Homöopathie bei Kindern sicher einsetzen

Naturheilmagazin
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13.09.2010, Pressemitteilung

Homöopathie bei Kindern sicher und erfolgreich einsetzen

Der Einsatz homöopathischer Mittel bei Kindern ist 200 Jahre nach seiner Entdeckung beliebter denn je zuvor. Auch in der Anwendung zu Hause ist Basiswissen zur erfolgreichen Anwendung notwendig.

Die Homöopathie ist in Deutschland nicht nur sehr bekannt (92 % der Deutschen kennen sie), sondern auch beliebt. Wie eine Allensbach-Studie gezeigt hat, genießt die Homöopathie in der Bevölkerung großes Vertrauen und gilt als nebenwirkungsarm. Dies dürfte ein Grund dafür sein, warum sie gerade bei Kindern so häufig eingesetzt wird. Eine Studie (KiGGS) des Robert Koch-Institutes zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen hat ergeben, dass homöopathische Mittel besonders häufig bei Kindern im Alter von 3 bis 6 Jahren, am seltensten bei den 14- bis 17-Jährigen angewendet werden.

Hauptanwendungsgebiete der homöopathischen Mittel waren Schnupfen (10,9 %) und Husten (7,0 %) bei Erkältungen. Aus Sicht der Homöopathie kann das richtige, individuell gewählte Mittel zu einer Stabilisierung des Immunsystems und damit zur Vorbeugung von Krankheiten beitragen – ein Effekt, den viele Eltern zum Wohle ihrer Kinder nutzen wollen. Entsprechend wurden immerhin 8,2 % der Mittel vorbeugend gegeben.

Obwohl in Deutschland circa 6.700 Ärzte mit Zusatzbezeichnung Homöopathie und circa 5.000 Heilpraktiker mit dem Spezialgebiet Homöopathie praktizieren, waren in der KiGGS-Studie nur rund die Hälfte der eingesetzten homöopathischen Mittel vom Arzt oder Heilpraktiker verordnet worden. Rund ein Drittel der Präparate wurde ohne Rezept gekauft (33,4 %), weitere Mittel stammten z.T. aus der Hausapotheke. Hier stellt sich zu Recht die Frage, ob die Mittel stets ordnungsgemäß ausgewählt und angewendet wurden. Immerhin handelt es sich bei homöopathischen Mitteln um Arzneimittel – auch wenn die „Zuckerkügelchen“ harmlos aussehen und bei Kindern aufgrund des süßen Geschmacks beliebt sind. Zwar sind unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei homöopathischen Mitteln selten, doch kann nur ein richtig ausgewähltes Mittel optimal helfen. Zudem beklagen insbesondere klassische Homöopathen, die nur mit Einzelmitteln und nach strengen Kriterien arbeiten, dass die Gabe unpassender Mittel spätere homöopathische Behandlungen stören können. Falsch gewählte Mittel zeigen zwar zunächst meist keine Wirkung, hinterlassen jedoch unsichtbare Spuren, die später die fachkundige Mittelwahl erschweren können.

Ein im Sommer erschienener Spiegel-Artikel hat eine heftige Diskussion um den Nutzen der Homöopathie ausgelöst und unnötig zur Verunsicherung von Patienten beigetragen. Das www.naturheilmagazin.de hat Details und Kommentare zu dieser Debatte sowie weitere Informationen zur Homöopathie zusammengestellt. Die, insbesondere von Gegnern der Homöopathie zum Teil sehr unsachlich geführte Sommerloch-Diskussion, lässt erkennen, dass selbst bei Fachleuten oft grundlegende Kenntnisse der Homöopathie fehlen oder bewusst außer Acht gelassen werden. Eine Gelegenheit sich über die Homöopathie zu informieren bietet aktuell das „Organon 2010“: Zum 200-jährigen Jubiläum des Grundlagenwerks der Homöopathie, dem Organon, führt der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte im Herbst diesen Jahres Veranstaltungen an verschiedenen Orten in Deutschland durch, die sich gleichermaßen an Therapeuten und Laien wenden. Das Programm findet sich unter www.organon2010.de.

So hilfreich die Homöopathie – gerade auch bei der Behandlung von Kindern – sein kann, jeder der damit arbeitet, sollte über eine gewisse Kompetenz verfügen und die Mittel nicht wahllos einsetzen. Für den, der sich und seiner Familie in einfachen Fällen selbst helfen will, gibt es viele Möglichkeiten mehr über die Homöopathie zu erfahren. Neben Büchern und Ausbildungen an Schulen stehen inzwischen auch Onlinekurse für Laien zur Verfügung. Letztere haben den Vorteil, dass sie von daheim aus bei freier Zeiteinteilung absolviert werden können. Bei der Auswahl des passenden Kurses sollten neben dem Preis vor allem, die Seriosität, Verständlichkeit und Qualifikation der Dozenten eine Rolle spielen. Beispielhaft sei hier der Onlinekurs www.kurs-homoeopathie.de empfohlen. Dieser Kurs bietet im Gegensatz zu Büchern und anderen Medien die Möglichkeit online Fragen an die beiden Dozenten, einen Heilpraktiker und einen Allgemeinarzt mit langjähriger homöopathischer Erfahrung, zu stellen. Der Lernende erfährt nach und nach, wie Gesundheit und Krankheit aus homöopathischer Sicht zu deuten sind, übt den Einsatz der klassischen Homöopathie bei akuten Krankheiten und erhält einen Einblick in die Behandlung chronischer Krankheiten durch den Therapeuten. Insgesamt werden 40 Mittel vorgestellt, die den Grundstock für eine homöopathische Hausapotheke bilden. Die Teilnehmer erhalten nach Abschluss des Kurses ein Zertifikat.

Literatur:

  • www.naturheilmagzin.de
  • www.organon2010.de
  • www.kurs-homoeopathie.de
  • Du, Y.: Knopf, H.:  Paediatric homoeopathy in Germany: results of the German Health. Interview and Examination Survey for Children and Adolescents (KiGGS). Pharmacoepidemiology and drug safety, 2009; 18: 370–9
  • Robert Koch-Institut: Erkennen – Bewerten – Handeln: Zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland. 2008

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(Weisheit aus der Homöopathie)

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