Kampagnen zur Homöopathie

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Demonstrative Überdosis

Quelle: Deutscher Zentralverein homöopathischer Ärzte, www.welt-der-homoeopathie.de

Homöopathiekampagnen
Homöopathiekampagnen

In Großbritannien läuft nun schon seit etlichen Jahren eine gut organisierte Kampagne gegen die Homöopathie. Dahinter stehen Vereinigungen wie Sense About Science (SAS) und Einzelpersonen wie Edzard Ernst (Lehrstuhl Komplementärmedizin an der Universität Exeter). Eine publizistisch sehr professionelle Aktion kommt von der Merseyside Skeptics Society. Auf der Webseite www.1023.org.uk ist die Kampagne dokumentiert. Der Name der Website bezieht sich auf die Avogadro Zahl. Gezielt wurde zunächst der wichtigste englische Pharmagroßhändler Boots angegangen. Mit großer Empörung berichtet die 1023-Kampagne, dass die Firma homöopathische Mittel verkaufe, obwohl sie von deren Wirkung nicht überzeugt sei – nur weil sie von Kunden nachgefragt werden. Unterstützer können Kommentare einstellen oder den Protestbrief an Boots mit unterzeichnen. Als nächste Aktion wird nun zu einer landesweiten demonstrativen Überdosierung von homöopathischen Mitteln am 30. Januar um 10:23 aufgerufen.

Der Streit um die homöopathischen Hochpotenzen weckt Emotionen
Curt Kösters, 1. Vorsitzender des DZVhÄ, kommentiert: „Hut ab vor der Kampagnenfähigkeit dieser Leute! Das kommt wesentlich moderner daher als vergleichbare deutsche Publikationen. Die Marburger Erklärung von 1992 etwa war noch im Sprachduktus der Heiligen Inquisition verfasst: ‘Der Fachbereich Humanmedizin der Philipps-Universität Marburg verwirft die ‚Homöopathie’ als eine Irrlehre’. Da roch man doch schon den Scheiterhaufen.

Auch wenn gerade mal 1.500 gesammelte Unterstützer für die 1023-Kampagne nicht weltbewegend sind, das publizistische Echo in den britischen Medien ist gut. Die 1023-Kampagne ist so professionell wie moderne Werbe- oder Wahlkampagnen. Dahinter steckt entweder viel Geld oder viel Engagement – oder Beides.

Auch aus der Sicht der homöopathischen Ärzte gibt es zur Homöopathie durchaus offene Fragen; es herrscht keine Angst vor den Antworten. Bemerkenswert ist, dass sich diese selbst ernannten Skeptiker in aller Regel mit Händen und Füßen gegen eine weitere Forschung wenden. Sie gebärden sich als geistige Nachfolger der Aufklärung, sind augenscheinlich Dogmatiker, die glauben, die Wissenschaft sei ein in sich geschlossenes und widerspruchsfreies Lehrgebäude.

Macht es nach, aber macht es genau nach! (S. Hahnemann)
Etwaige Nachahmer der britischen „mass homeopathic overdose“-Aktion weist Curt Kösters darauf hin, dass es in der Homöopathie nicht die Masse macht, sondern die Häufigkeit. „Sie können in der Tat mehrere Flaschen einer Hochpotenz zu sich nehmen und werden in aller Regel – wenn das Mittel nicht zufällig für Sie passt – nichts davon merken“, sagt Kösters. „Wenn Sie wirklich etwas erleben wollen“, rät er, „nehmen Sie vielleicht eine Woche lang mehrmals täglich einige Kügelchen zu sich. Verwenden Sie dafür beispielsweise Schwefel (Sulfur) in einer C 30 (also weit jenseits der Avogadroschen Zahl) und die Wahrscheinlichkeit, dass das eine oder andere wirklich interessante Phänomen auftritt ist bei häufigerer Einnahme deutlich höher.“

Wer Zweifel hat, ob das Phänomen mit der Einnahme von Sulfur zusammenhängt, sollte den Versuch nach einigen Wochen wiederholen. Verantwortung kann Curt Kösters für diesen unkontrollierten Selbstversuch nicht übernehmen – aber eigentlich kann ja auch nichts passieren, weil ja bekanntlich nichts drin ist.

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