Lebererkrankungen - Ursachen, Symptome, Therapie

Lebererkrankungen

Lebererkrankungen

Lebererkrankungen können das Leben schwer machen. So mancher Leberkranke ist zunächst nur müde, fühlt sich schwer, hat Blähungen oder wacht immer wieder gegen 2 Uhr auf. Harmlose Kleinigkeiten oder erste Warnsignale für ein ernsthaftes Leberproblem?

Einführung

Schwerpunktthema Leber bei der 46. Medizinischen Woche 

Lebererkrankungen waren ein Schwerpunktthema bei der 46. Medizinische Woche in Baden-Baden. Vorgestellt wurden Möglichkeiten der Lebertherapie mit ausleitenden Verfahren, Phytotherapie, Ernährung und Anthroposophischer Medizin. Unsere Redakteurin Dr. Inge Ziegler hat die Vorträge aufmerksam verfolgt und die wichtigsten Punkte für Sie zusammengestellt.

Lebererkrankungen sind häufiger als gedacht.

Wer glaubt, dass Lebererkrankungen nur Alkoholikern und Menschen mit Hepatitis vorbehalten seien, täuscht sich gewaltig: Immerhin 20 % aller Erwachsenen in den westlichen Industrieländern haben eine Fettleber, ohne dass sie übermäßig Alkohol trinken. Binnen 10 Jahren entwickeln 5 % von ihnen eine Leberzirrhose, bei der Lebergewebe vernarbt und seine Funktion verliert. Dabei verhärtet sich die Leber und schrumpft zunehmend bis sie ihre lebenswichtigen Aufgaben in unserem Stoffwechsel nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr erfüllen kann – und das, ohne dass man die Ursache kennt. Hinzu kommen noch einmal 5-10 % der Bevölkerung in Westeuropa, die unter einer alkoholischen Fettleber leiden. Wiederum 5 % aller Menschen mit Leberzirrhose entwickeln langfristig einen Leberkrebs.
Erschreckende Zahlen, wenn man bedenkt, dass die Leber absolut lebensnotwendig ist und die Möglichkeiten ihrer Therapie nach wie vor begrenzt sind. Fest steht aber: Je früher eine Lebererkrankung erkannt wird, umso besser sind die Heilungschancen. Damit Sie Warnsignale früh erkennen können, stellen wir Ihnen die wichtigsten Beschwerden einer Lebererkrankung vor. Darüber hinaus bieten wir Ihnen einen Überblick über die Therapieempfehlungen naturheilkundlicher Ärzte bei der 46. Medizinischen Woche in Baden-Baden.

Abb. 1: Häufigkeit einer Fettleber in der Bevölkerung
Abb. 1: Häufigkeit einer Fettleber in der Bevölkerung

Aufgaben der Leber

Nicht ohne Grund gilt die Leber als unser wichtigstes Stoffwechselorgan. Von früh bis spät baut sie Eiweiße, Kohlenhydrate und Fette auf und ab, bildet Galle und fördert so die Verdauung, speichert überschüssigen Blutzucker in Form von Glykogen, stellt Blutgerinnungsfaktoren zur Verfügung und entgiftet Alkohol, Medikamente, im Dickdarm anfallendes giftiges Ammoniak usw. Ohne Leber ist ein Leben nicht möglich!

Lebererkrankungen und ihre Symptome

Abb. 2: Möglicher Ablauf von Lebererkrankungen
Abb. 2: Möglicher Ablauf von Lebererkrankungen

Verlauf einer chronischen Lebererkrankung

Lebererkrankungen beginnen meist schleichend. Da die Leber selbst recht schmerzunempfindlich ist, können Lebererkrankungen lange unbemerkt bleiben. Das Problem dabei: Eine lange unbemerkte Lebererkrankung kann immer weiter fortschreiten. Dabei kommt es zur Ansammlung von Eisen und Fett (sog. Fettleber) in der Leber. Wichtig zu wissen: Eine Fettleber verschlechtert auch alle anderen Lebererkrankungen. Fett/Eisen in der Leber und weitere Faktoren wie Giftstoffe und leberschädigende Viren erhöhen den oxidativen Stress in der Leber, lösen eine Entzündung aus und sorgen schließlich zur Zerstörung von Leberzellen. Mit der Zeit wird das Lebergewebe in krankhaftes Gewebe umgebaut, es kommt zur Leberzirrhose. Dann kann die Leber ihre wichtigen Aufgaben im Stoffwechsel kaum noch erfüllen – bis sie schließlich womöglich ganz ausfällt. Da der Umbau des Lebergewebes (fast) nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, lohnt es sich, frühzeitig bei entsprechenden Beschwerden hellhörig zu werden. (siehe Abb. 2: Möglicher Ablauf von Lebererkrankungen)

Frühe Symptome von Lebererkrankungen

  • Müdigkeit (auch gern als „Schnupfen der Leber“ bezeichnet
  • verminderte Leistungsfähigkeit, allgemeine Abgeschlagenheit, Schwäche
  • Schweregefühl
  • Schlafstörungen, die gemäß der Organuhr vor allem zwischen 2 und 3 Uhr auftreten (z.B. nächtliches Aufwachen, regelmäßiges Auftreten von Beschwerden in dieser Zeit)
  • Blähungen 
  • Appetitlosigkeit
  • erhöhte Leberwerte, die z.B. beim zweijährlichen Gesundheitscheck auffallen können

Zu den klassischen Leberwerten gehören Leberenzyme, die aus zerstörten Leberzellen ins Blut gelangen und dort nachgewiesen werden können. Hohe Werte im Blut sind ein schlechtes Zeichen für die Leber. Besonders bedeutsam für die Leberdiagnostik sind bestimmte Transaminasen wie die GOT, GPT und Gamma-GT.

Ist die Leber schon weiter in Mitleidenschaft gezogen, hat sich z.B. eine Fettleber mit Verfettung der Leber oder eine Leberzirrhose („Narbenleber“) entwickelt, kommen weitere Symptome hinzu. 

Späte Symptome von Lebererkrankungen

  • Gelbfärbung zunächst der Augenbindehäute (sind dann nicht mehr weiß, sondern gelb) und später der Haut (sog. Gelbsucht, Ikterus)
  • vergrößerte Brust bei Männern
  • Rotfärbung der Handinnenflächen 
  • Wasseransammlung im Bauch (Aszites), erweiterte Blutgefäße auf dem Bauch,
  • Nachlassen der geistigen Fitness uvm.

Typische Ursachen einer Lebererkrankung

So vielfältig wie die Aufgaben der Leber sind die Faktoren, die sie krank machen können. Einiges davon wie übermäßiger Alkoholkonsum, Drogen- und Medikamentenmissbrauch lassen sich gut vermeiden. Wer lange gesund und munter bleiben möchte, sollte das Wohl seiner Leber im Auge behalten. Zu den typischen Ursachen von Lebererkrankungen gehören unter anderem:

  • übermäßiger Alkoholkonsum
  • Ernährungsfehler (lesen Sie dazu die Kommentare am Ende des Artikels)
  • Drogenmissbrauch
  • Medikamente
  • Hepatitis-auslösende Viren (Hepatitis A, B, C, D)
  • Erkrankungen der Gallenwege
  • Stoffwechselerkrankungen, wie die Kupferspeicherkrankheit (Morbus Wilson), Eisenspeicherkrankheit (Hämochromatose), Störungen in der Aufnahme von Nährstoffen (Malabsorption), Zöliakie
  • Rechtsherzinsuffizienz
  • Tumore, z.B. durch Absonderung von Metastasen in die Leber.

Kleine Änderungen zum Wohle der Leber

Mit diesen Verhaltensregeln kann jeder seine Leber unterstützen:

  • Alkohol reduzieren: Alle chronisch Leberkranken sollten ihren Alkoholkonsum möglichst gering halten bzw. ganz auf Alkohol verzichten. 
  • Übergewicht abbauen: Wer zugleich unter Übergewicht und einer Lebererkrankung leidet, sollte sich zunächst einmal bewegen und abnehmen. Schon eine mäßige Verringerung des Körpergewichts, kann die Leber spürbar entlasten und die Lebensqualität verbessern. 
  • Vegan ernähren: Eine vegane Ernährung hilft bei chronischer Virushepatitis und Autoimmunhepatitis, die Leberwerte (Transaminasen) zu verbessern. 
  • Sport/Bewegung: Sport bzw. regelmäßige Bewegung reduziert nicht nur vorhandenes Übergewicht. Sport fördert auch die Ausleitung über Haut und Lunge. So entlastet Bewegung doppelt die Leber.

Phytotherapie bei Lebererkrankungen

Pflanzliche Präparate sind bei Lebererkrankungen sehr gefragt: 2004 wurden in Deutschland 83 Mio. € für pflanzliche Lebermittel ausgegeben [IMS OTC Report 2004]. Ca. 40 % der Patienten mit chronischer Hepatitis C nehmen pflanzliche Präparate. Spitzenreiter mit 70 % ist dabei die Mariendistel.

Mariendistel

Die Mariendistel fördert die Regeneration der Leber. Sogar nach einer teilweisen Entfernung kann sie der Leber helfen. Auch bei Vergiftungen (Alkohol, Knollenblätterpilz) wird die Mariendistel erfolgreich eingesetzt. Bei Hepatitis C kann eine Infusion mit speziellen Mariendistel-Präparaten die Zahl der Hepatitis-Viren mitunter drastisch reduzieren. Völlig beseitigen kann sie die Viren jedoch nicht. Und: Über den Mund eingenommen, ist diese Wirkung der Mariendistel nach aktuellem Stand nicht zu erreichen.

Süßholz

Süßholz wird in der Regel hervorragend vertragen. Als Infusion vom Arzt eingesetzt, kann sein Wirkstoff Glycyrrhizin bei Hepatitis C, nicht aber bei Leberfibrose helfen. Die Transaminasen können so gesenkt und möglicherweise auch der Verlauf einer chronischen Lebererkrankung verbessert werden. Erhältlich ist es über internationale Apotheken.

Artischocke

Mit der Artischocke lassen sich Leber-Beschwerden wie Blähungen usw. verbessern. Anhand der Leberwerte lässt sich der Nutzen der Artischocke dagegen nicht gut nachvollziehen.

Schizandrin C (DDB)

Das aus einem chinesischen Strauch gewonnene Schizandrin (DDB) wird mitunter als wahres Wundermittel bei chronischen Lebererkrankungen angepriesen. Tatsächlich sinken die Werte für die Transaminasen mit diesem Mittel eindrucksvoll. Doch leider nutzt das dem Leberkranken nichts. Der Leber selbst geht es mit dem Mittel nach wie vor schlecht oder sogar noch schlechter. Ein gesundheitlicher Nutzen bleibt völlig aus. Von solchen – mitunter sehr teuer angebotenen – Produkten kann daher nur dringend abgeraten werden!

Bärengalle bei Lebererkrankungen

Auch wenn sie im engeren Sinnen nicht zu den leberstärkenden Naturheilverfahren gehört, ging Dr. Huber kurz auf die Bärengalle ein. Bei diesem leider wenig tierschonenden Verfahren, wird aus der Gallenblase bestimmter Bären Galle entnommen. Diese wird dann zu Arzneimitteln aufbereitet (Ursodesoxycholsäure, UDCA) dem Leberpatienten zur Einnahme angeboten. Durch die Zufuhr von Galle, die normalerweise von der eigenen Leber gebildet wird, wird die eigene Leber entlastet. Die Galle des Leberkranken wird flüssiger und die Leber entstaut. Unabhängig von der Ursache der Lebererkrankung sinken die Leberwerte (Transaminasen).

Aderlass bei Lebererkrankungen

Aderlass kann bei einer Leberfibrose den Verlauf stabilisieren:

  • Aderlass senkt den Blutdruck,
  • senkt den Blutzuckerspiegel und den HbA1-Wertes, was besonders für Diabetiker relevant ist
  • verbessert die Fließeigenschaften des Blutes
  • verbessert langfristig die Leberwerte (Transaminasen), z.B. bei Patienten mit chronischer Hepatitis C

Sinnvoll sind Aderlässe vor allem bei Leberkranken mit hohem Ferritin-Wert (unserem Speicher-Eisen). Umgekehrt ist jedoch Vorsicht bei niedrigen Eisenwerten geboten. Sinkt der der Ferritin-Wert zu stark ab, droht eine Eisenmangel-Anämie („Blutmangel“ durch Eisenmangel).

Auch für daheim: Bäder bei Lebererkrankungen

Bäder können den Blutrückfluss zum Herzen verbessern. Sie fördern die Harnausscheidung und senken den Pegel der Stresshormone. Das ist besonders interessant für Leberpatienten mit Wasseransammlungen im Bauch (Aszites). Ihr besonderer Vorteil: Bäder können Leberkranke leicht zu Hause durchführen. So geht’s:

Baden Sie 2-3x pro Woche für mindestens 30 Minuten in angenehm warmen Wasser. Damit der Kreislauf nicht zu überanstrengt wird, sollte das Wasser nicht zu warm sein. So können Sie ganz entspannt und kostengünstig etwas für Ihre Leber tun.

Fasten bei Lebererkrankungen

Eine weitere naturheilkundliche Behandlungsmöglichkeit bei chronischen Lebererkrankungen ist das Fasten. Dr. Wittrock berichtete, wie in der Buchinger-Klinik in Überlingen das Fasten nach Buchinger für Leberkranke durchgeführt wird.

  1. Entlastungstag: 600 Kcal aus Obst, Gemüse + Kartoffeln, Reis oder Hafer
  2. Abführtag = 1. Fastentag: Darmreinigung mit Glaubersalz, 250 Kcal z.B. als Saft
  3. weitere Fastentage: 250 Kcal aus Saft, Honig, Brühe
  4. Fastenbrechen: 350 Kcal
  5. Kostaufbau: ovolactovegetarisch, d.h. Es wird kein Fleisch gegessen, wohl aber Eier und Milchprodukte.

Gefastet wird mindestens eine Woche lang, in Einzelfällen sogar bis zu 4 Wochen. Dabei sind die Patienten in der Klinik ständig unter Betreuung. Nach den Untersuchungen dieser Klinik bessern sich unter dieser viele Leberwerte, insbesondere die Transaminasen Gamma-GT, GPT und GOT. Ein Teil dieses Effektes kann noch über Monate anhalten. Gleichzeitig verbessern sich andere Stoffwechselwerte, indem z.B. der Insulinspiegel sinkt. 

Kein Fasten bei Leberzirrhose!

Ungeeignet ist Fasten leider bei einer Leberzirrhose. Gerade Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose brauchen unbedingt ausreichend Kalorien. Da ist Fasten natürlich kontraproduktiv. Fasten Patienten mit Leberzirrhose dennoch, kann das Bilirubin, das für die Gelbfärbung bei der Gelbsucht verantwortlich ist, langfristig steigen.

Orthomolekulare Medizin bei Lebererkrankungen

Je nach Einzelfall kann bei einer chronischen Lebererkrankung zur Zufuhr nach Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen im Sinne der Orthomolekularen Medizin sinnvoll sein. Durch die Zufuhr von Mikronährstoffen sollen Mangelzustände behoben, der Stoffwechsel aktiviert, Zellen geschützt und die Abwehr verbessert werden. In Frage kommen bei Lebererkrankungen u.a.

  • Vitamin D: Da Vitamin D in der Leber z.T. verarbeitet und gespeichert wird, ist ein Vitamin D-Mangel bei Leberkranken besonders verbreitet. Weil grundsätzlich auch eine Überdosierung von Vitamin D denkbar ist, sollte vor der Einnahme entsprechender Präparate immer der Vitamin D-Spiegel bestimmt werden.
  • Vitamin E: Vitamin E kann nachweislich eine nicht alkohol-bedingte Entzündung der Leber verbessern.
  • Zink: Bei Leberzirrhose ist laut Dr. Wittrock häufig ein Zink-Mangel zu beobachten. Dank Zink kann die Leber besser auf oxidativen Stress reagieren. Außerdem kann Zink der Zerstörung von Leberzellen durch Alkohol entgegen wirken.
  • Chrom: Bei Leberkranken, die zugleich unter Diabetes leiden, lässt sich oft ein zu niedriger Chrom-Spiegel feststellen.
  • Ornithin-Aspartat. Ornithin-Aspartat fördert die Entgiftung von Ammoniak, kann so den Ammoniak-Spiegel senken und die geistige Fitness von Leberkranken verbessern.
  • L-Carnithin und Phosphatidylcholin: Zink, L-Carnithin und Phosphatidylcholin können die Leber in ihrer Entgiftung unterstützen.

Anthroposophische Medizin bei Lebererkrankungen

Dr. Sterner ging in seinem Vortrag aus Sicht der Anthroposophischen Medizin auf die Behandlung von Lebererkrankungen ein. 

Psychische Aspekte von Lebererkrankungen

Dr. Sterner wies auf den Zusammenhang von Lebererkrankungen und Depressionen hin. Depressionen können Ausdruck einer Erschöpfung der Leber sein. Daher hilft manchen Menschen mit Depressionen eine Lebertherapie. Weitere Bezüge von Leber und Psyche kommen schon in unserer Sprache zum Ausdruck.

  • „Mir ist eine Laus über die Leber gelaufen.“ als Zeichen von Verärgerung
  • „Frei von der Leber weg ...“, d.h. ohne Hemmung sein/handeln
  • „Eine beleidigte Leberwurst spielen“ als Ausdruck von Kränkung

Phytotherapie bei Lebererkrankungen aus der Anthroposophie

  • Aufgrund gewisser Ähnlichkeiten, die hier nicht weiter ausgeführt werden sollen, kommen die Blätter des Weins und der Walderdbeere für die anthroposophische Therapie von Lebererkrankungen in Frage. 
  • Bei Leberkrebs wird die Mistel besonders häufig eingesetzt. 
  • Ein aus unreifen, grünen Tomaten (Solanum lycopersicum) gewonnenes Präparat wird in der Reizbehandlung bei Lebererkrankungen, insb. Hepatitis C, eingesetzt. Es verzögert das Fortschreiten einer Leberfibrose. Kombiniert werden kann es mit Mistelpräparaten. 

Leicht selbst gemacht: Mit Kaffee-Leber-Wickeln die Leber stärken

Dr. Sterner berichtete von einem schwerkranken Mann, der kurz vor der Lebertransplantation stand. Während andere Behandlungen nicht anschlugen, gelang es ihm mit Hilfe von Kaffee-Leber-Wickeln die Zeit bis zur Lebertransplantation zu überbrücken. Und so geht’s:

  • frisch gemahlenen Kaffee leicht anbrühen
  • pappig in ein Tuch wickeln 
  • 30 min auf der Leber liegen lassen. 

Der Kaffee-Leber-Wickel kann jeden Tag angewendet werden.

Weitere naturheilkundliche Therapien bei Lebererkrankungen

Je nach Fall kommen für Leberkranke auch weitere Therapien in Frage:

  • Eine probiotische Therapie stärkt den Darm und entlastet so die Leber. Oxidativer Stress, Entzündungen und Zellzerstörung können zurückgehen.
  • Klinoptilolith-Zeolith, ein pulverisiertes Vulkangestein, kann laut Dr. Wittrock von Leberkranken in Wasser getrunken werden. Im Darm bindet das Gestein Gifte wie Blei, Cadmium, Quecksilber und Ammonium und entlastet dadurch die Leber.
  • Zum Teil wird auch die Ozon-Therapie bei Hepatitis C eingesetzt. Hier sieht Dr. Huber jedoch noch Forschungsbedarf.

Möglichkeiten & Grenzen der Naturheilkunde bei chronischen Lebererkrankungen

Mit naturheilkundlichen Verfahren haben Sie eine reelle Chance, dass sich

  • Beschwerden einer chronischen Lebererkrankung verbessern,
  • Laborwerte verbessern (Transaminasen),
  • der Verlauf einer chronischen Lebererkrankung günstig beeinflussen lässt.

Nicht zu erwarten ist dagegen nach heutigem Stand, dass

  • Hepatitis Viren des Typs B und C (Hepatitis B, Hepatitis C) vollständig entfernt werden können,
  • bei einer fortgeschrittenen Lebererkrankung noch eine vollständige Heilung erreicht werden kann.

Fazit

Es lohnt sich Lebererkrankungen frühzeitig zu erkennen. Achten Sie also auf entsprechende Symptome. Der Gesundheitscheck bei Hausarzt oder Internisten kann auffällige Leberwerte aufdecken. Durch eine entsprechende Lebensführung und naturheilkundliche Therapien lässt sich viel für die Leber tun – wenn man rechtzeitig damit beginnt.

Kommentare: Stimmen und Tipps verschiedener Therapeuten

Schwermetalle und Lebererkrankungen

Dr. Mutter  verweist noch auf den Zusammenhang verschiedener Lebererkrankungen mit Giften, wie z.B. Schwermetallen. In diesen Fällen sei eine Behandlung mit dem Chelatbildner DMPS vielversprechend.

Virus-Hepatitis und Eisen

Dr. Mutter schreibt hierzu: "Bei Hepatitis durch Viren lassen sich durch Verringerung des Eisengehaltes (Ferritin) des Körpers (Aderlass oder Gabe von Desferral) erstaunliche Verbesserungen erzielen." Die Behandlung könne mit Aderlass oder speziellen Chelatoren durchgeführt werden, die überflüssiges Eisen aus dem Körper entfernen.

Ernährung als Ursache für Lebererkrankungen

Die Heilpraktikerin Carmen Karwehl schreibt uns zum Thema Ernährung: "Es ist den meisten Menschen nicht bewusst, dass auch schlechte und unausgewogene Ernährung die Leber belasten kann.
Nur ein Beispiel: wer viel Fleisch isst, dessen Leber muss auch Antibiotika abbauen, obwohl der Mensch selbst keine Medikamente genommen hat. Bei Menschen die Abends spät (wenn der Darm nicht mehr arbeitet) viel Obst essen oder Obstsäfte trinken, entstehen durch Gärung Fuselalkohole, die ebenfalls durch die Leber abgebaut werden. So kann durch falsche Ernährung eine Alkoholbelastung entstehen, die dem Betroffenen nicht bewusst ist."

Dr. Joachim Mutter sieht die Fruktose als wichtigen Faktor bei der Leberverfettung und Leberversagen. Seiner Ansicht nach lässt sich sogar allein durch durch das Weglassen von fruktosehaltigen Speisen eine Fettleber heilen. Wie ernst das Problem der Fettleber sei, zeigten Zahlen aus den USA. Dort hätten mittlerweile 50 % der Bevölkerung eine nichtalkoholische Leberverfettung. Auf die Fruktose-Problematik geht auch auch in seinem Buch "Lass Dich nicht vergiften" ein. Den entsprechenden Auszug können Sie hier einsehen: Zum Buchauszug

Lebensmittel zur Unterstützung der Leber

Die Ernährungsberaterin Gabriele Ganser weist auf Lebensmittel hin, die anregend, bewahrend und stärkend auf die Leber wirken können:

  • Kräuter wie Anis, Basilikum, Kurkuma, Koriander, Bohnenkraut, Pfefferminze, Brunnenkresse, Oregano, Schnittlauch, Safran
  • Essig
  • Gemüse wie Artischocken, Brokkoli, Feldsalat, Endivien, Ruccola, Radicchio, Chiccoree, Bambusschößlinge, Eisbergsalat, grüner Salat, grüne Bohnen, Sellerie, Spinat, Champignons
  • Obst wie Grapefruit, Rhabarber, Brombeere
  • Nüsse/Samen wie Walnuss, schwarzer Sesam, Sonnenblumenkerne
  • Getreide wie Amaranth, Roggen, Grünkern
  • Getränke wie Grüner Tee, Bier, Schwarzer Tee, Cynar (Artischocke), Kaffee

Auch Dr. Mutter betont die Bedeutung der Ernährung bei Lebererkrankungen.  In seinem Buch "Grün essen" propagiert er eine neue Ernährungsform, die auch bei der Vorbeugung und Behandlung von Lebererkrankungen (sofern sie nicht zirrhotisch sind) helfe.

Der klassische Leberwickel

Die folgende Beschreibung des klassischen Leberwickels stammt von Gabriele Ganser. Der Leberwickel wird am Besten abends mit dem zu Bett gehen angewandt.

Variante 1 des Leberwickels

1. Schritt: Wärmflasche mit gut handwarmem bis leicht heißem Wasser halb füllen, überschüßige Luft herausdrücken und verschrauben.
2. Schritt: kleines Handtuch handwarm anfeuchten und um die Wärmflasche legen
3. Schritt: im Liegen beides in Höhe der Leber am unteren rechten Rippenbogen auf die Haut auflegen und mit einem trockenen Handtuch abdecken, dann mit einer Bettdecke zudecken und ca. 1 Std. ruhen. Meist schläft man dabei ein, was der Regeneration dienlich ist.
4 . Schritt: Wickel samt Wärmflasche entfernen.

Variante 2 des Leberwickels

1. Schritt: kleines Gästehandtuch gut handwarm anfeuchten und auswringen
2. Schritt: in Höhe der Leber am unteren rechten Rippenbogen auf die Haut legen
3. Schritt: mit einem trockenen Handtuch gut abdecken und mit einer Bettdecke zugedeckt ca. 1 Std. ruhen

Weitere Therapieempfehlungen von Dr. Mutter

In seinem Buch "Lass Dich nicht vergiften" hat Dr. Mutter aus seiner Sicht die Hauptkrankmacher, die Hauptgesundmacher und eine daraus resultierenden Ursachentherapie häufiger Krankheiten zusammengefasst. Den entsprechenden Auszug zu Lebererkrankungen, den er uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, finden Sie hier. Zum Buchauszug.

Kommentar von Dr. med. Andreas Kappl

Hier berichtet Dr. med. Andreas Kappl von seinem Konzept zur Behandlung von Lebererkrankungen

Leberschäden entstehen nicht nur durch toxische Überlastung von außen (hier sind neben Alkohol vor allem Medikamente wie Tetrazykline und Methotrexat zu nennen). Auch im Körper können giftige Substanzen entstehen, wenn der Darm durch lange andauernde Fehlernährung oder unbeachtete Nahrungsunverträglichkeiten überlastet worden ist. Ein Leaky-Gut-Syndrom kann die Folge sein: Der Darm wird durchlässig, sodass eigentlich unverdauliche Nahrungsbestandteile wie Allergene und Giftstoffe den Körper belasten.

Darmsanierung, Lymphfluss und Ernährung

Grundlage einer erfolgreichen Lebertherapie ist deshalb meiner Erfahrung nach eine Darmsanierung. Hier verwende ich gerne eine bestimmte Kräutermischung, die u.a. Mariendistel, Löwenzahn und Wegwarte enthält. Diese Heilpflanzen unterstützen nicht nur den Darm, sondern stärken und stabilisieren auch die Leber.
Auch der Lymphfluss sollte in diesem Zusammenhang unterstützt werden, eine Ernährungsumstellung (unverträgliche Nahrungsmittel weglassen) ist ebenfalls sinnvoll.

Vitalpilze zum Leberschutz

Anschließend sollten leberschützende (hepatoprotektive) Substanzen zum Einsatz kommen. Neben Mariendistel arbeite ich vorzugsweise mit Medizinalpilz-Extrakten, vor allem mit Ganoderma lucidum (Ling Zhi) und Cordyceps sinensis (Raupenpilz). Beide haben leberschützende und -regenerierende Eigenschaften.
In Tierversuchen zeigte sich, dass Cordyceps sinensis einen hemmenden Effekt auf die Entstehung einer Leberfibrose hat [1]. Wenn bereits eine künstlich herbeigeführte Leberfibrose bestand, dann ließ sich diese durch Ganoderma lucidum [2] und Cordyceps [3] bessern, die Leberfunktionen normalisierten sich wieder. Cordyceps hemmte beispielsweise auch die typische alkoholinduzierte Hyperinsulinämie (krankhaft erhöhter Insulinspiegel) [4].
Benzpyren ist ein krebsverursachendes Gift. Im Laborversuch [5] erwies sich Ling Zhi als potenter Gegenspieler mit schützenden, antimutagenen Wirkungen an Leberzellen. Auch das Wachstum verschiedener Leberkrebszellarten wurde durch Ling Zhi gehemmt [6, 7].
Interessant zur Hepatitis-Prophylaxe ist auch die verstärkende Wirkung von Medizinalpilz-Extrakten auf den Impfschutz: Eine Impfung gegen Hepatitis B brachte im Tierversuch [8] bessere Ergebnisse, wenn gleichzeitig ein Extrakt aus Agaricus blazei Murill (ABM) gegeben wurde.
Erfahrungsgemäß können Medizinalpilze auch bei bestehender Hepatitis B nützlich sein. Leider ist die Zahl diesbezüglicher Studienergebnisse gering. Immerhin untersuchte eine Forschergruppe die Wirkung von Cordyceps an 25 Patienten mit chronischer Hepatitis B [9]. Verschiedene Blutwerte wie T-Zellen (CD4, CD4/CD8-Verhältnis) wurden vor und nach der Behandlung gemessen und mit der Kontrollgruppe verglichen. Erfreulicherweise waren die Werte in der Cordyceps-Gruppe nach drei Monaten deutlich angestiegen.
Naturheilkundlich eingesetzte Substanzen sollten in erster Linie eine gute Verträglichkeit aufweisen. Für Ganoderma lucidum gibt es eine über vier Wochen durchgeführte kontrollierte doppelblinde Untersuchung [10] an gesunden Freiwilligen, bei denen sich keine Blutwertveränderungen zeigten.

Löwenzahn für die Leber

Als weitere wichtige Heilpflanze bei Lebererkrankungen ist Löwenzahn (Taraxacum) sehr gut einsetzbar. Er enthält Inhaltsstoffe wie Triterpene, Inulin, Cholin und Kalium, seine Bitterstoffe wirken anregend auf die Drüsen des Verdauungstraktes. Auch vorbeugend kann man sich eine Löwenzahnkur verordnen und in den Sommermonaten einen Presssaft aus Löwenzahnblättern und -wurzeln herstellen. Von diesem Saft nimmt man 3-6 Wochen lang 3x täglich einen Esslöffel ein. Auch ein Teeaufguss aus getrockneten Blättern und Wurzeln (1:1 mischen, 1 Esslöffel auf eine Tasse heißes Wasser, mehrmals täglich eine Tasse trinken) stärkt die Leber.

Literatur

Eine Übersicht über die leberschützenden Wirkung von Ling Zhi gibt es in:
Yihuai Gao, Zhi-Bin Lin, Min Huang, Shufeng Zhou: Hepatoprotective Activity and the Mechanisms of Action of Ganoderma lucidum (Curt.:Fr.) P. Karst. (Ling Zhi, Reishi Mushroom). International Journal of Medicinal Mushrooms 2003; 5: 111–131.

Literaturquellen
[1] Liu YK; Shen W: Inhibitive effect of cordyceps sinensis on experimental hepatic fibrosis and its possible mechanism. World J Gastroenterol 2003 Mar; 9(3): 529-33.
[2] Lin WC; Lin WL: Ameliorative effect of Ganoderma lucidum on carbon tetrachloride-induced liver fibrosis in rats. World J Gastroenterol 2006 Jan 14; 12(2): 265-70.
[3] Li FH, Liu P, Xiong WG, Xu GF: Effects of Cordyceps sinensis on dimethylnitrosamine-induced liver fibrosis in rats. Zhong Xi Yi Jie He Xue Bao Sep 2006; 4(5):514-7.
[4] Zhang X; Liu YK; Shen W; Shen DM: Dynamical influence of Cordyceps sinensis on the activity of hepatic insulinase of experimental liver cirrhosis. Hepatobiliary Pancreat Dis Int 2004 Feb; 3(1): 99-101.
[5] Lakshmi B, Ajith TA, Jose N, Janardhanan KK: Antimutagenic activity of methanolic extract of Ganoderma lucidum and its effect on hepatic damage caused by benzo[a]pyrene. J Ethnopharmacol Apr 2006
[6] Chang UM, Li CH, Lin LI, Huang CP, Kan LS, Lin SB: Ganoderiol F, a ganoderma triterpene, induces senescence in hepatoma HepG2 cells. Life Sci Aug 2006; 79 (12): 1129-39.
[7] Ganoderic acid produced from submerged culture of Ganoderma lucidum induces cell cycle arrest and cytotoxicity in human hepatoma cell line BEL7402. Biotechnol Lett 2005 Jun;27(12):835-8.
[8] Chen L; Shao HJ; Su YB: Coimmunization of Agaricus blazei Murill extract with hepatitis B virus core protein through DNA vaccine enhances cellular and humoral immune responses. Int Immunopharmacol 2004 Mar; 4 (3): 403-9.
[9] Gong HY, Wang KQ, Tang SG: Effect of Cordyceps sinensis on T lymphocyte subsets and hepatofibrosis in patients with chronic hepatitis B. Bull Hunan Med Univ 2000; 25 (3): 0248-03.
[10] Wachtel-Galor S, Tomlinson B, Benzie IF: Ganoderma lucidum ("Lingzhi"), a Chinese medicinal mushroom: biomarker responses in a controlled human supplementation study. Br J Nutr. 2004 Feb;91(2):263-9.Source

Kommentar von Heilpraktikerin Margarete Hermanns

Hier stellt Ihnen Heilpraktikerin Margarete Hermanns weitere Möglichkeiten  zur Therapie von Lebererkrankungen vor.

"Therapie-Trias" bei Lebererkrankungen

Gute Erfahrungen habe ich mit folgender "Therapie-Trias" nach Dr. Oliver Ploss und Michael Martin (Fa. Gantimmun) bei Lebererkrankungen gemacht:

  • Spezialextrakt der Königs-Artischocke
  • hochgereinigte Phospholipide
  • probiotische-mikrobiologische Darmsanierung

Bei nachgewiesenen Störungen des Säure-Basen-Haushalts ergänze ich diese Trias durch ein Basenpräparat.

Phytotherapie zum Leberschutz

Für den Leberschutz kommen folgende Pflanzen in Frage:
•    Mariendistel
•    Löwenzahn
•    Berberitze
•    Ehrenpreis
•    Schöllkraut
•    Tollkirche

Injektionstherapie bei Lebererkrankungen

Bei Störung des Leber-Galle-Systems kann ein Arzt oder Heilpraktiker Therapeut LGP-Ampullen von Asconex im Verlauf des rechten Rippenbogens injizieren (enthält Mariendistel und Löwenzahn).

Leberwickel – auch gut zum selber machen

Ich empfehle, wahlweise einen der Leberwickel abends vor dem Schlafengehen anzuwenden.
Zinnkrautwickel: Einen ca. 40° warmen Wickel mit Zinnkraut halbseitig über die Leberzone legen.
Kartoffelwickel: Kartoffeln ungeschält kochen, in kleines (altes) Kopfkissen packen, zerstampfen, feucht-warm auflegen.

Aufbaumittel zur Besserung des Allgemeinbefindens

Wegen der wechselseitigen Beziehung von Leber und Depressionen, empfehlen sich bei Lebererkrankungen auch Maßnahmen zur Stützung des Allgemeinbefindens.

Leberreinigung

  • 800 ml Bittersalz (4 Esslöffel Magnesium sulfuricum in 800 ml Wasser gelöst) in 4 Portionen trinken, dazu
  • 200 ml Grapefruit-Saft mit
  • 120 ml Olivenöl mischen und nach einem ganz bestimmten Zeitplan in 2 Portionen trinken

Heilen mit Pilzen, z. B. Reishi

Ähnlich wie Dr. Kappl halte auch ich Vitalpilze für eine interessante Ergänzung bei Lebererkrankungen. Ich arbeite dabei gerne mit dem Pilz Ganoderma lucidum, den die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) seit Jahrtausenden als "Pilz der Unsterblichkeit" in Ehren hält. Erfahrungsberichten zufolge soll der gesamte Organismus von der ausgewogenen Komposition an Vitaminen, Mineralien, Polysacchariden, Triterpenen und Spurenelementen, wie z. B. Germanium profitieren. Insbesondere wirkt der Heilpilz auch bei Leberentzündungen. Dort forciert er die Entgiftung und führt damit zur Senkung der Blutfettwerte.

Kommentar: Empfehlungen der Heilpraktikerin Sandra Oettel

Hier finden Sie die Empfehlungen der Heilpraktikerin Sandra Oettel.

Haben Sie Probleme mit Müdigkeit, chronischer Krankheit oder Leberprobleme? Dann prüfen Sie für sich folgende Punkte:

  • Sind Sie von den Alltagsanforderungen oft abends oder sogar tagsüber müde?
  • Nehmen Sie schon seit längerer Zeit Medikamente z. B. gegen Bluthochdruck, Herzbeschwerden oder ähnliches ein?
  • Essen Sie gerne – zugegebenermaßen – auch mal üppig und fettig und stehen nicht jeden Tag 1-2h in der Küche, weil es Ihr Zeitplan nicht zulässt?
  • Treiben Sie weniger als einmal pro Woche Sport?
  • Trinken Sie weniger als 1 Liter Wasser täglich?
  • Regen Sie sich so manches Mal über den Hund der Nachbarn auf, der in Ihrem Garten ungefragt sein Geschäft hinterlässt und sie mögen den Nachbarn aber so gerne, dass Sie lieber seit Jahren nichts zu ihm sagen und das Dilemma stillschweigend ertragen?

Die oben genannten Situationen und Lebensumstände können dazu beitragen, dass Ihre Leber und Galle in ihrer Entgiftungsfunktion eingeschränkt sind.

Der Sinn der Leber- und der Darmreinigung wird ganz klar, wenn man sich bewusst macht, dass der Mensch mit 50 Jahren circa 20 Tonnen Lebens- und Genussmittel zu sich genommen hat. Vor diesem Hintergrund lohnt sich insbesondere eine Leberreinigung für die Menschen, die chronische Krankheiten haben und regelmäßig Medikamente zu sich nehmen. Damit entlasten sie ihre Entgiftungsorgane. Wie Sie Ihre Leber und Ihre Gallenblase effektiv unterstützen können, lesen Sie hier. Diese Kuren werden ausschließlich für erwachsene Menschen empfohlen.

Leberreinigung mit Leberwickel

Dazu legt man ein lauwarmes feuchtes Tuch auf den Oberbauch in den Bereich der Leber (vorzugsweise zwischen 13 und 14 Uhr). Dieses feuchte Tuch wird noch mal bedeckt mit einem trockenen Handtuch und man bleibt eine Stunde liegen. Durch die Wärme wird die Leber angeregt zu entgiften. Im schlimmsten Fall bekommt man durch diese Anregung des Organs Kopfschmerzen. In diesem Fall sollten Sie keine Medikamente wie Aspirin oder ähnliches zu sich nehmen. Stattdessen trinken Sie lieber viel Wasser und ruhen sich aus. Nehmen Sie sich ruhig Zeit für Ihren Leberwickel und genießen Sie die Ruhezeit.

Selbsthilfe für Leber und Gallenblase

Als Selbsthilfe kann jeder Mensch das Heil-Strömen nach Jin Shin Jutsu anwenden. Zur Unterstützung Ihrer Organe halten Sie täglich 3-5 Minuten lang den Mittelfinger der einen Hand leicht umschließend mit der anderen Hand, um Ihre Leber und Gallenblasenfunktion anzuregen. Anschließend Seitenwechsel. Es gibt ein gutes Buch zur Selbsthilfe („Jin Shin Jyutsu - Schnelle Selbsthilfe durch sanfte Berührung“ von Nicola Kessler, Die Übung ist auf S. 89 beschrieben.), das ich gerne Personen mit Gallensteinen oder sonstigen Leberproblemen empfehle.

Naturheilmittel

Leberreinigend wirken verschiedene Mittel aus der Phytotherapie. Je nach Menschentypus und Charakter hilft besser das eine oder das andere Mittel. Das bestmöglich passende Leberreinigungsmittel kann der kundige Heilpraktiker leicht austesten. Ich selbst nutze neben der kinesiologischen Austestung die nichtlineare Systemanalyse (eine Weiterentwicklung der Bioresonanz) als Testverfahren zur Bestimmung des bestmöglichen Mittels. Selbstverständlich kommen auch andere Testverfahren in Frage.

Leberreinigung von Gallensteinen nach Hulda Clark

Wer sich von Hulda Clark angesprochen fühlt, für den gibt es die Leberreinigung nach Hulda Clark, die erwachsene Patienten nach Rücksprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker unter Anleitung selbst durchführen können, um Gallensteine dauerhaft aus der Leber zu verbannen. Die eintägige Kur wird in monatlichen Abständen wiederholt, bis kein Gallenstein mehr austritt. Die Prozedur sollte anschließend jedes Jahr wiederholt werden. Bei starken Verschlackungen kann es zu Übelkeit und Schwindel kommen.

Im Allgemeinen gilt: Entgiftungskuren beginnen Sie am besten immer bei abnehmenden Mond. Dann sind die Kuren am erfolgreichsten.

ergänzt und kommentiert von:
Margarete Hermanns, aus Gräfelfing
Dr. med. Joachim Mutter, aus Konstanz
Gabi Ganser, aus Grasbrunn
Dr. med. Andreas Kappl, aus Wackersdorf
Dipl.Wirtsch.-Ing. Sandra Oettel, aus Trier (Ortsteil Petrisberg)
MRadA Carmen Karwehl, aus Laatzen

Autor: Dr. rer. nat. Inge Ziegler, Online-Redaktion

erweitert nach Vorträgen von Dr. med. Roman Huber, Dr. med. Henning Wittrock und Dr. med. Martin-Günther Sterner

Kommentare

Online-Redaktion, 09.04.2018:
Sehr geehrter Herr Ostenförth,
keine Therapie ohne Diagnose. Um eine fundierte Diagnose zu stellen, bedarf es auf jeden Fall den Besuch bei einem Arzt oder Heilpraktiker. Falls Sie einen ganzheitlichen Arzt oder Heilpraktiker suchen, finden Sie entsprechende Adresse bei uns unter http://www.naturheilmagazin.de/aerzte.html und http://www.naturheilmagazin.de/therapeuten.html.
Alles Gute wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Tristan Ostenförth aus Bottrop, 06.04.2018:
Hallo, habe heute bemerkt, dass meine Zunge im hinteren Bereich gelb ist. Ich verspüre auch einen leichten Druck unter der rechten Rippenhälfte. Können sie mir vielleicht helfen?
Wolfgang Dr. med. Scheel aus Steinheim, 19.08.2017:
Sehr geehrter Herr Fasel,
ich möchte Ihnen auf Ihre Anfrage antworten.
Unser Organismus re-agiert in unterschiedlichster Weise auf in der Regel mehrere sich addierende Ursachen. So kann auch hier keine klare und einfache/einzige Ursache für die Fisteln genannt werden.
Einem Laien fällt eine logische Antwort vielleicht manchmal leichter als die Gegebenheiten verkomplizierende Experten.
Die Leber hat offensichtlich das Bedürfnis einer Entlastung.
Die Belastung kann nun viele differenzierte Ursachen haben wie z.B. Ernährung und Nahrungsverwertung, Verspannung, Durchblutungsstörungen (venöser Stau - auch an einer gerändelten Zunge zu erkennen) Lymphstau (Ödeme oder gestaute Schwimmhäute zwischen den Fingern und Zehen),energetische Blockaden/geopathische Belastung (Bettstelle), Störung des Energieflusses der Meridiane, emotionale Probleme (Angst, Wut...) usw.
Jedes - auch gesundheitliches - Problem von uns ist eine Botschaft von uns an uns selbst, in entsprechenden Bereichen unserer seelisch-geistig-sozial-körperlichen Existenz unserer individuell-einmaligen Wahrheit besser gerecht zu werden.
Wenn Sie mir Ihre Mailadresse zukommen lassen, kann ich Ihnen und Ihrer Frau einige sehr hilfreiche Unterlagen senden.
Mit lieben Grüßen und allen guten Wünschen!
Dr. med. W. Scheel
Werner Fasel aus Wolmirsleben OT Egeln, 17.08.2017:
Meine Freundin hatte Fisteln an der Leber was bedeutet das
Wolfgang Dr. med.+Scheel aus Steinheim, 25.07.2017:
Sehr geehrte Frau Tsagaandai,
eine Entlastung oder "Reinigen" der Leber ist natürlich immer gut, aber es kommt auf die konkrete Art und den konkreten Patienten an.
Positiv für die Leber ist selbstverständlich eine schadstofffreie Ernährung ohne Alkohol, Zucker, Kaffee, Schwarztee sowie wenig/kein tierisches Eiweiß, kein Weizen etc.
Kinesiologisch kann ganz konkret festgestellt werden, was für den jeweiligen Patienten wirklich optimal ist.
Positive Auswirkungen auf die Leber haben ganz sicher eine gute Atmung, ausreichend Ruhe (ohne Belastung mit Erdstrahlen oder Elektrosmog ...!), Leberwickel (z.B. Heilerde), Behandlung (Hand auflegen), Art und Menge der Flüssigkeitszufuhr, emotionale Entlastung (Leber und Wut/Aggressionen ...), seelisch-geistige Einstellung usw.
Wesentlich sind aber auch Herausfinden und Abstellen der individuell-komplexen Ursachen der Organveränderung!!!
Die eventuelle Einnahme von unterstützenden pflanzlichen oder homöopathischen Mitteln sollte individuell exakt (kinesiologisch) getestet werden.
Mit allen guten Wünschen!
Dr. med. W. Scheel
Batsukh Tsagaandai aus Mannheim, 22.07.2017:
Hallo,

Darf man leber reinigen, wenn zirrose hat
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