Myome: gutartige Tumore und doch problematisch

Myome: gutartige Tumore und doch problematisch

(Quelle: www.netzwerk-frauengesundheit.com)

Wenn Sie zwischen 30 und 50 Jahre alt sind und keine Myome haben, seien Sie froh. Aber sicher kennen Sie in Ihrem Bekanntenkreis viele Frauen, die darunter leiden, denn fast jede 2. Frau in dem Alter ist davon betroffen, mit zunehmendem Alter immer häufiger. Bis dann nach der Menopause endlich Ruhe eintritt.

In der Muskulatur der Gebärmutter entwickeln sich nämlich diese gutartigen Wucherungen besonders dann, wenn die Eierstockfunktion nachlässt, weniger Gelbkörperhormon gebildet wird und Östrogen im Überschuss da ist. Östrogene regen das Wachstum von Myomen an, während es durch Gestagene gebremst wird. Ein Zuviel von Östrogenen haben leider auch alle Frauen mit Übergewicht, denn das Fettgewebe produziert Östrogene. Tierische Fette und tierisches Eiweiß könnten ebenfalls einen wachstumsfördernden Effekt haben.

Und schließlich gibt es Umweltgifte, die im Körper wie Östrogene wirken können. Dazu gehören Schwermetalle, Weichmacher, Pestizide. Leider wird die Hormonwirkung von Industriechemikalien nicht routinemäßig untersucht, sodass wir diese Substanzen jahrelang über die Luft, die Nahrung und das Trinkwasser aufnehmen, ohne dass wir von ihrer Hormonwirkung wissen.

Die Myome können einzeln auftreten, oder die ganze Gebärmutter kann knotig vergrößert sein. Die meisten Frauen merken gar nicht, dass sie Myome haben. Meist ist es der Frauenarzt, der bei der Untersuchung oder mit dem Ultraschall die Myome entdeckt. Es kommt dann auf deren Größe an und die Beschwerden, die sie verursachen, ob man etwas unternehmen muss.

Wenn die Menstruation zu stark und der Blutverlust zu groß wird, kann man zunächst mit Naturheilmethoden versuchen, die Blutung wieder zu normalisieren. Manchmal liegen die Myome so ungünstig, dass eine Schwangerschaft verhindert oder gestört wird, so dass Unfruchtbarkeit, Fehl- und sogar Totgeburten resultieren können. Oder die Myome drücken so stark auf die Blase oder den Darm, dass der Urin nicht mehr gehalten werden kann oder der Stuhlentleerung gestört ist. Dann wird man sich irgendwann zu einer Operation entschließen müssen. Früher hat man dann immer gleich die ganze Gebärmutter entfernt und bei Frauen nach der Menopause gleich die Eierstöcke mit. Das tut man heute nur noch ausnahmsweise, wenn eine ganz besondere Situation vorliegt.

Heute kann man durch eine Gebärmutterspiegelung oder eine Bauchspiegelung einzelne Myome entfernen oder verkochen oder mit besonderen Methoden nur die Blutzufuhr zum Myom unterbrechen, so dass es schrumpft. Heute ist die Myombehandlung so individuell wie möglich. Holen Sie sich also viele Informationen, dann werden Sie auch für sich die richtige Entscheidung treffen können.

Aber Sie können natürlich auch Vorsorge treffen, damit ein Myom gar nicht erst entsteht oder nicht weiter wächst. Sehen Sie zu, dass Ihr Hormonhaushalt ausgeglichen ist und Ihr Körpergewicht im Normbereich. Das erreichen Sie durch ausgewogene Frischkost, am besten vegetarisch oder vegan, genügend Bewegung, psychische Stabilität und Eustress. Weitere Hinweise über das Vorgehen bei Myomen finden Sie im Netzwerk Frauengesundheit: www.netzwerk-frauengesundheit.com/myome-wie-gefahrlich-sind-sie-wirklich