 Schnapsglas vor der Hauptmahlzeit trinken. Nach 4-5 Tagen ist für 2-3 Tage eine Pause einzulegen. Diese Kur sollte 4-6 Wochen durchgeführt werden.
 
4.) Haferstroh-Bad und Heublumensack
Dieses Bad ist ein altbewährtes Lebermittel.

  • 80-100 g geschnittenes Haferstroh
  • 3 l Wasser

Das Stroh in dem Wasser 15-20 Minuten lang kochen, danach abseihen. Den Auszug dem einlaufenden Badewasser zusetzen.15 Minuten lang bei 38 °C baden. Darf nicht bei einer Gallenblasenentzündung angewendet werden. Haferstroh wirkt harnsäureaustreibend und aquaretisch, d.h. entwässernd, ohne Mineralien mit auszuscheiden. Betrachten wir die Haferpflanze, so fällt auf, dass sie sehr biegsam ist. Sie wiegt sich im Wind, doch sie zerbricht trotz Sturm nicht. Übertragen auf die Medizin heißt das, der Hafer hilft uns, Energien oder Einflüssen, die uns umwerfen wollen, zu trotzen.
 
Der Heublumensack bei Gallenbeschwerden ist nach dem Altmeister der Naturheilkunde Heinrich Pumpe das "Morphium der Naturheilkunde". Leinensack mit Heublumen füllen und im Dampf erhitzen, 30 bis 45 Minuten im Bereich des rechten Rippenbogen auflegen, so heiß wie möglich.

Ab- und Ausleitungsverfahren

Als Head`sche Zonen bezeichnet man Hautareale (Dermatome), die eine nervale Beziehung zu bestimmten inneren Organen besitzen. Die Erkrankung des bestimmten Organs führt zu Schmerzen oder Gewebeveränderungen (z.B. Gelosen, d.h. knotige Verhärtungen im Gewebe) im korrespondierenden Hautgebiet. Sind am Rücken in der Leber- und Gallenzone [3. und 4. Halswirbel (C3-C4) rechts und 6.-10. Brustwirbel (Th6-Th10) rechts] Gelosen zu erkennen, ist eine Schröpfbehandlung sinnvoll. Lässt sich die Gelose leicht eindrücken und ist sie schlecht durchblutet, ist trockenes Schröpfen das Mittel der Wahl. Ödematöse Verquellungen erfordern blutiges Schröpfen.

Neuraltherapie

Josef Karl, mein Phytotherapie-Lehrer, empfahl bei akuten Schmerzen eine spezielle von Josef Angerer angegebene Mischung und Lokalisation:
Die Hälfte wurde auf den Vogler`schen Punkt (unterer Rippenbogen re., Höhe 7. Rippe, 1 QF medial der Medioclavicularlinie), die andere Hälfte unter den rechten Schulterblattwinkel gespritzt. Neuraltherapeutische Injektionen sind ebenfalls an den oben genannten Head`schen Zonen außerordentlich wirksam.

Chiropraktik

Bei Erkrankungen von Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse (Pankreas) ist die Chiropraktik nur mittelbar angezeigt. Im Rahmen eines ganzheitlichen Thherapieansatzes ist auf Blockaden im Brustwirbelsäulen(BWS)- und Rippenbereich zu achten, da Oberbauchbeschwerden oft hier ihren Ursprung haben. Die funktionelle Störung ist evtl. Folge der gestörten viszeralen Innervation, d.h. bei Beseitigung der Blockade der Wirbelsegmente und der Vagusaustrittspunkte (nahe dem 1. Halswirbel - C1) wird die Irritation des Vegetativums und damit die Funktionsstörung beseitigt. Mögliche Einschränkungen der rechten Schulter sind ebenfalls zu behandeln, da hier viszerosomatische Korrelationsbereiche liegen.

Reflexzonentherapie am Fuß (Fußreflexzonentherapie)

Die Gallenblase liegt als Fußreflexzone fußsohlenseitig am rechten Fuß, auf dem Unterrand der Leberreflexzone (= Diagonale von der Basis des 5. Mittelfußknochens rechts bis zum Unterrand des Großzehenballens) zwischen der dritten und vierten Längskörperzone.
 
Akute Beschwerden:
Wenn der Patient eher einen dumpfen Gallenschmerz oder Zeichen vegetativer Belastung zeigt, bedarf es des sedierenden, beruhigenden Massagegriffs im Bereich Gallenblase, Kardia, Pylorus und Solarplexus. Der Bewegungsablauf zeichnet sich durch einen langsameren, weichen, einschleichenderen Bewegungsrhythmus des behandelnden Daumen aus. Sollte der Patient eine Gallenkolik haben, kann die Fußreflexzonentherapie die Kolik häufig innerhalb von wenigen Minuten abschwächen. Dabei hilft ein gleichbleibender, kräftiger Druck im Bereich der Gallenblasenreflexzone. Der Druck wird so lange ausgeübt, bis der Schmerz abgeklungen ist und der Patient nur noch den Daumendruck spürt.
Die Reflexzonen des rechten Schultergürtels und des Dünndarms können zusätzlich tonisierend behandelt werden. Der Bewegungsablauf zeichnet sich durch einen kürzeren Bewegungsrhythmus des behandelnden Daumen aus.
 
Chronische Beschwerden:
Bei Patienten mit chronischen Beschwerden ist die Größe des Gallensteins abzuklären! Durch kräftiges Anregen (Tonisieren) der Gallenblase und des ganzen Oberbauchs können Gallengries und kleinere Steine zur Ausscheidung kommen. CAVE: Hier kann man eventuell eine Kolik auslösen!
Die Reflexzonen aller anderen Sphinkter (ringförmige Schließmuskeln) sowie die Brustwirbelsäule (BWS) werden ebenfalls tonisierend, d.h. anregend, behandelt."

Kinderarzt Dr. W. Scheel: Meridiane, Lymphe, Stress und Ernährung

Der Kinderarzt Dr. Wolfgang Scheel ergänzt aus seiner Erfahrung:

  • "Wenn die Gallenfunktion gestört ist, ist auch der Energiefluss des Gallenmeridianes gestört. So können in dessen Verlauf u. a. Probleme von der 4. Zehe, über das Knie, die Hüfte, die Schulter bis zur Migräne entstehen (wie oft werden Knie, Hüfte und Schulter operiert, obwohl die Probleme eben nicht ursächlich mit den entsprechenden Gelenken zusammenhängen, selbst wenn dort - sekundäre - strukturelle Veränderungen nachgewiesen werden) - die Ursachen von Beschwerden sind oft nicht identisch mit der Lokalisation dieser!
  • Ernährung wie Nahrungsverwertung, aber auch Stress und Anspannung (wie soll eine Drüse ihren Inhalt freisetzen können, wenn diese verspannt ist!), energetische Blockaden (auch geopathische Probleme), emotionale Situationen (Galle-Frust) sind wichtige Themen.   Frust entsteht auch aufgrund von Erwartungshaltungen (mit welchem Recht erlaube ich es mir, von irgendeinem anderen etwas oder mir Genehmes zu erwarten?)
  • Die Lymphe hat eine große Bedeutung für den Gallen- und Fettstoffwechsel (Fast alle Menschen haben einen mehr oder weniger ausgeprägten Lymphstau, der sich in einer Schwellung der Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen äußert.) [Anm. d. Red.: In seinem Beitrag 'Wege zur Gesundheit' geht Dr. Scheel näher auf die Bedeutung der Lymhe ein und zeigt auch, was man selbst gegen Lymphstauungen tun kann.]
  • Eine Behandlung setzt das Erkennen, Besprechen und Ausschalten der individuellen komplexen Ursachen voraus und auch die Art der eventuell zu nutzenden Medikamente muss auf ihre Wirksam- und Sinnhaftigkeit konkret individuell ausgetestet werden."

Heilpraktikerin K. Disse: Shiatsu

Die Heilpraktikerin Kerstin Disse setzt bei der Galle auf Shiatsu (japanische Fingerdruckmassage).

"Der Shiatsu-Therapeut entscheidet sich für die Behandlung des Gallenblasen-Meridians, (mehr zur Meridianlehre finden Sie im www.naturheilmagazin.de unter Akupunktur)

  • wenn Schmerzen im Verlauf des Meridians auftreten, über Fettverdauungsstörungen, bitter-saures Aufstoßen geklagt wird oder wenn eine gelblich, trockene Haut vorliegt.

Es gibt aber auch andere gute Gründe, den Meridian zu behandeln:

  • wenn der Mensch entschlussunfreudig wirkt,
  • ihm Bestimmtheit und Entschiedenheit fremd sind,
  • wenn Wut und Ärger das Geschehen bestimmen.

Das heißt, behandelt wird immer dann, wenn der Eindruck entsteht, dass die psychische und physische Energie ins Gleichgewicht gebracht werden sollte.

Der Gallenblasen-Meridian wird am besten in der Seitenlage behandelt. Bei den ersten beiden Ausstreichungen verschafft sich der Shiatsu-Therapeut einen Überblick:

  • Wo sind schmerzhafte Punkte? Ist der Schmerz 'spitz' oder 'dumpf'? Das wiederum entscheidet über die Behandlungsform:
  • Wenn er den Punkt beruhigen, also sedieren will, kann er ihn häufig drücken, schneller als der Atemrhythmus des Patienten, mit spitzen Daumen oder gar mit dem Ellenbogen.
    Grundsätzlich gilt: Dem Behandelten wird nur das zugemutet, was er auch 'veratmen' kann. Deshalb wird sich ein guter Therapeut immer rückversichern, wie gut der Liegende die Behandlung verträgt. Entsprechend wird er sich bei einem 'Zuviel' an Schmerz zurücknehmen und sich letztendlich an der Tagesform des zu Behandelnden orientieren.
  • Wenn Energieleere vorliegt, der Schmerz sich also 'dumpf' anfühlt, kann vorsichtig tonisiert werden. Das heißt, der Therapeut versucht, die 'versackte' Energie an die Körperoberfläche zu holen. Oder er 'füllt' durch einfaches Handauflegen den Energiepunkt wieder auf. Er wird versuchen, ein Gefühl für das Chi, für die Lebensenergie, zu entwickeln und zu lenken. Für eine zukünftig gute Verteilung sorgt dann der gesamte Organismus des Empfangenden selbst.

Es macht oft Sinn, v. a. bei Gallenerkrankungen, dass der Lebermeridian als Partner der Galle mitbehandelt wird. Als Yin-Meridian verläuft er auf der Innenseite der Beine bis knapp unterhalb der Brust.

Der Leber werden auf psychischer Ebene die Fähigkeiten zu urteilen und zu planen zugeschrieben. Sie steht für die Eigenschaften: Weitsicht, Einsicht, Klarsicht. Wer an der 'Galle' erkrankt ist, dem gehen diese Fähigkeiten oft verloren. Und wenn im Meridian Energieleere herrscht, versacken Ideen so schnell, wie sie kommen.

Eine chronische Erkrankung wird der Shiatsu-Therapeut, in regelmäßigen Sitzungen, in nicht zu kurzen Abständen, behandeln."

Heilpraktikerin Petra-Maria Kotitschke: individuell und ganzheitlich behandeln

Heilpraktikerin Petra-Maria Kotitschke aus Schwerin schreibt uns zu ihren Erfahrungen mit Gallenwegserkrankungen: "Da man die Galle immer im Zusammenhang mit ihrem Bildungsort, der Leber sehen muss, sind Gallenerkrankungen sehr verbreitet. Die Ursache liegt dabei fast immer in ihrem Bildungsort, der Leber.
Durch unsere heutige Lebensführung ist die Leber oft so belastet, dass sie ihren eigentlichen Aufgaben nicht mehr gerecht werden kann. Neben der Bildung der Galle ist die Leber an verschiedenen anderen Prozessen beteiligt, die ebenfalls zu vielfältigen Problemen führen.
Bei Steinbildung muss man das generelle Problem von zu viele Säuen im Körper berücksichtigen, auch im Zusammenhang mit den Puffersystemen, wie z.B. der Atmung …
Das von Ihnen angeführte Problem Stress ist dabei einer der Hauptursachen. Daher sind u.a. auch Entspannungsverfahren bei Gallenerkrankungen so wirksam."
Patienten mit Problemen der Galle behandelt sie in der Regel ganzheitlich und mit individuell auf den Patienten abgestimmten Therapiekonzepten: "Bei Gallenproblemen schaue ich allgemein auf das Thema Stoffwechsel, Ernährung, aber auch auf die Leber, u.a. im Zusammenhang mit Belastungssituationen." und: "Besonders hilfreiche Ansätze in der Therapie sind für mich eine sinnvolle Regulation des Säure-Basen-Haushaltes und eine individuelle Entgiftung und damit Entlastung der Leber."
Patienten mit Gallenbeschwerden empfiehlt sie vor allem, fettreiche Nahrungsmittel zu meiden. Außerdem solle auf jeden Fall der Säure-Basen-Haushalt und eventuelle Belastungssituationen der Leber abgeklärt werden, um dann ein individuelles Therapiekonzept erstellen zu können.
Weiter erklärt Frau Kotitschke: "Parallel dazu gibt es vielen Tees, die man zur Linderung gut einsetzen kann. Natürlich ist hier darauf zu achten, dass diese Tees nicht weitere Belastungen (Aormastoffe …) enthalten. Da im Handel fast nur noch Tees mit zugesetzten Aromastoffen angeboten werden, ist dies fast die am schwierigsten umzusetzende Empfehlung."
"Des Weiteren empfehle ich meinen Patienten gern das Buch 'Die wundersame Leber- und Gallenblasenreinigung' von Andreas Moritz. Dort sind alle Zusammenhänge von Leber- und Gallenproblemen für den Laien sehr gut verständlich erklärt und es werden auch einige Tipps gegeben."

Heilpraktikerin Carmen Karwehl: Radionik und Chakren

Heilpraktikerin Carmen Karwehl betont den feinstofflichen Bereich der Therapie: "Neben der bereits im Artikel erwähnten Ernährung und der psychosomatischen Komponente beziehe ich in meiner Praxisarbeit den feinstofflichen Bereich mit ein.
Jedes Organ, so auch die Gallenblase, hat ein energetisches 'Gegenstück'. Sowohl mit der Radionik als auch mit dem Prana-Heilen können diese Bereiche beeinflusst werden. Zusätzlich zur 'energetischen Gallenblase' sollten die 'energetische Leber' und das Solarplexuschakra mit behandelt werden.
Bei angestauter Wut kann sich auch das Meng-Mein-Chakra verändern und wird dann ebenfalls mit behandelt."

Heilpraktikerin Sandra Oettel: Aura-Chirurgie

Heilpraktikerin Sandra Oettel arbeitet mit der bislang weniger bekannten Aura-Chirurgie. Im Hinblick auf die Regeneration von Funktionen der Galle schreibt sie:
"Mit Hilfe der Aura-Chirurgie, einer Behandlung im elektromagnetischen Feld des Körpers, gibt es die Möglichkeit z.B. das Organ Galle, den Gallengang, ihre Gallenflüssigkeit und die Gallengänge in der Leber so zu reinigen und zu aktivieren, dass sich das Organ im Gesamtsystem wieder regenerieren kann.
Auch die meist im Laufe der Lebensjahre zu dickflüssig gewordene Gallenflüssigkeit kann u.a. mit Hilfe von Aura-Chirurgie Schritt für Schritt vom Organismus wieder dünnflüssiger produziert werden. (...)
Für die Gesundung eines Organs oder auch einer Körperzelle sehen wir als höchste Priorität die Qualität der eigenen Gedanken, die sich auf Gefühle und den Körper auswirken.
Seit Jahren untersuchen wir diverse Aspekte, die auf den Menschen wirken. Im Zusammenhang mit Galle und Leber konnten wir u.a. feststellen, dass auch die innere Einstellung zum Verzeihen und dem inneren Frieden einer Galle und einer Leberfunktion durchaus mehr als zuträglich sind. Daher ist es empfehlenswert, die Umgangsformen mit sich selbst und dem eigenen Umfeld zu untersuchen."

Kommentare

Gabriele Krause, Heilpraktikerin, 22.05.2011, 15:25

Als Auslöser immer wieder vergessen (auch in Fachkreisen!) wird bei Frauen ab Mitte 40 die Östrogen-Dominanz. Bei Frau kommt es in der prä-/perimenopausalen Phase immer häufiger zu anovulatorischen Mensen, wodurch sich eine Östrogen-Dominanz entwickelt. Unter relativ zu hohem Östrogen entsteht bei vielen Frauen eine chronische Gallenblasenreizung bis -entzündung. Natürlich helfen dann Pfefferminze, Schöllkraut &Co im Akutzustand, um aber diese hormonelle (Dauer-)Belastung zu beheben ist schon der Einsatz von natürlichem Progesteron (kein pflanzliches!!) zu empfehlen. Gleichzeitig können hiermit auch Myome umgangen oder deren Wachstum verringert werden. (vgl.: Akse Verlag, John R. Lee, Natürliches Progesteron oder Knaurs-Verlag, A, Rushton, Natürliches Progesteron).

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