Zahnschema - Bezüge zwischen Zähnen und Organen

Wechselbeziehungen zwischen Zahn-Mund-Kiefer-Gebiet und dem Organismus

Hier finden Sie Bezüge der Zähne (inkl. Zahnfleisch und Knochen) zu Organen und Strukturen, die bei der Erklärung von Krankheiten und bei deren ursächlichen Behandlung helfen können. Diese erstmals von den Ärzten Voll und Kramer entdeckten Zusammenhänge ergeben sich aus der Zuordnung der Zähne zu den fünf Funktionskreisen der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM).

Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp, MA, MBA
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"Ganzheitliche Zahnmedizin heißt für mich, den Menschen als Ganzes zu sehen. Denn hinter jedem Zahn steht ein ganzer Mensch."

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Wechselbeziehungen zwischen Zahn-Mund-Kiefer-Gebiet und dem Organismus

Rechte Gebisshälfte

Rechte Gebisshälfte oben

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Rechte Gebisshälfte unten

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Linke Gebisshälfte

Linke Gebisshälfte oben

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Linke Gebisshälfte unten

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Die Bezeichnung der Zähne – So lesen Sie die Zahnformel

Wenn Zahnärzte von bestimmten Zähnen sprechen, benutzen sie meist die sog. Zahnformel. Diese zweistellige Zahl sagt dem Zahnarzt genau, um welchen Zahn es sich handelt.

Dabei gibt die erste Ziffer den Quadranten an, in dem sich der Zahn befindet. Der erste Quadrant liegt vom Patienten aus gesehen oben rechts, der zweite oben links, der dritte unten links, und der vierte unten rechts. Wenn Sie einen Menschen von vorn betrachten, laufen die Ziffern beginnend an dessen rechtem Oberkiefer im Uhrzeigersinn im Kreis.

Nummerierung der Quadranten bei der Zahnformel

Erste ZifferQuadrant
1rechter Oberkiefer
2linker Oberkiefer
3linker Unterkiefer
4rechter Unterkiefer

Die zweite Ziffer bezeichnet die genaue Position bzw. den genauen Zahn, um den es sich handelt. Dabei gilt folgende Zuordnung:

Nummerierung der einzelnen Zähne

Zweite ZifferZahn
1mittlerer Schneidezahn
2seitlicher Schneidezahn
3Eckzahn
4erster Backenzahn (Prämolar)
5zweiter Backenzahn (Prämolar)
6erster Mahlzahn (Molar)
7zweiter Mahlzahn (Molar)
8Weisheitszahn

Wenn der Zahnarzt z.B. von dem „8er“ spricht, meint er also den Weisheitszahn.
Und in der Kombination mit der Ziffer für den Quadranten bezeichnet z.B. 18 den Weisheitszahn des rechten Oberkiefers.

Wie entstand das Zahnschema?

Das heute bekannte Zahnschema geht auf die Arbeiten der beiden Ärzte Voll und Dr. Kramer zurück. Der deutsche Arzt Reinhold Voll (1909–1989) wurde in der Ganzheitsmedizin vor allem durch seine Arbeiten zur Elektroakupunktur bekannt, die schließlich zur Entwicklung der noch heute verbreiteten Elektroakupunktur nach Voll (EAV) führten. Aus dieser Arbeit waren dem Allgemeinarzt Dr. Voll die Verläufe und Organbezüge der in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) beschriebenen Meridiane (sog. „Energieleitbahnen“) bestens vertraut. Schließlich gelang es ihm und seinem zahnärztlichen Kollegen Dr. Fritz Kramer (1920–2001), die Bezüge zwischen Zähnen und Meridianen weiter aufzuklären. Darin spielen auch die aus der TCM bekannten Funktionskreise und Elemente eine wichtige Rolle. Basierend auf diesen Ergebnissen konnte der HNO-Arzt Dr. Jochen Gleditsch später weitere Zusammenhänge ausmachen und die Mundakupunktur entwickeln.

Bezüge zwischen Elementen, Meridianen, Funktionskreisen, Organen und Zähnen

Bezüge zwischen Elementen, Funktionskreisen und Zähnen

ElementFunktionskreisYin-OrganeYan-OrganZähne
WasserNiere-BlaseNiereBlaseSchneidezähne
HolzLeber-GalleLeberGallenblaseEckzähne
MetallLunge-DickdarmLungeDickdarmBackenzähne im Oberkiefer (!), Mahlzähne im Unterkiefer (!)
ErdeMagen-Milz/PankreasMilz/PankreasMagenBackenzähne im Unterkiefer (!), Mahlzähne im Oberkiefer (!)
FeuerHerz-DünndarmHerzDünndarmWeisheitszähne

Über die Elemente und die Funktionskreise bzw. Meridiane können den Zähnen zugleich Organe zugeordnet werden. Bemerkenswert ist, dass Backen- und Mahlzähne im Ober- und Unterkiefer gewissermaßen ihre Bezüge tauschen. Während im Oberkiefer die Backenzähne dem Element Metall und damit dem Lungenmeridian und dem Dickdarmmeridian zugeordnet werden, gehören sie im Unterkiefer dem Element Erde und damit dem Funktionskreis Magen-Milz/Pankreas an. Die entsprechenden Bereiche sind im Zahnschema zu Beginn dieses Beitrags gelb unterlegt.

Darüber hinaus lassen sich Bezüge zu Sinnesorganen und Gelenken feststellen, wie sie in der obigen Abbildung ebenfalls dargestellt sind.

Zähne beeinflussen Organe und umgekehrt

Über die Meridianverbindungen können Zähne Organe beeinflussen und umgekehrt Organe auf Zähne wirken. Wenn Belastungen innerhalb eines Funktionskreises bestehen, versucht der Organismus diese aus Sicht der TCM zunächst innerhalb dieses Funktionskreises auszugleichen. Auf diese Weise kann ein Zahnstörfeld Beschwerden in anderen Bereichen des Meridians hervorrufen. Ein Beispiel hierfür wären wiederkehrende Blasenentzündungen, die auf ein Zahnstörfeld im Bereich der Schneidezähne zurückgehen.
Als mögliche Störfelder können z.B. tote Zähne, eiternde oder wurzelbehandelte Zähne, Narben von gezogenen Zähnen, mit unverträglichen Fremdmaterialien aufgefüllte oder überkronte Zähne, Implantate sowie Zahnfleischentzündung bzw. Parodontitis wirken. All diese Dinge können den Meridian, auf dem sie liegen, so belasten, dass die mit diesem Meridian verbundenen Organe ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden.

Umgekehrt kann ein geschwächtes oder krankes Organ auf Zähne wirken, die über den Meridian mit ihm in Beziehung stehen. Der Grundgedanke ist aus Sicht der TCM der gleiche. Der Organismus versucht zunächst innerhalb des Meridians die Störung auszugleichen. Dadurch kann der betreffende Zahnbereich in Mitleidenschaft gezogen werden.

Meridiane gelten als Energieleitbahnen. Entzündete Zähne, Narben usw. können den Energiefluss innerhalb des Meridians blockieren und so alle Organe und Zähne entlang dieses Meridians beeinträchtigen.

In unserer Zahnarztpraxis beobachten wir immer wieder, dass die Mahlzähne besonders stark von Karies und Parodontitis betroffen sind. Diese stehen in Bezug zu Dickdarm und Pankreas (Bauchspeicheldrüse). Möglicherweise ist hier ein Bezug zu der weiten Verbreitung von Darmstörungen und Diabetes zu sehen, die aus ganzheitsmedizinischer Sicht sicher auch durch schlechte Ernährungsgewohnheiten mitbedingt sind.

Weitere Bezüge zwischen Zahn, Mund, Kiefer und dem restlichen Körper

Unabhängig von den Meridianen und damit jenseits des Zahnschemas können sich Störungen im Zahn-Mund-Kieferbereich vielfältig auf unseren gesamten Körper auswirken. Hier einige Beispiele:

  • Patienten mit Parodontitis haben ein erhöhtes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Frühgeburten und Diabetes.
  • Tote und wurzelbehandelte Zähne belasten den Organismus permanent mit Entzündungsfaktoren und Giftstoffen (u.a. beim Eiweißzerfall entstehende Leichengifte).
  • Unverträgliche oder gar giftige Zahnersatzmaterialien können u.a. zu Allergien, Autoimmunerkrankungen und Nervenstörungen führen.
  • Bissstörungen (Craniomandibuläre Dysfunktion) können über Muskeln, Knochen und Gelenke zu verschiedensten Beschwerden im Bereich des Bewegungsapparates, aber auch Kopfschmerzen, Ohrgeräusche (Tinnitus) usw. führen.

Es lohnt sich also, gut auf Zähne, Zahnfleisch und Biss zu achten!

Kommentare

Dr. med. univ. (Budapest) Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 05.12.2016:
Liebe Frau Kollegin,
zuerst möchte ich Sie beruhigen. Jeder Zahn lässt sich ohne Schmerzen entfernen. Manchmal muss die Lokalanästhesie dazu mehrfach appliziert werden, jedoch ist das in der Regel möglich.
Im Vorfeld würde ich Schmerzmittel oral einnehmen. So ist die gesamte Behandlung viel angenehmer. Für die Zeit danach können Sie ganz klassisch mit homöopathischen Einzel-Präparaten oder Traumeel, Vitamin D, Vitamin C, Vitamin E, Lachsöl, Bromelain und Calendula-Spülungen behandeln. Ergänzend können Sie akupunktieren, Di 1 und 4 sowie die passenden Ohrakupunkturpunkte; dazu Mundakupunktur. Sollten Sie die Möglichkeit haben, sich eine 3-4 wöchige Vorlaufzeit einzuräumen, würde ich hochdosiert Vitamin D und C sowie Magnesium und Zink einnehmen. Das Pünktchen auf dem „i“ wäre, wenn Sie einen Kollegen finden könnten, der die Extraktionswunde mit der PRF-Technik versorgen würde. Wir sind zwar international sehr gut vernetzt, im Moment fällt mir aber leider kein Kollege in Wien ein, den ich Ihnen empfehlen könnte.
Ich wünsche Ihnen alles Gute und verbleibe mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart
Edith Nadj-Papp
Barbara aus Wien, 02.12.2016:
Guten Abend li be Frau Doktor!
Mit großem Interesse habe ich Ihren Artikel gelesen, einerseits da ich selbst TCM-Ärztin bin, andererseits, weil mich gerade selbst mein letzter noch verbliebener Weidheitszahn 38 quält. Dieser dürfte Karies entwickelt haben und schmerzt seit einiger Zeit immer wieder einmal, seit heute Nachmittsg jedoch permanent, sodass ich mir fast sicher bin, dass er heraus gehört. Noch dazu wo ich lese, dass er dem Herzrn zugeordnet ist und ich diesbezüglich zuletzt auch vermehrt tachykard bin und Extrasystolen bemerke... nun bin ich jedoch ziemlich traumatisiert, denn bei Mir Ziehen des rechten Weisheitszahnes vor vielen Jahren, dauerte es ca 90min unter starken Schmerzen, bis dieser sich löste. Haben Sie einengen Rat, was ich jetzt tun könnte oder kennen Sie in Wien einen guten Kollegen? Raus muss der Zahn vermutlich allemal, aber vielleicht lässt sich das Rundherum diesmal besser hinbekommen! Und vielleicht beruhigt sich mein Herz danach auch wieder. Laut eines wirklich versierten TCM-Kollegen habe ich derzeit sowieso ein wenig eine Herzschwäche und einen Blutmangel.
Mit herzlichen Grüßen
Barbara
Online-Redaktion, 24.11.2016:
Liebe Frau Fehrenbacher,

als Nachtrag zum Kommentar von Frau Dr. Ndaj-Papp: Ganzheitlich orientierte Zahnärzte finden Sie in unserem Portal unter http://www.naturheilmagazin.de/zahnaerzte.html

Viel Erfolg wünscht Ihnen
Ihre Online-Redaktion
Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp aus Zahnärztin aus Ditzingen, 24.11.2016:
Sehr geehrte Frau Fehrenbacher,
eine Verfärbung der Zähne kann mehrere Ursachen haben:
- Farbstoffe von außen, die in den Zahn aufgenommen werden
- Medikamente, die von innen den Zahn verfärben
- Verletzungen, die durch leichte Einblutung Verfärbungen verursachen können etc.
Nur Anhand der o.g. Beschreibung ist es jedoch nicht möglich, festzustellen, was in Ihrem Fall die Ursache ist. Dazu ist eine körperliche Untersuchung wichtig.
Die Therapie ist abhängig von der Ursache.
- Wenn die Farbstoffe von außen kommen, kann eine Zahnreinigung ausreichen.
- Bei stärkeren und tieferen Farbveränderungen ist eine medizinische Zahnaufhellung möglich.
- Bei Nebenwirkungen von Medikamenten kann eine Intensivaufhellung notwendig sein.
Die Schneidezähne liegen auf dem Nieren-/Blasenmeridian. Ob dort eine Störung vorliegt, kann leider anhand so eines Schriftwechsels nicht bestimmt werden.
Suchen Sie bitte eine erfahrene Kollegin / einen erfahrenen Kollegen in Ihrer Region auf, damit eine individuelle Untersuchung und Beratung stattfinden kann.
Mit Besten Grüßen
Edith Nadj-Papp
Nicole Fehrenbacher aus Hardt, 20.11.2016:
Seit ca 2 Monaten verfärben sich meine beiden 1 er am Oberkiefer. Laut meinem Zahnarzt eine interne Verfärbung. Die Zähne wirken im unteren Bereich schattig und etwas durchsichtig und werden nach oben hin leicht bräunlich. Ich hatte immer sehr weisse Zähne. Deshalb wundert es mich sehr dass plötzlich diese Veränderung eintritt. Laut Zahnarzt kann man nichts machen. Er meint das seien Alterserscheinungen ...ich bin 45!? In Bezug zu Molar 1 stehen ja die Nieren und das Urogenitalsystem. Kann sich eine dortige Störung auch als inerne Verfärbung zeigen? Der Zahnschmelz ist laut Arzt gesund. Vielen Dank für diese tolle Seite.
Herzliche Grüße N. Fehrenbacher
Online-Redaktion, 26.10.2016:
Liebe Frau Killer,
Ihre kritische Sicht auf die Fluoride zum Schutz vor Karies können wir durchaus nachvollziehen. Eine "Empfehlung von Fluoriden", von der Sie sprechen, kann ich im www.naturheilmagazin.de auch nicht entdecken. Im Beitrag zum Zahnschema selbst werden Fluoride nicht einmal erwähnt. Vielleicht rührt das Missverständnis von den Hinwiesen auf Beträgen rechts neben diesem Artikel her. Dort finden Sie - jeweils mit Bild und Titel - Hinweise auf zwei Beiträge von Dr. Graf zum Thema Fluoride. In diesen setzt sich Dr. Graf aber durchaus kritisch mit Fluoriden auseinander.
Ihre Online-Redaktion
Helga Killer aus 2340 Mödling, 19.10.2016:
Hier wird für >Ganzheitliche Zahnmedizin< geworben und gleichzeit Fluorid empfohlen. Das ist doch paradox. Es sollte sich bereits herumgesprochen haben, welchen Schaden dieses Toxin im menschlichen Körper anrichtet. Besonders in der Zirbeldrüse. Aber wie wir wissen, wird das von der Pharmaindustrie bewußt gesteuert. Es ist eine Schande, daß entweder die Zahnärzte das noch immer nicht wissen oder bewußt, aus welchem Grund auch immer, mitmachen.
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 25.08.2016:
Sehr geehrte Thekla,

Zahnfleischentzündungen in der Schwangerschaft und auch in der Stillzeit sind durch die Hormonumstellung ganz normal. Wichtig ist, dies ernst zu nehmen und professionelle Hilfe zu bekommen. D.h. mit der Mundpflege/Zahnseide sich zurückzuhalten ist nicht zu empfehlen; im Gegenteil, gerade jetzt braucht Ihr Zahnfleisch viel mehr Pflege als wenn es gesund ist. Lassen Sie sich eine professionelle Zahnreinigung in einer spezialisierten Praxis für Zahnfleischerkrankungen durchführen und halten Sie die individuellen Empfehlungen des Fachpersonals ganz penibel ein.

Wurzelkanalbehandlungen haben den Nachteil, dass das Behandlungsergebnis nicht immer perfekt ist. Die anatomischen Gegebenheiten, die Struktur der Nervkanäle und der Zugang erlauben uns nicht das infizierte Gewebe restlos zu entfernen und die Wurzelkanäle absolut dicht zu füllen und zu verschließen. Das kann zu Reinfektionen und zu Aktivierung der Abwehrmechanismen des Körpers führen. Je nach dem wie stark oder schwach das Immunsystem gerade ist, wird deses Problem unterschiedlich vom Körper bewältigt. Ob Ihre Beschwerden von den beiden Zähnen ausgelöst/unterstützt werden oder eventuell auch andere Ursachen haben, ist ohne einer gründlichen interdisziplinärer Untersuchung nicht festzustellen. Ich würde Ihnen raten einen Spezialisten für ganzheitliche Zahnmedizin aufzusuchen um den Sachverhalt zu klären.

Müdigkeit ist mit zwei kleinen Kindern eher auf der Tagesordnung ;-) Dennoch, Entzündungen beanspruchen den Körper und führen zu Erschöpfung. Bei Akuterkrankungen ist dieser Zusammenhang leichter zu erkennen, bei chronischen ist die Diagnostik schwieriger. Auch hier kann ich Ihnen nur zu einem persönlichen Termin in einer spezialisieren Praxis für Ganzheitsmedizin raten.

Ich hoffe Ihnen ein Wenig weitergeholfen zu haben, auch wenn Foren den direkten Weg zum Spezialisten nicht ersetzen können.

Mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart

Dr. med. univ. (Budapest) Edith Nadj-Papp
Thekla, 19.08.2016:
Guten Abend Frau Dr. Nadj-Papp,

ich bin durch Zufall auf diese Seite gestoßen und denke, dass ich hier vielleicht einen interessanten Lösungsansatz für mein Problem bekommen könnte. :-) Seit der Geburt meines 2 Kindes wurden 2 Zähne von einer Spezialistin der Endodontie wurzelkanalbehandelt. Der 45 und der 27. Beide Zähne machen große Probleme mit entzündetem Zahnfleisch. Ich traue mich gar nicht mehr ZahnSeide zu nutzen. Eigentlich würde ich sagen, dass ich mich sonst nicht krank fühle. Aber beide Zähne stehen für Kiefer, Kieferhöhle und Magen. Ich bin häufig müde, was ich aber immer auf die kurzen Nächte schiebe. In beiden Schwangerschaften hatte ich starkes Sodbrennen, was jetzt jedoch weg ist. Am liebsten würde ich beide Zähne einfach ziehen lassen.... Nach der ersten Behandlung des 45 durch meinen damaligen Zahnarzt bekam ich 3 starke Mandelentzündungen. Die letzte mit Abszessbildung. Von Zeit zu Zeit habe ich penetrante Kopfschmerzen. Bitte entschuldigen Sie den langen Text. Ich bin gespannt auf Ihre Antwort und danke Ihnen schon jetzt für Ihre Mühe. Beste Grüße
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 10.08.2016:
Liebe Frau Bella,

dass die Magen-Darm-Probleme einen zeitlichen Zusammenhang mit der operativen Entfernung des Weisheitszahnes haben, könnte verschiedene Ursachen haben.

Ich gehe davon aus, dass Sie eine antibiotische Begleittherapie ohne einem Darmschutz bzw. einem anschließendem Darmaufbau bekommen haben. Sollte das der Fall sein, würde ich hier beginnen.

Zweitens stellt sich die Frage, warum der Zahn entfernt werden musste, bzw. warum die Wurzel belassen wurde. Generell gilt, möglichst den Zahn komplett zu entfernen und das umliegende Gewebe gründlich zu säubern, um hier keine Wundheitlungsstörungen zu bekommen. Diesen Punkt würde ich an Ihrer Stelle auch klären.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. med. univ. (Baudapest) Edith Nadj-Papp
Bella, 09.08.2016:
Im letzten Jahr wurde mir der rechte obere Weisheitszahn gezogen, die Wurzel wurde drin gelassen. Ein paar Tage später bekam ich Magen-Darm Probleme die bis heute anhalten, könnte es da einen Zusammenhang geben?
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 08.07.2016:
Liebe Frau Makowiak,

Zähne sterben in der Regel nicht plötzlich ab. Es kann ein längerer Prozess sein. Die Ursachen können Infektionen (z.B. als Folge einer tiefen Karies), Überbelastungen (z.B. durch Kiefer- und Zahnfehlstellungen) oder auch Unfälle und Verletzungen sein.

Mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart
Edith Nadj-Papp
Eva Makowiak aus zw, 05.07.2016:
Hallo, eine sehr interessante Seite. Diese Info hält mich nun von einer Wurzelbehanlung ab.
Aber eine Frage: was ist die Ursache dass Zähne plötzlich absterben ?
vg
eva m.
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 11.04.2016:
Guten Tag, lieber Frau Ilona!
Chronische Entzündungen belasten allgemein die Gesundheit. Wenn Sie so viele kaputte Zähne hatten, wird sich Ihr Körper über diese Erleichterung sehr freuen. D.h. es könnte sich positiv auch auf die Hüfte, Schulter usw. auswirken.
Sie schreiben, dass Ihnen aufgefallen ist, dass nach der Chemotherapie das Zahnfleisch zurück ging und die Zähne angefangen haben zu wackeln. Das deutet auf eine Parodontitis hin. Sie entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen der Bakterienzahl, Bakterienart in der Mundhöhle und den Abwehrkräften des Körpers. Gleichzeitig spielen aber auch andere Faktoren eine Rolle, wie z.B. Vitamin D3 und Cholesterin. Ich würde Ihnen unbedingt eine Bestimmung des Vit-D3-Spiegels und des LDL-Cholesterins empfehlen. Aus zahnärztlicher Sicht sollte der Vit-D3-Spiegel bei mindestens 70 ng/ml, der LDL-Wert mg/dl unter 140 liegen.
Mit herzlichen Grüßen aus Stuttgart
Edith Nadj-Papp
ilona khoutir aus berlin, 08.04.2016:
Guten tag mir wurden gestern 12 zähne auf einmal gezogen. ober-u unterkiefer. durch eine chemo vor einigen Jahren ging das zahnfleisch immer mehr zurück die zähne wackelten alle sehr. zudem habe ich seit jahren enorme laufbeschwerden ausgend von den sitzknochen. links eine künstliche hüfte war einfach gebrochen ohne trauma. ebenso schlüsselbein links. könnte es sein das die laufbeschwerden von den vielen lockeren zähnen kamen? und sich jetzt alles normalisiert weil ja alle zähne raus sind. vorher eine brücke u kronen. 4 überkronte backenzähne habe ich noch die sind ok. kann ich mit einer verbesserung vll rechnen? danke für ihr zeit zum lesen u evtl info. mfg ilona
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 25.02.2016:
Liebe Frau Schöter,
der Zahn 22 steht in direktem Zusammengang mit den Fortpflanzungsorganen und somit kann das natürlich in Ihrem Fall eine Bedeutung haben. Die Entbindung/Schwangerschaft ist jedoch nicht die Ursache für diese Situation. Der momentane Stress schwächt Ihr Immunsystem. Das kann dann dazu führen, dass bereits vorhandene chronische Erkrankungen aufflammen. Wenn ein Zahn eitert, bedeutet das, dass der Nerv abgestorben ist. Die Prognose des Zahnes hängt von mehreren Faktoren ab. Ein wesentlicher Punkt ist, inwieweit der Zahn stabil im Knochen verankert ist. So wie ich das verstanden habe, ist bei diesem Zahn nicht mehr viel Knochengewebe vorhanden. In diesem Fall wäre eine Entfernung des Zahnes wahrscheinlich die beste Alternative. Ein Zahn kann immer entfernt werden, unabhängig davon wie viel Knochensubstanz um ihn vorhanden ist. Sollte Ihr Zahnarzt/Zahnärztin der Meinung sein, dass es sich lohnen würde, eine Wurzelkanalbehandlung durchzuführen, könnte das auch gemacht werden. Für alle Fälle MUSS etwas passieren. Eine Entzündung schwächt Ihr Immunsystem und kann zu weiteren Komplikationen auch in anderen Körperregionen führen. Bitte suchen Sie eine Praxis Ihres Vertrauens auf und lassen Sie den Zahn dringend behandeln oder entfernen.
Herzlichst, Ihre Edith Nadj-Papp
Sarah Schröter aus Rothenburg, 23.02.2016:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe seit 8 Wochen starke Probleme mit dem 2. Zahn oben links. Nach dem Schema ist das der 22er. Der Zahn ist aufgebohrt und es fließt ununterbrochen Eiter ab. Der Zahn kann nicht gezogen werden da nur noch sehr wenig Knochen durch die starke Entzündung da ist.Oder aber es ist eine Zyste und der Knochen wurde verdrängt.Ich bin ratlos. Der Zahn ist abgestorben und dennoch muckert er ununterbrochen weiter. Haben sie einen Tip für mich?
Meine Lebenssituation ist momentan etwas stressig. Ich habe vor 4 Moaten mein 4 Kind bekommen, also auch ein ordentliches Pensum zu bewältigen. Kann es mit meinem Flüssigkeitshaushalt durch das Stillen zusammenhängen?
Fast unbemerkt bildete sich aber schon vorher (wahrscheinlich schon vor einem Jahr)oben Stück für Stück eine dicke Beule neben dem linken Nasenflügel. Ich hoffe sehr auf einen hilfreichen Tip.
Herzliche Grüße, Sarah.
Dr. Edith Nadj-Papp aus Ditzingen, 14.01.2016:
Sehr geehrte Frau Ivana,
es kann eine Erstreaktion nach einer Präparation geben. Die Ursache dafür kann z.B. eine tiefe Karies sein. In den meisten Fällen beruhigt sich der Zahn. Sollte das nicht der Fall sein, kann eine dauerhafte Nervreizung, Nerventzündung entstehen oder der Nerv absterben. In diesen Fällen wäre eine Wurzelkanalbehandlung die einzige Möglichkeit, den Zahn zu erhalten. Diese Vorgehensweise wird in der ganzheitlichen Zahnmedizin jedoch sehr kontrovers diskutiert, da die anatomischen Gegebenheiten es nicht immer erlauben, eine technisch vollkommene Wurzelfüllung zu legen. Die Schmerzen können aber auch muskulär ausgelöst werden - durch Verspannungen und Stress. Oder durch eine Zahnfleischentzündung.
Nun zu den Allgemeinbeschwerden: Allgemeinsymptome sind in der Regel sehr schwer zuzuordnen, da sie unterschiedliche Ursachen haben können, die unter Umständen nur per Zufall sich zeitlich mit einer vorangegangener Zahnbehandlung decken. Ich würde etwas abwarten, bevor ich voreilig Schlüsse ziehe. Verträglichkeit der Kunststofffüllungen: Diese lassen sich mit einer Blutuntersuchung nachweisen. Ob Sie bereits eine Füllung im Mund gehabt haben oder nicht, spielt leider nur bedingt eine Rolle. Unverträglichkeiten können immer auftreten. Zusammenfassend mein Rat: Die Zahnüberempfindlichkeit würde ich 6-8 Wochen lang beobachten und erst danach entscheiden, ob eine Weiterbehandlung notwendig ist. Allgemeinsymptome: Vielleicht geht es Ihnen jetzt schon besser. Wenn nicht, 2-4 Wochen warten und dann einen Bluttest machen.
Mit herzlichen Grüßen
Edith Nadj-Papp
Ivana, 08.01.2016:
Sehr geehrte Damen und Herren,
ich habe am Dienstag den 29.12.15 eine Kunststoffzahnfüllung in Zahn 5+ rechte Oberkieferhälfte bekommen (mittelgroßes Karies). Ich hatte vorher keine Probleme mit dem Zahn, nach der Füllung hatte ich dann Schmerzen konfus im Kiefer in der Gegend des behandelten Zahns, der Zahn reagiert empfindlich auf Kälte, Wärme scheint zu helfen (lauwarme Tees). Montags, den 04.01.16 bin ich dann zum Zahnarzt zurück um die Füllung überprüfen zu lassen und eine Wurzelentzündung auszuschließen, dieser meinte der Zahn wäre etwas gereizt durch die Behandlung und wollte eine Woche bis zwei noch zu warten und schloss eine Wurzelentzündung durch Röntgen aus. Seit Sonntag den 03.01.2016 leide ich unter Müdigkeit, Schwindel und Übelkeit am Morgen, gegen abends geht es mir besser. Die Zahnschmerzen sind mal besser mal schlechter im großen und ganzen aber besser geworden. Meine Frage nun, der 5+ Zahn steht ja jetzt nicht in Verbindung mit dem Magen, kann dieser aber den Nachbarzahn so sehr reizen, dass dieser Probleme mit dem Magen verursacht? Oder reagiere ich auf das Kunststoff in der Füllung (ist der zweite Zahn mit Kunststofffüllung, der erste gleiche Zahn linker Oberliefer hat nie Probleme gemacht)? Ich dachte ich hätte eine Grippe, die Körperlichen Symptome ändern sich allerdings nicht (werden im Laufe des Tages besser und morgens geht alles wieder von vorne los). Gestern am 7.01.16 habe ich dann meine Hausärztin besucht, diese schließt den Zahn komplett aus und geht von einer Schwangerschaft aus, Urin und Bluttest waren negativ, der Zeitpunkt um eine Schwangerschaft fest zu stellen wäre jetzt wohl noch zu früh. Ich sollte meine Periode am 20.01 bekommen. Jetzt weiß ich nicht mehr weiter. Und befürchte, dass die Zahngeschichte sowohl von Zahnarzt als auch Hausärztin auf die leichte Schulter genommen wird. Die Schmerzen am Zahn sind nicht unerträglich, aber ok sind sie auch nicht. Des Öfteren habe ich das Gefühl von Zahnfleischjucken zwischen dem 5+ Zahn und 6+ Zahn. Das Zahnfleisch ist normal gefärbt und keine Schwellung zu sehen.

Entschuldigen Sie den langen Text, ich hoffe Sie können sich vielleicht vorstellen was vorgeht.
Besten Dank und mit freundlichen Grüßen

Ivana
Roland Lackner aus München, 16.07.2014:
Hallo Dieter !

Die körperlichen Beschwerden können sie ja auf dieser Seite oben beim Zahnschema nachlesen.
Ergänzend kann ich aus meiner Praxiserfahrung fogendes sagen:
Bitte hinterfragen Sie einmal, ob Sie bewusst oder unterbewusst Wut mit sich herumtragen, die höchstwahrscheinlich daher kommt, dass Sie momentan ein Leben leben, das nicht von Ihnen frei gewählt wurde. Der 15er ist oft ein Hinweis auf systemische Störungen in Form von Lebensführungen, die durch die Herkunftsfamilie und nicht frei bestimmt wurden. Oft sind die Großeltern der Dreh- und Angelpunkt im Geschehen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen etwas weiter helfen.
Roland Lackner
dieter, 15.07.2014:
mein 1.5er ist vereitert und wird jetzt behandelt.Welche Krankheiten könnten da im Vorfeld ausgelöst worden sein.
Ich habe z.B.schon seit längerem Beschwerden in der rechten Schulter und jetzt auch im Ellbogen
anne-kathrin armbruster, 14.05.2014:
Guten Tag, gestern habe ich zum ersten mal beim Dorntherapeuten ein Schema gesehen, was einen Zusammenhang zwischen Zähnen und Organen und Krankheiten aufzeigt. Ich habe Probleme mit dem 5. links oben, und das Schema trifft voll zu.Seit ein Paar Wochen Husten Magenprobleme.
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