Zu enge Kinderschuhe

Zu enge Kinderschuhe

03.04.2012
Pressemitteilung von: Orthopäden 2, Dr. med. Alexander Lemmé, Facharzt für Orthopädie, Fußchirurg

Der Salzburger Sportwissenschaftler Wieland Kunz hat sich mit den Schuhgrößen von 9.245 Kindergartenkindern in vier Ländern beschäftigt und die Zahlen ausgewertet. Die Ergebnisse sind erschreckend. So tragen 40,4 Prozent dieser Kinder zu kleine Straßenschuhe und von den Hausschuhen sind sogar 59,4 Prozent nicht passgerecht. Die richtigen Schuhe für Kinder zu finden, ist oftmals ein schwieriges Unterfangen. Denn viele Kinder sagen, dass ihnen dieser oder jener Schuh gut passt, weil er ihnen gut gefällt. In Wahrheit sind die Schuhe aber dennoch viel zu klein. Oftmals merken Kinder nicht einmal, dass der Schuh zu eng ist, weil ihre Füße noch formbar sind. Ebenso ziehen viele Kinder die Zehen ein, wenn vorn auf den Schuh gedrückt wird. Die Folgen der unpassenden Schuhe sind fatal. So hat Wieland Kunz in früheren Studien herausgefunden, dass drei von vier Kindern Fehlstellungen des großen Zehs haben. Solche Fehlstellungen können sich zu einem Hallux valgus entwickeln. Dabei ist es für Eltern gar nicht so schwer, das richtige Schuhwerk für die Sprösslinge zu finden. "Kinderschuhe sollten mindestens zwölf bis zu 17 Millimeter länger sein als die Füße", rät Dr. Alexander Lemmé, Spezialist für Hallux valgus Berlin (www.fusschirurgie2.de). Denn die Füße breiten sich beim Laufen aus. Dieser Platz sorgt auch dafür, dass die Schuhe ein paar Monate passen, denn Kinderfüße wachsen ab dem vierten Lebensjahr pro Monat einen Millimeter. Im häuslichen Bereich empfiehlt es sich, nicht unbedingt Hausschuhe zu tragen, sondern Antirutschsocken. Dadurch können die Füße atmen und sind nicht ganztägig in den starren Strukturen. Doch auch die Schuhindustrie trägt ein bisschen Mitschuld an der häufigen Fehlstellungen bei Kindern. So sind nach Untersuchungen 97 Prozent der Kinderschuhe kleiner als angegeben. Es ist daher empfehlenswert, dass Eltern die Schuhe innen messen. Vorteilhaft ist zudem die Anfertigung einer Pappschablone. Dieser "Nachbau" der Kinderfüße sollte wie bereits erwähnt mindestens zwölf Millimeter länger sein als der Fuß selbst. Diese Schablone sollte beim Kauf in den Schuh gelegt werden, um somit den passgerechten Schuh für die Kinder zu finden. Es bleibt zu wünschen, dass immer mehr Eltern diese Ratschläge beherzigen, um Kindern schmerzhafte Fußfehlstellungen wie den Hallux valgus zu ersparen.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Orthopäden 2 | Dr. med. Alexander Lemmé |
Facharzt für Orthopädie | Fußchirurg
Alexander Lemmé
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