Die Schicksalsgesetze der Medizin

Die Schicksalsgesetze der Medizin

Der Medizin geht es letztlich wie der Meditation darum, Menschen zu helfen, ihre Mitte zu finden und in den Stürmen des Lebens zu bewahren. Dabei gilt es bestimmten Regeln und Gesetze zu folgen, die unser Leben bestimmen. Insofern ist jede Therapie mit Anspruch an Nachhaltigkeit und Tiefe darauf angewiesen, die im Leben herrschenden Regel u. Gesetze zu kennen. 

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Ruediger Dahlke, aus Gamlitz

Einführung

„Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben: Polarität – Resonanz – Bewusstsein“, (Goldmann)

Im Osten gehen viele Traditionen davon aus, das Leben sei ein Spiel, Lila genannt. Wer ein Spiel beginnt, muss natürlich zuerst dessen Regeln verstehen. Das weiß schon jedes Kind. Umso erstaunlicher, wie wenige Erwachsene die Regeln des Lebensspieles lernen wollen. Dabei hängt der Erfolg im Leben entscheidend davon ab. Welcher Fußballer würde auf Regelkenntnisse verzichten und zum Beispiel in der Halbzeit nicht wechseln? All seine in der zweiten Hälfte geschossene Tore wären Eigentore. Das aber ist genau das Programm so vieler Menschen, die übersehen, dass in der Lebensmitte Umkehr- oder Wechseljahre anstehen und die zweite Hälfte dem Heimweg und der entgegengesetzten Richtung zu folgen hat. Andere spielen im Spiel des Lebens ständig aus Abseitsposition und wundern sich, dass ihre Tore beziehungsweise Leistungen keine Anerkennung finden. An solchen Punkten entscheidet sich das Leben.

Ein großer Teil der Mitspieler ohne Regelkenntnisse projiziert seinen Zorn auf den Schiedsrichter oder das ganze Spiel. Solche Leben werden in der Regel von Jammer und Frustration geprägt. Schuld sind dabei immer die anderen. Eine kleine Gruppe von Spielern erkennt an dieser Stelle des Lebens, dass sie selbst das Problem sind und fangen an, die Regeln zu lernen. Anschließend sind sie unvergleichlich erfolgreicher und von daher meist auch viel glücklicher und genießen ihr Leben bewusst als Spiel. Jammer ist ihnen fremd, denn sie wissen, dass sie weitgehend selbst über Erfolg und Misserfolg entscheiden in dem Maß wie sie die vorgegebenen Regeln und Muster anerkennen und bewusst im Leben mitspielen. Wer sich nicht an das vorgegebene Spielfeld hält und auf Traumebenen und in Wolkenkuckucksheimen lebt und spielt, wird vor allem dort Erfolge ernten. Wer das erkennend aufhört, sein Leben zu träumen und stattdessen seine Träume lebt und verwirklicht, sie auf den Boden der Tatsachen bringt und in den Rahmen der vorgegebenen Regeln zurückkehrt, kann sich mit Erfolg und Freude auf dem Spielfeld des Lebens tummeln. Insofern liegt in der Vermittlung der Regeln und Gesetze des Lebens eine der vorrangigsten Aufgaben des Arztes. In meinen 30 Arztjahren waren diese auch immer ein Thema, das ich jetzt in dem Buch „Die Schicksalsgesetze – Spielregeln fürs Leben“ in eine Form gebracht habe, die vielen die Augen öffnen könnte. Die Zeit scheint dafür reif, weil sich einerseits zunehmend Menschen nach Gesetzeskenntnis sehnen wie der Erfolg von „The Secret“ gezeigt hat und andererseits nimmt der Jammer in so breiten Bevölkerungskreisen enorme Ausmaße an.

Das Ausmaß des Jammers ist aber dem Verständnis des Lebens und seiner Zusammenhänge und Gesetze umgekehrt proportional oder einfacher: je mehr jemand jammert, desto weniger hat er vom Leben und dessen Regeln verstanden. Hinzu kommt, dass der Jammer die Tendenz hat, die Stimmung noch weiter zu verschlechtern. Viel besser wäre es da, die Regeln zu lernen und dem Leben eine bessere Richtung zu geben.

Resonanz oder wo schwinge ich mit

Eine Kursteilnehmerin, die als erfolgreich und selbständig auffällt, klagte nach einem Urlaub, dass sie - wie ihre Freundin - ständig an Männer gerate, die immer nur das eine wollen: wohnen und einziehen. Drei Tage nach dem Urlaub war ihr Bekannter mit Sack und Pack angereist und wollte bei ihr bleiben. Es hatte sie die Beziehung gekostet, solches zu verhindern. Dass Männer tatsächlich so seien, „bewiesen“ die ähnlichen Erfahrungen der Freundin. Tatsächlich klagen aber viele Frauen das genaue Gegenteil, dass „die Typen sich nie trennten und nie einzögen“. Das trifft allerdings andere Frauen, die sich nichts sehnlicher wünschten als ein Zusammenleben. Der österreichische Kabarettist Bernhard Ludwig sagte einmal aus der Perspektive gebildeter attraktiver Frauen über 40 seien Männer wie Toiletten „besetzt oder beschissen“.

Nun sind „die Männer“ offenbar weder so noch so, wie „die Frauen“ übrigens auch nicht. „Die Frauen“ gibt es gar nicht. In Wirklichkeit haben verschiedene Menschen verschiedene Resonanzen. Man bekommt – einfach gesagt – immer genau, was man gerade lernen muss.

Und das gilt für Partner wie für Politiker und Krankheitsbilder. Die eigenen Probleme und Symptome sind kein Zufall, sondern genau diejenigen, an denen gerade jetzt etwas zu lernen ist. Nur wenn ich die „Nase voll“ habe, werde ich mir eine Erkältung einfangen, nur dann habe ich die notwendige Resonanz zu den notwendigen Erregern aus dem Clan der Rhinoviren. Der Volksmund weiß davon mehr als die Universität. „Ein Unglück kommt selten allein“, sagt er und kennt das „Gesetz der Serie“. Das ist das Wissen, dass man seine Erfahrungen solange macht, bis man sie verstanden und verarbeitet hat und das Prinzip dahinter akzeptiert. Insofern sind Pechvögel und Unglücksraben Menschen, die das „uranische“ Urprinzip nicht verstehen. Sie bleiben solange in Resonanz zu Unfällen und Katastrophen, bis sie diesem Prinzip auf anspruchsvolleren Ebenen gerecht werden. Glückskinder haben es da leichter, sie haben dieses Prinzip verstanden und landen auf der sicheren und angenehmen Seite des Lebens. Sie sind in Resonanz zu Glück und genießen es. So wäre es nahe liegend, die eigenen Resonanzen ehrlich anzuerkennen, die Verantwortung dafür zu übernehmen und das Anstehende zu lernen, anstatt über die Ungerechtigkeit des Schicksals zu jammern, dessen Wirkweise man nur nicht verstanden hat. Alles macht mehr Spaß, wenn man die Regeln durchschaut und auf der glücklichen Seite mitspielt – im großen Spiel des Lebens. Das aber ist leider nur die eine Seite der Medaille. 

Das Gesetz der Polarität oder des Ausgleichs und die Faszination des Gegenpols

Das wichtigste unter den Gesetzen der Wirklichkeit ist eben nicht oben beschriebenes der Resonanz, sondern das der Polarität. Das hat mit der Erfahrung zu tun, dass wir oft genau das Gegenteil von dem erreichen, was wir wollen. Über beide Ohren verliebt, denkt man, wenn man diese Frau oder jenen Mann bekäme, wäre man der glücklichste Mensch auf Erden. Ist das Schicksal gnädig oder gemein genug – je nach Blickwinkel - und man bekommt sie oder ihn, erlebt man nicht selten, wie sich mit der Zeit der weite Himmel der Liebe in eine enge bedrückende Hölle verwandelt. Wie viele, die in heißer Liebe geheiratet haben, landeten in kaltem Hass vor dem Scheidungsrichter. Schon Goethe legte im Faust seinem Mephisto die schicksalsträchtigen Worte in den Mund: „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft.“ Unser Problem ist ganz ähnlich, nur umgekehrt. Wir wollen so häufig das Gute und erreichen so oft das Böse.

Und dieses Gesetz gilt vom Kleinen bis zum Großen, von der Familien- bis zu Weltpolitik. Wahrscheinlich wollte sogar US-Präsident Bush wirklich Frieden auf Erden als er seinen Kreuzzug gegen den Terror anfing. Außer ihm selbst und seinen engsten Bushkriegern hat inzwischen so ziemlich jeder gemerkt, dass er den Terror auf der Welt damit drastisch verschlimmert hat. Nun ist es leicht, auf Bush zu projizieren. Schwerer und wichtiger wäre, die eigenen entsprechenden Probleme zu konfrontieren. Wie war es möglich, dass Bush selbst nicht merkte, was er anrichtete? Genauso, wie die meisten von uns nicht merken, was sie so anrichten, obwohl sie ständig das Beste wollen.

Es ist die eigene dunkle Seite, der Schatten, der uns hindert, uns und die Welt so zu sehen wie sie wirklich sind. Biblisch ausgedrückt, ist es leichter, den Splitter im Auge des anderen zu sehen als den Balken im eigenen. Insofern ist die Erkenntnis des eigenen Schattens der erste Schritt zur Besserung. Erst danach kann man sinnvoll mit Franz von Assisi bitten: „Oh Herr mache mich zu einem Werkzeug Deines Friedens!“ ohne Gefahr zu laufen, dass Krieg daraus wird.

Das gilt für den eigenen inneren Frieden ebenso wie für den in der Welt. Wir brauchen gar nicht zu warten, bis die in den Schatten des Unbewussten verdrängten Probleme als Krankheitsbilder wieder auftauchen. Genauso wenig wie wir warten müssen, bis die verdrängten Ungerechtigkeiten und Ungleichgewichte in Kriegen explodieren. Wir könnten gleich jetzt mit der Schattentherapie beginnen, die diesen Namen nur verdient, wenn sie den Schatten einschließt und die Polarität anerkennt.

Das aber ist so ziemlich das Härteste und Schwerste, was wir uns vornehmen können. Kaum jemand will von diesen dunklen Seiten, den eigenen und den kollektiven, etwas wissen. Gestern sind wieder über 16 000 Kinder verhungert. Warum hat es niemand berichtet? Ganz einfach, weil es jeden Tag geschieht, und es wird – entsetzlicher Weise - heute wieder geschehen. Mehr als die Hälfte unserer Bevölkerung bekommt Krebs, ein Drittel Depressionen und Millionen leiden unter Angst. All das wären Gründe aufzuwachen für eine Wirklichkeit, zu der immer auch Schattenseiten gehören.

Wer wirklich mitspielen will im Leben und nicht zum Spielball der anderen werden will, wer zum Beispiel hinter Angstkampagnen wie die von SARS, der chinesischen Lungenentzündung, der der Vogel- und jetzt der Schweinegrippe schauen will, muss die Gesetze lernen und vor allem auch das der Polarität. Denn das der Resonanz alleine ist insofern gefährlich, als das mächtigere Polaritätsgesetz durch Entsprechungsdenken und positives Denken mit Affirmationen erreichte Ungleichgewichte wie großes Glück und enormen Reichtum immer wieder ausgleicht – das ist nur eine Frage der Zeit. Wer sich darauf einstellt, ist in der ungleich besseren Position.

In der Medizin ist es darüber hinaus nur mittels der Schicksalsgesetze möglich, den Sinn des individuellen Lebens und auch seiner Krankheitsbilder zu entdecken. Insofern sind und waren sie immer die Basis der entsprechenden Bücher von „Krankheit als Weg“ bis "Krankheit als Symbol".

siehe auch www.dahlke.at

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