Baby-Shiatsu

Baby Shiatsu

Grundlegend basiert Shiatsu auf den Erkenntnissen der traditionellen fernöstlichen Medizin, die davon ausgeht, dass unsere Lebenskraft (Chi) in Energiebahnen (Meridianen) zirkuliert und darauf eingestellt ist, Belastungen weitestgehend selbst auszugleichen.

Autor/en dieses Beitrages:
Carmen Schories, Shiatsulehrer/in aus Stuttgart

Einführung

Grundlegend basiert Shiatsu auf den Erkenntnissen der traditionellen fernöstlichen Medizin, die davon ausgeht, dass unsere Lebenskraft (Chi) in Energiebahnen (Meridianen) zirkuliert und darauf eingestellt ist, Belastungen weitestgehend selbst auszugleichen. Bei anhaltenden körperlichen und psychischen Störungen entstehen jedoch Energieblockaden, die sich dann als Krankheiten manifestieren. Shiatsu bietet Hilfe durch gründliche Diagnose im Sinne der fernöstlichen Medizin, auf die eine individuelle Behandlung aufbaut. Die traditionelle Behandlung mit Hand- und Fingerdruck auf den Meridianen wird mit gezielten Körperübungen ergänzt, die dann später jederzeit selbst zur Gesundheitsprophylaxe durchgeführt werden können.

Behandlungsmethode

In kleinen Gruppen können Eltern eine individuelle, auf ihr Kind bezogene Massage erlernen, die sie dann später selbständig ausführen können.

Ab der sechsten Lebenswoche, bzw., sobald der Nabel abgeheilt ist und das Kind auf dem Bauch liegen kann und in der Lage ist, Kopf und Schultern anzuheben, kann mit Shiatsu begonnen werden.

Baby-Shiatsu ist eine andere Form, Kinder liebevoll zu massieren. Spielerisch aus Freude an der Berührung wird das Kind auf dem Hintergrund der TCM (Traditionelle chinesische Medizin) entlang der Energiebahnen „behandelt". In flexibler Reihenfolge werden die Meridiane durch sanftes Ausstreichen angeregt, um das gesunde Gedeihen zu fördern.

Shiatsu geben bedeutet einfühlsame Zuwendung, sich Zeit lassen und spüren, was das Baby mag. Ganz nebenbei wird die Verdauung angeregt, der Muskeltonus gesteigert, die Durchblutung intensiviert und eine allgemeine Gesundheitsförderung erzielt.

Baby-Shiatsu
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Baby-Shiatsu
Baby-Shiatsu

Ablauf

Baby Shiatsu kann auf dem Fußboden, auf der Wickelkommode, auf einem Tisch mit wasserdichter Unterlage oder auf dem Schoß ausgeübt werden. Wichtig ist nur, dass der Raum gut vorgeheizt ist.

Die eigene, bequeme Position suchen (evtl. an der Wand oder mit Kissen stützen)

und es kann losgehen.

Die Meridiane werden beim Baby im Verlauf ihrer Flussrichtung liebevoll ausgestrichen. Ohne genaue Kenntnisse und praktische Anleitung durch eine erfahrene Therapeutin sollte Baby Shiatsu nicht angewendet werden.

Meridiane-Ströme der Lebensenergie

Die Meridiane wurden schon vor Jahrtausenden genau beschrieben: 12 Haupt- und mehrere Nebenmeridiane, die miteinander verbunden sind und sich gegenseitig beeinflussen, bilden ein umfangreiches System energetischer Versorgung des ganzen Menschen. Sie verlaufen, bis auf die so genannten Steuermeridiane, auf beiden Körperseiten und sind jeweils nach dem Organ benannt, dessen spezieller Unterstützung sie dienen.

Die Bedeutung der Meridiane geht jedoch weit über die reine Organversorgung hinaus, da praktisch alle Vorgänge im Menschen durch sie beeinflusst werden. Besondere Belastungen seelischer oder körperlicher Art können die Zirkulation im Meridiansystem stören und damit zu Energieblockaden führen. Mögliche Folgen sind Stress, Schmerzen, Bewegungseinschränkungen oder auch Organfunktionsstörungen. Krankheiten stellen demnach ein energetisches Ungleichgewicht dar.

Die Energiebahnen sind in ihren Funktionen paarweise zusammengefasst und fließen im Körper entweder von oben nach unten (Yang-Energie) oder von unten nach oben (Yin-Energie), was für den Behandlungsablauf entscheidend ist. Alle Energiebahnen sind auf jeder Körperseite vorhanden. Ausnahmen bilden die als Steuermeridiane bezeichneten beiden mittleren Energiebahnen.

Baby-Shiatsu
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Grenzen

Baby-Shiatsu
Baby-Shiatsu

Baby-Shiatsu kann täglich angewendet werden, aber der spielerische Zugang sollte dadurch nicht verloren gehen. Wenn es dem Baby gut geht, kann mit Shiatsu begonnen werden und es wird beendet, wenn das Baby sich nicht mehr wohlfühlt (meist nach 10 bis 15 min).

Bei kranken Kindern ist eine Diagnose durch Ärzte und/oder Therapeuten vonnöten. So genannte Schreibabys können damit behandelt werden, allerdings muss dafür Sorge getragen werden, dass das Umfeld relativ reizarm ist, dass das Baby sich geschützt fühlt und dass Stress weitestgehend vermieden wird. Ansonsten kann auch eine Rücksprache mit der Babyberatung für Schreibabys hilfreich sein.

Baby-Shiatsu kann begleitend zu krankengymnastischen Behandlungen durchgeführt werden. Und es wird auch von Kindern genossen, die von Behinderungen betroffen sind.

Wirkungsweise

Bei Baby-Shiatsu geht es darum, das Wohlbefinden des Kindes zu fördern und eine positive Grundstimmung herzustellen, die beiden Freude bereitet.

Schwerpunkte:

  • Liebevolle Berührung
  • Stärkt den Eltern-Kind-Kontakt (beruhigende Wirkung für Kind und Eltern)
  • Hilft den Eltern, Entwicklungsstörungen früh zu erkennen
  • Fördert die kognitiven Fähigkeiten (taktile Stimulierung, verbessert Gehirnfunktion)
  • Gesundes Wachstum fördern (Organe, Knochenbau)
  • Vorbeugende Gesundheitsförderung: regt die Verdauung an, steigert den Muskeltonus, fördert die Hautdurchblutung, stärkt die inneren Organe

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