Scharlach

Scharlach

Im Gegensatz zu den Kinderkrankheiten Windpocken, Masern usw. kann man Scharlach mehrmals im Leben bekommen. Behandelt wird es schulmedizinisch mit Antibiotika. Aufgrund zunehmender Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen und dem steigenden Bewusstsein für ihre Nebenwirkungen auf Darm, Abwehr usw. fragen Eltern in der naturheilkundlichen Praxis immer wieder nach Alternativen und Ergänzungen zur Antibiotika-Therapie.

Einführung

Viele Eltern von Kindergartenkindern kennen die Hinweisschilder nur allzu gut: „Wir haben Scharlach!“, „In unserer Einrichtung ist ein Fall von Scharlach aufgetreten!“ oder einfach nur: „Scharlach!“.

Spätestens jetzt fragen sich viele verunsicherte Eltern, was genau hinter Scharlach steckt und was sie tun können.

Dass Scharlach häufig in Kindergärten auftritt ist, ist kein Zufall. Besonders häufig erkranken nämlich Kinder im Alter von 4 bis 7 an Scharlach. Zwar können auch Erwachsene an Scharlach erkranken, doch kommt dies deutlich seltener vor. Deshalb spricht man auch von Scharlach als Kinderkrankheit.

Die meisten Scharlachfälle treten zwischen Oktober und März auf. Insgesamt sind es jedes Jahr gut 50.000 Menschen, die hierzulande an Scharlach erkranken. Das sind etwa 62 Erkrankungsfälle auf 100.000 Einwohner. Damit ist Scharlach weit seltener als die ebenfalls bekannten „normalen“ Halsentzündungen durch Streptokokken. Hier geht man von 1–1,5 Mio. Erkrankungen pro Jahr aus.

Was ist Scharlach?

Scharlach ist eine durch spezielle Bakterien ausgelöste, akute und ansteckende Krankheit. Namensgebend für den Scharlach (Scarlatina) ist die hochrote Zunge („Himbeerzunge“), die bei Scharlach nach wenigen Tagen auftritt (latein. scarlatum = hochrote Farbe).

Wenn Scharlach in Gemeinschaftseinrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Krippen, Hort usw. auftritt, müssen die entsprechenden Einrichtungen dies den Behörden melden. Entsprechend müssen auch Eltern, deren Kinder an Scharlach leiden, umgehend die Einrichtung, in der ihr Kind betreut ist, informieren. Falls Sie den Verdacht haben, dass Ihr Kind Scharlach haben könnte, sollten Sie unbedingt einen möglichst naturheilkundlich orientierten Kinderarzt aufsuchen, der die notwendigen Untersuchungen und Behandlungen einleiten kann.

Symptome bei Scharlach

Die ersten Beschwerden treten 2 bis 7 Tage nach der Ansteckung auf. In dieser Zeit kann sowohl bei Kindern als auch Erwachsenen schlechte Laune auftreten.

Bricht die Krankheit dann aus, kommt Scharlach zu Beginn meist wie eine „normale“ Halsentzündung daher und ist daher gar nicht so einfach zu erkennen.

So beginnt das Krankheitsbild Scharlach

Typischerweise beginnt Scharlach plötzlich mit

  • Fieber um 38 °C, das dann weiter ansteigt
  • starke Halsschmerzen, die bis zu den Ohren ausstrahlen können
  • geschwollene und entzündete Mandeln
  • entsprechende Schluckbeschwerden
  • roter, entzündeter Rachen,
  • flammend roter weicher Gaumen (anders als der harte Gaumen)
  • weiße Stippchen auf den Mandeln
  • vergrößerte und druckempfindliche Halslymphknoten
  • beschleunigter Puls
  • Übelkeit, Erbrechen
  • ggf. Kopfschmerzen.

Da nicht alle Symptome auftreten müssen und die meisten Symptome auch von anderen Bakterien und Viren ausgelöst werden können, ist das Bild nicht ganz so deutlich, wie es auf den ersten Blick scheinen mag. Interessant ist aber auch, dass rund 1/5 aller Menschen, die Scharlacherreger in sich tragen, überhaupt keine Beschwerden entwickeln. Dennoch können sie den Keim an andere weitergeben.

Weiterer Verlauf einer Scharlachinfektion

  • Das Fieber steigt weiter an und erreicht typischerweise nach 2 Tagen seinen Höhepunkt, um dann wieder zu sinken. Am 5. Tag kann es rasch abfallen.
  • In den nächsten Tagen gesellt sich der Scharlachausschlag hinzu: dichte, stecknadelkopfgroße, rote, leicht erhabene Flecken (vergleichbar einer roten Gänsehaut). Typischerweise beginnen er an Hals und Brust, von wo aus er sich auf Rumpf und Gliedmaßen ausweitet. Dabei bleibt das Kinn-Mund-Dreieck ausgespart (sog. „Milchbart“) und erscheint blass im Vergleich zur samtartigen Rötung der umgebenen Haut. Besonders intensiv ist der Ausschlag dagegen in Achseln und Leisten.
  • Die Zunge ist anfangs weiß belegt. Etwa am 4.-5.(8.). Tag erscheint sie glänzend und knallrot mit geschwollenen Zungenpapillen (sog. Himbeerzunge als typisches Scharlach-Zeichen!).
  • In der 2. Woche (ab dem 8. Tag) schuppt sich die Haut – insbesondere an den Handflächen und den Fußsohlen oder an den Finger- und Zehenkuppen – in größeren Stücken ab. Sehr oft fängt der Hautausschlag (auch) im Beckenbereich an und breitet sich dann über den Bauch nach oben aus. Es dauert einige Wochen, bis der Ausschlag (Exanthem) so weit abgeheilt ist, bis man nichts mehr davon sieht.
  • Im Verlauf der Erkrankung können Leber und Milz zeitweise (leicht) vergrößert sein.

Mögliche (Spät-)folgen

Als Komplikation eines Scharlach können auftreten:

  • akutes rheumatisches Fieber (ca. 2-3 Wochen nach der Scharlachinfektion)
  • Entzündung des Herzens (Endokarditis)
  • Herzbeutelentzündung (Myokarditis)
  • Schädigung der Nieren (Glomerulonephritis)
  • Mittelohrentzündungen (Otitis media)
  • Nebenhöhlenentzündung (Sinusitis)
  • Lungenentzündung (Pneumonie)
  • Scharlachsepsis (meist durch andere eitrige Komplikationen

Derartige Komplikationen können allerdings auch in Fällen auftreten, in denen der Scharlach selbst recht harmlos verlaufen ist.

Gefürchtet sind vor allem mögliche Langzeitfolgen wie Rheuma, Herzklappenfehler (nach Endokarditis), Nierenversagen (durch die Glomerulonephritis).

Man sollte aber wissen: Dass heute weit weniger schwere Folgen von Scharlach auftreten, liegt nicht nur an der Behandlung mit Antibiotika, sondern vor allem auch an der allgemein besseren Versorgung. Unterernährte Kinder hatten früher tatsächlich ein deutlich erhöhtes Risiko in Folge von Scharlach zu sterben. Bei der heutigen Ernährungssituation, bei der uns Obst und Gemüse das ganze Jahr zur Verfügung stehen, sind solch drastische Verläufe kaum noch zu befürchten. Trotz alledem ist Scharlach eine ernstzunehmende Erkrankung, die unter ärztlicher Betreuung sorgfältig behandelt und gründlich auskuriert werden sollte.

Diagnose

Allein anhand der Beschwerden ist Scharlach gar nicht so leicht zu erkennen, da das „klassische“ Scharlachbild heute recht selten geworden ist. Häufiger sind abgewandelte Formen mit weniger eindeutigen Symptomen. Außerdem kann Scharlach im Verborgenen (inapparent) ablaufen. Der Betroffene kann dann zwar andere mit Scharlach anstecken, wirkt aber selbst gesund.

Beim klassischen Scharlach wird die Diagnose spätestens dann klar, wenn der für Scharlach typische Ausschlag (Scharlach-Exanthem) auftritt. Bis es aber soweit ist, hilft nur die ärztliche Untersuchung.

Bei Verdacht auf Scharlach nimmt der Arzt einen Rachenabstrich, um die Diagnose Scharlach zu überprüfen. Anschließend wird überprüft, ob die speziellen Scharlacherreger (ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A) vorhanden sind. Zur Verfügung stehen dafür – leider nicht absolut zuverlässige – Schnelltest und Bakterienkulturen, die in einem Labor angelegt werden müssen und etwas Zeit erfordern, bis das Ergebnis vorliegt.

Das sollten Sie wissen:
Bei Weitem nicht hinter jeder Halsentzündung stecken Streptokokken. Im Gegenteil: Meist sind Viren für die Infektion verantwortlich. In diesen Fällen sind Antibiotika wirkungslos. Sie können höchstens vor bakteriellen Infekten schützen, die sich möglicherweise auf den viralen Infekt aufgesetzt hätten. Zugleich schwächen Antibiotika die Abwehr und sind damit bei viralen Infekten kontraproduktiv.

Bevor ein Antibiotikum bei einer Halsentzündung zum Einsatz kommt, sollte daher immer ein Abstrich gemacht wird. Falls der behandelnde Arzt dies nicht von alleine anbietet: Fragen Sie danach! Sie schützen sich damit vor unnötigen Behandlungen mit Antibiotika.

Ursachen

Wie bereits gesagt, stecken hinter Scharlach spezielle Bakterien: mit bestimmten Viren (Phagen) infizierte ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A. Vom Aussehen her sind diese Bakterien mit Perlenketten vergleichbar (streptós = Halskette; kókkos = Kern, Korn).

ß-hämolysierende Streptokokken der Gruppe A kennen viele Eltern auch von sonstigen Streptokokkeninfektionen. Sie nisten sich gern auf unseren Schleimhäuten ein und werden auch sonst öfter für Halsentzündungen verantwortlich gemacht und dann typischerweise mit Antibiotika behandelt. Allerdings tragen rund 1/3 aller Menschen diese Bakterien in sich, ohne weiter erkrankt zu sein. Das bedeutet natürlich auch: Selbst wenn jemand an Halsschmerzen leidet und Träger dieser Streptokokken ist, kann es durchaus sein, dass Viren für die Beschwerden verantwortlich sind und damit eine Antibiotikagabe überflüssig wäre.

Und was macht nun den Unterschied zwischen einer „normalen“ Streptokokkeninfektion und Scharlach? Es sind Viren (Bakteriophagen), die ihrerseits die Streptokokken befallen! Sie sorgen dafür, dass ihr Wirt, also das befallene Bakterium, ein bestimmtes Gift (Toxin) bildet, das seinerseits unser Abwehrsystem auf den Plan ruft und schließlich für den Scharlach-typischen Hautausschlag (Exanthem) sorgt.

Dabei passiert Folgendes: Als Abwehrmaßnahme bildet unser Organismus Antikörper gegen diese Giftstoffe. Diese Antikörper lassen sich auch im Blut des Patienten nachweisen. Was eigentlich als sinnvolle Reaktion des Körpers auf einen krankmachenden Reiz gedacht ist, kann im Folgenden leider auch zu den gefürchteten Problemen bei Scharlach führen (s.o. unter Symptome, mögliche Spätfolgen). Dazu kommt es, wenn an Giftstoffe gebundene Antikörper an Gelenken, Herzklappen oder in den Nieren für Entzündungsreaktionen sorgen.

Übertragen werden die Scharlacherreger vor allem per Tröpfchen (z.B. beim Niesen oder Husten) oder durch direkten Kontakt. Seltener durch Gegenstände.

Therapie bei Scharlach

Schulmedizinische Scharlach-Therapie

Der Arzt ist der richtige Ansprechpartner, wenn es darum geht, die Diagnose Scharlach zu stellen (s.o.). Und auch nur er darf (im Gegensatz zum Heilpraktiker) Scharlach auch behandeln.

Typischerweise wird Scharlach in der Schulmedizin mit Antibiotika therapiert. Das gängigste Antibiotikum bei Scharlach ist Penicillin. Wenn eine Penicillin-Allergie bekannt ist, wird auf entsprechend andere Antibiotika wie Erythromycin ausgewichen. Ist die Antibiotika-Therapie erfolgreich, dürfen die betroffenen Kinder nach wenigen Tagen wieder in Schule oder Kindergarten gehen, weil man davon ausgeht, dass sie nach einer 2-tägigen Einnahme von Penicillin keine anderen Kinder mehr anstecken können. Das Antibiotikum muss dennoch gemäß der ärztlichen Verordnung noch länger genommen werden, weil die Infektion sonst wieder aufflammen und sich Resistenzen entwickeln könnten.

Ziel der Antibiotika-Behandlung ist es neben der akuten Hilfe, Spätkomplikationen von Scharlach zu vermeiden.

Neben Antibiotika können fiebersenkende Mittel eingesetzt werden.
Aus ganzheitlicher Sicht werden sowohl Antibiotika als auch fiebersenkende Mittel kritisch beurteilt, da sie die Krankheit eher unterdrücken statt den Heilungsprozess zu unterstützen.

Naturheilkundliche Intervention

Ziel der naturheilkundlichen Behandlung ist es, den Organismus in seinen Abwehrbemühungen zu unterstützen, statt Krankheiten zu unterdrücken. Dabei arbeitet die Naturheilkunde viel mit sanften, regulierenden und stärkenden Mitteln.

Wie sinnvoll sind Antibiotika bei Scharlach?

Aus ganzheitlicher Sicht ist die verbreitete Gabe von Antibiotika ausgesprochen kritisch zu sehen. Abgesehen von der Zunahme von Antibiotika-Resistenzen, die sich die WHO inzwischen als eines der Hauptprobleme auf dieser Welt auf die Fahnen geschrieben hat, hat die Einnahme von Antibiotika unmittelbare Folgen für jeden Einzelnen. So wird die Darmflora nachhaltig auf Monate geschädigt und auch die Abwehrlage leidet. Viele Eltern kennen das nur zu gut, wenn ihr Kind nach einer antibiotischen Behandlung gleich mit dem nächsten Infekt heimkommt. Daher sollte gründlich abgewogen werden, bei wem (z.B. Personen mit Erkrankungen des Herzens oder des Immunsystems) und bei welchen Erkrankungen Antibiotika eingesetzt werden sollten.

Wer sich für eine antibiotische Behandlung entscheidet, sollte zumindest darauf achten, dass die Darmflora anschließend im Rahmen einer Darmsanierung wieder aufgebaut wird.

Wickel

Leider ist das Wissen um die heilsame Wirkung von Wickeln und ihre Anwendung, das früher von Großeltern an spätere Generationen weitergegeben wurde, immer mehr verloren gegangen. Dabei können Wickel auf einfache und günstige Weise zur Genesung beitragen.
Bei Fieber können Wadenwickel wertvolle Hilfe leisten. Der Vorteil der Wadenwickel gegenüber klassischen schulmedizinischen Fiebersenkern ist, dass sie das Fieber nicht unterdrücken. Das ist wichtig, weil Fieber eine wertvolle, abwehrsteigernde Heilreaktion des Körpers darstellt. Gerade bei Kindern, deren Abwehrsystem noch nicht ausgereift ist, leistet Fieber einen Beitrag zu einer gesunden Entwicklung, der man mit Ruhe und Geduld begegnen sollte. Wenn das Fieber dann doch zu hoch und belastend wird, wie dies bei Scharlach durchaus der Fall sein kann, sind Wadenwickel eine gute Alternative. Wichtig ist allerdings, dass die Waden und Füße des Patienten auch wirklich warm sind. Für einen Wadenwickel benötigen Sie dünne Tücher (z.B. Baumwollwindel, Geschirrhandtuch). Dieses wird in lauwarmem (nicht kalten!) Wasser getränkt und gut ausgewrungen. Je ein Tuch um jede Wade schlagen und mit einem Handtuch umwickeln. Sobald das innere Tuch erwärmt ist, kann der Wadenwickel gewechselt werden.

Quark- oder Zitronenwickel können zur Linderung von Halsschmerzen zum Einsatz kommen. Quark kühlt angenehm und wirkt der Entzündung entgegen. Auch hier benötigen Sie ein dünnes Innentuch, aus dem Sie zunächst einen Streifen falten, den Sie dann so breit mit Quark bestreichen, wie die spätere Auflagestelle am Hals sein soll. Das Innentuch so einschlagen, dass auf der aufzulegenden Seite nur eine Stoffschicht verbleibt. Um den Hals legen und z.B. mit Sicherheitsnadeln fixieren. Der Quarkwickel sollte maximal 20 Minuten auf der Haut verbleiben. Danach den Hals sanft trockentupfen. Der Quarkwickel kann mehrmals täglich angewendet werden.

Homöopathie

In der Naturheilkunden kennen wir verschiedene homöopathische Mittel, mit denen sich der Heilungsprozess bei Scharlach unterstützen lässt. Da es sich um eine individuelle Therapie handelt, sollten die Mittel immer von einem in der Homöopathie erfahrenen Arzt ausgewählt werden. Häufig bei Scharlach eingesetzte homöopathische Mittel sind:

  • Belladonna (häufiges Mittel beim klassischen Scharlach mit dem typischen Ausschlag und Himbeerzunge, hohes Fieber, tomatenrote Rachenschleimhaut)
  • Ipecacuanha (am Anfang ergänzend zu Belladonna geben, wenn Übelkeit und Erbrechen hinzu kommen)
  • Stromonium (kann statt Belladonna angezeigt sein, wenn große nervöse Erregung, Krämpfe, Zittern und Unruhe bestehen; nach Gilbert Charett)
  • Apis millifera (Abwehrschwäche, stark vergrößerte Mandeln, wenig Durst, Wärme verschlimmert, kühlende Auflagen und frische Luft verbessern)
  • Phytolacca americana (bis in die Ohren ausstrahlende Schluckbeschwerden, dunkelrote Rachenschleimhaut, Verschlechterung durch warme Getränke, auch bei wiederholter Streptokokken-bedingten Halsentzündung)

Phytotherapie

Eine wichtige Heilpflanze für bakterielle Infektionen im Bereich des Mund und Rachens ist Salbei (Salvia officinalis). Er kann als Tee gegurgelt werden. Alternativ kann man ein paar Tropfen einer homöopathischen Urtinktur von Salbei auf ½ Glas Wasser geben und damit gurgeln. Darüber hinaus gibt es Salbei-haltige Fertigpräparate, die zum Gurgeln verwendet werden können, aber mitunter etwas scharf schmecken.

Als angenehm für den Hals werden häufig schleimhautpflegende Pastillen mit Isländisch Moos empfunden. Darüber hinaus können Salzpastillen gelutscht werden, die gegen Bakterien wirken.

Eine weitere wichtige Pflanze im Zusammenhang mit Scharlach ist die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus), die wie Salbei gegen Bakterien wirkt. Anders als Salbei wird Kapuzinerkresse nicht gelutscht, sondern z.B. als homöopathische Urtinktur eingenommen. In der Apotheke gibt es zudem Fertigpräparate zum Einnehmen, die neben Kapuzinerkresse noch Meerrettich enthalten.

Darmentlastung

Für den Kinderarzt Dr. Scheel ist eine Darmentlastung (Diät und Einlauf!) eine sehr wichtige, gute, wie effektive Maßnahme zur Fiebersenkung und Heilung. Der Einlauf wird mit Hilfe eines Klistiers durchgeführt, das Sie in der Apotheke bekommen können. Die Größe des Klistiers wird an das Alter des Kindes angepasst. Bei kleineren Kindern reicht ein Klistier mit 75 g. Dieses sollten Sie mit lauwarmem Wasser füllen. Nun die Flüssigkeit ganz vorsichtig in den Enddarm drücken, dabei sollte der Patient die Pobacken vorübergehend zusammenpressen, damit die Flüssigkeit kurze Zeit im Darm verbleibt. Nach einigen Minuten wird der Stuhldrang sehr groß. Dann ist es Zeit für die Darmentleerung auf der Toilette.

Heutzutage kennen die meisten Menschen gar keinen Einlauf mehr. Entsprechend kritisch wird er häufig beäugt. Einmal ausprobiert, werden Sie aber schnell sehen, wie gut er tut, und dass Prozedere unangenehmer klingt als es ist.

Was Sie selbst tun können

Ein ganz wichtiger Punkt bei Scharlach ist Bettruhe. Auch wenn es für viele berufstätige Eltern nicht ganz leicht zu organisieren ist: Ausreichend lange Bettruhe ist das A und O für die Genesung.

Auch Kindern, die schulmedizinisch mit Antibiotika behandelt wurden, sollte man ausreichend Zeit zur Regeneration geben. Beispielsweise sollten sie sich mind. 1-2 Wochen lang nicht körperlich anstrengen und nicht am Sportunterricht teilnehmen.

Kinder, die nicht mit Antibiotika behandelt werden, sind deutlich länger ansteckend. Das kann durchaus 3 Wochen dauern. Daher sollten diese Kinder 3 Wochen zu Hause bleiben. Sicher eine Herausforderung gerade für berufstätige Eltern – aber oft ein Segen für die Kinder. Gerade Kindergartenkinder, die im Kindergarten noch nicht viel verpassen und deren Abwehrsystem sich noch intensiv entwickelt, profitieren davon, wenn Sie für eine entsprechende häusliche Betreuung sorgen können. Und auch bei Schulkindern sollte man ruhig – nach Rücksprache mit dem Kinderarzt – überlegen, ob ein häusliches Auskurieren eine sinnvolle Alternative zur antibiotischen Behandlung sein kann – auch wenn das häusliche Nacharbeiten des Unterrichtsstoffes zusätzlichen Aufwand verursacht.

Vorbeugung

Vorbeugen gegen Scharlach können Sie mit allem, was die Abwehr stärkt: vitaminreiche Ernährung mit frischem Obst und Gemüse, regelmäßige Bewegung an der frischen Luft, Saunabesuche, Wechselduschen, Stress vermeiden, Regeln der Hygiene beachten (nicht in die Hand husten, regelmäßig Hände waschen) ...
Eine Impfung gegen Scharlach gibt es nicht.

Ernährung

Wie bei jeder fieberhaften Erkrankung ist es wichtig, auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Auch wenn das Schlucken schmerzhaft ist, sollten Kinder und Erwachsene mit Scharlach gleichermaßen viel trinken.

Empfohlen wird bei Scharlach u.a. verdünnter Himbeeressig, der mit etwas Honig gesüßt werden kann.

Warme, weiche Speisen helfen, das Schlucken angenehmer zu machen. Um den Darm und damit den gesamten Körper zu entlasten, empfiehlt sich während der Scharlach-Erkrankung eine darmschonende Diät. Dabei bekommt der Patient nur Dinge, die er auch bei einem Magen-Darm-Infekt bekommen würde: geriebener Apfel, zerdrückte Banane, zerstampfte Kartoffeln, Dinkel-Zwieback (kein Weizen), keine Milch-(Produkte).

Wie bei jeder Infektionskrankheit werden auch im Fall von Scharlach vermehrt Vitamine und Mineralstoffe für die Abwehrreaktion benötigt. Als abwehrstärkend sind vor allem Vitamin C (am besten als natürliches Vitamin C) und Zink bekannt. Da bei Scharlach die Schleimhäute wesentlich beteiligt sind und diese auch bei der Abwehr (also Vorbeugung einer Infektion) eine Rolle spielen, kommt noch das „Schleimhautvitamin“ Vitamin A bei Scharlach in Frage. Auch Vitamin E steigert die Widerstandsfähigkeit gegen Krankheitserreger.

Psychosomatik

Wer wissen möchte, was auf tieferer Ebene hinter einer Krankheit steckt, sollte sich fragen, welche Redensarten, mit den auftretenden Symptomen in Verbindung stehen. Beim Scharlach wären da zum einen die Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Hat der Betreffende vielleicht „den Hals voll“? Gibt es etwas, das man „nicht mehr schlucken“ möchte?

Anders als bei normalen Halsentzündungen spielt bei Scharlach die Haut eine wichtige Rolle. Sie ist unser wichtigstes Organ zur Abgrenzung gegen und zum Kontakt mit der Umwelt und unseren Mitmenschen. Will da vielleicht jemand „aus der Haut fahren“? Will ein Kind mit einem Hautausschlag vielleicht auf anderer Ebene „um sich schlagen“?

Kinderkrankheiten wird zudem oft nachgesagt, dass sie eng mit der Entwicklung des Kindes verbunden sind. Immer wieder berichten Eltern von deutlichen Entwicklungssprüngen, die ihre Kinder im Lauf einer solchen Kinderkrankheit gemacht hätten.

Der Kinderarzt Dr. Wolfgang Scheel möchte am Beispiel von Scharlach das Bewusstsein schärfen, was eigentlich Krankheit ist: In der täglichen Auseinandersetzung mit allen Lebensumständen bewältigen die gigantischen Reaktions-, Kompensations- und Regenerierungsmechanismen des Wunderwerks Mensch die Reize, Belastungen und Probleme meist ohne (äußerlich) erkennbare Zeichen und Störungen. Erst wenn die Veränderungen in seiner seelisch-geistig-sozialen-körperlichen Einheit ein bestimmtes Maß überschreiten, sieht sich der Organismus gezwungen, stärker und sichtbarer zu reagieren: Im Fall des Scharlachs reagiert die Haut mit dem Scharlachexanthem, die Schleimhaut mit der "Himbeerzunge", es kommt zur Bindegewebe-Lymphreaktion, Fieber (Stoffwechselaktivierung) sowie zu allen anderen bekannten Scharlachsymptomen. Somit liegt eine (Scharlach-) Erkrankung nicht erst dann vor, wenn die diagnostizierbaren äußeren Zeichen zu erkennen sind, sondern bereits, wenn der Organismus diesen Heilungsweg zur Bewältigung von Störungen wählt, ohne Fieber und/oder Haut-, Schleimhaut- sowie bindegewebs-und andere Reaktionen zu benötigen. Deshalb sollte jeder Mensch immer – auch in Zeiten, in denen er vermeintlich nicht krank ist – eine gesundheitsbewusste Lebensgestaltung verwirklichen.

ergänzt und kommentiert von:
Dr. med. Wolfgang Scheel, aus Steinheim an der Murr

Autor: Online-Redaktion

Kommentare

Wolfgang Dr. med.+Scheel aus Steinheim, 05.12.2016:
Liebe Susanna aus Gotha,
ich muss mich entschuldigen, dass ich angesichts des akuten Hilferufes erst jetzt darüber informiert bin und reagieren kann.
Auch viele "Kinderkrankheiten" verlaufen oft "unerkannt", also ohne Fieber oder Haut- und Schleimhautreaktionen bzw. entsprechende Beeinträchtigung.
Wir erkennen im üblichen Sinne "Krankheiten" an den entsprechenden Symptomen und meinen "Gesunde" wären wirklich gesund, obwohl wir alle uns jederzeit mit unseren mitgebrachten und den gegebenen seelisch-geistig-körperlich-sozialen Problemen auseinandersetzen müssen (dürfen:Entwicklungschance).
So hatten und haben viele Kinder und Erwachsene "Scharlach", ohne dass diese Tatsache erkannt, beachtet oder behandelt wurde und wird und dann auch logischerweise ohne die Angst vor den üblichen "Komplikationsandrohungen" Niere, Herz, Gelenke, ... und auch völlig frei von irgendwelchen Schädigungen des Organismus.
Die Reaktionen unseres Organismus sind aus meiner Sicht nicht das Diktat von Mikroorganismen, sondern geniale Heilungsbemühungen als Re-Aktion auf nicht stimmige Lebensweise oder Bemühungen zur Weiter-Entwicklung oder zur Aufarbeitung von Miasmen (vererbte Belastungen von unseren Vorfahren) usw.
Nun kann man/frau die genialen wie sinnvollen Bemühungen unseres körperlichen Wunderwerkes unterdrücken oder unterstützen. Eine Unterstützung sind natürlich niemals Anti-Mittel, sondern Für-Mittel wie Schlaf, Darmentlastung, Atmung, psychische Harmonisierung, Ziel- statt Problembewusstsein, .... und nicht zuletzt Verwöhntwerden und Selbstfindung.
Die fleißigen Damen der Online-Redaktion haben das Wesentliche ja schon sehr klar dargestellt: Jeder Mensch darf für sich selbst oder das Kind, den Partner, die Eltern etc. in den konkreten Situationen entscheiden, welchen Weg er gehen möchte und von welchen Handlungen/Entscheidungen er erfolgsorientiert überzeugt ist.
Der allerschlechteste Berater ist die Angst. Es nützt gar nichts den Helden spielen zu wollen und das eigene Tun und den möglichen Erfolg mit gleichzeitiger Angst zu blockieren.
Leider wird das "Geschäft mit der Angst" so dramatisch betrieben, dass es immer weniger Betroffenen gelingt, den vernünftigen Menschenverstand oder noch besser die Intuition bei der Wahl notwendiger Entscheidungen zu nutzen.
Wenn wir unseren in der jeweiligen Situation gegebenen Anforderungen an eine wirkliche Heilung (und nicht Problemunterdrückung und/oder -verschiebung) gerecht werden, ist natürlich so gut wie alles biologisch heilbar (wobei der Satz sich eigentlich erübrigt, weil selbstverständlich alle positiven Vorgänge/Abläufe biologisch/natürlich sind!).
Wenn Sie sich jetzt oder in ähnlichen Situationen für den natürlichen Weg zur Heilung entscheiden, sollten Sie angesichts Ihrer Ängste eine sichere Begleitung im Sinne eines wirklich guten Therapeuten in Anspruch nehmen, der Ihnen dann auch nachweislich garantieren kann, dass sich keine Komplikationen oder negative Auswirkungen von "Krankheiten" (Heilungsprozessen) ergeben oder ergeben haben.
Ihr Beitrag im Naturheilmagazin ist insoweit besonders wertvoll, weil sich sicher täglich unglaublich viele Menschen auch wie Sie diesem scheinbar unlösbarem Problem gegenübersehen - deshalb herzlichen Dank für die Anfrage und deshalb meine etwas ausführlichere Antwort.
Mit allen guten Wünschen insbesondere auch für ein zunehmendes Urvertrauen an sich selbst und das so wunderschöne Leben!
Herzlichst!
Dr. med. Wolfgang Scheel
Online-Redaktion, 05.12.2016:
Liebe Suzanne,
leider kann Ihnen diese Entscheidung niemand allein aufgrund einer Krankenbeschreibung abnehmen.
Die erste Frage wäre schon, ob wirklich Scharlach oder vielleicht nur Streptokokken nachgewiesen wurden, wie sie auch im Rachen vieler Gesunder vorkommen.
Belladonna ist ein mögliches homöpathisches Mittel, das bei fieberhaften Infekten angezeigt sein kann, aber nicht muss. Da kommt es sehr auf die genauen Symptome an.
Falls Ihre Tochter eine Streptokokkenangina oder Scharlach hat und Sie sich gegen ein Antibiotikum entscheiden, sollte sie solide naturheilkundlich begleitet werden. Vielleicht gibt es einen Kinderarzt in Ihrer Nähe, der Sie dabei unterstützen kann? Er könnte regelmäßig schauen, wie es dem Kind geht.
Zum Umgang mit Fieber finden Sie einen ausführlicheren Abschnitt in folgendem Beitrag: http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-wachsen/kinderzeit/das-kranke-kind.html
Falls Sie das Kind ohne Antibiotikum behandeln möchten, sollten es auf jeden Fall möglich sein, dem Kind ausreichend Zeit zur Genesung zu geben.
Alles Gute für die Genesung Ihrer Tochter wünscht IhnenIhre Online-Redaktion
Susanne aus Gotha, 28.11.2016:
Meine Tochter, 3 Jahre ist an Scharlach erkrankt, also der Abstrich im Mund war positiv und somit hat die Kiarztin empfohlen Antibiotika zu nehmen. Lediglich vergangenen Freitag, Samstag und Sonntag morgen hatte sie Fieber, nicht sehr hoch, zw. 38,4 und 39,5. dies haben wir mit Fieberzäpfchen regulieren können, da sie vor Mundschmerzen nichts trank und ich mir Sorgen gemacht habe. Nun war ich Heute, Montag bei Kiarztin abstrich, positiv. Ich bin hin und her gerissen ob ich ihr das Antibiotikum gebe oder nicht. Ich bin durch unseren Homöopathen auf Belladonna gekommen, was ich meiner Tochter auch gegeben habe. Aber ich haben dennoch große Angst vor den Spätfogen, die ich hier und auch in Büchern gelesen habe. Was mache ich nur. Haben sie einen Rat für mich. Danke.
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 03.11.2016:
Liebe Valentina,
jeder weiß, dass wir Ärzte ständig mit Kranken Kontakt haben, ohne selbst krank zu werden - also ist nichts (!) ansteckend (nicht die "Erreger", sondern das "Milieu" - unser ganzheitlicher Zustand - ist das möglich Problem).Mit Erfolg wird das Immunsytem von Menschen allein mit (dem Geschäft mit) der Angst massiv geschwächt.Angst vor etwas ist oft wie die vorweggenommene Prophezeiung (eine schulmedizinische Diagnose heißt "Carcinophobie" und bedeutet, an Krebs zu erkranken allein aufgrund der Angst davor!).Die Energie folgt der Aufmerksamkeit - ich persönlich leiste mir den Luxus, mich vorwiegend mit positiven Dingen und Tatsachen zu beschäftigen und bin logischer Weise somit auch energetisch wie ganzheitlich in entsprechend guten Situationen/Gegebenheiten.Lassen Sie sich also bitte keine Angst vor der vermeintlichen "Ansteckung" suggerieren. Ein gesunder Mensch wird nicht krank! Achten Sie auf eine wirklich gesunde Ernährung, ausreichend Erholung (auch Mittagsschlaf), bewusstes Atmen,gute Durchblutung, emotionale Ausgeglichenheit, erfüllten Tagesablauf... Wenn Sie es für richtig halten, können Sie das Immunsystem zusätzlich stärken mit geeigneten biologischen Mitteln oder auch einer seelischen Harmonisierung (z.B. Bachblüten). Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie von ganzem Herzen eine zufriedene, erfüllte und vor allem angstfreie und damit gesunde Lebensweise.
Dr. med. W. Scheel
Valentina aus Berlin, 01.11.2016:
Sehr geehrte Dr. Scheel,
Ab März 2016 bis zum Sommerferien ist in unserem Kita Scharlach ausgebrochen, davon sind meine Kinder (2 und 4 JA) nur im July betroffen worden (ist für mich ein Zeichen, das die eigentlich gute Abwehrkräfte hatten). Generell bin gegen Antibiotika, aber vor Angst haben wir die empfohlene vom Arzt Antibiotika doch eingenommen. Habe immer noch schlechte Gewissen... Jetzt seit paar Tagen ist Scharlach wieder da... Das erste was ich vor habe ist karäntin (7 Tage zu Hause, wir sind noch nicht betroffen, aber möchte dass meine Kinder erst fern von Kita bleiben). Zweitens und hier brauche ich Ihren Ratschläge: wie kann ich meine Kinder stärken, um ensteckungsgefahr zu erniedrigen? Vielen Dank!
Sabine Müller aus Wien, 24.10.2016:
Einfach nur vielen Dank für diese Informationen, denn es gibt kaum welche dieser Art im Internet zum Thema Scharlach ohne Antibiotikabehandlung, die hoffen lässt, sondern nur Panikmache... Ich habe intuitiv mein Kind ohne Antibiotika gesunden lassen, es hat zwar über 14 Tage gedauert, aber jetzt habe ich ein wahrhaft gutes Bauchgefühl und auch mein Kind hat diesen bekannten Entwicklungssprung gemacht. :) Vielen Dank Alles Gute
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 07.10.2016:
Liebe Cornelia,
herzlichen Dank für die Anfrage im Naturheilmagazin.
Viele Menschen sind aus den unterschiedlichsten Gründen auf der Suche nach ihrem Anliegen entsprechenden Ärzten.
Wesentlich dabei ist, dass der wirklich zur Heilung beitragende Arzt auf gar keinem Fall die üblichen symptomatischen Denk-, Diagnostik- und Therapieweise praktizieren darf.
Tatsächliche Hilfe kann am wahrscheinlichsten von Therapeuten erwartet werden, die möglich ein breites Spektrum der naturheilkundlichen Diagnostik- und Therapiemethoden beherrschen.
Da ich in Ihrer Nähe leider keinen ausdrücklich zu empfehlenden Kollegen kenne, suchen Sie bitte im Internet nach einem Naturheilkundearzt, der eben auch mehrere geeignete Methoden zur Ursachenfindung der Probleme wie z.B. Regulations-, Iris-,Zungen-, Antlitz-, geopathische-, energetische-,Reflexzonendiagnostik,Elektroakupunktur nach Dr. Voll, Kinesiologie, natürlich Homöopathie und Pflanzenheilkunde ... beherrscht.
Ich bin in meiner Praxis bemüht, den Interessierten einen Großteil dieser Fähigkeiten beizubringen, weil unsere Intension nicht der immer wiederkommende Kranke, sondern der möglichst nie wiederkommende Gesundgewordene und Gesundbleibende ist.
Doch selbst die meisten Diagnostikmethoden sind eigentlich nicht der Weg zur wirklichen Heilung. Der einzig mögliche Weg ist die Erkenntnis, in welchen individuell komplexen seelisch-geistig-sozialen-körperlichen und energetischen Bereichen der konkrete Patient seiner eigenen aktuellen und natürlich einmaligen Wahrheit nicht gerecht wird.
So gebe ich den Patienten umfangreiche Unterlagen in die Hand, mit deren Hilfe sie den gewünschten Erfolg bei einer liebvoll-konsequenten Ver-wirklich-ung der not-wendigen Veränderungen auch erreichen.
Jeder ist seines Glückes Schmied und jeder ist selbst sein Heiler - Therapeuten sind Wegweiser Brückenbauer, Motivatoren.
Meiner Homepage können Sie meine Mailadresse entnehmen - wenn Sie Interesse an diesen Unterlagen haben, werde ich diese Ihnen schnellstmöglich senden.
Mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen!
Dr.med. Wolfgang Scheel
Cornelia, 04.10.2016:
Sehr geehrter Herr Dr. Scheel, seit dem mein Sohn 1 Jahr alt ist und ich nichtmehr stille, hat er stetig Infekte, die Nase ist immer verstopfte. Auf Allergien etc. ist er schon untersucht worden. Zurzeit ist er und ich an Scharlach erkrankt. Die umfassende Krankengeschichte möchte ich Ihnen ersparen. Leider sind Sie und Ihre Praxis so weit weg, dass ich Sie nicht aufsuchen kann. Meine Hoffnung ist jedoch, dass Sie mir einen Kollegen/in im Raum Köln empfehlen könnten, der Ihren Heilungsansatz teilt. Bisher habe ich noch niemanden gefunden. Können Sie mir jemand empfehlen? Viele Grüße Cornelia
Monika, 18.05.2016:
Hallo,
ich bin gerade am verzweifeln und hoffe hier auf Hilfe.
Mein Sohn ist 5,3 Jahre und er hatte bereits letztes Jahr 2x Streptokokken mit Antibiotikabehandlung mit untypischen Anzeichen (lautes Schnarchen durch geschwollene Mandeln, Abgeschlagenheit, rote Zunge und Rachen)
Vor 9 Wochen dann erneut einen Ansteckung mit den typischen Anzeichen (leichter Ausschlag, Fieber (1 Tag), Schluckbeschwerden, rote Zunge u. Rachen, Abgeschlagenheit). Wir haben gleich Antibiotika bekommen und fertig genommen, nach 2 Wochen wieder eine Ansteckung und wieder Antibiotika. Haben gleichzeitig mit Streptokokken-Nosoden, Belladonna und Berberis behandelt und nach der Behandlung mit dem Darmaufbau und Sulfur begonnen.
Und jetzt geht's wieder los mit 1 Nacht Fieber (39,5), Abgeschlagenheit, Schnarchen, rote Zunge und Rachen.
WAS KANN ICH TUN????
Außer den o.g. Globuli hab ich ihm noch nichts gegeben und er ist so auch fit und nicht ruhig im Bett zu halten. Er isst und will raus.
Bitte um HIlfe
Danke
Tina, 06.04.2016:
Liebe Online-Redaktion,

in ihrem Naturheilmagazin las ich die Scharlach-Kommentare der Leser und wurde sogleich an unsere Scharlach-Erkrankungen erinnert:

Soweit ich mich noch zurückerinnern kann, hatten wir - meine 3 Kinder und ich - im Jahre 2003 Scharlach. Es war kurz vor den Pfingstferien. Nach Anraten des heimischen Arztes gab ich nach Diagnose meines ältesten Kindes Antibiotika in der Hoffnung, nicht angesteckt zu werden ! (ich bekam mit 23 Jahren noch die Windpocken). Leider war das nicht der Fall und der älteste Sohn bekam erneut Scharlach. Ein naturheilkundlich orientierter Kinderarzt riet mir zu Belladonna, das bei meinen den beiden ältesten Kindern auch gut ansprach...jedoch wirkte sich das Scharlach bei meinem jüngsten Kind anders aus, er bekam eine sehr heftige Mittelohrentzündung. Bei mir reichte das Mittel Belladonna nicht aus, so nahm ich mein Praxishandbuch Homöopathie zur Hand von Dr. Anita Schweiger und schaute nach, welches Mittel für mich das richtige wäre. Da ich unbedingt im Orchester an einem Konzert mitspielen wollte, tat ich alles daran wieder gesund zu werden. Obwohl es mir nicht gut ging, spielte ich am Vorabend des Konzertes bei der Probe mit, setzte mich außerhalb mit meinem Cello hin. Anschließend nahm ich Mercurius olicomplex-Tropfen bis zum anderen morgen zweistündlich diese Tropfen und siehe da, meine Beschwerden waren zusehens besser. Trotzdem nahm ich ziemlich Abstand von den Menschen... Es gibt verschiedene Typen von Erregern... mein zweiter Sohn bekam öfters Scharlach, hatte u.a. sehr stark geschwollene Lymphknoten. Auf der Zunge waren runde Kreise, da meinte der Hausarzt zunächst er hätte Vitaminmangel... auf meine Empfehlung hin wurde erneut einen Test gemacht, der positiv war. Ein ganz anderer Fall: Eine Oma wurde von ihrer Enkelin mit Scharlach angesteckt. Man sollte die Ansteckungsgefahr dieses Krankheitsbilds nicht unterschätzen!
Ihre Tina
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 01.04.2016:
Sehr geehrte Frau Jakob!
Die dargestellte Situation von Ihnen und Ihren Kindern bewegt natürlich mich und auch alle Leser Ihrer Zeilen - wenngleich Ihre Erkrankungen doch auch für Sie Hinweise auf Probleme aller betreffenden Personen oder gemeinsamer Belastungen sind...
Ein gesunder Mensch wird nicht krank - auch wenn diese Aussage zunächst ungewöhnlich scheint, entspricht sie der Realität.
So sind wir Ärzte doch auch ständiger überzeugender Beweis, dass nicht "Kranke" oder "Krankheitserreger" die eigentliche Ursache von Krankheiten sind und das eigentlich niemand und nichts "ansteckend" ist, sondern dass es eben mit der komplexen Situation des Betreffenden in der jeweiligen Gegebenheit zu tun hat, haben muss.
Überlegen Sie sich einfach, ob und welche Belastungen für die Familie zu der doch erfahrbaren Reduzierung der körperlichen Stabilität, der Regulationsfähigkeit und - ganz einfach formuliert - der deutlichen Reduktion der gemeinsamen energetischen Situation geführt haben.
Jeder kennt dieses Tatsache aus eigener Erfahrung: in einem guten energetischen Zustand (wie der Frischverliebte) verkraften wir quasi jegliche möglichen Belastungen und wenn wir "am Ende" sind, stört uns die berühmte "Fliege an der Wand"...
Anti-Biotikum bedeutet: Anti=gegen; Bios=Leben.
Wir sollten lernen, das ständige Bemühen unseres Organismus um Heilung eben auch mit Fieber, Haut-, Schleimhaut- und Bindegewebsreaktionen usw. nicht zu unterdrücken, sondern zu unterstützen:
Ruhe, Darmentlastung (Diät, Einlauf), Atmung, Durchblutung, Lymphfluss,
emotionale Balance, Freude auf den Zustand der Heilung ... und natürlich als wichtigstes das Ausschalten der komplexen Faktoren, die den Organismus zu den entsprechende belastenden Reaktionen nötigten.
Es gibt zahlreiche natürliche Präparate, die Heilung zu unterstützen.
Da wir und unsere konkret-akute Situation einmalig sind, halte ich von einer symptombezogenen "Pauschaltherapie" bei einer Erkrankung nichts.
Sie können kinesiologisch für sich und die Kinder jeweils ganz individuell austesten, welche Präparate für wen optimal wirken und damit helfen.
Genauso können Sie der Ihnen zugemuteten oder der aus Ihnen selbst entstandenen Angst auf "unausweichliche Folgekrankheiten" begegnen, diese ausschließen - oft sogar besser als nicht selten unverlässliche Laborwerte.
Gerne bin ich bereit, Ihnen auch weitere Ratschläge zu geben, Fragen zu beantworten und motivierend sowie Blockaden und Ängste abbauend zu helfen. Sie können mich dann gerne anrufen, um gemeinsame individuell-effektive Erfolge zu erreichen.
Mit allen guten Wünschen!
Dr. med. Wolfgang Scheel
Tatjana Jakob aus Lindau, 23.03.2016:
Hallo,vielen Dank für den informativen Artikel.ich hätte noch ein Paar Fragen zu dem Thema Scharlach.Zuerst hat es mein Sohn (5) Scharlach bekommen und anschließend Penicilin zur Behandlung. Ich war gegen die Antibiothika aber nachdem seine Kinderärztin auch mit allen möglichen ohne-Antibiotika-unausweichlichen Folgekrankheiten gedroht hat, bin ich eingeknickt. Nach 3 Wochen ist meine Tochter (bald 2J) ebenfalls Scharlach bekommen hat, wo für sie ja laut der Ärztin gar keine Ansteckungsrisiko bestanden hatte. Da hab ich angefangen zu Recherchieren. Meine Jungste nimmt jetzt ebenfalls Antibiotika allerdings Cefpodoxim. Anschließend hab ich mich auch angesteckt und musste ebenfalls Antibiotika nehmen, 5 tage lang nur(Penicilin in Verbindung mit so einer Säure, die Bakterien unschädlich macht) und hab es total schlecht vertragen.So jetzt nach 3 Tagen habe ich wieder Rückfall bekommen.Hab ich jetzt noch einen Chance auf Heilung ohne Antibiotika?MIt Bettruhe, viel Trinken, gurgeln und Homöopathie? (Beladonna, Bryonia, Mercurius Sol.)Ich bin jetzt schon sehr von der Antibiotika enttäuscht und befürchte Wiederansteckung bei meinen Kindern.Vielen Dank im Voraus.T.
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 18.03.2016:
Liebe Tanja!
Eigentlich wollte ich Ihnen schnellstmöglich antworten, aber leider ist meine erste Antwort beim Hochladen im Internet verschwunden...
Ich verstehe Ihre Verunsicherung, weil ja gerade auch Scharlach als hochdramatisch wie hochgefährlich dargestellt wird.
Krankheit als solche sollte eben wirklich differenziert betrachtet werden. In der Regel sehen wir "die Krankheit" als Reaktionen unseres Organismus mit Fieber, Haut-, Schleimhaut und Bindegewebs- sowie Organreaktionen.
Eigentlich müssen wir uns aber ständig ganzheitlich mit unserer Umwelt und unserem Tun in der Wechselbeziehung mit Allen und Allem auseinandersetzen, ohne dass wir uns deshalb als krank betrachten.
Bei vielen Mädchen werden z. B. Röteln-Antikörper im Blut nachgewiesen, ohne dass sie jemals gegen Röteln geimpft wurden oder sie erkennbar an Röteln erkrankt waren. Das nennt man "stille Feiung".
So bewältigen ganz sicher sehr viele Menschen auch einen Scharlach-Verlauf, ohne dass dieser als solcher erkannt wird und auch ohne dass dies für den betreffenden Menschen mit der Gefahr von bleibenden Organbelastungen abläuft.
Deshalb ist es in Verwirklichung eines verantwortungsvollen Umganges mit sich selbst wichtig zu differenzieren, welche Therapie geeignet, sinnvoll oder notwendig ist.Dies hängt sowohl vom aktuellen Gesamtzustand der betreffenden Person und der Tatsache ab, inwieweit diese bereit ist, den Heilungsprozess aktiv zu unterstützen (Ernährung und Nahrungsverwertung, Darmentlastung von Diät bis Einlauf, Verhältnis von Belastung zu Regenerierung, Atmung, Durchblutung, Lymphfluss, Haltung, Entspannung, emotionale wie energetische Sitution, Lebenseinstellung und -ziele, Heilungsmotivation etc.).
Unkomplizierte Scharlachverläufe sind z. B. sehr gut und erfolgreich mit Belladonna therapierbar. Darüber hinaus gibt es natürlich weitere gute naturheilkundliche Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Heilung wie eine konkrete Konstitutionstherapie, Bachblütentherapie, lokale Therapie des Rachens, Stabilisierung der entsprechenden Organe und Schwachbereiche, (Fuß-) Reflexzonentherapie, Hypophysenaktivierung (Daumen, Ohrläppchen), Aktivierung der Nebennieren mit Freisetzung genialer körpereigener "Medikamente" (Hand- bzw- Fußmitte)usw.
Was in der konkreten Situation sinnvoll ist und wie gesichert und festgestellt werden kann, dass es zu keinem organischen Schaden im Zusammenhang mit Scharlach kommt, kann jeder naturheilkundlich-ganzheitlich tätiger Therapeut feststellen, wie es eigentlich auch für jeden kinesiologisch möglich wäre und ist.
Abschließend möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass die Diagnostik von Scharlach allein in der Abhägigkeit des Nachweises von Streptokokken nicht korrekt ist.
Ich möchte Sie bitten, sich angstfrei geeignete Unterstützung zu suchen, die Ihnen hilft, eine wirkliche Heilung Ihres Kindes mit geeigneten Mitteln zu erreichen.
Dabei wünsche ich Ihnen von Herzen viel Erfolg!
Dr. med. Wolfgang Scheel
Tanja aus Markdorf, 17.03.2016:
Hallo,ich bin ein wenig verunsichert. bei unserer 4,5 Jahre alten Tochter entspricht das klinische Bild (Fieber,Halsschmerzen /geröteter Rachen) Scharlach - der Ausschlag verblaste innerhalb von 1 Tag. Im Kindergarten trat Scharlach auf.zuerst wollte der vertretende Kinderarzt ein Antibiotika verschreiben. Zur Sicherheit wollte ich einen Test auf Strept.. Der Schnelltest war negativ.Wie stelle ich Spätfolgen fest bzw. sollte ein zweiter Test gemacht werden? Kann ich ihr unterstützende Globuli (z.b.Borax für den Hals) geben?Vielen Dank
Online-Redaktion, 11.03.2016:
Liebe Frau Klebzig, gut, dass Sie die Darmflora Ihrer Tochter im Blick haben. Tipps zur Darmpflege bei kleinen Kindern finden Sie bei uns im Portal unter http://www.naturheilmagazin.de/natuerlich-heilen/krankheiten-a-bis-z/darmstoerungen/darmsanierung-baby-film.htmlDie dort gemachten Aussagen lasse sich im Prinzip auch auf Ihren Fall übertragen. Im Fall einer vorangegangenen Antibiotika-Therapie dürfte es allerdings sinnvoll sein, die Darmsanierung länger als die hier angegebenen 3-4 Tage durchführen.Viel Erfolg wünscht IhnenIhre Online-Redaktion
Juliane Klepzig aus Gera, 10.03.2016:
Guten Tag,
Meine Tochter (9 Monate) ist an Scharlach erkrankt und hat gleichzeitig einen Magen-Darm-Infekt. Die konsultierte Kinderärztin hat ein Antibiotikum (Cefaclor)verschrieben,dass ich auch verabreiche. Wie kann ich im Anschluss die Regeneration der Darmflora unterstützen, bzw. Welche Methoden würden Sie nach dem Antibiotikum noch empfehlen?
Mit freundlichen Grüßen, Juliane
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 08.10.2015:
Liebe Mona!
Es tut mir sehr leid, was Sie mit Ihrem Kind bisher erlebt haben.
Versuchen Sie bitte umzudenken.
Viele Ärzte und Therapeuten wissen: nicht "die Erreger" (Mikroorganismen, die zunächst eigentlich an der Heilung beteiligt sind), sondern "das Milieu", also der Gesamtzustand des Betreffenden entscheidet, ob derjenige gesund bleibt oder krank wird bzw. eines spezifischen Heilungsprozesses bedarf.
Wir Ärzte haben in unserem Berufsalltag ständig mit kranken Menschen und auch "infektiösen" Situationen zu tun, ohne krank zu werden oder überhaupt daran zu denken, aufgrund unserer Tätigkeit krank werden zu können.
Versuchen Sie bitte alle als Familieneinheit jeden Tag der jeweiligen Wahrheit entsprechend in allen Bereichen der seelisch-geistig-sozial-körperlichen Realität gesundheitserhaltend und gesundheitsfördernd zu leben.
Es bedarf einer kleinen Mühe, sich schon am Morgen gemeinsam bereits mit den Gedanken an unser Glück (Frieden, Freiheit, essen und trinken können, Kleidung und ein Bett haben... der Mensch ist ein Siegertyp, ein Wunderwerk und eingebettet in unglaubliche evolutionäre Möglichkeiten usw.) in eine gute energetische Situation zu bringen - wer kennt nicht den faszinierenden Zustand eines frisch Verliebten.
Leider lassen wir uns viel zu schnell in die Zwänge bis Abartigkeiten der "modernen Zivilisation" einbinden!
Zur Geburt wird uns in der Regel eine gesunde Existenz auf dieser Welt geschenkt - dann dürfen/müssen wir diese uns täglich und ein Leben lang neu verdienen (Ernährung, Atmung, Durchblutung, Lymphfluss, Haltung, Entspannung, emotionales Gleichgewicht, gesamtenergetische Situation - auch Bettstelle!, Regenerierung - auch Mittagsschlaf, Lebensfreude und Ziel-Strebigkeit, ...).
Natürlich können auch die "Scharlach"-Symptome ohne Antimittel oder gar Antibiotika mit Belladonna oder Belladonna-Kombinationspräparaten, mit Konstitutionsmitteln, mit dem jeweiligen Zustand Rechnung tragenden Organmitteln, mit Darmentlastung, mit psychisch stabilisierenden Mitteln, mit konfliktlösenden Aktivitäten usw., also komplex ursächlich ohne Angst auf bleibende Schäden behandelt werden.
Ich bin gern bereit, Ihnen auch telefonisch effektivere wie individuellere Hilfestellungen für Ihre Bemühungen zu geben.
Mit allen guten Wünschen!
Dr. med. W. Scheel
Mona, 08.10.2015:
Hallo,
mein Kind (6 Jahre) hat zum mind. 5. mal Scharlach. Immer mit mind. 1 1/2-2 Monaten Zeit dazwischen. Nun hatte es lange nichts, ca 2 Jahre, ist in die Schule gekommen und nach 1 1/2 Wochen Schule wieder Scharlach. Aber nur sehr schwach, nach der ersten Infektion mit Scharlach wurde die Ausprägung immer schwächer, wurde auch meist nicht gleich diagnostiziert. Behandelt wurde im Schweifelsfall immer mit Antibiotika. Unser Kind ist aber generell sehr klein und zierlich für sein Alter und macht sich darüber auch viele Gedanken. Als Maikind haben wir auch über eine Rückstellung nachgedacht, da es wirklich viel krank war. Schularzt, Kiarzt, Lehrer und Kita-betreuerinnen sprachen sich für eine Einschulung aus, wegen zu erwartender Unterforderung. Unser Kind wollte auch unbedingt zur Schule und hat auch Spaß am lernen. Wir sind hin und hergerissen, bei den letzten malen wurde es vom Kinderarzt als Scharlach diagnostiziert, der Schnelltest war allerdings negativ. Die Anzeichen, wenn auch alle nur sehr schwach sprachen dafür (leichte Madelentzündung, Kopfschmerzen, etwas geschwollene Lymphknoten, weißer Belag der Zunge, anschließend Himbeerzunge, Ausschlag fast gar nicht vorhanden) und wieder gab es ein Antibiotikum. Um die Infektanfälligkeit infolge dessen aufzufangen haben wir meist mit Broncho Vaxom unterstützt (worauf es sehr gut anspricht). Sollen wir nun wieder Antibiotika geben oder nicht? Es wurde auch erst als wir nach der Diagnose "Infekt" noch einmal zu einem anderen Arzt gingen als Scharlach diagnostiziert. In der Zwischenzeit kamen zu den entzündeten Mandeln, leichten Fieber und Kopf-/ Augenschmerzen noch schluckbeschwerden, weißer Zungenbelag und Himbeerzunge. Ansonsten geht es ihm gut. Etwas Müde, aber das kann auch an der Umstellung Kita/ Schule liegen. Es wurde ja auch nach verlängerten WE gleich wieder in die Schule geschickt. Die Himbeerzungehaben wir Montag nach der Schule entdeckt. Mona
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 07.08.2015:
Sehr geehrte Frau Betz!
Bezüglich alkoholischer Medikamente bei Kindern hat Ihnen ja die tüchtige (!) Online Redaktion schon sehr gute Hinweise gegeben.
Wie jeder Mensch auf alle Reize individuell und unterschiedlich reagiert, so ist es natürlich auch bei unseren Kindern - so sollte diese Frage natürlich auch immer konkret im Einzelfall beantwortet werden.
Auch ich rezeptiere gelegentlich Tropfen in alkoholischer Verdünnung, weil bestimmte wertvolle Wirksubstanzen leider nur in dieser Form zum Tragen kommen.
Sie selbst können sich bei Unklarheiten auch in diesem Zusammenhang gut helfen, wenn Sie einen konkreten Test mit Ihrem Kind und das entsprechende Medikament realisieren. Wenn beim kinesiologischen Test Ihr Arm stärker wird, hilft das Medikament ohne Belastung (so einfach ist das!).
Bezüglich der Diagnose im Zusammenhang mit Symptomen unterliegen auch viele Therapeuten einem bedauerlichen wie tragischen Irrtum: Ihr Kind kann z. B. den Heilungsprozess (!) Scharlach bewältigen, ohne irgendwelche typischen Rachen- oder Haut- oder sonstige Symptomezu haben.
Was wir als "Krankheit" sehen, ist erstens ein Heilungs- bzw. Entwicklungsbemühen unseres genialen Organismus und zweitens dann eine intensivere Reaktion mit z. B. Fieber und Haut- wie Schleimhautreaktionen usw.
Jeder Mensch muss bzw. darf sich in allen Bereichen seiner Existenz ständig mit den auf ihn wirkenden Reizen bzw. den sich vorgenommenen Entwicklungsplänen auseinandersetzen - so laufen ständig Prozesse ab, die wir nicht registrieren, nur weil wir sie ohne zusätzliche Reaktionen "nach außen" bewältigen...
Ich hoffe, Ihnen einige nützliche Gedankenanstöße gegeben zu haben.
Mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen!
Dr. med. W. Scheel
Online-Redaktion, 05.08.2015:
Liebe Frau Betz,

tatsächlich sollte man bei kleinen Kindern zurückhaltend mit Alkohol sein, weil diese ihn noch deutlich schlechter verstoffwechseln können als Erwachsene. Ob Ihr Kind die Tropfen nehmen darf und wenn ja, in welcher Dosierung hängt auch von deren Alkoholgehalt ab. Unter Umständen können Sie die Tropfen auch in etwas warmes (nicht heißes) Wasser geben, umrühren und noch kurz stehen lassen, so dass der Alkoholgehalt sinkt. Am besten sprechen Sie mit Ihrem Apotheker oder dem Arzt Ihres Kindes über das genaue Vorgehen, da dieses auch vom Präparat abhängt.

Gute Genesung wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Viktoria Betz aus Germersheim, 04.08.2015:
Ich habe eine Frage zu Tropaeolum majus Urtrinktur. Und zwar mein Sohn wird nächsten Monat erst drei Jahre. Auf dem Beibackzettel steht, dass Kinder unter 12 Jahren wegen Alkoholgehalt nicht nehmen dürfen. Ich habe aber meinem Sohn trotzdem 1 x 3 Tropfen und das zweite Mal 1x 2 Tropfen an einem Tag gegeben. Er war dann aber sehr gut gelaunt und hat gesungen :-) Kann das von dem Alkohol sein bzw. die kleinen Tröpfchen können doch nicht viel Akohol enthalten und Leber schädigen? Mein Kind hat im Kindergarten Scharlach und Halsschmerzen seit ca. zwei Wochen. Die Ärzte könnten nichts feststellen ausser roten Hals. Jetzt hat man bei ihm ein Test gemacht und er war positiv. Der Arzt meinte, da das Kind keine typische Scharlachsymptome hat, soll man nicht unbedinkt ein Antibiotikum geben.

Gruß
Viktoria
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 20.04.2015:
Sehr geehrte Frau Haussener!
Vielen Dank für Ihre Anfrage, ist diese doch ein Musterbeispiel dafür, dass jeder Mensch einmalig ist und somit jede Situation ebenso.
Nur Sie allein können die Entscheidung treffen, welcher Weg für Sie bzw. Ihrer Tochter auf die Gesamtsituation bezogen der aktuelle bzw. jeweils richtige ist.
Eine generelle Ablehnung einer Antibiotikum-Therapie kann trotz aller Bemühungen um eine natürliche und ursächliche Heilung selbstverständlich nicht immer der richtige Weg sein.
Das eigentlich Wesentliche ist aber zu erkennen, warum der Organismus bisher mit diesen Symptomen und Heilungsbemühungen reagiert hat und in welchen Bereichen des alltäglichen Lebens und Umganges mit sich selbst doch Veränderungen im Sinne einer Eigenverwirklichung sinnvoll sind.
Kinesiologisch können Sie recht gut die jeweils aktuelle und eigene Wahrheit testen/herausfinden - dennoch sollten Sie aber angesichts der geschilderten Problematik unbedingt von einem ganzheitlich verantwortungsbewussten Arzt beraten wie betreut werden.
Mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen!
Dr. med. Wolfgang Scheel
Saskia Haussener, 17.04.2015:
guten abend
ich hätte eine frage, die meine älteste tochter betrifft. im kiga geht Scharlach um und meine tochter hat leider nach der mmr Impfung eine juvenile Arthritis gemacht. mit klassischer Homöopathie seit vier jahren schub frei.aber da rheumatisches fieber eine späfolge von Scharlach ist.ist da das Risiko zu gross es ohne Antibiotika durchzu machen falls es sie auch erwischt?oder könnte das aus naturheilkundlicher sicht ein weg des abschliessens der ganzen Rheuma geschichte werden wenn sie es selbst regelt?
vielen dank um evtuelle mögliche Gedanken gänge aus der Naturheilkunde.
liebe grüsse saskia
Online-Redaktion, 27.03.2015:
Liebe Kathrin,

vielen Dank für Ihre beiden überaus interessanten Fragen.
Zur ersten: Ich verstehe Sie so, dass Sie wissen wollen, ob man Spätschäden von Scharlach reduzieren kann, indem man den Körper frühzeitig mit Ausleitung etc. unterstützt. Aus naturheilkundlicher Sicht wäre das natürlich gut denkbar. Je weniger Belastungen ein Organismus ausgesetzt ist und umso besser seine Regulationsfähigkeit ist, umso geringer dürfte das Risiko für Spätschäden sein. Aber ob das reicht, um die (eher seltenen) Spätschäden eines Scharlachs zu verhindern, weiß letztendlich niemand. Eine solche Studie dürfte kaum durchführbar sein. Letztendlich ist es also eine sehr persönliche Entscheidung für ein Antibiotikum oder einer Alternativbehandlung, die Ihnen niemand abnehmen kann.
Da Sie sich für das Antibiotikum entschieden haben, sollten Sie es, um Resistenzen vorzubeugen, unbedingt bis zum Ende exakt nach Verordnung verabreichen. Anschließend können Sie Ihren Sohn beim Umgang mit den Folgen der Behandlung unterstützen, indem Sie die Ausleitung fördern (z.B. mit Okoubaka D3, 3x tgl. über 2 Wochen) und eine Darmsanierung mit Probiotika durchführen, um die geschädigte Darmflora wieder aufzubauen.

Zu Ihrer zweiten Frage: Richtig ist, dass durch das Durchmachen einer Streptokokkeninfektion keine Immunität erworben wird, wie wir das z.B. von Masern oder Windpocken kennen. Daher kann man mehrfach an Streptokokken bzw. Scharlach erkranken. Sehrwohl kann aber eine durchgemachte Infektion das Immunsystem trainieren und somit zukünftigen Erkrankungen in gewissem Rahmen vorbeugen.
Ihre Online-Redaktion
Kathrin, 26.03.2015:
Hallo,
vielen Dank für diesen ausführlichen Artikel. Ich habe 2 Fragen:
Unser Kinderarzt hat meinem Sohn ebenfalls Penicillin verschrieben, ich habe es auch nach innerem Debattieren gegeben, letztendlich wegen der Warnung des Arztes, dass es - zwar mit geringem Risiko - Spätfolgen an der Herzklappe, also nicht unmittelbar nach der Krankheit, sondern noch im Erwachsenenalter geben kann. Könnte man das Risiko dieser Spätfolge durch das Ausleiten der entstanden Toxine (oder Antikörper?) verringern?
Zweite Frage: im Artikel heisst es, dass das Bewältigen der Krankheit aus eigener Kraft Immunität verleihen kann. Aber immer wieder lese ich, dass es viele Typen der A-Streptokokken gibt und dass das Kind zwar gegen einen bestimmten Typ immun werden kann, jedoch nicht gegen die anderen und demnach immer wieder an Scharlach erkranken kann. Wie passt das zusammen? Ist die Immunisierung gegen einen Typ auch wirksam bei den anderen Typen?
Ich würde mich sehr über Ihre Antwort freuen!
Herzliche Grüße
Kathrin
Martin, 27.11.2013:
Zum Thema Wadenwickel (Kap. Therapie in der Naturheilunde):
In Artikeln dazu heißt es immer, dass man lauwarmes Wasser nehmen soll und auf gar keinen Fall kaltes Wasser, da kaltes Wasser das Schwitzen unterbindet und sich die Temperatur nur langsam senkt. "Wenn das Wasser zu kalt ist, wirkt es einerseits zu schockartig und andererseits verengen sich die Blutgefässe so stark, dass die Körperwärme nicht gut abtransportiert werden kann." [http://heilen-mit-wasser.de/umschlaege/waden-wickel.htm]
Nach meiner eigenen Erfahrung ist es auch sehr unangenehm besonders für Kinder, wenn das Wasser zu kalt ist.
Es gibt im Internet jede Menge Seiten mit Anleitungen und Empfehlungen. Im Zweifelsfall: Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker... Gruß
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