Vortrag: Vom Leistungsträger zum Burnout-Patienten

Vom Leistungsträger zum Burnout-Patienten

Fällt Ihnen vieles leicht, begreifen Sie auch komplexe Sachverhalte schnell und sind sie sprechbegabt? Dann gehören Sie vielleicht zu Menschen eines bestimmten Stoffwechseltyps, die einerseits besonders leistungsstark, andererseits aber auch besonders Burnout-gefährdet sind. Mehr dazu erfahren Sie hier.

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Kurt E. Müller, FA. für Haut- und Geschlechtskrankheiten aus Kempten

Einführung

In seinem Vortrag auf der 43. Medizinischen Woche in Baden-Baden zeigte der Umweltmediziner Dr. med. Kurt E. Müller, dass schon aus rein physiologischer Sicht Leistungsträger besonders oft an einem Burnout-Syndrom erkranken. Wer diesen Typ des Burnout-Patienten erkennt, kann das zur Vorbeugung und Behandlung des Burnout-Syndroms nutzen!

Vortragender: Dr. med. Kurt E. Müller, Hautarzt, Umweltmedizin, Kempten

Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

Was früher eine Rarität war, hat sich inzwischen massiv in unserer Bevölkerung ausgebreitet: das Burnout-Syndrom. In Deutschland sollen bereits 10-15 % der Bevölkerung unter dem Burnout-Syndrom leiden – darunter auffällig viele Leistungsträger unserer Gesellschaft. Das ist kein Zufall! Dahinter stecken die so genannten „Katecholamine“. Das sind Hormone und Neurotransmitter, (d.h. Botenstoffe, die Signale von einer Nervenzelle zur nächsten übermitteln), die vom Körper vor allen in Stresssituationen ausgeschüttet werden. Menschen mit erhöhter Aktivität der Katecholamine sind besonders leistungsfähig – und besonders gefährdet für das Burnout-Syndrom.

Woran erkennt man Menschen mit diesem Burnout-Risiko?

Hintergrund der erhöhten Aktivität der Katecholamine bei diesen Personen ist eine bestimmte Genvariante der so genannten COMT (Catechol-O-Methyltransferase), eines Enzyms, das an der Inaktivierung der Katecholamine beteiligt ist. Da die Katecholamine nicht richtig inaktiviert werden können, ist ihre Aktivität höher als erwünscht.
Die chronisch erhöhte Aktivität der Katecholamine prägt auch das Persönlichkeitsprofil dieser Menschen, die zunächst vor allem durch ihre hohe Leistungsfähigkeit auffallen. Hier einige wichtige Kriterien, die sich leicht aus der Wirkung der Katecholamine erklären lassen:

  • hohe geistige und körperliche Leistungsfähigkeit
  • große Ausdauer, späte Erschöpfung
  • es fällt alles leicht
  • gleichzeitige Erledigung viele Dinge
  • schnelles Begreifen komplexer Sachverhalte
  • Sprech- und Sprachbegabung, aber auch Redefluss (v.a. bei Frauen)
  • Ungeduld, Rastlosigkeit, Hastigkeit
  • sportlich vielseitig begabt, schlechte Teamfähigkeit
  • alle Sinneswahrnehmungen sind gesteigert
  • Aggressivität, verbal und körperlich
  • leichtes Schwitzen
  • keine Gewichtsprobleme
  • Unfähigkeit zu Meditation, Yoga, Kontemplation etc.
  • Erholung durch körperliche Aktivität
  • geringes Schlafbedürfnis, Schlafstörungen
  • hoher Verbrauch an Mikronährstoffen
  • Metabolisierungsstörung (d.h. Störung im Stoffwechsel) von Katecholaminen, Medikamenten und Schadstoffen

Was machen Katecholamine?

Katecholamine, dazu gehören vor allem Adrenalin und Noradrenalin, sind wichtige Botenstoffe in unserem Nervensystem. Hier werden sie insbesondere zur Stressanpassung, aber auch zur physiologischen Dauerregulation verwendet.
Stresssituationen gab es schon immer. Bei unseren Vorfahren waren das vor allem Jagd- oder Fluchtsituationen. Hier leisteten die Katecholamine wertvolle Dienste: Alles was für die Bewältigung dieser Stresssituation benötigt wird, wird mit ihrer Hilfe besser durchblutet und aktiviert. So steigen die Herzschlagfrequenz und die Durchblutung der Skelettmuskeln und über die Lungen wird dem Körper mehr Sauerstoff bereitgestellt. Gleichzeitig werden innere Organe, insbesondere die Verdauung, auf Sparflamme heruntergefahren.
Was in einer zeitlich begrenzten Stresssituation sinnvoll ist, wird auf Dauer jedoch zum Problem. Menschen, die eine chronisch erhöhte Aktivität der Katecholamine aufweisen, sind zwar aufgrund der dauernden Alarmbereitschaft ihres Körpers zunächst besonders leistungsstark, auf Dauer aber werden sie krank. Das Burnout-Syndrom ist eine typische und logische Folge

Katecholamine steigern die

  • Sinneswahrnehmung
  • kognitive Hirnleistung
  • prozedurale Hirnleistung
  • Handlungsgeschwindigkeit
  • Aggressivität
  • Panikreaktionen (Flucht)

Katecholamine haben darüber hinaus vielfältige Wirkungen auf das Immunsystem. 

Wie können Katecholamine krank machen?

Katecholamine wirken u.a. auf das Immunsystem. So wird z.B. bei adrenergem Stress die Zahl der weißen Blutkörperchen (Lymphozyten), welche für unsere Abwehr wichtig sind, reduziert. Zudem fördert Noradrenalin das Wachstum von Bakterien. Durch die Hemmung der Abwehrfunktion bei gleichzeitiger Förderung des Bakterienwachstums können sich Infektionskrankheiten besser ausbreiten.
Chronischer Stress bzw. eine chronisch erhöhte Aktivität der Katecholamine kann daher die Chronifizierung von Infekten fördern.
 Dies kann z.B. bei einer Borreliose oder einem Eppstein-Barr-Virus passieren. Bei Infekten dieser Patienten bringt eine Behandlung mit Antibiotika wenig, weil der Patient auch dafür noch eine relativ gute eigene Abwehr bräuchte. 
Da die COMT (Catechol-O-Methyltransferase) auch am Abbau von Arzneimitteln und von Schadstoffen beteiligt ist, ist zugleich die Entgiftung des Körpers beeinträchtigt. Zudem werden Stoffe aus der Umwelt, wie z.B. Metalle, leichter aufgenommen.
Darüber hinaus lassen sich verschiedene Wirkungen auf das Herz-Kreislauf-System feststellen: Es kommt eher zu einem leichten Bluthochdruck, zu Arteriosklerose und zu oxidativem Stress. Hier ist es gut, den Patienten z.B. auf Basis der oben beschriebenen Persönlichkeitsmerkmale, frühzeitig zu erkennen, um Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.
Katecholamine senken direkt den Serotoninspiegel. Serotonin, das z.B. auch in Schokolade vorkommt, gilt als körpereigenes Glückhormon. Sinkt der Serotonin-Spiegel, kann es zu Depressionen kommen. 
Auch der Melatoninspiegel sinkt. Melantonin ist wichtig für unseren gesunden Schlaf. Dementsprechend treten vermehrt Schlafstörungen auf. 
Durch den erhöhten Katecholaminspiegel entstehen v.a. bei Frauen vermehrt Katecholöstrogene. Dadurch können humane Papillomaviren (HPV), von denen einige Stämme das Krebsrisiko erhöhen, schlechter abgewehrt werden. Dies bedingt ein erhöhtes Risiko für Gebärmutterhalskrebs.
Krankheiten, die durch die reduzierte Aktivität der COMT bedingt sein können sind

Menschen mit COMT-Mangel

Bei Menschen mit einem Mangel an COMT wird der Noradrenalin-Spiegel nicht – wie sonst üblich – kurze Zeit nach der Stresssituation wieder gesenkt. Er bleibt hoch. Dies führt zunächst zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit. Daher sind Menschen mit einem COMT-Mangel überdurchschnittlich oft unter den Leistungsträgern unserer Gesellschaft zu finden.
Den Weg vom Leistungsträger zum Burnout-Patienten kann man bei diesen Menschen in 3 Phasen einteilen:

PhaseKennzeichenPhysiologie
Ihohe Leistungsfähigkeitviel Noradrenalin, der Adrenalinspiegel sinkt. Hohes Verhältnis von Noradrenalin zu Adrenalin.
IInachlassende LeistungsfähigkeitNoradrenalinspiegel beginnt zu sinken
IIILeistungseinbruch, Burnoutwenig Noradrenalin

Der Körper reagiert langfristig auf den hohen Katecholaminspiegel, indem er die Rezeptoren für die Katecholamine reduziert. In dieser Phase ist die Empfindlichkeit des Patienten auf Katecholamine verringert („Desensitivierung“). In der Phase der Erschöpfung, also beim Burnout, kommt es dann aber zu einer Erhöhung der Rezeptordichte, weil der Körper die Wirkung der Katecholamine wieder intensivieren will. In dieser Phase reagiert er dann sehr empfindlich auf Katecholamine (Denervationssupersensitivität). All dies ist in der Therapie des Burnout-Syndroms auf Basis einer verringerten COMT-Aktivität zu berücksichtigen. 

Therapie

Die Therapie von Menschen mit einer reduzierten COMT-Aktivität sollte nicht erst beginnen, wenn es zum Burnout-Syndrom gekommen ist. Bereits ein Nachlassen der Leistungsfähigkeit ist ein ernstzunehmendes Signal! Auf Basis der oben beschriebenen Kenntnisse lassen sich auch Therapieempfehlungen zusammenstellen.

  • Bei Infekten bei diesen Patienten eher die körpereigene Abwehr unterstützen als Antibiotika einzusetzen.
  • Wichtig ist es bei diesen Patienten dem oxidativen Stress zu begegnen.
  • Exogener Stress, insbesondere auch Gifte aus der Umwelt wie Titan, PCB, Quecksilber usw. sollten möglichst weit vermieden werden, da der Körper nicht so gut entgiften kann.

Orthomolekulare Medizin

Mit Hilfe der Orthomolekularen Medizin kann man u.a. oxidativem Stress entgegenwirken und den erhöhten Verbrauch an Mikronährstoffen bei diesen Menschen ausgleichen. Sinnvoll ist die Substitution von 

  • Aminosäuren: Phenylalanin, Tyrosin, L-Tryptophan, S-Adenosylmethionin
  • Vitaminen und Spurenelementen: Vitamin B1, B3, B5, B6, B12, Vitamin C, Folsäure, Mg (Magnesium), Zn (Zink), Ca (Calcium)
  • natürliche Quelle für L-DOPA: Macuna puriens (Bohne)

Sport als Therapie

Menschen mit einer genetischen Verminderung der Enzymleistung der COMT benötigen regelmäßigen Sport. Der gewählte Sport muss Spaß machen. Diese Menschen erholen sich durch die richtige Aktivität. Geeignet sind vor allem solche Sportarten, bei denen es um die Bewältigung einer Sache geht und nicht um den Wettbewerb mit einem Gegner. Das würde diesen Menschen noch mehr Stress bereiten. 

geeignete Sportartenungeeignete Sportarten
JoggenMannschaftssportarten
LanglaufSportarten mit direktem Gegner (Tennis, Tischtennis)
Radsporttechnisch diffizile Sportarten (Golf, Bogenschießen, Gewehrschießen)
Tanzen
Klettern
Bergwandern

Während der richtige Sport diesen Menschen Erholung bringt, sind Meditation, Yoga, Entspannung und Kontemplation für sie eher ungeeignet.

Psychotherapie

Psychotherapie ist bei diesen Burnout-Patienten sinnlos. Eine Verhaltenstherapie kann das komplexe Behandlungsprogramm jedoch sinnvoll ergänzen.

Vorsicht ist bei der Diagnose „endogene“ (d.h. von innen kommende) Depression geboten. Die Depression dieser Patienten basiert vielmehr auf einen Rückgang des körpereigenen Stimmungsaufhellers Serotonin. Bei dieser Form der Depressionen sind Medikamente nicht sinnvoll, keinesfalls sollten Serotonin-Wiederaufnahmehemmer eingesetzt werden.

Die oben beschriebene Diagnose und die daraus resultierenden Therapieempfehlungen sind ausschließlich bei Patienten mit einer genetisch bedingten Veränderung der COMT (homozygoter oder heterozygoter Polymorphismus der COMT) berechtigt. Diese Patienten verbrauchen ihre Ressourcen durch unentwegte Leistungsbereitschaft solange sie gesund sind. Der Zeitpunkt schwerer Erschöpfung beginnt mit dem Abbrechen der Noradrenalinproduktion. 

Redaktion: Dr. rer. nat. Inge Ziegler

Kommentare

Marit aus Kiel, 22.05.2016:
Ich habe den Text gefunden, mich wiedergefunden und bei meinem Umweltmediziner den COMT-Polymorphismus untersuchen lassen, auf gesetzl.Kasse. [...] ich bin homozygot positiv. 2003 hatte ich Burnout, dann 2005 EBV, von dem ich mich nicht erholte bis heute. Bin nun befristet voll berentet (natürlich wegen Depression, zieht am besten), weil Anfang 2014 gar nichts mehr ging. Vorher immer volle Power bis 2005, danach auch noch, immer über die körperlichen Grenzen hinaus. Dann bin ich auch noch quecksilbervergiftet durch > 10 Amalgamplomben und mit 20 ohne Schutz neue A-Plomben wegen Sekundärkaries....B-Vitamine nehme ich hoch dosiert, spritze mir B12 selbst, habe auch noch HPU, deswegen nehme ich auch Zink, Mangan, P5P (aktiviertes B6). Schwermetalle ausleiten muss ich also auch. Ich würde für die Untersuchung des COMT-Mangels einen Umweltmediziner aufsuchen, [...]
Moni, 03.04.2016:
Ich bin seit Anfang März bei Dr. Gahlen in Behandlung und bin ein wenig skeptisch, nichtsdestotrotz seine Ausführungen (oder die eines HP namnes T. Hollmann aus Wuppertal) die letzte Hoffnung für mich sind. Als Kind immer stark in kurzen Abständen erkältet, heranwachsend mit Knieschmerzen belastet, später Dermatitis, Fieberschüben und vor fast 20 Jahren ein KnockOut durch Handschmerzen, Schwindel, Missempfindungen. Die Veränderungen in meinem Körper brachten mich ungewollt zur Ruhe. Mental wie physisch. Seitdem immer stärker werdende Schmerzen, Panusitisbereitschaft, unerträgliches Erschöpftsein. Von Ärzten und Psychologen missverstanden. Ein Jahr lang in geringer Menge ein Antidepressivum, was ich nicht vertrug. Auch ein privater Coach brachte nichts. Mit einem Jobwechsel ging gar nichts mehr. Seitdem ist der Körper ein Wrack.
Vor einem Jahr die Diagnose eines Rheumatologen: sie haben Chlamydien, 2 Entzündungsfaktoren, ein überstarkes Immunsystem. Woher die trockenen Agen kommen, wusste er nicht.
Mit der Schulmedizin schlechte Erfahrungen gemacht, aber auch bei HP stellten sich immer wieder Erstverschlimmerungen ein, die mich beängstigten und zum Abbruch der Therapien führten, landete ich bei einem Arzt inm Sauerland, der mit chin. Kräutertees arbeitete. Zuerst Besserung, dann wieder der ursprüngliche Zustand. Auf Empfehlung landete ich bei Dr. Lacher in Bochum, er behandelt mit Nahrungsergänzungsmitteln und Nosoden und hat sich auf die Behandlung von Parasiten (Würmer und Bakterien) konzentriert und benutzt dazu die Elektroakupunktur. Wie Hexerei, doch er hat mehreren Bekannten damit geholfen und bei mir waren Aussagen zum Rheumatologen deckungsgleich. In diesem halben Jahr hat sich mein Krankheitsbils verändert, aber leider nicht zur Heilung geführt.
Darum bin ihc nun bei Dr. Gahlen. Ich sehe mich wirklich in diesem Leistungstyp Mensch wieder, doch bemerke ich "Nebenwirkungen" in der Behandlung, die mich alles andere als glücklich machen.
Schon in der Vergangenheit wurde von einem Schulmediziner das ein oder andere den Punkt treffende Medikament verordnet, dann traten immer andere Schwachpunkte des Körpers in den Vordergrund. Hier nun wird in einer sehr teuren Therapie gleich mehrere Ebenen abgedeckt und trotzdem kommt es zu unerwünschten Erscheinungen.
Die einizige Hoffnung, resultierend aus den HP-Behandlungen ist, dass mein Körper überhaupt noch reagiert, obwohl er seit einem halben Jahrhundert "krank" ist, aber ich finde die Kommunikation mit dem Behandler unzureichend und denke, er ist in der Anamnese nicht ausreichend auf die Persönlichkeit eingegangen hat somit vielleicht einen allgemeinen , aber nicht wirklich persönlichen Behandlungsplan aufgestellt. Ich habe über die Jahre meine Ernährungsgewohnheiten umgestellt und nehme zwar fast tägich Milch in den Kaffee, aber verzichte auf andere Milchprodukte und mittlerweile fast ganz auf Fleisch und Fisch. Und nutze schon seit Jahren wegen der Unverträglichkeit Naturkosmetik (darauf geht Dr. Gahlen leider gar nicht ein). Und nun soll ich laut metabolischem Ernährungsplan erst fasten, dann kohlenhydratfrei und wieder von Fleisch und Käse leben und am besten dann aber vegan werden.
Da kann ich nicht mehr folgen. Und bekomme durch das Personal unzureichende Antworten.
Abschliessend kann ich sagen, dass es mir körperlich ein wenig besser geh. Ich spüre etwas mehr Kraft, verrichte auch wieder mehr Dinge. Der Schmerz und Steifheit kommt dann, vergeht aber auch nach einer Ruhepause wieder. Also scheint die Behandlung auf den richtigen Weg zu führen. Wenn da bloss nicht die anderen Seiten wären: harmlos ist noch die erneute Ekzemanfälligkeit, aber schlimmer ist allergische Variante in Form von Bronchialreizungen und nun, nach der ersten Einreibung mit Progesteron, auch noch Schlaflosigkeit und Unruhezustände und eigentlich sollte doch die Progesteroneinnahme genau das Gegenteil bewirken.

Tja, nun würde micb auch die Erfahrung von Wilfried interessieren, ob seine Tochter problemlos durch die Behandlung gekommen ist.
Ursula Hensold aus Augsburg, 14.01.2016:
Hallo, Gerhard! Bei mir wurde 2012 COMT bestätigt. Die entsprechende Laboruntersuchung veranlasste Dr. Kurt Müller über das Labor Dr. med Ralf Kirkamm (Mainz). Die machen solche Spezialuntersuchungen wohl sehr zuverlässig und die entprechenden Tests können von jedem Arzt dort angefordert werden. Mir hat allerdings ein Amtsarzt gesagt, dass auch die privaten Versicherungen bald diese Laboruntersuchungen nicht mehr übernähmen "und dann ist Schluss mit dem Spuk!". (Unglaublich! Finanzierung weg, Fakt weg?) Dh. als Kassenpatient - und bald auch als PP - zahlt man ca. 260 € für die Untersuchung. Außerdem kann ich Dir noch einen wissenschatlichen Artikel von Dr. K. Müller in "umwelt-medizin-gesellschaft" von 4/2007, S. 282-288 empfehlen. Gruß Ursula
Gerhard, 06.01.2016:
Hallo, vielleicht kennt jemand einen Arzt oder Labor im Großraum Freiburg für die COMT Problematik? Danke Gerhard
Heidi, 02.11.2014:
Hallo ich hätte eine Frage an Wilfried (10.02.2014) könnten Sie die an Wilfried weiterleiten gerne auch mit meiner mail Adresse.

Er schreibt über die Fortschritte seiner Tochter und mich würde interessieren welche Mikronährstoffe seine Tochter bekommt und wie sich diese auswirken.

vielen Dank für Ihre Hilfe

Mfg
heidi
M., 19.10.2014:
Hallo manu aus Kempten,

du hast das große Glück, dass Dr. Kurt E. Müller aus Kempten kommt. Ich komme auch aus Kempten und bin bei ihm in Behandlung. Meine Symptome und Geschichte ist wie deine, habe seit 2 Jahren Angst- und Panikzustände, Depressionen und die klassische Antidepressiva nützt nichts.
Herr Dr. Müller geht den Ursachen bei mir gerade auf den Grund.
manu aus kempten, 16.05.2014:
Alles was ich hier gelesen habe kommt mir sehr bekannt vor. Bin seit über 2 Jahren krank, erholte mich nicht mehr. Medikamente haben. meinen zustand teilweise sogar verschlechtert. Wo finde ich einen Arzt in meiner Nähe der mir weiterhelfen kann. Wäre für einen Tipp sehr dankbar. Denn der stress auch nichtweniger aufgrund meiner finanziellen Lage, weil ich nicht mehr arbeiten kann
Wilfried, 10.02.2014:
Hallo Jessika,
falls Sie einen Arzt in nördlicheren Gefilden suchen: www.dr-gahlen.de (Dr. Gregor Gahlen, Oberhausen). Er diagnostizierte: COMT-Homozygot met/met: Habe mit der massiven Zufuhr von Mikronährstoffen bereits gute Fortschritte gemacht. Die Fortschirtte bei meiner Tochter sind ... ein kleines Wunder.
Online-Redaktion, 29.01.2014:
Liebe Jessika,

ob sich ein Arzt mit der COMT-Aktivität/-Messung auskennt, hängt oft vom Einzelfall ab. Das kann unter Umständen schon beim entsprechend ausgerichteten internistischen Hausarzt der Fall sein. Ansonsten käme ein Endokrinologe, der Hormone der Nebennierenrinde misst, als Spezialist in Frage. Vielleicht Sprechen Sie Ihre Ärztin mal darauf an. Sie kann vmtl. auch besser einschätzen, ob Ihre Beschwerden mit einem COMT-Mangel zusammenhängen können.

Viel Erfolg und einen guten Heilungsprozess wünscht Ihnen das Team von www.naturheilmagazin.de.
Jessika D, 21.01.2014:
Guten Tag, ich habe mit grossem Interesse ihre beiträge zu burn-out (u.auch borreliose) gelesen.
Ich bin seit 12 monaten wegen des verdachts auf burn out u schwerer muskelverspannungen krankgeschrieben-angefangen hat es aber bereits vor jahren mit schmerzen in den händen. Anfängliche rheumavermutungen konnten nicht nachgewiesen werden im blut. (Seit ein paar wochen ist erstmals ein fingerwurzelgelenk, welches auch am meisten schmerzt, geschwollen und unbeweglich)
Wenn ich die infos zum burn out hier lese möchte ich natürlich umgehend erfahren, wie man meine diagnose weiter absichern kann. Zb comt aktivität- wie kann man klarheit über die gerade vorherrschende aktivität bekommen?
Besonders dringend möchte ich es deshalb erfahren, da mir erneut ein medikament verabreicht werden soll (antidepressivum/schmerzmittel).
Ich lehne jegliche medikation ohne diagnose aber vehement ab-jetzt möchte ich meiner ärztin vorschläge für andere ansätze,tests etc machen, da ich leider das gefühl habe, es fällt ihr nicht mehr viel ein. Auch eine unentdeckte borreliose hört sich zT zutreffend an auf mein beschwerdebild.
Ich bitte dringend um Rat, gern auch ansprechpartner nahe unna/dortmund, die bezahlbar sind bzw krankenkassenzulassung haben.
Vielen Dank.
Jessika D.
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