Orthomolekulare Spurenelemente

Orthomolekulare Spurenelemente

Auch Spurenelemente benötigen wir für unsere Gesundheit. Einige Spurenelemente wie Jod (Schilddrüse) und Chrom (Bauchspeicheldrüse) werden vor allem von einzelnen Organen gebraucht, während z.B. Zink in über 100 Enzymen benötigt wird. Mehr zu Chrom, Eisen, Jod, Kupfer, Mangang, Molybdän, Selen, aber auch zu Quecksilber lesen Sie hier.

Übersicht: Orthomolekulare Medizin

Autor/en dieses Beitrages:
Peter-Hansen Volkmann, FA. für Allgemeinmedizin aus Lübeck

Einführung

Ähnlich den Mineralstoffen oder Vitaminen sind auch die Spurenelemente von besonderer Wichtigkeit für unsere Gesundheit. Der Unterschied liegt lediglich in der Dosierung, d.h. dass wir von Spurenelementen regelmäßig wesentlich weniger benötigen als von den o.g. Mineralstoffen oder Vitaminen.
Während wir z.B. ca. ein Kilogramm reines Calcium in unserem Körper haben, kommen wir mit fünf Milligramm Chrom im gesamten Körper aus. Fehlen uns jedoch längerfristig Chromsalze, kann das möglicherweise zu einer Insulinresistenz der Zellen und damit zum Diabetes mellitus, d.h. zur Zuckerkrankheit führen. Ähnlich gravierende Folgen sind bei längerfristigem Mangel auch für andere der unten folgenden Spurenelemente bekannt. Gerade bei den erhöhten Anforderungen in Schule und Beruf halte ich eine optimale Versorgung mit Spurenelementen für außerordentlich wichtig. Meiner Erfahrung nach hängt eine gute hormonelle Regulation von Mann und Frau stark von der Versorgung des Körpers mit Spurenelementen und mit ungesättigten Fettsäuren ab. Kinderwunsch ist unter Mangelerscheinungen nicht zu realisieren – auch nicht durch maximale Hormongaben. Bei Prüfungsvorbereitungen, zum Abitur, im Studium und anderen Tätigkeiten, die schnelles klares Denken erfordern, kann eine Erhöhung der Spurenelementeversorgung deutlich leistungsverbessernd wirken. Die gezielte Kombination mit Vitaminen, wie der von mir entwickelte Vitamin B-Komplex plus, kann aufgrund seiner therapeutischen Breite z.B. in der oralen Schmerztestung immer wieder zu verblüffenden Schmerzlöschungen und freier Beweglichkeit führen.

Chrom

Wie schon oben erwähnt, ist das Chrom für den Zuckerstoffwechsel außerordentlich wichtig. Dabei ist zu beachten, dass mit steigendem Kohlenhydrat - und Zuckerverzehr auch der Bedarf an Chrom zunimmt. 
Neben den bekannten Wirkungen wird der hemmende Einfluss von Chrom auf die Entwicklung einer Arteriosklerose diskutiert. (Lesen Sie auch hier im Portal Arteriosklerose)
 
Der Tagesbedarf wird mit 0,03 mg bis 0,2 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa bei Normalkost liegt bei maximal 0,14 mg (DGE).


Daraus ergibt sich längerfristig die Notwendigkeit für eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit Chrom. 
Intervallmäßig sollte im Frühjahr und Herbst jeweils 3 Monate lang täglich ca. 0,1 mg Chrom, das sind 100 µg Chrom, gezielt vorbeugend eingenommen werden.
Bedarfsgerecht getestet mit bioenergetischen Verfahren kann die Dosierung kurzfristig auch z.B. für 1 -2 Wochen 300 µg bis 600 µg täglich betragen. 

  • Im Rahmen der Kinderwunschbehandlung sowie bei hormonellen Regulationsstörungen gehört Chrom stets zu den positiv testenden Spurenelementen. 

Das gilt meiner Erfahrung nach auch bei Patienten, denen die Schulmedizin eine Chrom-Nickel-Allergie bescheinigt hat.

Eisen

Das Eisen bildet mit ca. 5 g reinem Eisen im Körper den größten Anteil der Spurenelemente. Bekannt ist der Zusammenhang mit der Blutbildung, die ohne Eisen nicht stattfinden kann.
Daneben stellt das Eisen einen wichtigen Katalysator in vielen Enzymsystemen dar, die z.B. beim Abbau so genannter Freier Radikale erforderlich sind.
Bei Frauen im gebärfähigen Alter ist Eisen besonders wichtig, da es bei stärkeren Menstruationen leicht zu einer Blutarmut infolge von Eisenmangel kommen kann. Dabei ist jedoch stets auch auf eine Dysbalance anderer Spurenelemente zu achten.
Eisengaben in reiner Form führen oft zu einer harmlosen Verfärbung des Stuhles, gelegentlich auch zu Magen-Darmstörungen, die jedoch nach Absetzen der Präparate schnell zurückgehen. Die alleinige Aufnahme von Eisen bei einem Eisenmangel erscheint aus naturheilkundlicher Sicht wenig sinnvoll, da oft auch andere notwendige Spurenelemente, wie z.B. Jod und Zink zur Eisenverwertung fehlen. 
Aus diesem Grunde ist z.B. die Diagnoseform der Kinesiologie, der Muskeltest, zur Überprüfung durch einen erfahrenen Therapeuten auf weiteren Spurenelementemangel sinnvoll. Die Eisenaufnahme aus dem Darm wird z.B. durch gleichzeitige Vitamin C - Einnahme deutlich verbessert.

Der mittlere Eisen - Tagesbedarf wird mit 8 mg bis 25 mg angegeben (DGE). Schwangere oder stillende Mütter benötigen aber bis zu 45 mg Eisen pro Tag. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa bei Normalkost liegt bei ca. 1 -2 mg.

Daraus ergibt sich längerfristig die Notwendigkeit für eine zusätzliche Nahrungsergänzung mit Eisen vor allem für den o.a. Personenkreis. 
In Intervallen könnte z.B. im Frühjahr und Herbst jeweils 2 - 3 Monate lang täglich ca. 10 mg - 30 mg Eisen zur Optimierung der Eisenversorgung eingenommen werden. Bei längerfristiger Eisensubstitution sollte gelegentlich auch eine Serumeisenuntersuchung durchgeführt werden, um eine zu hohe Eisenzufuhr zu vermeiden.

Jod

Jod kennen wir alle als Spurenelement für unsere Schilddrüse. In der Schilddrüse wird Jod zu den bekannten Schilddrüsenhormonen verarbeitet, die neben Blutdruck, Herzfunktion und Herz - Schlagfolge auch zum Beispiel unsere Sexualhormone, sowie unsere geistige Entwicklung maßgeblich mit beeinflussen. (Lesen Sie auch im Portal unter Kontroverse: Jod-Versorgung im Beitrag Schilddrüse)
Bei Jodmangel kann es zu einer Entwicklung von Knoten in der Schilddrüse, die als Kropf vor allem im süddeutschen Raum oder auch in Thüringen und Sachsen bekannt sind, kommen. Um Jodmangel in der Schwangerschaft auszuschließen, was zu einer geistigen Unterentwicklung des Kindes führen kann, wird in d.R. schulmedizinisch Jod substituiert.
Das Jod können wir in der Nahrung vor allem über Seefische aufnehmen. Während eines Urlaubs auf einer Nordseeinsel oder an der Küste wird auch über die Atemluft Jod aufgenommen, so dass dort selbst bei geringem Fischverzehr kaum ein Jodmangel entstehen kann. Das vielfach empfohlene jodierte Speisesalz ist leider subjektiv und objektiv für viele Menschen weniger gut verträglich!
Bei Applied Kinesiology-Testungen habe ich immer wieder festgestellt, dass neben dem gewünschten Jod und Kochsalz offensichtlich nicht deklarierte Zusatzstoffe, sensiblen Menschen Probleme wie Fehlverdauung, Magen-Darmkrämpfe o.ä. bereiten können. Der mittlere Jod - Tagesbedarf wird von der DGE mit 0,1 mg bis 0,3 mg angegeben. Schwangere oder stillende Mütter benötigen eher 0,3 mg pro Tag. 
Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa mit der Normalkost liegt bei ca. 0,03 mg bis 0,07 mg Jod und damit meiner Meinung nach zu niedrig für eine ausreichende Jodversorgung.
 Jod kann regelmäßig täglich zugeführt werden in Mengen von z.B. 0,1 mg bis 0,2 mg. Überdosierung führt zu innerer Unruhe und erhöhter Herzschlagfolge.
Da wir Jod gut speichern können, bietet sich als Alternative auch eine wechselnde Jodeinnahme an. 
Beitrag der Redaktion: (siehe hierzu auch im Portal Schilddrüse)
Auszug: „…Hierzu muss auch noch erwähnt werden, dass das Bundesumweltamt schon 1994, die Aussage „Deutschland ist ein Jodmangelgebiet“, in Frage gestellt hat, indem es auf den Zusammenhang zwischen Jod und Nitrat, bzw. Huminsäuren hinwies…“
Und:
„Der Körper entscheidet sich nämlich im Zweifelsfalle für die Aufnahme von Nitrat, statt Jod und daraus kann dann ein Jodmangel entstehen. Und Huminsäuren binden Jodid im Magen-Darm Kanal, so dass das Jod nicht mehr aufgenommen werden kann. Deswegen kann sich auch hier ein Kropf infolge von Jodmangel bilden.“
Oder auch:
Ernährungswissenschaftler Richard Fuchs schreibt in seinem Buch „Funktional Food“ (Berlin 1999): „Die Aufnahme von zu viel Jod kann sogar die Kropfbildung begünstigen, darum ist eine Verwendung von jodiertem Speisesalz (ungekennzeichnet) in Backstuben unverantwortlich.“ Die „Zwangsmedikation“ mit Jod verletzt das Grundgesetz und gewährleistet nicht das Recht auf körperliche Unversehrtheit.“

Kupfer

Kupfer steht in enger Wechselbeziehung zum Eisen, was besonders bei chronischen Entzündungen auffällig ist. Dabei fällt das Eisen längerfristig ab, während das Kupfer scheinbar stark ansteigt. Dieses Bild entsteht jedoch maßgeblich durch Verschiebungen der Spurenelementedepots von intra- nach extrazellulär und damit in die Blutbahn.
Das Gesamt - Kupfer in unserem Körper liegt zwischen 
ca. 80 mg bis 150 mg. Eine unserer hauptsächlichen Quellen ist das Trinkwasser, das aus den vorhandenen Kupferleitungen in vielen Neubauten fortlaufend Kupfer auswäscht. Derartige mögliche Kupferbelastungen sind jedoch einfach zu vermeiden, indem man vor allem das morgendliche Tee - oder Kaffee wasser erst dann entnimmt, wenn man aus der gleichen Entnahmestelle zuvor z.B. das Waschwasser entnommen hat. Bei Bedarf könnte eine Laboruntersuchung auf Kupfer im Morgenwasser Klarheit schaffen. (Weitere Informationen hier im Portal unter: 
Ernährung/Wasser
) oder auch 
www.indikator-labor.de (günstige Wasserqualitätsuntersuchungen).
Weiteren Schutz gegen eine Kupfer Überlastung gibt eine reichliche regelmäßige Zink - und Manganzufuhr in Verbindung mit Vitamin C, die eine übermäßige Kupferaufnahme im Darm ziemlich sicher unterbindet.
Bei einem Kupfermangel kommt es zu einer bestimmten Form der Blutarmut, da ohne ausreichendes Kupfer auch das Eisen vom Darm nicht in ausreichendem Maße aufgenommen werden kann.
Wenn bioenergetisch z.B. im Applied Kinesiology Test ein Kupfermangel nachgewiesen wird, sollte u.U. eine Serumkontrolle vorgenommen werden, um die aktuellen Kupferwerte zu sichern. 
Bei Infekten kann eine kurzfristige Kupfergabe hilfreich sein, bei Vorliegen einer Blutarmut ist ein Behandlungsversuch meist angezeigt. Der mittlere Kupfer - Tagesbedarf wird je nach Quelle mit 1 mg bis 3 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa mit Normalkost liegt bei ca. 1 -2 mg, bei vollwertiger Kost auch höher bis 5 mg. Eine zusätzliche Kupfergabe kann z.B. bei Anämie, hormoneller Regulationsstörung, bei chronischen Entzündungen wie Rheuma oder bei allgemeiner Infektanfälligkeit gerechtfertigt sein. 
Die tägliche Gabe sollte zwischen 2 mg bis 4 mg für ca. 4 - 6 Wochen liegen. Eine Kombination mit anderen fehlenden Mikronährstoffen ist meist angezeigt. (s.o.)

Mangan

Das Mangan ist ähnlich wie Zink an zahlreichen enzymatischen Reaktionen beteiligt. Dem Chrom ähnlich verändert es bei Mangelerscheinungen u.a. den Zuckerstoffwechsel.
Die Gesamtmenge im Körper beträgt etwa 10 - 30 mg beim Erwachsenen. Es kommt hauptsächlich in Vollwertprodukten und weniger im Fleisch vor, was dazu führt, dass Vegetarier in der Regel kaum einen Manganmangel entwickeln, der bei Normalköstlern meiner Erfahrung nach oft latent vorhanden ist. Der mittlere Mangan - Tagesbedarf wird je nach Quelle mit 2 mg bis 6 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa bei Normalkost liegt bei ca. 2 mg bis 3 mg, bei vollwertiger Kost auch höher bis 7 mg. Daraus ergibt sich die Häufigkeit von lavierten Manganmangelerscheinungen, die sich z.B. durch depressive Verstimmungen, in Denkstörungen oder auch Störungen der Knochenentwicklung und des Körperwachstums ausdrücken können. 
Eine regelmäßige Mangangabe von 5 mg bis 15 mg pro Tag in ein bis zwei Zyklen von jeweils ca. zwei bis drei Monaten im Jahr erscheint sinnvoll.

Molybdän

Molybdän ist als Bestandteil eines speziellen Oxydations­enzyms bekannt. Im Rahmen von hormonellen Regulationsstörungen ist eine mittelfristige Molybdängabe oft sehr hilfreich. Die Molybdängesamtmenge im Körper liegt bei etwa 10 mg beim Erwachsenen. Der Tagesbedarf liegt zwischen 0,06 mg bis zu 0,5 mg. Die starke Schwankung ergibt sich aus Beobachtungen in verschiedenen Ländern und Kontinenten, in denen die normale tägliche Molybdänaufnahme mit der Nahrung durch unterschiedliche Umweltbedingungen und Bodenarten sehr starken Schwankungen unterliegt. Der mittlere Molybdän Tagesbedarf wird je nach Quelle mit 0,06 mg bis 0,5 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa mit Normalkost liegt bei ca. 0,06 mg bis 0,15 mg.  Im Rahmen hormoneller Regulationsstörungen kann die Gabe von Molybdän für zwei bis drei Monate eine Verbesserung der körpereigenen Regulation und Infektabwehr unterstützen. 
Unter einer Molybdän-Substitution zeigt sich oft eine Steigerung des Denkvermögens, der allgemeinen Aktivität und der Lebensfreude. Mindestens ein jährlicher Zyklus von etwa zwei bis drei Monaten mit täglichen Molybdän gaben zwischen 0,1 mg und 0,3 mg erscheinen nach eigenen naturheilkundlichen Erfahrungen als sinnvoll und steht mit der bekannten Literatur in Übereinstimmung. 
Erst eine 50-fache Molybdän-Überdosierung kann langfristig Gicht verursachen.

Selen

In die Klasse der so genannten Antioxydantien http://de.wikipedia.org/wiki/Antioxidans fällt das wichtige Selen. Der Gesamtkörperbestand an Selen liegt zwischen 10 mg bis 15 mg.
Selen zeichnet sich vor allem auch als Neutralisator bei Schwermetallbelastungen aus, wobei es in Reaktion z.B. mit dem Amalgam - Quecksilber im Körper das schwerlösliche Quecksilber – Selenit - Salz bilden kann.
Dieser Komplex bleibt allerdings im Gewebe liegen und ist dadurch nur zeitweise neutralisiert. Kommt es zu einer neuerlichen Selenverarmung des Körpers, so können die Giftwirkungen der Schwermetalle wieder in alter Form auftreten.
Durch diese chemische Selenit-Reaktion wird die Giftigkeit von Blei, Quecksilber oder Cadmium im Nervensystem wahrscheinlich nur zeitweise wirklich abgeschwächt.
Bei Betrachtung derartiger Wechselwirkungen ist der Selen Schutz gegen Krebs, Rheuma, toxischen Lebererkrankungen und Herzerkrankungen, aber auch gegen Grauen Star oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen verständlich. 
Ganz allgemein kann von einer Stärkung der Immunabwehr durch Selen ausgegangen werden. Selen wird über die Normalkost aufgenommen, wobei in Mitteleuropa eine starke Selenverarmung der Böden vorliegt, so dass eine ausreichende Versorgung nicht anzunehmen ist. (H. Dietl/ G.Ohlenschläger; Haug Verlag)

Der mittlere Selen - Tagesbedarf wird je nach Quelle mit 0,05 mg bis 0,4mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa in Normalkost liegt bei ca. 0,04 mg bis 0,06 mg. Daraus ergibt sich eine Notwendigkeit für eine regelmäßige zusätzliche Aufnahme von Selen.  Zu empfehlen sind regelmäßig vier Wochen Seleneinnahme mit 0,2 mg bis 0,4 mg Selen pro Tag im Wechsel mit jeweils einer vierwöchigen Pause, so dass übers Jahr etwa sechs Monate lang Selen zusätzlich aufgenommen werden kann. Dies ist besonders wichtig bei Vorliegen der obigen Erkrankungen, aber auch z.B. bei einer umfassenden Amalgamversorgung der Zähne.

Zähne - Amalgam - Quecksilber

Das Quecksilber aus dem Amalgam hat eine Halbwertzeit im Nervengewebe von 20 bis 25 Jahren, d.h. dass jemand, der im Alter von 25 Jahren oder später mehr als drei Zähne mit Amalgam versorgt hatte, mit einer fraglichen Schwermetallbelastung leben muss. Wie hoch diese Belastung tatsächlich ist, kann man nur nach einem Dimaval - Schwermetall - Bluttest und den entsprechenden Urinuntersuchungen sagen (s. auch www.gifte.de Dimaval). Nur durch eine solche Untersuchung ist die Frage nach der Belastungshöhe im Körper sicher zu beurteilen. Der oft erwähnte Kaugummitest sagt leider gar nichts aus, weil nur untersucht wird, was beim Kauen gerade abgerieben wird. Wer z.B. eine komplette Kronenversorgung als Zahnersatzmaterial trägt, wird im Kaugummitest keinerlei Quecksilberbefund aufweisen. Wenn die Kronen aber z.B. auf Amalgamstümpfen aufgebaut wurden, ist der Körper unsichtbar weiter dauerhaft mit einer Quecksilberfreisetzung belastet. 

  • Wer lange viel Amalgam trug, hat fast immer hohe Quecksilberspiegel im Körper. Wer unerfüllten Kinderwunsch hat, sollte immer auch eine Schwermetalluntersuchung nach obigen Kriterien durchführen lassen.

Wer Quecksilber mit Dimaval ausleiten will, sollte in den letzten Wochen vor der Ausleitung Selen meiden, da es auch die chemische Quecksilber - Ausleitung durch die o.a. Komplexbildung blockiert.

Mehr zu Amalgam lesen Sie hier.

Zink

Mit zwei bis drei Gramm im Gesamtbestand des Körpers ist Zink nach dem Eisen unser zweitwichtigstes Spurenelement. Die Wechselwirkungen des Zinks sind für ca. 100 verschiedene Enzyme und Hormone im Körper bekannt. Daraus wird klar, dass ein Zinkmangel sehr vielfältige Auswirkungen haben kann. 

  • Zink wird hauptsächlich durch Fleischkonsum aufgenommen. 

Vegetarier leiden häufiger wegen des geringeren Zinkangebotes im Getreide, aber auch wegen Wechselwirkungen der Enzymsysteme bei der Getreideverdauung im Darm unter Zinkmangel. 
Zink - Mangelerscheinungen zeigen sich z.B. durch 

  • Haarausfall, Fruchtbarkeitsstörungen, Wundheilungsstörungen, Wachstumsverzögerungen und ausgeprägte Abwehrschwäche bzw. Infektanfälligkeit.

Der mittlere Zink - Tagesbedarf wird mit fünf mg bis 25 mg angegeben. Die tägliche Aufnahme in Mitteleuropa in Normalkost liegt zwischen ca. 5 mg und 15 mg. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit für eine regelmäßige zusätzliche Aufnahme von Zink v.a. für Schwangere und stillende Frauen, sowie für Kinderwunschpaare und bei neurologischen oder muskulären Störungen.  In den USA hat die hypoallergene orthomolekulare Therapie auch ihre allgemein anerkannte Berechtigung in der Neurologie und Psychiatrie. Gerade Zink wird oft zusammen mit Mangan gern bei unterschiedlichen Nervenerkrankungen gegeben. 

  • Bei der Behandlung von Krebserkrankungen sowie zur Stärkung der Immunabwehr ist Zink unerlässlich.
  • Bei der naturheilkundlichen Behandlung von Kinderwunschpaaren hat Zink neben Chrom, Jod, Mangan, Molybdän und Selen einen gesicherten Platz in meiner Praxis. Wir führen in solchen Fällen jedoch auch immer einen Schwermetalltest auf Quecksilber, Blei und Kupfer im Urin durch. 

Bei erhöhten Schwermetallwerten kommt dann als ganz wichtige Therapievoraussetzung erst eine Dimaval - Schwermetallausleitung  mit Mineralstoffersatz zum Zuge, ehe weitere naturheilkundliche Therapien zur Verbesserung der hormonellen Regulationsstörungen eingesetzt werden. 
Chemisch definierte Hormone oder Hormonspritzen haben Kinderwunsch Patientinnen in meiner Praxis noch nie erhalten. Trotzdem ist unsere älteste Schwangere im 43. Lebensjahr erfolgreich entbunden worden.
Anzustreben ist eine Nahrungsergänzung mit Zink in zwei bis drei Zyklen von jeweils zwei bis drei Monaten pro Jahr. 
Dabei sind zu Beginn für eine Woche meist zwei bis drei Mal pro Tag 50 mg Zink in Einzelgaben zum Essen zu geben. Die weitere Behandlung wird mit 50 mg Zink pro Tag fortgeführt.
Da Zink viele Menschen besonders wach macht, bietet sich oft die Einnahme am Morgen an. 

  • Zink optimiert die Infektabwehr. Deshalb ist die Gabe von 250 mg pro Tag für vier bis sechs Tage bei hochfieberhaften Infekten, wie z.B. bei Grippe, aber auch bei einer eitrigen Bronchitis oder bei Ohrenentzündungen indiziert. 

Leistungssportler haben in bestimmten Wettkampfsituationen bei mir schon annähernd 500 mg Zink pro Tag sehr gut toleriert und haben sich dadurch trotz eines Unfalls bei einer Weltmeisterschaft eine Silbermedaille ersegelt.

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