Vollwertkost - gesund & lecker

Vollwertkost - gesund und lecker

Stellen Sie sich die Naturkostküche immer noch fad und langweilig vor? Lassen Sie sich überraschen! Die Naturkostküche hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Heute wird Geschmack groß geschrieben. Mit hochwertigen, naturbelassenen Lebensmitteln aus dem natürlichen Anbau, die angenehm duften und gut schmecken, sowie Kräutern ...

Vollwertkost - gesund und lecker

Stellen Sie sich die Naturkostküche immer noch fad und langweilig vor? Lassen Sie sich überraschen! Die Naturkostküche hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Heute wird Geschmack groß geschrieben. Mit hochwertigen, naturbelassenen Lebensmitteln aus dem natürlichen Anbau, die angenehm duften und gut schmecken, sowie Kräutern entstehen wahre Feinschmeckergerichte. Köche wie Roy Kieferle und weitere haben die Naturkostküche wiederentdeckt und sie für Gourmets beschrieben. Was beinhaltet die Vollwertnahrung?

"Machen wir unser Essen zu einem gesunden Genuss.
Wer nicht genießt, ist ungenießbar."

(Irmela Erckenbrecht)

Auf den Tisch kommen Vollkornprodukte, Obst und Gemüse, Kartoffeln, Hülsenfrüchte, Milch und Milchprodukte, gelegentlich auch Fleisch, Fisch und Eier. Die Hälfte (bei Bruker ein Drittel) der täglichen Nahrungsmenge sollte roh verzehrt werden in Form von Frischkost, Salaten, rohem Obst oder Gemüse-Snacks zwischendurch. Verwendet werden hauptsächlich regionales und saisonales Obst und Gemüse. Das dient dem Geschmack und der Umwelt gleichermaßen.

Eine besondere Rolle kommt bei vielen Vertretern der Vollwerternährung dem Getreide zu. Das Getreide stellt eine wesentliche Quelle für wichtige Vitamine und Mineralstoffe dar: insbesondere Vitamine der B-Gruppe, Vitamin E und Beta-Carotin, gleichermaßen Kalium, Calcium, Magnesium und Eisen. Beim Ausmahlen des Getreides zu Auszugmehl gehen bei einem Ausmahlungsgrad von 50 % (Mehltyp 405) 60% bis 96% der Vitamine und 50-80% der Mineralien verloren. Deshalb sollte das tägliche Brot sollte Vollkornbrot gegessen werden. Roh findet sich das Korn im Frischkornmüsli, wo das Korn eingeweicht oder angekeimt und roh gegessen wird. Der durch die Erhitzung bedingte Verlust an Inhaltsstoffen wird dadurch vermieden.

Fett wird nur sparsam eingesetzt. Als Streichfett wird Butter und ungehärtete Pflanzenmargarine mit hohem Anteil an Kaltpressölen empfohlen. Für Salate und gedünstete Speisen werden native, kalt gepresste Öle verwendet. Zu empfehlen sind Oliven- und Sonnenblumenöl. Extrahierte, raffinierte Fette und Öle (einschließlich der daraus hergestellten Pflanzenmargarinen) sowie Fette mit einem hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren sollten strikt gemieden werden.

Wie süß ist Vollwertnahrung? In der Vollwertküche wird generell weniger gesüßt als in der konventionellen Küche. Sie werden staunen, wie vielfältig Sie nun schmecken können. So steigern Sie mit dem sparsameren Süßen Ihre Lebensqualität. Zum Süßen empfohlen werden Früchte – frisch oder getrocknet – und Honig oder Obstdicksäfte (nur in eingeschränktem Maße).

Appetit auf Süßes? Genießen Sie zwischendurch frisches Obst. Industriell gefertigter Zucker, selbst in der weniger verarbeiteten Form als Rohrohrzucker, ist nicht mehr notwendig.

Milch und Milchprodukte werden in mäßiger Menge empfohlen für Menschen, die sie vertragen und die nicht an Allergien leiden. Bruker und Leitzmann empfehlen Vorzugsmilch (unter strengen Auflagen erzeugte und kontrollierte Rohmilch) und Rohmilchkäse aus ökologischer Erzeugung, weil das Eiweiß nicht durch die Erhitzung denaturiert wurde und wertvolle Vitamine noch enthalten sind.

Wie viel Fleisch ist gesund? Der Verband für unabhängige Gesundheitsberatung (UGB) empfiehlt ein bis zwei Fleischmahlzeiten pro Woche. Eine ausgewogene Ernährung ist aber auch ohne Fleisch möglich (siehe Abschnitt: "Vegetarische Vollwertkost – Leben ohne Fleisch").

Wenn Sie Fleisch essen möchten, empfehlen wir das Angebot aus artgerechter Tierhaltung.

Vom Fertiggericht zur Vollwertkost - unsere Tipps zum Anfang

  • Essen Sie zunächst mehr Obst und Gemüse. Für den kleinen Hunger zwischendurch eignen sich Obst oder Trockenfrüchte.
  • Streichen Sie Fettes von Ihrem Speiseplan: fette Snacks und Wurst, Frittiertes und Fettgebäck.
  • Probieren Sie Vollkorn als Brot, Brötchen oder Gebäck. Ersetzen Sie Ihre „Weißmehlrezepte“ durch solche, bei denen Vollkornmehl verwendet wird. Vorsicht jedoch: Der bloße Mehlaustausch beim alten Rezept führt meist nicht zum Geschmackserfolg. Schauen Sie sich nach neuen Rezepten um.
  • Verringern Sie auf jeden Fall den Zuckeranteil in Ihren Speisen. Während der Ernährungsumstellung kann Zucker in Kombination mit Vollkorn zu Verdauungsproblemen führen.
  • Reduzieren Sie Ihre Fleisch- und Wurstportionen: kleiner, seltener. Probieren Sie fleischlose Alternativen.
  • Probieren Sie eines der zahlreichen Frischkornrezepte und nehmen Sie diese in Ihren Speiseplan auf.

Probieren Sie, bleiben Sie neugierig und entdecken Sie die Welt der Vollwertkost. Vollwertkost schmeckt gut, jedoch anders als Sie es bisher gewohnt waren. Geben Sie Ihrem Gaumen die Chance, die neuen Geschmacksrichtungen zu entdecken. Dabei ist es schwieriger alte Gerichte "vollwertiger" zu machen als neue auszuprobieren.
Weiter: Vegetarische Vollwertkost – Leben ohne Fleisch

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