Brokkoli für die Blase

Eine vitaminreiche, ausgewogene Mischkost kann helfen, Blaseninfektionen und Blasenschwäche vorzubeugen

Brokkoli für die Blase

06.12.2012, Quelle: DSL e.V. Deutsche Seniorenliga

Bonn (ots) - Rund sechs Millionen Menschen in Deutschland haben eine Blasenschwäche. Die Ursachen sind vielfältig und reichen von hormonellen Umstellungen, Bindegewebsschwäche, altersbedingten Veränderungen der Blase oder Prostatavergrößerung bis hin zu chronischen Harnwegsinfektionen. Nicht jede Form der Blasenschwäche ist heilbar, in den meisten Fällen ist aber eine Kombination aus physikalischen Methoden, Blasentraining und Medikamenten erfolgreich. Darüber hinaus können Alltagsgewohnheiten und die Ernährung einiges ausrichten. "Eine ausgewogene Ernährung wirkt der Belastungsinkontinenz entgegen", erklärt Erhard Hackler, Vorstand der Deutschen Seniorenliga in Bonn. Denn starkes Übergewicht schwächt den Beckenboden und ist somit ein wichtiger Risikofaktor für diese Form der Blasenschwäche. Auch das Tabuthema Verstopfung ist nicht zu unterschätzen: Wer häufig Probleme beim Stuhlgang hat, belastet massiv den Beckenboden und fördert so eine Inkontinenz. Viel Flüssigkeit und reichlich Ballaststoffe, wie zum Beispiel in Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Trockenfrüchten enthalten, tragen zu einer gesunden Verdauung bei und schonen so Beckenboden und Blase.

Bestimmte Obst- und Gemüsesorten wirken harntreibend und können eine Dranginkontinenz verstärken, vor allem Ananas, Spargel, Blumenkohl und Schwarzwurzeln. Bei einer Blaseninfektion kann es wiederum sinnvoll sein, mithilfe solcher Lebensmittel die Harnbildung anzuregen, um die Harnwegsbakterien so rasch wie möglich auszuspülen. Zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen ist es wichtig, das körpereigene Abwehrsystem zu unterstützen. Gerade in der kalten Jahreszeit gehören daher Nahrungsmittel mit viel Vitamin C auf den Speiseplan, beispielsweise Brokkoli, Grünkohl, Paprika, Kiwi, Sanddorn und Zitrusfrüchte. Salz und Gewürze können die Blase reizen und Blasenentzündungen begünstigen. Wer es würzig mag, setzt diese am besten sparsam ein und greift besser auf frische Kräuter zurück.

Weitere Informationen erteilt die Broschüre "Blasenschwäche ist kein Schicksal", kostenlos erhältlich bei der Deutschen Seniorenliga: DSL e.V., Heilsbachstraße 32, 53123 Bonn; www.dsl-blasenschwaeche.de, Bestell-Hotline 01805 - 001 905 (0,14 Euro/Min aus dem deutschen Festnetz, Mobilfunkpreise abweichend).

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