Fluoride zum Schutz vor Karies?

Fluoride zum Schutz vor Karies

Die Meinung zu Fluoriden ist sehr geteilt. Von vielen Zahnärzten werden Fluoride als unverzichtbares Mittel zum Schutz vor Karies gepriesen und von zahlreichen – insbesondere ganzheitlich arbeitenden – Therapeuten vehement ablehnt. Doch wie beurteilt jemand den Einsatz von Fluoriden in der Zahnheilkunde, der selber ...

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. dent. Karlheinz Graf, aus Straubing-Ittling

Fluoride zum Schutz vor Karies? Fluoride unter umwelt-zahnmedizinischen Aspekten

Lesen Sie auch den Fachartikel von Dr. Graf zu Fluoriden aus der CO'MED.

Die Meinung zu Fluoriden ist sehr geteilt. Von vielen Zahnärzten werden Fluoride als unverzichtbares Mittel zum Schutz vor Karies gepriesen und von zahlreichen – insbesondere ganzheitlich arbeitenden – Therapeuten vehement ablehnt. Doch wie beurteilt jemand den Einsatz von Fluoriden in der Zahnheilkunde, der selber Zahnarzt und Heilpraktiker in einer Person ist? Wir waren gespannt darauf und berichten Ihnen daher über den Vortrag von Dr. Graf über Fluoride unter umwelt-zahnmedizinischen Aspekten bei der 44. Medizinischen Woche.

Laut Dr. Graf ist es seit den 1960er Jahren ein Dogma, dass Fluoride für den Kariesschutz notwendig sind. Aus schulmedizinischer Sicht ist unsere Aufnahme an Fluoriden zu gering. Die Schulmedizin fordert daher die externe Zufuhr von Fluoriden für einen wirksamen Kariesschutz. Aus umweltmedizinischer Sicht sind Fluoride jedoch nicht abbaubare Umweltgifte. Als Beispiel erwähnte Graf das Siechtum von Rindern in der Nähe bestimmter Industrien, die in der Vergangenheit erhöhte Mengen von Fluoriden freigesetzt haben. 

Reicht die natürliche Fluorid-Aufnahme nicht aus?

Als Grenzwert für eine dauernde Aufnahme von Fluoriden (chronische Toxizität) gilt 0,05 mg pro Kilogramm Körpergewicht und Tag. Für ein 20 kg schweres Kind läge damit die obere Grenze für eine regelmäßige Fluoridzufuhr bei 1 mg pro Tag.
Fluoride nehmen wir vor allem durch unsere Nahrung auf. Dabei gibt es große individuelle Schwankungen in der Fluoridaufnahme. Die Fluoridzufuhr hängt insbesondere von der Ernährung ab. So ist beispielsweise die Gehalt von Fluoriden in Vollwertkost höher. Wichtige Quellen von Fluoriden in der Nahrung sind z.B.

  • Wasser: Wasser aus tieferen Quellen hat einen höheren Fluoridgehalt. Trinkwasser enthält in Deutschland 0,1-3,0 mg Fluoride pro Liter. Starke Schwankungen gibt es auch bei Mineralwässern (z.B. 0,7 mg/l bei Apollinaris und 3,5 mg/l bei Christinen Brunnen).
  • Schwarztee: Schwarztee bezeichnete Graf als regelrechten Fluoridakkumulator. Bei hohem Schwarzteekonsum könne man schon an die Grenze einer chronischen Fluoridvergiftung kommen.
  • fluoridiertes Speisesalz: Fluoridiertes Speisesalz darf nur in Privathaushalten verwendet werden. Der Einsatz von fluoridiertem Speisesalz in Kantinen ist dagegen verboten. Der Marktanteil von fluoridiertem Speisesalz lag 2006 bei über 67 %. Fluoridiertes Speisesalz enthält 0,25 mg Fluoride pro g Salz. Je nach Verhalten beim Salzen können sich hier hohe individuelle Unterschiede bei der Fluoridaufnahme ergeben. 

[Hinsichtlich genauer Daten zum Fluoridgehalt von Nahrungsmitteln, sei auf einen Artikel von Dr. Graf zu den Fluoriden aus der Fachzeitschrift CoMed verwiesen, den Sie hier nachlesen können.]

Weitere Fluoridquellen sind:

  • Zahnpasten: Kinder verschlucken bis zu einem Drittel der Zahnpasta. Daher enthalten Kinderzahncremes weniger Fluorid.
  • Fluorid-haltige Gelees, Lacke und Mundspüllösungen, wie sie zum Schutz vor Karies gerne eingesetzt werden
  • Zahnfüllungsmaterialien, die permanent Fluoride abgeben.

Die optimale Tagesaufnahme an Fluoriden liegt laut Schulmedizin für Kinder je nach Alter bei 0,25-0,75 mg Fluorid und für Erwachsene bei 1 mg Fluorid pro Tag. In Anbetracht der zahlreichen natürlichen Fluoridquellen und der starken individuellen Schwankungen der Fluoridaufnahme, die z.T. auch regionale Unterschiede aufweist, ging der Referent davon aus, dass bei vielen Menschen auch ohne ergänzende Fluoridverordnung durch den Zahn- oder Kinderarzt die als optimal geltenden Werte erreicht werden.

Zu viele Fluoride können schaden!

Aus umweltmedizinischer Sicht sind Fluoride ein sog. kumulatives Gift. D.h. Fluoride sammeln sich im Laufe des Lebens an. Damit sind selbst bei der Zufuhr von an sich unkritischen Einzelmengen, sog. subtoxischer Dosen, der Fluoride auf Dauer gesundheitliche Schäden möglich.

Auch zu viele Fluoride können den Zähnen schaden

Zu viele Fluoride können eine so genannte Fluorose verursachen. Graf zeigte hierzu einige eindrucksvolle Bilder mit den typischen Kennzeichen der Fluorose: fleckige Zähne mit hässlichen milchig-weißen, aber auch braunen Verfärbungen. Die Angaben zur Häufigkeit der Zahnfluorose bei Kindern aus Gebieten mit Trinkwasserfluoridierung schwanken sehr stark (zwischen 30 und 80 %). Die betroffenen Kinder sind u.U. für ihr Leben gezeichnet.

Weitere Gesundheitsschäden durch Fluoride

Die langfristigen Auswirkungen einer zu hohen Fluoridaufnahme beschränken sich leider nicht auf die Zähne. 

  • Fluoride können die Funktion verschiedener Enzyme behindern. Mehr dazu hier
  • Bei Kindern mit einer Fluorose wurden häufiger Knochenbrüche beobachtet. Eine zu hohe Fluoridzufuhr steht in Verbindung zu einem erhöhten Risiko für Knochenbrüche an der Hüfte.
  • Bei langfristiger Überversorgung mit Fluoriden kann es zur Skelettfluorose kommen, die mit einer erhöhten Knochenbrüchigkeit einhergeht. Diese kann bereits bei langfristiger Aufnahme von Fluoriden unterhalb der als optimal angesehenen Werte für die Fluoridaufnahme auftreten! Bekannt sind auch nach 20-30 Jahren auftretende Gelenkkontraktionen und Steifheit der Brustwirbelsäule. Auch Bänder können verkalken.
  • Eine chronische Fluoridvergiftung schwächt das Immunsystem.
  • Fluoride verursachen Schäden an den Chromosomen und behindern deren Reparatur. Im Tierversuch wurden bei hohen Dosen von Fluoriden Fruchtbarkeitsstörungen hervorgerufen.
  • Zu viele Fluoride stören den Einbau von Mineralien in den Knochen und die Bildung von Kollagen, das als Stützgewebe in unserem Körper dient. Eine solche allmähliche Zerstörung kollagener Gewebe kann langfristig massiv die Beweglichkeit der Betroffenen beeinträchtigen.
  • Unter einer hohen Fluoridgabe sinkt die Aktivität der Schilddrüse.
  • Die Knochenkrebsrate steigt unter einer hohen Fluorideinnahme.
  • In seltenen Fällen können Fluoride auch über die Veränderung von Eiweißen zu Autoimmunkrankheiten führen.

Weitere Details zur schädlichen Wirkung von Fluoriden bzw. zur chronischen Fluorid-Intoxikation finden Sie hier

Besonders tückisch: Fluoride + Quecksilber oder Kunststoffe

Besonders tückisch ist, dass Fluoride die Giftigkeit anderer Schadstoffe, wie z.B. die von Quecksilber (Amalgam) und bestimmten Kunststoffen, wesentlich erhöhen können. Beide Materialien werden in der Zahnheilkunde als Füllmaterialen oder in Prothesen verwendet. Eine verstärkende bis hin zur potenzierenden Verstärkung der gesundheitsschädlichen Wirkung bei anderen Umweltgiften gilt als wahrscheinlich.

Fluoridierung von Trinkwasser: Erfahrungen

Um die Versorgung mit Fluoriden zu erhöhen, können dem Trinkwasser Fluoride zugeführt werden. Man spricht hier von der sog. Trinkwasserfluoridierung. 
Lange Zeit galt die Stadt Basel als Paradebeispiel für den Erfolg der Trinkwasserfluoridierung zum Schutz vor Karies. 2003 wurde hier – wie in vielen anderen Städten und Ländern – die Trinkwasserfluoridierung eingestellt. Die wichtigsten Argumente für die Einstellung waren:

  • Die vorbeugende Wirkung von Fluoriden auf den Schutz vor Karies konnte durch keine Studie nachgewiesen werden.
  • Karies hat bei den Kindern trotz Trinkwasserfluoridierung zugenommen.
  • Gerade bei Kleinkindern und Säuglingen ist die Trinkwasserfluoridierung besonders problematisch, da durch sie eine Knochenfluorose begünstigt werden kann. 
  • 99 % der im Rahmen einer Trinkwasserfluoridierung eingesetzten Fluoride gelangen über Waschen, Toilettenspülungen usw. in die Umwelt und verbleiben als nicht abbaubares Umweltgift in der Natur. 

Sicher überraschend war die Kariesentwicklung in Basel nach Beendigung der Trinkwasserfluoridierung: Die Karieshäufigkeit nahm nach Beendigung der der Trinkwasserfluoridierung nicht wie von der WHO erwartet zu, sondern ab!
Selbst wenn man die Aussagen von Befürwortern der Fluoridierung zu Grunde legt, erscheint die Trinkwasserfluoridierung fragwürdig: Will man die Widerstandskraft der Zähne gegen Karies erhöhen, kommt es nämlich vor allem auf die Häufigkeit und Dauer des Kontaktes der Zähne mit Fluoriden an. Das spricht natürlich eher für eine lokale Fluoridapplikation als eine generelle, wie das z.B. bei der Trinkwasserfluoridierung der Fall ist. Zudem richtet sich die Trinkwasserfluoridierung an alle Menschen im Einzugsgebiet der jeweiligen Wasserversorgung. Individuelle Unterschiede in der natürlichen Fluoridaufnahme bleiben gänzlich unberücksichtigt.

Alternativen zu Fluoriden beim Schutz vor Karies

Graf beschränkte sich nicht nur auf die Diskussion zum Einsatz von Fluoriden in der Zahnheilkunde. Vielmehr zeigte er auch mögliche Alternativen auf. Dass man sich zum Schutz vor Karies beim Verzehr zahnschmelzschädigender Nahrungsmittel, wie Süßigkeiten und säurehaltigen Getränke, zurückhalten sollte, ist jedem bekannt. Auch eine gründliche Reinigung der Zähne ist zur Vorbeugung von Karies unverzichtbar. Vielen dürfte jedoch neu sein, dass auch die Optimierung des Säure-Basen-Haushaltes zum Schutz der Zähne vor Karies beitragen kann. Die konstitutionelle Behandlung mit Homöopathie kann ebenfalls der Kariesprophylaxe dienen. 
Aus der Biochemie nach Dr. Schüßler empfahl Graf folgende Mittel zur Reduktion des Kariesrisikos:

  • Nr. 1: Calcium fluoratum D12 (zur Vorbeugung bei hoher Kariesneigung)
  • Nr. 2: Calcium phosphoricum D6 (zur Vorbeugung bei hoher Kariesneigung)
  • Nr. 4: Kalium chloratum D6 (zur Ergänzung der vorgenannten Mittel)
  • Nr. 11 Silicea (je nach Bedarf und Konstitution)

Fazit zu Fluoriden als Kariesschutz

Gerade im Hinblick darauf, dass es große individuelle Unterschiede in der natürlichen Fluoridaufnahme gibt und Fluoride toxische Wirkungen haben, die z.T. schon nach sehr langfristiger Aufnahme ungiftiger Einzeldosen auftreten können, sollte man die zusätzliche Fluoridgabe sehr gründlich abwägen. 
Nach Ansicht von Dr. Graf ist Karies keine Fluoridmangelkrankheit, sondern eine ernährungsbedingte Mangelkrankheit. Dass die Trinkwasserfluoridierung nicht der Weisheit letzter Schluss in Sachen Kariesprophylaxe sind, zeigen auch die Erfahrungen aus Basel. Hinzu kommt, dass es durchaus andere Wege gibt, seine Zähne vor Karies zu schützen. 

Literaturquellen

  • Dreisbach, Robert H. PhD, “Fluorine, Hydrogen Fluoride & Derivatives” in the Handbook of Poisoning 9th Edition, Lange Medical Publications, 1977
  • Graf, K.: CD Live Mitschnitt vom Vortrag auf der 44. Medizinischen Woche Baden-Baden (2010): Fluoride unter umwelt-zahnmedizinischen Aspekten. Best.-Nr. 10319, www.medienservice-degen.de
  • Graf, K.: Fluoride unter umwelt(zahn)medizinischen Aspekten (II), Umwelt•Medizin Gesellschaft, 22, 1/2009, S. 75-76
  • Graf, K.: Zahnärztliche Werkstoffe unter umweltmedizinischen Aspekten. Fluoride (Teil 3). CO'MED, 12/2004, S. 100-103.
  • Hellwig, E.: Kariesprophylaxe mit Fluoriden – eine Standortbestimmung; 5 edition wissen kompakt, der freie Zahnarzt S.10–15
  • Nochimson, G.: Toxicity, Fluoride. eMedicine. Retrieved 28.12.2008
  • Schweinsberg, Netuschil, Hahn: Drinking water fluoridation and caries prophylaxis: With special consideration of the experience in the former East Germany; Zbl.Hyg. 193, 295–317 (1992)
  • Strubelt, O.: Fluoride aus zahnmedizinischer und toxikologischer Sicht; Zahnärztliche Praxis 10/1989, S. 358–365
  • Yammouyiannis J.: Früher alt durch Fluoride. Waldthausen Verlag, 1988
  • Ziegelbecker R.: "Vorsicht Fluor! – Neue Warnung!"; Der Gesundheitsberater, Oktober 2003, S. 4–6.

Öko-Zahngesundheit mit Fluoriden ??

Leserbrief von Dr. Graf zur Bewertung von Zahnpasten in der Ausgabe „Ökotest 8/2016

Von einer Testzeitschrift, die Wert auf ihren Zusatz „Öko“ legt könnte man erwarten, dass sie nicht nur den sog. „wissenschaftlichen Mainstream“ nachplappert, sondern sich auch kritisch mit anderen, alles andere als unwissenschaftlichen Untersuchungen, auseinandersetzt. Gerne wäre Ihnen bei Ihren Recherchen zur „Qualität der Zahnpasten“ die „Deutsche Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie – aktiv für Mensch und Umwelt“ (www.dguht.de) hilfreich zur Seite gestanden.

Sie bewerten in Ihren Tests alle Zahncremes ohne Fluoride prinzipiell negativ und lassen dabei folgende Fakten außer Acht:

  • Fluorid ist ein kumulatives Gift, das nur zu ca. 50 % über die Nieren ausgeschieden wird, der Rest sammelt sich in Geweben wie Knochen, Drüsen, Bindegewebe etc.
  • Die Zahnfluorose scheint mit einer Enzymhemmung (Dan Besten 1999) vergesellschaftet zu sein.
  • Fluoride bilden mit vielen Metallionen, u.a. auch Ca und Mg, Komplexe und behindern somit deren Coenzymfunktion (Mahaffey 1976; Allain 1996; Varner 1998) und somit den Stoffwechsel.
  • Es konnte eine lineare Wechselbeziehung zwischen der Schwere der Zahnfluorose und der Frequenz der Knochenbrüche an Kindern gezeigt werden (Alacron-Herrera 2001).
  • Unter Fluorideinwirkung kam es zu einer höheren Anzahl von Frakturen, insbesondere von Hüftfrakturen (Inkovaara 1975; Gerster 1983; Dambacher 1986; O´Duffy 1986; Hedlund 1989; Bayley 1990; Gutteridge 1990 u. 2002; Orcel 1990; Riggs 1990; Schnitzler 1990).
  • Fluoride greifen die Oberflächen von Titan-Implantaten an und bewirken so eine erhöhte Titan-Belastung im Organismus.
  • Fluoride in hohen Dosen bewirkten in Tierversuchen Fruchtbarkeitsstörungen. Es schadete der Spermienproduktion und erhöhte die Unfruchtbarkeit (Kour 1980; Chinoy 1989 u. 1991; Kumar 1994; Narayana 1994; Zhao 1995; Elbetieha 2000; Ghosh 2002; Zakrzewska 2002).
  • Unter Fluoriden wird die Aktivität der Schilddrüse verringert. (Stecher 1960; Waldbott 1978; Bachinkii 1985).
  • Bei Versuchen mit Ratten zeigten sich morphologische Veränderungen an Niere und Gehirn und erhöhte Aluminium-Werte im Gehirn. Auch für Morbus Alzheimer charakteristische Anreichungen von Betaamyloid im Gehirn wurden nachgewiesen (Varner 1998).

Das häufig zitierte Gegenargument, die geringe Dosierung dieser regelmäßigen Fluoridgaben sei toxikologisch unbedenklich und würden diese und auch noch andere „Nebenwirkungen“ nicht auslösen, ist insofern nicht zutreffend, weil Fluorid, wie schon aufgeführt, ein kumulatives Gift ist, das nur zu ca. 50 % über die Nieren ausgeschieden wird, der Rest sammelt sich aber in Geweben wie Knochen, Drüsen, Bindegewebe etc. Fluoride können auch über die Mundschleimhaut resorbiert werden, so dass auch über Zahnpasten eine Aufnahme erfolgt. So kann sich bei der regelmäßigen Gabe von Minidosen über Tabletten, fluoridiertem Speisesalz, bestimmten Mineralwässern, Schwarztee oder Zahnpasten etc. über Jahre und Jahrzehnte eine durchaus relevante Dosis von Fluoriden im Körpergewebe, evtl. auch in den Zellen, mit all seinen „Nebenwirkungen“ und Symptomen, ansammeln. Kein Arzt wird beim Vorliegen einer chronischen Erkrankung auf die Idee kommen, es könnte sich hierbei u.a. um Symptome einer chronischen Fluorid-Intoxikation handeln.

Außer Acht wird auch gelassen, dass Fluoride als Wechselwirkungen mit anderen Umweltschadstoffen nicht nur eine summierende (1 + 1 = 2), sondern auch eine potenzierende Wirkung (1 + 1 = 15) haben können. Diese toxische Wechselwirkung im Sinn einer Erhöhung der giftigen Wirkung ist zumindest bei Fluoriden mit Kunststoffen und mit Quecksilber (z.B. aus Amalgam) bereits bewiesen. Es liegt aber nahe, dass noch weitere potenzierende Wechselwirkungen mit Fluoriden zu finden wären, wenn intensiver danach geforscht werden würde.

Sie stellen des Weiteren richtig dar, dass Zusätze wie Propylparaben und Natrium-Laurylsulfat gesundheitlich ungünstige Beigaben sind, stellen aber Aluminiumverbindungen als gesundheitlich unbedenklich dar. Ihre Annahme, dass bei diesen Zusätzen Aluminium chemisch fest gebunden vorläge ist insofern nicht richtig, weil jede chemische Metall-Verbindung in wässriger Lösung, und damit auch im Speichel, zu bestimmten Teilen in Ionen dissoziiert, sich also löst, und in dieser Form ist Aluminium für den Organismus dann frei verfügbar.

Nebenbei bemerkt ist bei der heutigen Umweltbelastung durch Schwer- und Leichtmetalle jede metallische Verbindung, die in den Mund kommt und damit auch über die Schleimhaut resorbiert wird, gesundheitlich kontraproduktiv. Gerade bei schweren chronischen Krankheiten wie z.B. Alzheimer, Parkinson, Demenz etc. dürfte ja die Umweltbelastung und damit die toxische Komponente dieser Stoffe und deren Wechselwirkungen untereinander eine größere Rolle spielen als bisher angenommen.

Dr. Karlheinz Graf
Präsident der DGUHT – aktiv für Mensch und Umwelt
www.dguht.de

Online Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

Kommentare

Online-Redaktion, 06.06.2016:
Liebe Elyase,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Wie der Autor in dem Abschnitt "Reicht die natürliche Fluorid-Aufnahme nicht aus?" schreibt, enthalten viele Lebensmittel Fluorid. Es geht es also nicht darum, sich fluoridfrei zu ernähren. Wie Sie richtig bemerken, ist dies schwerlich möglich. Es geht lediglich um die Frage, ob über die natürliche Fluoridaufnahme hinaus Fluorid gezielt zugeführt werden sollte. Und dies sollte - eben aufgrund der ohnehin bestehenden Versorung - gut überdacht werden.

Ihre Online-Redaktion.
Elyase, 02.06.2016:
Wie ernähren Sie sich denn Fluoridfrei? Das würde mich sehr interessieren (da nicht möglich!).
Sergio, 07.01.2016:
Sehr geehrter Dr. Karlheinz Graf, vor 5 Jahren habe ich einen Slebstversuch gestartet und angefangen auf flouridierte Lebensmittel und Zahnpasten vollständig zu verzichten. Ich putze ganz normal 2x täglich die Zähne und esse verhältnismäßig wenig Süßigkeiten (ca. 1x die Woche).Seitdem gehe ich jedes Jahr zu verschiedenen Zahnärzten. Jeder Arzt hat mir bis jetzt den einwandfreien Zustand meiner Zähne bescheinigt.Wenn man nach der Theorie der angeblichen Wirkung von Flourid geht, dann müssten meine Zähne nach mittlerweile 5 Jahren vollkommen von Karies zerfressen worden ein. Dies ist aber nicht der Fall!So wie ich das sehe ist die Flouridierung einfach nur eine geschickte Form der Umweltgiftbeseitigung mit schwer nachwzuweisenden Langzeitschäden für die Bevölkerung auf der einen Seite und mit der profitierenden Pharmaindustrie auf der anderen Seite. Jeder muss die Entscheidung selber treffen. Ob die Entscheidungen richtig sind oder nicht, das zeigt uns auf lange Sicht die natürliche Selektion. Gruß
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