Die Schilddrüse - eine Einleitung
Die Schilddrüse liegt in der vorderen Halsgegend, unterhalb des Adamsapfels und besteht aus zwei Lappen, die über einen Strang in der Mitte miteinander verbunden sind und der beim Schlucken vom Therapeuten gut ertastet werden kann.
In der Schilddrüse werden die Hormone Thyroxin (T4), Trijodthyronin (T3) und Thyreocalcitonin hergestellt. Letzteres ist am Calciumstoffwechsel beteiligt und benötigt Jod, sowie eine bestimmte Aminosäure. Die Schilddrüse kann Jod, das über die Nahrung aufgenommen wird, speichern, denn sie braucht es, um ihre Hormone produzieren zu können.
Die Schilddrüsenhormone sind wichtig für das Wachstum, die Hirnentwicklung und fördern den Abbau von Cholesterin in der Leber. Sie sind für die Wärmeproduktion des Körpers maßgeblich und bewirken, dass der Stoffwechsel beschleunigt und der Energieumsatz gesteigert wird. Sie sind also an wichtigen Stoffwechselprozessen im Körper beteiligt und stehen mit dem Nervensystem über einen so genannten Regelkreis in Verbindung: Das Zwischenhirn meldet über das Hormon TRH (engl.:tyreotropine releasing hormone) an die Hirnanhangsdrüse (Hypophyse), dass zu wenig Schilddrüsenhormone im Blut vorhanden sind. Dann veranlasst die Hypophyse, dass TSH (thyreoideastimulierendes Hormon) ausgeschüttet wird und dieses wiederum regt die Schilddrüse an, T3 und T4 zu produzieren. Ist eine „Sättigung“ erreicht, stellt das Zwischenhirn die Produktion von TRH ein, solange bis wieder Bedarf besteht. Wenn dieser Regelkreis gestört wird, kann es zu verschiedenen Erkrankungen kommen.
Bei allen Schilddrüsenerkrankungen muss immer mitgedacht werden, dass die Schilddrüse eine hormonproduzierende Drüse ist und in diesem Fall mit dem vegetativen Nervensystem in Verbindung steht. Das heißt wiederum, dass bei allen Prozessen die Psyche eine entscheidende Rolle spielt, denn der sympathische Anteil des vegetativen Nervensystems lässt sich willentlich nicht beeinflussen.
Die Fragen, die allen Therapien vorangehen sollten:
- Welche Erwartungen habe ich als Patient in Bezug auf meine Krankheit und an den von mir befragten A/TH/HP?
- Welche Eigenverantwortung bin ich bereit zu übernehmen?
Und im Sinne unserer bevorzugten Herangehensweise, wünscht der Patient
- In erster Linie eine Beseitigung der Symptome?
- Die Wiederherstellung der körperlichen Funktionstüchtigkeit?
- Und/oder geht es ihm darum, die Ursachen aufzuheben?
Anja Müller:
Naturheilkundliche Herangehensweise:
Eine naturheilkundliche Behandlung bietet sich an, da mit ihr nicht nur die Symptome, sondern auch die Ursachen der Erkrankung beeinflusst werden. Hierbei kann die Medikation beibehalten, reduziert bzw. ganz abgesetzt werden. Dieser Weg ist oft langwierig. Die Therapie sollte durch die gängigen Diagnoseverfahren überprüft werden. Zwei fundamentale Erkenntnisse lehrte Dr. Max Otto Bruker(siehe Literatur), sowohl Patienten als auch Gesunden: Der Mensch wird krank, weil er sich falsch ernährt, und der Mensch wird krank, weil er falsch lebt. Weil Dr. Max Otto Bruker sich nicht mit einer symptomatischen Linderungsbehandlung zufrieden gab, betrieb er eine ursächliche Heilbehandlung. Dr. Bruker unterteilt die Lebensmittel in "Lebendige Lebensmittel" und "tote Nahrungsmittel". Alle Lebensmittel sollten aus kontrolliert-biologischem Anbau stammen. Hitzebehandelte oder industriell verarbeitete Lebensmittel sollen gemieden werden. So würden sich alle Zivilisationskrankheiten heilen/vermeiden lassen. Dabei ist gerade auch bei Schilddrüsenerkrankungen zu berücksichtigen, dass Körper und Seele untrennbar eine Einheit bilden. Die Störung der Schilddrüse ist, wie er es ausdrückt, lebensbedingt. Körperlicher Zusammenhang: Falsche Ernährung, Jodverwertungsmangel, körperliche, hormonelle Umstellungen, Allergien, bakterielle Herde, Ekzeme, Immunverschiebungen, erbliche Disposition, Umweltbedingungen können zur Störung der Schilddrüsentätigkeit beitragen.








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