Reflexzonentherapie - Punktuelle Schmerz- und Organtherapie NPSO

Punktuelle Schmerz- und Organtherapie NPSO

Die NPSO ist ein modernes Mikro-Aku-Punkt-System und steht für Neue Punktuelle Schmerz- und Organtherapie. Wenn man sie bereits bekannten Therapiesysteme zuordnen möchte, dann zwischen Akupunktur und Neuraltherapie. Durch ihre Komplexität arbeitet sie v.a. in der Therapie somatotop ...

Übersicht: Reflexzonen

Autor/en dieses Beitrages:
Christian Schütte, Heilpraktiker/in aus Düren

Einführung

Abb. 1 Heilpraktiker Rudolf Siener; geb. am 13.4.1922 in der Pfalz; gest. am 8.4.1993 in Bad Ems
Abb. 1 Heilpraktiker Rudolf Siener; geb. am 13.4.1922 in der Pfalz; gest. am 8.4.1993 in Bad Ems

Die NPSO ist ein modernes Mikro-Aku-Punkt-System und steht für Neue Punktuelle Schmerz- und Organtherapie. Wenn man sie bereits bekannten Therapiesysteme zuordnen möchte, dann zwischen Akupunktur und Neuraltherapie (de.wikipedia.org/wiki/Neuraltherapie). Durch ihre Komplexität arbeitet sie v.a. in der Therapie somatotop übergreifend. Ein Somatotop bezeichnet ein Areal, in dem sich der Körper als Ganzes im Kleinen nochmals darstellt. (Somatopie: Der Begriff stellt eine Zusammensetzung von soma (Körper) und topos (Ort) dar. Man bezeichnet mit somatotopischen Projektionen eine Sensibilitätszuordnung zwischen Haut- und Körperarealen. wikipedia ) Ihr Begründer, der 1993 verstorbene Heilpraktiker Rudolf Siener (Abb. 1), hinterließ mit der NPSO eine Methode, Schmerzen und andere Beschwerden schnell und erfolgreich zu behandeln
Die NPSO ist ein eigenständiges und zusammenhängendes Therapiesystem und versteht sich als eine energetische Reflexzonentherapie.

Definition Schmerz und NPSO

Die NPSO hat sich in erster Linie als Therapie bei Schmerzen am Bewegungsapparat bewährt. In der Zwischenzeit zeigen sich immer mehr Einsatzmöglichkeiten im Organbereich.
Schmerz ist in erster Linie ein Signal des Körpers, das auf eine Fehlfunktion, Überlastung oder einen Mangel aufmerksam machen will. Dieses Signal sollte nicht einfach unterdrückt, sondern behandelt werden. Die NPSO ist aus der Praxis und dem Wunsch heraus entstanden, Schmerzen schneller und effektiver zu behandeln. Denn Schmerz ist das, was die Patienten am häufigsten zu in die Praxen führt. Für den Behandler ist Art und Ort des Auftretens Wegweiser zur Ursache des Schmerzes und dessen Therapie. Prinzip der NPSO ist es, Blockaden zu lösen. Schon im Klassiker des gelben Kaisers (Grundlagenwerk der Akupunktur aus dem dritten Jahrhundert v. Chr.) heißt es: "Schmerz ist der Schrei des Gewebes nach fließender Energie."
Die NPSO ist keine rein symptomatische Therapie. Ätiologie und Pathogenese werden immer in die Behandlung mit einbezogen. Die Wirkungsweise ist energetisch, informativ und reflektorisch, bezogen auf die Reflexzone / das Somatotop.

Was die NPSO auszeichnet:

Es wird in einem gut überschaubaren Somatotop therapiert, welches viele strukturelle Übereinstimmungen aufweist.

  • Die Effektivität, besonders in der Schmerzbehandlung, ist sofort nachprüfbar; wie andere Mikroakupunktursysteme kann sie sekundenschnell wirken.
  • Es kann mit verschiedenen Stimuli therapiert werden. Hauptsächlich wird mit monochromatischem Farblicht gearbeitet. Alternativ mit Nadel, Spritze, Akupressur, Magnetenergie, etc.
  • Störfelder können detektiert und therapiert werden.
  • Sie wirkt ganzheitlich und ist für Patienten und Behandler risikolos, sofern sie ordnungsgemäß durchgeführt wird.

Beispiel

Mit der NPSO wird nicht lokal am Ort des Schmerzes behandelt, sondern von diesem entfernt. Zum Beispiel werden ein Kopfschmerz vom Knie und ein Kreuzschmerz von der Ferse aus behandelt. Warum? Auch in der Akupunktur liegen die zu hauptsächlich behandelnden Punkte nicht immer am Ort des Schmerzes, weil der Körper Signale auch in die Ferne weiterleitet, besonders in so genannte Reflexzonen. Am bekanntesten sind wohl die Fußreflexzonen, wo sich der gesamte Körper auf die Füße projiziert. Diese Reflexzonen stehen über energetische Linien mit den Bezugsorganen in Verbindung. Solche Linien sind seit Jahrtausenden bekannt, in der chinesischen Medizin beispielsweise als Meridiane der Akupunktur, oder im indischen Ayurveda sind es die sog. Nadis.
In der modernen Medizin lassen sich die Übertragungsmechanismen über Nervenbahnen erklären.

Ursprung und Geschichte

Die NPSO entwickelte sich aus einem diagnostischen und einem therapeutischen Verfahren, die sich gut miteinander ergänzen ließen.
Als passionierter Neuraltherapeut und Vegatester (Ein Elektroakupunkturverfahren nach Voll, das nur einen Punkt austestet. Anmerk. d. Red.) war Siener bei seinen Patienten immer auf der Suche nach Störfeldern. (Neuraltherapie nach Huneke, H. postulierte die Existenz so genannter „Störfelder"; dabei soll es sich um chronische Entzündungszustände handeln, die den Gesamtorganismus „energetisch" schwächen und Beschwerden in anderen Bereichen des Körpers hervorrufen können. http://de.wikipedia.org/wiki/Neuraltherapie). Dabei ging er gezielt punktuell vor, indem er ein Hautwiderstandmessgerät einsetzte. Bei der Entstörung von Narben unterspritzte Siener nicht mehr die gesamte Narbe mit Procain, sondern nur die Punkte mit dem höchsten Messwert (niedrigster Hautwiderstand). Ebenso bei Störfeldern in Form von Frakturen, Verletzungen, Subluxationen etc. suchte er auch die Umgebung nach Punkten mit erniedrigtem Hautwiderstand ab. Dabei ist bekannt, dass Akupunkturpunkte und Punkte oder Flächen von Störfeldern einen anderen Hautwiderstand als die übrige Haut aufweisen. Und die Punkte zeigen sich auch nur dann messbar, wenn eine Indikation vorliegt. Außerdem zeigen sich die Punkte deutlich druckschmerzempfindlich.

Procain

Zu Beginn der Entwicklung der NPSO setzte Siener den therapeutischen Reiz mit Procain (lokal wirkendes Schmerzmittel, das bei dieser Therapie jedoch nicht als solches eingesetzt wird – es wird nur ein Tropfen verwendet; Anmerk. d. Red.;) indem er die gefundenen Punkte anspritzte. Siener erkannte später, dass auch geringere Reize ausreichten, um eine Wirkung zu erzielen. Heute wird hauptsächlich mit monochromatischem Licht behandelt.

Lokalisation

Abb. 2
Abb. 2
Abb. 3
Abb. 3
Abb. 4
Abb. 4

Bei seinen Arbeiten machte R. Siener eine interessante Entdeckung, die später als das „Siener´sche Somatotop" bekannt wurde . Abb. 2 veranschaulicht die große Ähnlichkeit der physiologischen Krümmung der Wirbelsäule mit dem rückwärtigen muskulären Verlauf des Unterschenkels.

Es ist eindrucksvoll zu sehen, wie der Körper sich im Kleinen in ähnlichen Strukturen repräsentiert, gemäß dem Grundsatz des pars pro toto (der Teil steht für das Ganze).

Kennzeichnend für ein solches Somatotop ist, dass sich der Organismus auf eine bestehende Struktur übertragen lässt und von diesem Somatotop aus reflektorisch therapiert werden kann.
 
Ausgehend von der Wirbelsäule in der rückseitigen Mittellinie des Unterschenkels repräsentiert sich zwischen

  • Kniekehle und Ferse der gesamte Rumpf. D.h. die HWS bis zum Steißbein (das bedeutet, hier werden alle Rückenschmerzen behandelt) und dementsprechend proportional zur Wirbelsäule auch
  • die inneren Organe.
  • Im Bereich der Fußknöchel finden wir das Becken und die Beckenorgane entsprechend den Bereichen repräsentiert wie in der Fußreflexzonentherapie.
  • Das Knie bildet das Somatotop für den Gesichtsschädel. Rückwärtig, oberhalb der Kniekehle, sind dementsprechend das Hinterhaupt und die obere HWS zu finden. (Abb. 4)

Weitere Projektionen ergeben sich aus der Weiterleitung der energetischen Linien. Ein Schulterschmerz wird beispielsweise am Handgelenk behandelt. D.h. die Schultergelenke projizieren sich auf die Handgelenke, die Ellenbogengelenke auf den Ringfinger. 

Maximale Energetische Punkte (MEPs)

Abb. 5
Abb. 5
Abb. 6
Abb. 6

und die Energetische Linie

Die Maximal Energetischen Punkte (MEPs) stellen den zentralen Fokus in der NPSO Behandlung dar. Werden sie exakt gefunden und stimuliert, so kommt es in der Regel zur sofortigen Schmerzlinderung oder Entspannung im zu behandelnden Schmerzareal.

  • In jedem Schmerzareal lassen sich ein oder mehrere maximale Schmerzpunkte ertasten, die (SZ).
  • Das Schmerzareal überträgt sich auf das Projektionsareal und dort findet man entsprechend der Schmerzzentren die MEPs. Von dort aus wird behandelt und ein therapeutischer Reflex ausgelöst. So wird der ganze Körper in die Therapie mit einbezogen, was die NPSO zu einer ganzheitlichen energetischen Reflexzonentherapie macht.

Sind die Punkte aktiv, zeigen sie folgende Eigenschaften:

  • Sie sind mit etwas Fingerspitzengefühl tastbar und zeigen sich z.B. als Myogelosen (muskuläre Verhärtungen), kristalline Ablagerungen oder auch als minimale knöcherne Ausbuchtungen. Im Bereich der Sehnen tastet man Verhärtungen oder auch kleine Knötchen. Oft findet man im Bereich der MEPs ähnliche Gewebszustände (Verquellungen, Verhärtungen, Ausbuchtungen, etc.) wie im eigentlichen Schmerzzentrum bzw. der organischen Störzone.
  • Die Punkte sind druckschmerzhaft und äußern sich meist als spitzer Schmerz (vom Patienten oft als ein Gefühl wahrgenommen, als ob man mit einer Nadel pieksen würde). Der Therapeut kann die Punkte mittels Drucktaster oder Hautwiderstandsmessgerät genau ermitteln.
  • Die MEPs zeigen einen verminderten Hautwiderstand, was sich vor allem für die Therapiekontrolle als sehr nützlich erweist. Dies ist für den Erfolg einer NPSO - Behandlung von großer Bedeutung.

Der Heilimpuls, der bei Behandlung vom MEP ausgeht, wird über eine Verbindungslinie, die Energetische Linie, zum behandelnden Schmerzareal übertragen. Diese Linien sind über den ganzen Körper verteilt, so dass überall aktive MEPs gefunden werden können (Abb. 6).

Wirkungsweise

Der Verlauf einer NPSO - Behandlung lässt sich am besten am Beispiel eines Schmerzpatienten zeigen. Wichtig ist es zuerst, das Schmerzareal genau auf Druckdolenz (Schmerz auf Druck) , bestehende Bewegungseinschränkungen und Entzündungszeichen zu untersuchen. Vom eigentlichen Schmerzareal geht man entlang der energetischen Linie (EL) zum Projektionsareal. Geht der Schmerz vom Gelenk aus, wird man auch in der Ferne in Gelenknähe therapierelevante Punkte finden. Muskelschmerzen projizieren sich auch in der Ferne auf die Muskulatur, Sehnen auf Sehnen, Knochen auf Knochen.
Bestehen nun beispielsweise Schmerzen im Rückenbereich werden sich korrespondierende Anteile dazu an der Wade finden lassen. Dann sucht der Therapeut die Maximalpunkte auf und diese werden dann behandelt. Diese Punkte sind zum einen druckschmerzhaft und zum anderen messbar mit einem Hautwiderstandsmessgerät. Es wird also fern vom Schmerz behandelt und die Verbindung läuft immer über eine vertikale Linie, ähnlich wie in der Akupunktur.
Wir können von jedem beliebigen Schmerzpunkt im Körper ein "Senkblei anlegen", in der Ferne einen oder mehrere dazugehörende MEPs finden und so das Schmerzgeschehen von dort aus beeinflussen (siehe oben). Wird der MEP stimuliert, löst dies einen über die Haut ausgelösten Reflex aus, der über die energetische Linie zum dazugehörigen Schmerzzentrum zieht. Alle Punkte, die deckungsgleich auf der energetischen Linie zwischen MEP und SZ liegen, werden gleichzeitig therapeutisch mit erreicht.

Behandlungsmethode

Sind die MEPs mittels eines Hautwiderstandsmessgerätes millimetergenau gefunden, können sie

  • mit 1%igem Procain (einem Zehntel-Milliliter pro Punkt),
  • monochromatischem, kalten Rotlicht (ca. 20 Sek. pro Punkt),
  • Laser,
  • Akupunkturnadel,
  • Elektrostimulation,
  • Akupressur oder sonstiger Stimulation therapiert werden.

Wirkung und Erfolg sollten am Patienten sofort nachvollziehbar sein. In der Regel ist der Schmerz sofort gelöscht oder gelindert. Wichtig ist, dass alle MEPs, die mit diesem Geschehen zu tun haben, behandelt und gelöscht werden. Mit etwas Fingerspitzengefühl und Übung ist es möglich, die Unterschiede im Gewebe zu ertasten. Dies ist wichtig, um die Areale besser eingrenzen zu können. Der Körper projiziert immer eine ähnliche Gewebeveränderung auch in die Ferne.

  • Die Therapiedauer beträgt je nach Behandlung 5-20 Minuten.
  • Die NPSO - Behandlung wirkt in der Regel noch zwei bis drei Tage nach.

In dieser Zeit kommt es meist zu einer weiteren Besserung, manchmal auch zu einer kurzzeitigen Verschlimmerung der Symptomatik (Erstverschlimmerung; s.auch Homöopathie)
Darauf sollte der Patient hingewiesen werden.

Spezialität: Myogelosen tasten

Zum Beispiel wird eine Myogelose (Muskelverhärtung) am Rücken ertastet und markiert, um später eine Veränderung nachzuprüfen. Dann wird im Somatotop am Unterschenkel im vermuteten Projektionsareal getastet und eine ähnliche kleinere Gelose gefunden. Von dort aus wird therapiert und der Erfolg an der markierten Myogelose überprüft. Wenn die richtigen MEPs gefunden wurden, ist die Gelose sofort weicher, schmerzunempfindlicher oder sogar ganz verschwunden. Reicht der Reiz mit dem monochromatischen Licht nicht aus, kann der MEP angespritzt oder mit einer Akupunkturnadel stimuliert werden.

Dauer der Schmerzfreiheit

Die Dauer der Beschwerdefreiheit nach der ersten Behandlung ist sehr unterschiedlich. In einigen Fällen ist der Schmerz sofort weg - und bleibt weg, in anderen Fällen ist der Erfolg nur von kurzer Dauer. Es wird bei erneutem Auftreten der Schmerzen wieder behandelt, dabei werden die schmerzfreien Intervalle immer länger. Von einem Sekundenphänomen spricht man, wenn eine Beschwerdefreiheit von mindestens 20 Stunden besteht. Mit der NPSO wird diese Zeitspanne sehr häufig erreicht.

Licht

Heute wird hauptsächlich mit monochromatischem (rein einfarbig rot) Kaltlicht behandelt, was natürlich angenehmer ist und keine Nebenwirkungen hat. Das Licht ist ein guter Impulsgeber und Informationsträger. In der Mitte der Messsonde tritt das Licht aus, das es natürlich auch in verschiedenen Farben gibt. Die Bestrahlungsdauer beträgt 10-20 Sekunden. Das Licht wird genau auf den schmerzhaften Punkt gerichtet und dieser Impuls bewirkt eine Reaktion auf verschiedenen Ebenen (muskulär/nerval), die zur Muskelentspannung, Schmerzlinderung oder zu sofortiger Schmerzfreiheit führen soll. Siener arbeitete zum Schluss fast nur mit dem für seine Therapie weiterentwickelten Monoluxgerät (messen und therapieren gleichzeitig).

Hauptanwendungsgebiete

Abb. 7
Abb. 7
Abb. 8
Abb. 8

Die NPSO wird primär bei Schmerzen im Bewegungsapparat

  • Lumbago (Hexenschuß), Ischialgien (Reizung d. nervus ischiadicus), Halswirbelsäulensyndrom, Periarthritis (Gelenkgewebeentzündung), humero-scapularis (Schulter-Arm_Syndrom), Epikondylitis (sog. Tennisellenbogen), Tendopathien (deg. Veränderungen an Sehnenursprüngen und –ansätzen), Arthrose- und Arthritisschmerzen, Coxarthrosen (Hüftgelenksarthrosen), Statikverschiebungen und Sportverletzungen. Auch lassen sich
  • Diskusprotusionen oder -prolaps (Bandscheibenvorwölbungen und –vorfälle) gut beeinflussen, so dass in manchen Fällen eine Hüft- oder Bandscheibenoperation überflüssig werden kann.
  • Durch Behandlung der Füße kann die gesamte Statik neu aufgebaut, Hohl- und Sichelfüße beseitigt werden. Auch das Karpaltunnelsyndrom (durch Kompression eines Handnerves hervorgerufene Daumenballenatrophie mit Sensibilitätsstörungen) und der Fersensporn sind gut therapierbar.

Im Organbereich lassen sich vor allem entzündliche, schmerzhafte und krampfartige Prozesse positiv beeinflussen. Z.B.

  • Krankheitsbilder wie Cystitis (Blasenentzündung), Gastritis (Magenschleimhautentzündung), unklare Ober- und Unterbauchbeschwerden, Eierstockzysten, funktionelle Störungen der Gallenwege, chronische Blinddarmreizungen, Bronchitis und Asthma.
  • Der gesamte HNO- und Kopfbereich bietet außerordentlich gute Therapiemöglichkeiten. Symptome wie Kopfschmerzen, Migräne, Trigeminusneuralgie (Gesichtsnerventzündung), Zahnschmerzen, Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung), Rhinitis (Schnupfen), Otitis (Ohrenentzündung), Sehstörungen und Geschmacksverlust können erfolgreich behandelt werden.
  • Die Augenareale der NPSO sind Bestandteil der „Augenakupunktur nach Boel."

Ferner wirkt die NPSO hormonell regulativ,

  • z. B. bei Schilddrüsendysbalancen und kalten Knoten, Prostataadenom(Vergrößerung d. Vorsteherdrüse) und klimakterische Beschwerden. Die Patienten fühlen sich nach der Behandlung oft entspannt und erholt.
  • Lymphstauungen sind gut therapierbar. Grundsätzlich sollte man bei jeder Sitzung die Lymphareale mit berücksichtigen. Es ist wichtig, den Körper zu unterstützen, die angefallenen Schlackenstoffe auszuschleusen und auszuleiten.

Das Trigonum (Dreieck)

Eine ganz besondere Therapiemöglichkeit bietet sich durch das Trigonum (zu finden als gleichseitiges Dreieck am medialen Knie) (Abb. 7 und 8), welches das vegetativ-hormonelle Steuerungssystem repräsentiert. Es lassen sich hormonelle, nervale und psychische Wirkungen beobachten, die Schlafstörungen, manche Depressionen, Angstzustände, niedriger Blutdruck, sowie hormonelle Störungen lindern können.

Immer häufiger kommen Patienten in meine Praxis, die durch Medikamente oder Intoxikationen (Allgemeinerkrankungen n. Aufnahme v. Giften) hervorgerufene Blockaden in diesen übergeordneten Steuerungszentren aufweisen. Diese Patienten gelten oft als austherapiert. Hier bietet das Trigonum, neben sonstigen Maßnahmen wie Ausleitung und Entgiftung, einen neuen Therapieansatz.

Fallbeispiele

Ich möchte an dieser Stelle Beispiele anführen, die den typischen Verlauf einer NPSO - Behandlung zeigen.

1. Fall:
55-jähriger Geschäftsmann kommt mit einem akuten Hexenschuss, wie er sagte "die Wand entlang gekrochen", humpelnd und gebückt, in typischer Haltung in meine Praxis. Ich habe ausschließlich mit monochromatischem Rotlicht die entsprechenden Sakral-, LWS- und Hüftbereiche, sowie die Lymphareale behandelt. Nach 20 Minuten stand der Patient vorsichtig wieder auf und wollte seine Schonhaltung wieder einnehmen. Schließlich ging er etwas freier, bis er merkte, dass keine Blockierung mehr vorhanden war. Es blieb nur ein dumpfer Druck im Hüftbereich zurück, der als eine Art Muskelkater nach der Verkrampfung zu deuten war. Er konnte es kaum glauben, als er schmerzfrei und aufrecht gehend die Praxis verließ.
Der akute Hexenschuss spricht meiner Erfahrung nach ausgesprochen gut auf eine NPSO-Behandlung an, so dass man in nahezu allen Fällen mit ein, zwei Behandlungen Beschwerdefreiheit erreichen kann. Schwieriger stellt sich natürlich ein akuter Bandscheibenvorfall dar. Hier muss schon öfter therapiert werden.

2. Fall:
Eine Patientin, 40 Jahre, hat bereits seit acht Jahren, nach ihrer ersten Entbindung, eine immer wiederkehrende Nervenreizung im unteren LWS- Bereich. Seit dieser Zeit klagte die Frau über ständige Schmerzen mit Ausstrahlung in das rechte Becken und Bein. Sie erlebte immer wieder besonders heftige Phasen, war aber keinen Tag ohne Schmerzen.
Röntgenologisch wurde eine Bandscheibenvorwölbung im L(Endenwirbel)4/L5 festgestellt. Ferner litt diese Patientin unter Nacken- und Kopfschmerzen. Die konservative Therapie blieb erfolglos.
Ich verordnete ihr ein homöopathisches Komplexmittel und behandelte mit monochromatischem Rotlicht die gesamte Wirbelsäule am Bein, sowie die Becken- und Lymphareale. Nach der ersten und zweiten Behandlung war sie jeweils eine Woche schmerzfrei, nach der dritten war sie ganz ohne Schmerzen und blieb es auch. Die Therapiedauer betrug jeweils 20 - 30 Minuten.

3. Fall:
40-jährige Patientin kam mit komplettem Geruchs- und Geschmacksverlust, der nach einem hartnäckigen Infekt zurückgeblieben war, zu mir. Nachdem ich ihr, wie sie sagte "am Knie rumgefummelt hatte", berichtete sie schon bei der nächsten Behandlung, sie hätte endlich wieder Spargel gerochen und geschmeckt. Ich war selbst etwas überrascht. Behandelt wurden die Areale der Nasenwurzel, der Nebenhöhlen und des Schlundes, sowie die Lymphe. Ab der zweiten Sitzung bekam sie zusätzlich noch eine Nasenreflexmassage. Die Patientin berichtete immer neue Geruchs- und Geschmackserlebnisse. Diese Sinneswahrnehmungen konnten aber nicht völlig wiederhergestellt werden.

4. Fall:
45-jährige Patientin litt seit einem halben Jahr unter ständigem Husten, Niesen und Kratzen im Hals. Erstmalig traten diese Symptome nach einer durchgemachten Lungenentzündung mit Mandelentzündung auf. Nach der ersten NPSO-Behandlung, Eigenblut und Nasenreflexmassage trat der Husten nur noch nachts auf. Ich behandelte die NPSO-Areale der Luftröhre, Mandeln, Nase, Nieren und Lymphe. Die Behandlung wurde insgesamt bis zur völligen Stabilisierung fünfmal durchgeführt.

5. Fall:
Patientin, 52 Jahre, Bandscheibenvorfall L4/L5, Operation wurde dringend in Betracht gezogen und ein Termin anberaumt. Die Frau kam nahezu bewegungsunfähig mit stärksten Schmerzen in meine Praxis. Nach der ersten Behandlung konnte sie wieder laufen und der Schmerz war auf 20% reduziert. Dieser Zustand hielt aber nur einen Tag an, so dass nach zwei Tagen wieder therapiert wurde. Diesmal war sie nun schon mehrere Tage nahezu schmerzfrei und die auftretenden Schmerzen waren erträglich. In den folgenden drei Behandlungen wurde ihr Zustand immer besser, die schmerzfreien Intervalle immer länger. Nach fünf Behandlungen war die Frau vollkommen genesen, von einer Operation konnte abgesehen werden.
Behandelt wurden die Areale der LWS, des Beckens und der Lymphe. Die MEPs, die nicht mit Licht gelöscht werden konnten, wurden mit Procain angespritzt.

Grenzen und Möglichkeiten

Die hier angeführten Therapiebeispiele zeigen typische Fälle, wie sie in der Praxis immer wieder erlebt werden. Ich setze mittlerweile die NPSO bei fast jeder Indikation mit ein, dabei sind Überraschungseffekte häufiger als Enttäuschungen - die es natürlich auch gibt, wie bei jeder Therapie.
Wichtig ist, dass alle zum Geschehen gehörenden Areale behandelt werden. Wird ein Areal nicht bedacht, fällt der Erfolg entsprechend geringer aus. Es muss immer in kausalen Zusammenhängen gedacht werden. So kann es z.B. passieren, dass ein Magenschmerz sich nicht bessert, weil gleichzeitig eine Blockierung im Brustwirbelsäulensegment besteht und nicht bedacht wurde.

  • Die NPSO als Monotherapie vermag in vielen Fällen zur Erleichterung oder Schmerzfreiheit führen, besonders bei akuten, entzündlichen Geschehen, deren Ursachen bekannt sind und wo die Eigenregulation des Körpers intakt ist.

In Fällen, wo andere Therapien schon versagt haben, konnte durch Einsatz der NPSO ein Erfolg erzielt werden. Ein Versuch lohnt sich meiner Meinung nach immer!
Bei vielen chronisch kranken Patienten zeigt sich oft eine so vielschichtige Problematik, da häufig energetische und regulatorische Blockaden bestehen. Diese Patienten sprechen nur schwer auf energetische Reize an. Hier sind wir als Therapeuten mit unserem diagnostischen und therapeutischen Können gefragt, um die dem Patienten innewohnenden regulativen Kräfte zu aktivieren. Lösen wir die Blockierung der energetischen Linien durch Ausleitungen und Entgiftungen wird der Patient wieder für energetische Reize zugänglich sein.
Solche Therapieblockaden können u.a. sein:

  • starke allopathische Schmerz- und Rheumamittel, Psychopharmaka, Hormonpräparate, Viren, Bakterien, Pilze, Geopathie, Schwermetallbelastungen oder therapieresistente Störherde. Ebenso können tiefer liegende emotionale Traumen, durch die der Patient am Schmerz festhält, die Therapie erschweren.

Rudolf Siener testete grundsätzlich vor jeder Behandlung den Patienten auf eventuelle Störfelder und Blockaden mittels Vegatest aus und leitete eine Entgiftung bzw. Ausleitung ein. Erst dann fing er mit der eigentlichen NPSO an. Ob nun mit Nosoden, Isopathie, Bioresonanz oder sonstigen Mitteln gearbeitet wird, sei jedem Behandler selbst überlassen. Ich denke, eine Ausleitungs- und Entgiftungstherapie gehört zu jeder naturheilkundlichen Behandlung.
Durch das System der NPSO ist eine neue Somatotopie gefunden worden, mit der wir reflektorisch den ganzen Körper erreichen können. Es zeigen sich am Körper viele solche Reflexzonen, sei es am Ohr, am Fuß, am Kopf, an der Hand oder an sonstigen Projektionsorten, aber überall finden wir das Körperganze im Kleinen abgebildet. Alle diese Systeme kommunizieren untereinander und beeinflussen sich gegenseitig, d.h. sie sind untereinander kombinierbar und ergänzen sich.

Ausblick

Inzwischen ist es mit dem neuen Monoluxgerät möglich zu testen, bzw. zu untersuchen. Man kann also mit Licht, Farbe, Frequenzen oder Magnettherapie therapieren, sowie die Prinzipien der Bioresonanz anwenden.
Für mich bleibt die Entwicklung der NPSO auch wegen des internationalen Arbeits- und Forschungskreises weiterhin lebendig. Durch ständig neu hinzukommende Erfahrungen der Behandler wächst die Indikationsbreite dieser Therapie immer weiter. Durch geringe Reize kann also ein hohes Maß an Effektivität erzielt werden, was für Behandler und Patient gleichermaßen befriedigend ist.

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