Amalgamvergiftung – Risiken, Diagnose & Therapie

Amalgamvergiftung – Risiken, Diagnose & Therapie

Ist Amalgam in aller Munde? – Zum Glück nicht im wörtlichen Sinn, aber Gesprächsstoff liefert Amalgam mit seinen Gesundheitsrisiken allemal! Immerhin besteht Amalgam zur Hälfte aus Quecksilber – und das gehört zu den giftigsten Elementen überhaupt. Die Zahnärztin Dr. Edith Nadj-Papp erklärt, wie schädlich Amalgam wirklich ist, welche Symptome bei einer Amalgamvergiftung auftreten, wie eine fachkundige Amalgamsanierung abläuft und was Sie selbst tun können.

Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp, M.A., MBA
Dr. (Med. Univ. Budapest) Edith Nadj-Papp, M.A., MBA
Mehr Infos im Experten-Profil
“Bei einer Amalgamsanierung ist absolute Sorgfalt gefragt. Sowohl die Amalgamentfernung als auch die anschließende Quecksilberausleitung erfordern viel Know-how und Erfahrung.“

Praxis für ganzheitliche Zahnmedzin
Tel: (07156) 81 55
Marktstr. 16
71254 Ditzingen

Einleitung

Nach wie vor sind Amalgamfüllungen eine Standardbehandlung, die von den gesetzlichen Krankenkassen vollständig übernommen wird. Derzeit macht Amalgam in Deutschland etwa 40 Prozent aller Füllungen aus. Hauptgrund sind die Vorteile von Amalgam: Es ist günstig, gut zu verarbeiten und vergleichsweise belastbar. Dennoch ist die Freude über den „praktischen Werkstoff“ in der Zahnmedizin nicht ungetrübt. Das Problem ist die vom Amalgam ausgehende Belastung mit Quecksilber und anderen Metallen (‚Amalgamvergiftung‘), die zu vielfältigen Beschwerden führen kann.

Woraus besteht Amalgam?

Amalgam ist eine Quecksilberlegierung, die gut zur Hälfte aus Quecksilber besteht (Abb. 1). Weitere Bestandteile sind die Schwermetalle Silber, Zinn, Kupfer und Zink sowie je nach Legierung weitere Metalle wie Gold oder Platin. Der mit Abstand giftigste Bestandteil des Amalgams ist Quecksilber – immerhin das giftigste nicht-radioaktive Element überhaupt.

Abb. 1: Exemplarische Zusammensetzung von Amalgam
Abb. 1: Exemplarische Zusammensetzung von Amalgam

Verbreitung

Das wir es beim Amalgam nicht mit „Kleinkram“ zu tun haben, zeigen folgende Zahlen: In der EU landen pro Jahr 70 Tonnen Quecksilber in Amalgam. Zahnärzte sind damit der zweitgrößte Verbraucher von Quecksilber in der EU. Nach Schätzungen aus dem Jahr 2005 sollen allein 1300–2200 Tonnen reines Quecksilber in den Zähnen von EU-Einwohnern stecken.
In Schweden, Norwegen und Dänemark ist Amalgam seit Jahren verboten.
Auch in Deutschland ist der Einsatz von Amalgam bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren zurückgegangen. Auffällig sind die Unterschiede zwischen Ost und West: Junge Erwachsene in Ostdeutschland sind wegen der höheren Zahl ihrer Amalgamfüllungen um rund 40 Prozent stärker mit Quecksilber belastet.

Freisetzung von Quecksilber aus Amalgam

Von Amalgambefürwortern hört man immer wieder, dass während des Tragens quasi kein Quecksilber aus den Füllungen freigesetzt werde und diese Mengen unbedenklich seien. Richtig ist zwar, dass während des Legens und Entfernens der Amalgamfüllungen besonders viel Amalgam frei wird. Aber auch sonst verbleibt das giftige Quecksilber leider nicht in der Amalgamfüllung. Einerseits kann Quecksilber direkt in Zahnbein und Kieferknochen einwandern, andererseits gelangt es kontinuierlich in den Speichel. Gefördert wird dies durch die intensive Belastung, der Amalgamfüllungen tagtäglich ausgesetzt sind:

  • Kauen
  • Zähneknirschen
  • Zähneputzen (Fluoride, Putzkörperchen)
  • saure oder heiße Speisen und Getränke

Dazu Dr. Mutter in seinem Buch „Gesund statt chronisch krank!“: „Etwa 20 % aller Personen mit Amalgamfüllungen dürften ihren Speichel nach finnischen Grenzwerten nicht mehr ausspucken, da die Quecksilberwerte im Speichel die Grenzwerte für Abwasser überschreiten und er dort als höchstgiftiger Sondermüll einzustufen ist.“

Die Quecksilberdämpfe werden eingeatmet und kommen durch die Lunge direkt in die Blutbahn. Quecksilber in Amalgampartikeln gelangt mit dem Speichel in unseren Verdauungstrakt und wird dort zu 10 % aufgenommen und über das Blut zu unseren Organen transportiert, und gelangt dabei – da es die Blut-Hirn-Schranke überwinden kann – sogar in unser sonst so gut geschütztes Gehirn. Gleiches gilt für die Plazenta, so dass das ungeborene Kind schon während der Schwangerschaft mit Quecksilber aus dem Amalgam der Mutter ‚versorgt‘ wird. Darum ist seit Jahren in den Skandinavischen Ländern und seit 2018 auch in Deutschland verboten, kleinen Kindern und Schwangeren Amalgamfüllungen zu legen.

Mögliche Folgen einer Amalgamvergiftung
Abb. 2: Aus Amalgamfüllungen freigesetztes Quecksilber kann im gesamten Körper zu Beschwerden führen.

Aus Untersuchungen an Verstorbenen wissen wir:
Amalgamträger haben 2- bis 12-mal so viel Quecksilber in ihren Organen.


Wenn neben Amalgam weitere Metalle im Mund sind, entsteht ein galvanisches Element (‚Mundbatterie‘). Dabei fließt Strom vom unedleren zum edleren Metall, meist also von Amalgam zu Gold. Das beschleunigt die Korrosion und damit die Auflösung der Amalgamfüllung.

Tipp: Niemals unterschiedliche Metalle im Mund verwenden – vor allem nicht, wenn Amalgam und Gold in unmittelbarer Nähe sind.


Probleme bereitet Quecksilber aus Amalgamfüllungen nicht nur seinen Trägern, sondern auch in der Umwelt. Deshalb sind die Zahnarztpraxen seit über 25 Jahren verpflichtet einen Amalgamabscheider einzubauen. Abgesehen davon, dass es von den Patienten permanent in geringen Mengen ausgeschieden wird, landet es spätestens nach ihrem Tod über Krematorien und Friedhöfe in der ohnehin schon quecksilberbelasteten Umwelt.

Wie schadet uns Amalgam?

Das Hauptproblem von Amalgam ist zweifelsohne das Quecksilber. Quecksilber gilt als das giftigste nicht-radioaktive Element! Es ist giftiger als Arsen und für die meisten Symptome einer Amalgamvergiftung verantwortlich. In Kombination mit anderen Schadstoffen wie Schwermetallen, Pestiziden, Antibiotika oder Hormonen kann seine Giftigkeit nochmals drastisch zunehmen.

Zwar ist das in Amalgam verwendete anorganische Quecksilber weniger toxisch als organisches Quecksilber (s. Tab. 1). Allerdings kann Amalgamquecksilber im Darm, in wurzelgefüllten oder in toten Zähnen von den dort ansässigen Bakterien in das hochgiftige organische Methylquecksilber umgewandelt werden.

Tipp: Wer wurzelbehandelte oder tote Zähne hat, sollte tunlichst auf Amalgam verzichten!


Teilweise entweicht Quecksilber auch als Dampf aus Amalgamfüllungen. In dieser Form ist es ebenfalls besonders giftig ist und wird sehr gut aufgenommen (80–100 %).

Tab. 1: Vorkommen und Giftigkeit von Quecksilber

Tab. 1: Vorkommen und Giftigkeit von Quecksilber

Quecksilber ist schon in kleinsten Mengen schädlich: Sichere Quecksilberwerte gibt es nicht. Das hat auch die Weltgesundheitsorganisation WHO anerkannt.

Quecksilber belastet bevorzugt folgende Organe:

  • Nieren (ca. 11-fache Anreicherung)
  • Leber (ca. 4-fache Anreicherung)
  • Gehirn (ca. 2-fache Anreicherung)
  • Darm (Milieuveränderung)

Dort kann Quecksilber seine schädlichen Wirkungen entfalten. Quecksilber

  • blockiert Enzyme
  • verändert die Struktur von Eiweißen
  • reagiert mit den Spurenelementen Zink und Selen
  • macht Zellmembranen durchlässiger
  • verstärkt die Giftigkeit anderer Schadstoffe
  • stört die Zellatmung
  • erhöht den oxidativen Stress und
  • belastet das Immunsystem.

Die wichtigsten Folgen von Quecksilber sind:

  • Schäden im Nervensystem
  • Nierenschäden
  • Störung des Immunsystems
  • mehr Fehlgeburten

Trotz all dieser Erkenntnisse wird leider immer wieder beteuert, dass Amalgam im Allgemeinen unschädlich sei. Meist wird dabei auf Studien verwiesen, in denen keine Langzeitschäden von Amalgam nachgewiesen werden konnten. Richtig ist: Aufgrund der unzähligen möglichen Symptome und der komplexen Zusammenhänge sind die Langzeitfolgen in Studien äußerst schwer zu erfassen. Grund zur Entwarnung ist das jedoch nicht.

Kontraindikationen

Offiziell abgeraten wird von Amalgamfüllungen bei

  • Allergien gegen Bestandteile von Amalgam
  • Niereninsuffizienz
  • Autoimmunerkrankungen wie Colitis ulcerosa, Hashimoto-Thyreoiditis, Morbus Basedow, Multiple Sklerose, Rheuma, Schuppenflechte, Zöliakie
  • neurodegenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Morbus Parkinson
  • Frauen im gebärfähigen Alter
  • Kinder bis zu 6 Jahren

Diagnose – Wie kann man eine Amalgamvergiftung feststellen?

Während der Quecksilbergehalt im Blut stark vom Fischkonsum abhängt, sind Amalgamfüllungen der wichtigste Faktor für den Quecksilbergehalt im Urin. So haben Kinder mit einer oder mehreren Amalgamfüllungen im Schnitt signifikant mehr Quecksilbergehalt im Urin. Um die Quecksilberbelastung aus Amalgamfüllungen abzuschätzen, wird der Quecksilbergehalt im Morgenurin gemessen. Bei Kindern zwischen 3 und 14 Jahren sollte der Wert 0,4 µg/l, bei Erwachsenen 1 µg/l nicht überschreiten. Allerdings beziehen sich diese Grenzwerte ausdrücklich auf Personen ohne Amalgamfüllungen – was natürlich keineswegs heißt, dass Patienten mit Amalgamfüllungen größere Quecksilbermengen tolerieren. Wichtig zu wissen ist, dass auch Kinder, die selber keine Amalgamfüllungen im Mund haben, deren Mütter jedoch während der Schwangerschaft und Stillzeit große Amalgamfüllungen getragen haben, ebenfalls eine hohe Quecksilberbelastung aufweisen können.

Symptome einer Amalgamvergiftung

Die wichtigsten körperlichen Symptome einer Amalgamvergiftung sind

  • Allergien
  • chronischer Schnupfen
  • Darmerkrankungen
  • Frösteln
  • Gelenkschmerzen (Arthritis)
  • Haarausfall
  • Infektanfälligkeit
  • Kopfschmerzen/Migräne
  • Metallgeschmack
  • Neurodermitis, Schuppenflechte
  • Pilzinfektionen

Die wichtigsten geistigen und psychischen Symptome einer Amalgamvergiftung sind

  • Antriebs- und Energielosigkeit
  • Depressionen
  • Ermüdung
  • Lern- und Gedächtnisstörungen
  • Menschenscheu
  • Nervosität/Unruhe/Reizbarkeit
  • Stimmungslabilität

Weiterhin mit einer Amalgamvergiftung in Zusammenhang gebracht werden:

  • Abgeschlagenheit, Konzentrationsschwäche
  • Reizbarkeit
  • Schlaflosigkeit
  • Empfindungsstörungen
  • Polyneuropathie
  • Autismus
  • Durchfall
  • Muskelschwäche
  • Zittern

Geistige und motorische Fähigkeiten verschlechtern sich nachweislich durch Quecksilber. Darüber hinaus kann Quecksilber unsere Sexualhormone beeinflussen (Prolactin ↑) und so bei Frauen zur Unfruchtbarkeit führen. Beim Mann kann Quecksilber die Samenproduktion stören.
Weitere mögliche Symptome einer Amalgamvergiftung finden Sie in unserer ausführlichen Liste aller Symptome.

Therapie: Amalgamsanierung in 2 Schritten

Sie haben eine Amalgamvergiftung? Kein Grund zur Panik! Ein sachkundiger, am besten ganzheitlich geschulter Zahnarzt, wird Ihnen sicher helfen. Ziel ist es, den Körper so weit zu entlasten, dass seine natürliche Regulation wieder hergestellt wird. Dies geschieht in zwei Schritten. Beide erfordern größte Sorgfalt und entsprechendes Know-how.  

  1. Amalgam entfernen
  2. Quecksilber ausleiten

Tipp: Niemals eine Amalgamsanierung während der Schwangerschaft und Stillzeit durchführen lassen!

Fachkundige Amalgamentfernung

Amalgam sollte stets unter strengen Sicherungsvorkehrungen professionell entfernt werden. Dazu gehören:

  • niedrigtouriges Bohren
  • spezielle Technik beim Entfernen (Schneiden)
  • Amalgamsauer (Clean-Up-Sauger)
  • Verschluss der Mundhöhle mit einer Schutzfolie (Kofferdam)
  • Sauerstoffzufuhr
  • Amalgam-Mundschutz für den Zahnarzt

In Zahnarztpraxen muss das Abwasser aus der Amalgamentfernung seit vielen Jahren mittels Amalgamabscheiders getrennt gesammelt und als Sondermüll entsorgt werden.

Tipp: Amalgam immer nur mit Kofferdam und Sauerstoffmaske entfernen lassen. Damit lässt sich die Belastung während des Ausbohrens deutlich verringern.


Nach dem Entfernen sollten die Defekte möglichst metallfrei (am besten mit Keramik) ausgebessert werden. Vorsicht geboten ist bei Gold, da dieses mit Quecksilberresten interagieren kann.

Wenn die beschriebenen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden, können die beim Entfernen unweigerlich freiwerdenden, hochgiftigen Quecksilberdämpfe quasi vollständig entfernt werden. Nichtsdestotrotz werden immer Quecksilberreste im Körper verbleiben: in den Wurzelkanälen, im Zahnfleisch, in der Mundschleimhaut, im Knochen und in den inneren Organen.

Um das im Laufe der Zeit im Körper angereicherte Quecksilber möglichst gut zu entfernen, sollte sich nach jeder Amalgamentfernung eine Quecksilberausleitung anschließen. Diese wird der Zahnarzt in der Regel in Zusammenarbeit mit einem entsprechend geschulten Arzt (z.B. Umweltmediziner) oder Heilpraktiker durchführen.

Quecksilberausleitung

Je länger Sie bereits Amalgamfüllungen tragen und je mehr Zahnamalgam im Laufe der Jahre in Ihrem Mund verarbeitet wurde, umso größer dürfte Ihre Quecksilberbelastung sein.

Quecksilber ist hartnäckig, da es sehr gut an körpereigene Strukturen haftet. Beim Gehirn dauert es Jahrzehnte bis sich die Quecksilbermenge halbiert hat!


Ausgeleitet wird Quecksilber meist mit dem Chelat DMPS (Dimercaptopropansulfonsäure), einer chemischen Verbindung, die sehr gut Schwermetalle bindet. Interessanterweise korreliert die Quecksilberausscheidung im Urin unter DMPS direkt mit der Anzahl/Oberfläche der ehemals vorhandenen Amalgamfüllungen.

Ergänzend kann die Ausleitung unterstützt werden durch:

  • Algen (z.B. Chlorella; auf Schwermetallbelastung der Algen achten!)
  • Koriander (z.B. als Urtinktur)
  • homöopathische Mittel

Eine Quecksilberausleitung beansprucht stets den ganzen Körper – insbesondere die Ausscheidungsorgane und das Immunsystem. Gerade im Bereich der Ausscheidungsorgane können vorübergehend erhöhte Mengen an Giftstoffen auftreten, was auch zu Beschwerden führen kann.

Mögliche Nebenwirkungen sind:

  • Durchfall/Erbrechen
  • Entzündungen
  • Schwitzen, Hautveränderungen
  • Nieren- und Blasenbeschwerden

Tipp: Keine Quecksilberausleitung ohne fachkundige Begleitung!


Ein fachkundiger Arzt oder Heilpraktiker wird darauf achten, dass die Ausscheidungsorgane nicht überfordert werden und Ihnen beim Umgang mit möglichen Beschwerden helfen. Hinzu kommt, dass DMPS nicht nur Quecksilber, sondern auch lebenswichtige Spurenelemente bindet, die daher in größerer Menge zugeführt werden sollten. Typische Begeleitmaßnahmen, die im Einzelfall der eigentlichen Ausleitung vorgeschaltet sein können, sind:

  • Anregung der Ausscheidungsorgane (pflanzliche, spagyrische oder homöopathische Arzneimittel, Tees)
  • Anregung des Lymphsystems (Abtransport)
  • Entsäuerung (basische Mineralstoffe zum Neutralisieren, Zeolithe und andere vulkanische Mineralstoffe zur besseren Ausscheidung von Säuren)
  • Darmsanierung (Probiotika zur Regeneration der Darmflora)
  • Nährstoffzufuhr (z.B. Zink, Selen, Vitamin C, Coenzym Q10)
  • Stärkung des Immunsystems

Was können Sie selbst tun?

Wer ohnehin schon unter einer Amalgamvergiftung leidet, sollte

  • seine Quecksilberzufuhr allgemein reduzieren (Fisch, v.a. langlebige Raubfische wie Thunfisch, Heilbutt, Schwertfisch)
  • besonders vorsichtig mit quecksilberhaltigen Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren und Fieberthermometern sein und diese fachgerecht entsorgen
  • ausreichend Nährstoffe wie Selen und Omega-3-Fettsäuren zuführen
  • generell auf eine gute Ausscheidung achten (Bewegung, Schwitzen, viel Wasser trinken)
  • zur Entlastung auch sonstige Belastungen durch Umweltgifte (andere Schwermetalle, Weichmacher, Zusatzstoffe in der Nahrung, Spritzmittel) gering halten

Solange Sie noch Amalgamfüllungen haben, sollten Sie

  • keine Zahnpasta mit Putzkörperchen verwenden, die den Zahnabrieb fördern
  • keine fluoridierte Zahncreme benutzen
  • keine weiteren Metalle in den Mund einbringen lassen (Zahnspangen, Prothesen, Zahnersatz mit Gold oder Titan)
  • keine Wurzelbehandlung durchführen lassen.

Fazit

Jahr für Jahr werden in Deutschland Millionen von Amalgamfüllungen gelegt. Bedenkliche Zahlen, wenn man die unkalkulierbaren Folgen einer Amalgambelastung bedenkt. Hauptproblem ist das im Amalgam enthaltene Quecksilber. Da es Beschwerden an allen möglichen Organsystemen hervorrufen kann, ist eine Amalgamvergiftung nicht immer leicht zu erkennen.

Im Fall einer Amalgamvergiftung sollten zuerst bestehende Amalgamfüllungen fachmännisch entfernt und anschließend Quecksilber ausgeleitet werden. Auf diese Weise kann die Quecksilberbelastung drastisch reduziert und die Basis für eine Gesundung geschaffen werden.

Literatur

Mutter, Joachim: Gesund statt chronisch krank! Der ganzheitliche Weg: Vorbeugung und Heilung sind möglich. Fit fürs Leben Verlag, 2009
Mutter, Joachim: Amalgam – Risiko für die Menschheit: Quecksilbervergiftungen richtig ausleiten. Fit fürs Leben Verlag, 2017
Daunderer, Max: Handbuch der Amalgamvergiftungen. Apartpreis. Diagnostik, Therapie, Recht. Verlag Hüthig Jehle Rehm, 1997
Bundesgesundheitsbl - Gesundheitsforsch - Neue und aktualisierte Referenzwerte für Antimon, Arsen und Metalle (Blei, Cadmium, Nickel, Quecksilber, Thallium und Uran) im Urin und im Blut von Kindern in Deutschland. Gesundheitsschutz 2009, 59:77–982, DOI 10.1007/s00103-009-0932-3
Graf, Karlheinz: Störfeld Zahn. Der Einfluss von Zähnen und zahnärztlichen Werkstoffen auf die Gesundheit. Urban & Fischer bei Elsevier, 2010

Kommentare

Keine Kommentare

Kommentar hinzufügen



Mailadresse dient möglichen Rückfragen durch die Redaktion.
Sie wird nicht veröffentlicht.



 

Wichtiger Hinweis:

Diese Inhalte dienen der Information und Orientierung. Sie können und sollen unter keinen Umständen den Besuch eines Arztes und die Konsultation medizinischer Beratung oder professioneller ärztlicher Behandlung ersetzen.
Der Inhalt von naturheilmagazin.de kann und darf nicht verwendet werden, um eigenständig Diagnosen zu stellen oder Behandlungen zu beginnen. Im Übrigen verweisen wir auf die Geltung unserer Allgemeinen Geschäftsbedingungen AGB

Krankheiten A-Z