Sie haben die Wahl

Sie haben die Wahl

Jeder Kranke steht vor der Frage, wie und von wem er sich behandeln lässt. Das Angebot an Therapeuten und Therapien ist groß. Hier finden Sie Gedanken der Heilpraktikerin Kerstin Disse, die Sie bei Ihrer Wahl begleiten können. Denn eines steht fest: Sie haben die Wahl. Nutzen Sie sie!

Autor/en dieses Beitrages:
Kerstin Disse, Heilpraktiker/in aus Stuttgart

Therapie zu welchem Preis

Wenn Du nicht mehr bereit bist,
Dein Leben zu ändern,
kann Dir nicht geholfen werden.

(Hippokrates)

Angefangen vom rein schulmedizinisch orientierten Arzt, über den Arzt mit Zusatz Naturheilverfahren bis zum Heilpraktiker mit den unterschiedlichsten Fachqualifikationen:
Patienten können heute aus der recht großen Bandbreite an Therapeuten, die auswählen, deren Behandlungsangebote sie am meisten ansprechen! Dabei werden z.T. Angebote aus der Naturheilkunde, wie z.B. Homöopathie, Akupunktur, Phytotherapie, Irisdiagnostik, Osteopathie usw. von bestimmten gesetzlichen Kassen erstattet.
Link: www.gesetzlichekrankenkassen.de/
Dies gerät manchmal in Vergessenheit, bei laufend steigenden Krankenkassenkosten, Medikamentenzuzahlungen und Praxisgebühren. Da steht uns das Thema Geld näher, als der Blick auf die Freiheit. Deshalb lohnt es sich, sich zu informieren.
Link: www.vfa.de
(unter Patienten/Patientenratgeber nützliche Informationen).
Es spielt leider nur zu oft eine Rolle, was wir uns leisten (können). Das ist ein politisches Thema und auch ein sehr individuelles. Deshalb bleibt es letztendlich auch Ihre Entscheidung, welchen Stellenwert Ihre Gesundheit in Ihrem Lebensentwurf einnimmt. Den Kampf aber um den ersten Platz: „Wer hat den höchsten Leidensdruck: Therapeut oder Patient?", wird an dieser Stelle nicht geführt. Darüber wird öffentlich genug gestreikt und gestritten.

Entscheidungen

Unnütze Energieverschwendung ist es meiner Meinung nach, darauf zu warten, dass die Frage: „Wer bietet mir die beste Therapie, zu einem für mich tragbaren Preis?" von anderen, bszpw. durch politische Veränderungen, beantwortet wird. Vielleicht wird das Problem morgen gelöst, vielleicht in drei Monaten, vielleicht aber auch erst viel später. Lösen Sie das Problem erst einmal für sich und warten Sie nicht darauf, dass es andere für Sie tun! Es gibt viele Möglichkeiten, machen Sie sich schlau! Außerdem sollten Sie sich auch diesen Fragen stellen: 

  • 1. Wie kann man Gesundung überhaupt bezahlen?
    Und: was für mich wenig ist, ist für den anderen viel und umgekehrt!
  • 2. Außerdem: viel Geld, hilft viel, stimmt nicht. Sondern nur: die für mich richtige Entscheidung hilft! Und was soll am Ende dabei herauskommen?

Das herauszufinden, muss Ihre Sache bleiben, denn niemand kennt Sie so gut, wie Sie sich selbst kennen, auch der beste Therapeut nicht.

Auch wenn Sie Geld in die Krankenkasse einbezahlen, bedeutet das nicht, dass alle Ihre Erwartungen erfüllt werden. Es ist eine Kranken-Versicherung! Eine Versicherung, die einen Teil der Kosten trägt, wenn Sie erkranken. Mehr nicht, aber auch nicht weniger. 

Unbequeme Wahrheiten

Wenn Sie sich krank fühlen, sind Sie am besten dran, „wenn das Kind einen Namen hat". Denn ohne Diagnose haben Sie ein Problem. Ohne Diagnose, kein Befund, ohne Befund keine Krankheit. Ohne Krankheit kein Geld und keine Therapie von der Kasse. 

Es gibt aber leider immer mehr und immer häufiger (denken Sie an die zunehmenden „Allergien") genügend Krankheiten, Schmerzzustände im Besonderen, die die Schulmedizin nicht zu behandeln weiß. Das Gesundheitssystem an sich bietet dafür leider (noch) wenige Lösungsansätze. Das ist bitter, oft zynisch, für die Betroffenen zum Heulen und zum Verzweifeln, aber es ist und bleibt trotzdem Ihre Sache und das hat auch Vorteile, denn Sie können entscheiden! Was mit Ihnen passieren soll und wie. Sie dürfen nur nicht erwarten, dass bereits getätigte Investitionen, z.B. in die Krankenversicherung einzuzahlen, zu 100% einsetzbar sind, wenn Sie zu den Fällen zählen, die nicht im kassenärztlichen Leistungskatalog auftauchen. 

Der Begriff Heilung

Spätestens an diesem Punkt stellen wir fest, dass wir begonnen haben zwei Ebenen miteinander zu vermischen:
Die finanzielle Investition verspricht nicht unbedingt Heilung, schon gar nicht auf menschlicher oder seelischer Ebene, sondern wenn überhaupt nur auf körperlicher. Der Begriff Heilung wird in unserem medizinischen System in 99% der Fälle sowieso nur für die körperliche Ebene verwendet. Denn schon in der universitären Laufbahn wird die Psychologie von der Medizin getrennt studiert.

Und: In einer rein materialistisch orientierten Gesellschaft vergessen wir häufig, dass die seelisch/geistige Ebene in diesem System an die Psychologen delegiert wurde und das heißt, dass Ihr Geld für Ärzte und Psychologen verwendet werden kann, nicht aber für Ihre persönlichen Veränderungen. So kann es zwar sein, dass Sie eine von der Kasse bezahlte psychologische Unterstützung für Ihre Depression aufgrund Ihres Krebsleidens erfahren, dafür aber zu zwei Ärzten gehen müssen, die in der Regel aber überhaupt keinen gemeinsamen Therapieplan entwerfen. Denn der eine praktiziert unabhängig vom anderen. Dass aber Ihre Depression mit Ihrem Krebsleiden zusammenhängt und dass ursächlich die seelische Ebene bei Krebs eine entscheidende Rolle spielt, Ihr Körper also nicht unabhängig von Ihrer Seele agiert, wird nicht berücksichtigt und auch nicht bezahlt. 

Emotionen, Lebensumstände und soziales Umfeld beeinflussen jedoch unseren Geist, Psyche und damit letztendlich unsere Gesundheit; die seelische und die körperliche. Diese „Umstände" bleiben jedoch und zum Glück, ganz allein unsere Sache! Hier ist das Individuum gefragt und verantwortlich, also nicht der Arzt/Therapeut oder gar die Krankenkasse. Daran wird klar, wie groß unser eigener Einfluss auf unser Krankheitsgeschehen sein kann! Denn all das wirkt auf die körperliche Ebene zurück. Deshalb erwarten Sie bitte auch nicht unbedingt Verständnis für Ihre Beschwerden, wenn diese (noch) nicht mit den üblichen diagnostischen Standardmethoden nachweisbar sind. Denn unser Gesundheitssystem betrachtet den Menschen mit seinen Beschwerden eben (noch) nicht in seiner Gesamtheit von Körper, Seele und Geist. Für die „Haut" ist der Hautarzt zuständig, für die „Augen" der Augenarzt und für die „Nerven" der Neurologe….. Sie werden aber, wenn Sie gut dran sind, an die „Psychosomatik" (Facharztausbildung: fünfjährige Weiterbildung) weiterverwiesen oder steigen eben aus diesem System aus und suchen Hilfe bei anderen „Therapeuten".

Erwartungen

Fragen Sie sich bitte zuallererst, was Sie von Ihrem Arzt, Therapeuten, Heiler, erwarten. „Dass er mich gesund macht", werden wahrscheinlich viele antworten. Das sollte man sich einmal genauer anschauen.

Wann ist man gesund?

Ist man gesund, wenn das verordnete Medikament schmerzfrei macht?
Ist man gesund, wenn man nie mehr Schmerzen hat?
Ist oder wird man gesund, wenn man die Quelle des Schmerzes herausfindet?
Wird man gesund, wenn man die Lebensumstände, die in den Schmerzzustand geführt haben, geändert werden?
Wird man gesund, wenn das Gegenüber mich auf all diese Umstände aufmerksam macht?
Wie lautet Ihre Antwort?

Vier Bedingungen für Ihre Gesundheit

  • Patienten mit schulmedizinisch nicht lösbaren Problemen werden meist die besten Kenner ihrer Krankheit.
  • Das ist gut und der erste wichtige Schritt auf dem Weg der Gesundung.
  • Dann müssen sie jemanden finden, der bereit ist, an diesem „unlösbaren Problem" zu arbeiten und es muss jemand sein, der positiv mit Krankheit an sich umgeht.
  • Zu guter Letzt muss es jemand sein, der als Therapieansatz ihr inneres Glaubenssystem bedient.

Inneres Glaubenssystem

Was heißt das? Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Ihnen nur ein Therapeut mit ärztlichem Hintergrund helfen kann, dann müssen Sie in jedem Fall zu einem Arzt gehen. Einige arbeiten schon, wie oben erwähnt, mit Naturheilverfahren. Wenn Sie daran glauben, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als das, was wir sehen und was dieses Gesundheitssystem bietet, sollten Sie sich auf die Suche nach einem Menschen machen, dessen Heilverfahren Sie überzeugt. Denn Medizin ist ein Stück weit eine Glaubensfrage! Es wird Ihnen kein Mittel helfen, egal aus welcher Richtung es kommt, wenn Sie nicht davon überzeugt sind, dass es Ihnen hilft! Der Arzt oder Therapeut ist dann erfolgreich, wenn er es schafft, den „inneren Arzt" im Patienten zu mobilisieren. Der beste Beweis dafür sind die Doppelblindstudien der Schulmedizin.
Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Doppelblindstudie
Wie oft helfen Placebos! Und das ist phantastisch! Damit beweisen die Menschen und die Ärzte sich selbst, wie mächtig der Geist und der innere Arzt sein könnensein kann! Wenn der Mensch dazu imstande ist, an die Medizin, Therapie, an den Menschen usw. zu glauben, ist der Weg der richtige, der seinem inneren Glaubenssystem entspricht.

Beispiele

Denn der Arzt, Heilpraktiker, Therapeut, das Medikament ist nur ein Katalysator. Die Entscheidung für das Mittel, die Methode, die Therapie ist Ihre, und nicht die des Vermittlers. Deshalb ist auch im Zweifelsfalle nicht der Arzt schuld, wenn die verordnete Therapie oder das Medikament nicht hilft. Wenn Sie zum schulmedizinisch orientierten Arzt gehen, besteht die Therapie in zu fast 100% der Fälle aus Medikamenten mit dem Ziel der Beschwerdefreiheit. Das ist in Ordnung, wenn Sie das wollen. Sie dürfen nur nicht unbedingt damit rechnen, dass Sie gesund werden! Das Mittel für den Bluthochdruck bewirkt bspw. nur, dass der Blutdruck sinkt und nicht, dass der Bluthochdruck verschwindet. Auch wenn Sie zum Heilpraktiker gehen, wird Sie die Methode des Familienstellens z.B. nicht gesund machen, sondern Sie bestenfalls nur erkennen lassen, wo die inneren Blockaden liegen. Manchmal kann man sie lösen, manchmal nicht. Wie Sie in Zukunft mit sich, mit Ihren Mitmenschen und Ihren Problemen umgehen, bleibt weiterhin Ihre Sache.

Fazit ist: Sie müssen wissen, an was Sie glauben! Sonst hilft Ihnen die beste Operation nicht wirklich. Wer fest daran glaubt, dass der Therapieansatz, den er (gemeinsam mit seinem Arzt/Therapeuten) wählt, der richtige ist, sollte diesen auch mit positiven Gedanken beschreiten! Dieses Glaubenssystem zu kennen, das ist Ihre wichtigste Aufgabe bei der Lösung des Problems: wer oder was macht mich gesund? Die Überzeugung, die innere Einstellung verhilft zur Heilung.

Antworten

Meine persönliche Antwort auf die Frage nach der Gesundheit lautet: Ich werde gesund, wenn ich mich auf die Suche nach den Ursachen des aktuellen Problems mache. Denn der Körper schreit nach Hilfe, weil er das seelische Problem, das dahinter steckt, nicht mehr kompensieren kann.
Helfen können mir dabei andere, unabhängig von Titel oder Ansehen. Wenn mein Gegenüber gut ist (und das muss man heutzutage oft selbst herausfinden und dabei Zeit und Geld investieren) zeigt er mir meine Schwachstellen/meine Entwicklungsmöglichkeiten und dann fange ich an zu versuchen, meinen Istzustand zu verändern. Und wenn ich mich entschieden habe, für einen Arzt, einen Therapeut, eine Methode, ein Medikament, muss ich bereit sein, mit all meinen mir zu Verfügung stehenden Kräften mitzuarbeiten und konsequent zu bleiben. Also je nach Fall, z.B. Medikamente einzunehmen, nicht mehr zu rauchen, mich operieren zu lassen oder eben fünfmal am Tag Obst und Gemüse zu essen, mich bewegen, positiv denken, mein Bett umzustellen, die Arbeit zu wechseln, Urlaub zu machen, zu meditieren usw, usw.

Demut

Ich denke, Außerdem sollten wir bei all dem nicht vergessen, dass wir dem Umstand Krankheit, meiner Meinung nach mit einer gewissen Demut begegnen sollten. Manche Verhältnisse, Umstände, Zustände sind nicht mehr zu verbessern, zu ändern, zu gewinnen. Und das kann auch kein anderer mehr. Weise ist der, der spürt, wann es sich zu kämpfen lohnt und wann loszulassen. Das Beste zu geben und wenig zu erwarten. Doch das Wichtigste ist: Ich allein treffe die Entscheidung, was ich tun werde. Weiter entwickeln kann ich mich immer, vor allem auf geistiger Ebene.

Ziel

Das Ziel jeder Intervention sind Sie selbst. Das nimmt Ihnen niemand ab, und auf der anderen Seite kann Ihnen das auch niemand nehmen.

Ihr größtes Potential ist es, dass Sie sich selbst durch jede Therapie führen können und die Führung übernehmen sollten. Manchmal braucht man Hilfestellung. Welche das ein soll und wie diese aussehen soll, entscheiden Sie alle

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