Baunscheidtieren - Hautreizverfahren

Hautreizverfahren - Baunscheidtieren

Hautreizverfahren - Baunscheidtieren

Im 19. Jahrhundert wurden fast alle Leiden mit Baunscheidtieren behandelt und die Methode war weltbekannt. Heute gilt diese Therapie bei ihren Anwendern als Verfahren der „allgemeinen Umstimmung“, es wirkt durchblutungsfördernd, stoffwechselaktivierend, es soll Nervenentzündungen und hormonellen Störungen entgegenwirken und kann ganz gezielt über die Headschen Zonen auf die Organfunktion einwirken.

Autor/en dieses Beitrages:
Dr. med. Reimund Wagner, FA. für Allgemeinmedizin aus Mühlacker

Im 19. Jahrhundert wurden fast alle Leiden mit Baunscheidtieren behandelt und die Methode war weltbekannt. Heute gilt diese Therapie bei ihren Anwendern als Verfahren der „allgemeinen Umstimmung“, es wirkt durchblutungsfördernd, stoffwechselaktivierend, es soll Nervenentzündungen und hormonellen Störungen entgegenwirken und kann ganz gezielt über die Headschen Zonen auf die Organfunktion einwirken. Erfunden hat es der Mechaniker Carl Baunscheidt (1809-1873). Er entwickelte den Baunscheidtschen Apparat, ein Stichelgerät, das mit feinen Nadeln gespickt ist. B. ist eine Hautreiztherapie, die durch das Sticheln und anschließendes Einreiben mit einer speziellen Salbe oder einem Öl eine Eiterung der Haut verursacht. Das Originalrezept des B.-Einreibemittels ist nicht erhalten. Heute werden hautreizende Stoffe wie z.B. Cantharidin, Senf- und Wacholderöl, Euphorbiumsaft oder Crotonöl benutzt – wobei letzteres als karzinogen gilt.

ergänzt und kommentiert von:
Helmut Schumacher, aus München

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