Schlafstörung

Schlafstörungen

Schlaf - die bessere Hälfte des Lebens?

Dr. med. Ruediger Dahlke ist bekannt als Arzt und Buch-Autor. Seit 1978 ist er als Psychotherapeut, Fastenarzt und Seminarleiter tätig. Seit 1989 leitet er das Heil-Kunde-Zentrum für Psychotherapie, ganzheitliche Medizin und Beratung in D-84381 Johanniskirchen zusammen mit seiner Frau Margit.
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Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Ruediger Dahlke, aus Gamlitz

Der gute, alte Mittagsschlaf

Neuere Untersuchungen aus den USA belegen, dass nur schon ein kleiner Mittagsschlaf von einer knappen halben Stunde den ganzen Nachmittag retten kann. Wir haben eine Leistungskurve, die morgens ansteigt und zum Mittag hin abfällt. Am Nachmittag kommt dann - ohne Mittagsnickerchen - leider nicht mehr viel nach. Das Kurvenbild ähnelt dem Höcker eines Dromedars. Wer dagegen seinen Nap (= „Nickerchen" Anmerk. d. Red.), wie das in USA neu entdeckte Mittagsschläfchen neudeutsch heißt, genüsslich hält, verdient sich damit am Nachmittag noch einen zweiten Energieanstieg und damit gleicht seine Energieverlaufskurve einem Kamel wegen dem zweiten Höcker. (Eine moderne Anwendung ist der Power nap; englisch: Kraftnickerchen; bzw. das  Powernapping, das für leistungsfördernden Kurzschlaf in Unternehmen gebraucht wird. Powernapping ist ein kurzer Schlaf, üblicherweise zwischen 15-30 Minuten lang.  www.wikipedia.de/Powernapping 

Tiefe Entspannung

Nun hat natürlich noch nicht jede europäische Firma von diesen Untersuchungen gehört und die wenigsten fangen hierzulande an, Schlafsäle zu bauen, wie es in den USA schon Mode sein soll. Aber da gibt es einen viel versprechenden Ausweg. Denn man kann die Situation sogar noch verbessern, wenn man gar nicht wirklich schläft, sondern „nur" in eine Tiefenentspannung im Sinne einer Trance gleitet. Schon nach 20 Minuten wird man wieder erfrischt und regeneriert auftauchen und hat einen Erfolg versprechenden Nachmittag vor sich, der gerade denjenigen, die sich mittags durchkämpfen müssen, fehlt. Dieses Wunder hat seine Ursache darin, dass die Entspannungszustände, die mit Trance rasch erreicht werden können, in der Regel viel rascher „Alpha-Wellen-Qualität" erreichen. (Alpha-Wellen:….rhythmische Schwankungen der an der Kopfhaut abgeleiteten elektrischen Hirnaktivität mit einer Frequenz von 8 bis 12 pro Sekunde, wobei die individuellen Schwankungen meist unter 1 Hz betragen. Die Alpha-Wellen stellen bei den meisten Personen, die über dem hinteren Teil des Kopfes dominierende Aktivität in entspannter Ruhe und bei geschlossenen Augen dar. Sie können in einem von ruhenden Personen mit geschlossenen Augen angefertigten Elektroencephalogramm (EEG), abgelesen werden. Bei Öffnen der Augen kommt es zum sofortigen Aufhören der Alpha-Aktivität. www.wissenschaft-online 
Diese einfache Möglichkeit dürfte so ziemlich jedem offen stehen, denn man braucht dazu nur eine CD (Vorschläge: siehe Literatur:) einzulegen, einen Kopfhörer aufzusetzen, die Augen zu schließen und schon kann man im selben Bürostuhl, in dem man schon den Vormittag verbracht hat, auf Tiefenentspannungskurs gehen. So hat man, statt den Nachmittag abzusitzen, noch eine ähnlich gute Zeit wie vormittags vor sich und bekommt diese kleine Zeitinvestition sogar nachts vergütet, indem man etwas kürzer schläft. So gesehen haben alle etwas von dieser kleinen Änderung: man selbst, die Firma und das ganze Umfeld, denn ausgeschlafene Menschen sind einfach angenehmer als diesbezüglich unbefriedigte Schlafmützen.

Ressourcen

Wenn nun schon solch eine kleine schlafende Mittagserfrischung solch einen Unterschied macht, mag deutlich werden, welche Energiereserven in einer ganzen langen Nacht liegen. Nur wie kommen wir an sie heran? In meinem Buch „Schlaf – die bessere Hälfte des Lebens" gehe ich diesen Möglichkeiten nach und bin – selbst ein guter und sogar leidenschaftlicher Schläfer – noch auf viele „wunder-volle" Möglichkeiten gestoßen, die Nacht zu einem bleibenden und sogar erhebenden Erlebnis zu machen. 
Tatsächlich kann diese archetypisch weibliche Hälfte des Tages (siehe auch hierzu: archetypische Pole) uns zur besseren Hälfte des Lebens werden, wenn wir nur anfangen, sie entsprechend zu nutzen. Denn eigentlich sind wir beim Schlafen alle Profis und doch vergeben auch diejenigen, die nicht unter Schlafproblemen leiden, sondern angeblich gut schlafen, in der Regel hier noch ungeahnte Chancen. 

Die östlichen Weisheitslehren gehen davon aus, dass eine weit entwickelte Seele die ganze Nacht über bewusst bleibt und während der Körper ruht, zu ihrer eigenen Entwicklung unabhängig vom Körper auf Reisen geht. 

Besonders deutlich wird das beim tibetischen Traum-Yoga, aber auch am Anspruch des hinduistischen Yoga-Schlafes. Auch die Hindus gehen davon aus, dass die Seele eigentlich gar kein nächtliches Abschalten braucht, dass das vielmehr lediglich der Unbewusstheit geschuldet sei. Naturgemäß geht es den Menschen des Ostens ja auch ums Erwachen und weniger ums Einschlafen. 

Dass wir im Westen inzwischen in solchem Ausmaß Einschlafprobleme entwickelt haben, ist Ausdruck unserer verfahrenen Situation und hat wenig damit zu tun, dass wir dem Erwachen im buddhistischen Sinn näher gekommen wären. Wer sich allabendlich mit Schlafmitteln dopt, wird vielmehr in eine chemisch induzierte Bewusstlosigkeit sinken, als Körper und Seele zu regenerieren. Selbst nach moderner schulmedizinischer Auffassung ist von chemischen Schlafmitteln nur eine Verschlechterung der Situation zu erwarten. Insofern kommt ihre Verschreibung schon einem Kunstfehler gleich, ihre dauerhafte Einnahme führt zu Abhängigkeit und einer Verschlechterung der Lebenschancen – nachts, aber auch am Tag. Statt also auf der Seelenebene bewusst durch die Nacht zu gehen, während der Körper sich in den Tiefschlafphasen erholt, sind wir im Gegenteil inzwischen mehrheitlich so weit (herunter) gekommen, dass viele noch nicht einmal mehr die wenigen Traumphasen der Nacht bewusst erleben. Moderne Menschen und hier besonders stressgeplagte Männer erwachen morgens meist ohne einen einzigen Traum vollständig zu erinnern. 

Vom Ziel des spirituellen Weges, dauerhaft für die wirkende Wirklichkeit zu erwachen, entfernen sie sich damit offenbar immer weiter. Die Nacht wird so zu einer Notmaßnahme zum Überleben. Dabei könnte sie eine wundervolle Chance sein, die uns einem bewussten Leben näher bringt – und das auf eine so angenehme und erfrischende Art wie wenig anderes. Wo der Volksmund schon die Ehefrau ebenso mutig wie offensiv als die „bessere Hälfte" einer Beziehung beschreibt, ist die Nacht sicher die bessere Hälfte des Tages. Sie ist für den weiblichen Pol unseres Lebens zuständig, in dem uns – ohne unser bewusstes Dazutun – so viele Möglichkeiten geschenkt werden.

Kinder und Melatonin

Wir wissen heute zum Beispiel aus der Hormonforschung, dass alles Wachstum nur im Schlaf stattfindet bis hin zum Längenwachstum der Kinder. Das hat damit zu tun, dass nur im Schlaf Wachstumshormon (HGH) ausgeschüttet wird. Das Melatonin, das Hormon der Nacht, dem eine Schlüsselrolle im ganzen endokrinologischen System zukommt, kontrolliert offenbar die Ausschüttung von HGH wie auch übrigens die der Geschlechtshormone. Das heißt aber nichts anderes, als dass wir hier in der Nacht die Basis für unser Tagesleben legen. Wird der Schlaf der Nacht etwa geschädigt durch Elektrosmog oder auch nur zuviel Licht im Schlafzimmer, kann sich nicht ausreichend Melatonin bilden. Dadurch aber wird auch das Wachstum auf den verschiedensten Ebenen behindert, denn es kann eben nur in einer guten hormonell gesteuerten Nacht geschehen. Selbst die Muskeln von Bodybuildern können nur nachts wachsen, auch wenn tagsüber die Impulse im Fitness-Studio gesetzt werden. Wir sollten also immer dafür sorgen, dass unsere Nachtruhe ungestört verläuft. Das beinhaltet, dass der Raum ganz abgedunkelt und der Elektrosmog minimiert ist, aber natürlich auch, dass er gut belüftet und ausgesprochen ruhig ist. Eigentlich müsste das Schlafzimmer der diesbezüglich beste Raum der Wohnung sein, denn nirgendwo sonst verbringen wir mehr und vor allem so wichtige Zeit.
Der entscheidende Grund für die zunehmende Akzeleration  (Entwicklungsbeschleunigung; Anmerk. d. Red.)  der Kinder, die körperlich immer früher in die Pubertät kommen und seelisch immer später erwachsen werden, ist wahrscheinlich, dass sie zuwenig Melatonin bilden können, da sie durch zuviel Elektrosmog belastet werden. Denn eigentlich bremst Melatonin die Ausschüttung der Geschlechtshormone und fördert die Bildung von Wachstumshormonen. Elektrosmog wiederum behindert aber nachweislich die Melatoninausschüttung.
(siehe auch:  www.Risiko-Elektrosmog)
Die modernen Kinder kommen also zu früh unter den ungebremsten Einfluss der Geschlechtshormone, das innere Wachstum kann aber nicht mehr ausreichend stattfinden. Wenn Melatonin in ungenügender Menge vorhanden ist, müsste eigentlich auch das Längenwachstum eingeschränkt sein. Ist es aber nicht. Das wiederum erklärt man sich durch die heutige Ernährung. Viele Kinder sind heutzutage also groß, frühreif, aber seelisch unreif. Natürlich gibt es noch eine Fülle anderer Gründe, wie etwa das Fehlen von Ritualen, die Kinder am seelischen Wachsen und vor allem Reifen hindern.

Gehirn und Schlaf

Inzwischen wissen wir, dass sich auch unser Gedächtnis fast ausschließlich nachts bildet. Lernen, bzw. die längerfristige Verankerung des gelernten Wissens, findet vor allem nachts statt und selbst die geistig-seelische Entwicklung ist scheinbar ein Kind der Nacht. Tags über können wir gerade Mal Wachstumsreize setzen, das Entscheidende aber bleibt der Nacht vorbehalten. Insofern macht es keinen Sinn, die Nacht vor der Prüfung durchzupauken. Entscheidend wären die gute Nachtruhe und ein ebenso erholsamer Schlaf vor jeder Prüfung. Die alte Methode, das Buch unter das Kopfkissen legen, ist also allemal besser, als das Bett vor lauter Strebsamkeit zu meiden. 
Und es kommt leider noch dicker für den Tag und noch besser für die Nacht:
Tagsüber produziert unser Gehirn fast nur elektrische Wellenmuster, die von der Wissenschaft als Beta-Zustände klassifiziert werden. Das Spektrum dieser Wellen reicht von übererregten Wutanfällen bis zu konzentrierter Diskussion. Heute wissen wir, dass im Bereich der Beta-Wellen nur geringe Kreativität möglich ist. Beim Einschlafen oder wenn wir in tiefe Entspannung oder Trance gleiten, wie bei geführten Meditationen, treten wir in den so genannten Alpha-Zustand über, der deutlich mehr kreative Möglichkeiten bietet und uns schon beim Mittagsschlaf beziehungsweise bei der Mittagsentspannung so überaus positiv begegnet ist. 
So richtig kreativ aber wird unser Gehirn dann im Theta-Zustand zunehmender Schlaftiefe, wie die Forschungsergebnisse nun enthüllen. Das sind zum Beispiel auch die Wellenmuster, die man bei vielen der besseren Geistheiler findet. Und alles spricht heute dafür, dass der Schlaf die Zeit ist, in denen der Geist sich tatsächlich in eigener Regie heilt, in der aber auch Zellreparaturen stattfinden und echte Regeneration auf vielen Ebenen geschieht. (Informationen zu Bewusstsein, Gehirnwellen usw.; z.B. Der Theta-Zustand (3 Hz - 8 Hz) steht für Meditation und tiefe Entspannung. Die niedrigste Frequenz findet sich im  Delta-Zustand (0,4 - 3 Hz), der auf verschiedene Bewusstseinszustände wie Tiefschlaf, Trance oder Tiefenhypnose hinweist. Eine Aussage über den Grad der Wachheit ist mit Hilfe eines einzelnen Frequenzwertes nicht möglich; es muss vielmehr die Frequenzverteilungskurve und das Zusammenspiel mehrerer Elektrodenpunkte in Betracht gezogen werden.
(Siehe unter:  wikipedia/Bewusstseinszustand#Gehirnwellen)

Archetypische Pole

Nachdem wir den Schlaf über Jahrhunderte ignoriert haben und ihn dann Jahrzehnte wissenschaftlich eher als ein Abfallprodukt des Tages missverstanden, wird er heutzutage von der Naturwissenschaft zumindest untersucht. Selbst ein so großer Geist wie der DNS-Entdecker und Nobelpreisträger William Crick hielt die Träume der Nacht lange Zeit lediglich für „sinnlose neuronale Entladungen, um das Gehirn von Abfall zu befreien, der tagsüber angefallen sei." Das war insgesamt die typische Einstellung, die wir Jahrhunderte lang gegenüber dem weiblichen Anteil unserer Seele eingenommen haben. Jener Seite unserer Wirklichkeit, die sich nun immer mehr als die bessere Hälfte unseres Lebens erweist. Wenn vielleicht nicht alles Entscheidende, aber doch soviel Wesentliches in der Nacht passiert, stellt sie aber nicht nur die bessere Hälfte des Lebens dar, sie ist auf alle Fälle auch die Zeit, in der wir dem  archetypisch weiblichen Pol unserer Wirklichkeit näher treten – etwa in den Traumreichen der Seelenbilderwelten.
Nach C.G. Jung haben sowohl Frauen einen männlichen, als auch Männer einen weiblichen Seelenanteil. Der Gedanke ist nicht neu, denn auch Goethe formulierte ihn schon in dem berühmten Ausspruch „Zwei Seelen, ach in meiner Brust..." Den weiblichen Seelenanteil nennt Jung Anima, den männlichen Animus. Unser weiblicher Anteil wird in der Archetypenlehre symbolhaft als Mondprinzip dargestellt, welches einen passiven Aspekt beinhaltet. Dem Weiblichen, oder „Mondigen" wird etwa die Seelenbilderwelt der Träume zugeordnet, wie überhaupt alle Seelenbilder. Auch das Gefühl, das sinnliche Empfinden und alles Kindliche gehören hierher. Ebenfalls die Natur, die wir nicht umsonst Mutter Erde nennen, samt ihren eigenen innewohnenden Rhythmen. Das Aufnehmende und Empfangende gehört dazu, genauso wie der Mond das Licht empfängt und widerspiegelt.
Archaischen Menschen war dieser Teil der Wirklichkeit noch so überaus wichtig, dass zum Beispiel das kleine afrikanische Volk der Senoi nur für die Nacht mit ihren Träumen lebte und den Tag lediglich zur Beschaffung der notwendigen Nahrung nutzte. Auch jeder Indianerjunge und jedes Innuitmädchen wären ohne ihre Vision hilflos und könnten ihren Lebensweg nicht finden. 

Lebenswege und Quellen

Unsere jungen Leute finden ihn heute immer seltener, und wir merken es nicht einmal. Es wäre die Welt der inneren Bilder und Träume, die hier einzig helfen könnte. Wir stellen – jedenfalls in Deutschland - entsetzt fest, dass wir in Sachen Bildung immer mehr zurückfallen, ohne überhaupt noch zu bemerken, dass wir auch gar keine Bilder mehr vermitteln und von daher auch keine wirkliche und wirkende Bildung!

Auch wenn uns das Vorgehen der Senoi völlig überzogen erscheinen mag, haben wir die weibliche Seite doch sehr zu unserem Schaden, zu weit aus den Augen verloren. Nicht umsonst lehrt heute ein riesiges Herr an Trainern, Coaches und selbstberufenen Heilern, Manager und Führungskräfte wieder zu träumen und das eigene kreative Potential zu aktivieren. Die besseren versuchen es schon längst, vor allem auch über die kreativitätsfördernden tiefen Entspannungszustände der Seelenbilderwelten, über geführte Meditationen und Visionsreisen mit dem „Verbundenen Atem", mit Energiearbeit und östlichen Methoden. 

Den Schlaf als eine Quelle von Kreativität und Energie neuerlich für uns zu entdecken, stünde an, zumal wir so ziemlich alle Potentiale und Reserven des Tages allmählich ausgeschöpft haben. Der große Vorteil des Schlafes und der Grund, warum ich hier an wirklich echte Chancen glaube, liegt in der Tatsache, dass die Nutzung der Nacht kaum etwas kostet und vor allem nicht einmal Zeit, der heute alle vergeblich nachjagen und die keiner mehr wirklich hat.

Voraussetzungen

Anfangen könnte man bei einfachen materiellen Dingen wie einem anständigen Bett, das diesem Ausdruck gerecht wird, und einer passenden Matratze mit entsprechenden Zudecken. So wäre oft schon einiges zu richten. Ich beobachte häufig bei Menschen, die viele Autos zur Probe fahren, bevor sie sich für eines entscheiden und es dann erst kaufen, dass sie noch immer mit jedem erstbesten, beliebigen „Bett" vorlieb nehmen. Dabei ist eine gute Matratze mehr als die Basis für tiefe Regeneration, sie ist – wenn man die Nacht als die weibliche Hälfte des Tages begreift - auch die physische Grundlage unserer täglichen Psychotherapie.
Ohne die Träume der Nacht werden wir wahnsinnig, wie Experimente im Schlaflabor immer wieder enthüllt haben. Wir erleben spätestens nach fünf traumfreien Tagen mit offenen Augen innere Traumbilder, die sonst niemand sieht. Das aber reicht Psychiatern oft schon aus, um Menschen in eine entsprechende Klinik einzuweisen. Wir brauchen also die nächtliche Traum-Psychotherapie dringend um unsere geistig-seelische Gesundheit zu erhalten. Insofern könnte man das Bett mit seiner Matratze immer auch als eine Art Therapieliege begreifen und dafür wären wir schon wieder bereit, etwas mehr zu investieren.
Aber die Chancen durch das richtige Material beim Schlafen besser zu schlafen, wiegen leichter, als die Atmosphäre in der die nächtliche Regeneration und Therapie stattfindet. Das reicht wiederum von der schon erwähnten Elektrosmogfreiheit über die richtige Lage im Erdmagnetfeld bis hin zur seelischen Stimmung. Die ersten beiden Punkte sind noch mit technischer Hilfe in den Griff zu bekommen, für den letzten aber ist mehr als Feng Shui bieten kann, notwendig. Der einfachste, beste und nicht mal so teure Trick fürs Schlafzimmer besteht darin, einfach vier „fliegende Untertassen" unter die Bettpfosten oder –ecken zu schieben und sich Nächte schwebender Leichtigkeit zu schenken.
Was für Kinder in Gestalt der vier himmelblauen Scheiben von Sleepy schon länger realisiert ist, gibt es jetzt auch für Erwachsene. Diese Möglichkeit, sein Bett im eigenen Herz- und Atemrhythmus zum Schwingen zu bringen, kann die Qualität des Schlafes auf verblüffende Weise verbessern. 
(Schweizer Produkt: vier Scheiben, die unter die Bettfüße geschoben werden, versetzen das Bett durch körpereigenen Bewegungen in Schwingung; Anmerk. d. Red.)
Wer sich die ganze Nacht wiegen lässt, ist sich naturgemäß am Morgen „ausgewogener". Auf diese Weise kann die Nacht zum Genuss und der Schläfer zum Genießer werden.
Ich konnte feststellen, wenn einer dieser Punkte, die den Schlaf verbessern, gut funktioniert und neue Lebensqualität vermittelt, folgen in der Regel bald weitere und die Nacht kann zum Geschenk des Lebens werden.
„Beschwingter Schlaf" kann mit der Zeit auch leichteren Zugang zum bewussten Erleben der Träume verschaffen, was bis zu Erfahrungen luziden Träumens gehen kann. (Ein Klartraum oder auch luzider (von lat. lux „Licht") Traum ist ein Traum, in dem der Träumer sich bewusst ist, dass er träumt. Die Theorie des luziden Träumens geht davon aus, dass dies ebenso erlernbar ist, wie die Fähigkeit, Trauminhalte gemäß eigener Vorstellungen zu steuern.) wikipedia/Klartraum
Diese Träume können den Menschen von Enge und Begrenzungen befreien und in das Reich jenseits von Raum und Zeit entführen.
Und das ist nur eine der vielen traumhaften Möglichkeiten der Nacht, die uns zwar noch nicht zu Yogis und Erleuchteten machen kann, aber doch schon einmal die Weichen in die richtige Richtung stellt. Selbst wenn man mit Schlafproblemen beginnt, ist es nicht nur möglich, mit einfachen natürlichen Mitteln, normal guten Schlaf zu erreichen, sondern man kann – einmal auf dem richtigen Weg – mit entsprechenden Übungen oder auch durch entsprechende CDs die tiefen Schätze der Seelenbilderwelten und sogar der Theta-Wellen-Bereiche nutzen (siehe Lesetipps unten). Dadurch kann man immer weitere Bereiche seines eigenen Potentials ausschöpfen lernen, während man ganz nebenbei seine Schlafstörungen verlieren kann.

Denkanstöße

Auch wer sich vom bewussten Yoga-Schlaf, bei dem die Seele die ganze Nacht über bewusst bleibt und sich vom Körper löst, um unabhängig und frei auf Reisen zu gehen und sich zu entwickeln, weit entfernt sieht, kann über Nacht gesunden und sich weiter entwickeln. Das Beste daran ist, das es nicht einmal Zeit kostet, denn nachts müssen wir ja sowieso schlafen. Warum also nicht diese Zeit für Entwicklung nutzen? Sollten wir das in der einzigen Zeit, in der wir wirklich wachsen können – körperlich und seelisch - nicht auch bewusst tun?

Es gibt so viele erstaunliche Wege, dem Bilderreich und der Bewusstheit auf wundervoll entspannte und genussvolle Art näher zu kommen. Die Zeit kurz vor dem Einschlafen ist überaus wichtig und was wir hier erleben, wird in der Nacht tief verankert. Wir haben die Wahl, womit wir sie anfüllen: mit hektischen Fernsehprogrammen? Oder mit einer geführten Meditation, die uns optimal auf die wichtigste Zeit des Tages vorbereitet – die Nacht?

So könnten wir uns wenigstens schon einmal im Bett ein Paradies schaffen. Das liegt für fast jeden im Bereich des Machbaren. Wir geben praktisch alle für Autos mehr aus, als für ein im wahrsten Sinne des Wortes wunder-volles Bett. Wer hätte je im Auto Befreiung erlangt? Im Bett könnten wir diesem hohen Ziel jeden Tag näher kommen – aber nur in seiner besseren Hälfte.....

Der Autor

Dr. med. Ruediger Dahlke ist bekannt als Arzt und Buch-Autor. Seit 1978 ist er als Psychotherapeut, Fastenarzt und Seminarleiter tätig. Seit 1989 leitet er das Heil-Kunde-Zentrum für Psychotherapie, ganzheitliche Medizin und Beratung in D-84381 Johanniskirchen zusammen mit seiner Frau Margit. Er hält Seminare und Ausbildungen in Psychosomatik (Archetypische Medizin), Atem- und Psychotherapie, Fasten und Bilder-Meditation, Wassertherapie. Man kennt ihn aus Vorträgen und Firmen-Trainings im deutschsprachigen Raum und in Italien. 

siehe auch www.dahlke.at

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