Buchrezension der Redaktion

Alles ist möglich – auch das Unmögliche

Ein Mut-mach-Buch

Alles ist möglich – auch das Unmögliche

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In Ihrem Mut-mach-Buch hat Christel Schoen, die selbst an Krebs erkrankt ist, 54 persönliche Berichte von Krebspatienten zusammengetragen. Auch wenn die einzelnen Geschichten naturgemäß individuell sehr verschieden sind, fallen beim Lesen doch Gemeinsamkeiten auf.

Immer wieder erschreckend ist z.B., dass erste Anzeichen der Krebserkrankung, die von den Patienten selbst bemerkt wurden, von Ärzten zunächst nicht ausreichend ernst genommen wurden. So werden mitunter Krebserkrankungen verschleppt, bis es fast zu spät ist. Die Beispiele machen deutlich, wie wichtig es ist, auf sich selbst zu achten und auf seine innere Stimme zu hören.

Häufiger taucht auch die Klage darüber auf, wie die Ärzte die Diagnose Krebs überbringen und wie sie auf den Patienten eingehen. Während die Krebspatienten noch unter dem Schock der Diagnose stehen oder für sie lebensentscheidende Entscheidungen zu fällen haben, vermissen Sie allzu oft Mitgefühl und Einfühlungsvermögen der Behandler. „Ich bin enttäuscht, wie wenig ich als Mensch, mit dieser lebensbedrohlichen Erkrankung, wahrgenommen wurde.“, bringt eine Autorin das Problem auf den Punkt. Hier kann es hilfreich sein, einen vertrauten Menschen mitzunehmen und zu versuchen, sich nicht überrumpeln zu lassen.

Doch das Buch von Christel Schoen verbleibt bei Weitem nicht beim Klagen. Im Gegenteil. Die Beispiele zeigen, dass Krebs kein Todesurteil sein muss und dass selbst in scheinbar aussichtlosen Fällen noch berechtigte Hoffnung auf Heilung besteht. Dabei fällt auf, dass die Krebspatienten, die hier über ihren positiven Krankheitsverlauf berichten, vor allem eines gemeinsam haben: Sie haben sich von der Diagnose Krebs nicht unterkriegen lassen, sonders das Zepter selbst in die Hand genommen. Sie haben sich informiert und ihren persönlichen, ganz individuellen Weg mit dem Krebs gefunden. Während die einen ganz der Schulmedizin vertrauten, haben sich andere mehr oder weniger komplett der Naturheilkunde verschrieben und sich Homöopathie, Qigong, Visualisierung usw. zugewandt. Viele haben ihr Leben umgestellt, ernähren sich gesünder, haben aufgehört zu rauchen, bewegen sich regelmäßig, haben sich vom Partner getrennt oder den Job gekündigt, wenn sich diese als Energieräuber entpuppten.

Zunächst mag überraschen, dass der Krebs oftmals gar nicht als Feind, sondern in gewisser Weise sogar – meist im Nachhinein – als Freund wahrgenommen wird, der einen auf Missstände im Leben aufmerksam macht und innehalten lässt. Viele gelangen zu der Einsicht, dass ihr Krebs nicht einfach aus heiterem Himmel über sie hineingebrochen ist, sondern dass sich schon lange Probleme und Unstimmigkeiten in ihrem Leben abzeichneten, die mehr oder weniger ignoriert und verdrängt wurden, bis der Krebs zur Auseinandersetzung damit zwang. Das Résumé zahlreicher Autoren ist daher, dass sie erst durch den Krebs zu sich selbst gefunden haben und dass sie heute eine höhere Lebensqualität besitzen.

Fazit: Ein absolut empfehlenswertes Buch – nicht nur für Krebspatienten und ihre Angehörigen. Insbesondere auch Ärzte, die regelmäßig mit Krebspatienten zu tun haben, täten gut daran, zu dieser Lektüre zu greifen.

Ein Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Buches geht an die Gesellschaft für Biologische Krebsabwehr e.V. (www.biokrebs.de).

Wenn Lust auf mehr bekommen haben und exemplarisch in einigen Berichten schnuppern wollen, sollten Sie folgende ausgewählte Texte lesen, die uns Autoren, Herausgeberin und Verlag dankenswerterweise zur Verfügung gestellt haben.

Schoen, Christel (Hrsg):
Alles ist möglich – auch das Unmögliche.
Ein Mut-mach-Buch. Persönliche Berichte von Krebspatienten.
St. Benno Verlag 2011, 286 Seiten, 14,5 x 22 cm, Klappenbroschur
ISBN 978-3-7462-3157-0, 16,95 EUR

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