Hepatitis
Einführung
Einführung
Der Krankheitsbegriff Hepatitis (Leberentzündung) leitet sich vom griechischen Wort hepar – die Leber ab. Die Endung –itis weist darauf hin, dass es sich um einen entzündlichen Prozess handelt. Es gibt mehrere Formen dieser Erkrankung. So unterscheidet man je nach Ursache und Erregertypus eine Hepatitis A von einer Hepatitis B, C, D und E.
Symptome
Symptome
Frühwarnsignale einer Leberentzündung sind:
- Schmerzen unter dem rechten Rippenbogen, weil eine entzündete Leber sich vergrößert und auf die sie umgebende bindegewebige Kapsel drückt. Diese Kapselspannung macht sich als Schmerz bemerkbar.
- Grippeähnliche Symptome, wie Müdigkeit und Kopfschmerzen, bisweilen begleitet von Gelenkschmerzen, Übelkeit oder Brechreiz
- Widerwille gegen Fett, Fleisch, Alkohol und Nikotin
- Als Folge der eingeschränkten Leberfunktion können sich Blähungen, Verstopfung oder Durchfall entwickeln.
- Bei schwereren Krankheitsverläufen können leichtes Fieber und ein juckender Hautausschlag auftreten.
Zweite Krankheitsphase:
- gelbliche Haut und Augen (Gelbsucht)
- Urin: dunklere Farbe; Stuhl farbloser
- Manchmal kommt es zu Lymphknoten- und Milzvergrößerung. Letztere führt zu Spannungsschmerzen unterhalb des linken Rippenbogens. Die Gelbsucht kann sich in den ersten drei Wochen verstärken.
Dieser fulminante Verlauf einer Hepatitis findet sich bei den schweren akut verlaufenden Leberentzündungen. In vielen Fällen verläuft das Krankheitsbild jedoch relativ symptomarm.
Ursachen
Ursachen
Die Ursachen einer Leberentzündung sind vielfältig und lassen sich sicherlich nicht allein auf die Gegebenheit zurückführen, dass es sich um Viren handelt, die leicht übertragbar sind. Die Frage ist vielmehr: warum erkrankt der eine daran und der andere nicht? Denn, nicht jeder Kontakt führt zur Ansteckung. Das gilt für alle Krankheiten jedweder Couleur. Vordergründig lautet die Antwort: das Immunsystem des einen ist stärker als das des anderen. Warum? An dieser Stelle setzt die Ursachenbekämpfung an und die kann so vielfältig sein, wie die Menschen individuell sind. Deshalb muss nach der reinen Symptomlinderung unserer Meinung nach die Ursachenergründung folgen, die über die körperliche Ebene hinausreicht und Umfeld, soziale Kontakte und die Psyche miteinbezieht.
Ursachen können also sein:
- Hepatitisviren vom Typ A, B, C, D und E. Daneben können aber auch andere Viren, z. B. Herpesviren oder das Gelbfiebervirus, eine Hepatitis auslösen.
- toxische Substanzen, z.B Alkohol oder chronischer Medikamentenkonsum
Als „Kläranlage“ für den Organismus ist die Leber für den Abbau aller giftigen Substanzen zuständig. Da Alkohol ein Zellgift darstellt, muss er sogleich in der Leber abgebaut werden. Bei chronischem Konsum überschreitet das die Verarbeitungskapazitäten des Organs erheblich, mit der Folge, dass irgendwann die Funktionszellen der Leber „gereizt“ reagieren. Dasselbe gilt für die Dauereinnahme vieler Medikamente, die das Leberfunktionsgewebe ebenfalls überfordern und damit schädigen können.
- Leberverfettung: Eine Fettleber kann im Rahmen von Diabetes entstehen oder als Folge jahrelanger Über- und Fehlernährung auftreten.
- Autoimmunerkrankungen: Es kann zu fehlgesteuerten Immunreaktionen gegen die eigenen Leberzellen kommen.
- Stoffwechselerkrankungen können ebenfalls mit einer Leberentzündung einhergehen. Zu ihnen zählen Morbus Wilson, (Kupferspeicherkrankheit) oder die Hämochromatose, eine Erkrankung des Eisenstoffwechsels.
Die unterschiedlichen Typen der Leberentzündung
Die unterschiedlichen Typen der Leberentzündung
Die verschiedenen Hepatitisarten unterscheidet man in drei große Gruppen: Hepatitis A, Hepatitis B und Hepatitis C. Die C-Hepatitis ist, ähnlich wie die vom Typ D (kann als Mutation aus der Hepatitis B hervorgehen) und E, noch nicht ausreichend erforscht.
Impfung:
Besteht für A, B und D. Für alle anderen Formen nicht. In letzter Zeit wird v.a. die Impfung gegen die Hepatitis B gefordert und gefördert. Wir stellen bei diesem Punkt zum einen den Stand der derzeitigen Meinung der Schulmedizin dar, möchten aber darauf hinweisen, dass es zum Impfen im Allgemeinen durchaus wichtige gegenteilige Stimmen gibt. (s.Linktipps). Im Fall der Hepatitis B Impfung sollten sich die Erziehungsberechtigten der Frage stellen, ob die Gefahr der Ansteckung, tatsächlich gegeben ist, sprich, ob ihre Kinder zu dem gefährdeten Personenkreis zählen. Es sollte unserer Meinung nach dem Einzelnen selbst überlassen bleiben, ob er sich der derzeitigen schulmedizinischen Sichtweise, was Impfung angeht, anschließen möchte oder ob er, nach umfangreicher Information, möglicherweise auf diese verzichtet.
Hepatitis A (Reisehepatitis oder HAV-Hepatitis)
Der Name Reisehepatitis kommt dadurch zustande, dass man sich vor allem in Ländern mit warmem Klima und mangelnden hygienischen Bedingungen anstecken kann. Häufigste Virushepatitis in der BRD (45% d. Fälle)
Übertragungsweg: fäkal-oral (über Exkremente), Schmierinfektionen direkt von Mensch zu Mensch oder über kontaminierte Nahrung.
Inkubationszeit (die Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der ersten Symptome): etwa 6 bis 50 Tage
Typische Träger von Hepatitis -A- Viren: Nahrungsmittel wie Speiseeis, Obst, Salat, Muscheln und andere Schalentiere. Gefahrenquellen sind ferner unzureichend gereinigtes Essbesteck, Geschirr oder Toiletten. Auch Fliegen können den Krankheitserreger übertragen.
Schutz: Wenn man im Urlaubsland einige hygienische Maßnahmen beachtet, z. B. Abkochung des Trinkwassers oder häufiges Händewaschen, dann kann man einer Ansteckung schon gut vorbeugen. Eine Impfung gegen Hepatitis A wird i.d.R. nur Patienten empfohlen, die bereits unter anderen chronischen Lebererkrankungen leiden und eine weitere Schwächung des Organs durch eine Hepatitis A fürchten oder in oben genannte Länder reisen. Dass aber auch eine Impfung das Organ schwächen kann, sollte ebenfalls bedacht werden. Die Kosten werden im Fall einer Vorschädigung von den Krankenkassen übernommen.
Verlauf: Bei gutem Allgemeinzustand verläuft eine Hepatitis A relativ symptomarm. In etwa 10 % der Fälle kommt es zu einem schweren Krankheitsverlauf. Das „Gute“ an einer Reisehepatitis ist jedoch die Tatsache, dass sie immer ausheilt und es keine chronischen Verlaufsformen gibt. Und: Wer einmal eine Hepatitis A durchgemacht hat, ist gegen eine erneute Infektion immun. Eine Impfung ist in diesem Fall sowieso nicht mehr notwendig.
Hepatitis B (Transfusionshepatitis, Infektiöse Gelbsucht, Serumhepatitis oder HBV-Hepatitis)
Zweithäufigste Virushepatitis in der BRD (40 % d. Fälle). Die Ansteckungsgefahr über Bluttransfusionen ist heutzutage sehr gering, da die Konserven seit den 70-zigern auf das Virus untersucht werden. In Südostasien, in den Ländern südlich der Sahara und in der Amazonas-Region ist Hepatitis B relativ weit verbreitet. Bei Reisen in diese Regionen sind deshalb die unten genannten Vorsichtsmaßnahmen empfehlenswert
Übertragungsweg: nicht nur parenteral (unter Umgehung des Magen-Darm Kanals), über Blut (höchste Viruskonzentration), sondern auch über Speichel, Tränenflüssigkeit, Sperma, Vaginalsekret, und Colostrum(Erstmilch) übertragbar. Auch eine Infektion von der Mutter auf das Kind ist möglich.
Inkubationszeit: kann bis zu einem halben Jahr betragen.
Schutz: Wer direktem Blutkontakt ausgesetzt ist, z. B. bei der Versorgung offener Wunden, sollte Handschuhe verwenden. Denn: noch bevor ein Infizierter die Krankheit bemerkt, kann er das Virus schon auf Andere übertragen (sog. Carrier: Virusträger). Als Eintrittspforte für den Erreger genügen mikroskopisch kleine Hautverletzungen, in die infiziertes Scheidensekret, Samenflüssigkeit, Blut oder Blutplasma oder andere Körperflüssigkeiten eindringen können. Das Meiden von Gegenständen, die mit Blut kontaminiert sein könnten, erscheint sinnvoll. Dazu gehören z. B. Rasierer, Nagelschere, Zahnbürste etc. Nicht nur wegen AIDS, sondern auch zum Schutz vor Hepatitis B ist die Verwendung eines Kondoms beim Sexualverkehr unbedingt anzuraten, denn der häufigste Übertragungsweg hierzulande ist der Sexualkontakt. Die Empfehlung innerhalb der Schulmedizin lautet: Personen, die mit einem Hepatitis-B-Patienten in einem Haushalt leben, sollten sich impfen lassen und entsprechende Schutzmassnahmen vornehmen, um einer Ansteckung vorzubeugen. Da die Übertragungswege durch Körperflüssigkeiten so vielfältig sind. Als ebenfalls gefährdete Personen gelten, Ärzte, Heilpraktiker, Kosmetikerinnen, Angehörige von Erkrankten, Drogensüchtige, Homosexuelle und Dialysepatienten etc.
Verlauf: Bei gutem Allgemeinzustand verläuft die Hepatitis B relativ symptomarm, jedoch können die o. g. Symptome wie Müdigkeit, Übelkeit etc. durchaus auftreten. Ein Drittel der Erkrankten entwickelt eine akute Gelbsucht, ein weiteres Drittel entwickelt keine Gelbsucht und das restliche Drittel zeigt einen völlig asymptomatischen Verlauf. Die meisten Fälle der akuten Hepatitis B heilen vollständig aus und hinterlassen eine lebenslange Immunität. Bei Erwachsenen mündet aber in etwa 10 % der Fälle die akute Erkrankung in eine chronische Form. . Kinder, die vor oder während der Geburt infiziert werden, entwickeln sogar in 90 % der Fälle eine chronische Hepatitis B. Nach Ausheilung der aktiven Form ist man zwar immun und braucht keine Impfung mehr, doch kann es in Phasen, in denen man durch Stress oder andere Infektionen geschwächt ist, zu Reaktivierungen kommen. Typische unspezifische Symptome sind Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Muskelschmerzen und Gelenkschmerzen. Die Leberwerte sind erhöht.
Die Gefahr bei der chronischen Hepatitis B liegt im erhöhten Risiko für Leberzirrhose und Leberkrebs.
Hepatitis C
Übertragungsweg: parenteral (unter Umgehung des Magen-Darm Kanals), bei 45% d. Fälle unklar. Häufig auftretende Infektionsquelle: intravenöser Drogenkonsum, wenn Injektionsnadeln und andere Utensilien von mehreren Personen gemeinsam benutzt werden. Und: ungeschützter Sexualkontakt (z. B. während der Menstruation oder über Mikrorisse in der Haut) kann als Übertragungsweg nicht ausgeschlossen werden, steht aber nicht im Vordergrund. Kann auch in anderen Körperflüssigkeiten nachweisbar sein. Als gefährdetster Personenkreis gelten Drogenabhängige, die gemeinsame Nadeln benutzen. Wie hoch das Risiko bei Tätowierungen und Piercing liegt, ist nicht bekannt.
Inkubationszeit: sechs bis 12 Wochen
Schutz: Wer direktem Blutkontakt ausgesetzt ist, z. B. bei der Versorgung offener Wunden, sollte Handschuhe verwenden. Die gemeinsame Benutzung von Spritzen und anderen Gegenständen beim intravenösen Drogenkonsum ist ebenso zu vermeiden, wie die Benutzung von Rasierer, Nagelschere etc. eines infizierten Patienten. Beim Sexualverkehr: Kondome benützen.
Verlauf: Eine Hepatitis C-Infektion verläuft in 90% d. Fälle symptomarm und macht sich allenfalls mit grippeähnlichen Symptomen, Müdigkeit, Übelkeit, Druck im Oberbauch und Appetitlosigkeit bemerkbar. Die typischen Hepatitis-Symptome wie Dunkelfärbung des Urins oder Hellfärbung des Stuhls bleiben meist aus. Die Krankheit verläuft eher leise und schleichend. Bis 85 % der Patienten entwickeln eine chronische Hepatitis C. Sie verläuft oft unbemerkt und ist nicht selten ein Zufallsbefund bei der hausärztlichen Untersuchung. Die chronische Hepatitis C geht mit Müdigkeit, Antriebslosigkeit und gelegentlichem Druck im Oberbauch einher. Die Leberwerte (Transaminasen) sind erhöht. Gelegentlich kommen sog. „extrahepatische Manifestationen“, also Symptome außerhalb der Leber vor, z. B. Gelenk- und Muskelschmerzen.
In 20% der chronischen Fälle kann es zu einer Leberzirrhose kommen. Dann besteht ein hohes Risiko an Leberkrebs zu erkranken.
Diagnose
Diagnose
Diagnose von Leberentzündungen
Für die Diagnose einer Hepatitis gleich welchen Typus ist der Nachweis von Virusantigenen und Antikörpern entscheidend. Außerdem steigen im Blut die Leberwerte (Transaminasen) an.
Generell gilt: Normale Transaminasen schließen eine Virushepatitis aus!
Virushepatitis und ihre Folgen
Virushepatitis und ihre Folgen
Hepatitis A:
Eine unkompliziert verlaufende Hepatitis A heilt innerhalb von ein bis drei Monaten folgenlos ab und hinterlässt keine Organschäden. Die Leber ist ein sehr regenerationsfähiges Gewebe und erholt sich nach überstandener Infektion meist sehr gut. Ein fulminanter Verlauf der Hepatitis A kommt nur bei unter 1 % der Erkrankten vor, vor allem bei älteren Patienten und Drogenabhängigen. Die Überlebensrate der schweren akuten Form ist mit über 60 % relativ gut.
Hepatitis B, C:
Kritischer ist die Situation bei den chronischen Virusinfektionen vom Typ B und C. Sie können eine dauerhafte Schädigung der Leber zur Folge haben. Die chronische Entzündung lässt in der Leber narbiges Bindegewebe entstehen, das zunächst zu einer Fibrose und später zu einer Zirrhose führen kann.
Bei der Zirrhose hat sich durch die chronischen Entzündungsprozesse Narbengewebe gebildet, das nicht mehr reversibel ist. Es schädigt die Organstruktur und behindert den Blutfluss. Das gesunde und funktionstüchtige Lebergewebe nimmt ab, ebenso die Verarbeitung von Nährstoffen, Hormonen, Medikamenten und Schadstoffen. Die Entgiftungsleistung der Leber ist herabgesetzt. Dasselbe gilt für den Kohlenhydrat- und Eiweißstoffwechsel, für den das Organ eine zentrale Rolle spielt.
Die Entwicklung einer Leberzirrhose ist nicht zwangläufig das Endstadium einer chronischen Leberentzündung. Ob es so weit kommt, ist wesentlich davon abhängig, wie ein Hepatitispatient mit sich umgeht (s. u.). Außerdem dauert die Entwicklung einer Zirrhose sehr lange (20 – 40 Jahre). Der langsam fortschreitende Degenerationsprozess wird jedoch durch Alkoholkonsum – auch in geringsten Mengen – stark vorangetrieben, so dass strikte Alkoholkarenz für jeden Patienten mit chronischer Hepatitis ein unbedingtes Muss darstellt.
Ein weiteres Risiko der chronischen Hepatitis B oder C ist die Entstehung von Leberkrebs. Seine Zunahme zeigt in letzter Zeit eine deutliche Steigerungstendenz.
Therapie in der Schulmedizin
Therapie in der Schulmedizin
Interferone:
Die Behandlung der Hepatitis B und C hat in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht. Im Zentrum der schulmedizinischen Therapie steht das Interferon alfa, ein Gewebshormon, das der Körper z. B. bei einer Grippe, auch selbst produziert. In der Therapie der Hepatitis wird es mittels Injektion verabreicht. Verbesserte Interferone und der Wirkstoff Ribavirin haben die Ausheilungsrate bei der chronischen Hepatitis C deutlich gesteigert. Etwa jeder zweite Patient kann heute geheilt werden, bei der Hepatitis-C-Infektion mit den Virusgenotypen 2 oder 3 (Untertypen) liegt die Heilungsrate sogar bei 90 %. Die Behandlung erstreckt sich jedoch über eine lange Dauer, die je nach Virustyp zwischen ca. 20 – 50 Wochen liegt.
Auch die Ausheilung der chronischen Hepatitis B gelingt heute in weitaus mehr Fällen als früher. Neben der Behandlung mit Interferon alfa werden zusätzlich sog. Nukleosid- und Nukleotidanaloga eingesetzt. Sie kommen aus der HIV-Forschung, verfügen jedoch auch über die Fähigkeit, die Vermehrung des Hepatitis-B-Virus zu hemmen.
Nebenwirkungen:
Man darf in diesem Zusammenhang allerdings nicht verschweigen, dass die Interferontherapie neben ihren Therapieerfolgen bei der chronischen Hepatitis B und C leider auch starke Nebenwirkungen mit sich bringt. Dazu zählen grippeähnliche Symptome wie Fieber, Müdigkeit, Muskel-, Gelenk- und Kopfschmerzen und (reversibler) Haarausfall. Die Nebenwirkungen zeigen sich vor allem zu Beginn der Therapie, klingen aber mit dem Absetzen des Medikamentes wieder ab. Eine weitere und äußerst belastende Nebenwirkung sind depressive Verstimmungen bis hin zu starken Depressionen. Auch Blutbildveränderungen kommen vor, z. B. die Abnahme der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten für die Blutgerinnung).
Eine Alternative stellt die Therapie mit Nukleosidanalogene dar, die auch auf der Ebene der antiviralen Therapie ansetzt und die Vermehrung des Virus hemmen soll. Doch auch diese Medikamente sind nicht frei von Nebenwirkungen
Symptome beseitigen und unterstützen mit Naturheilkunde
Symptome beseitigen und unterstützen mit Naturheilkunde
Die Fragen, die allen Therapien vorangehen sollten:
- Welche Erwartungen habe ich als Patient in Bezug auf meine Krankheit und an den von mir befragten Arzt/Therapeuten/Heilpraktiker?
- Welche Eigenverantwortung bin ich bereit zu übernehmen?
Und im Sinne unserer bevorzugten Herangehensweise, wünscht der Patient
- In erster Linie eine Beseitigung der Symptome?
- Die Wiederherstellung der körperlichen Funktionstüchtigkeit?
- Und/oder geht es ihm darum, die Ursachen aufzuheben?
Symptombeseitigung und hilfreiche Unterstützung beim Gesundungsprozess
Die Therapieverfahren der Alternativmedizin weisen bei meist völliger Nebenwirkungsfreiheit ebenfalls hohe Erfolgsquoten auf. Für die Überwindung einer Hepatitis gilt dasselbe wie für die Überwindung jeder anderen Krankheit auch: Je besser der Allgemeinzustand des Patienten, desto leichter wird er aus eigener Kraft mit der Krankheit fertig werden. Auf diesem Weg kann er sich bei naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten viel Unterstützung holen.
Orthomolekulare Therapie
Die Versorgung mit Vitaminen, Spurenelementen und die Sanierung des Darmes steht hier an erster Stelle.
Eine optimale Versorgung des Organismus mit allen Vitaminen und Spurenelementen ist wichtige Voraussetzung für das reibungslose Ablaufen enzymatischer Prozesse, vor allem auch für ein leistungsfähiges Immunsystem.
Dazu soll der Körper mit allen wichtigen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt und speziell die Leber auch von Seiten des Darmes entlastet werden.
(Siehe Linktipps)
Ozon-Eigenblut-Behandlung
Ozon ist eine dreiatomige Sauerstoff-Verbindung. In der Heilbehandlung wird es wegen seiner bakterien- und pilzabtötenden, sowie seiner vireninaktivierenden Wirkung eingesetzt. Ozon kann außerdem die Durchblutung und Revitalisierung fördern.
Bei der großen Ozon-Eigenblut-Behandlung werden etwa 50 – 60 ml Eigenblut entnommen, mit Ozon angereichert und wieder reinfundiert. In der Behandlung der Hepatitis kann eine regelmäßige Ozon-Eigenblut-Therapie das Immunsystem aktivieren und die Vermehrung der Hepatitisviren reduzieren, bis der Organismus ab einem gewissen Punkt in der Lage ist, die Krankheit aus eigener Kraft endgültig zu überwinden.
Shiatsu Behandlung
Shiatsu, in Japan entstanden, ist eine sehr alte ganzheitliche Körpertherapiemethode, die in ihren Grundzügen auf der Basis der traditionellen chinesischen Medizin beruht und zum Ziel hat, Energieblockaden zu lösen. Das Chi (i. w. S. Lebensenergie), das bei einem kranken Menschen im Ungleichgewicht ist, soll gestärkt und der Mensch in seine „Mitte“ gebracht werden. Der Patient liegt in aller Regel und wird entlang des entsprechenden Meridians behandelt.
Die Leber: bei einer chronischen Hepatitis würde der Therapeut den Lebermeridian behandeln. Aus Sicht der Shiatsu Ausübenden erfüllt die Leber ihre Aufgabe optimal, wenn alle drei Ebenen (körperlich, geistig, seelisch) im Lot sind. Die Leber trägt ihren Teil zur körperlichen Energiegewinnung bei und ist in der Lage, Abwehrfunktionen des Blutes zu unterstützen. Sie kontrolliert auch die Sehkraft. Bei Meridianfülle neigt die betroffene Person dazu, sich schnell zu ärgern, bei entsprechender Leere zu depressiven Verstimmungen. Im Geistigen wird ihre Aufgabe in der Urteilsfähigkeit und im Bereich der Planung liegen.
Wenn Personen an der Leber erkrankt sind und sie begeben sich in Shiatsu Behandlung kann sich in deren Verlauf eine Veränderung auf allen drei Ebenen einstellen. Der eine wird vielleicht ausgeglichener, der andere erkrankt nicht mehr so schnell an einer zusätzlichen Infektion und wieder andere sind möglicherweise wieder in der Lage, Pläne zu schmieden und konkrete Ziele zu formulieren.
Die Wirkung von Shiatsu ist in aller Regel sanft und nicht spektakulär. Sie setzt auf Konstanz, Beobachtung und ausgleichender Harmonisierung und sie geht nicht davon aus, dass der Therapeut die Heilung bewirkt, sondern dem Menschen nur Unterstützung auf seinem individuellen Gesundungsweg bieten kann.
Siehe auch Akupunktur (dort Meridianumläufe) und Shiatsu
Traditionelle Chinesische Medizin (Beitrag von Kriemhilt Waldenmaier: Heilpraktikerin, Phytotherapie und Akupunktur)
„In der TCM versucht man bei der akuten Hepatitis begleitend "die Leber zu besänftigen, ihre Hitze zu klären und Feuchtigkeit auflösen". Hier wird sedierend, also ableitend behandelt. Die Sedierung zeichnet sich durch manuelle Stimulation aus: schnelles Drehen der Nadeln und kurze Verweildauer. Bei chronischer Hepatitis tonisiert man die Punkte und versucht, "die Milz zu stärken, Leber und Gallenblase zu regulieren und Kälte und Feuchtigkeit aufzulösen". D.h. man versucht „auffüllend“ zu arbeiten, weil eine Schwäche vorliegt.
Zur Lebersanierung allgemein sollte gesagt werden: Als physikalische Therapie kämen feuchtwarme Leibwickel als Zusatzbehandlung infrage. Wichtig ist sicher, dass zumindest ein Jahr ohne Alkohol gelebt wird. Ein Heißhunger auf saure Speisen ist ein sehr günstiges Zeichen der Genesung. Man kann durch eine Leberdiät dafür sorgen, dass die Leber nicht noch zusätzlich belastet wird. Da die Leber dasjenige Organ ist, das Medikamente und Wirkstoffe entgiften kann und muss, gibt es auch kein medikamentöses Leberschutzpräparat, weder schulmedizinisch noch naturheilkundlich. Denn auch naturheilkundliche Medikamente müssen entgiftet werden. Wenn die Leber erkrankt ist, hilft nur noch, das Organ in Watte zu packen und Mariendistel möglichst schon vorher nehmen, bevor die Leber erkrankt.“
Naturheilkunde zur Wiederherstellung der Funktion
Naturheilkunde zur Wiederherstellung der Funktion
Vorbeugung und Selbsthilfe: Was der Betroffene selbst tun kann
Ernährungsempfehlungen
Für Leberkranke gelten die allgemeinen Regeln einer gesunden Ernährung, d. h.
- basenbildende Vollwertkost mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse, am besten aus biologisch-dynamischem Anbau.
Bio-Kost enthält weniger Pestizide, Insektizide etc. und erspart der Leber darüber eine Menge an Entgiftungsarbeit.
Eine besondere Rolle spielt das Thema Alkohol. Geringe Mengen an Alkohol (ein Glas Bier pro Tag) können eine Hepatitis verstärken. Hepatitis-Patienten, die regelmäßig Alkohol zu sich nehmen, entwickeln schneller eine Leberzirrhose als diejenigen, die konsequent auf Alkohol verzichten. Wer an Hepatitis leidet, sollte Alkohol ganz vermeiden.
Da eine fettreiche Ernährung die Entwicklung einer Fettleber begünstigt, sollte statt Schokolade, Pommes oder Schweinebraten, Obst, Gemüse und Getreideprodukte verzehrt werden.
- Pflanzliche Fette, z. B. ein hochwertiges Olivenöl, ist tierischen Fetten vorzuziehen.
- Zwei- bis drei Mal pro Woche sollte ein Seefisch auf dem Speiseplan stehen. Seefisch enthält die sog. Omega-3-Fettsäuren, die einen positiven Einfluss auf das Lebergewebe besitzen.
Patienten, die nicht nur unter Hepatitis, sondern auch an Diabetes leiden, müssen darauf achten, dass ihr Blutzucker optimal eingestellt ist. Ein chronisch erhöhter Blutzucker führt zu einer Erhöhung der freien Fettsäuren im Blut, die wiederum die Entstehung einer Fettleber begünstigen. Diese zusätzliche Belastung sollte der hepatitiskranken Leber erspart bleiben.
Eiweiße aus Fleisch, Fisch und Wurst haben eine ungünstige Wirkung auf die Leber. Sie sollten durch
- leichtverdaulichere und hochwertigere Eiweiße aus Joghurt, Käse, Quark, Eiern und Sojaprodukten ersetzt werden. Eine Möglichkeit ist die sog. ovo-lacto-vegetabile Kost (vegetarische Ernährung, angereichert um Eier und Milchprodukte)
- Kochsalz ist sparsam zu verwenden, vor allem dann, wenn im Rahmen einer Hepatitis Wasseransammlungen im Bauch (Aszites) oder in den Beinen (Ödeme) auftreten.
Hepatitispatienten mit Übergewicht haben tendenziell einen schlechteren Krankheitsverlauf als normalgewichtige. Gewichtsreduktion und mäßige, aber regelmäßige sportliche Betätigung reduzieren die Krankheitsaktivität. Ein Body-Mass-Index (BMI) zwischen 19 und 25 gilt als optimal.
- Essentielle Phospholipide
Die in der Sojabohne d enthaltenen essentiellen Phospholipide sollen die Leberzellmembran schützen. Essentielle Phospholipide sind hochgereinigte Extrakte aus der Sojabohne, deren Hauptwirksubstanz das 3-sn Phosphatidylcholin darstellt.
In den USA hatten 18 Freiwillige mit alkoholbedingter Leberschädigung und beginnender Fibrose der Leber an einer Studie teilgenommen. Sie enthielten entweder ein Placebo oder eine speziell für die Studie entwickelte orale Darreichungsform eines hochgereinigten essentiellen Phospholipids mit einem sehr hohen Anteil der Hauptwirksubstanz. Nach zwei Jahren wiesen fünf der neun Patienten aus der Placebogruppe ein Fortschreiten ihrer Krankheit auf. Bei allen neun Patienten aus der Gruppe der Essentiellen Phospholipide hatten sich die Leberschädigungen nicht weiter verschlechtert, sondern sogar ein Stück zurückgebildet. Und das, obwohl in beiden Gruppen weiterhin Alkohol konsumiert worden war. Es darf mittlerweile angenommen werden, dass
- Essentielle Phospholipide nicht nur die Membraneigenschaften der Leberzelle positiv beeinflussen, sondern auch der Fibrosebildung in der Leber entgegenwirken können.
Pflanzenheilkunde
Eine Pflanze, die seit Jahrhunderten für ihre regenerierende Wirkung auf erkranktes Lebergewebe bekannt ist, ist die Carduus marianus (Mariendistel).
Mariendistel ermöglicht über ihre regenerative Wirkung auf die Leberzellen in gewissem Sinn eine unspezifische kausale Lebertherapie. Unter Carduus marianus wurden folgende Therapieerfolge beobachtet:
- Leberwerte verbessern oder normalisieren sich,
- die klinische Symptomatik geht zurück und
- die Patienten fühlen sich subjektiv wohler.
- Auch Sekundärsymptome wie Appetitstörungen, Blähungsneigung, Verstopfung und Gelbsucht nehmen ab.
- Die Überlebenschance bei Leberzirrhose kann mit Mariendistelextrakten verbessert werden.
Die Mariendistel hat, gerade bei voll entwickelter Zirrhose, deutliche Vorzüge, weil sie die Abwehrleistungen des Organismus nicht schwächt, wie es bei Kortikosteroiden und Chemotherapeutika der Fall ist.
Pharmakologische Untersuchungen haben gezeigt, dass Carduus marianus im Bereich der Leber über folgende Wirkeigenschaften verfügt:
- entzündungshemmend
- leberstoffwechselstützend und regenerationsfördernd. Die Eiweißsynthese im gesunden Teil des Leberfunktionsgewebes wird gesteigert.
- leberschützende Wirkung durch Schutz der Leberzellmembran. Dies geschieht durch direkte Membranwirkung und die Neutralisierung von Lebergiften.
- wirkt der Fibrosebildung entgegen
- immunsteigend
- durch Verbesserung des Leberstoffwechsels reduzieren sich leberbedingte Beschwerden im Bereich von Galle und Darm
Die Einsatzgebiete der Mariendistel lassen sich deshalb in vier Hauptgruppen unterteilen. Man gibt sie
- 1. bei Veränderungen des Lebergewebes, die beispielsweise durch Alkohol, Medikamente, Zytostatikatherapie, Umwelt- oder gewerbliche Gifte ausgelöst worden sind;
- 2. bei virusbedingten, bakteriellen und parasitären Infektionen der Leber.
- 3. bei funktionellen Störungen und z. B.
- 4. im Rahmen einer beginnenden Leberzirrhose.
Das leberwirksame Prinzip von Carduus marianus sind die Flavanolignane. Sie wirken Lebergiften entgegen, stabilisieren die Leberzellmembran und hemmen Gallengangsverschlüsse nachfolgender Leberfibrosen. Damit ist die Mariendistel eine bedeutende Heilpflanze für Leberschutz und Leberregeneration.
Auf dem Markt gibt es zahlreiche Präparate, die Mariendistel oder ihren Hauptwirkstoff, das Silymarin, enthalten. Die Wirkung einer Heilpflanze scheint um so besser zu sein, wenn der gesamte Wirkstoffring in den Körper gelangt und nicht nur isolierte Einzelwirkstoffe. Sekundäre Pflanzenstoffe können einen modulierenden und verstärkenden Einfluss auf den Hauptwirkstoff ausüben. Ein pflanzliches Heilmittel sollte daher möglichst alle Inhaltsstoffe einer Pflanze enthalten. Die Einnahme von Mariendistel in Form einer homöopathisch-pflanzlichen Urtinktur kommt bei Langzeittherapien zum Einsatz. Urtinkturen zählen dabei zu den am intensivsten wirkenden pflanzlichen Applikationsformen.
Weitere Pflanzen, die bei einer umfassenden Lebersanierung zum Einsatz kommen: Schöllkraut besitzt eine allgemein krampflösende Wirkung und regt den Fluss der Galle an, Heiligenbasilikum, Angelika als Entschlackungsmittel, Wermut und Löwenzahn zur Blutreinigung.
Ursachen finden und beseitigen - Psychosomatik
Ursachen finden und beseitigen - Psychosomatik
Letztendlich steht hinter jeder Erkrankung die Frage: warum ist mein Immunsystem so geschwächt, dass es nicht in der Lage ist, den Kampf zu gewinnen? Oder anders gefragt: welche Aufgabe stellt mir diese Krankheit? Was muss ich bewältigen? Oder: warum bin ich so offen, dass ich Schaden nehme?
Für manch einen sicherlich erst einmal eine ungewöhnliche Fragestellung und: nicht jede Erkrankung fordert diesen Prozess. Überproblematisierung steht der Genesung genauso entgegen. Und doch kann zweifelsfrei gesagt werden, dass dem Betroffenen durch diese Fragestellung zumindest nicht mehr Schaden zugefügt werden kann, als schon geschehen ist. Und zweitens, kann die Auseinandersetzung mit diesen Fragen, in den meisten Fällen eine echte Hilfestellung sein. Wie anfangs schon erwähnt, steht es jedem frei, welchen Weg er beschreitet, ob nun Symptombeseitigung, Wiederherstellung oder Ursachenbekämpfung. Wir sehen unsere Aufgabe darin, auf allen Ebenen Informationen zur Unterstützung des Patienten zu liefern.
Psychosomatische Hintergründe
Eine einmalig auftretende, akute Hepatitis, z. B. vom Typ A, sollte man nicht psychosomatisch überbewerten. Wird man im Urlaubsland durch verunreinigte Nahrungsmittel mit zu hohen Keimzahlen konfrontiert, kann das Immunsystem von der Zahl der eindringenden Erreger überfordert sein und die Infektion nimmt ihren Lauf. Dennoch: Manche Menschen sind für Infektionen anfälliger als andere. Und insbesondere Patienten, die monate- und jahrelang an äußerst therapieresistenten chronischen Hepatitisformen leiden, finden manchmal eine Antwort auf ihre Frage nach dem „Warum?“, wenn sie sich mit Sinn und Bedeutung ihrer Krankheit auseinandersetzen.
Die Leber
Die Leber ist ein Organ, das in jeder Minute Entscheidungen über die Brauchbarkeit und Unbrauchbarkeit von Substanzen treffen muss. Die aus dem Darm über die Pfortader zur Leber geleiteten Nahrungsbestandteile werden ständig auf ihre Nützlichkeit bzw. Schädlichkeit für den Organismus überprüft. Die schädlichen Substanzen bereitet die Leber für die Ausscheidung über Niere und Darm vor, die nützlichen integriert sie in den Blutkreislauf, damit sie von den Körperzellen für deren Stoffwechsel zur Verfügung stehen.
Der Psychosomatiker Rüdiger Dahlke sieht in der Hepatitis einen kräftezehrenden Kampf um das rechte Maß. Dem Hepatitispatient ist möglicherweise ein Stück weit das Gefühl dafür verloren gegangen, was für ihn nützlich, bzw. schädlich = giftig ist. Eine bewusste Auseinandersetzung und kritische Überprüfung der unterschiedlichen Lebensthemen kann manchmal weiterhelfen.
Wer auf der seelischen Ebene Entscheidungen darüber fällen kann, was ihm zuträglich ist und was nicht, übernimmt im Bereich des Emotionalen dasselbe, was die Leber im Bereich des Stofflichen leistet.
Ist die seelische Entscheidungsfähigkeit geschwächt, wird das „Entscheiderorgan“ Leber krank. Es übernimmt gewissermaßen eine Art Indikatorfunktion. Regeneriert sich die seelische Entscheidungsfähigkeit, indem der Patient das eine oder andere in seinem Leben ändert und sich mehr von den Dingen distanziert, die ihm nicht gut tun, erübrigt sich die Indikatorfunktion der erkrankten Leber und das Organ kann gesund werden.
Auf ähnliche Zusammenhänge weist auch der Schweizer Heilpflanzenforscher Roger Kalbermatten hin. Er hat beobachtet, dass Carduus marianus eine Heilpflanze ist, die auf der seelischen Ebene die Abgrenzungsfähigkeit gegenüber Menschen und Erlebnissen, die einem nicht gut tun, stärkt. Menschen, die die Carduus marianus-Urtinktur einnehmen, können die Erfahrung machen, dass sie eine gewisse Ich-Stärkung erfahren und besser Nein sagen können, wo sie sich vielleicht zuvor öfter gegen ihren eigenen Willen „herumkriegen“ ließen. Die gute Wirkung von Mariendistel bei Lebererkrankungen ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass der Betroffene sich emotional besser abgrenzen lernt, woraufhin sich auf der körperlichen Ebene das „Abgrenzungsorgan“ Leber erholen kann.
Hierzu noch Dr. Scheel: Bemerkungen zu Hepatitis
„Ein Mensch, der auf der geistig-körperlich und seelischen Ebene im Gleichgewicht ist, wird nicht krank, weder im Ausland, noch durch andere und auch nicht durch die vermeintlichen Krankheitserreger: Warum? Der Nachweis von Krankheitserregern erfolgt schon im Heilungsstadium und die Mikroorganismen, um die es sich hier handelt, sind nicht die Ursache, sondern am Heilungsprozess beteiligt.
Zu Ursachen von Krankheiten oder Heilungsbemühungen zählen:
- meiner Meinung nach, z.B.: schlechte energetische Situation
- Seelisch-geistig-körperliche Überforderung, jeweils für sich gesehen
- Störung in der Komplexität des Immunsystems
- Verminderung der Immunleistung des Darms
- Psychisches Ungleichgewicht, speziell: Wut, Ärger (wird in der TCM dem Organ Leber zugeordnet) oder Ängste, speziell vor Krankheiten oder vor dem Krank werden
Zu Symptomen:
- 100 Hepatitis Patienten können im Einzelnen, ganz unterschiedliche komplexe Ursachen/Störungen haben, die zu Reaktionen über die Leber führen, während wiederum 100 andere Menschen mit exakt den gleichen komplexen Störungen über sehr unterschiedliche Organsysteme reagieren können
- wenn der Organismus Probleme zu bewältigen hat, reagiert er zunächst in der ersten Phase immer und überall akut entzündlich, im Interesse einer Heilung
- Eine „-itis“, zeigt immer ein Heilungsbemühen, also Rötung, Schwellung, Schmerz, Lymphreaktionen
Belastungsbeispiele für die Leber:
- Umweltgifte und Belastungen im Körper, z.B. durch Krankheitsherde, wie Zähne oder Zahnfüllungen
- Reduzierte Entgiftungs- oder Fehlfunktion von Niere und/oder Darm
- Ernährungsfehler, wie z.B. Industriezucker (belastet Leber und Bauchspeicheldrüse), Fette, v.a. verbrannte Fette, zu schwer verdauliche Nahrung, zu schnelles Essen, Stress beim und nach dem Essen
- Energieblockaden im Lebermeridian“
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