Kann die Seele die Gene beeinflussen?

Kann die Seele die Gene beeinflussen?

Das Tagesthema des Krebskongresses, der jedes Jahr im Rahmen der Medizinischen Woche in Baden Baden tagt, lautete: Energie, Seele, Spiritualität und Krebserkrankung. Dr. Klippel, Präsident der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr und vom Fachgebiet Urologe ist bekannt dafür, dass Krebs mit biologischen Mitteln ...

Einführung

Das Tagesthema des Krebskongresses, der jedes Jahr im Rahmen der Medizinischen Woche in Baden Baden tagt, lautete: Energie, Seele, Spiritualität und Krebserkrankung. 
Dr. Klippel, Präsident der Gesellschaft für biologische Krebsabwehr und vom Fachgebiet Urologe ist bekannt dafür, dass Krebs mit biologischen Mitteln behandelt werden sollte. Dieses Jahr wollte er über neue Erkenntnisse aus der Neurobiologie berichten … .

„Gene steuern nicht das Leben“

Pro Zelle“, so Klippel, „steuern 0,000000001 Gene (Erbanlagen) die Vorgänge der Zelle, der Rest steuert die Umwelt. Auch eine entkernte Zelle lebt ohne Gene weiter. Eine Zelle ohne Außenmembran jedoch stirbt. Zellen verändern sich aber durch Umwelteinflüsse, Gefühle, Gedanken und Erfahrungen und mit ihr ihre Gene. Die Zellmembran besitzt Rezeptoren mit denen sie wie ein Sinnesorgan Schall, Sonnenschein und Wärme aufnehmen kann. Wie Nano-Antennen reagieren sie (die Zellen) auf Änderung ihrer Ladung. Neurotransmitter, Hormone und Antikörper….“ sind als Informationsträger unterwegs, um die entsprechenden Botschaften jeder einzelnen Zelle mitzuteilen. „Man hat auch festgestellt, dass uns Licht und Musik auch noch eine Stunde nach dem Tod erreichen.“

"Wann hilft Psycho Onkologie?"

hat Science (Fachzeitschrift zur Förderung der Naturwissenschaften) gefragt und festgestellt: wenn ein relativ frühes Tumorstadium vorliegt und der Patient eine positive Grundstimmung besitzt, hat seelische Unterstützung einen gesundheitlich positiven Einfluss auf den Menschen. Negative Instruktionen (innere Glaubenssätze), die meist aus der Kindheit herrühren, versenken sich in das limbische System (Hirnareal, das auf Zwischenhirnebene den Thalamus umgibt), welches ich als Zentrum von emotionaler Intelligenz bezeichne. Diese negativen Erfahrungen lassen sich jedoch ausschalten.“ In der Krebstherapie kann das z.B. bedeuten, dass Patienten negative psychische Einflüsse, die noch aus der Kindheit rühren können, bearbeiten.  „In verschiedenen Untersuchungen hat man festgestellt, dass sich die Lebenserwartung bei Krebspatienten, die durch psychoonkologische Beratung unterstützt werden, verlängert.“ Klippel verwies auch in diesem Zusammenhang auf die Untersuchung von 1991-1993 an der Hamburger Universitätsklinik, bei der 136 Krebspatienten (Darm, Pankreas, Magen und Galle) professionelle seelische Begleitung erhielten: „ Die Nachbeobachtung nach 15 Jahren hat ergeben, dass sich die Überlebenszeit von Tumorpatienten, die Seelenhilfe gegen Krebs erhielten, im Vergleich zur Kontrollgruppe verdoppelt hatte.“ Siehe auch: http://wissen.spiegel.de/wissen (special 6, 2007). 

Die Macht der Gefühle

Die Bewertung von Situationen, die mit Angst einhergehen, lösen einen regelrechten „Psycho-Neuronen- Alarm“ in uns aus…“, der uns auf allen Ebenen negativ beeinflusst. Deshalb sei es so wichtig, wie wir mit Informationen umgingen und mit welchen Emotionen diese verknüpft werden. „Wir werden zu 97% durch unbewußt ablaufende Mechanismen gesteuert. Man hat Untersuchungen gemacht, bei denen man feststellte, dass Arbeitslosigkeit zum Tod führen kann. Die Sterblichkeit junger, arbeitsloser Männer war z.B. doppelt so hoch wie die der Gleichaltrigen mit fester Arbeit.“ Emotionen, wie Hoffnungslosigkeit und Angst können also so stark körperlich wirken, dass es zu solchen Ereignissen kommen kann.
Emotionen sind der Systemschlüssel für unser Leben. In jeder Zelle befindet sich der Bauplan für den Gesamtorganismus. Je häufiger Informationen von unserer Meinung, von unseren Gefühlen  bewertet werden, desto stärker ist die neuronale Verschaltung.“
 D.h., dass unsere innere Haltung, unsere Meinung und unsere Gedanken tatsächlich einen konkreten körperlichen Eindruck hinterlassen. Klippel beschließt seinen Vortrag mit einer Vision: „ Krebs wird durch den direkten Zugang zum limbischen System besiegt. Die Mission bedeutet „Leben“. Tumorzellen werden zum Feind erklärt. Und wir (die Ärzte) müssen Handlungen in Gang setzten, die ein Commitment (Zusage, Verbundenheit) schaffen, dass die Kraft (zum Leben, zum Überleben) aus dem Ich kommt.“ Und beantwortete damit die Frage nach dem Einfluss der Seele auf die Gene mit einem eindeutigen "Ja".

Online Redaktion Naturheilmagazin, Vortrag von Prof. Dr. Karl Friedrich Klippel auf der 41. Medizinischen Woche Baden Baden

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