Studien belegen die Wirksamkeit der Homöopathie

Studien belegen die Wirksamkeit der Homöopathie

Berlin, 17. März 2015.

Die australische Gesundheitsbehörde “National Health and Medical Research Council” (NHMRC) hat das Ergebnis einer Meta-Analyse zu Homöopathie-Studien veröffentlicht und kommt zu dem Ergebnis, dass Homöopathie nicht besser als Placebo wirke und warnt vor ihrer Anwendung. Meta-Analysen fassen die Ergebnisse vieler Studien statistisch zusammen und treffen damit eine Aussage über die Wirksamkeit einer Therapie, so wie sie sich in den eingeschlossenen Studien darstellt. Diese Meta-Analyse steht jedoch im deutlichen Widerspruch zu anderen aktuellen Forschungsergebnissen, die zu völlig anderen Aussagen kommen. Eine von Robert Mathie und Kollegen Ende 2014 veröffentlichte Analyse zeigt, dass die individualisierte Homöopathie signifikant besser als Placebo ist. (http://www.systematicreviewsjournal.com/content/3/1/142/abstract).

Meta-Analysen zur Homöopathie kommen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen, je nachdem, wie die eingeschlossenen Studien selektiert werden. Die australische Gesundheitsbehörde hat beispielsweise nur Studien mit mehr als 150 Teilnehmern ausgewertet, unbeachtet der Tatsache, dass auch gute kleinere Studien klinisch relevante und valide Ergebnisse erbringen können. Es wurden nur englisch-sprachige Studien zugelassen und Qualitätskriterien der Homöopathie nicht beachtet. Es gibt viele weitere Kritikpunkte an dieser Studie, die deshalb keine allgemein gültige Aussage zur Wirksamkeit der Homöopathie zulässt. Eine Übersichtsarbeit in der Zeitschrift „Forschende Komplementärmedizin“ von Prof. Robert G. Hahn unter dem Titel „Homeopathy: Meta-analysis of pooled clinical data“ (Band 20 (5), 2013; 376-381) kommt zu dem Schluss, dass Meta-Analysen zur Homöopathie häufig negativ seien, weil 90 Prozent der Daten ausgeschlossen werden.

Dieser australischen Analyse wird schon jetzt aufgrund vieler wissenschaftlicher Ungereimtheiten eine ähnliche Bauchlandung wie 2005 der Shang et.al. Studie prophezeit, die vollmundig das Ende der Homöopathie angekündigt hatte. Das britische Homeopathic Research Institute (HRI) hat eine ausführliche Stellungnahme zu der australischen Meta-Analyse veröffentlicht, die Sie hier lesen können: https://www.hri-research.org/2015/03/nhmrc-publishes-flawed-report-despite-concerns-raised-during-public-consultation/.

Kontakt:
Christoph Trapp
Pressesprecher des Deutschen Zentralvereins homöopathischer Ärzte
Axel-Springer-Str. 54 b, 10117 Berlin
Tel 030 - 325 97 34 18,
E-Mail: presse@dzvhae.de
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