Achtsamkeit per Handy-Gong per Handy App zur Ruhe kommen

Achtsamkeit per Handy-Gong per Handy App zur Ruhe kommen

30.01.2013, Quelle: Rhein-Jura Klinik

Bad Säckingen (ots) - Mobiltelefone machen unser Leben hektischer - oder? Eine neue App beweist, dass auch das Gegenteil möglich ist: Mit geleiteten Meditationen und Achtsamkeitsübungen führt sie den Nutzer sanft und effektiv ins Hier und Jetzt

Einfach mal kurz innehalten, tief durchatmen und sich ein paar Minuten nehmen, um wieder zu sich selbst zu finden - wem würde das im Alltagsstress nicht gut tun? Doch gerade, wenn Termine und Erfolgsdruck an ihnen zerren, schalten viele Menschen auf Autopilot und vergessen dabei das eigene Wohlbefinden. Ein Leben im Hamsterrad, das krank machen kann. Eine neue App hilft nun dabei, achtsamer mit sich selbst umzugehen und mithilfe kurzer Pausen zur eigenen Mitte zurückzufinden.

"Es geht darum, etwas Gutes für sich zu tun. Aus dem ständigen Tun herauszutreten und im Hier und Jetzt anzukommen", erklärt der Psychiater und Psychotherapeut Dr. Marc Loewer. Der Oberarzt an der Bad-Säckinger Rhein-Jura Klinik, einer medizinischen Akutklinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, ist der Entwickler der deutschen Version der Achtsamkeit-App. Die Funktionen der Software sind ebenso einfach wie effektiv: Je nach Wunsch ertönt zu festgelegten Zeitpunkten oder per Zufallsfunktion gesteuert, der Gong einer Klangschale - und lädt zu einem kurzen Ausstieg aus dem Alltag ein.

"Es gibt geführte Achtsamkeitsübungen, bei denen meine Stimme zu hören ist, wahlweise kann man sich auch durch Klänge in der Meditation begleiten lassen. Oder man erhält eine sogenannte Achtsamkeitsnachricht, etwa den Tipp, tief durchzuatmen oder die gegenwärtige Tätigkeit bewusster wahrzunehmen", erklärt Dr. Marc Loewer. Zentral ist in seinen Augen die Alltagstauglichkeit der App: "Die Länge der Meditationen ist individuell einstellbar, Vorkenntnisse sind nicht erforderlich." Um religiöse Inhalte gehe es nicht: "Wir verwenden altbewährte Techniken in einer säkularisierten Form."

Als Oberarzt an der Rhein-Jura Klinik hat Loewer bereits viele Erfahrungen mit Achtsamkeit als Therapieform sammeln können: "In der ambulanten Anwendung ist die positive Wirkung auf Patienten mit Depressionen, Burnout-Symptomen und Angststörungen bereits belegt. Wir in der Rhein-Jura Klinik leisten derzeit Pionierarbeit, indem wir erstmals auch mehrwöchige Achtsamkeitskurse für stationäre Patienten anbieten. Für sie ist die App ein besonders wertvolles Angebot, weil sie ihnen hilft, die Kursinhalte später auch tatsächlich in ihren Alltag zu integrieren."

In Skandinavien, wo die Software der App entwickelt wurde, ist deren Anwendung bereits ein Erfolgsmodell. Inzwischen ist sie in zahlreichen weiteren Ländern zu haben: Weltweit gibt es bereits über 150.000 Nutzer der Achtsamkeit-App. In Deutschland, wo die App zunächst nur über iTunes zu haben war, sind es bereits über 20.000. Die Zahl dürfte nach oben gehen: Seit einem Monat ist nun auch eine Android-Version für die Anwendung auf allen Smartphones erschienen.

Die Links zur App:


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