Heileurythmie

Heileurythmie

Die Heileurythmie ist eine Bewegungstherapie der anthroposophischen Medizin, die ganzheitlich wirkt. D.h., sie wirkt so auf den Menschen, dass er sich in seinem Leib, in seinem sozialen Umraum und in seiner Gebärde ausdrücken kann.

Heileurythmie

Heileurythmie

Durch die Heileurythmie bringen wir die Gesetzmäßigkeiten, die gleichermaßen im Kosmos als auch im Menschen vorhanden sind, in Einklang und stärken so die eigenen Lebens- und Selbstheilungskräfte.

Die Sprache des Menschen ist ein Ausdruck seines Ich. In der Eurythmie sprechen wir in einer Gebärdensprache - Eurythmie ist sichtbare Sprache und sichtbarer Gesang -, das heißt, wir drücken durch unsere Gliedmaßen das aus, was in uns als Ich-Tätigkeit lebt.

Bei Krankheiten liegt eine Störung dieser oben genannten Gesetzmäßigkeiten vor, oder auch eine Störung in der Ausdrucksmöglichkeit.

Durch den Arzt bekommt der Heileurythmist den Auftrag, hier helfend einzugreifen, um wieder die richtige Harmonie, so gut es geht, herzustellen.
Die Zusammenarbeit zwischen Arzt und Therapeut ist das wichtigste Element, neben dem Vertrauen zwischen Therapeut und Patient.

Kommentare

heinz brettschneider, 31.10.2008, 14:47

da mir der beitrag gefällt, hätte ich eine ergänzung beizutragen:
Heileurythmie ist das bedeutendste unter den übenden Verfahren der anthroposophischen Medizin. In gewisser Weise ist sie sogar deren Herzstück. In der Heileurythmie führt der Patient unter Anleitung eines Heileurythmisten und Arztes Bewegungen aus, deren Impulse beim Sprechen normalerweise unbewusst bleiben, weil sie im Verlauf des Spracherwerbes gewohnheitsmäßig in Nerventätigkeit umgesetzt werden. Eine ahnungsweise Anschauung vom Umkreis des Willenslebens des Menschen, das unbewusst dem Sprechen zugrunde liegt, hat man in der Bilderwelt des Tierkreises und der Planetenbewegungen. Die gewohnheitsmäßige Umsetzung von Willensimpulsen in Nerventätigkeit wird vom Ätherleib beim Formen und Tönen der Sprachlaute vollzogen und hat zur Folge, dass die Nerventätigkeit insgesamt an Bedeutung gewinnt, dies aber auf Kosten des Willenslebens. Daraus resultiert nicht nur eine seelische Schwächung, sondern auch die Schwächung der Blut- und Kreislauftätigkeit, also eine Schwächung leiblicher Prozesse. Hier liegen die eigentlichen Ursachen der sogenannten „Zivilisationskrankheiten“. Könnte man den Ätherleib hellsichtig betrachten, so würde man den Ätherleib eines durchschnittlichen Griechen des klassischen Altertums als voluminös und homogen, den eines durchschnittlichen heutigen Menschen dagegen als mager und brüchig erkennen. Heileurythmie gibt also dem Menschen die Kräfte zurück, die ihm die Zivilisation entzieht. Insofern wendet sich die Heileurythmie direkt an die heilenden Mächte im Menschen, das heißt an die Wesenheit, die dem physischen Leib seine Lebendigkeit gibt und die abbauenden Prozesse des Astralleibes, also des am häufigsten krankmachenden Wesensgliedes ausgleicht.

Autorin: Ursula Scholz, Anthroposophin

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