Film: Stressbewältigung im Alltag

Stressbewältigung im Alltag

Film: Gesundheitslounge
15 min.

Christian W. Engelbert, FA. für Allgemeinmedizin, Berlin im Gespräch mit Dr. Sven Sebastian, Stress- und Gesundheitscoach DINM.

Autor/en dieses Beitrages:
Christian W. Engelbert, FA. für Allgemeinmedizin aus Berlin
Dr. rer. nat. Sven Sebastian, Integratives Neurocoaching IAH, Coach aus Berlin

Ob im Beruf oder Alltag – viele Menschen und jeder dritte Arbeitnehmer in Deutschland kennt das Gefühl von Stress. Das lateinische Wort „strictus“, von dem sich das Wort Stress ableitet, bedeutet so viel wie „stramm“ oder „gespannt“. Stress ist die natürliche Reaktion des Körpers auf eine Herausforderung und ist wichtig, damit wir in der Lage sind zu handeln. Um sich körperlich und seelisch entwickeln zu können, ist es notwendig, dass der Körper eine angemessene Beanspruchung erfährt. Geht diese Belastung jedoch über ein normales Maß hinaus, kann so eine Empfindung krank machen. Dieser negative Stress kann durch Sorgen, Isolation, Angst, Einsamkeit oder Überlastung entstehen und den Menschen auf Dauer beinträchtigen. Ist eine Person krankmachend gestresst, kann dies zu Magenverstimmungen, Vergesslichkeit oder Schlaflosigkeit führen, was wiederum Auslöser für weitere Krankheiten sein kann. Neben dem negativen Stress spielt auch der positive Stress eine Rolle im Gefühlsleben jedes einzelnen Menschen. Wir brauchen positiven Stress, denn er verleiht uns Tatendrang und Spannkraft. Somit ist ein gewisses Maß an Stress für den Mensch von Nöten und nicht jeder Stress macht automatisch krank.

Welche Symptome eine übermäßige Belastung aufweist, wie Sie ein gesundes Maß an Stress finden und wie Strapazen im Alltag am Besten bewältigt werden können, besprechen heute zwei Experten in der aktuellen Sendung der Gesundheitslounge Berlin. Christian W. Engelbert, Facharzt für Allgemeinmedizin, begrüßt dazu den Stress – und Gesundheitscoach Dr. Sven Sebastian. Dieser ist Spezialist für Neuro-Coaching, einer neuen Art der Therapie bei der Stressbewältigung. Hierbei wird im Gehirn des Patienten angesetzt und die Fähigkeit des Gehirns genutzt, bestimmte Stresssituationen neu zu bewerten und sich daran anzupassen.
Beide Experten sind sich einig, dass es eindeutige Symptome, wie z.B. Gelenk- oder Kniebeschwerden oder Kopfschmerzen gibt, welche als klassisch für übermäßigen Stress bezeichnet werden können. Auch der Verlust von Durchsetzungsvermögen und Konzentration können Alarmsignale sein, so Dr. Sebastian. Auch auf körperlicher Ebene kann unverhältnismäßiger Stress deutlich werden. Eine Möglichkeit hierzu ist die Untersuchung der Herzratenvariabilität, wie Herr Engelbert erklärt. Dabei wird durch das Messen der Abstände der Herzschläge festgestellt, wie der Körper auf Stress reagiert. Auch über das Messen des Hautwiderstandes und durch eine Hormonuntersuchung kann Stress diagnostiziert werden.

Um dem Patienten gezielt helfen zu können, empfiehlt Dr. Sebastian das Führen eines Ereignisprotokolls. Hierbei werden alle Ereignisse eines Tages aufgeschrieben und die dementsprechenden dazugehörigen Empfindungen notiert. Der Patient lernt Gefühle bewusster wahrzunehmen und Körper und Gehirn können sich noch in der Situation entspannen. Weitere Möglichkeiten sind Klangtherapien, Tiefenentspannung, Yoga sowie Bewegung. Letzteres ist das Heilmittel gegen Stress überhaupt und sollte bei jedem Menschen einen wichtigen Platz im Alltag einnehmen. Nur so kann Dauerbelastung abgebaut und ein gesundes Leben geführt werden.

Christian W. Engelbert ist der Moderator dieser Sendung

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