Allergien

Von Heuschnupfen bis Nahrungsmittelallergien: Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Hier finden Sie Tipps aus der Naturheilkunde bei Allergien.

Dr. med. Thomas Heintze - FA. für Innere Medizin, Homöopathie, Akupunktur, Naturheilverfahren
Dr. med. Thomas Heintze
FA. für Innere Medizin
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"Die empathische Hinwendung der Ärzte zu den Patienten macht 40-50% vom Therapieerfolg aus. Die Wortwahl der Ärzte entscheidt, ob der Placebo- oder der Nocebo-Effekt wirksam wird. Wir wollen, dass jede(r) einzelne Patient(in) zufrieden aus unserer Praxis hinausgeht. "

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Allergien & Immunsystem

In den Industrieländern lässt sich in den letzten Jahren eine eindeutige Zunahme von Allergien beobachten. Bei einer Allergie reagiert das Immunsystem überschießend (allergisch) auf normale – an sich harmlose – Reize, wie z. B. Tierhaare, Blütenpollen oder Lebensmittel. Damit ist die Allergie Ausdruck eines überlasteten Immunsystems.

Definition

Bei einer Allergie kommt es zu einer unangemessenen, nämlich übermäßigen Reaktion des Immunsystems auf natürliche, an sich ungefährliche Stoffe der Umgebung. Typischerweise reagiert das Immunsystem bei einer Allergie mit einer Entzündungsreaktion. Zu den klassischen Zeichen einer Entzündung gehören Rötung und Schwellungen, wie wir sie auch bei Allergien kennen.

Mit Entzündungen kann der Körper bedrohliche Reize wie Krankheitserreger oder Giftstoffe reagieren, um den Körper zu schützen. Im Falle der Allergie reagiert das Immunsystem ebenfalls nach diesem Muster – ohne dass überhaupt eine Gefahr besteht und ohne dass der vermeintliche Gegner (d. h. das Allergen, wie z. B. der Kot von Hausstaubmilben) besiegt und gebannt werden könnten. Als Allergene bezeichnet man dabei die Stoffe, welche die Allergie auslösen können, wie z. B. Gräserpollen oder den Kot von Hausstaubmilben.
Je nachdem, wie der Mensch in Kontakt mit den Allergenen kommt, bzw. wie er sie aufnimmt, unterscheidet man:

  • Inhalationsallergien: Hier werden die Allergene eingeatmet (z. B. Kot von Hausstaubmilben, Pollen von Gräsern oder Bäumen).
  • Nahrungsmittelallergien: Hier gelangen die Allergene über die Nahrung in den Körper (z. B. Haselnüsse, Hühnereiweiß, Milcheiweiß, Weizen ...).
  • Arzneimittelallergien: Hierbei lösen eingenommene Medikamente eine Allergie aus (z. B. Penicillin).
  • Insektengiftallergien: Dabei gelangt das Allergen über einen Stich in den Körper (insb. Bienengift, Wespengift).
  • Kontaktallergien: Hier führt der Hautkontakt zur allergischen Reaktion (z. B. nickelhaltiger Modeschmuck).

Je nachdem, welche Mechanismen an der Entstehung der Allergiesymptome beteiligt sind, unterscheidet man 4 Allergieformen, die isoliert oder auch als Mischform auftreten können:

<b>Name</b><b>Kennzeichen</b><b>Beispiele</b>
<b>Typ I<br>(Soforttyp)</b>vermittelt durch IgE-Antikörper, die durch Bindung an Mastzellen oder basophile Granulozyten die Ausschüttung von Histamin und anderen Botenstoffen bewirkenHeuschnupfen, Allergie nach Bienen- oder Wespenstich
<b>Typ II<br>(Zytotoxischer Typ)</b>Bildung von Antikörpern gegen Antigene auf der Oberfläche körpereigener Zellen/Gewebe; nur ein best. Organ/Gewebe betroffenAutoimmunerkrankungen, Transplantatabstoßung, Bluttransfusion mit der falschen Blutgruppe
<b>Typ III<br>(Immunkomplex-Typ)</b>Bildung von Immunkomplexen aus frei löslichen Antigenen und Antikörpern; Ablagerung der Komplexe an Organen/Geweben möglich Komplikation bei Autoimmunerkrankungen, Farmerlunge, Vogelzüchterlunge
<b>Typ IV<br>(Spättyp)</b>Aktivierung von T-Lymphozyten -> Aktivierung weiterer Abwehrzellen; zeitlich verzögerte Reaktion; „Überempfindlichkeitsreaktion vom verzögerten Typ" Kontaktallergien (Reaktion frühestens 12 h nach Kontakt)

Symptome

Die Symptome einer Allergie äußern sich vor allem an Haut und Schleimhäuten. Aus der Schulmedizin allgemein bekannt, sind allergische Reaktionen wie

  • allergisches Asthma bronchiale (Husten, Atemnot)
  • Heuschnupfen (Niesen, Schnupfen, gerötete Augen)
  • Erbrechen, Durchfall
  • Hautquaddeln, andere ekzemartige Ausschläge.

Zur akuten Lebensbedrohung kann eine Allergie werden, wenn Herz und Kreislauf auf das Allergen reagieren, es zu Herzrasen kommt und der Blutdruck abfällt. Solche Reaktionen im Rahmen einer Typ-I-Allergie können zum anaphylaktischen Schock führen, der als Notfall behandelt werden muss. Beispielhaft hierfür wäre eine hochgradige Allergie auf Bienen- oder Wespengift.
Die Folgen allergischer Reaktionen können jedoch über das eigentliche allergische Geschehen hinausgehen. Allergisch bedingt sein können z. B. auch

  • Depressionen
  • Erschöpfungszustände
  • Gelenkschwellungen
  • und andere vielfältige Beschwerden am ganzen Körper

Diagnose

Bei der Diagnose helfen kann eine genaue Beobachtung: Wann genau treten die allergischen Beschwerden auf? Nach bestimmten Nahrungsmitteln? Zu bestimmten Jahreszeiten? Welche Organe (Augen, Rachen, Haut) sind betroffen? Bei der systematischen Sammlung der Bezüge kann auch ein Allergietagebuch helfen.

Weit verbreitet ist der Prick-Test, bei dem kleine Mengen möglicher Antigene knapp unter die Hautoberfläche eingebracht werden. Örtliche Hautreaktionen (Rötungen, Quaddeln) weisen auf eine Allergie hin. Da bei diesem Test Antigene direkt, d. h. unter Ausschluss der schützenden natürlichen Barrieren Haut und Schleimhaut, in den Körper eingebracht werden, kann er auch selbst Allergien auslösen. Außerdem ist der Test nicht absolut zuverlässig.

Beim Intrakutantest werden die möglichen Antigene direkt in die Haut gespritzt. Der Test ist zwar empfindlicher als der Prick-Test, liefert aber auch mehr falsch-positive Ergebnisse, d. h. er zeigt womöglich eine Allergie an, obwohl diese gar nicht besteht.

Beim Reibetest wird die Allergenlösung nur in die Haut eingerieben und nachher auf mögliche Hautreaktion überprüft.

Der Epikutantest (Pflastertest) wird zur Diagnose von Allergien des Spättyps eingesetzt. Dabei werden dem Patienten Pflaster mit allergenhaltigen Pellets auf den Rücken geklebt und die Hautreaktionen später vom Arzt überprüft.

Darüber hinaus können im Labor Antikörper gegen bestimmte Stoffe im Blut nachgewiesen werden.

Bei Allergien nutzt die Naturheilkunde darüber hinaus alternative diagnostische Verfahren wie die Kinesiologie zur Suche nach den Ursachen. Dabei geht es jedoch nicht primär um die Suche nach allergieauslösenden Stoffen, sondern um die eigentlichen Hintergründe der Allergie und des gestörten Immunsystems.

Mögliche Ursachen

In der Schulmedizin versucht man üblicherweise verschiedene Allergene, das heißt Stoffe, die eine allergische Reaktion auslösen, auszumachen und anschließend zu meiden.

Typische Beispiele für Allergene hierfür sind:

  • tierische und pflanzliche Allergene: Pollen, Tierhaare, Bienen- und Wespengift, Eiweiße aus Nüssen oder Kuhmilch, Hühnereiweiß
  • Metalle (bes. Nickel aus Hosenknöpfen, Modeschmuck usw.)
  • chemische Verbindungen (z. B. Zusatzstoffe in Nahrungsmitteln)

Aus ganzheitsmedizinischer Sicht sind die so bestimmten Stoffe jedoch nicht Ursache, sondern nur Auslöser der allergischen Reaktion. Hinter einer Allergie können aus Sicht der Naturheilkunde viele Faktoren stecken, wie z. B.

  • psychische Belastungen
  • pathologische Zusammensetzung der Darmbakterienflora
  • schlechte Ernährung
  • Nährstoffmangel: ungenügende Versorgung mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen
  • Belastungen mit Schwermetallen
  • gestörte Entgiftung

Diese Belastungen summieren sich im Patienten bis sie nicht mehr kompensiert (ausgeglichen) werden können. Dann überwiegen die belastenden Faktoren gegenüber den positiven Abwehr- und Kompensationsmechanismen des Organismus. Wie ein Mensch auf ein Übermaß an Belastungen reagiert, ist individuell verschieden. Im Falle der Allergie können das z. B. juckende Augen, eine laufende oder verstopfte Nasen, Atemnot, juckende Quaddeln sein.

Therapie - Schulmedizin

Aus schulmedizinischer Sicht kommen bei Allergien vor allem zum Einsatz:

  • Hypo-/Desensibilisierung
  • Antihistaminika
  • Kortison und verwandte Substanzen

Hyposensibilisierung

Ist das auslösende Allergen bekannt, kann eine Hyposensibilisierung (spezifische Immuntherapie) versucht werden. Geeignet ist dieses Verfahren für Allergien vom Soforttyp (Allergie Typ I). Typische Beispiele für Allergien, bei denen eine Hyposensibilisierung in Frage kommt, sind:

  • Pollenallergie
  • Allergie gegen Schimmelpilze
  • Allergie gegen Tierhaare
  • Hausstaubmilbenallergie
  • Allergien gegen Insektengifte (z. B. Bienengift, Wespengift)

Bei der Hyposensibilisierung werden dem Patienten nun kleinste Mengen des Allergens gespritzt. Danach verbleibt der Patient zur Beobachtung ½ Stunde in der Praxis. Im Laufe der Zeit – die Therapie dauert in der Regel mehrere Jahre – wird die Dosis langsam gesteigert (Steigerungsphase) und dann auf dem hohen Niveau beibehalten (Erhaltungsphase). Ziel ist es, das bei der Allergie überreagierende Immunsystem langsam an den allergenen Stoff zu gewöhnen.

In bestimmten Fällen kann der allergene Stoff auch vom Patienten selbst als Tablette oder Tropfen unter die Zunge verabreicht werden (sublingual).
Die Hyposensibilisierung ist langwierig und nicht immer von Erfolg gekrönt. Dennoch kann sie gerade in Fällen interessant sein, in denen das Allergen nicht strikt gemieden werden kann und zugleich starke Reaktionen bei dem Patienten auftreten.

Antihistaminika

Der körpereigene Botenstoff Histamin spielt bei Allergien und im Immunsystem eine wichtige Rolle. Dabei führt es u. a. zu einer Entzündungsreaktion mit Anschwellung des Gewebes. Antihistaminika können auf verschiedenen Wegen die Wirkung des Histamins reduzieren bzw. unterbinden. In Folge dessen können allergische Reaktionen und mitunter sehr belastende Allergiesymptome wie

  • Juckreiz
  • Hautausschläge
  • Schwellungen

unterdrückt werden.

Viele Allergiker wissen die rasche Wirkung der Antihistaminika zu schätzen, sind allerdings auch bestens mit deren Nebenwirkungen vertraut. Hierzu gehören:

  • Müdigkeit
  • Sehstörungen
  • Mundtrockenheit
  • Übelkeit

Insbesondere ältere Antihistaminika konnten derartig müde machen, dass die Anwender nicht mehr Auto fahren durften.

Kortison

Kortison wird in der Schulmedizin vor allem wegen seiner entzündungshemmenden Wirkung geschätzt. Bei Allergien soll es die Symptome lindern bzw. beseitigen. Obwohl Cortisol eine körpereigene Substanz ist, sind auch hier die Nebenwirkungen das Problem – gerade bei Langzeitanwendung. Zu den möglichen Nebenwirkungen einer Langzeittherapie mit Kortison gehören:

  • Depression
  • Osteoporose
  • Bluthochdruck
  • Gewichtszunahme
  • pergamentartig dünne Haut
  • Verschlechterung des Blutzuckerspiegels bei Diabetikern

Aus diesem Grund sollte Kortison bei Allergien nur als Notfallmedikament eingesetzt werden.

Fazit

Bei der schulmedizinischen Therapie von Allergien geht es vor allem darum, die Symptome in den Griff zu bekommen. Auch wenn diese – gerade im Akutfall – durchaus ihre Berechtigung hat, sollte man sich bewusst sein, dass dies keine ursächliche Therapie im ganzheitlichen Sinne ist. Hierzu müsste man wissen, wieso der Körper des Allergikers überschießend auf an sich harmlose Substanzen reagiert. Dies herauszufinden und dem entgegenzuwirken ist Ziel der Naturheilkunde bei Allergien.

Therapie der Allergie mit Naturheilkunde

Im Rahmen einer ganzheitsmedizinischen Allergie-Therapie sollte der Patient zunächst zu einer naturgemäßen Lebensordnung angeleitet werden.

Vorbeugung von Allergien

Die Vorbeugung von Allergien beginnt schon bei den Kleinsten.

  • Es gibt Hinweise, dass ein Kaiserschnitt das Allergierisiko des Kindes erhöht. Aus dieser Sicht wäre also eine natürliche Geburt – sofern aus medizinischer Sicht nichts dagegen spricht – vorzuziehen.
  • Ausreichend langes Stillen (mind. 4 Monate) vermindert das Allergierisiko.
  • Gerade bei Kindern auf eine rauchfreie Umgebung achten.
  • Belastungen wie Autoabgase, Schadstoffe in Innenräumen etc. möglichst gering halten.
  • Der häufige Einsatz von Antibiotika bei Säuglingen scheint deren Risiko für allergisches Asthma zu erhöhen. Antibiotika sollten nicht nur aus diesem Grund sparsam eingesetzt werden: Das heißt nicht gleich bei jedem Infekt, sondern nur wenn sie auch wirklich nötig sind.
  • Gemäß der Hygienehypothese lässt ein Übermaß an Reinheit das Allergierisiko steigen. Kinder sollten also ruhig viel draußen im Matsch und mit Tieren spielen dürfen. Das trainiert das Immuntraining und beugt Allergien vor.

Belastungen bei Allergien reduzieren

Ein wichtiger Aspekt zur Reduktion von Belastungen ist die richtige Ernährung bei Allergien, auf die an späterer Stelle ausführlich eingegangen werden soll. Auf jeden Fall gilt es hier unnötige Zusatzstoffe und Belastungen durch Spritzmittel usw. zu reduzieren.

Da bei Allergien das Immunsystem ohnehin schon überlastet ist, gilt es, Belastungen insgesamt zu minimieren. Das betrifft u. a. Störfelder, die eine chronische Belastung für den Organismus und insbesondere auch das Immunsystem darstellen. Zu nennen sind hier insbesondere Zahn-Kiefer-Störfelder, zu denen z. B. tote Zähne, Gebissfehlstellungen, Amalgamfüllungen sowie an diese angrenzende Goldlegierungen gehören. Verschiedene Metalllegierungen wie Gold neben Amalgam führen zu unnatürlichen elektrischen Spannungen im Mund, die im Sinne eines Störfeldes wirken können. All diese Faktoren sollten durch einen ganzheitlichen Zahnarzt abgeklärt und beseitigt werden.

Ein weiteres Thema sind geopathische Belastungszonen, wie Wasseradern oder Verwerfungen im Erdboden, die ebenfalls gemieden werden sollten. Hier können bei Bedarf erfahrene Radiästhesisten weiterhelfen.

Enzyme können helfen, krankhafte Eiweiße abzubauen.

Ein – unter therapeutischer Begleitung durchgeführtes – Heilfasten kann bei Allergien ebenfalls sinnvoll sein. Dadurch können belastende Stoffe abgebaut bzw. ausgeschieden werden.

Ein weiterer Aspekt zu Reduktion von Belastungen ist die körpereigene Entgiftung. Diese sollte bei Allergien gezielt gestärkt werden. Auch hier kann Heilfasten ein erster Schritt sein. Ausreichend trinken (Wasser, Kräutertee) zur Förderung der Ausleitung über die Nieren und die Stärkung der Entgiftungsorgane (insb. Haut, Leber, Niere, Darm) z. B. mittels entsprechender Heilpflanzen, können hier hilfreich sein. Bewegung an frischer Luft unterstützt die Ausleitung über Haut und Lunge und regt den Stoffwechsel an.

Allergien: Immunsystem stärken

Da bei Allergien das Immunsystem überlastet ist, sollte dieses unbedingt gestärkt werden.

Auch die Orthomolekulare Medizin kann bei Allergien das Immunsystem gezielt stärken – mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Exemplarisch zu nennen wären hier Vitamin C, Selen, Magnesium und Zink sowie die antientzündlich wirkenden Omega-3-Fettsäuren.

Auch Thymus- und Milzpräparate können bei Allergien zur Stärkung des Immunsystems zum Einsatz kommen.

Eine Eigenblutbehandlung kann – evtl. kombiniert mit Ozon – bei Allergien das Immunsystem zur richtigen Funktion zurückbringen.

Darmsanierung bei Allergien

Rund 500 verschiedene Bakterienarten sollen einen Darm besiedeln. Diese helfen nicht nur bei der Verdauung unserer Nahrung, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle bei unserer Abwehr. Doch ungesunde Ernährung mit wenig Ballaststoffen, Konservierungsstoffen und Medikamente (insb. Antibiotika) setzen unseren Darmbakterien zu und führen zu einer Verschiebung des Keimspektrums.

Zur Unterstützung der Darmflora als Wiege des Immunsystems eignet sich besonders die mikrobiologische Therapie, mit deren Unterstützung die Darmflora allmählich wieder aufgebaut wird. Im Rahmen einer solchen mikrobiologischen Therapie werden gezielt Bakterien unterstützt, die natürlicherweise den Darm besiedeln (Symbioselenkung).

Zu einer solchen Darmsanierung gehören aus meiner Sicht:

  1. eine individuell angepasste, gesunde Ernährung
  2. Verringerung krankmachender (pathogener) Bakterien im Darm, z. B. durch Kurzzeitfasten
  3. Schaffung eines gesunden Milieus im Darm (z. B. mit Sauerkrautsaft, Sauermilch und vollwertiger Kost)
  4. Zufuhr gesundheitsfördernder Bakterien, die natürlicherweise den Darm besiedeln, mittels sog. Probiotika (z. B. Omniflora, Symbioflor I/II, Mutaflor, Colibiogen).

Homöopathie bei Allergie

Mit der Homöopathie lassen sich bei Allergien wichtige Impulse setzen. Die passenden homöopathischen Arzneimittel werden dabei individuell von einem homöopathisch arbeitenden Arzt oder Heilpraktiker ausgewählt. Auch die Potenz und die Dosierung sind individuell zu bestimmen.

Elektroneuraltherapie nach Croon

Mit diesem gerätegestützten Verfahren können Schwachstellen im Körper eruiert und die Energie des Körpers wieder gezielt aufgebaut werden.
Bei der Elektroneuraldiagnostik werden Hautwiderstand und -kapazität an rund 200 Akupunkturpunkten des Körpers erfasst. Bei chronischen Krankheiten, zu denen auch die Allergien gehören, steigt der Hautwiderstand und die Kapazität nimmt ab. So erlangt der erfahrene Therapeut Hinweise auf aktuelle Schwachstellen und das Energieniveau des Patienten in verschiedenen Bereichen.

Im Rahmen der Elektroneuraltherapie werden anschließend krankhaft veränderte Akupunkturpunkte gezielt mit Reizstrom behandelt. Mittels dieser schmerzlosen Therapie kann z. B. bei Allergien das Immunsystem ausgeglichen und gestärkt werden.

Ernährung bei Allergien

Eine gesunde individuell verträgliche Ernährung sollte zu jeder Allergietherapie gehören. Das beinhaltet vor allem Frischkost mit viel Obst und Gemüse. In meiner Praxis für Ganzheitsmedizin arbeite ich gerne mit der Hayschen Trennkost. Diese, auf den amerikanischen Arzt Dr. Hay zurückgehende Form der Ernährung, nimmt vor allem die Übersäuerung als Krankheitsursache ins Visier.

Nach Dr. Hay sind es vier Hauptursachen, die zu einer Übersäuerung führen:

  • unnatürliche Nahrungsmittel (Auszugsmehl, weißer Zucker etc.)
  • zu viele eiweißreiche Nahrungsmittel (v. a. Fleisch), zu viele konzentrierte Kohlenhydrate (Weißmehlprodukte etc.)
  • chronische Verstopfung (Folgen einer verlangsamten Verdauung sind Gärung und Fäulnis im Darm).
  • Kombination von kohlenhydrat- und eiweißreichen Nahrungsmitteln  Belastung von Verdauungsorganen, verzögerte Verdauung, Anstieg des Insulins.

Die Trennkost nach Hay ist eine Form der gesunden vollwertigen Dauerernährung, also keine Diät, die nur über begrenzte Zeit angewendet und häufig einseitig ausgelegt ist.

Zu den wichtigen Richtlinien der Hayschen Trennkost gehören:

  • Eine Mahlzeit sollte nicht zugleich eiweiß- und kohlenhydratreiche Nahrung enthalten. Wer beides essen möchte, sollte sie zeitlich trennen.
  • Nur so viel essen wie nötig.
  • Nur natürliche und naturbelassene Nahrungsmittel essen, keine denaturierte Kost.
  • Um die Säurelast zu reduzieren, sollten weniger konzentriertes Eiweiß (Fleisch) und weniger konzentrierte Stärke verzehrt werden.
  • Circa ¾ überwiegend rohe Basenbildner (Gemüse, Salate, Obst) und rund ¼ Säurebildner (z. B. Fleisch, Getreide) sorgen für einen optimalen Säure-Basen-Haushalt.
  • Beim Essen den Tagesrhythmus des Körpers beachten:
    morgens eine Basenmahlzeit (z. B. Obst), mittags eine Eiweißmahlzeit (z. B. Fisch, Fleisch zu Gemüse bzw. nach dem Salat), abends kohlenhydratreiche Mahlzeiten. Wer abnehmen möchte: Abends proteinreich, dadurch wird der Insulinspiegel niedrig gehalten.
  • Neutrale Lebensmittel (Gemüse, Salate, pflanzliche Öle, tierische Fette, gesäuerte Milchprodukte wie Quark und Joghurt) dürfen sowohl mit eiweiß- als auch mit kohlenhydratreichen Lebensmitteln kombiniert werden.
  • Langsam essen. Gründlich kauen.
  • Zwischen den Mahlzeiten sollten jeweils 3–4 Stunden Pause liegen. (Individuell modifizieren, gilt nicht für Säuglinge).

Das sagen andere Therapeuten zur Allergie

Heilpraktikerin Kerstin Disse

Frau Disse schätzt Shiatsu (jap. Fingerdruckmassage) bei Allergien:
„Wichtig ist, die allgemeine Situation des erkrankten Menschen abzuklären: Gibt es Zähne, die behandlungsbedürftig sind? Wie sind die Lebensumstände? Die Ernährungsweise? Wie aktiv ist der Mensch? Zu welchen Zeiten treten die Beschwerden auf? Usw. Das gehört zu den grundsätzlichen Fragen, auch beim Shiatsu, die eingangs abgeklärt werden.

Darüber hinaus versucht man, sich anhand des Auftretens und der Erscheinung ein Bild von dem jeweiligen Menschen zu machen: Ist seine Haut hell, die Haare eher dünn, ist er klein und zierlich habe ich es tendenziell mit einem Yin-Typus zu tun. Oder ein Yang-Typus? Haare kräftig, Körperbau stabil? u.a. Das wird meine Behandlungsart und die Häufigkeit der Sitzungen beeinflussen. Was bringt der Mensch an seelischer Konstitution mit? Habe ich hier jemanden, der still und leise redet oder jemanden, der sich erhitzt im Gespräch? Braucht er eher lange, um sich zu erklären oder ist er von leichtem, sprudelndem Gemüt? So erfahre ich, ob ich einen Melancholiker, Choleriker, Phlegmatiker oder einen Sanguiniker vor mir habe und kann mich bei Gesprächen, die jeder Behandlung vorausgehen, auf die Gemütslage einstellen. Diese Beobachtungen laufen sehr schnell ab und vermitteln einen ersten Eindruck. In der Regel gibt es keine eindeutigen Zuordnungen, aber es hilft dem Therapeuten über das Gespräch hinaus, ein Gefühl für den ganzen Menschen zu entwickeln, der vor ihm sitzt.

Wichtig bei diesem Thema ist natürlich, um welche Art von Allergie es sich handelt und wie sie sich äußert. Wo genau liegen die Beschwerden? Wie stark ist das Bedürfnis, etwas ändern zu wollen? Und wie kann ich begleiten, unterstützen und helfen?

Zur Allergie als Symptom schreibt sie:

Grundsätzlich werden allergische Symptome, wie Hautausschlag, juckende Dermatosen, Ekzeme, Atemwegsbeschwerden, verstopfte Nasen und dergl. den Meridianpartnern Lunge/Dickdarm zugeordnet.

Sie gehören in die Wandlungsphase Metall, die den Spätherbst symbolisiert, was auch auf die menschliche Lebenszeit, also das Alter und den Tod zutrifft. Das Sinnesorgan Nase wird ihr körperlich zugerechnet, als stimmlicher Ausdruck der Husten und als Gefühl zählen die Trauer und der Kummer dazu. Welche Themen betreffen diesen Menschen?

Die eigentliche Aufgabe für mich als Therapeutin besteht darin, anhand einer Diagnose aus dem Shiatsu, sei es nun die Haradiagnose, Yu-Punkte oder über einen Akabane Test (u.a.) zu erfassen, was mir der Körper heute an Antworten gibt, unabhängig davon, was ich vermute oder denke. Bevor ich eine Behandlung beginne, muss ich mich jedoch völlig frei und leer von Gedanken machen und mich ganz auf die Person einstellen, die vor mir liegt, denn es handelt sich um eine energetische Behandlung, die Ruhe und Ausgeglichenheit von Therapeutenseite bedarf.

Was finde ich also energetisch vor? Welche Meridiane brauchen heute Unterstützung? Wo herrscht Energieleere, die es aufzufüllen gilt? Dies gilt als oberstes Ziel. Wenn nach dem chronischen Geschehen geschaut wird, wovon bei einer Allergie auszugehen ist: Wie kann ich dauerhaft die Energie in Ausgleich bringen, dass wir (der Patient und ich) gemeinsam das Ziel erreichen, das er vorgegeben hat?

Auch wenn mir bewusst ist, dass das 'Störfeld' im Lunge-Dickdarm-Meridian liegt, kann es durchaus sein, dass der Körper mir eine andere Rückmeldung gibt. Und die gilt es aufzunehmen. Manchmal ist es so, dass sich erst im Nachhinein das Ergebnis entschlüsselt. Warum z. B. der Leber-Gallemeridian (Wandlungsphase Holz) heute behandelt werden sollte. Zum Beispiel, weil die Beschwerden evtl. einem 'Störungszyklus' unterliegen, der eine Wandlungsphase überspringt und nun 'das Holz', eben den Leber-Gallenmeridian stört.

Anhand von diesem Beispiel wollte ich aufzeigen, wie individuell eine Shiatsu-Behandlung sein kann und wie differenziert sie ablaufen muss. Ebenso wie viel der Patient mitbringt und mitarbeiten kann. In der Regel schließt sich nach der ersten Behandlung ein Zyklus von mehreren Einheiten an. Danach wird gemeinsam reflektiert, was sich bewegt hat und wo noch Bedarf besteht."

Der Kinderarzt Dr. Scheel zum Thema Allergie:

„Es gibt aus meiner Sicht ja nicht 'die Allergie', sondern nur Intoleranzen (genetisch fixierte Unverträglichkeiten) oder erworbene überschießende Reaktionen auf ganz normale Reize, die wir dann in der Schulmedizin als Allergie bezeichnen. Meine Erfahrung zeigt, dass die betreffenden Personen meist so am Ende sind, dass sie 'die Fliege an der Wand' stört [gemeint ist die allergische Reaktion] , der energetische Zustand also aus dem Gleichgewicht geraten ist. Dann ist z. B. die Nierenfunktion beeinträchtigt oder die Atemwege sind so verschleimt, dass die eingeatmeten Partikel, Pollen usw. nicht mehr mit den Flimmerhärchen nach außen befördert werden können. Außerdem spielen die Faktoren Stress, schlechte Haltung mit den daraus resultierenden Verspannungen, mangelnde Entgiftung über den Darm, die Leber, die Ernährung überhaupt, Lymphstau, Durchblutungsstörungen und die Psyche, Angst, Manipulation in das Krankheitsbild mit hinein.

Was die Ernährung angeht: Zu den klassischen Allergenen gehören auch Weizen und Karotten. Hilfe bei:

  • akuten Problemen: Einlauf, Diät ...
  • bei chronischen: Allergenkarenz und eventuell kein tierisches Eiweiß, kein Zucker, kein Weizen, Zitrusfrüchte, Fette? – Achtung SOJA!!! (extrem zunehmende Unverträglichkeiten).

Daunen in Bettdecken stellen auch manchmal 'maskierte Allergene' dar. D. h. sie üben starke Belastungen aus, ohne die üblichen Allergiesymptome. Es ist, als wenn man einen Chef oder Partner hat, der ständig nölt: es belastet, ohne dass man sich überhaupt nach außen sichtbar aufregt.

Noch zu den Allergietests:

Die Allergietestungen über das Blut und selbst die 'Epicutantests' an der Haut sind sehr kritisch zu bewerten – negative Teste schließen eine Allergie nicht aus – man kann in guten Zeiten eindeutige Unverträglichkeiten tolerieren und umgekehrt!"

Kommentare

Sarah, 07.08.2011, 10:18

Bei körperlicher Anstrengung oder nach Essen schwellen die Hände und Beine an wie nach einem Bienen- oder Wespenstich, teilweise der ganze Körper. Könnte das eine Histaminintoleranz sein? Oder eine versteckte Allergie ? Wie kann man so etwas austesten?

Dr. med. Wolfgang Scheel, 10.08.2011, 17:30

Liebe Sarah!
Essen und Anstrengung sind bei Ihnen offensichtlich der berühmte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt.

Ihr Körper ist aufgrund mehrerer Tatsachen in einen überreagiblen Zustand, weshalb eben diese beiden Fakten genügen, den Organismus zu diesen Re-Aktionen zu veranlassen.

Mit dieser auch starken lymphatischen Reaktion versucht Ihr Organismus, die jeweils entstandene Gesamtbelastung zu kompensieren.

Unsere selbständig ablaufenden generellen Heilungsbemühungen können wir in zwei Bereiche einteilen - in den der akut-heilenden Vorgänge mit den Möglichkeiten von Schwellung, Rötung, stärkerer Durchblutung und eventuell Schmerzen und in den der chronisch-degenerativen Abläufe.

Sie erleben ein Verhalten Ihres Körpers im Sinne eines akuten Heilungsbemühens.
Sehr wesentlich dabei ist natürlich die Überprüfung Ihres Gesamt-Energie-Zustandes.
Sie kennen das: wenn jemand "am Ende" ist, "stört ihn die Fliege an der Wand" , also können selbst leichteste und sogar normale Reize heftigste Reaktionen auslösen, während umgekehrt in einem guten wie ausgeglichenen Zustand sehr viel an sowohl seelisch-geistigen wie auch körperlichen Belastungen toleriert werden kann.

Ich ganz persönlich habe eine angebore, also richtig genetisch fixierte Sellerie-Intoleranz, die mehrfach (in Zeiten starker körperlicher oder und auch seelisch-geistiger Belastung bzw. schlechter energetischer Situation) zu akut lebensbedrohlichen Atemnotzuständen geführt hat.

Wenn ich mich erholt und ausgeglichen fühle, ist dagegen ein Tolerieren, also ein Verzehr von Sellerie ohne belastende oder bedrohliche Reaktionen möglich!
Ich denke. dass wir klar zwischen angeborenen Intoleranzen/Unverträglichkeiten und "Allergien" als akute Reaktionen auf eigentlich normale oder bisher vertragene Tatsachen in einem komplexen schlechten wie überreagiblen Zustand unterscheiden sollten.

Natürlich sind bei Ihnen weitere Dinge abzuklären:

  • Nierenfunktion
  • Ernährung und Darm
  • Krankheitsherde (Zähne, NNH, Mandeln, Narben)
  • Durchblutung, Lymphfluss
  • Haltung, Entspannung
  • Psyche
  • Stresssbewältigung
  • geopathische Belastung ("Erdstrahlen) ?
  • usw.

Ein wirklich ganzheitlich orientierter/tätiger Therapeut sollte mit Ihnen gemeinsam die anstehenden Fragen klären, ursächliche Probleme beseitigen und Ihnen helfen, Ihren Umgang mit sich selbst zu optimieren.
Kinesiologisch Geübte können selbst viel bis alles klären!
Nichts wird aber wirklich helfen ohne tatsächlich gute Haltung, Entspannung, Ernährung, energetische und psychische Situation, Durchblutung, Atmung, Lebensfreude und -inhalte/-ziele...

Die von Ihnen beschriebenen Reaktionen sind schlichtweg eine Botschaft von Ihnen (Ihres eigentlichen ICHs, Ihres Unterbewußtseins) an sich selbst, mit sich entsprechend Ihrer aktuell gegebenen ganz individuellen Wahrheiten besser umzugehen...

Dabei wünsche ich Ihnen von ganzem Herzem viel Erfolg!
Dr. med. Wolfgang Scheel

ergänzt und kommentiert von:
Dr. med. Wolfgang Scheel, aus Steinheim an der Murr
Kerstin Disse, aus Stuttgart

Kommentare

Online-Redaktion, 13.10.2014:
Liebe Anna,
es ist gut, dass Sie sich schon frühzeitig Gedanken machen. Denn die ganzheitliche Behandlung von Allergien nimmt in der Regel eine längere Zeit in Anspruch. Eine pauschale Lösung können (und dürfen) wir Ihnen nicht anbieten. Dazu ist das Geschehen bei einer Allergie zu individuell und zu komplex. Vielleicht werden Sie aber in unserer
Arztsuche (http://www.naturheilmagazin.de/nc/aerzte.html) oder Therapeutensuche (http://www.naturheilmagazin.de/nc/therapeuten.html) fündig. Alle dort registrierten Ärzte und Heilpraktiker (diese werden unter "Therapeuten" aufgeführt) arbeiten nach eigenen Angaben ganzheitlich. Einige von ihnen haben sich besonders auf Allergien spezialisiert. Diese finden Sie, wenn Sie bei der jeweiligen Suche unter "Praxisschwerpunkte" "Allergien" auswählen.
Viel Erfolg auf Ihrem Weg und gute Besserung wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
anna, 11.10.2014:
ich war vor 1 Monat in der türkei für 2 monate und habe auch asthma. Als ich da war, war es viel schlimmer ich musste mein Asthmaspray am Tag 4 mal nehmen und hier in Deutschland muss ich es vielleicht nur alle 3 Monate nur 1 mal nehmen.. ich möchte später einen Laden eröffnen in der Türkei aber mein Asthma macht mir bedenken nicht das ich schlimmer werde, kann ich mein Asthma nicht los werden ich hab auch gegen Staub eine allergie dann bekomme ich auch keine luft.. bitte helfen sie mir..???
GINA, 20.02.2014:
GINA, 11.02.2014:
Die o.g. Angaben beziehen sich hauptsächlich auf die Prima-weizen-stärke-haltigen Produkte. So gilt dieses Produkt mit weniger als 20 ppm Gluten als glutenfrei.
GINA, 11.02.2014:
Danke und sorry, ich hatte eine Null zuviel;)
Online-Redaktion, 11.02.2014:
Liebe Gina,

Sie sprechen die Zöliakie an, die nach derzeitigem Wissensstand als Mischform aus Allergie und Autoimmunerkrankung betrachtet wird.
Mit den 200 ppm beziehen Sie sich sicher auf den Grenzwert für glutenfreie Produkte gemäß Codex Alimentarius (1981), der so für viele Produkte galt. 200 ppm (parts per million, also 1 Teil pro 1 Mio) entsprechen 200 mg/kg. Dieser Wert ist heute nicht mehr als aktuell anzusehen. Seit 2008 gelten Produkte mit weniger als 20 ppm Gluten als glutenfrei (Codex Alimentarius 2008).
Zum Vergleich: Laut Deutscher Gesellschaft für Zöliakie e.V. schädigen bereits 1/8 g Weizen den Dünndarm und können zu Beschwerden führen.

Wir hoffe, dass wir damit etwas Klarheit schaffen konnte.
Ihr Redaktionsteam
GINA, 11.02.2014:
Bei Zöliakie wird ein Richtwert von 200ppm angegeben, d.h. bis 0,0002 kg glutenhaltige Menge pro Tag sind erlaubt... Eine glutenfreie Ernährung ist jedoch dringend zu raten.
Gisela, 21.01.2014:
Ich habe seit Jahren multiple Allergien z.B. Duftstoffe, Parabene, Konservierungsmittel, Medikamentenallergie - Hühnereiweißallergie***
seit Juni 2012 mache ich einmal die Woche 1 Std. ZUMBA,
es tut mir sehr gut!! Die Fenster u. die Hallentür sind offen,
damit frische Luft reinkommt bei ca. 60 Frauen.
Ich versuchen alles zu meiden, was bei mir allergische Reaktionen auslöst, dass ist nicht immer einfach. So haben wir PVC gegen Linoleum ausgetaucht.
GINA, 21.01.2014:
Im Buch "Ohne Milch und ohne Ei" von Beate Schmitt (Allergieberaterin) werden Allergien und Laktose-Intoleranz sehr gut erklärt außerdem befinden sich darin Rezepte und Praxistipps für den Familienalltag.
GINA, 21.01.2014:
In-Toleranzen

Viele Menschen vertragen keine bis wenig Lactose (Milchzucker). Bei der Spaltung von Milchzucker ist ein Enzym verantwortlich, das mehr oder weniger gut/schlecht arbeitet, d.h. eine gewisse Menge an Milchzucker "toleriert", mehr geht nicht und löst Beschwerden aus z.B. starke Blähungen, Bauchschmerzen. Bei einer Ultraschall-Untersuchung konnte man klar erkennen, wie es im Darm nur so"brodelte". Mein Sohn wollte es mal selbst erfahren...

Wer kein Milchzucker verträgt und doch mal Lust auf eine Milchschokolade hat, kann vorher eine Lactase-Tablette einnehmen.

Ich möchte damit aufzeigen, dass es hierbei nicht auf das Wohlbefinden ankommt, sondern auf die M e n g e der verzehrten Speisen.
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