Krampfadern

Krampfadern

Nicht nur alte Menschen leiden an Krampfadern. Und die dicken blauen Adern und geschwollenen Beine sind auch nicht nur ein ästhetischer Makel. In schwereren Fällen bringt das Venenleiden eine Reihe unerfreulicher Komplikationen mit sich. Die Neigung zu Krampfadern mag angeboren sein – wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Venen trotzdem stärken können.

Einführung

Krampfadern, Varizen, Varikose: Die blauviolett mäandernden, verdickten bis auffällig beulig erweiterten Blutgefäße dicht unter der Haut der Unter- und Oberschenkel sind in Deutschland eine Volkskrankheit. Bis zu 80 Prozent der Erwachsenen zeigen entsprechende Symptome – die allerdings in vielen Fällen geringfügig und beschwerdefrei bleiben. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer.

Der Name Krampfader bedeutet im Althochdeutschen so viel wie Krummader. Tatsächlich kann es aber bei Krampfadern auch zu nächtlichen Wadenkrämpfen kommen.

Ursache von Krampfadern ist eine Bindegewebsschwäche der Venen, die zum Teil Veranlagung ist. Trotzdem haben Sie es in der Hand, Ihre Beine gesund zu erhalten: Bewegung und gesunde Ernährung sind die wichtigsten vorbeugenden Maßnahmen.

Ein paar Worte zu den Venen

Durch die Venen fließt das Blut zum Herzen zurück. In den Beinen ist dieser Rücktransport im Stehen und Sitzen ein Kampf gegen die Schwerkraft. Dafür, dass das Blut dabei nicht wieder zurückfließt, sorgen die in kurzen Abständen “eingebauten” Venenklappen: Diese flügeltürartigen Bindegewebssegel lassen das Blut normalerweise nur in der korrekten Fließrichtung passieren.

Das Venensystem der Beine umfasst ein verzweigtes Netz dünner äußerer Venen, die direkt unter der Haut liegen und das Blut aus dem Gewebe “einsammeln” (dazu gehören auch die beiden etwas dickeren Stammvenen an der Rückseite der Wade und an der Beininnenseite), die dicken inneren Leitvenen, die direkt zum Herzen führen und normalerweise 90 Prozent des in den Beinen befindlichen Blutes enthalten und viele Verbindungsvenen, die Blut aus den äußeren in die inneren Venen transportieren.

Da die Gefäßwände der Venen sehr dehnbar sind, reicht der Nachstrom des arteriellen Blutes nicht aus, um den Blutrückstrom zum Herzen richtig in Gang zu bringen. Die Pumpleistung dafür erbringt in erster Linie die Beinmuskulatur: Ihre Kontraktionen “massieren” den Blutstrom in den inneren Venen in Richtung Herz. Auch die Abrollbewegungen der venenreichen Fußsohle beim Gehen bringen den Blutfluss in Schwung. Die durch das Herz selbst ausgeübte Sogwirkung leistet nur einen relativ geringen Beitrag.

Ursachen

Wenn wir lange sitzen oder stehen, arbeitet die Muskelpumpe nicht oder kaum. Dadurch steigen Blutvolumen und Blutdruck in den Beinvenen. Die Venen dehnen sich aus. Diese Ausdehnung, zunächst reversibel, belastet die Gefäßwände und kann mit der Zeit zu einem irreversiblen “Ausleiern” der Venen führen.

Das wiederum ist eine der Hauptursachen für den Funktionsverlust der Venenklappen: Sie sind für den wachsenden Gefäßdurchmesser einfach zu klein, und es kommt zum Rückfluss von Blut. Versagt eine Klappe, macht bald auch die nächst-tiefere schlapp. Eine dicke Krampfader entsteht, wenn eine Klappe an einer Verknüpfungsstelle von innerem und äußerem Venensystem betroffen ist. Das durch die defekte Mündungsklappe aus der inneren Vene zurückströmende große Blutvolumen überlastet die kleinen äußeren Venen, und ihre Klappen versagen ebenfalls rasch. Krampfadern unter der Haut sind nur die sichtbaren Symptome einer solchen sogenannten Veneninsuffizienz oder Venenschwäche. Das zugrundeliegende Problem des unzulänglichen Blutrücktransports zum Herzen kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben.

Neben einer erblichen Bindegewebsschwäche, die das “Ausleiern” der Venen fördert und auch die Venenklappen schwächen kann, sind die Hauptrisikofaktoren für Krampfadern Bewegungsmangel und überwiegend sitzende oder stehende Tätigkeiten. Übergewicht und chronische Verstopfung können die Entstehung einer Venenschwäche ebenfalls fördern.

Der Phlebologe unterscheidet vier Formen von Krampfadern:

  • Stammvenen-Varizen: Hier sind die beiden Hauptvenen (Stammvenen) betroffen. Patienten haben Krampfadern an der Innenseite von Ober- und Unterschenkel. Dies ist die häufigste Form.
  • Seitenast-Varizen: Die Seitenäste verzweigen von den beiden Stammvenen und zeigen Krampfadern auch an der Innenseite von Unter- und Oberschenkel. Wenn die Seitenäste Varizen haben, sind meist auch die Stammvenen betroffen.
  • Perforans-Varizen: Perforansvenen verbinden das oberflächliche mit dem tiefen Venensystem.
  • Retikuläre-Varizen und Besenreiser betreffen die kleinen Gefäße der Haut. Sie sind an blau-rötlichen Verästelungen auf der Haut erkennbar. Sie können die Vorstufe eines größeren Venenleidens sein.

Krampfadersymptome

Erste Symptome von Venenschwäche zeigen sich bei einer angeborenen Veranlagung dazu oft bereits in der Jugend. Die sogenannten Besenreiser und retikulären Varizen – bläuliche Geflechte kleiner und allerkleinster erweiterter Venen in den Beinen – können darauf hinweisen, dass die Venenwände den Schwankungen des Blutdrucks generell nicht gut standhalten. Mitunter treten diese Kleinst-Krampfadern aber auch ohne Beteiligung der größeren Gefäße auf.

“Richtige” Krampfadern – knotig geschwollene, sich schlängelnde Blutgefäße – entstehen bei Funktionsstörungen einer der beiden Stammadern (Stammvarikose), ihrer kleineren Seitenäste (Seitenastvarikose) oder der Querverbindungen zwischen inneren und äußeren Venen (Perforansvarikose).

Häufige Begleitsymptome sind müde und geschwollene Beine. Die Schwellung wird als Ödem bezeichnet und entsteht, weil der erhöhte venöse Druck Flüssigkeit aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe presst. Weibliche Hormone wirken als “Weichmacher” für das Bindegewebe, daher verschlimmern sich die Beschwerden bei Frauen häufig direkt vor der Menstruation (und in der Schwangerschaft!). Ein erhöhter arterieller Einstrom – etwa bei hohen Temperaturen – verstärkt ebenfalls die Symptome, Gehen oder Hochlegen der Beine bringen Besserung.

Fortgeschrittene Krampfaderleiden zeigen Komplikationen, die auf die mangelnde Durchblutung des Gewebes zurückzuführen sind: Das Blut “steht” in den Beinen, Abfallprodukte werden nicht effizient entfernt, frisches, sauerstoffreiches Blut kann nur langsam nachfließen. Die Folge sind Juckreiz, Muskelschmerzen und -krämpfe, Hautveränderungen und eine Neigung zu Infektionen und Entzündungen.

  • Venenentzündungen (Phlebitis) zeigen sich anhand einer schmerzhaften Rötung, Erwärmung und Schwellung der betroffenen Vene. Ursachen können Infektionen, kleine Verletzungen oder Autoimmunvorgänge sein.
  • Thrombosen sind kleine Blutgerinnsel in den tieferen Venen, die sich im stehenden Blut viel eher bilden als wenn alles “im Fluss” ist. Das Gerinnsel verstopft das Gefäß, wobei der Blutfluss meist durch parallel laufende Venen gewährleistet bleibt, es aber zu Schmerzen und Entzündungen kommen kann. Löst sich das Gerinnsel und wird Richtung Herz gespült, kann es eine Lungenembolie auslösen – eine seltene, aber gefährliche Komplikation eines Krampfaderleidens.
  • Aus einer Venenentzündung, einer kleinen, alltäglichen Verletzung oder Infektion kann sich durch die Störung der Wundheilung bei fortgeschrittenen Krampfadern eine chronische, großflächige Wunde entwickeln (Ulcus cruris, “offenes Bein”).

Diagnose

Der Facharzt für Venenerkrankungen wird zunächst feststellen, welche Krampfader-Typen (Stamm- und Seitenastvarizen, Besenreiser) auftreten. Das Ausmaß des Blutstaus in den Beinvenen lässt sich bereits durch Beobachtung abschätzen. Die Ultraschall-Dopplersonographie visualisiert den Blutfluss in den Beinvenen. Mit ihrer Hilfe lässt sich feststellen, welche Venenklappen geschädigt sind. Als ergänzende diagnostische Methode wird die Phlebographie genutzt. Hier wird ein Kontrastmittel in eine Fußvene gespritzt, dessen Verteilung in den Beinvenen sich mittels Röntgenaufnahmen genau verfolgen lässt.

Die Phlebographie eignet sich besonders für die genaue Darstellung des Venensystems im Rahmen der Planung einer Krampfaderoperation. Weiterhin lässt sich so sicherstellen, dass das innere Venensystem funktionstüchtig ist – in seltenen Fällen können Krampfadern nämlich auch die sekundäre Folge einer Thrombose der inneren Beinvenen sein.

Schulmedizin

Die Basistherapie der schulmedizinischen Varikose-Vorbeugung sind tagsüber zu tragende  Kompressionsstrümpfe. Der Strumpf komprimiert das Beingewebe und unterstützt so den Rückfluss des Blutes zum Herzen, beseitigt Ödeme und verhindert die weitere Schwellung der oberflächlichen Venen.

Bei fortgeschrittenen Krampfaderleiden steht darüber hinaus eine Reihe von Verfahren zur Entfernung der betroffenen Venen zur Verfügung.

Besenreiser können chemisch verödet, kleinere und auch größere Krampfadern im Rahmen der endovenösen Lasertherapie thermisch geschädigt und so permanent verschlossen werden. Größere Krampfadern (insbesondere betroffene Stammvenen) werden in der Regel chirurgisch entfernt (mittels einer durch das gesamte Gefäß geführten Sonde “gezogen” = Stripping) und ihre Einmündungsstellen in die Beinhauptvene verschlossen (Crossektomie).

Die Operation birgt das Risiko von Narben, Nervenverletzungen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass Lymphgefäße verletzt werden. Nach der Operation müssen mindestens bis zur vollständigen Abheilung Stützstrümpfe getragen werden.
Eine Krampfaderoperation beseitigt nicht die vorhandene Venenschwäche. Ohne vorbeugende Maßnahmen (Kompression, Phytotherapie, mehr Bewegung, Reduzierung des Übergewichts) zeigen sich später oft neue Beschwerden an einer anderen Vene.

Naturheilkunde

Krampfadern sind kein Schicksal! Vorbeugende Maßnahmen können nicht nur die Entstehung von Krampfadern verhindern, sondern auch die Prognose eines bereits vorhandenen Krampfaderleidens wesentlich verbessern.

Bewegung ist die beste Vorbeugung: Gehen, Walken, Joggen, Radfahren, Tanzen, Schwimmen – immer, wenn die Beine in Bewegung sind, arbeitet die Muskelpumpe und unterstützt die Venen bei ihrer Arbeit. Ein strammes Muskelgewebe rund um die Venen ist zudem auch in Ruhe eine gute Unterstützung für das schwächelnde Bindegewebe.

Wer beruflich viel sitzen oder stehen muss, kann durch regelmäßigen “Bürosport” einen kleinen Ausgleich schaffen:

  • Auf-der-Stelle-Gehen
  • Abwechselnd auf den Zehenspitzen und auf den Fersen stehen
  • Beugen und Strecken der Zehen
  • Kniebeugen

Wer die Wahl hat, legt beim Sitzen am besten die Beine hoch (ein kleines Schemelchen unter dem Schreibtisch hilft auch schon). Arbeiten Sie überwiegend stehend, sind Kompressionsstrümpfe als vorbeugende Maßnahme wirklich zu empfehlen. Enge Schuhe oder Jeans, Strümpfe mit festem Gummibund und andere einschnürende Kleidungsstücke sollten Sie dagegen vermeiden, da sie den Blutstau fördern.

Empfehlenswert sind weiterhin durchblutungsfördernde Wasseranwendungen: Kalte Beingüsse oder Wechselgüsse straffen und kräftigen die Gefäßwände. Die Güsse lassen sich leicht in den Alltag integrieren: Einfach am Ende des Duschens mit den Unterschenkeln beginnend das ganze Bein kalt abduschen.

Natürliche Entfernung der Krampfadern mit Kochsalzlösung

Prof. Linser hat an der Uni Tübingen in den 1930er Jahren des vorherigen Jahrhunderts als erster Kochsalzlösung eingesetzt, um Krampfadern zu veröden. Er hat über 70.000 Patienten mit diesem Verfahren behandelt. Der Naturarzt und Internist Dr. M. O. Bruker hat sein Verfahren weiter entwickelt wie auch Dr. med. S. Köster, der es heute noch praktiziert und Ärzte und Therapeuten ausbildet. Das Verfahren ist schulmedizinisch nicht anerkannt. Es liegt jedoch ein großer Erfahrungsschatz an Behandlungen vor.

In die Krampfader wird eine hochprozentige Kochsalzlösung eingespritzt. Die Flüssigkeit verteilt sich in der betroffenen Vene z.T. bis in die kleinen Verästelungen und folgt auch starken Verkrümmungen. Die zu behandelnden Venen müssen mindestens 2 mm dick sein, je dicker, desto besser. Bei kleinen Gefäßen wird eine modifizierte Kochsalzlösung verwendet. Die Salzlösung lässt die Vene verquellen und verschweißen. Im Laufe der Zeit verhärtet die Vene und wird vom Körper mit seinen eigenen Reparaturmechanismen abgebaut. Das Blut sucht sich neue Wege im Venensystem.

Der Eingriff erfolgt beim Arzt oder Heilpraktiker ambulant ohne Narkose. Er dauert ca. 1 Stunde. Der Patient verspürt ein leichtes Druckgefühl, das einige Minuten anhält. Nach der Behandlung müssen keine Stützstrümpfe getragen werden. Deshalb ist sie auch im Sommer möglich.

Unterstützung durch Heilpflanzen

Darüber hinaus kennt die Naturheilkunde einige pflanzliche Extrakte, die für die Therapie der venösen Insuffizienz ausgezeichnet geeignet sind.

  • Die Rosskastanie enthält das Wirkstoffgemisch Aescin, dessen 30 verschiedene Saponine entzündungshemmend, blutverdünnend und insbesondere gefäßverstärkend wirken. Aescin stärkt das Bindegewebe und verringert die Durchlässigkeit der Venenwände. So wirkt es der Bildung von Ödemen entgegen. Bei längerfristiger Einnahme von Rosskastanienextrakten bessern sich viele Symptome der Venenschwäche. Schwellungen und Schweregefühl der Beine gehen zurück, Juckreiz, Schmerzen und Entzündungen lassen nach. Dass Rosskastanienextrakte bei Krampfaderleiden genauso effektiv sind wie das Tragen von Kompressionsstrümpfen, wurde in mehreren Studien belegt. Für die empfohlene mehrmonatige Einnahme ist die homöopathische Urtinktur der Rosskastanie gut geeignet.
  • Rotes Weinlaub der Färberrebe (Vitis vinifera) ist die Quelle von Phytotherapeutika, deren Flavonoide die Venenwände stärken und ihre Elastizität erhöhen. Die zirkulationsverbessernde, ödemreduzierende Wirkung von Extrakten aus Rotem Weinlaub und die Verringerung subjektiver Krampfader-Beschwerden (Schwere- oder Spannungsgefühl, Schmerzen, Kribbeln) sind klinisch belegt.
  • Wirkstoffe aus Steinklee (Melilotus officinalis) haben ebenfalls eine günstige Wirkung auf Krampfadern. Der viel verzweigte Steinklee wurzelt in steinigen Böden und scheint die im Stein verdichtete Energie aufnehmen und über eine Vielzahl ungewöhnlich kleiner Blätter ableitend an die Umgebung weitergeben zu können. Steinklee-Extrakte sind bewährte Präparate zur Auflösung von Stauzuständen bei Venenleiden. Ob Krampfadern, Thrombosen oder Hämorrhoiden: Die Cumarine des Steinklees verbessern den Blutfluss, verringern die Ödemneigung und schützen vor Venenentzündungen.

Während Steinklee, Rotes Weinlaub und Rosskastanie eher zur Behandlung weniger schwerer Krampfadern angezeigt sind, ist die Ringelblume (Calendula officinalis) gut zur Therapie des offenen Beins geeignet. Die homöopathische Urtinktur wird entweder eingenommen oder mit Wasser verdünnt bzw. als Beigabe zu Heilerde für Umschläge und Packungen verwendet.

Fortgeschrittene Krampfaderleiden sprechen gut auf Blutegel an: Der traditionsreiche sanfte Aderlass durch den schmerzlosen Saugvorgang und die blutverdünnenden Wirkstoffe des abgegebenen Hirudins wirken entstauend, lösen Blutgerinnsel auf und fördern lokal die Regeneration des Gewebes.

Zur Ergänzung der Phytotherapie eignen sich Schüssler-Salze: Calcium fluoratum oral und als Salbe, bei Schmerzen im Wechsel mit Kalium chloratum, bei Entzündungen mit Ferrum phosphoricum. Für das offene Bein kommen Natrium sulfuricum, Silicea (bei starker Eiterbildung) oder Kalium phosphoricum (bei stinkenden Absonderungen) in Frage.

Ernährung

Übergewicht und chronische Verstopfung begünstigen die Entstehung von Krampfadern: Bauchfett und/oder ein geblähter, überlasteter Darm drücken auf die Venen im Bauchraum, Rückstau in den Beinen ist die Folge. Eine gesunde, ballaststoffreiche Ernährung (viel frisches Obst, Salat und Gemüse, Vollkornprodukte) und ein Body-Mass-Index im gesunden Rahmen (BMI unter 27, bis 35 Jahre möglichst unter 25) sind daher bei einer Neigung zu Venenschwäche die beste Vorbeugung.

Um die Fließfähigkeit des Blutes zu verbessern, ist einerseits reichliches Trinken, andererseits eine an natürlichen “Blutverdünnern” (Knoblauch, Zwiebeln, Ingwer), Vitaminen und Mineralstoffen reiche Ernährung wichtig. Bioflavonoide und Vitamin C in Obst und Gemüse sowie Vitamin E in kaltgepressten pflanzlichen Ölen sind Antioxidantien, die die Schädigung von Gefäßwänden und Venenklappen durch Alterungsprozesse bremsen können. Zink unterstützt Heilungsprozesse und wirkt antientzündlich bei offenem Bein und Venenentzündung. Magnesium hilft gegen Muskelkrämpfe.

Psychosomatik

Zur Psychosomatik eines Krampfaderleidens gehört die Beobachtung des “Versackens” des Blutes, im unteren Körperpol. Trägheit, Schwere, mangelnde Spannkraft – was bei Krampfadern für das Venensystem der Beine gilt, gilt gleichzeitig oft in übertragenem Sinne für das Seelenleben der Betroffenen. Nicht nur das Blut versackt, sondern auch die Lebensenergie. Der emotionale Stau, der die Folge stagnierender Verhältnisse oder Beziehungen ist, zeigt sich auf der Körperebene als venöser Blutstau.

Auf der seelischen Ebene muss es daher um das Zurückgewinnen von Vitalität gehen: Faule Kompromisse aufkündigen, Interesse neu wecken, das eigene Fühlen und Wollen wieder beleben und zum Ausdruck bringen, persönliche Ziele mit neuer Energie verfolgen. Die so erreichte Erhöhung der geistig-seelischen Spannkraft wird sich positiv auf das Allgemeinbefinden und letztlich auch auf die Spannkraft der Venenwände auswirken.

Literatur

  • Max. O. Bruker, Ilse Gutjahr: Krampfadern: Schnelle, erfolgreiche und dauerhafte Beseitigung. emu-Verlags- und Vertriebsgesellschaft, Lahnstein, 2010
  • Dr. Sundaro Köster, Dr. Berndt Rieger: Krampfadern schonend und natürlich entfernen. Kopp-Verlag, Rottenburg , 2014
  • Roger Kalbermatten: Wesen und Signatur der Heilpflanzen: Die Gestalt als Schlüssel zur Heilkraft der Pflanzen. AT-Verlag, Aarau, 2005

Kommentare

Kristina Maier Grafendorfer, 23.03.2010, 18:39

Danke fuer diesen informativen, ganzheitlichen und kompletten Beitrag.
Lg Kristina

Online-Redaktion

Kommentare

Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 18.03.2016:
Sehr geehrte Frau Granitzer!
Wir verstehen leider oft unsere eigene geniale wie ausdrucksstarke Sprache nicht. Sicher bezeichnen die meisten Menschen die Tätigkeit der Ärzte als Be-HAND-lung.Intuitiv nutzen nicht wenige diesen Vorgang, wenn sie Bauch- oder Zahnschmerzen haben, indem sie ihre Hände über die schmerzenden Bereiche halten und es dann für normal betrachten, dass es ihnen deutlich besser geht.
Sehr viele Menschen halten ihre Hände im Sitzen wie im Stehen im Rücken oberhalb vom Becken (also im Nierenbereich) mit der positiven Empfindung, dass dies ihnen sehr gut tut - ohne zu ahnen, dass sie eigentlich die Nieren be-hand-eln. Gerade die Nieren stehen nicht zuletzt aufgrund der ständigen unglaublichen Leistungen in enger Wechselbeziehung mit dem eigenen energetischen Zustand.Warme Hände wie positive Empfindungen führen den Nieren Energie zu mit dem Effekt, dass deren Funktionen und damit Entgiftung, Durchblutung, Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt, Säure-Basen-Regulierung und nicht zuletzt der Energiehaushalt selbst zumindest positiv beeinflusst werden.
Sich dessen bewusst Sein bietet die Möglichkeit mit Hilfe der Eigen-Be-HAND-lung für zunächst unmöglich gehaltene Erfolge zu erzielen.
Materie ist verdichtete Energie.
Prof. Emoto (Die Antwort des Wassers)hat in genialer Weise nachgewiesen, wie jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat uns harmonisieren (heilen) oder diesharmonisieren (belasten)kann (jeder ist seines Glückes Schmied).
Wer kann uns daran hindern, positiv zu denken, zu reden und zu handeln...?
Jeder kann sich vorstellen, dass die nach oben gehaltenen offenen Hände den Parabolspiegeln auf den Dächern insoweit gleichen, dass wir die vorhandene universelle, positive wie heilende Energie empfangen können (daran zu spüren, dass die Hände entweder warm oder schwer oder prickelnd...werden)und diese dann dem entsprechend ausgewählten Bereich oder Organ unseres Körpers zuführen können.
Die gegebenen Möglichkeiten nutzend können wir mit Kinesiologie die wirklichen Ursachen unserer Beschwerden feststellen und mit (Eigen-) Be-HAND-lung zumindest positiv beeinflussen.
Stellen Sie sich und Ihre vielleicht zunächst unvorstellbaren Fähigkeiten bitte nicht in Frage und nutzen sie diese erfolgreich auf Ihrem mit der Geburt begonnendem Weg der kontinuierlichen Weiterentwicklungs- und Heilungsmöglichkeit.
Ihre Anfrage im Naturheilmagazin ist ja toller Ausdruck, dass Sie sich um eine erfolgsbringende Bewusstseinserweiterung bemühen.
Herzlichen Glückwunsch hierzu und alles erdenklich Gute!
Dr. med. Wolfgang Scheel
inge granitzer aus zlan, 14.03.2016:
Guten Tag, wie ist das mit Handauflegen gemeint ? Kann man das selber machen ?
Danke
Inge Granitzer
Hermann Büsken, 08.10.2015:
Hermann Büsken Borken den 20.9.15
46325 Borken, Nikolaus Großstr.3
info@hermann-buesken.de

Es klingt sicher utopisch, dass man mit der Vorstellungskraft, Krampfadern einfach verschwinden lassen kann. Ich habe den ersten Reiki Grad. Meine Hausärztin wollte mir gegen meine Krampfadern Stützstrümpfe verschreiben, was ich aber ablehnte. Erst vierzehn Tage später, habe ich mir überlegt, warum versuche ich es nicht durch Handauflegen.
Innerhalb von zwei Minuten war ich meine Krampfadern los. Weil ich wusste, dass mir das keiner glauben würde, habe ich meiner Hausärztin am nächsten Tag meine Waden ohne Krampfadern gezeigt. Nicht dass man an eine Eintagsfliege denkt. Meine Kniearthrose habe ich auch so beseitigt. Ich habe versucht, diese Möglichkeit bekannt zu machen, keiner wollte etwas davon wissen. Vielleicht, weil es zu unglaubwürdig klingt? Die Ärzte haben Angst , ihre sprudelnde Verdienstquelle zu verlieren. Ich habe bewiesen, das es möglich ist. Andere können das sicher auch.
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