Sport bei Erkältung? Jeder Dritte trainiert trotzdem weiter

Verschleppte Infekte können zu Komplikationen führen

Sport bei Erkältung? Jeder Dritte trainiert trotzdem weiter - verschleppte Infekte können zu Komplikationen führen

06.12.2012, Quelle: TK Techniker Krankenkasse

Hamburg (ots) - Die Nase läuft, der Hals kratzt und der Kopf schmerzt: Erkältungen sind unangenehm. Doch wegen einer Schniefnase auf Sport verzichten? Mehr als jeder dritte Sportler (35 Prozent) trainiert trotzdem weiter. 60 Prozent von ihnen würden sich dabei auch mit Arzneimitteln auf die Sprünge helfen. Das zeigt eine Forsa-Umfrage im Auftrag der Techniker Krankenkasse (TK). Besonders die jüngeren Sportler zwischen 18 und 25 Jahren lassen sich durch eine Erkältung nicht bremsen: Nur jeder Zweite (50 Prozent) legt eine Sportpause ein, um den Infekt komplett auszukurieren. Genauso sieht es bei den Senioren ab 66 Jahren aus. Auch von ihnen gab nur gut jeder Zweite (51 Prozent) an, erst nach Abklingen der Symptome wieder mit dem Sport zu beginnen.

"Auch bei einem leichten Schnupfen sollte man kein Risiko eingehen und am besten eine sportliche Pause einlegen", erklärt Uwe-Folker Haase, Diplom-Sportwissenschaftler bei der TK. "Bei Fieber und Grippe ist Sport absolut tabu. Der Körper ist geschwächt, das Immunsystem arbeitet auf Hochtouren. Wer jetzt noch seinen Organismus mit Training belastet, riskiert seine Gesundheit", so Haase.

Besonders wenn Medikamente mit ins Spiel kommen, ist Vorsicht geboten. Schmerz- und fiebersenkende Mittel lindern zwar die Symptome, heilen aber nicht. So hat der Patient das Gefühl gesund zu sein, verschleppt den Infekt aber nur - mit teilweise gravierenden Folgen.

"Die häufigsten Verursacher von Herzmuskelentzündungen sind ganz normale Erkältungsviren. Deswegen ist es wichtig, jede Erkältung ernst zu nehmen und so lange zu pausieren, bis der Organismus wieder ganz fit ist", sagt Sportwissenschaftler Haase.

Wann und wie man wieder mit dem Sport beginnt, sollte der Patient am besten gemeinsam mit seinem Arzt entscheiden. Generell gilt: Je schwerer der Infekt, desto länger die Pause.

Zum Hintergrund:

Für die bevölkerungsrepräsentative Umfrage hat das Meinungsforschungsinstitut Forsa im September und Oktober dieses Jahres im Auftrag der TK 1.009 deutschsprachige Personen ab 18 Jahren zum Thema "Sport und Gesundheit" befragt. Viele weitere Ergebnisse der Umfrage enthält der TK-Medienservice "Bewegung und Gesundheit - Der große TK-Sportreport", der unter www.presse.tk.de mit Fotos und Infografiken zum Download bereit steht.

Pressekontakt:

Nicole Ramcke, TK-Pressestelle 
Tel. 040-6909-3431
E-Mail: nicole.ramcke@no_Spam.tk.de