Bisphenol A löst Krankheiten aus

Neue Studien: Bisphenol A löst Krankheiten von Adipositas bis Krebs aus

Neue Studien: Bisphenol A löst Krankheiten von Adipositas bis Krebs aus

07.11.2012, Pressemitteilung von: Plasticontrol

Die Umweltschutzorganisation Plasticontrol.de weist auf neue Studien zur gesundheitsschädlichen Wirkung des Stoffes Bisphenol A hin, der in vielen Produkten aus Kunststoff eingesetzt wird. Eine soeben veröffentlichte Studie aus den USA hat zum Beispiel aktuell nachgewiesen, dass Kinder, bei denen ein hoher Anteil von Bisphenol A im Urin gefunden wurde, doppelt so oft fettsüchtig sind wie Altersgenossen mit niedrigeren Spiegeln.

Dies bestätigt ähnliche Forschungsergebnisse zu Bisphenol A und Übergewicht bei Erwachsenen. Der Wissenschaftler Frederick vom Saal von der University of Missouri-Columbia stellte bereits 2007 seine Forschungsergebnisse zum Thema vor. Er fand heraus, dass Frauen mit einer hohen Konzentration an BPA im Blut mehr wiegen, als ihre Geschlechtsgenossinnen mit niedrigen Werten. Bisphenol A ist also ein wichtiger Co-Faktor für Adipositas.

Forscher fanden auch heraus, dass der umstrittene Plastikgrundstoff Bisphenol A möglicherweise auch für Herzerkrankungen und Diabetes verantwortlich ist. Eine englische Studie hat gezeigt, dass Menschen, die hohe BPA-Werte im Urin haben, ein fast dreifach erhöhtes Risiko für Herzerkrankungen und ein 2,4-fach gesteigertes Diabetesrisiko im Vergleich zu Menschen mit unauffälligen Werten haben.

Zudem verändert Bisphenol A nachweislich das Verhalten von Kindern. Für eine Studie der Harvard School of Public Health wurden die Daten von 244 Müttern und ihren dreijährigen Töchtern aus der Region Cincinnati untersucht. Nachdem andere beeinflussende Faktoren ausgeschlossen werden konnten, stellte sich heraus, dass Frauen mit einem hohen Bisphenol A-Wert in der Schwangerschaft eher hyperaktive, aggressive, ängstliche oder depressive Töchter hatten, die ihre Emotionen schlechter kontrollieren konnten.

Zudem ist bereits nachgewiesen, dass Bisphenol A bei Ungeborenen und Kleinkindern Hirnschädigungen hervorrufen kann. Ebenso Fehlbildungen und Tumorerkrankungen an den Fortpflanzungsorganen.

Zum Thema der weltweit früher einsetzenden Pubertät und möglichen Gesundheitsfolgen, existiert eine Studie aus den USA, von der Mount Sinai School of Medicine in New York. Bestimmte hormonwirksame Chemikalien - wie Bishenol A - können die Wirkung weiblicher Sexualhormone so nachahmen, dass es bei Mädchen zu einer vorzeitigen Pubertät kommen könne, erklärte das Forscherteam der Mount Sinai School of Medicine in New York.

Doch auch Männer können von Bisphenol A gesundheitlich beeinträchtigt werden. Männer können nach intensivem Kontakt mit Bisphenol A Errektions- und Ejakulationsprobleme sowie erhöhtes Prostatakrebsrisiko haben. Eine gesteigerte Unfruchtbarkeit ist mittlerweile ebnso nachgewiesen.

Plasticontrol fordert die Bundesregierung auf, ihre zögerliche Haltung aufzugeben und ein breites Verbot von Bisphenol A umzusetzen. Der französische Senat hat kürzlich eine Gesetzesvorlage verabschiedet, wonach Bisphenol A (BPA) ab Mitte 2015 aus allen Lebensmittelverpackungen verbannt werden soll. Für Verpackungen von Nahrungsmitteln für Kleinkinder soll das Verbot bereits ab dem kommenden Jahr gelten. Die Bundesregierung sollte sich an der französischen Gesetzeslage bei Lebensmittelverpackungen orientieren und ein allgemeines Verbot von Bisphenol A auf der Ebene der Europäischen Union einfordern.

Diese Pressemitteilung wurde auf openPR veröffentlicht.

Plasticontrol
Herr Oliver Steiner
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Tel: 0162-9872097
Mail: info@plasticontrol.de

Plasticontrol ist ein unabhängiger Verein, der sich für die Aufklärung der Verbraucher und Bürger zu Problematiken rund um Plastik einsetzt. Auch die konkrete Bekämpfung der ausufernden Plastikflut ist ein Schwerpunkt der Arbeit von Plasticontrol.

Dabei sieht Plasticontrol drei grundsätzliche Gefahrenpotentiale:

  1. Die Verschmutzung der Meere durch Plastikmüll und Mikroplastik.
  2. Das Auslösen von Krankheiten durch Plastik beim Menschen. Von Krebs bis Adipositas.
  3. Die tödlichen Auswirkungen der Plastikverschmutzung auf die Tierwelt.