Ängste

Ängste

Kaum eine andere Emotion beherrscht heutzutage die Bereiche unseres individuellen, des partnerschaftlichen, des zwischenmenschlichen, des gesamtgesellschaftlichen Lebens wie die Angst. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Existenz. Solange Angst existiert und uns beherrscht, führen wir kein erfülltes Leben und sind auch nicht gesund. Gesundheit heißt ...

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Wolfgang Scheel, FA. für Kinder- und Jugendmedizin aus Steinheim an der Murr

Einführung

Kaum eine andere Emotion beherrscht heutzutage die Bereiche unseres individuellen, des partnerschaftlichen, des zwischenmenschlichen, des gesamtgesellschaftlichen Lebens wie die Angst. Sie zieht sich wie ein roter Faden durch unsere gesamte Existenz. Solange Angst existiert und uns beherrscht, führen wir kein erfülltes Leben und sind auch nicht gesund. Gesundheit heißt seelisches, geistiges, soziales und körperliches Wohlbefinden. Angst jedoch blockiert Gesundheit, denn Angst bedeutet Anspannung, Verkrampfung, Enge und innerliche Blockade.

Die Menschen haben Angst vor der Geburt ihres Kindes, dann die Ängste um Neugeborene, Säuglinge,  Kleinkinder, Kindergarten-, und  Schulkinder, die sich wiederum auch schon mit Ängsten plagen. Angst  in der Pubertät, in der Lehrzeit bzw. im Studium, in der Armee, bei Familiengründung, als Eltern, in der Partnerschaft,  in der Menopause, vor den  „Wechseljahren“, eigentlich die ganze Adoleszenz hindurch, dann vom Erwachsenen-,  bis hin zum Rentenalter, in dem man dann Angst vor dem geruhsamen Lebensabend hat, schlussendlich bis zum Schreckgespenst Tod.

Solange wir solche Angst vor dem Tod haben, können wir nicht wirklich frei leben.

Solange Angst existiert und uns beherrscht, führen wir kein erfülltes Leben und sind auch nicht gesund. Gesundheit heißt doch aber seelisches, geistiges, soziales und körperliches Wohlbefinden. Angst jedoch blockiert Gesundheit, denn Angst bedeutet Anspannung, Verkrampfung, Enge und innerliche Blockade. Sie raubt uns Energie, stört den Energiefluss und damit die Organfunktionen mit allen körperlichen, aber auch seelisch-geistig-sozialen Auswirkungen, verschlechtert die Durchblutung, den Lymphfluss, die Atmung, den Fluss der Verdauungssäfte, die Funktion der Drüsen, jegliche Zell- und Organfunktion mit sich den daraus ergebenden unendlichen Variationen möglicher Erkrankungen.

Warum haben wir Angst?

Ist sie „gottgewollt“? Evolutionär sinnvoll? Oder ein rudimentärer Schutzmechanismus? Das vielleicht noch am ehesten. Doch die Zeiten der „wilden Tiere“ sind vorbei…Ein Teil der Ängste heutzutage, egal auf welcher Grundlage, erzeugt eine negative Grundhaltung und bietet keinen Schutz mehr, so wie in früheren Zeiten vielleicht. Die heutigen Ängste haben oft zerstörerische Auswirkungen auf das gesamte Leben. Solche Art von Emotion kann niemals geplanter Teil der Schöpfung gewesen sein!

Dafür gibt es meiner Meinung nach, folgende Gründe: Zum einen nimmt der Mensch nicht mehr wahr, dass er Teil einer großartigen universellen Ordnung  ist, in der es keiner Überlegung und Anstrengung eines Menschen bedarf, um ein erfülltes Leben zu leben. Er nimmt außerdem nicht wahr, dass sein Organismus einem Wunderwerk gleicht, dass die Erde ihn ausreichend ernährt/ernähren könnte, dass selbst das Planetensystem in einmaliger Exaktheit funktioniert; dass vielmehr „Entdeckungen, Erfindungen und Fortschritte“ lediglich dazu dienen, dass unser Bewusstsein irgendwann registriert, dass alles bereits schon da ist und existiert und dass es nur wahrgenommen werden will.

Zum anderen spielt unser „ kirchlicher Glauben“ eine bedeutende Rolle. Ganz frei betrachtet kann es nur einen Ur - Glauben an das Eingebettetsein in diese ganzheitlich - unbegrenzte Liebe des eigentlich raum und -zeitlosen Seins geben. Auf der Welt existieren jedoch zahlreiche religiöse Gruppierungen, die die Ansicht vertreten, nur ihre vermeintliche Glaubensrichtung sei die einzig Wahre. Der Glaube ist aber in erster Linie frei und an keine kirchliche oder religiöse Institution gebunden. Deshalb ist es manchmal nicht verwunderlich, dass sich der suchende und verunsicherte Mensch nicht in einer nach Harmonie und Wahrhaftigkeit strebenden Gemeinschaft wieder findet, sondern dass sich diffuse Daseinsängste gemeinschaftlich kumulieren und in Fanatismus und Dogmatismus umschlagen. Wenn sich der Mensch so abschirmt oder sich durch seine Überzeugungen selbst blockiert oder verrennt, wird er die fantastische Einheit von Geborgenheit, Sicherheit, Glückseligkeit und Liebe nicht wahrnehmen und sich isolieren. Dann beginnen meist auch

vermeintliche Abhängigkeiten von Gruppierungen, vom Partner, Lehrer, Arzt, Chef, Experten und auch von der Bank, die zu Ängsten und damit auch zu gesundheitlichen Problemen führen müssen. Das geschieht jedoch alles nur, wenn er unter unfreien Bedingungen lebt, erzogen oder hineingeboren wurde und unfrei bleibt.

Der freie Mensch

Der uns allen innewohnende innere Freiheitsgedanke motiviert uns doch nach wirklich wahren Inhalten zu suchen. Wenn sich also mal wieder „Experten“ in allen denkbaren  Bereichen streiten, wissen wir doch: alles Wissen liegt in uns selbst. Sogar in jedem Blutstropfen soll die Information des gesamten Universums zu finden sein…! (s. Prof. Rupert Shaldrakes; engl. Quantenphysiker)

So bedeutet eben Religion in ihrer ursprünglichen Übersetzung: religio=RÜCK-BE-SINN-UNG – auf das eigentlich Wahre. Also nicht irgendwelchen Irrlehren, oder einem System folgen, dass Menschen manipulieren und beherrschen will.
Doch wenige, die über Kapital, Macht oder sonstige Einflussinstrumente verfügen, beherrschen den Markt, die Medien, die Menschen und das offensichtlich in der ganzen Welt. Menschen werden unwissend gehalten und über die Auseinandersetzungen und  Kämpfe untereinander beschäftigt und in vielen Ländern der Erde unterdrückt, manipuliert und beherrscht. Wer Angst um seine Familie, seine Existenz, sein Leben hat, der ist natürlich blockiert und handlungsunfähig. Jemand, der die innere Freiheit besitzt, an sich selbst, an die Genialität des allumfassenden Seins glaubt und damit auch an die unerschöpflichen Möglichkeiten, Großes vollbringen zu können, um den „Himmel auf Erden“ zu erreichen, der besitzt die eigentliche Macht! Die Macht der Gedanken und des Unterbewusstseins. Welche Möglichkeiten, wenn mehr Menschen auf der Welt sich ihrer Mächtigkeit bewusst wären ...

Mikrokosmos

Doch wenn wir uns auch  z.B. in Partnerschaften befinden, die uns nicht glücklich machen, werden wir feststellen, dass wir statt zu leben, lieber desillusioniert unsere Ideale, unserer Vorstellungen, sogar die Liebe einer Gemeinsamkeit opfern, die sich auf Trennungsangst gründet. Aus Angst vor sich und fehlender Glaube an sich selbst im Zusammenhang mit finanziellen, sozialen und oft einfachen organisatorischen Fragen, leben einige Menschen gegen ihre eigene „innere Stimme“ und verbleiben in abhängigen Beziehungen, die sie nicht stark machen, sondern lähmen. Lernen wir denn tatsächlich etwas über die Entwicklung der eigenen Potentiale? Etwas über Eigenverantwortung, über ganzheitliches Lernen, Partnerbeziehungen oder etwas über den Sinn des Lebens oder gar über die Liebe?

Wenn wir als Kinder schon, auch unabhängig vom Elternhaus, in entsprechenden Institutionen, wie Kindergarten und Schule etwas über das menschliche Zusammenleben lernen könnten, dann hätten einige von uns auch vielleicht etwas mehr Selbstvertrauen.
Und wir als Eltern? Wenn unser Kind in den Kindergarten kommt – Angst, dass es ab jetzt ständig krank ist! Warum? Kinder setzten sich ständig mit ihrem Umfeld auseinander, das ist ihre Aufgabe und wenn es krank wird, dann ist das eine Chance etwas zu lernen, z.B. Abwehrkräfte aufzubauen und Geist und Seele eine Ruhepause zu gönnen. Auch das ist Entwicklung.

Wenn uns diese Möglichkeiten nicht gegeben werden, sind wir wie Ertrinkende in stürmischer See und auf solchem Nährboden gedeihen Ängste von Klein auf.

Ein Leben für die Krankheit?

Krankheit ist zunächst ein intensives  Bemühen des Wunderwerkes Mensch, Störungen und Probleme zu regulieren. Zellen, Organe und  Funktionen sollen regenerieren, sollen uns aufmerksam uns selbst gegenüber machen.

Beachtung sollten Menschen meiner Meinung nach nur der Tatsache schenken, dass sie keinerlei körperliche Symptome, Schmerzen oder sonstige Regulationsbemühungen verspüren, obwohl sie womöglich in vielen Bereichen ihrer Existenz massiv gegen sich selbst leben. Denn Gesundheit ist Regulation und Reaktion – je gesünder ein Mensch ist, desto schneller und intensiver signalisiert ihm sein Körper Störungen, Fehler und den Wunsch nach Veränderung. Wer oft weghört, sich nicht wahrnimmt und ungesund lebt, muss irgendwann mit größeren „Störungen“ rechnen. Angst vor Krankheit ist jedoch die vorweggenommene Prophezeiung von Dingen, die wir selbst herbeirufen. Angst bedingt in differenzierten, räumlich-zeitlichen Facetten genau das, wovor man  /  frau Angst hat! Carcinophobie, z.B. – die Angst vor Krebs, ist die Angst, die Krebs bedingt und das ist ein eindrucksvolles  Beispiel einer schulmedizinischen Diagnose. Sie kennen aber auch das Wunder des „Plazeboeffektes“, der die Heilung eines „Unheilbaren“ lediglich durch Traubenzucker ermöglicht.

Ein weiteres Beispiel: Alle Jahre wieder: die Grippe -Angst im Herbst! Warum eigentlich? Wenn der Herbst krank machen könnte, müssten im Herbst doch alle krank sein!

Oder: Pollen „machen“  Heuschnupfen. Nein! Pollen existieren seit Jahrmillionen und sind z.B. existenziell wichtig für die Landwirtschaft.

Weitere viele unhaltbare Thesen im Gesundheitswesen sind z.B.  „Krankheitserreger  machen krank“. Vielleicht, aber in allererster Linie sind es Mikroben, die an der akuten - entzündlichen Heilungsphase beteiligt sind und mit denen der Mensch tagtäglich zusammen lebt, wenn er nicht gerade abwehrgeschwächt ist. Oder „Krankheiten, wie Asthma, Neurodermitis, Rheuma, Krebs usw. sind unheilbar.“ Es ist so gut wie alles heilbar, wenn die komplexen Krankheitsursachen erkannt, abgestellt werden und der Patient eigenverantwortlich für sein Leben individuell ausreichende Ziele im Auge hat.

Oder: „Mit zunehmendem Alter verlässt uns die Gesundheit .“ Allein die Definition von Gesundheit (körperlich-seelisch-geistig und sozial) lässt erkennen, dass wir ein Leben lang gesünder werden könnten: körperlich einigermaßen fit bleiben, seelisch zunehmend weiser werden, geistig klüger und sozial gelassener wäre doch eine gute Zukunftsperspektive?

Stattdessen fürchten wir uns, manchmal „zu Tode“… Zuerst die Geburt im Kranken - Haus, dann Krankheiten  wie „Dreimonatskolik“, Infektanfälligkeiten im Kindergarten, ADS/ADHS oder andere Schulprobleme und –versagen, Pubertätsakne, Zivilisationskrankheiten wie Allergie,  Schlafstörungen, „Burn out“, Diabetes, Fettsucht,  Rheuma,  Bluthochdruck u.u.u. Zwischendurch und immer wieder und immer öfter angstindizierte Impfungen im unermüdlichen Kampf gegen die bösen „Krankheitserreger“ . Dann Krankenhaus-Aufenthalte mit zusätzlichen Krankenhaus-Infektionen und dann als finaler Höhepunkt: Das Sterben an einer Krankheit…! Angst erzeugt aber permanent neue Ängste.
Dabei lebt der Mensch eigentlich in einer gigantischen Symbiose, d. h. in einem ein Füreinander mit jeglicher Existenz…Nur,  der Mensch maßt sich an, einzugreifen. Liebt es, massiv gegen sich und die Natur zu leben und dann andere, äußere Umstände für sein Handeln ausfindig zu machen.

Das wiederum produziert „auf dem Markt“ ein erfolgreiches und unerschöpfliches Geschäft mit der Angst. „Wer ist schuld?“  Wenn es überhaupt um Schuld geht, dann sind wir es selbst!

Es gibt keinen Grund, Angst zu haben.

Angst vor Verlust?

Mein Geld, meine Möbel, mein Auto, mein Haus, meinen Job usw. kann ich definitiv verlieren. Der Verlust ist tatsächlich ein materieller Wertverlust, auch ein ideeller und manchmal fällt dann auch der soziale Rückhalt weg. Vielleicht, aber kann ich eigentlich überhaupt etwas wirklich Wichtiges verlieren, was mir sowieso nicht gehört, wie Partner, Freunde, Verwandte oder auch meinen Körper? Und können Versicherungen und  vertragliche Bindungen uns vor diesen Aussichten wirklich schützen? Welche Angst- Freiheit ergibt sich allein aus dem Wissen, dass alles Materielle und auch mein Körper nur geborgt ist? Das eigentlich Wesentliche – meine Seele, mein eigentliches Ich ist nicht sterblich, ist also immer existent und wird es immer sein.

Alles in der materiellen Welt ist in der jeweiligen Realität von mir gesuchte und dann erreichte Möglichkeiten für die eigentlich nicht-materielle Zielrichtung der seelisch - geistigen Weiterentwicklung und Bewusstseinserweiterung. Je weiter ich auf diesem Sektor gekommen bin, desto weniger bedarf meine Existenz materieller Werte, wie Besitz oder Luxusgüter. Zum Glück, umso größer wird und ist unsere Freiheit.

Angst vor dem Tod?

Besonders diese Angst wird geschürt und widernatürlicherweise in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens gezielt zur Manipulation von Menschen missbraucht.

Mit dem logischen, physikalischen und energetischen Wissen, dass keine Energie verloren gehen kann, auch nicht mit dem Tod, wird sich niemand mehr mit solch einer Angst manipulieren lassen.

Solange ich Angst vor dem Tod habe, kann ich nicht wirklich befreit leben!

Geburt, Leben und Tod gehören zu den allumfassenden, menschlich-natürlichen Erfahrungen. Jegliche Existenz ist eingebettet in Rhythmen und Kreisläufe. Wir haben es doch tagtäglich vor Augen. Die Natur zeigt es uns: Der Wassertropfen, der verdunstet und  nicht mehr sichtbar ist, geht nicht verloren. Er kommt doch irgendwann wieder, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort zurück, um wieder zu versickern, zum Meer zu fließen, zu verdunsten usw.….Die Menschen aber plagen sich Zeit ihres Lebens mit Ängsten, die oft andauernder, intensiver und dramatischer erlebt werden, als der Tod selbst. Da ist zum einen unser heutiges horizontal begrenztes, materiell-mechanistisches  Weltbild, das auf „Reichtum“ gründet: Derjenige gilt paradoxerweise als reich, der viele Besitztümer anhäuft, obwohl diese Umstände bekanntermaßen unfrei machen, weil sich daraus Abhängigkeiten ergeben.

Mechanisch deshalb, weil sich der Mensch als Ersatzteillager versteht. Wenn er seine Gesundheit selbst zerstört, durch falsche Lebensmittel, durch Rauchen, durch Herumsitzen, durch zuviel Stress wird der Mensch auf kurz oder lang zwangsläufig, vielleicht sogar lebensbedrohlich erkranken. Einige gehen sogar so weit, eine Organtransplantation für die Vernachlässigung ihrer eigenen Gesundheit in Betracht zu ziehen. Eine Transplantation kommt zwar, nach Angeben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung nur infrage, wenn: „ Eine andere Therapie keinen Erfolg mehr verspricht; wenn die Erkrankung des eigenen Organs mit Sicherheit in eine schwere, lebensbedrohliche Erkrankung münden wird oder ein solches Krankheitsstadium bereits eingetreten ist und wenn der Patient nach einer erfolgreichen Transplantation mit hoher Wahrscheinlichkeit länger und besser leben wird als ohne diesen Eingriff ….“ , aber das grenzt leider den Missbrauch, auch der eigenen Gesundheit, nicht ein…Außerdem betrachte ich die Organtransplantation als solches sehr kritisch, weil die Befunderhebung Hirntod allein meiner Meinung nach nicht ausreicht, um ein körperliches/geistiges und seelisches Leben für beendet zu erklären.
Reduktionistisch deshalb, weil „Experten“ immer mehr von immer weniger wissen. Der Augenarzt beschäftigt sich nur mit den Augen, der Hautarzt nur mit der Haut, der Zahnarzt…

Ein solches Weltbild ist horizontal und nicht nur begrenzt, sondern im wahrsten Sinne des Wortes beschränkt, weil natürlich Angst vermittelnd! Wer reich ist, kann seine Reichtümer verlieren, wer krank ist (und nicht nur der) kann sterben, wer viel weiß, weiß, dass er nichts weiß.

Freiheit

Haben wir eigentlich mehr  Angst vor dem Leben oder vor dem Tod? Das sollte man sich ab und zu fragen, wenn man in den „Alltäglichkeiten“ zu versinken droht. Denn, nicht der Lehrer oder der Doktor, der Partner oder die Bank und der Staat sind zuständig für mich und meine Überzeugungen, für mein Wohlbefinden, Glück, Reichtum oder soziales Verhalten, sondern ich selbst! Und wenn ich das erkenne, werde ich frei.

Und wenn ich frei bin, bin ich nicht erpressbar; kann niemand und nichts in mir irgendwelche Ängste auslösen.

Beispiele:

Als Schüler lerne ich nicht für den Lehrer. Eine schlechte Note muss für mich und für die Eltern eine Hilfestellung bedeuten und als Eltern werde ich das meinen Kindern auch so vermitteln. Und: „die Arbeit“ wird benotet und nicht der junge Mensch mit seinen Möglichkeiten.

Oder: Schmiere ich die vom Arzt verordnete Cortisoncreme auf meine von „Neurodermitis“ veränderte Haut und verschiebe damit das Problem? Oder überlege ich mir, welche komplexen Faktoren in den jeweiligen Bereichen meines Lebens das „Fass zum Überlaufen“ gebracht haben? Bin ich bereit, mein Verhalten und den Umgang mit mir selbst dringend zu ändern?

Wenn mein Partner droht, mich zu verlassen, hat er mich bereits verlassen. Und das sollte mir helfen, weil die Partnerschaft schon am Ende ist und damit der Weg frei wird für mich, eine bessere Partnerschaft einzugehen. Es kommt nur auf den Blickwinkel an.

Lasse ich mich auf Schulden und energetische Defizite ein, auf Pseudobefriedigung mit exquisitem Konsum, weltweiten Reisen oder sonstigem Luxus? Soll ich mich in die Abhängigkeit von Staats wegen (wer ist„der Staat“ eigentlich?) begeben und  - wie es so allgemein üblich ist, – erwarten, dass dieser all meine Probleme von dem „Recht“ auf einen Kindergartenplatz, über kostenlose Schule, über Garantie für meine Gesundheit, sowie einer Ausbildungsstelle und eines Arbeitsplatzes usw. löst?

Mache ich mich abhängig? Oder sehe ich das Glück in den täglichen  kostenlosen Geschenken des Lebens? Das entscheide ich selbst. Ich kann den Ablauf meines Lebens positiv und frei, ohne Angst fördernde Abhängigkeiten selbst gestalten, z.B. indem ich mich am Wunderwerk Mensch erfreue, oder glücklich darüber bin, dass sich mein Wunsch erfüllt hat, mich in diesem Erdenleben weiterzuentwickeln oder dass sich an der Welt teilhaben kann. Dass ich mich an Luft, Wasser, Licht und an der Natur erfreuen darf, dass ich mich jeden Tag bewegen kann, indem ich laufe und das Auto stehen lasse und dabei gesund bleibe. Das sind die Geschenke des Lebens, die wir nur noch wahrnehmen müssen und zu dieser Einstellung brauchen wir eine gute Eigenwahrnehmung,  Selbstvertrauen und das sollte am besten von Kindesbeinen an gefördert werden!

Falsch und Richtig

Wir selbst provozieren unbewußt die Probleme, die wir bewusst niemals eingegangen wären, obwohl wir sie als Chance der gewollten Weiterentwicklung benötigen. Jedes Hindernis, das sich uns in den Weg stellt, sind Aufgaben, die es zu lösen gilt. Denn wir sind niemals Opfer einer Person, Gruppe oder einer Situation. Diese sind bestenfalls unsere Trainer, die wir uns ausgesucht haben, um uns zu entwickeln. Das ist eine radikal andere Sicht auf die Dinge, die jedoch helfen kann, sich von einer Ohnmachtshaltung zu verabschieden.

Da der Mensch (noch) nicht weise genug ist, benötigt er oft  Probleme und Leid, um sein Bewusstsein zu erweitern. Deshalb bedeutet das Wort Krise, aus dem Altgriechischen auch „entscheidende Wendung“, was nichts anderes heißt, als dass wir selbst aufgerufen sind diese Wendung zu unseren Gunsten herbeizuführen.

Trotzdem haben wir Angst, etwas falsch zu machen. Das, was wir aber tun, ist immer in der konkreten Situation, das Ergebnis unserer bestmöglichen Fähigkeiten. Aus der Sicht anderer oder mit entsprechendem zeitlichem Abstand auch unserer eigenen, lässt sich ein Ereignis in der Vergangenheit leichter be- und verurteilen. Aber das, was ist und war, ist und war nicht immer einfach und leicht, jedoch in dem Augenblick richtig und deshalb kann niemand und nichts je etwas „falsch machen“… Was gewesen ist, ist Vergangenheit, für kein Geld der Welt zurückzuholen und die Zukunft ergibt sich aus dem jetzigen Tun!

Deshalb kann ich auch selbst entscheiden, ob ich mit Problemen, Kummer, und  Leid der Vergangenheit oder in der Angst um Ereignisse und mögliche Probleme, Sorgen und Tragödien der Zukunft leben will oder auch nicht.

Sinn

Sie sind Teil eines riesigen Menschenorganismus auf dieser Welt!  Begreifen Sie sich als Teil des Ganzen. Wenn eine Zelle Ihres  Körpers nicht gesund ist, können Sie als Ganzes nicht gesund sein. Wenn es Ihnen nicht gut geht, geht es auch einem Tel der Welt nicht gut.

Was Sie für sich, ohne Egoismus auf Kosten anderer oder der Natur tun, tun Sie für die Welt!

Lassen Sie sich nicht mit Unwissenheit und Fehlinformationen verdummen. Hüten Sie sich vor Abhängigkeiten, Manipulationen und Erpressungen. Kämpfen Sie jeden Tag aufs Neue um Ihre Freiheit! Bleiben Sie sich der Kraft Ihrer Gedanken bewusst.

Denn durch Ihre Gedanken können Sie Ihr Leben, ihr Glück, ihr Wohlbefinden, aber auch das Ihrer Umgebung und Umwelt liebevoll beeinflussen.

Es ist sinnvoll, dass wir im Jetzt, im Augenblick leben. Und dass wir dabei unsere bestmöglich mentale Stärke erreichen, die beste seelisch - geistig - soziale und  körperliche Leistung geben und dem wichtigsten – in einer und für eine allumfassende, bedingungslose Liebe zur Welt, zu den Menschen und zu uns  selbst leben.
So können Sie ein Leben ohne Angst führen und anderen zeigen, dass das möglich ist. Und wenn es  keine Angst mehr auf der Welt gibt, gibt es keine Aggressionen, keine Kriege, Ungerechtigkeiten, kein Leid und keine Verzweiflung mehr. Dann können wir in und für die Liebe leben und dann haben wir den erträumten „Himmel auf Erden“!

Denn: Unser eigentliches Ich kennt seine Bestimmung, seinen Weg, sein Ziel für dieses Leben – und darauf, nur darauf sollten wir hören…

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