Gesund in allen Lagen – Tipps für die Abwehr

Gesund in allen Lagen – Tipps für die Abwehr

Egal ob Sommer oder Winter – unser Immunsystem ist ständig für uns im Einsatz und schützt unseren Körper vor Krankheitserregern, wie etwa Viren, Bakterien oder Parasiten. Umso wichtiger ist es, auf seine Pflege zu achten.

(Bildquelle: unsplash.com, © Ben White)

Obwohl wir es nicht bemerken, kämpfen unsere Abwehrkräfte Tag und Nacht. Allerdings sollten wir sie nicht für selbstverständlich nehmen. Wenn wir nämlich nicht etwas dagegen tun, kann das Immunsystem auch ganz leicht geschwächt werden. Die Folge: Der Körper wird anfälliger für Krankheiten. Deshalb ist es wichtig, dass man sehr pfleglich mit seinem Immunsystem umgeht und es stärkt, wo es nur geht. Meist geht das mit ganz einfachen Mitteln und zwar auf eine ganz natürliche Weise, wie beispielsweise einer gesunden Ernährung.

Ausgiebiges Händewaschen

Dieser erste Tipp stärkt zwar nicht das Immunsystem, kann aber dafür sorgen, dass es nicht unnötig beansprucht wird. Laut einer Studie des National Institute of Health in Bethesda aus dem Jahr 2013 greift sich der Mensch im Durchschnitt pro Stunde etwa 3,6 Mal ins Gesicht. Bei fast der Hälfte dieser Berührungen werden Mund, Nase oder Augen angefasst. Hier können sich Krankheitserreger an unseren Händen über die Schleimhäute Zugang zum Inneren des Körpers verschaffen. 

Damit das nicht passiert, sollte man sich am Tag mehrmals gründliche die Hände mit Seife unter fließendem Wasser waschen. So schaffen es die meisten Viren und Bakterien gar nicht erst zum Gesicht. Eine sehr gute Anleitung, wie das richtige Händewaschen funktioniert, gibt die die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung auf ihrer Seite zum Infektionsschutz. Mindestens 20 Sekunden sollte der Vorgang dauern. Nicht vergessen: Das Abtrocknen ist ebenfalls sehr wichtig, da sich Bakterien und Keime bei Feuchtigkeit besser vermehren können. 

Durch das vermehrte Waschen der Hände kann man nicht nur für die eigene Sicherheit sorgen, sondern auch für die der anderen Menschen. Beispielsweise werden beim Händeschütteln auf diese Weise weniger Krankheitserreger weitergegeben.

Gesunde Ernährung

Die Stärke der Abwehrkräfte steht und fällt mit dem Essen, das täglich auf den Tisch kommt. Eine gesunde und vor allem ausgewogene Ernährung ist sehr wichtig, um das Immunsystem fit zu halten. Laut einer Empfehlung des Ministeriums für Ernährung soll man am Tag mindestens fünfmal Obst oder Gemüse essen.

Am Mittag oder am Abend kann man Gemüse beispielsweise in Form einer Beilage zu sich nehmen. Daneben kann man sich auch Smoothies oder Säfte aus frischem Obst zubereiten. Wer nicht auf industrielle Produkte zurückgreift, kann sicher sein, dass er nur hochwertige Produkte zu sich nimmt. Mit sogenannten Zentrifugalentsaftern lassen sich im Handumdrehen Säfte aus Obst, aber auch aus Gemüse zubereiten. Noch schonender lassen sich die Säfte allerdings mit einem sogenannten Slow Juicer herstellen.

Genügend Obst und Gemüse sind schon einmal eine gute Grundlage für starke Abwehrkräfte. Daneben sollte man auf einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt achten. Dazu benötigt der Körper pro Tag etwa 1,5 bis 2 Liter Wasser. Genauer gesagt: die deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt pro Tag eine Flüssigkeitsmenge von 35 ml pro Kilogramm Körpergewicht.

Viel Trinken stärkt das Immunsystem
Achten Sie darauf, ausreichend zu trinken. Am besten Wasser! (Bildquelle: unsplash.com, © Anderson Rian)

Am besten dazu geeignet ist wohl natürliches Quellwasser oder Leitungswasser. Zudem können ungesüßte Kräutertees den Wasserhaushalt ausgleichen. Auf Softdrinks, wie Limonaden oder Cola, sollte man verzichten, da solche Getränke viel zu viel Zucker enthalten und Übergewicht und Diabetes begünstigen können.

Bewegung im Freien

Um die Abwehrkräfte zu stärken, sollte man sich regelmäßig draußen aufhalten. Die Sonne kann nämlich ebenfalls ihren Beitrag dazu leisten. Das Stichwort ist hier Vitamin D. Das wird dann produziert, wenn Sonnenstrahlen auf unsere Haut treffen. Nur zum Teil kann es auch durch die Nahrung aufgenommen werden, beispielsweise mit fettigem Fisch, wie etwa Lachs. 

Kombiniert man den Aufenthalt draußen dann noch mit genügend Bewegung, tut man seinem Immunsystem doppelt etwas Gutes. Etwa eine halbe Stunde moderates Training pro Tag genügt bereits, um den Körper und seine Abwehrkräfte fit zu halten. Allerdings sollte man es beim Sport nicht übertreiben. Überanstrengt man seinen Körper, kann das ganz schnell das Gegenteil bewirken. 

Wenn man seine Muskeln zu stark belastet, ist das Immunsystem zu sehr mit der Regeneration beschäftigt. Das macht den Körper kurz nach dem Training wiederum anfälliger für Infekte. Dieser Effekt wird Open Window Phänomen genannt.

Gesunder Schlaf

Eine gute Nachtruhe kann ebenfalls ziemlich viel zu einem starken Immunsystem beitragen. Wenn man ausgeruht in den Tag startet, ist man nicht nur leistungsfähiger, sondern auch weniger anfällig für Krankheiten. Wer auf der anderen Seite zu wenig schläft oder unter Schlafstörungen leidet, hat oft mit einem geschwächten Immunsystem zu kämpfen, da die Zahl der Abwehrzellen im Blut reduziert wird.

Wie viel Schlaf gesund für den Körper ist, variiert von Mensch zu Mensch. Im Schnitt sind sieben bis acht Stunden optimal, um ausgeruht sein. So mancher kommt allerdings mit nur sechs oder sogar fünf Stunden aus. Hier muss man ausprobieren und auf den eigenen Körper hören.

Um Schlafprobleme generell zu vermeiden oder zu verringern, sollte man auf eine gesunde Schlafhygiene achten. Dabei soll man beispielsweise immer um die gleiche Zeit aufstehen und wirklich nur dann ins Bett gehen, wenn man wirklich müde ist.

Autorin: Svenja Reuter (freie Redakteurin im Bereich Gesundheit und Ernährung)

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen

Mailadresse dient möglichen Rückfragen durch die Redaktion. Sie wird nicht veröffentlicht.



 

Wichtiger Hinweis:
Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
Der Inhalt von naturheilmagazin.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Im Übrigen verweisen wir auf die Geltung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB

Krankheiten A-Z