Homöopathie auf Reisen

Mit Homöopathie auf Reisen

Die wichtigsten Arzneien für den Urlaub. Leicht fällt der ersehnte Sommerurlaub trotz – oder vielleicht auch wegen – des heißen Sonnenwetters ins Wasser. Nach und nach erkrankt ein Familienmitglied nach dem anderen, ungewohnte Ernährung schlägt auf den Magen und die Sonne bräunt die Haut nicht nur, sondern verbrennt sie schneller als man denkt. 

Mit Homöopathie auf Reisen - Die wichtigsten Arzneien für den Urlaub

Reiseapotheke, Quelle: DZVhÄ
Reiseapotheke, Quelle: DZVhÄ

Leicht fällt der ersehnte Sommerurlaub trotz – oder vielleicht auch wegen – des heißen Sonnenwetters ins Wasser. Nach und nach erkrankt ein Familienmitglied nach dem anderen, ungewohnte Ernährung schlägt auf den Magen und die Sonne bräunt die Haut nicht nur, sondern verbrennt sie schneller als man denkt. Leichtere akute Erkrankungen können mithilfe homöopathischer Arzneien gut selbst behandelt werden. Der Erfolg der Heilung hängt aber von der Wahl des passenden Mittels ab. Werden die einzelnen Symptome nicht zu einem Ganzen zusammengesetzt, die Regel „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt” nicht beachtet, kann die Homöopathie nicht helfen. Auf jeden Fall sollten eine homöopathische Haus- apotheke und ein entsprechender Ratgeber (siehe Buch-Tipp) mit auf die Reise gehen. Die homöopathischen Arzneimittel für die häufigsten Urlaubserkrankungen stellen wir Ihnen hier vor.

Reisekrankheit

Cocculus, ein Kürbisgewächs, empfiehlt sich, wenn es einem beim Autofahren schlecht wird und auffällig viel Speichel produziert wird. Es ist auch das Mittel der Wahl bei Fernreisen, wenn man wegen der Zeitverschiebung an Schlafstörungen leidet. Petroleum, Steinöl, wird gegeben, wenn die Übelkeit im heißen Auto vor allem in Kurven auftritt, frische Luft und Essen aber bessern. Tabacum, Tabak, hilft denen, die an Seekrankheit mit Übelkeit und Erbrechen leiden, mit Kältegefühl und Verlangen nach frischer Luft.

Bindehautentzündung

Leicht entzünden sich die Augen, wenn sie etwa während der Fahrt Zugluft abbekommen haben oder am Strand einer steifen Brise ausgesetzt waren. Diese Mittel kommen für eine Behandlung infrage: Aconitum, blauer Sturmhut, wenn die Bindehautentzündung plötzlich aufgetreten ist und durch kalten Wind verursacht wurde. Arsenicum album, weißes Arsenik, wenn die Entzündung mit brennenden Schmerzen einhergeht, die durch Wärme erträglicher werden. Hepar sulfuris, Kalkschwefelleber, ist das Mittel der Wahl, wenn die Bindehautentzündung zu eitern beginnt. Ist dies der Fall, sollte ein Arzt die Behandlung weiterführen. Nux vomica, Brechnuss, hilft, wenn die Augenbeschwerden während eines Schnupfens, der im Freien besser wird, auftreten.

Magen-Darm-Erkrankung

Auch im Urlaub kann einem so manches auf den Magen schlagen: Zu viel oder ungewohntes Essen, Alkohol in ungesunden Mengen oder eine Magenverstimmung durch Hitze und der Magen möchte sich während der Reise umdrehen. Die Homöopathie hat auch bei Magen-Darm-Erkrankungen Antworten, wenn die Fragen präzise gestellt sind.

Durchfall

Arsenicum album, weißes Arsenik, hilft dann, wenn der Durchfall durch ungewohnte oder verdorbene Nahrung ausgelöst wurde. Aber es müssen noch weitere Indizien hinzukommen, wenn Arsenicum das Mittel der Wahl ist: Übelkeit, brennende Schmerzen und Unruhe, häufig Frostigkeit. Typischerweise beginnt der Durchfall kurz nach Mitternacht. Bryonia, Zaunrübe, kommt zum Einsatz, wenn der Durchfall durch kalte Getränke bei heißem Wetter ausgelöst wurde. Weitere Anhaltspunkte sind, wenn er morgens nach dem Aufstehen beginnt und der Bauch berührungsempfindlich ist. Chamomilla, echte Kamille, hilft, wenn dem Patienten gar nichts recht zu machen ist und er in ärgerlicher Stimmung ist. Der Geruch des Stuhls erinnert an faule Eier.

Magenverstimmung

Arsenicum album, weißes Arsenik, hilft, wenn Übelkeit und Erbrechen nach dem Essen von verdorbenem Fleisch oder nicht mehr frischem Fisch auftreten. Nux vomica, Brechnuss, ist gefragt, wenn zu viel Alkohol getrunken oder eine Mahlzeit zu üppig ausgefallen ist. Pulsatilla, Kuhschelle, hingegen räumt den Magen nach zu fettem Essen oder zu viel Eiscreme auf.

Erbrechen

Arsenicum album, weißes Arsenik, kann auch bei dieser Variante der Magen-Darm-Erkrankungen erfolgreich sein. Typisch ist, dass das sich Übergeben kurz vor Mitternacht beginnt und mit großem Durst verbunden ist, jedoch bleibt das getrunkene Wasser nicht lange im Magen. Phosphor, gelber Phosphor, heißt das Mittel, wenn trotz des Brechens eine fast ungetrübte Stimmung herrscht und das kalte Wasser, nach dem der Kranke verlangt, nach etwa fünf Minuten wieder erbrochen wird.

Wenn die Sonne krank macht

Der Schutz der Haut vor krankmachenden UV-Strahlen ist ein Muss. Vor allem Kinder und ältere Menschen sollten möglichst nie ohne T-Shirt und Sonnenhut in der Sonne sein. Die Haut wird außerdem mit einer Sonnenschutzcreme geschützt. Trotz aller Vorsicht kann es immer wieder zu verschiedenen, von einem Zuviel an Sonne ausgelösten Erkrankungen kommen.

Homöopathie bei Sonnenbrand

Belladonna, Tollkirsche, sollte dann genommen werden, wenn die Haut plötzlich krebsrot ist und brennt. Typisch ist auch, dass es den Sonnenbrand-Geschädigten fröstelt, aber der Kontakt mit einer Decke schon schmerzhaft ist. Cantharis, Spanische Fliege, kommt dann zum Einsatz, wenn der Sonnenbrand schon weiter fortgeschritten ist und sich Brandbläschen auf der Haut bilden. Cantharis ist überhaupt ein Verbrennungsmittel.

Sonnenstich

Bei Verdacht auf Sonnenstich heißt es zuerst: Raus aus der Sonne und Beine hoch lagern. Belladonna, Tollkirsche, wird helfen, wenn folgende Symptome auftreten: sehr plötzlicher Beginn, knallroter Kopf, weite Pupillen, pochende Kopfschmerzen. Bryonia, Zaunrübe, hingegen ist typisch bei stechenden Schmerzen und Reizbarkeit. Pulsatilla, Kuhschelle, muss gegeben werden, wenn der Betroffene ein starkes Bedürfnis nach Zuspruch und Gesellschaft hat und überhaupt kein Durst besteht.

Insektenstiche

Apisinum, Bienengift. Am Stich der Biene lässt sich das Ähnlichkeitsprinzip der Homöopathie gut erklären: Beim Stich schreit man auf, es schmerzt stechend, die nachfolgende Schwellung ist blass rosa, nur über einem Knochen hart, Berührung ist kaum zu ertragen und Kühlen hilft. Wenn ein Stich – egal von welchem Insekt – diese Charakteristika hat, hilft potenziertes Bienengift, Apisinum. Belladonna, Tollkirsche, hilft, wenn der Stich eine hochrote harte, pochende Schwellung verursacht hat.

DZVhÄ-Tipp und Buchtipp

DZVhÄ-Tipp:

Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) empfiehlt bei der Selbstbehandlung für alle homöopathischen Medikamente die Potenz C12, wenn nicht vorrätig: D12 oder D6. 2-3 Globuli sind eine Gabe. Bei Bedarf bis zu viermal am Tag zu wiederholen. Die Wirkung jeder Gabe muss abgewartet werden. Die Globuli im Mund zergehen lassen. 15 Minuten vor und 15 Minuten nach der Gabe möglichst nichts essen und trinken. Homöopathische Arzneimittel gibt es nur in Apotheken.

Buchtipp:

Die homöopathische Hausapotheke, Gerhard Bleul, Patrick Kreisberger, Ulf Riker, erschienen beim Deutschen Zentralverein homöopathischer Ärzte e.V. (DZVhÄ).

ISBN 978-3-939749-03-5, 193 Seiten. Das Buch passt in jedes Urlaubsgepäck. Telefonisch zu bestellen beim DZVhÄ: 0228 / 24 25 33 2 oder per Fax: 0228/ 24 25 331

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Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte
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