Gute Vorsätze – Mit Erfolg zum Ziel

Gute Vorsätze – Mit Erfolg zum Ziel

Gute Vorsätze haben durchaus ihren Wert. Doch warum scheitern so viele an ihnen? Und wie kann man sie erfolgreich umsetzen? In diesem Beitrag stellt die Psychologin Ilona Bürgel die 7 Kardinalfehler bei guten Vorsätzen vor und zeigt, wie Sie mit 3 einfachen Tipps gute Chancen auf Erfolg haben.

Autor/en dieses Beitrages:
Diplom-Psychologin Dr. Ilona Bürgel, aus Dresden

Pro und Contra der guten Vorsätze

Was ist aus Ihren guten Vorsätzen für 2017 geworden? Hatten sie überhaupt welche? Am Ende eines jeden Jahres ist eine meiner ritualisierten Handlungen, mir aus den zu diesem Zeitpunkt überall erscheinenden Horoskopen die schönsten Vorhersagen herauszusuchen. Daraus bastle ich mein berufliches Wunschhoroskop für das neue Jahr. Verrückt oder klug? Gehirntechnisch gesehen gibt es eine Feinheit, die den Erfolgsunterschied zum üblichen Vorgehen ausmacht.

Zunächst einmal möchte ich mit Ihnen erkunden, was wir mit und ohne formulierte gute Vorsätze oft falsch machen. Denn selbst diejenigen, die sagen oder glauben, sie hätten keine, haben sie sehr wohl. Sie nennen sie nur anders, z.B. Wünsche, Erwartungen oder Ziele.

Die sieben häufigsten Fehler bei guten Vorsätzen

1. Ohne die anderen wäre alles einfacher

Wenn die Kunden nicht so unzuverlässig, der Chef nicht so unfreundlich, der Nachbar nicht so rechthaberisch wären, ja dann …“Die anderen“ können wir nicht ändern, aber den Umgang mit ihnen und die Wirkung auf uns. Was immer sich in unserem Leben ereignet, wir sind ein entscheidender Teil davon.

Beispiel: Glauben Sie manchmal, dass Sie ein positiver Mensch sind, doch die anderen so unfreundlich schauen oder Ihnen mit ihrer Negativität die Stimmung verderben?

2. Selbstmitleid ist leichter als Selbstverantwortung

Es gibt so manches, was anders sein kann, als wir uns es wünschen. Leider reagieren wir zu oft passiv. Lassen etwas über uns ergehen, statt es mitzubestimmen, geben die Verantwortung für unser Wohlbefinden an Umstände oder Personen ab, statt es stets und überall selbst in die Hand zu nehmen. Beklagen dann aber, dass es ist, wie es ist.

Beispiel: Glauben Sie, dass Sie durch eine kürzliche Veränderung in der Firma oder im Privatleben benachteiligt wurden?

3. Irgendwann und irgendwie

Träume sind ein guter Anfang für einen guten Vorsatz. Doch leider auch nicht mehr. Denn wer nur über ein Thema nachdenkt ohne konkret zu werden, wer nur visualisiert und nicht ins Handeln kommt, der wird kaum erreichen, was er sich wünscht.

Beispiel: Wenn Sie sich im letzten Jahr vorgenommen haben, Ihr Wunschgewicht zu erreichen und das nicht geklappt hat, was haben Sie ganz genau, wie oft und wie lange dafür getan?

4. Überforderung ist schick

Wir schrauben unsere Ansprüche an uns und andere ins Unermessliche. Was dabei auf der Strecke bleibt, sind die Zufriedenheit und. die Wertschätzung des vielen Wertvollen, was wir haben und sind. So jagen wir jedes Jahr neuen, höheren Idealen hinterher, statt in den Genuss des Augenblicks zu investieren.

Beispiel: Was haben Sie im vergangenen Jahr erreicht, was Sie schon wieder ganz vergessen haben?

5. Der Fokus ist auf dem Unerreichten

Immer mehr Menschen höre ich sagen, dass es sinnlos ist, gute Vorsätze zu haben. Damit mache man sich nur zusätzlich Stress. Hört man genauer hin, folgt dies daraus, dass wir gar nicht merken, wenn wir etwas erreichen. Dies ist ein Phänomen unseres Gehirns, sich unerledigtes besser zu merken.

Beispiel:
Wie leicht fällt es Ihnen, für den heutigen Tag fünf gelungen Dinge aufzuschreiben?

6. Wir haben uns ein Paralleluniversum im Kopf erschaffen

Wie oft sind wir mit unseren Gedanken überall, nur nicht im Hier und Jetzt? Wir ärgern uns über Erlebnisse von gestern und vorgestern, sorgen uns über Dinge, von denen wir gehört oder gelesen haben, die aber noch keineswegs real sind. In der Positiven Psychologie heißt diese Neigung, seinen gedanklichen Fokus bevorzugt auf Gefahren oder Probleme zu lenken, daher auch das „Katastrophische Gehirn“.

Beispiel: Wie leicht fällt es Ihnen, diesen Artikel ohne „aber“ und negative Gegenbeispiele zu lesen?

7. Wir strengen uns auf die falsche Art an

Kaum ist Weihnachten vorbei, starten die Reduktionsdiäten und die Fitnessstudios haben Hochkonjunktur. Sind wir im Dezember von einer Feier zur anderen gerannt und haben dabei geschlemmt, als ob es morgen nichts mehr gibt, springen wir im Januar auf die Notbremse und quälen uns im Februar gleich noch durch die Fastenzeit.
Dabei meinen wir, extreme Einschränkung, großer Verzicht, Höchstleitungen beim Sport wären die richtige Antwort. Wir sind bereit, einen hohen Preis an Lebensfreude zu bezahlen. Leider ist dies Überanstrengung, genauso wie in der Welt der Arbeit, kontraproduktiv. Weil wir dadurch die Freude an angemessener Anstrengung und Engagement für uns selbst verlieren. Die Überanstrengung kostet zu viel Kraft und das jedes Jahr, jeden Monat aufs Neue.

Beispiel: In welchem Bereich sind Sie bereit, sich extrem zu belasten, obwohl Ihnen das gar nichts bringt?

Zurück zu meinem Wunschhoroskop. Was ist anders als bei den üblichen, leicht vergessenen oder nervenden guten Vorsätzen?

Das Wohlbefinden macht den Erfolgs Unterschied

Regel Nr. 1: Ändern Sie die Perspektive!

Der positive Fokus ist einer der wichtigsten und am leichtesten zu beeinflussenden Glücksfaktoren. Wie lange und wie oft lenken wir unsere Aufmerksamkeit wohin. Das dankbare Erkennen der guten Dinge im Alltag macht 100 % garantiert glücklich.

Achten Sie vor allem auf Menschen, die Ihnen gut tun, statt auf die, die nicht zu Ihnen passen. Tun Sie selbst Kleinigkeiten für andere, einfach aus Freude daran, statt darauf zu warten, was Ihnen Gutes getan wird.

Sehen Sie Schwierigkeiten als Chance, begrüßen Sie sie freundlich, statt sich über sie zu ärgern. Dann durch ihre Überwindung erhöhen Sie Ihre Widerstandskraft! Wenn es gelingt, gut mit Schicksalsschlägen und Stress umzugehen, steigern Sie damit Ihr Vertrauen in sich selbst. Und das fühlt sich natürlich gut an.

Regeln Nr. 2: Investieren Sie!

Von sich aus etwas zu tun, macht mehr Spaß und bringt mehr Erfolg. Investieren Sie in stabile Beziehungen zu Kollegen Kunden, Freundschaften, Familienbande. Wer diese hat, ist klar im Glücksvorteil.
Investieren Sie in Ihren Körper. Aktive körperliche Betätigung macht glücklich. Ebenso frische Luft, Natur, gutes Essen und ausreichend Schlaf. Stress zu reduzieren und Stress am Arbeitsplatz vorzubeugen, ist übrigens immer wieder der Vorsatz Nummer 1 in unserem Land. Sollte das bei Ihnen auch so sein, erfahren Sie hier noch mehr zum Thema Stress: www.naturheilmagazin.de/natuerlich-leben/koerper-seele-geist/die-geheime-sucht-nach-stress.html

Bonus:
Wer Ziele hat und etwas Sinnvolles vor sich, lebt länger gesünder.

Regel Nr. 3: Setzen Sie auf Ihre Ressourcen!

Ein Horoskop erinnert uns genau an diese. Das sind zum Beispiel Mut, Neugier, Dankbarkeit, Freundlichkeit, Optimismus oder Humor. Das Wunderbare daran ist, dass wir sie immer haben. Selbst wenn wir sie eine Weile nicht genutzt haben, schlummern sie in uns und müssen nur geweckt werden.

Mein Wunschhoroskop ist ein mentales Werkzeug. Die positiven Erwartungen ziehen Vorfreude nach sich und führen in einen positiven Kreislauf aus Gedanken, Emotionen und Verhalten. Dieses Trio ist nahezu ein Erfolgsgarant für alles, was Sie sich wünschen.

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