Keramikimplantat statt Wurzelbehandlung

Keramikimplantat statt Wurzelbehandlung – Denkanstöße aus der Praxis

Denkanstöße aus der Praxis

Hier erklärt der Zahnarzt Dirk Heißmeyer, warum er Wurzelbehandlungen äußerst kritisch sieht und warum nach seiner Erfahrung Keramikimplantate oft die bessere Lösung sind.

Dirk Heißmeyer - Zahnarzt und Heilpraktiker
Praxis für Ganzheitliche Zahnmedizin und Ästhetik

Praxis für Ganzheitliche Zahnmedizin und Ästhetik
Tel: 05155-7687
Hauptstraße 52
31860 Emmerthal

Jede Wurzelbehandlung belastet den Organismus

Wurzelbehandlungen und Wurzelfüllungen gehören als Erhaltungsmaßnahme für abgestorbene Zähne zur zahnärztlichen Routine. Ganzheitlich ausgebildete Zahnmediziner halten das für gefährlich. Viele von ihnen sehen Wurzelfüllungen allenfalls eine kurz- bis mittelfristige Übergangslösung.

Wie der Kollege Dr. Graf in seinem Beitrag „Krank durch wurzelbehandelte Zähne ?“ ausführlich dargestellt hat, sondert jeder abgestorbene Zahn unvermeidlich schädliche Stoffe ab. Über Blut- und Lymphgefäße können sich diese Giftstoffe (Toxine) im gesamten Körper ausbreiten. Aus medizinischer Sicht spricht daher vieles dagegen, totes Gewebe im Mund zu belassen. Patienten werden jedoch selten darüber aufgeklärt, dass sich auch bei sorgfältigster Füllung der verzweigten Wurzelkanäle Herde für Bakterien und andere Keime bilden können. Studien der American Dental Association (ADA) belegen, dass Wurzelbehandlungen eine Vielzahl von Erkrankungen verursachen können. Dazu gehören Arthritis und Rheuma, aber auch Herz-, Kreislauf- und Nervenerkrankungen sowie ein höheres Krebsrisiko.

Wegen der langfristigen gesundheitlichen Risiken durch Zahntoxine rate ich meinen Patienten zum Verzicht auf Wurzelbehandlungen. Schließlich gibt es Alternativen wie Keramikimplantate, die deutlich weniger Risiken bergen. Einen toten Zahn zu erhalten, hat dabei keine Priorität. Nach meiner Erfahrung sollte der zerstörte Zahn samt Zahnwurzel entfernt und durch ein bioverträgliches Keramikimplantat ersetzt werden.

OroTox-Test zur Risikoabschätzung bei wurzelbehandelten Zähnen

Patienten mit wurzelbehandelten Zähnen bringt eine Bestandsaufnahme mit speziellen Tests Klarheit über den Grad der Belastung für ihren Organismus. Inzwischen gibt es moderne schmerzlose Testverfahren wie den OroTox-Test oder die Bioresonanzmethode, mit denen sich Giftstoffe und Abbauprodukte sofort nachweisen lassen. Die Tests zeigen, ob sofortiger Handlungsbedarf besteht oder ob von dem toten Zahn noch keine akute Gefahr ausgeht. Deutet sich an, dass in absehbarer Zeit eine Zahnentfernung nötig wird, kann bereits vorsorglich ein keramisches Implantat platziert werden, um den Schade im Vorfeld zu minimieren.

Keramikimplantate als Alternative zur Wurzelbehandlung

Nach meiner Erfahrung bieten Keramikimplantate die beste Alternative zur Wurzelbehandlung. Keramikimplantate haben viele Vorteile:

  • Keramikimplantate sind ungiftig und besonders gut bioverträglich. Eine Sensibilisierung des Immunsystems ist nicht zu befürchten.
  • Das Zahnfleisch kann sich besonders gut an Keramik anlagern. Das beugt Zahnfleischentzündungen vor.
  • Beläge (Plaques) haften schlecht auf Keramikimplantaten, was ebenfalls Zahnfleischentzündungen vorbeugt.
  • Keramikimplantate sind metallfrei und damit korrosionsbeständig.
  • Keramikimplantate sind sehr belastbar und langlebig.
  • Keramikimplantate fügen sich durch ihre Farbe sehr gut ins Zahnbild ein. Werden sie noch zusätzlich in der eigenen Zahnfarbe verblendet, sind sie absolut unauffällig.

Schlechte Erfahrungen mit Wurzelbehandlungen

Meiner Meinung nach wird mit dem Thema „Wurzelbehandlung“ von Seiten der Patienten - und bedauerlicherweise auch von vielen zahnärztlichen Kollegen - nicht sensibel genug umgegangen.

In meiner 20-jährigen Praxistätigkeit habe ich immer wieder zu hören bekommen, wie wenig auf die Belange der Patienten eingegangen wird, die Wert auf ihre Gesundheit legen. „Da ist nichts!“ oder „Da machen wir mal eben eine Wurzelbehandlung“, sind nur einige Sprüche, die Patienten von ihrem Zahnarzt zu hören bekommen. Manche Patienten werden über Wochen oder Monate mit Antibiotika behandelt.

Das kann man wohl kaum als Zahnheilkunde bezeichnen, sondern eher als Zahnkrankmachkunde. Hinzu kommt, die mangelhafte Qualität von Wurzelbehandlungen, die ich in meiner Praxis immer wieder zu sehen bekomme, wenn entsprechend vorbehandelte Patienten zu mir kommen. In meiner Praxis zeigen mindestens 80 % aller „mitgebrachten“ Wurzelfüllungen schon auf dem Röntgenbild eine unzureichende Behandlung. Dass das Füllmaterial u.a. Cadmium enthält, wird üblicherweise gar nicht erwähnt.
Nicht wenige Patienten mit einer Wurzelbehandlung haben wahre Odysseen hinter sich. Die weiteste Anfrage kam aus der Dominikanischen Republik.

Jede Wurzelspitzenresektion stellt auch eine Narbe dar. Und nicht wenige Narben wirken sich extrem störend auf die Gesundheit aus. Wenn bei chronischen Erkrankungen keine primäre Ursache zu finden ist (was meistens der Fall ist), sollte immer auch auf Narbenstörfelder untersucht werden.
Von offizieller Zahnärzteseite scheinen die Probleme nicht zu existieren oder sie werden bewusst verschwiegen.

Da eine Wurzelbehandlung nur sehr schlecht vergütet wird, wird meistens nur wenig Zeit dafür verwendet oder gleich darauf verzichtet und dann schnell eine gewinnbringende Krone angefertigt. (Zahnärzte, die einen eigenen Techniker beschäftigen, müssen diesem ja auch Arbeit besorgen.)

Die Beschwerden und das Leid der Patienten bessern sich oft nicht – und wenn dann meist nur für kurze Zeit. Anderweitige Beschwerden, die zum Teil erst Monate oder Jahre nach einer Wurzelbehandlung oder anderen Zahnbehandlung auftreten, werden dann nicht mehr mit der zahnärztlichen Behandlung in Verbindung gebracht. Für viele Krankheiten stellen sie jedoch eine Therapieblockade dar.

Und wird der Zahn dann doch irgendwann gezogen, droht neues Ungemach: Manche Implantologen setzen zu schnell ein Implantat in den belasteten Knochen. Es ist dann nicht verwunderlich, wenn das Implantat nicht einwächst und dadurch viele Patienten skeptisch oder gar ablehnend gegenüber Implantaten werden.

So kam z. B. ein Patient mit Zahnschmerzen während des Notdienstes zu mir. Ein Zahn hatte ein nicht zu übersehendes Loch. Beiläufig erwähnte er, dass er in zwei Wochen zwei Zähne weiter ein Implantat bekommen sollte. Hier drängte sich der Eindruck auf, dass Zähne bewusst nicht behandelt werden, um später eine lukrative Behandlung durchführen zu können. Meiner Erfahrung nach ist das leider kein Einzelfall.

Gerne nehme ich kurze Berichte entgegen von Patienten, die ähnliches erlebt haben.

Ich wünsche allen, dass Ihnen eine Wurzelbehandlung und deren Folgen erspart bleiben!

Ihr Dirk Heißmeyer

Kommentare

Monika aus Duisburg, 28.11.2016:
Hallo Herr Dr. Heißmeyer,
Ich habe im Oberkiefer einen abgebrochenen Zahn der auch vor Jahren Wurzelbehandelt habe und unbedingt raus muß. Der andere ist noch fest und muß dadaurch die Prothese allein halten. Würde gern Implantate setzen lassen zum besseren Halt. Ich habe gelesen das es es Auch Peek Implantate gibt. Sind diese wirklich Biologisch und ganzheitlich Empfehlenswert. Da der Kieferknochen sehr zurück gegangen ist ist auch nicht mehr viel Knochenangebot vorhanden. Oder sollte man besser Zirkon nehmen. Gibt es dort auch Miniimplantate von?Ich bin ratlos. Ich wäre sehr froh über eine Antwort.
Mit freundlichen Grüßen
Monika
Maria aus Wien, 22.10.2016:
Sisomm kennt keinen Zahnarzt in wien. Kann wer helfen? Danke Lg Maria
Anke Heyne aus Nürnberg, 17.10.2016:
Sehr geehrter Herr Heißmeyer,
mir wurde ein wurzelbehandelter Backenzahn (16) gezogen und ich möchte die Lücke gerne mit einem Implantat schließen lassen. Da eine Titanunverträglichkeit vorliegt und auch nicht sehr viel Knochenmasse (ca. 5mm) im Oberkiefer zur Verfügung steht würde ich mir gerne ein PEEK-Implantat einsetzten lassen. Ist das unter diesen Voraussetzungen möglich und können Sie mir weiterhelfen, wie ich einen Zahnarzt in Nürnberg finde, der bereits Erfahrung mit PEEK-Implantaten hat?
Vielen Dank für Ihr Hilfe
Anke Heyne
Maria aus Wien, 09.10.2016:
Sehr geehrter Herr Heißmeyer, ich hatte am 25.4.2016 eine Wurzelbehandlung beim Zahn 46. Danach weiterhin Beschwerden. 4 Wochen später hat mein Zahn ein Wurzelspitzenabszeß festgestellt, neuerlich gesäubert und gemeint, ich solle bis Herbst warten. Die Beschwerden sind besser geworden, waren jedoch nicht weg. Nun hat mir ein anderer von mir konsultierter Zahnarzt mitgeteilt, daß eine Entzündung unter den Wurzelspitzen nach wie vor besteht, außerdem ist in einem Kanal offensichtlich ein abgebrochenes Instrument stecken geblieben. Er hat zur Extraktion geraten, anschließend Versorgung mit Implantat. Ich bin nun auf Ihre Seite gestoßen. Ich halte ohnehin sehr viel von ganzheitlicher Medizin, alle Ihre Erklärung sind sehr einleuchtend für mich. Ich möchte daher umbedingt auch eine Versorgung mit einem Implantat ohne Titan. Mein Problem: ich weiß nicht, wohin ich mich damit in Wien wenden kann. Können Sie mir einen Arzt in Wien empfehlen, der Ihrer Meinung nach empfehlenwert ist? Ich wäre Ihnen für Ihren Rat sehr dankbar. Vielen Dank. Mfg.Maria
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 05.07.2016:
Liebe Anke,

über den Hersteller Sisomm kann man in der Regel Infos zu Therapeuten bekommen, die mit PEEK
arbeiten.
Unter dem Link:
http://www.de.sisomm.com/kontakt/
können Sie eine Anfrage stellen. Sisomm ist führend in der Verarbeitung von PEEK für die dentale Implantologie.

Herzliche Grüße
Dirk Heißmeyer
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 05.07.2016:
Sehr geehrte Frau Deisenroth,

bei Ihrem Sohn fehlen viele Zähne bzw. sind nicht angelegt. Deshalb ist es sinnvoll, den Zahnbogen nicht weiter zu verkleinern und die mögliche Lücke 36 nicht zu schließen. Es ist auch nicht gesagt, dass es eine dicke Backe gibt, wenn die beiden Zysten zusammen kommen. Ich habe auch schon Fälle gesehen, wo die Zyste viele Jahre unverändert war auf dem Röntgenbild. Langfristig ist es sicher besser, den toten Zahn herauszunehmen. Ein Implantat ist ab ca. 19. Lebensjahr machbar. Wenn der Zahn bis dahin zu halten ist ohne Probleme, kann man dann ein Sofortimplantat aus Kunststoff setzen.Wenn der Zahn eher gezogen werden muss, kann man die Lücke mittels Prothese oder Bionator offen halten bis zum Implantieren. Eine übermäßige Schwächung ergibt sich nicht aus dem Ziehen von einem Zahn. In jedem Fall sollte die endodontische Therapie oder chirurgische Therapie unter ganzheitlichen Gesichtspunkten erfolgen und u.a. auch den entsprechenden Meridian stabilisieren.

Herzliche Grüße
Dirk Heißmeyer
Anke N., 28.06.2016:
Sehr geehrter Dr. Heißmeyer,
wo bzw. wie findet man Implantologen, die PEEK-Implantate einsetzen, und bei denen man sich beraten lassen kann?
Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus
Beste Grüße
Anke N.
Ina Deisenroth, 27.06.2016:
Sehr geehrter Herr Heißmeyer,

mein Sohn ist knapp 14 und war vor 2,5 Jahren wegen Zahnschmerzen am 36er beim Zahnarzt. Es wurde geröntget und der Zahnarzt, selber kein Fan von Wurzelbehandlungen und macht auch selbst keine, sprach sich auf Grund des Alters und weil zu dieser Zeit keine weiteren Backenzähne auf der Seite da waren, für eine Wurzelbehandlung aus.

Wir waren dann bei einem eher ganzheitlich arbeitenden Zahnarzt, bei dem mein Sohn immer noch in Behandlung ist.

Dieser machte seinerzeit eine Neuraltherapie, was auch half, da die Zahnschmerzen anschließend verschwunden waren.

Heute wurde ein Röntgenbild gemacht, auf dem an den Wurzelenden des Zahnes zystenähnliche Veränderungen zu sehen sind, noch einzeln und wenn die zusammenkommen, gäbe es dann eine dicke Backe meinte er. Die Kanäle sind auch sehr breit, so dass er annimmt, dass der Zahn nicht mehr gesund ist bzw tot ist. Wir werden dass aber noch genauer bei einer Kollegin abklären lassen. Der Zahnarzt sprach sich aber wegen des Alters und der Schwächung des Knochen beim Ziehen für eine Wurzelbehandlung aus. Er hat noch gesagt, dass diese Seite bei unserem Sohn die schwache Seite ist. Der 35er ist nicht angelegt ebenso wie der 38er und der 48er und ein Implantat käme in dem Alter noch nicht in Frage.

Der Zahnarzt selbst hatte von 13 bis 55 einen wurzelbehandelten Zahn gehabt und dann als Beschwerden auftraten, wurde er entfernt. Seiner Meinung nach ist ein kranker Zahn, ein wurzelbehandelter Zahn, ein Implantat selbst ein fehlender Zahn ein Störfeld, so dass es die ideale Lösung nicht gibt. Ich selbst bin Wurzelbehandlungen eher skeptisch gegenüber eingestellt. Da mein Sohn aber erst knapp 14 ist und sein Gebiss noch eine Weile brauchen wird, frage ich mich, ob es überhaupt noch Alternativen gibt außer einer Wurzelbehandlung? Ist der Zahn einmal draußen, gibt es kein zurück. Unser Zahnarzt meinte noch, dass es nach dem Ziehen fortsetzende Probleme geben wird, da der Kiefer/Knochen auf der betroffenen Seite nicht stabiler wird. Vielleicht können Sie mir helfen und einen Tip geben, was aus ihrer Sicht sinnvoll ist. Momentan hat er noch keine Beschwerden, so dass wir noch ein wenig Zeit zum Entscheiden haben. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen.

Mit freundlichen Grüssen
Ina Deisenroth
Heidrun Bruggmoser aus München, 02.05.2016:
Sehr geehrter Herr Dr. Heißmeyer,

am 31. Mai werden mir drei Keramikimplantate gesetzt. Der Chirurg hat mir dazu geraden diese Implantate in einem Termin setzen zu lassen. Bedeutet dies eine Belastung für den Körper? Ist der Aufbau mit Kronen bei Keramikimplantaten schwieriger?

Über eine Antwort wäre ich dankbar.

mfg
Heidrun Bruggmoser
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 16.02.2016:
Sehr geehrte Frau Franke,

es kann sicher sein, dass der tote Zahn zu der erheblichen gesundheitlichen Verschlechterung geführt hat. Ein zeitlicher Zusammenhang ist bei Ihnen ja auch gegeben.
Der Heilpraktiker hat sicher eine gute Empfehlung gegeben. Heilpraktiker denken öfter an mögliche Zusammenhänge als Zahnärzte.
Es wäre gut, (weitere) Tests zu machen, um diesen Verdacht zu bestätigen. Ggf. macht auch Ihr Heilpraktiker entsprechende Untersuchungen.
Tote Zähne führen auch oft zu einer gestörten Energieversorgung der Zellen. ATP (= Energiespeicher der Zelle) steht dann nicht mehr ausreichend zur Verfügung. Den ATP-Gehalt kann man auch bestimmen lassen.
Bei einer Entfernung toter Zähne sollte auch immer das infizierte Gewebe direkt um die Zahnwurzel mit entfernt werden. Infusionen und weitere Begleitmaßnahmen wie z.B. PRGF Endoret fördern die bessere Heilung des betroffenen Kieferareals.
Inwieweit darüber hinaus Behandlungen sinnvoll und erforderlich sind, lässt sich nur durch geeignete Untersuchungen festlegen.

Herzliche Grüße
Dirk Heißmeyer
jennifer franke aus magdeburg, 10.02.2016:
Hallo.....ich Danke Ihnen für diesen hilfreichen beitrag.....Anfang Mai 2015 habe ich eine wurzelbehandlung bekommen .....seitdem komme ich nicht mehr auf die beine......erschöpfungszustände.....müdigkeit.....kann manches mal kaum reden.....ich habe alle möglichen Untersuchungen hinter mir.....nun hat mich ein Heilpraktiker auf die Idee mit der wurzelbehandlung gevracht...ich habe mit sofort einen Termin bei einer ganzheitlichen Zahnärztin gemacht.....leider erst in 3 wochen.....ich hoffe so sehr das mein leiden ein ende hat.....würden sie zur Entfernung des Zahnes raten?
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 09.10.2015:
Hallo Johann,

sicher kann sich bestimmte Plastiken auch im Körper ablagern. Die Untersuchungen zu den Polyetheretherketonen (PEEK) haben aber gezeigt, dass dieses Material inert ist. Auslösungserscheinungen wie beim Titan findet man nicht im Körper.

Als Kronen/Brückenmaterial kann man auch PEEK nehmen. Diese kann man auch mittels Schrauben aus PEEK fixieren, so dass man mit nur einem Material auskommen kann.

Alternativ kann man für Kronen auch verschiedene Keramikmaterialien verwenden, die man zementieren oder kleben kann. Ich nehme in der Regel Emax von Ivoclar. Das Material wird in den meisten Fällen gut vertragen und hat bessere ästhetische Eigenschaften als Zirkon-Keramiken.

Grundsätzlich können Implantate lebenslang halten, genau wie Zähne. Wenn das nicht so ist, liegt es meistens an der nicht so optimalen Pflege.

Bei den von mir gesetzten Keramikimplantaten ist nach 10 Jahren so gut wie keine negative Entwicklung zu sehen. Aber natürlich kann man noch nicht über 30-jährige Erfahrung berichten. Es ist aber auch nicht erkennbar, dass Probleme zu erwarten sind.

Viele Grüße
Dirk Heißmeyer
Johann, 09.10.2015:
Lieber Hr. Heißmeyer,

vorab ein dickes Lob dafür, dass Sie sich die Zeit nehmen an dieser Stelle so detailliert auf meine Fragen einzugehen. Ihre Ausführungen helfen mir sehr und wäre ich nicht 900 km von Ihnen entfernt, würde ich mich gerne bei Ihnen in Behandlung begeben.

Wenn Sie schreiben, Sie präferieren mittlerweile PEEK, ist es nicht so, dass sich auch das "Plastik" schadhaft im Körper ablagern kann?

Und wie lange kann so ein Implantat durchschnittlich halten?

Angenommen ich entscheide mich für ein reines PEEK Implantat (also ohne Titan Stift oder ähnlichem), welches Material sollte dann für die Kronen verwendet werden?

Herzlichen Dank für Ihren Mühen und schöne Grüße aus Wien!

Johann
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 09.10.2015:
Lieber Johann,

tote Zähne würde ich nur dann im Körper belassen, wenn absolut keine Krankheit vorliegt. Jeder tote Zahn ist grundsätzlich eine Giftquelle für den Körper. Wenn man alle Kanäle, die ein Zahn hat, aneinanderreiht, kommt man auf eine Länge von ca. 5 Km. Davon behandeln kann man ca. 5 cm. Des Rest bleibt unbehandelt. Jedesmal, wenn man auf einen toten Zahn beißt, werden die Bakterien und Giftstoffe in den umgebenden Knochen katapultartig hineingeschossen, so ähnlich, als wenn sie auf eine gefüllte und geöffnete Plastikflasche treten.
Wenn ein Zahnarzt behauptet, Keramik würde häufiger brechen, hat er sich nicht mit den aktuellen Studien beschäftigt, die keinen nennenswerten Unterschied beschreiben zu Titan. Titan geht in Lösung. Bereits 3 Monate nach den Setzen eines Titanimplantates findet man Titanpartikel in den Lymphknoten und auch in anderen Organen. Das ist mit Sicherheit ein Grund für entzündliche Erkrankungen. Bei rund 20% aller Menschen liegt eine nachweisbare Unverträglichkeit gegenüber Titan vor.
Sportunfälle sind sicher eine zu vernachlässigende Ausnahme. Wenn ich höre, was mir viele Patienten erzählen von dem, was behandelt werden soll oder auch nicht, muss man schon sagen, dass Zahnärzte wohl sehr gute Märchenerzähler zu sein scheinen. Grundsätzlich wird empfohlen, was in erster Linie dem Zahnarzt (finanziell) nutzt. Wenn zuerst eine Wurzelbehandlung gemacht wird und dann eine Krone darauf gesetzt wird, ist es sicherlich die Krone, die dem Zahnarzt nutzt. Wenn oft nach relativ kurzer Zeit der tote Zahn doch gezogen wird, weil die Probleme wieder kommen, wird erneut an Implantat und Krone verdient.
So wie Sie es schildern mit den Problemen nach einer Wurzelbehandlung, höre ich es ganz oft von den Patienten. Bei jedem Patienten, wo ich den toten Zahn herausoperiert habe, war auch ein krankhafter Befund (sehr oft Zyste) durch den Pathologen bestätigt worden bei dem Gewebe, das den Zahn umgegeben hat. Darum ist es auch wichtig, nicht einfach nur den Zahn zu ziehen, sondern das krankhafte Gewebe mit zu entfernen. Dies wird leider nicht immer so eingehalten. Außer Zahnärzten gibt es keine Mediziner, die totes Gewebe im Körper lassen wollen.
Bei den Implantateten bevorzuge ich mittlerweile Kunststoff (PEEK).
Dieser Werkstoff wird in der allgemeinen Implantologie seit 20 Jahren eingesetzt und in der zahnärztlichen Implantologie seit ca. 10 Jahren. PEEK ist absolut inert und auch genauso flexibel wie der Knochen. PEEK und Knochen sind beides Kompositmaterialien und deshalb auch von den mechanischen Eigenschaften absolut ähnlich. Außerdem kosten sie auch deutlich weniger als Titan oder Keramik.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen etwas weiter helfen. Ansonsten dürfen Sie mir gerne auch nochmal schreiben.

Herzliche Grüße
Dirk Heißmeyer
Johann, 09.10.2015:
Sehr geehrter Herr Heißmeyer,

ich bin Mitte dreißig und habe leider schon 2 Zahnlücken und 5 wurzelbehandelte Zähne.

Die beiden Zahnlücken waren erst auch wurzelbehandelte Zähne, die sich wieder entzündeten und dann wieder behandelt wurden, nur um dann am Ende doch noch gezogen zu werden.

Jetzt meldet sich der nächste Zahn. Nachdem ich immer wieder starke Zahnschmerzen habe und es mittlerweile eine starke Belastung für meinen Körper ist, fragte ich meinen Zahnarzt, ob ich die WB-Zähne nicht besser ziehen lasse solle und Zirkon-Implantate setzen. Zudem müssten einige Zähne überkront werden.

Der verschlug die Hände über dem Kopf und sagt, der Zahnerhalt sei das Wichtigste überhaupt. Er würde stattdessen

- den schmerzenden Zahn nochmals WB und überkronen
- vorsorglich 7 weitere Zähne WB und überkronen (anscheinend muss vor einer Überkronung ein Zahn immer WB werden)
- die beiden Zahnlücken mit einem Titan-Implantat füllen, weil Zirkonimplantate zu leicht brechen würden und keine Langzeitstudien verfügbar seien
-überhaupt sei ein Kiefer mit Implantaten anfällig für Sportunfälle und würde leicht brechen

Ich habe daraufhin eine Zweitmeingung eingeholt, die sich weitestgehend mit jener von meinem ZA deckt. Nun weiss ich nicht mehr, was ich tun soll.

Eine objektive Antwort würde mir sehr weiterhelfen.

Herzlichen Dank für Ihre Mühen - Johann
Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 07.10.2015:
Sehr geehrter Herr Brezina!

Die Keramikimplantate der Firma Straumann sind sicher eine gute, giftfreie Alternative zu toten Zähnen. Bis jetzt gibt es nur einteilige Keramikimplantate von Straumann, weil die Firma dieses als sicherer ansieht als zweiteilige Implantate. Man kann die Implantate nicht verändern (beschleifen). Deshalb muss ein gerades Implantat auch passen von der Form. Das ist nicht für jeden fehlenden Zahn immer gegeben. Ich verwende, wo es geht, einteilige Implantate. Darauf verwende ich gerne Kronen aus der schönen Keramik von Ivoclar. Diese Kronen kann man auch mit Harvard Zement einsetzen, der oft sehr gut vertragen wird. Dann kann man ganz auf Kunststoff verzichten.

Die Implantate müssen belastungsfrei einheilen. Dazu sind zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich.

Dazu ist es nicht gut, alle Ihre Zähne auf einmal zu ziehen und zu ersetzen. Man kann testen, welche Zähne am meisten belasten und damit beginnen. Auch sollte man den Knochen auf fettige Degeneration durch die Gifte der toten Zähen testen und ggf. sanieren. Ein Röntgenbild ist sicher notwendig für die Planung aber nicht ausreichend. Weitere Diagnostik ist erforderlich.

Zwischen ziehen des Zahnes mit gleichzeitiger Knochensanierung und setzen des Implantates sollte in der Regel 5-6 Monate gewartet werden, in günstigen Fällen ist auch eine etwas kürzere Wartezeit möglich. Für eine etwas konkretere Planung schicken Sie gerne Röntgenbilder und auch normale Bilder. Danach können wir telefonisch die Behandlung genauer besprechen.

Herzliche Grüße nach Gmünd von einem Osttiroler

Dirk Heißmeyer
PETER Brezina aus Gmünd, 07.10.2015:
Sehr geehrter Herr.

Ich hoffe trotzdem ich aus Österreich komme bei Ihnen Rat zu finden.
Ich habe an die 10 Wurzelbehandelte Stummel die mit "schönen" Zirkonkeramikkronen überdeckt sind.
Leider weiss ich heute das dies eine Klassische Fehlinvestition war. Ich leide an allen nur erdenklichen Beschwerden seit vielen vielen Jahren (Beginn der Wurzelbedhandlungen).
Nun möchte ich Alle Wurzelbehandelten Zähne ziehen und durch einteilige Implantate aus ReinKeramik (ohne Zirkon)
ersetzen. Mir erscheint dies als die im Moment sinnvollste und nachhaltigste Alternative. (Kein Spalt, nur ein Werkstoff,)
Die Firma Straumann aus der Schweiz bietet dies an.

Was halten Sie davon, bzw.Kann ich diesen Eingriff bei Ihnen machen.

Hochachtungsvoll Peter Brezina
Zahnarzt Dirk Heißmeyer aus Emmerthal, 22.04.2015:
Sehr geehrte Frau W.,
Titanimplantate sehen auf dem Röntgenbild und im Mund oft unauffällig aus. Der Zahnersatz auf dem Implantat weist auch nichts Auffälliges auf. Für viele Zahnärzte sind Beschwerden dann nicht nachvollziehbar oder erklärbar.
Doch der Schein ist oft trügerisch. Selbst auf dreidimensionalen Röntgenbildern (DVT) ist keine krankhafte Veränderung erkennbar.
Ich habe schon oft Zähne und auch Implantate entfernt, wo einige Millimeter große Zysten um die Zähne/Implantate vorhanden waren.
Das Titan aus den Implantaten löst sich teilweise auf. Der umgebende Knochen ist dann dunkel gefärbt durch den Titanniederschlag. Die Titanpartikel können sich auch um das Implantat herum im Körper ausbreiten. Sehr oft sieht man eine lokale, chronische Entzündung um das Implantat herum. Und Titan bewirkt bei relativ vielen Patienten systemische Fehlreaktionen im Körper, die auch zur Entzündung eines Schleimbeutels (Bursitis) führen können.
Zur Abklärung ist der LTT (Lymphozytentransformationstest) nur bedingt geeignet. Die speziellen Lymphozyten reagieren nicht auf das Titan und der Test fällt oft falsch negativ aus. Zielführender ist der Titan-Stimulationstest.
Ein einfacher, schneller Test über die Belastung durch Titanimplantate, der wissenschaftlich jedoch nicht anerkannt ist, lässt sich mittels Armmuskeltest durchführen (Kinesiologie):
Genauere Hinweise kann der Stimulationstest auf Titan geben: Untersuchungen u.a. der Makrophagen (Abwehrzellen) ergeben oft zig-fach erhöhte Werte von TNFα (Tumornekrose Faktor alpha) und IL6 (Interleukin 6).
TNFα wird in Zusammenhang gebracht u.a. mit zentralnervösen Effekten und Begünstigung von Rheuma.
IL6 begünstigt u.a. Autoimmunerkrankungen und entzündliche Gelenkerkrankungen. Und es kann auch verschiedene Krebsarten in der Entstehung fördern.
Eine weitere Untersuchungsmöglichkeit besteht auf biofunktioneller Ebene. Manche Patienten merken sofort, wenn ein unverträglicher Fremdkörper wie z.B. eine Zahnkrone in den Mund genommen wird. Das bewirkt ein verändertes, oft unangenehmes Gefühl. Diese Art der Störung basiert auf krankhaften Schwingungsmusters, die sich auf die Körperzellen auswirken. Wenngleich nicht wissenschaftlich anerkannt ist die Bioresonanz nach meiner Erfahrung sehr gut geeignet, diesen Ursachen auf die Spur zu kommen.
Da alle Informationen eines Menschen im Blut gespeichert sind, reicht zum Testen 2 Tropfen Blut, die man auf Kaffeefilterpapier geben kann.
Aus rein mechanischer Sicht können das Implantat und die Krone absolut in Ordnung sein – und dennoch Probleme bereiten. Manchen Zahnärzten fehlen das Verständnis und die Einsicht, dass trotzdem eine teilweise extrem belastende Wirkung von dem Implantat ausgeht. Ein länglicher Titankörper ist eine ideale Antenne. Bei den Strahlen, denen jeder ausgesetzt ist, kann sich das zusätzlich krankheitsfördernd auswirken.
Aus den aufgezählten Punkten kann man insgesamt nicht davon ausgehen, dass Titan ein gut verträgliches Material ist.
Titan sollte, wie alle Metalle, grundsätzlich besser im Körper vermieden werden. Zahlreiche Berichte über oftmals deutliche Verringerung von Symptomen nach Entfernung von Metallen aus dem Körper sprechen eindeutig für deren Meidung.
Wenn man Metalle entfernt, sollte schon im Vorfeld auf ein gestärktes Immunsystem geachtet werden, um eine Verschlimmerung der Symptome unmittelbar nach der Entfernung zu vermeiden.
Ihr Dirk Heißmeyer
Karin W., 22.04.2015:
Sehr geehrter Herr Heißmeyer,
vor knapp 3 Jahren wurden bei mir im Oberkiefer 2 Titaninplantate gesetzt. Seit einem Jahr habe ich ständig irgendwelche Entzündungen. Entweder eine beidseitige Bursitis am Oberschenkel oder wie aktuell seit Dezember 2014 im rechten Handgelenk. Die Entzündung will einfach nicht abklingen.
Kann hier ein Zusammenhang bestehen?
Zahnarzt Dirk Heißmeyer, 20.04.2015:
Sehr geehrter Herr Michael,

die Planung ist nicht komplett, da der fehlende Zahn 46 nicht mit einbezogen ist in die Therapie. Meiner Erfahrung nach stören mindestens 80 % der wurzelbehandelten Zähne den Organismus. Wenn die Zähne 26 und 27 erhalten bleiben sollen, ist zumindest ein Test der Belastung durch diese Zähne sinnvoll. Eine schnelle Übersicht kann man mit dem kinesiologischen Muskeltest erzielen. Entsprechend dem Ergebnis kann man weitergehend testen (Blut, Speichel, biofunktionell). Wenn wurzelbehandelte Zähne nicht gezogen werden, ist das nur als Übergangslösung zu sehen. Jeder von mir gezogene, wurzelbehandelte Zahn, den ich pathologisch untersuchen ließ, wies eine krankhafte, belastende Veränderung um die Wurzelspitze herum auf.

Ihr Dirk Heißmeyer
Michael, 16.04.2015:
Hallo Herr Heißmyer,
ich habe heute einen Wb. Zahn gezogen bekommen. ( den 46er). Ich soll den 24,26 und 27 überkront und den 25er eine Brücke bekommen. Der 26 und 27er sind beide Wurzelbwhandelt. Meine Frage ist es aus Ihrer Sicht ratsam das so gurch zu führer. Ich verbleib mit Gruß und Dank. Michael
Udo aus Gütersloh, 09.07.2014:
Sehr geehrter Dr. Neubauer,
ich befinde mich aktuell in einer Situation mit gesundheitlichen Beschwerden die allerdings seit ca. 2 Jahren presänt sind. Genau genommen sogar schon über 2 Jahre, allerdings habe ich sie da noch nicht so bewusst wahr genommen. Aber seit 2 Jahren habe ich rauschen im linken Ohr und seit ca. 1 Jahr ein Gefühl von warm werdendes Ohr und leichte Taubheitsgefühle an der gleichen Gesichtshälfte. An bestimmten Tagen (kann aber kein genaues Muster erkennen) habe ich an der gleichen Seite am Hals das Gefühl einer Mandelentzündung. Ich war mittlerweile mehrmals bei Physiotherapeuten, beim Hausarzt und beim HNO die aber alle nicht besonderes feststellen konnten. Der HNO hat mir alles als Normal bescheinigt. Ehrlich gesagt lebe ich mittlerweile damit bis ich auf ihre Seite gestoßen bin. Jetzt frage ich mich da vor ca. 15 Jahren eine Wurzelbehandlung bei mir auf der Problemseite am Backenzahn durchgeführt wurde ob ich die dafür in ernster Erwägung ziehen sollte. Macht das nach einem so langen Zeitraum Sinn? Ich überlege ob ich den Zahn ziehen lasse da ich wirklich keine anderen Ideen mehr habe und auch schon genug Geld für andere Methoden ausgegeben habe. Ich würde mich sehr freuen über ein Informatives Feedback.

Mit freundlichen Grüßen,
Udo
Dr. med. dent. Alexander Neubauer, 02.06.2014:
Keramikimplantate stellen in der Tat heute die absolut beste Alternative zu toxinbelasteten Zähnen dar!
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