Natürliche Hautpflege mit Aloe Vera & Co.

Natürliche Hautpflege mit Aloe Vera & Co.

Die Regale konventioneller Drogeriemärkte halten nicht für jedermann das passende Produkt bereit. Vor allem Menschen, die sich möglichst natürlich pflegen und dabei auf Zusatzstoffe verzichten möchten, haben oft das Nachsehen. Sie wenden sich daher an Anbieter, die natürliche Rohstoffe liefern können. Für die Pflege der Haut eignen sich die fünf folgenden besonders gut. (Bildquelle: silviarita (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

1. Nachtkerzenöl

Die Nachtkerze, ein Gewächs mit gelben Blüten, die sich erst in der Nacht öffnen, liefert die Samen für die Produktion von Nachtkerzenöl. In der Kosmetik wird das Öl aufgrund seiner wertvollen Inhaltsstoffe wie

  • Linolsäure,
  • Gamma-Linolensäure,
  • Aminosäuren und
  • Vitamin E.

häufig eingesetzt. Nachtkerzenöl gilt dabei als besonders gut geeignet für Menschen, die unter trockener Haut leiden, zu Schuppenbildung neigen, oder auch mit Neurodermitis zu kämpfen haben. Da das Öl ebenfalls die Talgproduktion regulieren soll, lohnt sich ein Test zur Linderung von Akne.

Auf die Haut kann das Öl problemlos pur oder vermischt mit anderen hochwertigen Ölen aufgetragen und behutsam einmassiert werden. Auch eignet sich Nachtkerzenöl, um als Bestandteil feuchter Wickel auf Hautareale gelegt zu werden, die sehr schuppig und trocken sind. Einzelne Naturkosmetikanbieter empfehlen, Nachtkerzenöl mit Kokos- oder Jojobaöl zu mischen.

2. Aloe Vera

Die Aloe Vera, auch als Wüstenlilie bekannt, ist eine skurril aussehende Pflanze mit dicken Blättern. Die spitz zulaufenden Blätter enthalten ein durchsichtiges Geld mit hohem Nährstoffgehalt. Dieses Gel kann die Haut natürlich unterstützen.

Am einfachsten ist es, ein vollständiges Aloe-Vera-Blatt zu kaufen. Dieses kann im angeschnittenen Zustand gut einen Monat kühl gelagert werden. Bei Bedarf reicht es, eine Scheibe des Blatts abzuschneiden, die Rinde zu entfernen und das Gel abzuspülen. Anschließend kann das Aloe-Vera-Gel einfach auf die Haut gerieben werden.

Wichtig! Auch bei Aloe Vera gilt: Die Herkunft ist entscheidend. Gekauft werden sollten nur Blätter aus biologischem Anbau, die konkret zur äußerlichen und innerlichen Verwendung geeignet sind.

Angewendet werden kann Aloe-Vera-Gel bei

  • Insektenstichen,
  • Schuppenflechte,
  • kleinen Verletzungen und Verbrennungen sowie
  • trockener Haut.

Die im Gel enthaltenen Aminosäuren wirken gemeinsam mit Salicylsäure und verschiedenen Zuckern Entzündungen entgegen und sollen auch eine antibakterielle Wirkung haben. Im Rahmen einer Untersuchung an der Universität Freiburg fanden Forscher heraus, dass Aloe-Vera-Gel bei Sonnenbrand sogar besser wirkte, als Hydrokortison. Hier muss zwar noch weiter geforscht werden, die ersten Ergebnisse klingen aber vielversprechend.

3. Aprikosenkernöl

Aprikosenkerne sind nicht essbar, denn sie enthalten Amygdalin, das im Körper zu giftiger Blausäure umgewandelt wird. Das aber macht den Kern der beliebten Steinfrucht nicht weniger wertvoll. Aus ihm lässt sich ein nährstoffreiches Öl gewinnen, das für die Pflege von Haut und Haar geeignet ist.

Auf die Haut aufgetragen soll Aprikosenkernöl deren Stoffwechsel anregen, das Gewebe straffen und den Feuchtigkeitshaushalt regulieren. Zudem verfügt das Öl über eine vergleichsweise milde Charakteristik, weswegen auch empfindliche Menschen und Kinder es gut vertragen. Aprikosenkernöl enthält zusätzlich Vitamin E, das als Radikalfänger die Zellgesundheit positiv beeinflussen kann.

Die Anwendung von Aprikosenkernöl ist denkbar einfach: Das Öl kann pur auf die Haut gegeben und einmassiert, aber auch genutzt werden als

  • Badezusatz,
  • Inhaltsstoff selbstgemachter Seife,
  • Haaröl oder
  • Make-Up-Entferner.

Achtung! Dass ein Öl als gut verträglich oder mild gilt, bedeutet nicht, dass jeder Mensch es gleichermaßen gut verträgt. Im Falle von Hautreaktionen sollte es nicht weiterverwendet werden. Der behandelnde Arzt kann dabei helfen, mögliche Allergien zu diagnostizieren und alternative Rohstoffe empfehlen.

4. Sheabutter

Bei Sheabutter handelt es sich um das Fett der Früchte, die der Sheabaum hervorbringt. Die buttrige Masse verströmt einen feinen Duft von Schokolade und enthält zahlreiche positive Inhaltsstoffe wie

  • Catechine,
  • Phytosterole,
  • Allantoin,
  • Tocopherol (Vitamin E) und
  • pflegende Fettsäuren

Vor allem bei Menschen mit trockener Haut ist Sheabutter sehr beliebt, denn sie enthält viel „Unverseifbares“. Diese Stoffe lösen sich durch Wasserkontakt nicht und entfalten somit einen umso stärkeren Effekt. Zusätzlich zur Anwendung bei trockener Haut kann Sheabutter auch für die Pflege von Narben, als Feuchtigkeitscreme nach dem Sonnenbad und bei Neurodermitis oder Schuppenflechte genutzt werden.

5. Wollwachs

Mit Wollwachs komplettiert der erste nicht-pflanzliche Stoff diese Liste der Naturkosmetik-Rohstoffe. Wollwachs, auch als Lanolin bezeichnet, wird in einem aufwändigen Verfahren aus dem Sekret gewonnen, das die Talgdrüsen von Schafen absondern. Wie das genau funktioniert, erklärt die Deutsche Lanolin Gesellschaft auf ihrer Website.

In der Kosmetik kann Wollwachs verwendet werden, um als Basis für Cremes zu dienen. Auch pures Auftragen auf die Haut ist möglich. Bewährt hat sich pures Lanolin beispielsweise als Pflege für die Brustwarzen während der Stillzeit und als Salbe für den empfindlichen Windelbereich bei Babys. Erwachsene können auf der Grundlage von Lanolin zahlreiche Naturkosmetika selbst herstellen, da das Wollwachs sehr gut als Emulgator wirkt. Es kann folglich mit weiteren, hochwertigen Ölen kombiniert und somit individualisiert werden.

Tipp: Veganer, die kein Wollwachs als Grundlage für ihre Cremes nutzen möchten, benötigen dennoch einen festigenden Inhaltsstoff. Hier bietet sich beispielsweise Carnaubawachs an, das aus der Carnaubapalme gewonnen wird.

Autorin: Melanie Schmitz

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