Stellungnahme des DZVhÄ (8/2010)

Stellungnahme des DZVhÄ - August 2010

Die Spiegel-Titelgeschichte vom 12. Juli - Die Homöopathie-Debatte in Deutschland.
(Quelle: Zeitschrift Forschende Komplementärmedizin, Auszug aus Homöopathische Nachrichten, August 2010, www.welt-der-homoeopathie.de)

Übersicht: Diskussion zur Homöopathie

„Wir haben sehr viel Zuspruch erfahren und gehen mit gestärktem Selbstbewusstsein aus der Debatte!“ Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVhÄ; Quelle: DZVhÄ
„Wir haben sehr viel Zuspruch erfahren und gehen mit gestärktem Selbstbewusstsein aus der Debatte!“ Cornelia Bajic, 1. Vorsitzende des DZVhÄ; Quelle: DZVhÄ

Am Anfang steht eine Konstruktion: Tiefe Gräben trennen Schulmediziner und homöopathische Ärzte, Gegner und Anhänger der Homöopathie stehen sich unversöhnlich gegenüber. Die Auseinandersetzung würde rabiater, heißt es und die Kontrahenten werden in die Gruppen „hemmungslos Gläubige“ und „Vertreter der Aufklärung“ geteilt. Die Titelgeschichte des Spiegels vom 12. Juli

kommt nicht ohne diesen Griff in die Mottenkiste aus. In der täglichen Praxis erleben Ärzte und Patienten ein grundlegend anderes Szenario als vom Leitmedium geschildert. Der Tenor des Nachrichtenmagazins ist nicht sachlich, sondern an vielen Stellen verunglimpfend. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) bezieht hier zu einigen Aussagen Stellung. Die gesamte Debatte können Sie auf der Webseite des DZVhÄ unter www.welt-der-homoeopathie.de nachlesen.

Die „hemmungslos Gläubigen“

Homöopathische Ärzte haben ein schulmedizinisches Studium absolviert und danach eine mehrjährige berufsbegleitende Weiterbildung Homöopathie nach einem Curriculum der Bundesärztekammer durchlaufen bzw. mit dem Homöopathie-Diplom des DZVhÄ eine noch längere Ausbildung absolviert. Homöopathische Ärzte sind in der Regel Fachärzte, die sich sowohl fachärztlich als auch homöopathisch regelmäßig weiterbilden.

Der Wirksamkeitsnachweis

Die Spiegel-Redakteure Veronika Hackenbroch und Markus Grill haben „nicht den geringsten Beweis“ dafür gefunden, „dass homöopathische Kügelchen irgendetwas anderes bewirken als einen Placeboeffekt.“ Viele Studien kommen zu anderen Ergebnissen. Etwa der HTA-Berichts (Health Technology Assessment) zur Homöopathie, den die Schweizer Regierung im Rahmen des Programms zur Evaluation der Komplementärmedizin (PEK) in Auftrag gegeben hatte und 2006 veröffentlichte: „Die Wirksamkeit der Homöopathie kann unter Berücksichtigung von internen und externen Validitätskriterien als belegt gelten, die professionelle sachgerechte Anwendung als sicher.“ Weitere Studien unter www.welt-der-homoeopathie.de im Bereich Presse / Forschung und unter www.carstens-stiftung.de.

Die Homöopathie im Nationalsozialismus

Die Spiegel-Autoren rücken die Homöopathie in die Nähe der nationalsozialistischen Ideologie und werfen homöopathischen Ärzten „makabere Menschenversuche“ im KZ Dachau vor. Tatsache ist, dass die Homöopathie im Nationalsozialismus keine spezielle Förderung genoss. Die Untersuchungen des Reichsgesundheitsamtes zur Homöopathie wurden bereits in den 20er Jahren vorbereitet und gingen wesentlich auf die Befürwortung durch Professor August Bier zurück. Völlig unsinnig und ohne jede Grundlage ist die Behauptung „die Nazis wollten der ‚verjudeten Schulmedizin’ die Homöopathie entgegensetzen.“ (Der SPIEGEL). Prof. Robert Jütte, Leiter des Instituts für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung, Stuttgart, stellt in einer Expertise fest: „Der Homöopathie wird von ihren Kritikern bis heute vorgeworfen, sie sei kompromittiert, da führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes sie gefördert hätten, womit insinuiert wird, dass es auch ideologische Gemeinsamkeiten gegeben haben muss. Eine solche Sicht kann man nur als Geschichtsklitterung bezeichnen angesichts der Tatsache, dass der Anteil der NSDAP- und SS-Mitglieder in der Ärzteschaft ganz allgemein höher war als der anderer Berufsgruppen. Es sei auch in Erinnerung gerufen, dass sich unter den wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Nürnberger Ärzteprozess von 1946 verurteilten Ärzten nur Vertreter der naturwissenschaftlichen Medizin befanden, ja das Stichwort „Homöopathie“ in dem ausführlichen Registerband zu den Prozessakten nicht ein einziges Mal vorkommt.“

Lesen Sie den vollständigen Text von Prof. Jütte unter
www.welt-der-homoeopathie.de im Bereich Presse.

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